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UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Welche Erfahrungen habt ihr mit Arbeitszeiten in der Unternehmensberatung gemacht, wenn man nach ein paar Jahren Berufserfahrung nicht den exit nimmt sondern in der Branche bleibt?

Bei der Glorifizierung extremer Arbeitszeiten in UBs fallen mir drei Punkte auf:

  1. Dieser hype scheint fast nur von Praktikanten oder Einsteigern zu kommen, die mangelnde Erfahrung kompensieren müssen.
  2. Die Arbeitszeiten werden künstlich hochgerechnet, indem Reisezeiten und Pausen mit in die Arbeitszeit gerechnet werden. In anderen Branchen ist diese Abrechnungsart nicht üblich.
  3. Die Arbeitszeiten werden mit Nachtschichten hochgepusht. Die Tätigkeiten in der Nachtschicht sind relativ simpel (siehe Punkt 1), weswegen man geringe Effizienz bzw. hohe Fehlerquote aufgrund von Übermüdung in Kauf nehmen kann.

Wenn man ein paar Jahre dabei bleibt wird man effizienter. Man kann mit Erfahrung mehr und bessere Ergebnisse mit weniger Arbeit liefern. Außerdem steigt man in der Hierarchie auf und muss sich weniger mit „niederen“ Arbeiten rumschlagen (Excel-Tabellen pflegen, Powerpoint-Folien erstellen und formatieren)

Ich sehe es bei mir selbst: Zum Berufseinstieg musste ich ordentlich Überstunden schrubben um die geforderten Ergebnisse zu liefern. Heute kann ich das wofür ich früher Nachtschichten gebraucht habe locker aus dem Ärmel schütteln. Außerdem kann ich stupide Tätigkeiten an meine Mitarbeiter delegieren. Kann man das auch auf die UB übertragen? Ist man als erfahrener UB auch mit kürzeren Arbeitszeiten gesegnet? Ich kann es mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass ein UB mit fünf oder zehn Jahren Berufserfahrung immer noch seine durchschnittlichen 80h pro Woche runterreißt mit Nachtschichten etc. Für mich sind überlange Arbeitszeiten nicht mit hoher Verantwortung kompatibel (Übermüdung, höhere Fehlerquote, schlechte Entscheidungen). Wie seht ihr das?

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Man merkt, dass du noch nie eine Beratung von innen gesehen hast. Die "geringere Effizienz" zu später Stunde ist so eine Mär, die sich die Sachbearbeiter gegenseitig bei ihrem Jägerschnitzel in der Kantine erzählen. Die Abendstunden sind in der Regel die produktivsten am Tag. Erst wenn die Nacht mal wirklich spät wird und es so auf 3-4 Uhr zugeht, wird man merklich unproduktiver, was aber auch dementsprechend nur in Notfällen vorkommt.

Reisezeiten nicht als Arbeitszeit anzusehen ist gleichermaßen Schwachsinn, da du von unterwegs eben arbeitest, egal ob im Taxi, im Flieger oder in der Bahn. Natürlich kannst du dir deine Arbeitszeiten gerade als Partner sehr schön rechnen, wenn du deine 5-6 Flüge die Woche und die unzähligen Taxifahrten einfach als Freizeit wertest, es entspricht aber einfach absolut nicht der Realität.

Der Workload dürfte am Anfang in der Beratung sogar eher zunehmen, nicht umsonst gilt die Projektleiterstufe (wie auch genau bezeichnet in der jeweiligen Beratung) als die härteste, da man das Bindeglied zwischen dem Team vor Ort und der Partnerebene darüber darstellt, erster Ansprechpartner für den Kunden ist etc. Als Partner ist man dann mit Sicherheit flexibler, aber die effektive Arbeitszeit ist immer noch hoch. Die klassischen "Effizienzsteigerungen", die in geringerem Workload in der Linie resultieren, hast du in der Beratung einfach nicht, da sich deine Aufgaben schnell ändern. Dem Projektleiter oder Partner bringt es überhaupt nichts mehr, dass er schnell Powerpoint Folien basteln oder Excel ohne Tastatur bedienen kann, da er sich zu dem Zeitpunkt einfach um ganz andere Dinge kümmert.

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lowbrain89

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Man merkt, dass du noch nie eine Beratung von innen gesehen hast. Die "geringere Effizienz" zu später Stunde ist so eine Mär, die sich die Sachbearbeiter gegenseitig bei ihrem Jägerschnitzel in der Kantine erzählen. Die Abendstunden sind in der Regel die produktivsten am Tag. Erst wenn die Nacht mal wirklich spät wird und es so auf 3-4 Uhr zugeht, wird man merklich unproduktiver, was aber auch dementsprechend nur in Notfällen vorkommt.

Reisezeiten nicht als Arbeitszeit anzusehen ist gleichermaßen Schwachsinn, da du von unterwegs eben arbeitest, egal ob im Taxi, im Flieger oder in der Bahn. Natürlich kannst du dir deine Arbeitszeiten gerade als Partner sehr schön rechnen, wenn du deine 5-6 Flüge die Woche und die unzähligen Taxifahrten einfach als Freizeit wertest, es entspricht aber einfach absolut nicht der Realität.

Der Workload dürfte am Anfang in der Beratung sogar eher zunehmen, nicht umsonst gilt die Projektleiterstufe (wie auch genau bezeichnet in der jeweiligen Beratung) als die härteste, da man das Bindeglied zwischen dem Team vor Ort und der Partnerebene darüber darstellt, erster Ansprechpartner für den Kunden ist etc. Als Partner ist man dann mit Sicherheit flexibler, aber die effektive Arbeitszeit ist immer noch hoch. Die klassischen "Effizienzsteigerungen", die in geringerem Workload in der Linie resultieren, hast du in der Beratung einfach nicht, da sich deine Aufgaben schnell ändern. Dem Projektleiter oder Partner bringt es überhaupt nichts mehr, dass er schnell Powerpoint Folien basteln oder Excel ohne Tastatur bedienen kann, da er sich zu dem Zeitpunkt einfach um ganz andere Dinge kümmert.

Kann dem nur zustimmen. Was jedoch richtig ist: Natürlich wirst du in den ersten Monaten deutlich schneller was Excelanalysen und die Aufbereitung auf Folien angeht. Es ist aber dann eben mitnichten so, dass du um 20 Uhr Feierabend machen kannst. Es ist eigentlich fast immer was zu tun.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Man merkt, dass du noch nie eine Beratung von innen gesehen hast. Die "geringere Effizienz" zu später Stunde ist so eine Mär, die sich die Sachbearbeiter gegenseitig bei ihrem Jägerschnitzel in der Kantine erzählen. Die Abendstunden sind in der Regel die produktivsten am Tag. Erst wenn die Nacht mal wirklich spät wird und es so auf 3-4 Uhr zugeht, wird man merklich unproduktiver, was aber auch dementsprechend nur in Notfällen vorkommt.

Ich bin kein Sachbearbeiter sondern Führungskraft. Ich hatte zu Beginn meines Berufslebens auch hohe Arbeitszeiten, 60h Durchschnitt mit peaks bis 70h pro Woche (ohne Reisezeiten und Pausen mitzurechnen). Nach meiner Erfahrung ist es schon so, dass die Arbeit die man nach einem 10h-Tag macht eine deutlich höhere Fehlerquote aufweist als die in ausgeruhtem Zustand. Uhrzeit für Feierabend kommt ja auch immer darauf an, wann man auf der Matte steht. Ich bin eher Lerche und fange üblicherweise zwischen 6 und 7 an zu arbeiten. Die Eulen in meinem Umfeld, die länger arbeiten, schlagen halt erst gegen 9 oder 10 bei der Arbeit auf, bleiben länger und „wundern“ sich, dass ich um 5 oder 6 „schon“ Feierabend mache. Mein Chef dagegen fängt morgens um 5 an und ist entsprechend um 3 oder 4 nachmittags wieder weg. Wenn ich morgens ins Büro komme, bringe ich ihm immer gleich seinen zweiten Triple-Espresso mit. *g*
Außerdem kommt es stark darauf an, welche Art von Arbeit man erledigt. Einfache Tätigkeiten wie Excel und Powerpoint bearbeiten, die man als Zuarbeiten für höhere Hierarchieebenen erledigt, verzeihen sehr viel mehr Ineffizienz durch langsames übermüdetes Arbeiten als verantwortungsvollere Arbeit (z.B. Kundenkontakt, Produktqualität, Produktsicherheit, Planung anderer Leute Arbeit)

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Reisezeiten nicht als Arbeitszeit anzusehen ist gleichermaßen Schwachsinn, da du von unterwegs eben arbeitest, egal ob im Taxi, im Flieger oder in der Bahn. Natürlich kannst du dir deine Arbeitszeiten gerade als Partner sehr schön rechnen, wenn du deine 5-6 Flüge die Woche und die unzähligen Taxifahrten einfach als Freizeit wertest, es entspricht aber einfach absolut nicht der Realität.

Das sehe ich genau gegenteilig. Reisezeiten als Arbeitszeit anzugeben ist totaler Schwachsinn. Damit macht man sich in jeder Branche außer Unternehmensberatung nur lächerlich. Reisezeit wird nirgends außer in der Unternehmensberatung voll als Arbeitszeit gezählt. Ok, im Vertriebsaußendienst vielleicht noch. ;-)

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Die klassischen "Effizienzsteigerungen", die in geringerem Workload in der Linie resultieren, hast du in der Beratung einfach nicht, da sich deine Aufgaben schnell ändern. Dem Projektleiter oder Partner bringt es überhaupt nichts mehr, dass er schnell Powerpoint Folien basteln oder Excel ohne Tastatur bedienen kann, da er sich zu dem Zeitpunkt einfach um ganz andere Dinge kümmert.

Meine Erfahrung ist die, dass man auch abseits von Routinejobs deutliche Effizienzsteigerungen hinbekommt. Wahrscheinlich hast du noch nie etwas anderes als einen Routinejob ausgeführt? Ich muss jeden Tag troubleshooting betreiben und Probleme lösen, deren Existenz mir nie in den Sinn gekommen wäre und das was ich heute nach ein paar Jahren Berufserfahrung schnell und praktikabel lösen kann, hätte ich direkt nach dem Studium unmöglich in der gleichen Zeit erledigen können wie heute, weil mir das Hintergrundwissen und die Erfahrung gefehlt hätte. Damals hätte ich für vergleichbare Fragestellungen noch viel mehr recherchieren müssen, was ich heute aus analogen Fällen kenne oder ableiten kann. Außerdem, und darauf bist du ja noch gar nicht eingegangen, wahrscheinlich weil du es noch nicht kennst: Man hat nach ein paar Jahren seine Mitarbeiter, denen man bestimmte Aufgaben delegieren kann. Jeder davon hat Stärken, die man optimal nutzen kann. Es steigert meine Effizienz enorm, Aufgaben die mich ausbremsen zu delegieren damit ich mich rein auf meine Stärken konzentrieren kann.
Zudem wird auch die Kommunikation mit den Kollegen effizienter und nimmt weniger Zeit in Anspruch, da das Team eingespielt ist und nicht ständig fluktuiert.

lowbrain89 schrieb am 05.03.2018:

Kann dem nur zustimmen. Was jedoch richtig ist: Natürlich wirst du in den ersten Monaten deutlich schneller was Excelanalysen und die Aufbereitung auf Folien angeht. Es ist aber dann eben mitnichten so, dass du um 20 Uhr Feierabend machen kannst. Es ist eigentlich fast immer was zu tun.

Ehm... Nein. Innerhalb von ein paar Monaten schneller zu werden bei Fußvolk-Arbeit ist nicht mit mehreren Jahren Berufserfahrung und damit einhergehender (Führungs-)Verantwortung gleichzusetzen. Typische Studenten-/Praktikanten-Antwort. Lächerlich.

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lowbrain89

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Welche Erfahrungen habt ihr mit Arbeitszeiten in der Unternehmensberatung gemacht, wenn man nach ein paar Jahren Berufserfahrung nicht den exit nimmt sondern in der Branche bleibt?

Unabhängig davon, ob du nun deine Reiseszeit mitzählen willst oder nicht: Extreme Arbeitszeiten wirst du nicht nur als Anfänger haben. Projektmanager haben in der Regel mindestens die gleichen Arbeitszeiten wie der Rest des Teams - können es sich jedoch öfter mal erlauben, schon früher ins Hotel zu gehen, um da dann die letzten Emails zu schreiben und den nächsten Tag vorzubereiten. Auch wirst du einige Projektmanager haben, die Teile des Wochenendes darauf verwenden, die nächste Woche durchzuplanen.

Glaube es mir oder lass es halt bleiben. UB-Arbeitszeiten (auch netto ohne Reisen) bleiben bis mindestens Principal sehr hoch.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Ich bin kein Sachbearbeiter sondern Führungskraft. [...]

Ich zitiere jetzt mal nicht deine ganze Antwort, da sie einfach viel zu lang ist und dir scheinbar die Fähigkeit fehlt, präzise Argumente zu verfassen. Davon mal abgesehen bist du ja auch gar nicht wirklich auf die Argumente eingegangen. Auf das Thema Produktivität kam ein schlichtes "Kann ich mir nicht vorstellen". Klar, verstehe ich wenn man immer in der Linie war, aber in den großen Strategieberatungen läuft einfach ein anderer Schlag Mensch rum. Das muss man wohl selbst erlebt haben, wenn man bisher immer nur von Menschen umgeben war, die am Tag ihre vier Espressos brauchen um "produktiv" zu bleiben.

Zum Thema Arbeitszeiten kam nur erneut das Argument, dass Reisezeit in den meisten anderen Branchen nicht als Arbeitszeit gesehen wird. Das ist richtig, du hattest dieses Argument aber auch bereits im Eingangspost gebracht. Auf das Argument, dass Reisezeit in der Beratung als Arbeitszeit angesehen werden sollte, weil Beratung eben nicht vergleichbar ist mit dem Industriearbeiter, der zu seiner Betriebsschulung fährt, bist du ebenfalls nicht eingegangen. Scheinbar konntest du hier nicht folgen oder du willst es einfach nur nicht verstehen um weiterhin deine ellenlangen Absätze ins Forum knallen zu dürfen.

Auf die zahlreichen Spitzen in deinem Post braucht man gar nicht mehr eingehen, du hast offensichtlich etwas gegen Berater, willst hier einfach nur deine Meinung bestätigt wissen und versuchst hier jeden zu diskreditieren, der dein Weltbild nicht teilt. Vielleicht fasst man sich aber auch einfach mal selbst an die Nase und fragt sich, warum man bereits nach 10h Arbeit merklich unproduktiver wird, da läuft dann nämlich irgendwas mächtig falsch.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Dieser Thread :D Man könnte ihn auch umbenennen in: "Sachbearbeiter erklärt Beratern wie es im Consulting so läuft".

Ist ja schön für dich, wenn du deine Reisezeiten nicht als Arbeit zählst. Das heißt ja, dass du während der Reisezeit nicht arbeiten musst, ein schönes Buch lesen kannst, die Augen zumachen kannst oder ähnliches. Wenn du aber während der gesamten Reisezeit Powerpoint Unterlagen bastelst, Calls hast oder dich auf einen Workshop vorbereitest, dann ist es einfach nur Schwachsinn, diese Zeit nicht auch als Arbeitszeit zu zählen. In etwa so sinnvoll wie einem LKW-Fahrer vorzuschlagen seine Reisezeit doch bitte nicht als Arbeitszeit zu sehen. Und wem die Fähigkeiten fehlen, diesen Zusammenhang zu verstehen, der sollte ans Consulting eh keine weiteren Gedanken verschwenden.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Das sehe ich genau gegenteilig. Reisezeiten als Arbeitszeit anzugeben ist totaler Schwachsinn. Damit macht man sich in jeder Branche außer Unternehmensberatung nur lächerlich. Reisezeit wird nirgends außer in der Unternehmensberatung voll als Arbeitszeit gezählt. Ok, im Vertriebsaußendienst vielleicht noch. ;-)

Du machst dich hier lächerlich indem du nicht verstehst, dass Berater eben nur selten an ihrem eigenen Arbeitsplatz sind und es daher einfach gewohnt sind, überall zu arbeiten. Dh im Taxi, in der Lounge am Flughafen, zwischen Start u Landung, im Hotel etc.
Wenn ich währenddessen aktiv Arbeit erledige, was ist das dann bitte? Freizeit?

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Ü40 UB-Partner:

Ich war noch nie 12 oder gar 14 Stunden am Tag auf gleichem Niveau konzentriert und produktiv. In den Anfangsjahren habe ich Höllenqualen gelitten, was den Gruppenzwang betrifft - jeder musste "nur noch diese eine Email schreiben", bis man dann endlich zum Abendessen im Gänsemarsch gehen konnte.

Ich brauchte und brauche heute noch gegen 19h einen 2-3-stündigen Break. Danach kommt sogar noch mal ein produktiver Schub. Hätte ich als kleiner Consultant niemals umsetzen können.

Es gibt aber Menschen, die sich viel besser in eine bestehende Arbeitskultur einfügen können, für die ist UB/IB in der Hinsicht kein großes Problem.

Daher: sachlich bleiben statt Sachbearbeiter-gegen-UBler-Krieg.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Ü40 UB-Partner:

Ich war noch nie 12 oder gar 14 Stunden am Tag auf gleichem Niveau konzentriert und produktiv. In den Anfangsjahren habe ich Höllenqualen gelitten, was den Gruppenzwang betrifft - jeder musste "nur noch diese eine Email schreiben", bis man dann endlich zum Abendessen im Gänsemarsch gehen konnte.

Ich brauchte und brauche heute noch gegen 19h einen 2-3-stündigen Break. Danach kommt sogar noch mal ein produktiver Schub. Hätte ich als kleiner Consultant niemals umsetzen können.

Es gibt aber Menschen, die sich viel besser in eine bestehende Arbeitskultur einfügen können, für die ist UB/IB in der Hinsicht kein großes Problem.

Daher: sachlich bleiben statt Sachbearbeiter-gegen-UBler-Krieg.

Über Produktivität mag man streiten können - wenn auch hier mein Eindruck ist, dass im Consulting halt überwiegend der Typ Mensch rumläuft, der auch nach längeren Arbeitszeiten noch sehr gute Ergebnisse abliefern kann. Worüber man nicht streiten kann ist, dass Reisezeit im UB Arbeitszeit ist. Verständlich, dass man hier Unmut auf sich zieht, wenn man oberlehrerhaft versucht Berater zu belehren, ohne selber auch nur ein rudimentäres Verständnis der Branche zu haben.

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Von welchen Ergebnissen sprechen wir hier bitte?
Im Alltag heisst es nicht anderes als: Exports ziehen, pivotieren und Dinge "vercharten". Mit Schokolade + RedBull kann man das auch um 23h durchrocken. Es wird nicht verlangt Foucault zu erklären...

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Ich danke dir für das genaue Eingehen auf meinen Beitrag.

Jedenfalls sind nicht alle Menschen gleich, arbeiten nicht gleich, lernen nicht gleich. Top-UBs sind daher am besten für Menschen geeignet, die einem ganz bestimmten Typ entsprechen. Ich bin das eher nicht, habe mich also eher "gegen" das System bewegt. Würde ich im Nachhinein nicht noch einmal machen.

Daher auch mein Rat: IB UB MBB Big4 DAX Startup - für jeden Typ Arbeitgeber gibt es auch einen Typ Mitarbeiter.

Ich hätte im IB keine Chance gehabt. Aber damit kann ich ganz gut leben, ohne deswegen IB schlechtmachen zu müssen.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Ü40 UB-Partner:

Ich war noch nie 12 oder gar 14 Stunden am Tag auf gleichem Niveau konzentriert und produktiv. In den Anfangsjahren habe ich Höllenqualen gelitten, was den Gruppenzwang betrifft - jeder musste "nur noch diese eine Email schreiben", bis man dann endlich zum Abendessen im Gänsemarsch gehen konnte.

Ich brauchte und brauche heute noch gegen 19h einen 2-3-stündigen Break. Danach kommt sogar noch mal ein produktiver Schub. Hätte ich als kleiner Consultant niemals umsetzen können.

Es gibt aber Menschen, die sich viel besser in eine bestehende Arbeitskultur einfügen können, für die ist UB/IB in der Hinsicht kein großes Problem.

Daher: sachlich bleiben statt Sachbearbeiter-gegen-UBler-Krieg.

Über Produktivität mag man streiten können - wenn auch hier mein Eindruck ist, dass im Consulting halt überwiegend der Typ Mensch rumläuft, der auch nach längeren Arbeitszeiten noch sehr gute Ergebnisse abliefern kann. Worüber man nicht streiten kann ist, dass Reisezeit im UB Arbeitszeit ist. Verständlich, dass man hier Unmut auf sich zieht, wenn man oberlehrerhaft versucht Berater zu belehren, ohne selber auch nur ein rudimentäres Verständnis der Branche zu haben.

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Worüber man nicht streiten kann ist, dass Reisezeit im UB Arbeitszeit ist.

Wenn man während der Reise arbeitet, ist es Arbeitszeit. Das schließt auch berufliche Telefonate mit ein. Da braucht man nicht diskutieren.

Wenn UB zu wirklich jeden Moment arbeiten, dann ist alles Arbeitszeit.

Falls sie aber mal 30 min Nachrichten lesen oder privat telefonieren sollten, dann wäre das Reisezeit. Aber das wird ja hier klar für alle UB ausgeschlossen.

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Ein KPMGler

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Wäre "Exports ziehen, pivotieren ..." mein Job hätte ich schon vor Jahren das Handtuch hingeschmissen.

Da bevorzuge ich doch die Realität in der ich fast tagtäglich komplett andere Dinge tue.
Und ja, auch das noch um 23Uhr.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Von welchen Ergebnissen sprechen wir hier bitte?
Im Alltag heisst es nicht anderes als: Exports ziehen, pivotieren und Dinge "vercharten". Mit Schokolade + RedBull kann man das auch um 23h durchrocken. Es wird nicht verlangt Foucault zu erklären...

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Ü40 UB-Partner:

Ich war noch nie 12 oder gar 14 Stunden am Tag auf gleichem Niveau konzentriert und produktiv.

@ Ü40-Berater: Danke für die Antwort.

Hier noch mal der TS. Kaum haut man etwas auf die Kacke, schon bekommt man etwas Aufmerksamkeit. Die klassischen Mechanismen der Werbung funktionieren immer wieder. Sorry, wenn ich etwas über die Stränge geschlagen habe, aber ich wollte etwas Trubel generieren. Ich habe nichts gegen Berater, habe schon mit einigen sehr beeindruckenden (operativ tätigen) Exemplaren zusammengearbeitet. Gibt natürlich auch bei Beratern Dummschwätzer, genauso wie in meiner und in jeder anderen Zunft.

Der Kern meiner Frage ist leider immer noch nicht so richtig beantwortet: Wie geht ihr mit den persönlichen Effizienzsteigerungen um, die ihr über die Jahre erreicht?

  1. Mehr und bessere Ergebnisse in gleicher, hoher Arbeitszeit?
  2. Gleich viele und bessere Ergebnisse in niedrigerer Arbeitszeit?

Bei mir ist es Option 2. Ich kann heute in einer 45h-Woche quantitativ gleich viel und qualitativ bessere Ergebnisse liefern als zu Beginn meines Berufslebens in einer 60h-Woche.
Ergebnisse sind bei mir neue Produkte, da ich eine Entwicklungsabteilung leite. Ich muss täglich dazulernen (regulatorische Änderungen, Stand der Technik, Entwicklung des Marktes). Man kann also auch in einem dynamischen Bereich, in dem sich die Anforderungen ständig ändern, seine persönliche Effizienz steigern. Das geht nicht nur bei Routinejobs.

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Weil du mittlerweile auf einem anderen Level bist und sich die Diskussionen hier i.d.R. um das Dasein der Einsteiger drehen?

Aber das weisst du ja eigentlich auch.

Ein KPMGler schrieb am 06.03.2018:

Wäre "Exports ziehen, pivotieren ..." mein Job hätte ich schon vor Jahren das Handtuch hingeschmissen.

Da bevorzuge ich doch die Realität in der ich fast tagtäglich komplett andere Dinge tue.
Und ja, auch das noch um 23Uhr.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Von welchen Ergebnissen sprechen wir hier bitte?
Im Alltag heisst es nicht anderes als: Exports ziehen, pivotieren und Dinge "vercharten". Mit Schokolade + RedBull kann man das auch um 23h durchrocken. Es wird nicht verlangt Foucault zu erklären...

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Ein KPMGler

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Nein, a) ich war vor einem Jahrzehnt auch mal Einsteiger und b) sitze ich jede Nacht neben meinen Einsteigern und arbeite, diskutiere, "vercharte" und kreiere coole Dinge.

WiWi Gast schrieb am 07.03.2018:

Weil du mittlerweile auf einem anderen Level bist und sich die Diskussionen hier i.d.R. um das Dasein der Einsteiger drehen?

Aber das weisst du ja eigentlich auch.

Ein KPMGler schrieb am 06.03.2018:

Wäre "Exports ziehen, pivotieren ..." mein Job hätte ich schon vor Jahren das Handtuch hingeschmissen.

Da bevorzuge ich doch die Realität in der ich fast tagtäglich komplett andere Dinge tue.
Und ja, auch das noch um 23Uhr.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Von welchen Ergebnissen sprechen wir hier bitte?
Im Alltag heisst es nicht anderes als: Exports ziehen, pivotieren und Dinge "vercharten". Mit Schokolade + RedBull kann man das auch um 23h durchrocken. Es wird nicht verlangt Foucault zu erklären...

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Was verstehst du unter "coole Dinge"?

antworten
Ein KPMGler

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Gestern abend zum Beispiel ein Vorgehensmodell für die Erschaffung einer Omnikanal-Vertriebsstruktur für einen großen Teil unseres Bankenwesens.

An den Abenden davor ging es um ein Konzept und die Umsetzungsmaßnahmen, um eine der größten Transformationen in einer deutschen Bank zu begleiten, bei der >1000Leute verschoben werden und von >100 Standorten auf <10 konzentriert werden.

Davor ging es um die richtige Strategie, um in der gleichen Bank das zukünftige Betreuungsmodell im Firmenkundengeschäft auszugestalten und auszurollen ohne zuviel Marketshare in der Übergangsphase an andere Wettbewerber der Bank zu verlieren.

Und am Wochenende war ich Juror beim Deutschlandfinale der KPMG International Case Competition und habe erstklassige studentische Teams beim Lösen einer Fallstudie gechallenged

Ich mag meinen Job.

WiWi Gast schrieb am 07.03.2018:

Was verstehst du unter "coole Dinge"?

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

"Ich mag meinen Job".

Das sagt nur einer, der keine Ahnung hat vom Consultung. Jeder normale Praktikant weiss, dass es nichts Wichtigeres gibt als den gut geplanten Exit.

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Ein KPMGler schrieb am 07.03.2018:

Und am Wochenende war ich Juror beim Deutschlandfinale der KPMG International Case Competition und habe erstklassige studentische Teams beim Lösen einer Fallstudie gechallenged

Hey, cool! Hab gesehen, dass die studentischen Teams interdisziplinär zusammengesetzt sein müssen. Um welche Art von "interdisziplinär" geht es da? Also eher "WiWi+Ing+Jurist+Soziologe" oder "WiWi+VWL+WiMa+WIng"?

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WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2018:

Von welchen Ergebnissen sprechen wir hier bitte?
Im Alltag heisst es nicht anderes als: Exports ziehen, pivotieren und Dinge "vercharten". Mit Schokolade + RedBull kann man das auch um 23h durchrocken. Es wird nicht verlangt Foucault zu erklären...

Man merkt, dass du nur Praktikant in einer Beratung warst.

Exports ziehen, Powerpoints und Analysen in Excel machen bei uns höchstens die Praktikanten. Als Berater bist du mit gänzlich anderen Aufgaben beschäftigt als solchen operativen Kleinkram.

antworten
Ein KPMGler

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Wenn Du damit ernsthaft mich meinst, dann hast Du wirklich in Summe noch keine 4 Minuten auf wiwi-treff verbracht.

WiWi Gast schrieb am 07.03.2018:

"Ich mag meinen Job".

Das sagt nur einer, der keine Ahnung hat vom Consultung. Jeder normale Praktikant weiss, dass es nichts Wichtigeres gibt als den gut geplanten Exit.

antworten
Unternehmensberater

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Berufsgenosse KPMGler, ich hatte das als Scherz verstanden.

Nicht immer alles bierernst sehen. Schon gar nicht angesichts der vielen von Studis geäußerten Berufsweisheiten.

Hast am WE übrigens 'ne tolle Figur in Berlin gemacht.

Zum Thread:
Im übrigen finde ich diesen Thread abstrus und krude, v. a. bzgl. der Diskussion "Reisezeit == Arbeitszeit". Zur Differenzierung:

  • Falls ich unterwegs für den Klienten arbeite, ist das Arbeitszeit (billable).
  • Falls der Klient mir die Reisekosten zahlt, ist das billable, auch wenn ich Däumchen drehe.
  • Falls ich unterwegs Business Dev mache (Vertriebstelefonate, Beratungsprodukte entwickeln, MA coachen etc.), ist das Arbeitszeit (non-billable).
  • Falls ich unterwegs Däumchen drehe oder ein Filmchen schaue, ist das selbstverständlich keine Arbeitszeit.

Ein KPMGler schrieb am 08.03.2018:

Wenn Du damit ernsthaft mich meinst, dann hast Du wirklich in Summe noch keine 4 Minuten auf wiwi-treff verbracht.

WiWi Gast schrieb am 07.03.2018:

"Ich mag meinen Job".

Das sagt nur einer, der keine Ahnung hat vom Consultung. Jeder normale Praktikant weiss, dass es nichts Wichtigeres gibt als den gut geplanten Exit.

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

@Unternehmensberater: Schreibst du nochmal ein Strategie-Buch? ;)

antworten
Unternehmensberater

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Strategie worüber?

WiWi Gast schrieb am 08.03.2018:

@Unternehmensberater: Schreibst du nochmal ein Strategie-Buch? ;)

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Unternehmensberater schrieb am 09.03.2018:

Strategie worüber?

WiWi Gast schrieb am 08.03.2018:

@Unternehmensberater: Schreibst du nochmal ein Strategie-Buch? ;)

Hast doch bisher ein ganz nettes Buch verfasst...

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

Die eigentliche Kernfrage ist immer noch von keinem vernünftig beantwortet: Was fangt ihr mit der Effizienzsteigerung an? Arbeitszeit bleibt hoch mit mehr Performance oder Performance bleibt gleich und Arbeitszeit sinkt?

antworten
WiWi Gast

UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

WiWi Gast schrieb am 12.03.2018:

Die eigentliche Kernfrage ist immer noch von keinem vernünftig beantwortet: Was fangt ihr mit der Effizienzsteigerung an? Arbeitszeit bleibt hoch mit mehr Performance oder Performance bleibt gleich und Arbeitszeit sinkt?

Hier haben doch schon einige Kollegen vernünftige Antworten gegeben. Aufgaben auf Einsteigerlevel erledigt man nach einiger Zeit besser/schneller als früher. Dafür macht man dann zum Teil einfach mehr Arbeit, weil man entsprechend eingeplant wird (--> Arbeitszeit bleibt hoch mit mehr Performance). Der Haupttreiber des Aufwands ist aber der, dass in einer Beratung i.d.R. alle 2-3 Jahre dein Aufgabenspektrum neu definiert wird. Aus Ausführen wird Hilfestellung geben und Reviewen, Planen und Vorstrukturieren, Steuern, mehr Kundenkommunikation usw. Später wird dann Projektarbeit mehr und mehr durch Angebote erstellen (lassen) und Pitchen ersetzt.

Du hast also effektiv nie groß die Möglichkeit, eine Effizienzsteigerung in weniger Arbeit umzuwandeln. Der Gewinn aus Routine wird durch neue Aufgaben ohne Routine ersetzt. Und notfalls kommt nochmal eine Ladung Aufgaben (alt/neu) dazu ;)

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Beschäftigte mit flexiblen Arbeitszeiten haben tendenziell einen niedrigeren Blutdruck, können besser schlafen und sind weniger anfällig für psychische Erkrankungen als solche mit starren Arbeitszeiten. Dies ergab jetzt eine Studie an der Durham Universität im Vereinigten Königreich.

Flexibel arbeiten liegt im Trend

79 Prozent der Frauen und 68 Prozent der Männer würden gerne flexible Arbeitszeiten in Anspruch nehmen, ergab eine Studie der Personalmanagement-Beratung Hewitt.

Lange Arbeitszeiten schaden der Gesundheit

Ein orangener Rettungswagen in einer Hofeinfahrt.

Der Anteil von Beschäftigten, die über Schlafstörungen klagen, nimmt mit der Dauer der geleisteten Arbeitszeit zu. Ingesamt steigt das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei langen Arbeitszeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Trend zu belastenden Arbeitszeiten hält an

Ein beleuchteter Wolkenkratzer mit Büros.

Die Beschäftigten in Deutschland arbeiten häufiger in Schichtsystemen, nachts oder deutlich über 40 Wochenstunden. Damit verbundene Belastungen können zu frühem gesundheitlichem Verschleiß führen.

Der Nine-to-Five-Job ist passé - Arbeitnehmer fordern mehr Flexibilität

Sportliche blaue Straßenturnschuhe werden geschnürt.

Flexible Büroarbeit wird zur Norm: Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Flexible Working 2007« von Johnson Controls Global WorkPlace Solutions. Mehr als 60 Prozent der 200 internationalen Studienteilnehmer arbeiten regelmäßig an verschiedenen Orten.

Arbeiten am Wochenende kein Tabu mehr

Ein Bauarbeiter lehnt an seiner Maschine, während neben ihm ein Plakat von einem Model an der Wand hängt.

Die Grenze zwischen Privatleben und Arbeitszeit verschwimmt zunehmend. Für 14 Prozent der weltweit befragten Finanzmanager ist es undenkbar, ohne ihren Laptop oder PDA in den Urlaub zu fahren.

McKinsey-Studie: Flexible Arbeitsmodelle fördern Frauen-Karrieren

Der Blick auf ein lila Kleid, rote Schuhe mit Blume und einen blauen Fußboden mit gelben Tupfen.

Starre Arbeitsmodelle über das gesamte Berufsleben hinweg und der damit verbundene geringe Anteil von Frauen an der Gesamtarbeitszeit sind Hauptgrund für die niedrige Zahl weiblicher Führungskräfte in Deutschland.

Antworten auf UB: extreme Arbeitszeiten nur als Einsteiger?

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