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Der Nine-to-Five-Job ist passé - Arbeitnehmer fordern mehr Flexibilität

Flexible Büroarbeit wird zur Norm: Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Flexible Working 2007« von Johnson Controls Global WorkPlace Solutions. Mehr als 60 Prozent der 200 internationalen Studienteilnehmer arbeiten regelmäßig an verschiedenen Orten.

Der Nine-to-Five-Job ist passé - Arbeitnehmer fordern mehr Flexibilität
Essen, 09.01.2008 (ots) - Traditionelle Arbeitsstrukturen, wie der klassische Nine-to-Five-Job, ändern sich. Flexible Büroarbeit wird zur Norm: Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Flexible Working 2007« von Johnson Controls Global WorkPlace Solutions. Mehr als 60 Prozent der 200 internationalen Studienteilnehmer arbeiten regelmäßig an verschiedenen Orten - im Büro, zu Hause oder unterwegs. Im Vergleich zum Vorjahr verbringen die Befragten weniger Arbeitszeit im Unternehmen (18 Prozent), und mehr Zeit im Homeoffice (36 Prozent) sowie beim Kunden oder auf Reisen (46 Prozent). Unterstützt wird der Trend zum flexiblen Arbeiten durch den technischen Fortschritt: Die Mehrheit der Studienteilnehmer (57 Prozent) nutzen häufig bis sehr häufig Videokonferenzsysteme oder die Möglichkeit, via Internet zu konferieren (55 Prozent). Als Konsequenz entstehen immer mehr virtuelle Teams über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.

Paul Barlett, Vorsitzender des renommierten Office Productivity Network, fasst die Ergebnisse zusammen: »Bisher stand für Arbeitnehmer vor allem freie Zeiteinteilung im Vordergrund. Die aktuelle Studie von Johnson Controls zeigt hingegen, dass die flexible Wahl des Arbeitsumfeldes zunehmend wichtiger wird.« Diese Entwicklung stellt Arbeitgeber und die Facility Management Branche vor neue Herausforderungen. Barlett fügt hinzu: »Die Bedeutung des betriebliche Arbeitsumfelds ändert sich: Das Büro wird vorwiegend zum Ort der Interaktion, an dem sich Mitarbeiter austauschen und zusammenarbeiten. Um produktives Arbeiten zu ermöglichen, reicht es nicht aus, Mitarbeitern einen Büroarbeitsplatz im Unternehmen bereitzustellen. Es geht darum, ein optimales Arbeitsumfeld für Zusammenarbeit zu schaffen.«

Unternehmen erkennen die Herausforderungen dieser Entwicklung und suchen nach neuen Konzepten zur optimalen Gestaltung ihrer betrieblichen Arbeitsumfelder. Dies zeigt sich unter anderem in der hohen Verbreitung von Laptop-Stationen bzw. Desk-Sharing-Arbeitsplätzen, deren Anteil bereits bei ca. 70 Prozent liegt. Im Gegensatz zum persönlichen Schreibtisch, können diese Arbeitsplätze flexibel und bedarfsorientiert von den Mitarbeitern genutzt werden. Ebenfalls im Kommen sind gemeinsam genutzte Räumlichkeiten wie Gruppen- oder Kombibüros (15 Prozent), die bessere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bieten als das klassische Einzelbüro (9 Prozent).

Dr. Marie Puybaraud, Director Facilities Innovation bei Johnson Controls Global WorkPlace Solution und Studienleiterin, kommentiert: »Die Ergebnisse der diesjährigen Studie bestätigen den bisherigen Trend: Flexibles Arbeiten ist heutzutage keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Mitarbeiter fordern mehr Mitsprache, wo, wie und wann sie arbeiten. Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie den Wettstreit um die besten Talente nur gewinnen können, wenn sie ihren Mitarbeitern flexibles Arbeiten ermöglichen und die dafür notwendigen Strukturen bieten. Arbeit ist eine soziale Tätigkeit. Das betriebliche Arbeitsumfeld spielt immer noch eine große Rolle - aber zunehmend als sinnstiftender Ort an dem sich Mitarbeiter treffen, Ideen austauschen und interagieren.«

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung im Überblick:

Trotz der überwiegend positiven Bewertung sehen die Befragten auch Nachteile:

Bereits seit 2002 erforscht Johnson Controls mit der jährlichen Studie »Flexible Working« neue Trends am Arbeitsplatz und ihre Konsequenzen für Unternehmen und die Facility Management Branche. Die Ergebnisse der diesjährigen Studie beruhen auf einer Online-Befragung sowie einer Auswertung relevanter Fallstudien und Fachliteratur (Desk Research). An der Umfrage haben 200 Büroarbeiter aus Unternehmen und öffentlichem Dienst in zehn europäischen Ländern teilgenommen.

Download
der Studie (PDF; 24 Seiten; 1,3 MB):
http://www.facilitiesinnovation.co.uk/fi/html/home.asp?page=8

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