DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Kinder & KarriereArbeitszeiten

WSI-GenderDatenPortal zur Berufstätigkeit von Frauen und Männern

Die Arbeitszeiten in Deutschland haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich polarisiert. Einerseits haben im Vergleich zum Anfang der 1990er Jahre lange Arbeitszeiten jenseits von 41 Wochenstunden zugenommen, andererseits sind sehr kurze Arbeitszeiten unter 15 Stunden weiter verbreitet.

Berufstätigkeit Frauen-Männern Statistik-Arbeitszeiten

WSI-GenderDatenPortal zur Berufstätigkeit von Frauen und Männern
Die Arbeitszeiten in Deutschland haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich polarisiert. Einerseits haben im Vergleich zum Anfang der 1990er Jahre lange Arbeitszeiten jenseits von 41 Wochenstunden zugenommen, andererseits sind sehr kurze Arbeitszeiten unter 15 Stunden weiter verbreitet. Da von sehr langen Arbeitszeiten vor allem Männer, von sehr kurzen ganz überwiegend Frauen betroffen sind, hat diese Entwicklung dazu beigetragen, dass die Arbeitszeit-Schere zwischen den Geschlechtern weiter aufgegangen ist: 2010, so die aktuellsten vorliegenden Daten, arbeiteten weibliche Erwerbstätige im Durchschnitt 30,6 Stunden pro Woche - 9,5 Stunden weniger als männliche Erwerbstätige. 1991 hatte der Unterschied noch weniger als sieben Stunden betragen. Im gleichen Zeitraum stieg die Quote der Frauen mit sehr kurzen Teilzeitjobs von 5,8 auf 13,9 Prozent (Männer: 0,7 auf 3,8 Prozent). Das zeigt eine Auswertung im neuen WSI GenderDatenPortal des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.

"Heute sind deutlich mehr Frauen erwerbstätig als vor 20 Jahren. Viele arbeiten aber Teilzeit, und davon haben etliche nur Jobs, die schon wegen der kurzen Arbeitszeiten nicht für eine eigenständige Existenzsicherung ausreichen", erklärt Dr. Christina Klenner, Genderforscherin am WSI. Zwar hätten sich die Arbeitszeiten zwischen Männern und Frauen in den vergangenen Jahren wieder geringfügig angenähert. "Aber die Differenz ist nach wie vor sehr groß. Die längerfristigen Trends unterstreichen, dass Deutschland sowohl bei der Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt als auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch großen Nachholbedarf hat", sagt Klenner.

Unter dem GenderDatenPortal sind künftig auf dem jeweils aktuellen Stand hunderte Daten zur Berufstätigkeit von Frauen und Männern abrufbar - übersichtlich in Grafiken aufbereitet und flankiert durch kurze Analysen. In der Startversion umfasst das Portal Informationen zu den Themenbereichen Entgelt, Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Führungspositionen. In den kommenden Monaten wird das Portal weiter ausgebaut.

http://www.wsi.de/genderdatenportal

Im Forum zu Arbeitszeiten

14 Kommentare

IB M&A am Wochenende arbeiten

WiWi Gast

Kann ich so ähnlich von MS bestätigen. Nur wurde hier teurer Whiskey getrunken und statt verbundener Augen wurde man vor dem Pfeilewerfen ein paar mal im Kreis gedreht. Lounge Gast schrieb: ...

52 Kommentare

120k - 150k bei max. 45h/Woche - wie realistisch ist das?

WiWi Gast

Lounge Gast ist keine bestimmte Person. Mir ging es darum das die vermeintlich freie Vertragsgestalltulng oft an starren Vorlagen des Arbeitgebers scheitert von denen nicht abgerückt werden will. Lo ...

15 Kommentare

Arbeitszeiten Finance Branche

WiWi Gast

Deutschland und Digitalisierung? Dass ich nicht lache. Die Amis und Chinesen sind schon weiter. Lounge Gast schrieb: ...

3 Kommentare

Berufe mit normalen Arbeitszeiten

WiWi Gast

Als ich bin im Controlling und hab immer nur eine 40h Woche. Mittlerweile die 3. Firma und jedes mal KMU. (in jeder Firma haben alle Kollegen immer viele Überstunden gemacht, ich aber nie, aber trotzd ...

22 Kommentare

Tipps lange Arbeitstage

WiWi Gast

An die Vögel hier im Forum die nicht anständig lesen können. Die Rede ist von 9+ Stunden, d.h. ab 9 Stunden kippt die Energie und was denkst du, dass alle UBler 15 Stunden arbeiten?

26 Kommentare

Sweatshop-Ranking der Bulge Bracket und Equity Banks

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 09.10.2017: Meiner Erfahrung nach haben die Taxifahrer keine Ahnung, wen sie da vom Taunusturm abholen - gibt ja doch einige Banken da... ...

209 Kommentare

Schere im Portemonnaie und im Kopf

WiWi Gast

jetzt lasst doch mal die Lehrer in Ruhe - wichtiger Beruf, der angemessen bezahlt wird. Im Gegensatz zu BWLern müssen die auch noch ein stressiges Referendariat absolvieren (und erfolgreich bestehen!)

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Arbeitszeiten

Weiteres zum Thema Kinder & Karriere

Eltern mit zwei Kindern auf den Schultern am Strand. Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mehr Müttern und Vätern gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Voraussetzungen für erwerbstätige Mütter haben sich in Deutschland verbessert. Aus der OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf geht hervor: 70 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, davon arbeiteten mit 39 Prozent überdurchschnittlich viele Mütter in Deutschland in Teilzeit. Die hohe Teilzeitquote bei Müttern zeigt jedoch, dass eine wirklich ausgeglichene Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit innerhalb von Familien noch nicht die Regel ist.

Buchstaben und Computer-Tastatur bilden die Wörter Beruf und Familie

Kind und Karriere: Jobs werden familienfreundlicher

Die Vereinbarkeit von Kind und Karriere spielt eine immer größere Rolle auf dem Stellenmarkt. Die Unternehmen reagieren daher verstärkt auf die Ansprüche von Eltern, die ihre Elternzeit in Anspruch nehmen wollen. Wie der Adecco Stellenindex zeigt, werden insbesondere für die Bereiche Office Management und Verwaltung, die Gesundheitsberufe und das Finanz- und Versicherungswesen geeignete Kandidaten zur Elternzeitvertretung gesucht.

Beliebtes zum Thema Karriere

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.

Managerinnen-Barometer 2018: Erfolge mit Frauenquote

Die Frauenquote für Aufsichtsräte wirkt. Der Frauenanteil ist auf 30 Prozent gestiegen. Dennoch sind Frauen in Spitzengremien großer Unternehmen noch immer deutlich in der Minderheit. Die Vorstände sind weiterhin eine Männerdomäne. Besonderen Aufholbedarf haben Banken und Versicherungen. Das ergibt das aktuelle Managerinnen-Barometer 2018 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Business: Bain-Studie zu Managementtechniken in Deutschland und weltweit.

Deutsche Führungskräfte schätzen bewährte Managementtechniken

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Benchmarking, strategische Planung und Change Management die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue innovative Werkzeuge wie Agile Management und Advanced Analytics werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Weltweit rücken Kundenmanagement und Kundenzufriedenheitsanalysen in den Fokus. Eine wachsende Komplexität und abnehmende Kundenloyalität sind die weltweit größen Herausforderungen.