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Deutsche Managerinnen fühlen sich auf globale Arbeitswelt schlecht vorbereitet

Obwohl Frauen weitsichtiger denken, sozial verantwortlicher handeln und Aspekte wie interkulturelle Kompetenzen und Umweltbewusstsein wesentlich häufiger in Betracht ziehen, fühlen sich zwei Drittel der deutschen Entscheidungsträgerinnen nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Globalisierung vorbereitet.

Der Rücken einer Frau mit einer bunt karierten Bluse und langen, blonden Haaren, die zur Seite blickt.

Deutsche Managerinnen fühlen sich auf globale Arbeitswelt schlecht vorbereitet
Kronberg/Taunus, 17.03.2008 (ots) - Männer in Führungspositionen glauben, besser für die Herausforderungen einer dynamischen und multipolaren Welt gerüstet zu sein als ihre Kolleginnen. Und obwohl Frauen weitsichtiger denken, sozial verantwortlicher handeln und Aspekte wie interkulturelle Kompetenzen und Umweltbewusstsein wesentlich häufiger in Betracht ziehen, fühlen sich zwei Drittel der deutschen Entscheidungsträgerinnen nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Globalisierung vorbereitet. Männer hingegen gehen diese Thematik zielstrebiger an und setzen auf ganz praktische Aspekte wie technologische Kompetenz oder internationale Mobilität, um im internationalen Wettbewerb ihren Platz zu behaupten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie, für die der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture über 4.000 Entscheidungsträger in Europa, Australien, Asien, Südafrika sowie Nord- und Südamerika befragt hat - davon über 300 in Deutschland.

»Frauen und Männer werden sich den Chancen wie auch den Herausforderungen einer zunehmend internationalisierten Arbeitswelt gleichermaßen stellen müssen. Es greift zu kurz, wenn Unternehmen nur ihr Geschäftsmodell in andere Regionen exportieren. Ausschlaggebend ist, dass sie auch ihre Mitarbeiter mit entsprechenden Kompetenzen ausstatten, die bislang mitunter noch gar nicht oder nicht in vergleichbarem Maße eingefordert werden«, erläutert Catrin Hinkel, Geschäftsführerin bei Accenture im Bereich Communications & High Tech und darüber hinaus im Unternehmen verantwortlich für Personalentwicklung und Gleichstellungsfragen. Die Accenture-Studie »One Step Ahead of 2011: A New Horizon for Working Women« bewertet anhand von sechs Indikatoren, darunter Beweglichkeit, Bereitschaft zur Nutzung neuer Technologien und soziale Verantwortung, inwieweit Führungskräfte auf die mit der Globalisierung verbundenen Anforderungen vorbereitet sind, und leitet daraus einen »Skills Readiness Index« ab.

Das Ergebnis: Nur knapp ein Drittel (32 Prozent) der in Deutschland befragten weiblichen Führungskräfte fühlt sich gerüstet, bei den Männern sind es dagegen immerhin fast die Hälfte (49 Prozent). Zu den identifizierten Handlungsfeldern, die das zukünftige Arbeitsumfeld prägen werden, zählen unter anderem zunehmende Flexibilität, stärkere Verflechtung der Weltwirtschaft und die Nutzung neuer Technologien . Die Studienergebnisse zeigen, dass Männer und Frauen diesbezüglich unterschiedliche Prioritäten setzen. Männer sind wesentlich häufiger bereit, neue Technologien zu erlernen und anzuwenden. Drei Viertel (72 Prozent) der befragten männlichen Führungskräfte in Deutschland gab an, dass ihnen der Einsatz von Technologie dabei helfe, das tägliche Arbeitsvolumen zu bewältigen. Bei den Frauen sehen das nur 60 Prozent der Frauen so. Männliche Entscheider sind auch eher bereit, zusätzliche Verantwortung und komplexe Aufgaben zu übernehmen, vor denen Frauen häufig zurückschrecken und zeigen sich offener gegenüber beruflichen Standortwechseln und häufigen Reisen.

»Eine zielgerichtete Personalentwicklung, das Managen von Talenten im Kontext des internationalen Wettbewerbs steht dementsprechend ganz oben auf der Agenda vorausschauender Unternehmensführer«, so Catrin Hinkel. »Langfristig erfolgreiche Firmen besinnen sich immer wieder darauf, wie wichtig das Potenzial ihrer Mitarbeiter für nachhaltigen Geschäftserfolg ist.« Das Leitbild deutscher Managerinnen wird laut aktueller Umfrage heutzutage nach wie vor durch die sogenannten »soft skills« geprägt, also beispielsweise die Übernahme gesellschaftlicher und politischer Verantwortung sowie die Sensibilisierung für soziale und kulturelle Probleme. Als »Karrierebeschleuniger« gelten hingegen noch immer die praktischen »harten« Qualifikationen, auch, wenn Qualifikationen wie das Entwickeln globaler Kompetenzen - beispielsweise in Form von Sprachen - oder das Erkennen und Nutzen kultureller Unterschiede an Bedeutung gewinnen. Insgesamt schätzen Frauen ihre Karrierechancen in einer globalisierten Arbeitswelt schlechter ein als Männer. Rund zwei Fünftel (42 Prozent) der weiblichen Führungskräfte in Deutschland haben in der Umfrage angegeben, dass sie künftig keine weitere Entwicklung ihrer Karriere erwarten, bei den männlichen Befragten sind es nur knapp ein Drittel (32 Prozent).

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