DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Führung & StrategieM&A

M&A-Studie: Erfolgschancen steigen mit zunehmender Erfahrung

Übernahmen zahlen sich am meisten aus, wenn sie häufig durchgeführt werden und substanziell sind. Dies ist das zentrale Ergebnis der Studie „The Renaissance in Mergers and Acquisitions“. Für die Studie hat die Managementberatung Bain die M&A-Aktivitäten von 1.616 Unternehmen untersucht, die zwischen 2000 und 2010 insgesamt rund 18.000 Transaktionen tätigten.

Sich spiegelnde, identische Wolkenkratzer.

Aktivere Unternehmen mit wiederholbarem Modell erzielen die höchsten Gesamtaktienrenditen
München, 04.02.2014 (bain) - Während die Gesamtaktienrendite aller in der Studie berücksichtigten Unternehmen durchschnittlich 4,5 Prozent pro Jahr betrug, erreichte die Gruppe der sogenannten „Mountain Climbers“ eine jährliche Gesamtaktienrendite von 6,4 Prozent. Diese Unternehmen führten mehr als eine Transaktion pro Jahr durch und erreichten im Betrachtungszeitraum einen kumulierten Transaktionswert von 75 Prozent oder mehr ihrer Marktkapitalisierung.

Wer zu Beginn des Betrachtungszeitraums 100 Euro in einen „Mountain Climber“ investiert hatte, machte daraus am Ende 197 Euro und verdoppelte damit seinen Einsatz nahezu. Verglichen mit dem Durchschnitt aller in der Studie berücksichtigten Unternehmen waren das 20 Prozent oder 34 Euro mehr. Unternehmen, die zwischen 2000 und 2010 komplett auf M&A-Transaktionen verzichteten, erzielten hingegen lediglich eine Gesamtaktienrendite von durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr. Deren Aktionäre erhielten bei der gleichen Investition und Laufzeit 20 Euro oder 12 Prozent weniger als im Studiendurchschnitt. „Aus unserer Studie geht hervor, dass sich M&A vor allem für die sehr aktiven Spieler ausgezahlt hat“, sagt Ben Fischer, Partner bei Bain & Company in München und Mitglied der M&A-Praxisgruppe. „Wer eine klare Strategie verfolgt und diese auch stringent und beherzt umsetzt, erzielt überdurchschnittliche Ergebnisse.”

Neben den „Mountain Climbers“ identifizierte Bain in der Studie zwei weitere Gruppen, die im Betrachtungszeitraum M&A-Deals durchführten und mit dem Studiendurchschnitt vergleichbare Gesamtaktienrenditen erzielten: die sogenannten „Serial Bolt-Ons“ und „Selected Fill-Ins“. Unternehmen aus diesen beiden Gruppen akquirierten mit einem kumulierten Transaktionswert von bis zu 75 Prozent ihrer Marktkapitalisierung. Bemerkenswert waren die Unternehmen einer vierten Gruppe – die sogenannten „Large Bets“. Sie realisierten im Betrachtungszeitraum Akquisitionen mit einem kumulierten Transaktionswert von mehr als 75 Prozent ihrer Marktkapitalisierung, tätigten jedoch weniger als eine Transaktion im Jahr. Diese Unternehmen lagen mit einer Gesamtaktienrendite von vier Prozent unterhalb des Gesamtdurchschnitts. Investierten Aktionäre also 100 Euro in einen Vertreter dieser Gruppe, erhielten sie am Ende 154 Euro, was 43 Euro oder 22 Prozent weniger waren als bei den „Mountain Climbers“.



Wiederholbares Modell verschafft Käufern klare Wettbewerbsvorteile
M&A schafft laut Bain-Studie vor allem dann Wert, wenn es einem wiederholbaren Modell folgt, bei dem durch eine systematisch erarbeitete M&A-Kompetenz folgende Grundsätze konsequent angewendet werden:

„Ein wiederholbares Modell ist im M&A-Geschäft der Schlüssel zum Erfolg“, fasst Bain-Partner Fischer zusammen. „Es verschafft regelmäßigen Unternehmenskäufern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber opportunistisch agierenden Gelegenheitskäufern.”

Über die Studie
Für die Langzeitstudie „The Renaissance in Mergers and Acquisitions“ analysierte Bain & Company eine repräsentative Auswahl von 1.616 börsennotierten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus 13 Industrie- und Schwellenländern im Hinblick auf ihre Wertentwicklung und M&A-Aktivität – insgesamt mehr als 18.000 Transaktionen – in den Jahren 2000 bis 2010. Als Kennzahl für den Erfolg verwendete Bain die Gesamtaktienrendite, gemessen an der Differenz zwischen Anfangs- und Endkurs einer Aktie zuzüglich Dividenden im Verhältnis zum Anfangskurs. Auf Basis dieser Analyse zeigt Bain auf, welche Faktoren den Erfolg im M&A-Geschäft begünstigen.

 

 

Im Forum zu M&A

7 Kommentare

Interview Summer Internship M&A

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.07.2018: Alles klar, danke euch für die Info !

50 Kommentare

T3 M&A Noten Cut-off

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 20.07.2018: - Weil man eine deutlich steilere Lernkurve hat als im Large-Cap - Weil man nicht bei T1-T2 genommen wurde, aber... ...man die M&A Dynamik schätzt ...das abs ...

4 Kommentare

M&A-Praktikum als FH'ler

WiWi Gast

Klar ist das möglich. Bewirb dich, wirst vielleicht nicht bei den BBs eingeladen, aber wenn du im Gespräch überzeugst, ist alles möglich.

19 Kommentare

Bsc. 2,x -> Noch Chance auf M&A?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 11.07.2018: Push

4 Kommentare

Big 4 M&A

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 04.07.2018: ich nicht

5 Kommentare

IB Praktikum - Facetime ohne Zugang zu FB, WhatsApp etc.?

WiWi Gast

bild.de, wiwi-treff, handelsblatt, linkedin, xing..

6 Kommentare

Dauer bis Einladung sowie Zu-/Absage M&A Boutiquen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 26.06.2018: Same, hab von den EB in Frankfurt damals nach Ca. 2 Wochen die Einladung bekommen ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema M&A

Wolkenkratzer zum Thema einer M&A-Studie 2015 der Strategieberatung BCG.

BCG M&A-Report 2015: Akquisiteure steigern Aktionwert schneller als organisch wachsende Unternehmen

Die Boston Consulting Group (BCG) hat ihren neuen M&A-Report 2015 vorgestellt. Erfahrene Akquisiteure schaffen mehr Wert für ihre Aktionäre als organisch wachsende Unternehmen. Regelmäßige Zukäufe steigern den Umsatz und Gewinn schneller und schaffen damit langfristig einen höheren Wert für die Aktionäre. Mehr als die Hälfte aller Unternehmenskäufe vernichten jedoch Wert.

Weiteres zum Thema Führung & Strategie

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Managerinnen-Barometer 2018: Erfolge mit Frauenquote

Die Frauenquote für Aufsichtsräte wirkt. Der Frauenanteil ist auf 30 Prozent gestiegen. Dennoch sind Frauen in Spitzengremien großer Unternehmen noch immer deutlich in der Minderheit. Die Vorstände sind weiterhin eine Männerdomäne. Besonderen Aufholbedarf haben Banken und Versicherungen. Das ergibt das aktuelle Managerinnen-Barometer 2018 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

New-York, Freiheitsstatur,

CEO Challenge 2017: Die Sorgen der Chefs

Die unsichere politische Lage rund um den Globus ist aus Sicht deutscher Unternehmen derzeit die größte Herausforderung. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von IW Consult und The Conference Board hervor. Sorgen vor einer globalen Rezession sind bei hiesigen Managern dagegen weniger verbreitet als in anderen Ländern.

Cover vom Lehrbuch "Allgemeine Managementlehre".

Literatur-Tipp: Lehrbuch »Allgemeine Managementlehre«

Der Klassiker zur Managementlehre präsentiert neben bewährtem Management-Wissen aktuelle Trends. So widmet sich ein neues Kapitel dem Management von Industrie 4.0. Die komplett überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Neuauflage 2016 überrascht zudem mit einem Kapitel zum Sinn als Motivationsfaktor in der modernen Personalführung. »Allgemeine Managementlehre« ist ein didaktisch perfektes, modernes Management-Lehrbuch.

Beliebtes zum Thema Karriere

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.

Managerinnen-Barometer 2018: Erfolge mit Frauenquote

Die Frauenquote für Aufsichtsräte wirkt. Der Frauenanteil ist auf 30 Prozent gestiegen. Dennoch sind Frauen in Spitzengremien großer Unternehmen noch immer deutlich in der Minderheit. Die Vorstände sind weiterhin eine Männerdomäne. Besonderen Aufholbedarf haben Banken und Versicherungen. Das ergibt das aktuelle Managerinnen-Barometer 2018 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Business: Bain-Studie zu Managementtechniken in Deutschland und weltweit.

Deutsche Führungskräfte schätzen bewährte Managementtechniken

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Benchmarking, strategische Planung und Change Management die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue innovative Werkzeuge wie Agile Management und Advanced Analytics werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Weltweit rücken Kundenmanagement und Kundenzufriedenheitsanalysen in den Fokus. Eine wachsende Komplexität und abnehmende Kundenloyalität sind die weltweit größen Herausforderungen.