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Führung & StrategieMittelstand

Studie zum mittelständischen »Management heute«

Soziologen der Universität Jena präsentieren größte deutsche Studie zum mittelständischen Management heute.

Weisser Schriftzug mit Kapitalismus in riesen Buchstaben an einer alten, verfallenen Häuserwand in Ost-Berlin mit grünen Kastanienästen im Vordergrund..

Studie zum mittelständischen »Management heute«
Jena, 17. Mai 2004 (idw) - Die ostdeutschen Manager sind im Kapitalismus angekommen und gleichen sich damit zunehmend ihren westdeutschen Kollegen an. Gleichwohl existieren aber noch deutliche Unterschiede vor allem hinsichtlich der Qualifikation, der Einstellungen zu gesellschaftspolitischen Fragen und der sozialen Zusammensetzung des Managements. Dies ist das knappe Fazit der bisher umfangreichsten Befragung von Topmanagern mittelständischer Unternehmen in Ost- und Westdeutschland, die das Institut für Soziologie der Universität Jena Ende 2002 durchgeführt und jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

In der Studie, die im Rahmen des Jenaer Sonderforschungsbereichs (SFB) 580 »Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch« durchgeführt wurde, sind 749 Unternehmensleiter aus Betrieben zwischen 50 und 1.000 Beschäftigten befragt worden. Die Manager aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden nach ihrer Herkunft, ihrem Bildungsgang, der Berufskarriere, nach ihren Managementkonzepten und nach ihrer Leitungspraxis in den Unternehmen befragt.

Der deutsche mittelständische Manager ist männlich, nur 7,5 % der befragten Betriebe wurden von Frauen geleitet. Ein Drittel der befragten Manager stammt aus Ostdeutschland und dieses Drittel leitet ganz überwiegend ein Unternehmen in den neuen Ländern. Von den westdeutschen Unternehmensleitern sind 51 % in den alten und 15 % in den neuen Bundesländern tätig.

»Das ostdeutsche Management ist stark von den Führungskräften geprägt, die Anfang der 90er Jahre die frei gewordenen oder neu geschaffenen Positionen an der Unternehmensspitze besetzen und seitdem auf den Chefsesseln verblieben«, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Rudi Schmidt. Daraus resultiert ein insgesamt höherer Altersdurchschnitt im Osten, wo die heute 46- bis 60-Jährigen zu fast zwei Dritteln die Managerstellen besetzen. Nur rund 10 % der Ost-Manager sind jünger als 40 Jahre, während deren Anteil im Westen fast zweieinhalb Mal so hoch liegt. Der westdeutsche Unternehmensleiter kommt aus Haushalten, in denen fast vier Fünftel der Väter bereits als Selbstständige (28 %), Unternehmer (20 %) oder in beruflichen Leitungspositionen (31 %) tätig waren.«, unterstreicht Projektmitarbeiter PD Dr. Bernd Martens.

  1. Seite 1: Studie zum mittelständischen »Management heute«
  2. Seite 2: Zunehmenden kaufmännische Qualifikation der Unternehmensleiter

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