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Frauen sind selbstbewusst im Job und bei Gehaltsverhandlungen

Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Deutschland ihre Karriere voran. Knapp zwei Drittel der berufstätigen Frauen schätzen sich selbst als erfolgreich im Beruf ein und sehen auch für die Zukunft gute Karrierechancen. Das zeigt sich auch bei den Gehaltsverhandlungen. Eine große Mehrheit von 62 Prozent der Frauen hat bereits aktiv ein höheres Gehalt verlangt und nach einer Beförderung fragten immerhin 41 Prozent.

Eine Hand mit grünen Fingernägeln stützt einen Frauenkopf.

Frauen sind selbstbewusst im Job und bei Gehaltsverhandlungen
Kronberg, 11.03.2014 (acc) - Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Deutschland ihre Karriere voran, auch wenn sie dabei nach wie vor auf Barrieren stoßen. Knapp zwei Drittel der berufstätigen Frauen schätzen sich selbst als erfolgreich im Beruf ein (65 Prozent) und sehen auch für die Zukunft gute Karrierechancen (66 Prozent). Das zeigt sich auch bei den Gehaltsverhandlungen mit dem Arbeitgeber: Eine große Mehrheit der Frauen hat bereits aktiv ein höheres Gehalt verlangt (62 Prozent), nach einer Beförderung fragten immerhin 41 Prozent. Damit verringern sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern weiter: 69 Prozent der Männer fragten bei ihrem Arbeitgeber nach einer Gehaltserhöhung und 49 Prozent nach einer Beförderung. Das zeigen die diesjährigen Ergebnisse der internationalen Frauenstudie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcingdienstleisters Accenture.

Trotz dieser optimistischen Einschätzung der eigenen Karriere begegnen viele Frauen aber noch immer Hürden auf ihrem Weg zum beruflichen Erfolg. Einerseits fehlt es an flexiblen Arbeitszeitmodellen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dieses Problem wird sich nach Einschätzung der befragten Frauen sogar noch verschärfen: 37 Prozent glauben, dass es in Zukunft schwieriger werden wird, Beruf und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Männer sind hier jedoch noch pessimistischer: 49 Prozent der Befragten gaben an, dass eine gute Work-Life-Balance schwieriger zu erreichen sein werde.



Trotz dieser optimistischen Einschätzung der eigenen Karriere begegnen viele Frauen aber noch immer Hürden auf ihrem Weg zum beruflichen Erfolg. Einerseits fehlt es an flexiblen Arbeitszeitmodellen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dieses Problem wird sich nach Einschätzung der befragten Frauen sogar noch verschärfen: 37 Prozent glauben, dass es in Zukunft schwieriger werden wird, Beruf und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Männer sind hier jedoch noch pessimistischer: 49 Prozent der Befragten gaben an, dass eine gute Work-Life-Balance schwieriger zu erreichen sein werde.

Andererseits fehlt bei den weiblichen Befragten der Glaube an einen gesellschaftlichen Wandel. Frauen sind weiterhin skeptisch, dass die Dominanz von Männern im Top-Management gebrochen werden kann. Nur knapp ein Viertel der weiblichen Studienteilnehmer (23 Prozent) glaubt, dass Männer und Frauen bis zum Ende des Jahrzehnts gleichermaßen in Führungspositionen vertreten sein werden. Männer trauen den Frauen jedoch mehr zu: 37 Prozent gaben an, dass beide Geschlechter in Führungspositionen gleich stark vertreten sein werden.

„Frauen wollen heute genau wie ihre männlichen Kollegen Karriere machen“, sagt Sandra Babylon, Managing Director im Geschäftsbereich Financial Services und Leiterin der Women Initiative bei Accenture im deutschsprachigen Raum. „Frauen planen ihre Karriere heute viel systematischer, eignen sich gezielt bestimmte Fähigkeiten an und bauen Netzwerke auf, von denen sie langfristig profitieren. Aber auch die Arbeitgeber müssen nach wie vor ihren Teil dazu tun, um Frauen beim beruflichen Aufstieg gezielt zu unterstützen”, sagt Babylon weiter.

Dazu gehören etwa flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten, wie auch die aktive Förderung von weiblichen Mitarbeitern im Unternehmen: Sie reicht von Seminaren für angehende weibliche Führungskräfte, über klare Regeln für Beförderungen bis zu Fortbildungen für männliche Führungskräfte, die sich über eventuelle Vorurteile bewusst werden sollen. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, denn viele Frauen können ihre Stärken im Beruf noch nicht voll ausspielen: 40 Prozent gaben an, für ihren jetzigen Job überqualifiziert zu sein. Bei Männern hingegen kam nur etwa ein Viertel zu dieser Einschätzung (27 Prozent).



„Die Umfrageergebnisse legen auch nahe, dass sich auch viele Männer mehr Zeit für Familie und Privatleben wünschen“, sagt Sandra Babylon. „Denn bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind Männer sogar pessimistischer als Frauen. Das Ergebnis deckt sich mit unseren Erfahrungen, dass sich gerade jüngere männliche Kollegen mehr Zeit neben dem Beruf wünschen, um etwa ihre Rolle als Väter besser wahrnehmen zu können. Das bedeutet für die Arbeitgeber, dass sie sowohl die Kariere von Frauen fördern, gleichzeitig aber geschlechterübergreifend neue Wege bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gehen müssen. Neben flexiblen Arbeitszeitmodelle zählen dazu auch der Einsatz von Technologien zum vernetzten Arbeiten wie auch das Angebot, längere Auszeiten zu ermöglichen, etwa die Elternzeit.“

Weiterhin hat die Studie untersucht, mit welchen Veränderungen am Arbeitsplatz die befragten Frauen und Männer in den kommenden Jahren rechnen:

Download [PDF, 46 Seiten - 719 KB]
„Knowing and Growing Your Career Capital 2014“

Über die Untersuchung
Für die Umfrage „Knowing and Growing Your Career Capital“ hat Accenture 4.100 berufstätige Frauen und Männer aus mittelgroßen bis großen Unternehmen in 32 Ländern befragt, darunter jeweils 100 aus Deutschland. Accenture führt die Umfrage jährlich durch und veröffentlicht die Ergebnisse zum Weltfrauentag.

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