DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
GehaltsverhandlungGehaltsverhandlung

Tabuthema Gehalt

Das Thema Gehalt ist in vielen deutschen Unternehmen tabu. 43 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte haben mit ihrem Vorgesetzen noch nie ihr Gehalt verhandelt.

Auf Geldscheinen und einem Zettel zur Einkommenssteuererklärung liegen Würfel, die das Wort: Gehälter ergeben.

Tabuthema Gehalt
Düsseldorf, 13.02.2008 (stst) - Das Thema Gehalt ist in vielen deutschen Unternehmen tabu. 43 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte haben mit ihrem Vorgesetzen noch nie ihr Gehalt verhandelt. Das ergab eine internationale Umfrage des Online-Stellenportals StepStone, an der alleine in Deutschland 9.711 Menschen teilnahmen. 38 Prozent der Befragten verhandeln ihr Einkommen ein Mal im Jahr, 14 Prozent alle zwei Jahre. Lediglich fünf Prozent besprechen das Thema mehr als ein Mal jährlich mit ihrem Chef. »Die ermittelten Zahlen decken sich mit unseren Analysen: Gehaltsthemen sind gefragt. Fast jeder Arbeitnehmer ist daran interessiert, aber wenige sprechen darüber - ein klassisches Tabuthema. Aus Sicht der Unternehmen kann das gefährlich sein. Fachkräfte, die keine Gehaltsangleichungen erhalten, sind unzufrieden und sehen sich früher oder später nach einem besser dotierten Job um. In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich kein Unternehmen leisten, auf diese Weise qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren«, so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Im internationalen Vergleich verhandeln nur die italienischen Fach- und Führungskräfte ihr Gehalt noch seltener als die deutschen. Hier geben 46 Prozent der Befragten an, noch nie in diesem Kontext aktiv geworden zu sein. Dazu kommen weitere 19 Prozent, die das nur alle zwei Jahre tun. Im Gegensatz dazu stehen die Schweden und Franzosen: Sie besprechen zu 61 Prozent beziehungsweise 65 Prozent jährlich die Höhe ihres Einkommens mit ihren Vorgesetzten. Im europäischen Durchschnitt verhandeln 43 Prozent der Fach- und Führungskräfte ihr Gehalt ein Mal pro Jahr, 40 Prozent haben dies bisher noch nie getan.

An der Umfrage von StepStone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich beteiligten sich insgesamt 26.682 Menschen.

Die kompletten internationalen Ergebnisse
http://www.stepstone.de/ueberuns/default.cfm?link=salarynegotiation  

Im Forum zu Gehaltsverhandlung

12 Kommentare

Wann erste Gehaltsverhandlung?

WiWi Gast

Guten Tag zusammen, wann macht es Sinn, die erste Gehaltsverhandlung anzugehen, obwohl im Vertrag die erste Gehaltserhöhung nach 15 Monaten geregelt ist? Hintergrund ist der, dass ich als Berufseins ...

11 Kommentare

Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich hab nach meinem Master in einer KMU im operativen Einkauf angefangen um den Einstieg in den Einkauf zu schaffen. Nach knapp über einem Jahr bin ich jetzt auch in den technischen E ...

10 Kommentare

Gehaltsverhandlung - Details

WiWi Gast

Hallo zusammen, stellt euch vor Ihr habt z.B 65K als Basis für das Gehalt angegeben. Allerdings ist eine Zahl waage. Es kommt auf Überstundenregelung, Arbeitszeit z.B. 38 vs 40, Anzahl der Urlaubsta ...

4 Kommentare

Gehalt mit Chef verhandeln ohne Budgetverantwortung

WiWi Gast

Hey, das Thema Gehalt verhandeln wurde hier ja schon mehrmals angesprochen. Ich stehe nun vor dem Problem, dass mein Chef keinerlei Budgetverantwortung hat und daher auch keinerlei Entscheidungsgewal ...

10 Kommentare

War meine Gehaltsverhandlung erfolgreich?

WiWi Gast

Hallo, arbeite seit 1,5 Jahren als Ingenieur (Master RWTH) bei einem Mittelständler im Bereich Maschinenbau und bin Anfang letzten Jahres mit 55k eingestiegen. Heute hatte ich dann nach mehr Gehalt g ...

13 Kommentare

Lohnt sich eigentlich noch eine Gehaltsverhandlung?

WiWi Gast

Hallo, lohnt sich eigentlich in den ersten Berufsjahren nach dem Studium überhaupt eine Gehaltsverhandlung? Ich meine, eine Gehaltsverhandlung kostet nur Nerven, ist unangenehm und bringt meist fina ...

28 Kommentare

Gehaltsverhandlungen- wie macht ihr das?

anita_

Angenommen, ihr geht zu einem Vorstellungsgsgespräch, alles läuft super und ihr habt euch als Ziel gesetzt 50k (zB). Wie macht ihr das? Sagt ihr als erstes 50k oder sagt ihr als erstes mehr, damit ihr ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Gehaltsverhandlung

Gender Pay Gap: Frauen verdienen 21 Prozent pro Stunde weniger

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 2016 mit 16,26 Euro um 21 Prozent niedriger als der von Männern mit 20,71 Euro. Die wichtigsten Gründe für die Differenzen waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Weiteres zum Thema Gehaltsverhandlung

Das Harvard-Konzept

Literatur-Tipp: Verhandlungstechnik - Das Harvard-Konzept

Das Standardwerk der Verhandlungstechnik - Verhandeln ist fester Bestandteil unseres Lebens. Der gemeinsame Nutzen einer Lösung steht im Vordergrund des Harvard-Konzepts, welches sich von der Vorstellung löst, dass jeder Vorteil einer Seite einen entsprechenden Nachteil der anderen nachsich zieht. Mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist das Harvard-Konzept ein Klassiker der Verhandlungstechnik.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback