DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Studienort: Uni/FH-WahlOstdeutschland

Jeder dritte Studienanfänger im Osten ist aus dem Westen

Ostdeutsche Hochschulen ziehen immer mehr westdeutsche Studierende an. Im Wintersemester 2014/15 stammte jeder dritte Studienanfänger an ostdeutschen Hochschulen aus dem Westen. Vor sechs Jahren war das nur jeder fünfte Studierende. Das ist vor allem ein Erfolg der Hochschulmarketingkampagne "Studieren in Fernost" der ostdeutschen Länder. Sie lief über acht Jahre und endete im Dezember 2015. Seit 2011 kommen auch mehr Westdeutsche zum Studieren in den Osten als umgekehrt.

Screenshot der Internetseite campus-thueringen.de

Jeder dritte Studienanfänger im Osten ist aus dem Westen
Berlin, 15.01.2016 (bmbf) - Wohin zum Studium? In den westdeutschen Ländern beantwortet eine wachsende Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten diese Frage mit einem Umzug in den Osten Deutschlands. Jeder dritte Studienanfänger an ostdeutschen Hochschulen stammt heute aus Westdeutschland. Vor zehn Jahren war dieser Trend noch schwer vorstellbar: Nur jeder sechste Studienanfänger im Osten stammte damals aus dem Westen; auch 2008 war es nicht einmal jeder fünfte. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Auch die Abwanderung von Studienanfängern aus Ostdeutschland konnte in den vergangenen Jahren gestoppt werden. Heute kommen für zwei ostdeutsche Studierende, die nach Westdeutschland gehen, durchschnittlich etwa drei westdeutsche in den Osten.



Zu dieser positiven Entwicklung beigetragen hat auch die 2008 ins Leben gerufene Länderübergreifende Marketingkampagne für 43 Hochschulen in Ostdeutschland, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt für die ostdeutschen Länder koordiniert wird: "Mein Campus von Studieren in Fernost". Ihr Ziel: Das Studienangebot der ostdeutschen Länder bei westdeutschen Studieninteressierten bekannter machen und Vorurteile abbauen. Die Kampagne geht mit diesem Jahr nun zu Ende.

"Universitäten und Fachhochschulen in den ostdeutschen Ländern haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie attraktiv sie für Studierende aus ganz Deutschland sind. Es ist längst kein Geheimtipp für Studieninteressierte mehr, das vielfältige Angebot zu nutzen, das der Osten zu bieten hat. Den Hochschulstandorten kommt damit auch angesichts des demografischen Wandels eine entscheidende Rolle als Anziehungspunkt für junge Leute in Ostdeutschland zu", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich der Kampagnenveranstaltung von "Mein Campus von Studieren in Fernost" heute in Halle (Saale). "Wissenschaft und Forschung haben sich in den ostdeutschen Ländern seit 1990 gut entwickelt. Überhaupt hat die Wissenschaft in Ost und West viel zur Deutschen Einheit beigetragen, Studierende und Wissenschaftler kennen schon lange keine Grenzen mehr."



Dass die Kampagne auch aus Sicht der ostdeutschen Länder ein Erfolg ist, unterstrich Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Hartmut Möllring: "Unsere Hochschulen profitieren vom Zuzug junger Menschen. Die Strategie, die stark wachsende Zahl an Studieninteressierten im Westen in die sich leerenden ostdeutschen Hörsäle zu lenken, war goldrichtig. Damit verbunden war auch ein positiver Imagewandel. Gleichzeitig hat die Kampagne dazu beigetragen, dass die ostdeutschen Hochschulen beim Studierendenmarketing heute top aufgestellt sind. Sie haben verinnerlicht, dass die Qualität von Lehre und Forschung nur die halbe Miete ist und dass sich attraktive Studienbedingungen auch herumsprechen müssen. Damit hat die Kampagne über Ländergrenzen hinweg eine gute Basis gelegt für die Zukunft des Hochschulstandorts ‚Ost‘."



Mit ganz unterschiedlichen Methoden hat die Kampagne "Mein Campus von Studieren in Fernost" - vormals "Studieren in Fernost" - seit 2008 auf die Hochschulen in

aufmerksam gemacht und dabei bewusst provokant auch mit Vorurteilen gespielt. So gab es neben klassischen Beratungsangeboten den "Fernost-Express", der durch Westdeutschland tourte, Fernost-Rallyes für westdeutsche Schülerreporter, Schnuppervorlesungen von Professoren ostdeutscher Hochschulen an westdeutschen Schulen, Videoclips und Social-Media-Marketing, unter anderem mit Live-Studienberatung via Facebook oder Studieninformation über WhatsApp. Wichtig bei der Kampagne war dabei immer auch die Zusammenarbeit der Hochschulen, so dass neue Netzwerke entstanden sind, die auch über das Ende der Kampagne hinaus Bestand haben.

Download Kurzinformation [PDF, 2 Seiten - 272 KB]
Hochschulmarketingkampagne "Mein Campus von Studieren in Fernost"

Download Ergebnisse [PDF, 7 Seiten - 802 KB]
Hochschulmarketingkampagne "Mein Campus von Studieren in Fernost"

Download Abschlussbericht [PDF, 25 Seiten - 18,8 MB]
Abschlussdokumentation „Bildungshochburg Ost“

Weitere Informationen
https://www.campus-thueringen.de

Im Forum zu Ostdeutschland

13 Kommentare

Gehalt für Wing, Bwl, Ing im Osten

WiWi Gast

Hallo, Wie sind eure Erfahrungen bezüglich Arbeitsklima, Gehalt und weiteres in Ostdeutschland, speziell in Sachsen? Mich interessieren vor allem Stellen als Wing, Bwl oder Ing...

4 Kommentare

Einstiegsgehalt

WiWi Gast

laut GuV bezahlt die Firma durchschnittlich 55k? pro Mitarbeiter (Mitarbeiter/Personalaufwand Löhne u. Gehälter). Was kann man als Einsteiger (Ingenieur,M.Sc.) verlangen? Hätte an 40k? gedacht?! Fir ...

2 Kommentare

Gehalt Trainee Ostdeutschland

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich bin auf das tolle Forum hier gestoßen und hoffe auf ein paar Tipps. Ich habe bald ein Vorstellungsgespräch bei einer Consulting-Firma für eine Traineestelle. Nun bin ich etwas un ...

15 Kommentare

Einstiegsgehalt BWL Ostdeutschland

WiWi Gast

Im Osten Deutschlands haben die Gehälter immer noch ein anderes Niveau. Leider findet man sehr wenig Zahlenmaterial. Erfahrungswerte?

1 Kommentare

Uniwechsel im höheren Semester

WiWi Gast

Hey, wisst ihr ob die Unis in den höheren Semestern ( 3,4) ihre Plätze nachfüllen oder ob sie nicht nachfüllen, weil sie mit hohen Abbrecherzahlen rechnen. Es geht mir vorallem um Köln, Münster, b ...

35 Kommentare

Triple-Crown - Was bringt das wirklich?

WiWi Gast

Hi, ich habe diese Frage schon vor einiger Zeit in irgendeiner anderen Diskussion gestellt, weiß aber nicht mehr wo und konnte den Thread eben nach ausgiebiger Suche auch nicht wiederfinden. Also: W ...

9 Kommentare

Master BWL in Baden-Württemberg

WiWi Gast

Hallo, ich habe mich wie sich nun herausstellt unerfolgreich auf Masterstudienplätze BWL in BaWü beworben. Stehe zwar quasi überall auf der Warteliste, weil ich die formalen Voraussetzungen ("gut ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Ostdeutschland

Weiteres zum Thema Studienort: Uni/FH-Wahl

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Screenshot Homepage freie-studienplaetze.de

freie-studienplaetze.de - Offizielle Studienplatzbörse bis Ende Oktober 2017 geöffnet

Die bundesweite Studienplatzbörse »freie-studienplaetze.de« ist seit dem 1. August 2017 wieder online. Sie informiert Studieninteressierte tagesaktuell über noch verfügbare Studienplätze für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Deutschland für das Wintersemester 2017/18. Das Angebot umfasst Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern, die noch im Losverfahren vergeben werden und in zulassungsfreien Fächern, die einfach frei geblieben sind.

Studenten entspannen vor der Schiffsschraube in der Sonne auf dem Campus der Technischen Universität München (TUM)

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Universität

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften in Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL) ist an Universitäten am beliebtesten. 555.985 Studenten studierten im Wintersemester 2015/16 in einem Fach der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Universität. An Fachhochschulen sind es 398.152 Studenten. Insbesondere das universitäre Studium an einer ökonomischen Fakultät beruht auf einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht. Seither hat sich das Spektrum an Studiengängen in den Wirtschaftswissenschaften an Universitäten vervielfacht. Spezialisierungen in Informatik, Medien, Recht oder Ingenieurswesen gehören längst zum universitären Bild in den Wirtschaftswissenschaften.

Ein Strichmännchen macht sich in Gedanken über die Zulassungsbeschränkungen zum Studium.

Trotz steigender Studienanfänger-Zahlen gehen die Zulassungsbeschränkungen zurück

Der Numerus Clausus verhindert nach wie vor, dass jeder studieren kann, was er will. Besonders hoch sind die Zulassungsbeschränkungen in Hamburg, gefolgt von Baden-Württemberg und dem Saarland. In Thüringen finden fast alle Bewerberinnen und Bewerber für ein Studium einen Studienplatz. Hier liegt die Quote der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen nur bei 10,2 Prozent. Das geht aus der neuesten Statistik der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hervor.

Das Schild mit den Buchstaben für ABI plastisch mit Metall dargestellt.

Studienplatzvergabe: Neue Regelung für die Vergabe von NC-Studienplätzen

Die Studienplatzvergabe in beliebten Studiengängen mit NC wird zukünftig neu geregelt. Ein Staatsvertrag für die Stiftung „hochschulstart.de“ wurde einstimmig von allen 16 Bundesländern beschlossen. Die Integration von dem internetbasierten Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) wird das alte Zulassungssystem der ehemaligen ZVS ablösen. Starten soll die neue Vergaberegelung für NC-Studienplätze zum Wintersemester 2018/2019.

Bildungsmonitor 2016 – Stillstand statt Fortschritte

Keine Fortschritte zeigen die 16 Bundesländer in der Verbesserung ihrer Bildungssysteme im Vergleich zum Vorjahr. Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg sind im Gesamtvergleich am leistungsfähigsten. Neue Herausforderungen durch die Bildungsintegration der Flüchtlinge erfordert einen deutlichen Handlungsbedarf dennoch in allen deutschen Bundesländern. Zu diesen Ergebnissen kommt der Bildungsmonitor 2016 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Beliebtes zum Thema Studienwahl

Header Bilder der Wiwi-Studiengänge / Betriebswirtschaftslehre BWL

Wirtschaft studieren: Das Studium Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist mit Abstand am beliebtesten in Deutschland. Nicht ohne Grund, denn BWL-Absolventen haben im Gesamtvergleich beste Job-Aussichten. Im Jahr 2013 haben 72.700 Studienanfänger und damit sechs Prozent mehr ein BWL-Studium begonnen. Dabei ist Betriebswirtschaftslehre bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt: Beinahe die Hälfte der Studienanfänger war weiblich. Insgesamt waren 222.600 Studierende in BWL eingeschrieben und rund 42.400 Abschlussprüfungen wurden in 2013 erfolgreich abgelegt. Mehr als zwei Drittel bestanden die Bachelor-Prüfung in BWL. Der Anteil der Masterabsolventen lag in BWL bei 21 Prozent.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an privaten Hochschulen

Private Hochschulen sind für ihren Innovationsgeist im deutschen Hochschulsystem bekannt. Als nichtstaatliche Hochschulen setzen private Hochschulen auf einen starken Praxisbezug und eine internationale Ausrichtung. In enger Zusammenarbeit mit Kooperationen aus Wirtschaft und Industrie wird Studenten der Berufseinstieg schon im Studium erleichtert. Damit wächst der Attraktivitäts-Index von privaten Hochschulen für Studieninteressierte, besonders für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und andere Management-Fächern. Mehr als 60 Prozent der privaten Hochschulen bieten aktuell Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften an.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Wichtige Branchen für Wirtschaftswissenschaftler

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen: Absolventen mit Abschlüssen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienfach stehen fast alle Branche in Deutschland offen, um den Berufseinstieg zu schaffen. Einige Branchen in Deutschland sind dabei umsatzstärker als andere oder haben bessere Renditen. Es bieten sich zahlreiche Berufsfelder und Jobs an, die es zu entdecken gilt.

Screenshot Homepage freie-studienplaetze.de

freie-studienplaetze.de - Offizielle Studienplatzbörse bis Ende Oktober 2017 geöffnet

Die bundesweite Studienplatzbörse »freie-studienplaetze.de« ist seit dem 1. August 2017 wieder online. Sie informiert Studieninteressierte tagesaktuell über noch verfügbare Studienplätze für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Deutschland für das Wintersemester 2017/18. Das Angebot umfasst Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern, die noch im Losverfahren vergeben werden und in zulassungsfreien Fächern, die einfach frei geblieben sind.

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Die bunt angeleuchtete Oper von Sydney.

Deutsch-australischer Doppel-Abschluss Bachelor of Business Management

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) profitieren Studierende von dem Double Degree-Austauschprogramm mit dem International College of Management Sydney (ICMS). Während des Studiums gehen Studierende für drei Semester nach Sydney in Australien und erlangen neben dem Bachelor of Arts an der FHWS, an der ICMS den Bachleor of Business Management (BBM).

Feedback +/-

Feedback