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Berufseinstieg: Wo & WieBuchhaltung

Akademiker in der Buchhaltung?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Welche Aufgaben übernimmt ein Akademiker im Bereich der Buchhaltung? Ich habe hier in Österreich die Erfahrung gemacht, dass in der Buchhaltung hauptsächlich Leute mit wirtschaftlicher Matura (Abitur) oder kaufmännischer Lehre arbeiten. Akademiker eher weniger. Ich als Student interessiere mich trotzdem für den Bereich und überlege auch, statt einem Master den Bilanzbuchhalter zu machen. Bin ich mit einem Studium bereits überqualifiziert für die Buchhaltung?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ich glaube der typische Weg mit Studium wäre der Steuerberater - scheidet das für dich aus?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 27.07.2018:

Ich glaube der typische Weg mit Studium wäre der Steuerberater - scheidet das für dich aus?

Nein das würde mich definitiv auch interessieren, nur bin ich am überlegen ob ich mir diesen doch sehr erschwerlich Schritt nach dem Bachelor antun möchte. Bin bei erhalt des Bachelors schon 26 also hätte ich den Steuerberater erst mit 30 wenn überhaupt.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Buchhalter (auch BiBus) sind idR reine Sachbearbeiter und stark von der Digitalisierung bedroht. Wenn du etwas Ambitionen hast: StB / WP. Das Alter (30) ist hier nicht das Problem.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Die operative Buchhaltung ist kein Bereich, wo man ein Studium benötigt. Da musst du schon in den Bereich Bilanzierung / Jahresabschluss / Wirtschaftsprüfung gehen. Hierfür kommen dann aber eben nur große Unternehmen in Frage, die ein solches Know-How selbst vorhalten oder eben Beratungsgesellschaften. Ein BWL-Studium war auch nie für den Bedarf von KMUs gedacht.

Wenn man Berufseinstiger ist, dann kann man theoretisch auch erst mal nur in die operative Buchhaltung gehen. Aber mehr als ein Jahr würde ich da nicht bleiben, da du dann nichts mehr dazu lernst.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Mit dem Alter bist du gut im Schnitt.
In meinem Vorbereitungskurs (schreibe kommendes Jahr) sind viele dabei, die Ende 20, Anfang 30 sind. Wenn es gut läuft bin ich mit Ende 28 Steuerberater und gefühlt damit früh dran...

Du brauchst zunächst Abitur. Im Anschluss dann mit einem Bachelor drei Jahre Berufserfahrung, mit einem Master zwei Jahre Berufserfahrung, bevor du die Prüfung antreten darfst. Daher völlig normal...

WiWi Gast schrieb am 27.07.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.07.2018:

Ich glaube der typische Weg mit Studium wäre der Steuerberater - scheidet das für dich aus?

Nein das würde mich definitiv auch interessieren, nur bin ich am überlegen ob ich mir diesen doch sehr erschwerlich Schritt nach dem Bachelor antun möchte. Bin bei erhalt des Bachelors schon 26 also hätte ich den Steuerberater erst mit 30 wenn überhaupt.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht:

  • 2007 haben 35% studiert, 60% eine Lehre absolviert und 5% sind durch das Raster gefallen
  • 2017 haben 60% studiert, 30% beginnen eine Lehre und 10% fallen durch das Raster

Die kaufmännischen Stellen, wie die in der Buchhaltung, können daher in ein paar Jahren gar nicht mehr durch Lehrlinge besetzt werden, weil die einfach irgendwann nicht mehr da sind, denn sie studieren ja alle.
Klar, das ist auch so gewollt, aber in den Köpfen scheint es auch viele Jahre nach Systemumstellung noch nicht angekommen zu sein.

Klar, wird die Digitalisierung zuschlagen, aber dafür gehen auch genug Arbeitnehmer der kinderreichen Baby-Boomer-Generationen in Rente.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Also sollte ich, den Weg in die Buchhalting einwchlagen, würde ich eben keinen Master machen sondern 1-2 Jahre Praxis sammeln, den Bilanzbuchhalter machen und irgendwann die Position als Leiter Rewe anstreben.

Wobei ich würde wohl auch nur den Bachelor machen, wenn ich in die Steuerberatung will.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Das kommt einfach darauf an:

  • Hast du das Gefühl, dass du beim Studium dein intellektuelles Potential ausgeschöpft hast?
  • Bist du einer derjenigen, die nur studiert haben, weil man das heute eben macht?
  • Welche Perspektive bietet der Job in der Buchhaltung nach 3 oder 5 Jahren?
  • Wie sieht es mit einem Wechsel innerhalb des Unternehmens an?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten wurden dir angeboten?

Alles Fragen, die du dir selbst beantworten musst.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Also sollte ich, den Weg in die Buchhalting einwchlagen, würde ich eben keinen Master machen sondern 1-2 Jahre Praxis sammeln, den Bilanzbuchhalter machen und irgendwann die Position als Leiter Rewe anstreben.

Wobei ich würde wohl auch nur den Bachelor machen, wenn ich in die Steuerberatung will.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Hier ein Akademiker in der Buchhaltung.

Zunächst kann ich wirklich jedem Absolventen empfehlen 1 Jahr in die klassische Buchhaltung zu gehen, allein um zu verstehen was man dort macht, mit welchen Problemen sich ein Buchhalter rum schlägt und wie ein ERP System in der Buchhaltung funktioniert. Leider ist die Buchhaltung aber mit wenig Reputation verbunden, deshalb empfehle ich hierfür ein Trainee-Programm oder Job-Rotation.

Womit schlagen sich Akademiker in der Buchhalter rum?

  1. Klassische Rechnungsprüfung (Warenbuchhaltung). Die Akademiker sitzen im Hintergrund und agieren als Prozessgeber, Key-User, etc.

  2. Klassischer Teamleiter Buchhaltung: Personalführung, Revision, Abstimmungen mit anderen Fachbereichen, Erstellung von Prozessen/Abbildung ERP, Monats/Quartals/Jahresabschlüsse, korrekte Abbildung von Sondersachverhalten etc.
    Was gerne viele vergessen, jede Hütte/Anlage/sonstiges die gekauft/gebaut wird, muss korrekt in der Buchhaltung erfasst und im ERP abgebildet werden, was viel Abstimmung nach sich zieht. Je nach Unternehmensgröße kommen dann noch Controlling, Stammdaten, Key-User, Workflow, Berechtigungskonzepte, Steuern, etc. mit hinzu.

  3. Treasury/Teamleiter Finanzbuchhalter: Korrekte Abwicklung der Zahlungsströme, sowohl auf dem Bankkonto, als auch im ERP-System, Liquiditätsbereitstellung, DTG, Finanzpartnermanagement, Abstimmungen, etc.

  4. Konzernrechnugswesen: Grundsatzfragen / Konsolidierung /Prozessgeber/Stammdaten/Projekte, Projekte, Projekte.

Meine Meinung, Buchhalter sind rar und gesucht, wenige vertiefen diesen Schwerpunkt, entsprechend kommt man meist gut unter. Jedoch bist du für den Konzern nur ein Kostenfaktor und völlig egal wie gut du bist und wie inkompetent der Vertrieb/Einkauf ist, dort wo das Geld generiert wird sind die Gehälter oftmals deutlich besser.

Thema Digitalisierung. Ja, in der Buchhaltung wird viel digitalisiert, allerdings zu 90% verschlimmbessert. Einfache Prozesse die mit Hilfe von Computern gut digitalisiert werden können, wurden bereits massenweise in den 90ern bis 2010er Jahren digitalisiert. Aktuell versucht man sich in der Digitalisierung der „qualifizierten Buchhaltung“ und hier kommen auf 5 Buchhalter die Wegfallen 1 Key-User (Kostenfaktor 1 bis 2 Buchhalter), IT (Kostenfaktor 2 bis 3 Buchhalter) und 5 Schnittstellen, wo ebenfalls bis zu 50% anfallen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Also würdest du sagen, dass auch in der Buchhaltung Platz für Akademiker ist oder? Die Aufgaben die du beschreibst klingen ja doch sehr anspruchsvoll.
Ich absolviere gerade einen sehr juristisch angehauchten BWL Studiengang weshalb ich Buchhaltung einfach interessanter finde als Controlling.
Vor der Digitalisierung mach ich mir nicht so viele Sorgen da ich glaube, dass es immer Entscheider benötigt, auch in der klassischen Buchhaltung und genau so einen Entscheiderposten strebe ich eben an.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Hier ein Akademiker in der Buchhaltung.

Zunächst kann ich wirklich jedem Absolventen empfehlen 1 Jahr in die klassische Buchhaltung zu gehen, allein um zu verstehen was man dort macht, mit welchen Problemen sich ein Buchhalter rum schlägt und wie ein ERP System in der Buchhaltung funktioniert. Leider ist die Buchhaltung aber mit wenig Reputation verbunden, deshalb empfehle ich hierfür ein Trainee-Programm oder Job-Rotation.

Womit schlagen sich Akademiker in der Buchhalter rum?

  1. Klassische Rechnungsprüfung (Warenbuchhaltung). Die Akademiker sitzen im Hintergrund und agieren als Prozessgeber, Key-User, etc.

  2. Klassischer Teamleiter Buchhaltung: Personalführung, Revision, Abstimmungen mit anderen Fachbereichen, Erstellung von Prozessen/Abbildung ERP, Monats/Quartals/Jahresabschlüsse, korrekte Abbildung von Sondersachverhalten etc.
    Was gerne viele vergessen, jede Hütte/Anlage/sonstiges die gekauft/gebaut wird, muss korrekt in der Buchhaltung erfasst und im ERP abgebildet werden, was viel Abstimmung nach sich zieht. Je nach Unternehmensgröße kommen dann noch Controlling, Stammdaten, Key-User, Workflow, Berechtigungskonzepte, Steuern, etc. mit hinzu.

  3. Treasury/Teamleiter Finanzbuchhalter: Korrekte Abwicklung der Zahlungsströme, sowohl auf dem Bankkonto, als auch im ERP-System, Liquiditätsbereitstellung, DTG, Finanzpartnermanagement, Abstimmungen, etc.

  4. Konzernrechnugswesen: Grundsatzfragen / Konsolidierung /Prozessgeber/Stammdaten/Projekte, Projekte, Projekte.

Meine Meinung, Buchhalter sind rar und gesucht, wenige vertiefen diesen Schwerpunkt, entsprechend kommt man meist gut unter. Jedoch bist du für den Konzern nur ein Kostenfaktor und völlig egal wie gut du bist und wie inkompetent der Vertrieb/Einkauf ist, dort wo das Geld generiert wird sind die Gehälter oftmals deutlich besser.

Thema Digitalisierung. Ja, in der Buchhaltung wird viel digitalisiert, allerdings zu 90% verschlimmbessert. Einfache Prozesse die mit Hilfe von Computern gut digitalisiert werden können, wurden bereits massenweise in den 90ern bis 2010er Jahren digitalisiert. Aktuell versucht man sich in der Digitalisierung der „qualifizierten Buchhaltung“ und hier kommen auf 5 Buchhalter die Wegfallen 1 Key-User (Kostenfaktor 1 bis 2 Buchhalter), IT (Kostenfaktor 2 bis 3 Buchhalter) und 5 Schnittstellen, wo ebenfalls bis zu 50% anfallen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Woraus besteht denn ein Bachelorstudiengang? Doch zu 90% auch nur aus stupides Folienreproduzieren.

Das Berufsleben besteht halt leider auch zu 90% aus den immer gleichen Routinevorgängen. Egal wo.

Wenn man das nicht will, muss man sich halt selbstständig machen oder Schriftsteller oder Schauspieler werden.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Die Buchhaltung ist genau so stupide wie der Einkauf nur stupide ins Telefon brüllt, die Logistik nur stupide Paletten von a nach b schiebt, der Vertrieb nur stupide Klinken putzt, die IT nur stupide Tickets bearbeitet und den Neustart empfiehlt.... unqualifiziertes Gelaber braucht keiner.

Es gibt in den großen Konzernen mehr als Genug Rewe-Bereiche, in denen wirst du als "Buchhalter" zu Lebzeiten keine Rechnung, erst recht keine Physische Rechnung, mehr sehen. Dort bist du halber ITler und fungierst als Schnittstelle zwischen dem ReWe und der IT. Mit Soll an haben hast du hier nur noch zutun wenn du die Konten für deine Schnittstellen definierst.

Gleichzeitig gibt es auch in den Konzernen und erst recht im Mittelstand genug Bereiche, da lohnt sich die Digitalisierung nicht und hier bist du als TL-Buchhaltung noch recht klassisch unterwegs...

Von den gefühlt 10 Millionen Revisions, Reporting, Bilanzierung, Konsolidierung, M&A, etc. ganz zu schweigen...

Wie bereits geschrieben sitzen in den Vorständen meist Einkäufer und Vertriebler, die genau die Sicht gegenüber der Buchhaltung an den Tag legen und diese auch entsprechend monetär honorieren.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

Weil ein FH Bachelor nach 3 Jahren nun mal ebensowenig ein Akademiker im engeren Sinne ist wie der ausgebildete Industriekaufmann.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Willkommen in der Realität! Das Berufsleben besteht zu 95% aus den immer gleichen Aufgaben. Und da heute jeder studiert, muss man in Zukunft dafür natürlich studiert haben, denn kaufmännische Lehrlinge wird es bald keine mehr geben. Leute..

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Buchhaltung ist stupides Soll an Haben. Dafür muss niemand studieren. Das sind Bereiche für Leute mit kaufm. Ausbildung + evtl BiBu. Richtige Akademiker sind dafür überqualifiziert, sondern sollten sich mit komplexen Bilanzierungsfragen beschäftigen, sei es jetzt bei einer Beratung, WPG oder beim Unternehmen selbst. So sollte es jedenfalls sein und so war es früher einmal. Mittlerweile verschwimmt aber alles und jetzt sitzen in der Buchhaltung Bachelor und machen die Aufgaben eines Industriekaufmanns.

Was sind denn "richtige Akademiker"? Doch hoffentlich nicht der klassische BWL-Bachelor. Also wenn meine Studies den bachelor beenden, können sie die Grundlagen, aber ganz sicher keine komplexen Sachverhalte lösen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ich würde auch gerne wissen was ein "richtiger Akademiker" ist.

Ich denke dabei immer an Walter/Werner Sinn.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ist sehr einfach. Früher gab es eine klare Trennung zwischen dualem Ausbildungssystem und Studium. Das Studium war etwas besonders. Im Ausland gab es dieser Trennung nie. Es hieß immer "studieren".

Heute studieren in Deutschland knapp 60% der jungen Bevölkerung. Das Studium ist so leicht, dass es praktisch jeder schafft und das duale Ausbildungssystem verschwindet.
Erst seitdem fragt man sich, was ein "echter Akademiker" ist. Ein typisch deutsches Problem. Grundsätzlich ist jeder ein "echter Akademiker", der irgendwas studiert und einen Abschluss gepackt hat.

Die Frage ist daher falsch und sollte eher lauten: Für welche Jobs sind die neuen "echten Akademiker" vorgesehen und die Antwort ist, für die Jobs, die man vorher mit fertiger Ausbildung gemacht hat. Bei gleicher Bezahlung. Dass hier überwiegend die Bachelors gemeint sind und nicht die Master, ist klar, denke ich.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Ich würde auch gerne wissen was ein "richtiger Akademiker" ist.

Ich denke dabei immer an Walter/Werner Sinn.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ja, das ist der Punkt. Wir sind in Deutschland auf dem Weg dahin, wo man in anderen Ländern längst ist: Studieren ist alles: Schule, Fortbildung, Ausbildung, Uni. Es ist ein Synonym für lernen, Jeder, der etwas "lernt" ist damit Akademiker.

Das machen auch die Konferenzen von Lissabon, Amsterdam und Bologna deutlich. Hier steht eindeutig, dass der Bachelor ein Abschluss für die berufliche Erstqualifikation d.h. für Deutschland ein Ausbildungsersatz ist. In der Buchhaltung wäre ein 0815-Bachelor daher 100% richtig.

Wer soll diese Jobs auch sonst machen, bei 60% Studierquote im Jahrgang, 10% unausbildbaren und 30% die für alle Lehren da sind?

WiWi Gast schrieb am 30.07.2018:

Ist sehr einfach. Früher gab es eine klare Trennung zwischen dualem Ausbildungssystem und Studium. Das Studium war etwas besonders. Im Ausland gab es dieser Trennung nie. Es hieß immer "studieren".

Heute studieren in Deutschland knapp 60% der jungen Bevölkerung. Das Studium ist so leicht, dass es praktisch jeder schafft und das duale Ausbildungssystem verschwindet.
Erst seitdem fragt man sich, was ein "echter Akademiker" ist. Ein typisch deutsches Problem. Grundsätzlich ist jeder ein "echter Akademiker", der irgendwas studiert und einen Abschluss gepackt hat.

Die Frage ist daher falsch und sollte eher lauten: Für welche Jobs sind die neuen "echten Akademiker" vorgesehen und die Antwort ist, für die Jobs, die man vorher mit fertiger Ausbildung gemacht hat. Bei gleicher Bezahlung. Dass hier überwiegend die Bachelors gemeint sind und nicht die Master, ist klar, denke ich.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Ich würde auch gerne wissen was ein "richtiger Akademiker" ist.

Ich denke dabei immer an Walter/Werner Sinn.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ist wohl in der Realität schon angekommen. Habe letztens die offenen Stellen der Stadt gesehen. Meister, Techniker, Bachelor, alles jeweils TVÖD9.

WiWi Gast schrieb am 30.07.2018:

Ist sehr einfach. Früher gab es eine klare Trennung zwischen dualem Ausbildungssystem und Studium. Das Studium war etwas besonders. Im Ausland gab es dieser Trennung nie. Es hieß immer "studieren".

Heute studieren in Deutschland knapp 60% der jungen Bevölkerung. Das Studium ist so leicht, dass es praktisch jeder schafft und das duale Ausbildungssystem verschwindet.
Erst seitdem fragt man sich, was ein "echter Akademiker" ist. Ein typisch deutsches Problem. Grundsätzlich ist jeder ein "echter Akademiker", der irgendwas studiert und einen Abschluss gepackt hat.

Die Frage ist daher falsch und sollte eher lauten: Für welche Jobs sind die neuen "echten Akademiker" vorgesehen und die Antwort ist, für die Jobs, die man vorher mit fertiger Ausbildung gemacht hat. Bei gleicher Bezahlung. Dass hier überwiegend die Bachelors gemeint sind und nicht die Master, ist klar, denke ich.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Ich würde auch gerne wissen was ein "richtiger Akademiker" ist.

Ich denke dabei immer an Walter/Werner Sinn.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Natürlich ist das schon längst angekommen und es entspricht auch der Lebensrealität der Hochschulabsolventen in den Statistiken: Der Durchschnittslohn ist - inflationsbereinigt - bei den Absolventen-Berufseinsteigern nicht höher als der Durchschnittslohn bei den Geselleneinsteigern von vor 10 Jahren.

Das Forum hier verzerrt die Wirklichkeit für die breite Masse enorm, da immer wieder die Top-25-Prozent als Referenz für alle Absolventen herangezogen werden.

Da werden dann vermeintliche "Mindest-Standards für den Einstieg" gesetzt, die es gar nicht gibt, nie gegeben hat und nie geben wird.

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Ist wohl in der Realität schon angekommen. Habe letztens die offenen Stellen der Stadt gesehen. Meister, Techniker, Bachelor, alles jeweils TVÖD9.

WiWi Gast schrieb am 30.07.2018:

Ist sehr einfach. Früher gab es eine klare Trennung zwischen dualem Ausbildungssystem und Studium. Das Studium war etwas besonders. Im Ausland gab es dieser Trennung nie. Es hieß immer "studieren".

Heute studieren in Deutschland knapp 60% der jungen Bevölkerung. Das Studium ist so leicht, dass es praktisch jeder schafft und das duale Ausbildungssystem verschwindet.
Erst seitdem fragt man sich, was ein "echter Akademiker" ist. Ein typisch deutsches Problem. Grundsätzlich ist jeder ein "echter Akademiker", der irgendwas studiert und einen Abschluss gepackt hat.

Die Frage ist daher falsch und sollte eher lauten: Für welche Jobs sind die neuen "echten Akademiker" vorgesehen und die Antwort ist, für die Jobs, die man vorher mit fertiger Ausbildung gemacht hat. Bei gleicher Bezahlung. Dass hier überwiegend die Bachelors gemeint sind und nicht die Master, ist klar, denke ich.

WiWi Gast schrieb am 29.07.2018:

Ich würde auch gerne wissen was ein "richtiger Akademiker" ist.

Ich denke dabei immer an Walter/Werner Sinn.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Hättest du dazu eine Quelle?
Würde mich wirklich mal interessieren, vor allem 10% welche "durchs Raster" fallen, was genau bedeutet das denn?

Danke im Voraus.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht:

  • 2007 haben 35% studiert, 60% eine Lehre absolviert und 5% sind durch das Raster gefallen
  • 2017 haben 60% studiert, 30% beginnen eine Lehre und 10% fallen durch das Raster

Die kaufmännischen Stellen, wie die in der Buchhaltung, können daher in ein paar Jahren gar nicht mehr durch Lehrlinge besetzt werden, weil die einfach irgendwann nicht mehr da sind, denn sie studieren ja alle.
Klar, das ist auch so gewollt, aber in den Köpfen scheint es auch viele Jahre nach Systemumstellung noch nicht angekommen zu sein.

Klar, wird die Digitalisierung zuschlagen, aber dafür gehen auch genug Arbeitnehmer der kinderreichen Baby-Boomer-Generationen in Rente.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Man muss aber auch dazu sagen, dass "Betriebswirt" schon immer ein Beruf war, bei dem kein Studium notwendig war. Im Zuge der Bildungsexpansion in den 1960er / 1970er Jahren sind eben viele Berufe unnötig "akademisiert" worden, d. h. es sind in größerer Zahl Studiengänge angeboten worden in Bereichen wo Praxis und Erfahrung fast alles zählt und "Buchwissen" wenig.

Wenn man damals in BWL ein Uni-Diplom gemacht hat, war das in Wirklichkeit auch nie notwendig, um den späteren Beruf ausüben zu können (anders als bei Juristen, Medizinern, Naturwissenschaftlern etc.). Mit dem Bachelor / Master ist die Akademisierung des Betriebswirts eben auf ein gesundes Maß zurückgefahren worden. Wenn man bedenkt, wie jung die heutigen Absolventen beim Bachelor sind, finde ich das alles nicht ganz so schlecht.

Rechnungswesen lernt man eh nicht gescheit an der Uni und auch nicht wirklich gut an der FH. Das notwendige Wissen vermitteln die IHK, die Steuerberaterkammer oder die WP-Kammer ohnehin viel besser.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Rechnungswesen lernt man eh nicht gescheit an der Uni und auch nicht wirklich gut an der FH. Das notwendige Wissen vermitteln die IHK, die Steuerberaterkammer oder die WP-Kammer ohnehin viel besser.

Seltsam, ich bin WP/StB und halte BiBu-Fortbildungen für die IHK, würde aber behaupten, dass WPK und StBK kaum Wissen vermitteln und das IHK Niveau jetzt auch nicht so pralle ist. Die Grundlagen lernt man definitiv in Schule/Hochschule und den Rest dann in der Praxis ;-)

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht:

  • 2007 haben 35% studiert, 60% eine Lehre absolviert und 5% sind durch das Raster gefallen
  • 2017 haben 60% studiert, 30% beginnen eine Lehre und 10% fallen durch das Raster

Die kaufmännischen Stellen, wie die in der Buchhaltung, können daher in ein paar Jahren gar nicht mehr durch Lehrlinge besetzt werden, weil die einfach irgendwann nicht mehr da sind, denn sie studieren ja alle.
Klar, das ist auch so gewollt, aber in den Köpfen scheint es auch viele Jahre nach Systemumstellung noch nicht angekommen zu sein.

Klar, wird die Digitalisierung zuschlagen, aber dafür gehen auch genug Arbeitnehmer der kinderreichen Baby-Boomer-Generationen in Rente.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

Diese Zahlen sind nichts weiter als eine Lüge und beziehen sich vielleicht auf Abiturienten aber sicherlich nicht auf den gesamten Bevölkerungsschnitt. Einfaches googlen reicht schon um diese Aussage als Schwachsinn abstempeln zu können!

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

  • Die entsprechenden Quellen wurden bereits zigfach verlinkt und werden dann traditionell mit dem angeblichen Einzelfall, in dem der 3,9-Bachelor für 100k-Gehalt eingestiegen, "wiederlegt", der dann dafür herhalten darf, dass das Durchschnittsgehalt eines Absolventeneinsteigers nicht etwa bei den 28k des Finanzamt/Statistischen Bundesamt liegt, sondern mindestens bei 50k und jeder Absolvent mindestens 50k verlangen kann, weil ja (lol) Fachkräftemangel herrschen würde.

  • 10% der jungen Menschen, die in diesem Land leben, sind weder fähig ein Studium aufzunehmen, noch eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Die relative Zahl hat sich in den letzten 10 Jahren gut verdoppelt.

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Hättest du dazu eine Quelle?
Würde mich wirklich mal interessieren, vor allem 10% welche "durchs Raster" fallen, was genau bedeutet das denn?

Danke im Voraus.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht:

  • 2007 haben 35% studiert, 60% eine Lehre absolviert und 5% sind durch das Raster gefallen
  • 2017 haben 60% studiert, 30% beginnen eine Lehre und 10% fallen durch das Raster

Die kaufmännischen Stellen, wie die in der Buchhaltung, können daher in ein paar Jahren gar nicht mehr durch Lehrlinge besetzt werden, weil die einfach irgendwann nicht mehr da sind, denn sie studieren ja alle.
Klar, das ist auch so gewollt, aber in den Köpfen scheint es auch viele Jahre nach Systemumstellung noch nicht angekommen zu sein.

Klar, wird die Digitalisierung zuschlagen, aber dafür gehen auch genug Arbeitnehmer der kinderreichen Baby-Boomer-Generationen in Rente.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Wie oben richtig geschrieben wurde, war die Unterteilung in "Lehre" und "Studium" einfach typisch deutsch.
Die Studiengänge hat man dann mit Wissen förmlich aufgepumpt und vermutlich hat man das Wissen in der Praxis nicht gebraucht. Keine Ahnung.

Ein Bachelor hat zwar oft das gleiche Etikett, aber 50% weniger Inhalt. Ist halt das Niveau des Vordiploms. Finde ich auch nicht so schlimm, das zuzugeben. Ich habe ja noch einen Master.

Ob das am Ende gut war, wissen wir allerdings erst, wenn die alten in Rente gehen und die Generation Bachelor die Entscheidungen treffen. Geht es dann abwärts, war die Entscheidung dumm.

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Man muss aber auch dazu sagen, dass "Betriebswirt" schon immer ein Beruf war, bei dem kein Studium notwendig war. Im Zuge der Bildungsexpansion in den 1960er / 1970er Jahren sind eben viele Berufe unnötig "akademisiert" worden, d. h. es sind in größerer Zahl Studiengänge angeboten worden in Bereichen wo Praxis und Erfahrung fast alles zählt und "Buchwissen" wenig.

Wenn man damals in BWL ein Uni-Diplom gemacht hat, war das in Wirklichkeit auch nie notwendig, um den späteren Beruf ausüben zu können (anders als bei Juristen, Medizinern, Naturwissenschaftlern etc.). Mit dem Bachelor / Master ist die Akademisierung des Betriebswirts eben auf ein gesundes Maß zurückgefahren worden. Wenn man bedenkt, wie jung die heutigen Absolventen beim Bachelor sind, finde ich das alles nicht ganz so schlecht.

Rechnungswesen lernt man eh nicht gescheit an der Uni und auch nicht wirklich gut an der FH. Das notwendige Wissen vermitteln die IHK, die Steuerberaterkammer oder die WP-Kammer ohnehin viel besser.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Rechnungswesen lernt man eh nicht gescheit an der Uni und auch nicht wirklich gut an der FH. Das notwendige Wissen vermitteln die IHK, die Steuerberaterkammer oder die WP-Kammer ohnehin viel besser.

Seltsam, ich bin WP/StB und halte BiBu-Fortbildungen für die IHK, würde aber behaupten, dass WPK und StBK kaum Wissen vermitteln und das IHK Niveau jetzt auch nicht so pralle ist. Die Grundlagen lernt man definitiv in Schule/Hochschule und den Rest dann in der Praxis ;-)

Meine Steuerberaterkammer führt durchaus viele Seminare (für Berufserfahrene!) durch mit Inhalten, die man so sicher nicht im Studium finden würde. Dass bei den angehenden Bibus das Niveau auch nicht so hoch ist, glaube ich dir. Aber vom Umfang her wird der Bibu insgesamt schon mehr Wissen vermitteln als einzelne Module in einem Studium. Angehende Bibus haben wenigstens noch ein paar Jahre echte Berufserfahrung und ein gemeinsames Berufsziel, auf das man den Lehrplan abstimmen kann.

Das Problem ist doch, dass Thema externes Rechnungswesen (also Buchhaltung) für einen wissenschaftlichen Studiengang sehr, sehr wenig hergibt. Controlling ist konzeptioneller und kann stärker reflektiert werden. Aber was willst du im externen Rewe wissenschaftlich untersuchen? Höchstens Bilanzbetrug / ethische Gesichtspunkte könnte man wissenschaftlich reflektieren. Dass Buchhaltung überhaupt in Wiwi-Studiengängen vorkommt, ist historisch ein Kompromiss gewesen. Man wollte den Absolventen wenigstens ein bisschen berufspraktisches Wissen mitgeben.

Und an der FH ist die Situation etwas besser, da die FHs mehr der Lehre verpflichtet sind, die Dozenten häufiger aus der Praxis kommen und man nicht immer einen Forschungsbezug haben muss. Aber auch hier arbeitet man mit Studenten, die in der Regel keine oder sehr wenig Berufserfahrung haben. Das Wissen kann hier einfach nicht tief sein. Zudem kann die FH auch nicht davon ausgehen, dass alle Studenten in einem Studiengang Bilanzbuchhalter werden wollen. Deshalb ist der Stoff allgemeiner gehalten.

Beide Hochschularten bereiten sehr schlecht auf die spätere Berufspraxis vor. Das scheint aber auch in anderen Bereichen so zu sein. Ich habe z. B. auch von Finance-Studiengängen gehört, die keinerlei Excel-Kenntnisse vermitteln. Ja, kann man sich auch selbst aneignen, zeigt aber, wie weltfremd viele Studiengänge sind - selbst in so praktischen Fächern wie BWL.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Hast du mal überlegt, warum man in Wirtschaft, Politik und Medien ständig etwas von einer Überakademisierung und nicht besetzten Lehrstellen spricht? Warum die Unternehmen über schlechtausgebildete Bachelors klagen? Darüber, dass viele nicht einmal mehr richtig Lesen und Schreiben können, aber Abitur haben?

Nein, die Zahlen sind keine Lüge, sondern überall einsehbar. Die Studienanfängerquote beträgt seit 2015 konstant knapp 60%. Im Jahr 2007 war sie noch bei 33%.

Die Studienanfängerquote schaut sich komplette Jahrgänge (= alle., egal ob mit Abitur oder Hauptschule) an und schaut, wie viele davon studieren. Wenn sie also im Jahr 2015 knapp 60% war, dann bedeutet das, dass 6 von 10 jungen Leuten ein Studium aufgenommen haben. Und zwar 6 von allen jungen Leuten in Deutschland.

Da wir im Moment extremen Zuzug von ausländischen jungen Leuten haben, wird die Studienanfängerquote vermutlich die nächsten Jahre wieder um ein paar Prozent sinken, da diese mangels Sprachkenntnisse erst einmal nicht studieren können, aber unter 50% wird es nie mehr gehen.

Dass einige das nicht wahrhaben wollen, weil natürlich ihr 0815-Bachelor das große Elite-Programm ist, versteht sich von selbst.

Und damit zurück zum Thema: Wir "Akademisieren" natürlich nicht wirklich, sondern tauschen nur: Ausbildung gegen Bachelor. Das Niveau ist ähnlich. Die Stellen sind inhaltlich die gleichen werden aber nur umbenannt und anstatt eines Gesellenlohnes von 2500 Euro gibt es halt einen Trainee-Lohn von 1800 Euro.

Aus dem Grund passt der Bachelor auch in die Buchhaltung. Genau dafür wurde er ja geschaffen..

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das wird besonders deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht:

  • 2007 haben 35% studiert, 60% eine Lehre absolviert und 5% sind durch das Raster gefallen
  • 2017 haben 60% studiert, 30% beginnen eine Lehre und 10% fallen durch das Raster

Die kaufmännischen Stellen, wie die in der Buchhaltung, können daher in ein paar Jahren gar nicht mehr durch Lehrlinge besetzt werden, weil die einfach irgendwann nicht mehr da sind, denn sie studieren ja alle.
Klar, das ist auch so gewollt, aber in den Köpfen scheint es auch viele Jahre nach Systemumstellung noch nicht angekommen zu sein.

Klar, wird die Digitalisierung zuschlagen, aber dafür gehen auch genug Arbeitnehmer der kinderreichen Baby-Boomer-Generationen in Rente.

WiWi Gast schrieb am 28.07.2018:

Das Grundproblem ist, dass hier das Verständnis dafür fehlt, dass es die Trennung zwischen Studium und Lehre seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems einfach nicht mehr gibt.

Der Bachelor ist ein Ausbildungsersatz, der überwiegend nicht einmal das Niveau des früheren Vordiploms hat. Das verstehen einige hier nicht. Es wurde deswegen eingeführt, um Abschlüsse auf europäischer Ebene zu harmonisieren und da störte vor allem das deutsche duale Ausbildungssystem. Deswegen hat man das Niveau auch auf das anderer Länder herabgesetzt.
Oder vereinfacht: Das duale Ausbildungssystem soll bis 2025 durch eine Akademisierung aller Lebensbereiche abgelöst werden.

Tatsächlich ist der 0815-Bachelor für genau solche Stellen gedacht, allerdings peilst du doch einen Master an, oder? Mit Maser würde ich eine Bachelor/Gesellenstelle nicht anstreben oder von Anfang an einen Weg anpeilen.

Diese Zahlen sind nichts weiter als eine Lüge und beziehen sich vielleicht auf Abiturienten aber sicherlich nicht auf den gesamten Bevölkerungsschnitt. Einfaches googlen reicht schon um diese Aussage als Schwachsinn abstempeln zu können!

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Du darfst auch nicht vergessen, dass wir hier von einem Bachelor reden. Das heißt ein wenig Steuern bzw. Rechungswesen - als ein Fach von vielen - im Grundstudium, oft gerade mal 1 Semester und dann ein Semester Schwerpunkt. Mit viel Wohlwollen also einmal 6 x 45 Minuten die Woche für ca. 3 Monate und dann noch einmal 12 x 45 Minuten die Woche für ebenfalls 3 Monate. Und in vielen Bachhelor-Studiengängen nicht einmal das.

Im Gegensatz zum Diplom bleibt auch alles radikal an der Oberfläche. Ich kenne noch die alten Prüfungen beim Diplom, wo nach 3 (!) Semestern im Grundstudium am Ende eine 5-stündige Prüfung abgelegt werden musste, in dem jeweils ein zusammenhängender Fall einer kompletten Einkommenssteuer (und Unternehmenessteuer) mit sehr vielen Fallen bearbeitet werden musste und die Leute zu 50% - 60% durchflogen. Beim 'Rechungswesen war es ähnlich. Es waren knallharte Aussiebfächer.

Ich bejubele das übrigens nicht und gebe übrigens zu, dass ich das damals schlecht fand, denn der Zeitdruck und die Aufgabenfülle war enorm, ganz besonders, wenn man bedenkt, dass ich gar nichts mit Steuern/ RW machen wollte, aber Steuern, wie RW, war eines der Fächer, bei denen ausgesiebt wurde. Etwas, was ich extrem unfair fand.

Heute schreibt man ein kleine Prüfung mit Einzelfällen, die nur Standard-Aufgaben nach Schema F hatten. Das ist mir wiederum zu wenig. Ich kenne die Prüfungen von meinem jüngsten Bruder (12 Jahre jünger).

Beim Rechnungswesen bucht man in der Prüfung ein wenig - ohne Kontenrahmen - beim Bachelor. Wirklich nur der absolute Standard. Das ist das gleiche Niveau wie in der kaufmännischen Realschule oder der Berufschule (ich habe über den 2. Bildungsweg studiert und habe eine Lehre; daher weiß ich das).

Wichtig: Ich meine hier natürlich die Berufsschule und die Realschule, als ich sie besucht habe. Aber kann sich das so verändert haben?

Wer in der Berufsschule aufgepasst hat bzw. im kaufmännischen Bereich der Realschule war, besteht die Prüfung, die überwiegen aus einfachstem Buchen wie in der Realschule, in der man das ja immerhin 4 Jahre macht, besteht. Das sagt viel aus. Neuer Stoff kommt da kaum hinzu. Vielleicht gerade mal 25 - 30%.

WiWi Gast schrieb am 01.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

WiWi Gast schrieb am 31.07.2018:

Rechnungswesen lernt man eh nicht gescheit an der Uni und auch nicht wirklich gut an der FH. Das notwendige Wissen vermitteln die IHK, die Steuerberaterkammer oder die WP-Kammer ohnehin viel besser.

Seltsam, ich bin WP/StB und halte BiBu-Fortbildungen für die IHK, würde aber behaupten, dass WPK und StBK kaum Wissen vermitteln und das IHK Niveau jetzt auch nicht so pralle ist. Die Grundlagen lernt man definitiv in Schule/Hochschule und den Rest dann in der Praxis ;-)

Meine Steuerberaterkammer führt durchaus viele Seminare (für Berufserfahrene!) durch mit Inhalten, die man so sicher nicht im Studium finden würde. Dass bei den angehenden Bibus das Niveau auch nicht so hoch ist, glaube ich dir. Aber vom Umfang her wird der Bibu insgesamt schon mehr Wissen vermitteln als einzelne Module in einem Studium. Angehende Bibus haben wenigstens noch ein paar Jahre echte Berufserfahrung und ein gemeinsames Berufsziel, auf das man den Lehrplan abstimmen kann.

Das Problem ist doch, dass Thema externes Rechnungswesen (also Buchhaltung) für einen wissenschaftlichen Studiengang sehr, sehr wenig hergibt. Controlling ist konzeptioneller und kann stärker reflektiert werden. Aber was willst du im externen Rewe wissenschaftlich untersuchen? Höchstens Bilanzbetrug / ethische Gesichtspunkte könnte man wissenschaftlich reflektieren. Dass Buchhaltung überhaupt in Wiwi-Studiengängen vorkommt, ist historisch ein Kompromiss gewesen. Man wollte den Absolventen wenigstens ein bisschen berufspraktisches Wissen mitgeben.

Und an der FH ist die Situation etwas besser, da die FHs mehr der Lehre verpflichtet sind, die Dozenten häufiger aus der Praxis kommen und man nicht immer einen Forschungsbezug haben muss. Aber auch hier arbeitet man mit Studenten, die in der Regel keine oder sehr wenig Berufserfahrung haben. Das Wissen kann hier einfach nicht tief sein. Zudem kann die FH auch nicht davon ausgehen, dass alle Studenten in einem Studiengang Bilanzbuchhalter werden wollen. Deshalb ist der Stoff allgemeiner gehalten.

Beide Hochschularten bereiten sehr schlecht auf die spätere Berufspraxis vor. Das scheint aber auch in anderen Bereichen so zu sein. Ich habe z. B. auch von Finance-Studiengängen gehört, die keinerlei Excel-Kenntnisse vermitteln. Ja, kann man sich auch selbst aneignen, zeigt aber, wie weltfremd viele Studiengänge sind - selbst in so praktischen Fächern wie BWL.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Stimme zu.

Auf dem Wirtschaftsgymnasium haben wir direkt im ersten Jahr (11. Klasse) eine 2h Klausur über Buchhaltung geschrieben und mussten einen ganzen Jahresabschluss aufstellen.
Das Studium wiederum war nicht mal Ansatzweise so schwer und falls doch (z.B. latente Steuern) dann wurde geklagt und der Inhalt abgewandelt. Die Mentalität ist halt ganz anders. Studium ist statt Aufstiegsmöglichkeit zur Grundvoraussetzung geworden um an halbwegs geistig ausgerichtete Arbeit zu kommen.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 01.08.2018:

Stimme zu.

Auf dem Wirtschaftsgymnasium haben wir direkt im ersten Jahr (11. Klasse) eine 2h Klausur über Buchhaltung geschrieben und mussten einen ganzen Jahresabschluss aufstellen.
Das Studium wiederum war nicht mal Ansatzweise so schwer und falls doch (z.B. latente Steuern) dann wurde geklagt und der Inhalt abgewandelt. Die Mentalität ist halt ganz anders. Studium ist statt Aufstiegsmöglichkeit zur Grundvoraussetzung geworden um an halbwegs geistig ausgerichtete Arbeit zu kommen.

Also ich war ja selber auf einer entsprechenden Schule und kann daher bestätigen, dass ich meine Buchhaltungskenntnisse dort erwoben habe und dementsprechend wenig/keinen Nachholbedarf im Studium hatte. Aber was ich doch stark bezweifle: "Einen ganzen Jahresabschluss aufgestellt"?
Also, auch wir haben in den Fällen EB-->Geschäftsvorfälle-->SB durchgekaut und entsprechend Bilanz und GuV erstellt, aber zu einem vollständigen Abschluss gehört noch mehr, namentlich der ANHANG bzw. die ergänzenden Angaben unter der Bilanz/GuV. Kommen aber weder im Wirt.Gym. noch im Studium vor ;-)

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Bin aus Bayern und stimme ebenfalls zu. Mein Weg war Realschule, dann Fachoberschule und dann Studium.

In der Realschule hatte ich im kaufmännischen Zweig 4 Jahre Buchführung/ Kosten- und Leistungsrechnung/ Rechnungswesen. 6 Stunden die Woche und habe eine entsprechende Abschlussprüfung geschrieben. Meiner Meinung hätte bereits das Wissen gelangt, um die Prüfung im Studium zu bestehen. Vielleicht nicht sehr gut, aber locker für das Bestehen.

Nach der Realschule bin ich auf die Fachoberschule (FOS), die es so glaube ich nur in Bayern gibt. Sie führt zum Fachabitur (2 Jahre) oder Abitur (3 Jahre), spezialisiert sich aber auf BWL, Technik oder Sozialwesen. Dort wurde der Stoff der Realschule in kürzerer Zeit (1 Jahr) noch einmal wiederholt, vertieft und mit anderen BWL vertieft. Waren 8 Stunden die Woche über 2 Jahre. Das war dann wirklich tief. Ich denke, damit waren dann auch 90% des Stoffes des Studiums abgedeckt.

Das Niveau an der Universität bewegte sich dann irgendwo zwischen Realschule und Fachoberschule. In der Buchführung ging es nie so tief, wie an der Fachoberschule, dafür gab es etwas mehr bei den Jahresabschlüssen. Der Bereich Kosten- und Leistungsrechnung wurde ebenfalls ein wenig erweitert.
Insgesamt waren das im Grundstudium 4 Stunden für 2 Semester (1 Jahr). Also deutlich weniger, als bei den vorherigen Stationen.
Natürlich war es schneller aber auch oberflächlicher und dafür war die ganze Thematik für 80% der Neu-Studenten auch etwas völlig neues, weil sie die Themen vorher nie hatten, während auf das FOS klar war, dass 95% der Schüler vorher bereits 4 Jahre RW an der Realschule hatten.

Meiner Meinung nach war ich schon durch meine schulische Entwicklung super vorbereitet und hätte die Prüfung, wenn mein Stand der von vor den Prüfungen an der FOS gewesen wäre, auch die Prüfung an der Uni locker bestanden.

Trotzdem darf man eines nicht vergessen: Der Weg von Realschule, Fachoberschule/Wirtschaftsgymnasium und dann vielleicht noch eine kaufmännische Lehre, ist auch nicht die Regel. In der Regel hören die Studenten die Inhalte an der Uni das erste mal.
Das ändert allerdings nicht daran, dass das Niveau hier extrem überschätzt wird. Vielleicht war das zu Diplomzeiten mal anders, aber heute ist es nicht so viel höher, als das was andere in der Schule hören. Teilweise nicht einmal so tief.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 01.08.2018:

Stimme zu.

Auf dem Wirtschaftsgymnasium haben wir direkt im ersten Jahr (11. Klasse) eine 2h Klausur über Buchhaltung geschrieben und mussten einen ganzen Jahresabschluss aufstellen.
Das Studium wiederum war nicht mal Ansatzweise so schwer und falls doch (z.B. latente Steuern) dann wurde geklagt und der Inhalt abgewandelt. Die Mentalität ist halt ganz anders. Studium ist statt Aufstiegsmöglichkeit zur Grundvoraussetzung geworden um an halbwegs geistig ausgerichtete Arbeit zu kommen.

Also ich war ja selber auf einer entsprechenden Schule und kann daher bestätigen, dass ich meine Buchhaltungskenntnisse dort erwoben habe und dementsprechend wenig/keinen Nachholbedarf im Studium hatte. Aber was ich doch stark bezweifle: "Einen ganzen Jahresabschluss aufgestellt"?
Also, auch wir haben in den Fällen EB-->Geschäftsvorfälle-->SB durchgekaut und entsprechend Bilanz und GuV erstellt, aber zu einem vollständigen Abschluss gehört noch mehr, namentlich der ANHANG bzw. die ergänzenden Angaben unter der Bilanz/GuV. Kommen aber weder im Wirt.Gym. noch im Studium vor ;-)

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Lol...das Niveau in Buchführung bei einem BWL-Studium im schönen neuen Bachelor-Master-System ist nicht höher, als in der Ausbildung zum Steuerfachangestellten und nur wenig höher als in der Realschule, die in der Regel vor der Ausbildung war. Vergleicht doch einfach den Stoff und ein paar Prüfungen.

Es ist einfach absoluter Wahnsinn, wie hier ein Bachelor-Modul, das zu einem Abschluss gehört, der für die Leute konzepiert wurde, die früher nur einen Hauptschulabschluss und dann eine Lehre gemacht hätten, aufgeblasen wird.

Die Diplomzeiten sind vorbei, in denen jeder kleine Hilfsdozent gedacht hat, dass man mit richtig fiesen Prüfungen und Stoffdetails mal eben 60% durchrasseln lässt. Das war so.

Wir leben im Zeitalter, in dem es so Selbstverständlich ist zu studieren, wie es früher selbstverständlich war, eine Lehre zu machen.
Der Bachelor vermittelt nur absolute Basics für den Berufsstart. Die hätte man sich früher auf gleichem Niveau in der Kombination kaufmännische Realschule + kaufmännische Berufsschule + Praxis in der Ausbildung geholt und ist 100% damit besser gefahren, weil es da Praxis gab.

Eine einfach Wahrheit, die aber niemand hören will, weil man doch der erste ist, der in der Familie studiert und damit natürlich ganz besonders schlau sein muss.

Die Prüfung zum STB oder WP hat da ein ganz anderes Niveau. Da geht es heute noch so ab, wie in den früheren Diplomzeiten.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Hier mal ein Vergleich.

Das ist eine Abschlussprüfung einer kaufmännischen Realschule in Bayern:
http://www.manfred-jahreis.de/download/pdf/AP2002.pdf

Das ist eine Abschlussprüfung einer FOS/BOS in Bayern:
https://mediathek.mebis.bayern.de/archiv.php?doc=display&id=BY-00012943&token=0hj81pirol4b70wn0kkeg43ran7b2x40

Meiner Meinung nach, könnten die Aufgaben bei der Realschulprüfung auch so in einer Bachelor-Prüfung gestellt werden und das Niveau der FOS/BOS-Prüfung ist definitiv höhe, weil sie nebenbei nicht nur Rechnungswesen, sondern auch Controlling und Marketing abprüft.

Ich hoffe, das hilft dem ein oder anderen, den Wert seines Bachelors vernünftig einzuordnen.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Wie hier viele bereits richtig ausgeführt haben, lernt man bei einem Bachelor in dem Bereich weniger, als wenn man den klassischen kaufmännischen Weg gehen würde. Praxis hat man gar keine. Man ist daher mitnichten überqualifiziert.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier mal ein Vergleich.

Das ist eine Abschlussprüfung einer kaufmännischen Realschule in Bayern:
manfred-jahreis.de/download/pdf/AP2002.pdf

Das ist eine Abschlussprüfung einer FOS/BOS in Bayern:
mediathek.mebis.bayern.de/archiv.php?doc=display&id=BY-00012943&token=0hj81pirol4b70wn0kkeg43ran7b2x40

Meiner Meinung nach, könnten die Aufgaben bei der Realschulprüfung auch so in einer Bachelor-Prüfung gestellt werden und das Niveau der FOS/BOS-Prüfung ist definitiv höhe, weil sie nebenbei nicht nur Rechnungswesen, sondern auch Controlling und Marketing abprüft.

Ich hoffe, das hilft dem ein oder anderen, den Wert seines Bachelors vernünftig einzuordnen.

Ich muss zugeben, dass beide Prüfungen relativ anspruchsvoll sind und zumindest ein enormes Fachwissen verlangen. Offensichtlich traut man solche Prüfungen ja bereits jungen Menschen im Alter von 16 bis 19 zu und ja, besonders die FOS-Prüfung ist vom Niveau her sicher über einer Prüfung im nicht-vertiefenden Modul eines Bachelors einzuordnen.

Auf der anderen Seite ist die eine Prüfung von 2002 und die andere von 2008. Ob heute noch auf dem Niveau geprüft wird, halte ich für fraglich. Ich bin mir sehr sicher, dass das Niveau an der Realschule oder FOS heute niedriger ist. Zudem stammen beide Prüfungen aus Bayern.

Trotzdem, vielleicht ist an der These, dass heute alles viel zu einfach ist und Abschlüsse nach geworfen werden, vielleicht doch mehr dran, als sich dass unsere Generation eingestehen will.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Zugegeben das ist schon hohes Niveau, allerdings bin ich ein wenig irritiert, was die FOS-Prüfung angeht. Das ist doch nicht nur Buchführung, sondern ein Mix aus Buchführung, Controlling und - ein wenig - Marketing, der da abgeprüft wird, oder?

Egal, ich würde einfach mal behaupten, dass jemand, der die Prüfung besteht, sehr gut auf ein BWL-Studium vorbereitet ist und gerade in Controlling und Buchführung keine Schwierigkeiten mehr haben sollte.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier mal ein Vergleich.

Das ist eine Abschlussprüfung einer kaufmännischen Realschule in Bayern:
http://www.manfred-jahreis.de/download/pdf/AP2002.pdf

Das ist eine Abschlussprüfung einer FOS/BOS in Bayern:
https://mediathek.mebis.bayern.de/archiv.php?doc=display&id=BY-00012943&token=0hj81pirol4b70wn0kkeg43ran7b2x40

Meiner Meinung nach, könnten die Aufgaben bei der Realschulprüfung auch so in einer Bachelor-Prüfung gestellt werden und das Niveau der FOS/BOS-Prüfung ist definitiv höhe, weil sie nebenbei nicht nur Rechnungswesen, sondern auch Controlling und Marketing abprüft.

Ich hoffe, das hilft dem ein oder anderen, den Wert seines Bachelors vernünftig einzuordnen.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Na ja...höher würde ich nicht sagen....es halt das gleiche Niveau im Controlling und in der Buchführung, wie beim Bachelor...ich meine die Schüler oder Azubis haben immerhin auch den Schwerpunkt auf WIRTSCHAFT. Was sollen sie da sonst ein paar Jahre machen, als halt die typischen BWL-Sachen? Natürlich sind die fit und gut vorbereitet..oder hat hier jemals jemand behauptet, dass das kaufmännische Ausbildungssystem von früher schlecht war und Deutschland in den Ruin getrieben hat? Heute macht man aber keine Lehre mehr, sondern stattdessen den Bachelor. Ist halt so...schöne neue Zeit..

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier mal ein Vergleich.

Das ist eine Abschlussprüfung einer kaufmännischen Realschule in Bayern:
http://www.manfred-jahreis.de/download/pdf/AP2002.pdf

Das ist eine Abschlussprüfung einer FOS/BOS in Bayern:
https://mediathek.mebis.bayern.de/archiv.php?doc=display&id=BY-00012943&token=0hj81pirol4b70wn0kkeg43ran7b2x40

Meiner Meinung nach, könnten die Aufgaben bei der Realschulprüfung auch so in einer Bachelor-Prüfung gestellt werden und das Niveau der FOS/BOS-Prüfung ist definitiv höhe, weil sie nebenbei nicht nur Rechnungswesen, sondern auch Controlling und Marketing abprüft.

Ich hoffe, das hilft dem ein oder anderen, den Wert seines Bachelors vernünftig einzuordnen.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Die Kanzlei, bei der ich arbeite, bildet regelmäßig Steuerfachangestellte aus. Ich selber habe diese Ausbildung nicht durchlaufen (habe nach dem Abitur direkt studiert), aber dem Lehrbuch nach zu urteilen, habe ich noch nie einen anderen Ausbildungsweg oder Studiengang gesehen, der das Thema Buchhaltung ausführlicher vermittelt als dieser Ausbildungsberuf. Es wird auch hart benotet: In der Abschlussprüfung schaffen die Realschüler selten besser als Note 3 im Fach Rechnungswesen, die Abiturienten haben im Schnitt bessere Noten, aber nicht viel. Note 3 in Rewe ist bei dieser Prüfung absolut normal.

Schon damals in meinen Studium (habe in der Übergangszeit zwischen Diplom und Bachelor studiert) fand ich die Vermittlung von Fachkenntnissen im Fach Rechnungswesen eher mau. Das Thema ist zu "praxisorientiert", um von den Hochschulen gut und ausführlich vermittelt zu werden. Außerdem fehlt einem als Student halt auch die Praxis, um das Wissen regelmäßig anzuwenden.

Bachelor- oder Master-Absolventen sind in der Regel schlecht für Jobs im Rewe vorbereitet. Hier zeigen sich die Stärken und Schwächen der beiden Ausbildungssysteme deutlich:

In der dualen Ausbildung wird mehr Praxiswissen vermittelt. Die Absolventen kennen sich besser in der Praxis aus und sind schnell einsetzbar. Die Gefahr ist aber, dass ihnen die sehr spezielle Ausbildung irgendwann auf die Füße fällt. Denn ändern sich die Anforderungen der Wirtschaft, können sich Absolventen dualer Berufsausbildungen vermutlich schlecht in neue Berufsbilder einarbeiten.

Die Hochschulabsolventen dagegen haben erst mal kaum in der Praxis verwertbare Kenntnisse, man hofft aber, dass sie in ihrem Berufsleben flexibler auf neue Anforderungen reagieren können, da das Studium allgemeine Fähigkeiten wie Lernfähigkeit, Flexibilität im Denken, kritisches Denken, systematisches Arbeiten etc. fördert.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Die Kanzlei, bei der ich arbeite, bildet regelmäßig Steuerfachangestellte aus. Ich selber habe diese Ausbildung nicht durchlaufen (habe nach dem Abitur direkt studiert), aber dem Lehrbuch nach zu urteilen, habe ich noch nie einen anderen Ausbildungsweg oder Studiengang gesehen, der das Thema Buchhaltung ausführlicher vermittelt als dieser Ausbildungsberuf. Es wird auch hart benotet: In der Abschlussprüfung schaffen die Realschüler selten besser als Note 3 im Fach Rechnungswesen, die Abiturienten haben im Schnitt bessere Noten, aber nicht viel. Note 3 in Rewe ist bei dieser Prüfung absolut normal.

Schon damals in meinen Studium (habe in der Übergangszeit zwischen Diplom und Bachelor studiert) fand ich die Vermittlung von Fachkenntnissen im Fach Rechnungswesen eher mau. Das Thema ist zu "praxisorientiert", um von den Hochschulen gut und ausführlich vermittelt zu werden. Außerdem fehlt einem als Student halt auch die Praxis, um das Wissen regelmäßig anzuwenden.

Bachelor- oder Master-Absolventen sind in der Regel schlecht für Jobs im Rewe vorbereitet. Hier zeigen sich die Stärken und Schwächen der beiden Ausbildungssysteme deutlich:

In der dualen Ausbildung wird mehr Praxiswissen vermittelt. Die Absolventen kennen sich besser in der Praxis aus und sind schnell einsetzbar. Die Gefahr ist aber, dass ihnen die sehr spezielle Ausbildung irgendwann auf die Füße fällt. Denn ändern sich die Anforderungen der Wirtschaft, können sich Absolventen dualer Berufsausbildungen vermutlich schlecht in neue Berufsbilder einarbeiten.

Die Hochschulabsolventen dagegen haben erst mal kaum in der Praxis verwertbare Kenntnisse, man hofft aber, dass sie in ihrem Berufsleben flexibler auf neue Anforderungen reagieren können, da das Studium allgemeine Fähigkeiten wie Lernfähigkeit, Flexibilität im Denken, kritisches Denken, systematisches Arbeiten etc. fördert.

Ironischerweise ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten einer der in der Theorie schwächsten kaufmännischen Ausbildungen, was sich auch in einer tendenziell schlechteren Bezahlung, sowohl in der Ausbildung, als auch später niederschlägt. Mit dem Berufsbild hast du dir natürlich auch eines rausgesucht, dass zu 100% auf die Steuerberatung festgelegt ist.

Der größte Teil der kaufmännischen Berufe (wenn man den Einzelhandel außen vor lässt) ist bei den Büro/ Industriekaufleuten zu finden und die werden mannigfaltig eingesetzt.

Warum die weniger flexibel oder weniger denken können sollen, als Absolventen eines verschulten Studiums, in dem primär Folien reproduziert werden, verstehe ich nicht. Gerade diese Gruppe hat doch den unschätzbaren Praxisvorteil und bereits bewiesen, dass sie sich anpassen kann.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Das duale kaufmännische Ausbildungssystem bzw. der Weg dahin (Realschule + Lehre) ist im Bereich Buchhaltung einem Bachelor immer überlegen. Man hat insgesamt fast 6 - 7 Jahre Rechnungswesen und das sehr intensiv und davon 2 - 3 Jahre Erfahrung in der Praxis. Die Routine, dass es einem aus den Ohren rauskommt, ist in der Buchhaltung halt einfach auch das A und O.

Im Bachelor hat man ein Modul mit 2 - 4 Wochenstunden und fängt bei Null an, weil die meisten noch nie zuvor davon gehört haben. Es dauert schon ewig, überhaupt mal die Grundlagen zu schaffen. Praxis hat man gar keine. Es ist halt graue Theorie, die bis zum Studienabschluss schon wieder vergessen ist.

Ja, früher zu Diplomzeiten, wurde von Tag 1 an da gnadenlos Stoff eingeprügelt und mit fiesen Details versehen, um dann kräftig auszusieben, was für viele Professoren, die der Meinung waren, dass viel zu viele studieren, ein echter Sport war. Die Zeiten sind zum Glück aber vorbei.

Die Prüfungen im Bachelor sind heute etwas über Realschulniveau, wie man oben an der Prüfung sehr schön sieht. Warum hier der Bachelorstoff so gnadenlos überhöht wird, verstehe ich auch nicht. Nur, weil auf dem Realschulstoff jetzt Bachelorstoff steht, sind die Menschen intelligenter und zu fein für die Buchhaltung?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Deswegen bleibt halt die DHBW der neue Top Weg ins Berufsleben, wenn man seine ungefähre berufliche Zukunft vor Augen hat, hat man durch das richtige Partnerunternehmen bereits die wichtigsten Praxisthemen abgearbeitet (SAP, Tagesgeschäft, usw.) Das alles fehlt (den meisten) Uni oder Fh Absolventen leider und daher werden gerade die Fh Absolventen die neuen Industriekaufmänner und frauen - nur ohne Praxiserfahrung.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Und noch einmal: Der Bachelor, egal ob von der Uni oder der FH, war von Beginn an nur dafür vorgesehen, das duale Ausbildungssystem und deren Abschlüsse, zu ersetzen. Er war nie für etwas anderes gedacht.

Natürlich sind die Bachelors für diese Stellen vorgesehen. Der Grund hierfür war:

1) Vergleichbarkeit der Abschlüsse in Europa und da störte das duale Ausbildungssystem
2) Verlagerung der Ausbildungskosten auf die Studenten und weg von den Unternehmen

Nach jetzt fast 10 Jahren sollte auch der letzte gemerkt haben, wie die Wirklichkeit ist.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Deswegen bleibt halt die DHBW der neue Top Weg ins Berufsleben, wenn man seine ungefähre berufliche Zukunft vor Augen hat, hat man durch das richtige Partnerunternehmen bereits die wichtigsten Praxisthemen abgearbeitet (SAP, Tagesgeschäft, usw.) Das alles fehlt (den meisten) Uni oder Fh Absolventen leider und daher werden gerade die Fh Absolventen die neuen Industriekaufmänner und frauen - nur ohne Praxiserfahrung.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Wenn der Bachelor ach so leicht geworden ist und ja eurer Meinung nach auf dem Niveau einer Ausbildung, auf welchem Niveau sind dann die tatsächlichen Berufsausbildungen heute? Viele schreiben hier, als Bachelor BWL ist man der Industriekaufmann von früher. Ja, was ist dann bitte der heutige Industriekaufmann?
Ich frage das, da ich beides gemacht habe. Ein BWL Studium an einer Uni und eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Der Stoff aus der Uni war hundert mal schwerer und komplexer als der der Ausbildung. In der Ausbildung hat es easy gereicht sich am Abend davor hinzusetzen, bei der Uni würde man auf diese Weise mit ach und krach durch jede Klausur fliegen (nicht auf Rechnungswesen bezogen)

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Bei mir war es auch so. Abitur 2009. Die Klausuren auf dem Fachgymnasium waren sehr anspruchsvoll, ohne jedoch unfair zu sein. Der Notenschnitt war damals noch Normalverteilt.
Gleiches Jahr Uni war alles komplett anders. Natürlich kann nicht jeder auf das Wirtschaftsgym gegangen sein, aber das Niveau aus dem Gym wurde nie Ansatzweise erreicht, was ich echt schade fand.
Beispiel: Auf dem Gym musste man diverse Controlling Instrumente anwenden. Im Studium philosophiert man was das Ziel eines Instrumentes ist.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Und noch einmal: Der Bachelor, egal ob von der Uni oder der FH, war von Beginn an nur dafür vorgesehen, das duale Ausbildungssystem und deren Abschlüsse, zu ersetzen. Er war nie für etwas anderes gedacht.

Natürlich sind die Bachelors für diese Stellen vorgesehen. Der Grund hierfür war:

1) Vergleichbarkeit der Abschlüsse in Europa und da störte das duale Ausbildungssystem
2) Verlagerung der Ausbildungskosten auf die Studenten und weg von den Unternehmen

Nach jetzt fast 10 Jahren sollte auch der letzte gemerkt haben, wie die Wirklichkeit ist.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Deswegen bleibt halt die DHBW der neue Top Weg ins Berufsleben, wenn man seine ungefähre berufliche Zukunft vor Augen hat, hat man durch das richtige Partnerunternehmen bereits die wichtigsten Praxisthemen abgearbeitet (SAP, Tagesgeschäft, usw.) Das alles fehlt (den meisten) Uni oder Fh Absolventen leider und daher werden gerade die Fh Absolventen die neuen Industriekaufmänner und frauen - nur ohne Praxiserfahrung.

Eben nicht denn DHBW Absolventen bekommen bei guten Unternehmen nach Abschluss Projekt und Führungsverantwortung. Für den Rest bis auf die Target Unis hast du recht.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Im Gegensatz zum Industriekaufmann ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten ganz auf das externe Rechnungswesen (und zusätzlich die Grundzüge der Steuerlehre) fokussiert. Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, ist es die beste Ausbildung für das externe Rechnungswesen. Typischerweise arbeitet man auch in der Praxis ganz überwiegend in der Buchhaltung. Wie lange verbringt der typische Industriekaufmann in der Buchhaltung? 3 Monate? 6 Monate? Wenn man also unbedingt ins externe Rewe will, dann ist diese Ausbildung klar der von Industriekaufleuten vorzuziehen.

Dass diese Ausbildung inhaltlich dünn sein soll, kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Der Trend geht auch in unserer Kanzlei immer mehr dahin, dass sich die Azubis vor der Abschlussprüfung mehrere Wochen freinehmen und auch oft umfangreiche private Kurse zur Vorbereitung besuchen. Das habe ich so in der Form noch nie von Industriekaufleuten gehört. Und wenn kleinere / mittlere Kanzleien ihren Azubis mehrere Wochen freigeben für die Prüfung, dann muss es schwierig sein. Sonst sind Kanzleien ja eher nich als großzügige Arbeitgeber bekannt.

Wir haben auch teilweise ehemalige Studenten als Azubis. Und die finden die Berufsschule eben nicht so trivial! Wie schon geschrieben, schmeißt die Steuerberaterkammer bei keiner ihrer Prüfungen (ob Steuerfachangestellter, Steuerfachwirt, Steuerberater) mit guten Noten um sich. Note 3 ist absolut normal.

Warum ich glaube, dass duale Absolventen mehr Schwierigkeiten mit beruflichen Veränderungen haben? Die Didaktik ist in der Berufsschule eine ganz andere. In der Berufsschule geht der Lehrer von sehr wenig Eigeninitiative aus. Aber genau das braucht man, um sich später eigenständig fortzubilden.

Duale Studiengänge sollte man als goldener Mittelweg stärker ausbauen. Aber das Problem ist, dass diese Studenten für die Unternehmen im Schnitt teurer sind (als klassische Azubis oder Praktikanten) und aufgrund der umfangreicheren Theoriephasen nicht so gut in die Betriebsabläufe integriert werden können.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Die Kanzlei, bei der ich arbeite, bildet regelmäßig Steuerfachangestellte aus. Ich selber habe diese Ausbildung nicht durchlaufen (habe nach dem Abitur direkt studiert), aber dem Lehrbuch nach zu urteilen, habe ich noch nie einen anderen Ausbildungsweg oder Studiengang gesehen, der das Thema Buchhaltung ausführlicher vermittelt als dieser Ausbildungsberuf. Es wird auch hart benotet: In der Abschlussprüfung schaffen die Realschüler selten besser als Note 3 im Fach Rechnungswesen, die Abiturienten haben im Schnitt bessere Noten, aber nicht viel. Note 3 in Rewe ist bei dieser Prüfung absolut normal.

Schon damals in meinen Studium (habe in der Übergangszeit zwischen Diplom und Bachelor studiert) fand ich die Vermittlung von Fachkenntnissen im Fach Rechnungswesen eher mau. Das Thema ist zu "praxisorientiert", um von den Hochschulen gut und ausführlich vermittelt zu werden. Außerdem fehlt einem als Student halt auch die Praxis, um das Wissen regelmäßig anzuwenden.

Bachelor- oder Master-Absolventen sind in der Regel schlecht für Jobs im Rewe vorbereitet. Hier zeigen sich die Stärken und Schwächen der beiden Ausbildungssysteme deutlich:

In der dualen Ausbildung wird mehr Praxiswissen vermittelt. Die Absolventen kennen sich besser in der Praxis aus und sind schnell einsetzbar. Die Gefahr ist aber, dass ihnen die sehr spezielle Ausbildung irgendwann auf die Füße fällt. Denn ändern sich die Anforderungen der Wirtschaft, können sich Absolventen dualer Berufsausbildungen vermutlich schlecht in neue Berufsbilder einarbeiten.

Die Hochschulabsolventen dagegen haben erst mal kaum in der Praxis verwertbare Kenntnisse, man hofft aber, dass sie in ihrem Berufsleben flexibler auf neue Anforderungen reagieren können, da das Studium allgemeine Fähigkeiten wie Lernfähigkeit, Flexibilität im Denken, kritisches Denken, systematisches Arbeiten etc. fördert.

Ironischerweise ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten einer der in der Theorie schwächsten kaufmännischen Ausbildungen, was sich auch in einer tendenziell schlechteren Bezahlung, sowohl in der Ausbildung, als auch später niederschlägt. Mit dem Berufsbild hast du dir natürlich auch eines rausgesucht, dass zu 100% auf die Steuerberatung festgelegt ist.

Der größte Teil der kaufmännischen Berufe (wenn man den Einzelhandel außen vor lässt) ist bei den Büro/ Industriekaufleuten zu finden und die werden mannigfaltig eingesetzt.

Warum die weniger flexibel oder weniger denken können sollen, als Absolventen eines verschulten Studiums, in dem primär Folien reproduziert werden, verstehe ich nicht. Gerade diese Gruppe hat doch den unschätzbaren Praxisvorteil und bereits bewiesen, dass sie sich anpassen kann.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Ich denke, wir sollten jetzt nicht um exakte Ausbildungsinhalte streiten. Wir sind ein großer, international erfolgreicher, Familienbetrieb und so eine Art "Hidden Champion". Sicher durchlaufen unsere Azubis mehrere Abteilungen, was auch der Sinn einer Ausbildung zum Industriekaufmann sein sollte, damit man breit aufgestellt ist, allerdings hatten wir noch nie qualitative Probleme damit, die Person später dauerhaft im Rechnungswesen oder Controlling einzusetzen. Von daher bringt die Ausbildung meiner Meinung nach alles mit, was man braucht.

Ich habe auch nicht behauptet, dass die Ausbildung zur Steuerfachangestellten dünn ist. Da hast du mich falsch verstanden. Wir sind halt einfach mit unseren Leuten, die wir allerdings sehr gründlich auswählen, sehr zufrieden. Gilt auch für unsere dualen Studenten.

Externe Absolventen ohne Berufserfahrung nehmen wir übrigens gar nicht. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal, wenn der Markt für gute Azubis oder duale Studenten leergefegt sein sollte, aber das ist er für uns noch nicht, da eine Stelle bei uns sehr begehrt ist (Tarifvertrag usw..).

Was die Eigeninitiative betrifft, irrst du dich einfach. Wir haben jede Menge kaufmännische und gewerbliche Arbeitnehmer. Ein großer Teil macht von sich aus Fortbildungen. Gerade im technischen Bereich dürften alleine 30% einen Meister gemacht haben, obwohl sie erstmal nicht auf eine solche Stelle arbeiten werden. Gleiches im kaufmännischen Bereich.
Beides fördern wir übrigens finanziell auch. Der Lernwillen war bei unserer Belegschaft vor 40 Jahren schon da, als man halt den Betriebswirt (IHK) machte und er ist es auch heute.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Im Gegensatz zum Industriekaufmann ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten ganz auf das externe Rechnungswesen (und zusätzlich die Grundzüge der Steuerlehre) fokussiert. Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, ist es die beste Ausbildung für das externe Rechnungswesen. Typischerweise arbeitet man auch in der Praxis ganz überwiegend in der Buchhaltung. Wie lange verbringt der typische Industriekaufmann in der Buchhaltung? 3 Monate? 6 Monate? Wenn man also unbedingt ins externe Rewe will, dann ist diese Ausbildung klar der von Industriekaufleuten vorzuziehen.

Dass diese Ausbildung inhaltlich dünn sein soll, kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Der Trend geht auch in unserer Kanzlei immer mehr dahin, dass sich die Azubis vor der Abschlussprüfung mehrere Wochen freinehmen und auch oft umfangreiche private Kurse zur Vorbereitung besuchen. Das habe ich so in der Form noch nie von Industriekaufleuten gehört. Und wenn kleinere / mittlere Kanzleien ihren Azubis mehrere Wochen freigeben für die Prüfung, dann muss es schwierig sein. Sonst sind Kanzleien ja eher nich als großzügige Arbeitgeber bekannt.

Wir haben auch teilweise ehemalige Studenten als Azubis. Und die finden die Berufsschule eben nicht so trivial! Wie schon geschrieben, schmeißt die Steuerberaterkammer bei keiner ihrer Prüfungen (ob Steuerfachangestellter, Steuerfachwirt, Steuerberater) mit guten Noten um sich. Note 3 ist absolut normal.

Warum ich glaube, dass duale Absolventen mehr Schwierigkeiten mit beruflichen Veränderungen haben? Die Didaktik ist in der Berufsschule eine ganz andere. In der Berufsschule geht der Lehrer von sehr wenig Eigeninitiative aus. Aber genau das braucht man, um sich später eigenständig fortzubilden.

Duale Studiengänge sollte man als goldener Mittelweg stärker ausbauen. Aber das Problem ist, dass diese Studenten für die Unternehmen im Schnitt teurer sind (als klassische Azubis oder Praktikanten) und aufgrund der umfangreicheren Theoriephasen nicht so gut in die Betriebsabläufe integriert werden können.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 03.08.2018:

Die Kanzlei, bei der ich arbeite, bildet regelmäßig Steuerfachangestellte aus. Ich selber habe diese Ausbildung nicht durchlaufen (habe nach dem Abitur direkt studiert), aber dem Lehrbuch nach zu urteilen, habe ich noch nie einen anderen Ausbildungsweg oder Studiengang gesehen, der das Thema Buchhaltung ausführlicher vermittelt als dieser Ausbildungsberuf. Es wird auch hart benotet: In der Abschlussprüfung schaffen die Realschüler selten besser als Note 3 im Fach Rechnungswesen, die Abiturienten haben im Schnitt bessere Noten, aber nicht viel. Note 3 in Rewe ist bei dieser Prüfung absolut normal.

Schon damals in meinen Studium (habe in der Übergangszeit zwischen Diplom und Bachelor studiert) fand ich die Vermittlung von Fachkenntnissen im Fach Rechnungswesen eher mau. Das Thema ist zu "praxisorientiert", um von den Hochschulen gut und ausführlich vermittelt zu werden. Außerdem fehlt einem als Student halt auch die Praxis, um das Wissen regelmäßig anzuwenden.

Bachelor- oder Master-Absolventen sind in der Regel schlecht für Jobs im Rewe vorbereitet. Hier zeigen sich die Stärken und Schwächen der beiden Ausbildungssysteme deutlich:

In der dualen Ausbildung wird mehr Praxiswissen vermittelt. Die Absolventen kennen sich besser in der Praxis aus und sind schnell einsetzbar. Die Gefahr ist aber, dass ihnen die sehr spezielle Ausbildung irgendwann auf die Füße fällt. Denn ändern sich die Anforderungen der Wirtschaft, können sich Absolventen dualer Berufsausbildungen vermutlich schlecht in neue Berufsbilder einarbeiten.

Die Hochschulabsolventen dagegen haben erst mal kaum in der Praxis verwertbare Kenntnisse, man hofft aber, dass sie in ihrem Berufsleben flexibler auf neue Anforderungen reagieren können, da das Studium allgemeine Fähigkeiten wie Lernfähigkeit, Flexibilität im Denken, kritisches Denken, systematisches Arbeiten etc. fördert.

Ironischerweise ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten einer der in der Theorie schwächsten kaufmännischen Ausbildungen, was sich auch in einer tendenziell schlechteren Bezahlung, sowohl in der Ausbildung, als auch später niederschlägt. Mit dem Berufsbild hast du dir natürlich auch eines rausgesucht, dass zu 100% auf die Steuerberatung festgelegt ist.

Der größte Teil der kaufmännischen Berufe (wenn man den Einzelhandel außen vor lässt) ist bei den Büro/ Industriekaufleuten zu finden und die werden mannigfaltig eingesetzt.

Warum die weniger flexibel oder weniger denken können sollen, als Absolventen eines verschulten Studiums, in dem primär Folien reproduziert werden, verstehe ich nicht. Gerade diese Gruppe hat doch den unschätzbaren Praxisvorteil und bereits bewiesen, dass sie sich anpassen kann.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Kann man als Bachelor Absolvent für eine Accounting Stelle die für Leute mit Ausbildung vorgeschrieben ist, mehr Gehalt verlangen?

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Lol...ernsthaft? Warum denn?

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Kann man als Bachelor Absolvent für eine Accounting Stelle die für Leute mit Ausbildung vorgeschrieben ist, mehr Gehalt verlangen?

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Was wäre denn dein Argument? Praxiserfahrung? Erfahrung im Unternehmen? Nachgewiesene Sozialkompetenz in einer Firma?

Junge, dein Mehrwert ist Null. Eher bist du ein Fragezeichen.

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Kann man als Bachelor Absolvent für eine Accounting Stelle die für Leute mit Ausbildung vorgeschrieben ist, mehr Gehalt verlangen?

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Wie findet ihr es, wenn Bachelor Absolventen mit FACT Schwerpunkt in die klassische Buchhaltung gehen und eine Karriere als Bilanzbuchhalter anstreben mit anschließenden Ambitionen auf Leiter Rechnungswesen?

Findet ihr, dass Leute mit Ausbildung eher auf diesen Karriereweg vorbereitet sind, da sie sich intensiver mit externem ReWe befasst haben als Studenten oder wäre dieser Weg auch für Bachelors möglich?
Oder sollten FACT Absolventen besser ins Controlling, Stb, WP gehen?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

push

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Mit FACT Schwerpunkt ist man besser bei den Big4 oder im Controlling aufgehoben.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Also grundsätzlich ist es natürlich möglich, den BiBu abzulegen, auch als Bachelor-Absolvent. Die Zielgruppe sind natürlich eher Leute mit Ausbildung, aber dies sei mal dahingestellt.
Aber für das Ziel "Leiter ReWe" qualifiziert dich der BiBu nicht unbedingt, es sei denn, in einer winzigen Klitsche. Wenn du ein Examen suchst, dass die Chancen auf solche Stellen signifikant erhöht, mach den WP.

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Nach meinem dualen Studium habe ich im selben Unternehmen 3 Jahre in der Hauptbuchhaltung einer Bank gearbeitet (eher klein mit 6 Mrd Bilanzsumme). Am Ende habe ich mich total gelangweilt. Immer dieselben Checklisten, SAP-Reports runterladen, Monatsendbuchungen machen usw. Kommt sicherlich auf das Unternehmen an, aber ich war total unterfordert.
Der Mix war viele Leute mit Ausbildung und hocharbeiten, aber auch ein paar Studierte und "echte" Bilanzbuchhalter.

antworten
WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Nach meinem dualen Studium habe ich im selben Unternehmen 3 Jahre in der Hauptbuchhaltung einer Bank gearbeitet (eher klein mit 6 Mrd Bilanzsumme). Am Ende habe ich mich total gelangweilt. Immer dieselben Checklisten, SAP-Reports runterladen, Monatsendbuchungen machen usw. Kommt sicherlich auf das Unternehmen an, aber ich war total unterfordert.
Der Mix war viele Leute mit Ausbildung und hocharbeiten, aber auch ein paar Studierte und "echte" Bilanzbuchhalter.

und wo bist du jetzt?

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WiWi Gast

Akademiker in der Buchhaltung?

Controlling bei einem Asset Manager. Vielfältige Aufgaben mit überdurchschnittlicher Bezahlung. In den 6+ Jahren, die ich jetzt hier bin, habe ich mich nie gelangweilt.

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Nach meinem dualen Studium habe ich im selben Unternehmen 3 Jahre in der Hauptbuchhaltung einer Bank gearbeitet (eher klein mit 6 Mrd Bilanzsumme). Am Ende habe ich mich total gelangweilt. Immer dieselben Checklisten, SAP-Reports runterladen, Monatsendbuchungen machen usw. Kommt sicherlich auf das Unternehmen an, aber ich war total unterfordert.
Der Mix war viele Leute mit Ausbildung und hocharbeiten, aber auch ein paar Studierte und "echte" Bilanzbuchhalter.

und wo bist du jetzt?

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