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Berufseinstieg: Wo & WieFamilienunternehmen

Einstieg Family Office

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WiWi Gast

Einstieg Family Office

Könnte jemand diese bisher selten erwähnte Einstiegsvariante erläutern?

  • Wer kommt rein (v.A. als Berufseinstieg)
  • Was ist die Bezahlung und die Entwicklung
  • Wie wird gearbeitet (Zeit, Drive, Mentalität)
  • Wie spannend ist sowas
antworten
WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Musst halt ein familienmensch sein

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marketeer

Re: Einstieg Family Office

Ist ja jetzt Mal eine aussagekräfte Frage...
Willst Du eins gründen oder willste als Consultant oder what ever einsteigen?

Allgemein gehalten:
Wer kommt rein?

  • Der, der ein gutes Netzwerk hat oder einen entsprechenden Stammbaum

Bezahlung?
Kommt drauf an... auf was?
Ja eben auf die Position...

Wie wird gearbeitet?
Wie in jedem anderen Financial Business auch.
Nur eben sehr "Key-Account" resp. Vermögenskunden-Perspektivisch

Wie spannend?
Sind halt Privatpersonen... Entweder die Chemie stimmt oder Sie stimmt nicht..
Wenn Du nicht gut mit Menschen und v.a. mit (Unternehmer-) Familien kannst, dann wirste dich langweilen...

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Zum reinkommen zwingend voraussetzend:

-Einen gewissen Grad an Reife und Lebenserfahrung für Frontaufgaben (ü40 zu gut Deutsch)
-Berufserfahrung und Netzwerk (Private Banking, Finanzplanung oder Tax/Legal)

Direkteinstieg läuft höchstens als Empfangsdame, aus einem ganz einfachen Grund: FO-Kunden haben min. 50-100 mio auf der hohen Kante und sind meist selbst im Rentenalter. Als Berufseinsteiger wirst Du da nur als Säugling mit Bartflaum wahrgenommen und hast nix vorzuweisen; ergo köntest Du dem Kunden niemals auf Augenhöhe begegnen.

Wenn Du wirklich da reinwillst, mach halt die Ochsentour via Bank/Big4/RA-Kanzlei und sei brilliant.

Ich selbst lebe/arbeite in der Schweiz und habe mehrjährige BE im Umfeld von Privatbanken. Habe immer wieder mal mit FO zu tun. Kann (je nach Laden bzw. Klient) sehr spannend und dynamisch oder schnarchlangweilig sein, aber insgesamt sind das die ängstlichsten Menschen die ich kenne. Die kriegen ja auch verdammt viel Kohle dafür, sich um die Kundenvermögen zu fürchten damit das der Klient nicht selbst zu tun braucht...

Im weiteren ist der Begriff "Family Office" nicht geschützt oder bewilligungspflichtig, daher kann sich jeder verlauste Treuhänder so nennen. Einige Banken haben separate Tochtereinheiten, und dann hat's da halt noch eine Vielzahl an Unabhängigen - wobei sich da auch viel Müll in der Szene tummelt.

In DE weiss ich von knapp 15-20 Adressen im Markt, Zürich/Zug/Genf hat ca. 200 Läden, und sonst lern halt Englisch und geh nach LDN oder NYC.

Lohn ist analog zu M&A/MBB; am Anfang gaaanz viel Prestige - bei mässiger Kohle. Ab Direktor/Partner wird es dann richtig lustig.

Gearbeitet wird meist im Sitzen. Wenn Du konkrete Antworten haben willst, frag halt präziser.

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

@marketeer
Danke für deine Antwort. Ich bin jedoch etwas überrascht, dass du dich auch in diesem Bereich auskennst, obwohl es nicht mit deinem Bereich verwandt ist.

Ich finde, die Antwort auf deine erste Frage ist klar. Ich schrieb, "als Berufseinstieg". Und ich weiß nicht, ob die Consultants haben. Ich glaube nicht. Eher Analysts und Associates. Und natürlich Accounting Manager oder so ähnlich. Ich meinte als Analyst.

Niemand hat beim Einstieg einen Stammbaum. Bei den Meisten ist das Netzwerk überschaubar. Ich meinte Profil, Vorwissen, gern gesehene Praktika (Richtung).

Bezahlung für eine Einstiegsposition, wie schon geschrieben.

Versicherung ist ebenfalls Financial Business. Da wird es definitiv anders als in einer Bank, als in IB, als in PE, als in Finance Consulting gearbeitet.

Kein Einsteiger wird mit den Familien direkt arbeiten. Ich meinte wie spannend die Aufgaben sind und wie sie verteilt sind.

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Es ist sicherlich nicht der typische Einstiegssektor; man qualifiziert sich für solche High-End-Nischensektoren durch eine gute Ausbildung anderswo, analog zu z.B. den Big4 im Headhunting, wo man als Absolvent eigentlich auch nicht viel reissen kann und erst ab ca. 10j Berufserfahrung "was geht".

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marketeer

Re: Einstieg Family Office

Lounge Gast schrieb:

@marketeer
Danke für deine Antwort. Ich bin jedoch etwas überrascht,
dass du dich auch in diesem Bereich auskennst, obwohl es
nicht mit deinem Bereich verwandt ist.

Sagen wir so: Ich habe ein gutes und v.a. großes Netzwerk und mach' nebenberuflich für das ein oder andere FO aus Marketingperspektive / betriebswirtschaftlicher Seite was ;-)

Ich finde, die Antwort auf deine erste Frage ist klar. Ich
schrieb, "als Berufseinstieg". Und ich weiß nicht,
ob die Consultants haben. Ich glaube nicht. Eher Analysts und
Associates. Und natürlich Accounting Manager oder so ähnlich.
Ich meinte als Analyst.

Die, die ich kenne sind - wie der Vorposter schrieb - über einschlägige Banken reingekommen oder weil deren Vater eben schon selbst ein FO hat/tte...
Um ehrlich zu sein, 80% der FO-Menschen, die ich kenne haben selbst soviel auf der Seite, dass sie theoretisch nicht arbeiten müssten, sondern von den Kapitalerträgen (v.a. Immos) leben könnten.

Klassischer Einstieg für "Außenstehende":
BWL-Studium mit Schwerpunkt Financial/Taxation mit Werksstudium bei einer Bank mit Schwerpunkt (Private bzw. noch besser Wealth Banking, Investmentbanking). Am besten eine Privatbank, die ein entsprechendes Klientel vorweisen kann.
Dann die üblichen FO-Banken im Lebenslauf vorweisen und sich ein Zielsetzen:
Eigenes FO oder exklusiver "Privatsekretär" eines vermögenden Kunden.

Meist geht's im Alltag um Steueroptimierung, Business-Pläne oder eben "konventionelle" Immobilienprojekte...
In der Regel ist alles sehr diskret, d.h. Du bist der Laufbursche/Sekretär für wohlhabende Menschen.

Niemand hat beim Einstieg einen Stammbaum. Bei den Meisten
ist das Netzwerk überschaubar. Ich meinte Profil, Vorwissen,
gern gesehene Praktika (Richtung).

Einen Stammbaum erhälst Du per Geburt ;-)
Ich komme selbst "nur" aus einem leitenden Angestelltenhaushalt und musste mir alles erarbeiten... Da hat es eben jemand der schon mit einem entsprechenden "Background" (alte Adel/Unternehmer/-Akademiker-Familien) auf die Welt kommt schlicht und ergreifender leichter.
Es gibt auch noch einschlägige FO-Tagungen und -Messen... Da heissts akquirieren ;-)

Bezahlung für eine Einstiegsposition, wie schon geschrieben.

Normale Bankvergütungen... Reicht in der Regel von 36-50k...
Später sind (Bekanntenkreis) Gehälter von 70k-200k (Umgerechnete Selbstständigkeit auf Angestelltenbasis) möglich.

Versicherung ist ebenfalls Financial Business. Da wird es
definitiv anders als in einer Bank, als in IB, als in PE, als
in Finance Consulting gearbeitet.

Versicherung kannst knicken... Die Branche ist kaputt. Wird früher oder später immer mehr durch Online-Beratung abgelöst.
Hier haben dann nur noch "Optimierer" im Sinn von Berater eine Legitimation.

Kein Einsteiger wird mit den Familien direkt arbeiten. Ich
meinte wie spannend die Aufgaben sind und wie sie verteilt
sind.
Siehe oben... :-)
Spannend ist ein variabler Begriff.
Der eine findet Excel-Sheets, Case-Kalkulationen (Was-wäre-wenn...), seitenweise nüchterne Investitionsrechnungen spannend und der andere findet es spannend Marketing- und Vertriebskonzepte zu entwickeln ;-)

Achtung überzeichnet:
Bei FO hast Du keine "Firma" im Hintergrund, die sagt: "Berechnen Sie den Deckungsbeträg oder reduzieren Sie die Kapitalbindung und hedgen Sie!"
Da ist es eher so:
Patron spricht: "Ich habe 1 Mio. Spielgeld. Managen Sie es so, dass es sich vermehrt." Dann heissts laufen, Projekte entwickeln (M&A, Immo, Beteiligungen erwerben) und der Familie vorschlagen.

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Verstehe. Danke!
Ich habe wohl ein verzehrtes Bild von dem Bereich. Ich bin davon ausgegangen, dass solche Firmen viel größere Summen verwalten und eher in Richtung PE gehen. Ich weiß, dass es solche gibt. Mein Fehler war, davon auszugehen, dass das auf alle FOs zutrifft.

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Family Offices verwalten ja nur das Vermögen einer Familie. Das ist in der Steuerberatung, wie wenn du ein großes Mandat hast. Du bist dann sehr eingeschränkt, was den Arbeitgeber betrifft. Auf der anderen Seite dürfte es kaum Entlassungen geben, wenn du einmal in so einem Office angestellt bist.

Die großen Steuerberatungsgesellschaften haben extra Abteilungen für sowas. Die suchen auch Leute, die nur den BWL-Kram machen.

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Häufig existieren auch Kooperationen mit Versicherern Bzw. Versicherungen im gesamten Lebens-/Berufsalltag spielen auch eine Rolle. Dafür gibt es bei den größeren Offices meistens einen Spezialisten. Ist auch kein totes Land. Gerade im Corporate Bereich nach wie vor zu komplex für einfache online Beratung. Und da Family offices meistens dem Allfinanz treu sind (da sie sich sonst oft nicht bewähren), sind Versicherungen auch ein Bestandteil. Je nachdem wo du einsteigst, bist du meistens tatsächlich Teamassistenz. Häufig bereitest du sogar die Portfolioanalysen vor.

Ansonsten steigen viele aus dem Private Banking/WM mit Kundenstamm ein. Daher: als "Absolvent" bei den größeren über Trainee. Bei kleineren eher Assistenz - wenn du Glück hast, kannst du nach einiger Zeit einen Kundenstamm übernehmen. Nichtsdestotrotz: Akquise wird auch im dem High end Bereich immer eine Rolle spielen. Und in diesem Bereich bist

Du trotz Spezialisten in gewisser Weise immer Ansprechpartner für alles. Auch wenn du keine Steuerberatung machen darfst, brauchst du immer die steuerlichen Grundkenntnisse für die Assets, musst bei Finanzierungsfragen (ja, auch dort kommt das vor), Versicherungsfragen und natürlich auch allen fragen um die Vermögensanlage immer grundlegend fit,
Wenn auch nicht für alles Spezialist, sein. Und nicht zuletzt musst du mir verschiedenen Arten von Menschen inklusive den jeweiligen Umgangsformen (teils Ultra gehoben) klarkommen!

Lounge Gast schrieb:

Könnte jemand diese bisher selten erwähnte Einstiegsvariante
erläutern?

  • Wer kommt rein (v.A. als Berufseinstieg)
  • Was ist die Bezahlung und die Entwicklung
  • Wie wird gearbeitet (Zeit, Drive, Mentalität)
  • Wie spannend ist sowas
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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Zusätzlich noch: Einstieg ist meistens zwischen 50-60k und läuft bis auf paar Ausnahmen als Absolvent häufig über klassisches Wealth Management. Tatsächlich gibt es offices, die mehrere Milliarden im Rahmen der Vermögensverwaltung managen. Als Senior ist eigentlich >100 immer drin. Bin
auch wie einer der Vorposter der Meinung, dass wenn der Return im Schnitt passt, die Arbeit sicher ist und auch noch ewig so existieren wird. Allerdings hängt dort alles vom Kundenstamm ab. Ohne den bist du nichts und wenn du deinen einmal verlierst, ist die jobsuche (je nach Level) in dem Bereich so gut wie Chancenlos! Meine damalige Zeit im WM hat Spaß gemacht und die insights ins FO waren auch sehr spannend! Für Leute, die quasi "gehobenen Vertrieb" Bzw die Betreuung solcher Menschen mögen und allgemein kommunikativ sind,
Ist das neben dem institutional sales nen geiler Beruf!

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WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Der Schweizer nochmals. Finde es krass wieviel Halbwissen hier ins Forum reingedrückt wird.

Ein FO ist ein Hybrid aus Vermögensverwaltung und Privatsekretariat. Punkt.
Der Kunde kriegt alles aus einer Hand und hat nur einen Berater (sowie 1-2 Stellvertreter), die er in sämtlichen Belangen kontaktieren kann. Abgerechnet wird i.d.R. auf fixer Honorarbasis.

Grundsätzlich gibt es 2 Arten von FO, single und multi. SingleFO kümmern sich um die Belange einer einzelnen Familie (das können aber auch weit verzeiwgte Grossfamilien sein) , die Assets liegen hier meist im Bereich von mehreren hundert Mio bis in die Milliarden. Dabei findet die wohl umfassendste Betreuung statt.

Im Vordergrund steht klassische Vermögensverwaltung in gängigen Anlagen. Daneben gibt es auch welche, die richtig gross in alternative Werte wie HF/PE investieren. Je nach Klient sind aber auch Kunstsammlungen oder z.B. Weingüter vorhanden die konsolidert werden müssen. Andere Familien sind auf dem Papier steinreich, verfügen aber "nur" über Immobilienbesitz oder eine Firmenbeteiligung. Hier muss der Cash-Flow exakt gesteuert werden, um mit der vorhandenen Liquidität über die Runden zu kommen. Klamme Reiche halt, hehe...

Daneben werden diverse Serviceleistungen erbracht:
z. Bsp. Familienvater ist US-Bürger, seine Frau Spanierin, den Sommer über ist man in Florida, die restlichen 8-9 Monate in diversen Zweitwohnsitzen (Kreta, Ibiza, St.Moritz, Gstaad) und auf der Yacht. Die Tochter ist in der Schweiz im Internat und der Sohn studiert in Oxford.

Steuer- und Versicherungsfragen sind hier etwas komplexer zu lösen als bei Familie Schmidt mit Hund aus Bielefeld.

Weiter werden sämtliche Zahlungen (von Stromrechnung bis zu Golfclubmitgliedschaft) abgewickelt, Personalfragen geklärt (Privatkoch, Nanny, etc) und eben Ausbildungsfragen und Karrierewege beim Nachwuchs geplant.
Auch delikate Angelegenheiten (der Sohnemann hat ne Stripperin geschwängert oder nem Discogast nen Zahn ausgechlagen? Die Tochter is magersüchtig oder muss in den Entzug?) werden diskret ausgebügelt.

Bei MultiFO werden mehrere Klientenfamilien vom gleichen Team betreut. Die Assets liegen hier i.d.R tiefer (min. sind die früher erwähnten 50) und der Nutzen liegt hier in der Bündelung von Synergien (Banken bieten logischerweise nur MultiFO). Die Leistungen im Service decken weitgehend die gleichen Bereiche ab, gehen jedoch meist weniger tief als im SingleFO.

Dass der Patron wg 1 Mio "Spielgeld" vorbeikommt, ist eher unwahrscheinlich. Strategien werden vorab über Generationen hinweg geregelt, und auf regelmässiger Basis 2-4 Mal pro Jahr überprüft und adjustiert. Oberstes Ziel ist der Erhalt des Vermögens, die laufenden Aufwendungen werden durch abfallende Erträge gedeckt.

Aqkuise ist eher schwieriger als im Private Banking. FO wechselt sich schwerer als ein Konto oder eine Kreditkarte, Beziehungen wachsen über Jahre. Da extreme Spezialisierung in der Natur der Sache liegt, wird da auch nur bei ganz krassen Gründen/Verfehlungen gewechselt. MultiFO kriegen meist neue Kunden über Empfehlungen von bestehenden Klienten, beim SinleFO sind Neukunden obsolet; naheliegenderweise.

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marketeer

Re: Einstieg Family Office

Lounge Gast schrieb:

Der Schweizer nochmals. Finde es krass wieviel Halbwissen
hier ins Forum reingedrückt wird.

Falls sich das auf mich beziehn sollte... bei mir spiegelt es meine tatsächlich erlebte Erfahrung wieder, sonst würde ich schweigen... Ob Multi- oder Single, von dem Wiki-Grundwissen bin ich ausgegangen, dass der TE sich das bereits angeeignet hat.
However: No offence at all.

Dass der Patron wg 1 Mio "Spielgeld" vorbeikommt,
ist eher unwahrscheinlich. Strategien werden vorab über
Generationen hinweg geregelt, und auf regelmässiger Basis 2-4
Mal pro Jahr überprüft und adjustiert. Oberstes Ziel ist der
Erhalt des Vermögens, die laufenden Aufwendungen werden durch
abfallende Erträge gedeckt.

Hier stell' ich eben selbst fest, dass - die mir bekannten - FOs in den letzten Jahren neue Wege gehen. Klar, lässt sich das nicht verallgemeinern, jedoch ist das meine Erfahrung.

Neue Immoprojekte werfen nicht mehr die Rendite(n) wie vor 10-20 Jahren ab und ich habe oft Anfragen von "befreundeten" FOs, die sich für Start-Ups mit digitalem Fokus interessieren.
(Anmerkung: Ich arbeite nicht mit den Familien zusammen, sondern mit deren Beratern in FOs und hier wird auch mal "Spielgeld" locker gemacht, um z.B. ein bestimmtes Unternehmen und dessen Produkte/Dienstleistungen zu vermarkten...)

Ansonsten unterschreibe ich deine Beiträge zu 100%.

antworten
WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Hier der TE. Danke, Schweizer, für die differenzierte Beschreibung!

Könntest du noch mal auf folgende Fragen eingehen, bezogen auf SingleFO?

  1. Wer kommt rein (v.A. als Berufseinstieg)?
  2. Was ist die Bezahlung und die Entwicklung?
  3. Wie wird gearbeitet (Zeit, Drive, Mentalität)?

Du schreibst,

Der Kunde kriegt alles aus einer Hand und hat nur einen Berater (sowie 1-2 Stellvertreter), die er in sämtlichen Belangen kontaktieren kann.
Dieser Berater ist ja nur für den Kunden die eierlegende Wollmilchsau, hinter ihm steht ja, schätze ich, ein ganzes Team an Fachleuten (Steuer, Investment, etc.). Die Dynamik TeamBerater und innerhalb des Teams wäre für die Frage 3 interessant. Auch die Arbeitszeiten bzw. Erreichbarkeit unterscheidet sich ja vermultlich, zwischen dem "front office" und dem Team.

antworten
WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

1 und 2 hab ich in meinem ersten Post beschrieben. Über die Bezahlung weiss ich nicht im Detail Bescheid, aber (in der CH) handelt sich im weitesten Sinne um Bankgehälter. Möglich, dass auf Stufe Sachbearbeiter (z.B. in der Buchhaltung) noch eine 10-15% Prämie dazukommt. Benefits und Sozialleistungen sind meist überdurchschnittlich.

Karriereentwicklung in dem Sinne gibt es nicht gross, da die Teams sehr klein sind und die Hierarchien entsprechend flach. Wenn Du als Buchhalter anfängst und die Zahlungen für die Familien abwickelst, wirst Du nicht nach 7 Jahren auf einmal befördert und kümmerst Dich dann um Investments. Soweit logisch, oder?

Ich kann mich hier nur selbst zitieren:
" Wenn Du wirklich da reinwillst, mach halt die Ochsentour via Bank/Big4/RA-Kanzlei und sei brilliant. "

Sieh es mal so:
Es gibt weniger FO als HF, und um in einen Fund reinzukommen musst Du bei Bank/AM zu den Besten gehören. Bei einer statistischen Normalverteilung musst Du also die Kids die zu nem HF wollen überflügeln. Ganz einfach ist das.

Im Team läuft es so, dass der Berater die Schnittstelle zum Kunden bildet, und je nach Kundenprofil (Unternehmer, Aktionär einer Börsenkotierten Firma, Immobilienmogul, oder "nur" Erbe mit viel Cash) entsprechendes Hintergrundwissen mitbringt. Alle anderen sind in zuarbeitender Funktion tätig. Im Bereich Investments ist es möglich, dass man auch mal dem Klient einen Vorschlag unterbreitet und erläutert, aber als Buchhalter oder Assistent der die Reisen bucht findet da keine Interaktion statt.

Gearbeitet wird zu Bürozeiten, wobei die Berater mobil 7/24 erreichbar sind. Das hat nix mit Allüren zu tun, aber wenn der Kunde in NY oder HK weilt, dann wirst Du halt geweckt, nicht er. Ein seriöser Klient wird nicht wegen Kleinigkeiten in der Nacht rumklingeln, aber Du wirst dafür bezahlt dass er es kann, wenn es nötig sein sollte.

Mentalität/Drive ist vom Klienten abhängig. Von konservativen Fixed Income- und Immobilieninvestor bis zu aggresivsten Startup/PE ist alles dabei. Hier gibt es keine generelle Beschreibung.
Die Teamgrösse ist von der Komplexität und Lebensumständen des Klienten abhängig. Multinationale Familien mit mehreren Wohnsitzen brauchen hier mehr Betreuung als "Monokulturen". Kleinere FO's kaufen externe Expertise ein, grössere erledigen alles inhouse.

Wer auch immer behauptet hat, man könne da nicht rausfliegen, hat entweder keine Ahnung oder einen vorzüglichen Humor. Wenn ein Milliardär nicht will, dass man an seinem Sparschwein sitzt...

Grüsse aus der Schweiz.

antworten
WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Es gibt weniger FO als HF, und um in einen Fund reinzukommen musst Du bei Bank/AM zu den Besten gehören. Bei einer statistischen Normalverteilung musst Du also die Kids die zu nem HF wollen überflügeln. Ganz einfach ist das.

Nein, das ist so nicht richtig. Wie du selbst schon beschrieben hast unterscheidet sich die Arbeit und Karrierechancen bei FO und HF stark. Es gibt auch keine FOs, die mit den guten HFs mithalten können, was die Bezahlung der exekutiven Positionen angeht. Die besten "Kids" wollen daher gar nicht in die FOs. Wie du schon sagst, ist das eher eine Exitmöglichkeit für die Private Banker und Wealth Manager. Die wiederum haben in der Regel keine Chance bei einem HF zu landen.
Das mit der Verteilung macht auch keinen Sinn. Äpfel sind schließlich keine Birnen.

antworten
WiWi Gast

Re: Einstieg Family Office

Ich habe nicht behauptet, dass man im Family Office nicht rausfliegen kann. Es gibt bei so einem kleinen Team aber nicht die typischen Dynamiken wie bei anderen Arbeitgebern in der freien Wirtschaft. Es wird also nicht umstrukturiert, verlagert etc. Wahrscheinlich quetscht man im Family Office auch nicht das Letzte aus den Mitarbeitern raus. Macht man seine Arbeit ordentlich, kann man den Job sehr lange machen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch nicht den klassischen Karriereweg. Einmal dort Buchhalter, immer der Buchhalter, wie schon ein anderer geschrieben hat.

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