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AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Hi Jungs und Mädels,

nachdem ich das AMA von uns' Kevin - und einige seiner coolen YT Vids - gesehen hatte, wollte ich in Form einer Qualitätsoffensive nachlegen.

Bis zum Jahresende biete ich mich für ein brutal-ehrliches AMA an. Keine Fragen sind tabu, ich behalte mir lediglich die Möglichkeit vor, Fragen gar nicht bzw. nur teilweise zu beantworten, die zu meiner Identifizierung führen könnten.

Expertentum? Gehalt? Neugeschäft generieren? Leistungssteigerung? WLB? Extremsport neben der Arbeit? Eine gesunde Ehe aufrechterhalten? Als Mann fit bleiben? Luxus? Bedeutung von Elite-Unis? - all's fair game.

Kurz zu mir:

  • Ich gehe stramm auf die 40 zu, habe Informatik studiert und bin vor ca. 6 Jahren als Experienced Hire ins Management einer Boutique gewechselt, die in bestimmten Funktionsbereichen und Branchen auf Augenhöhe mit MBB und BIG4 agiert.
  • Ich bin kürzlich wider Erwarten zum Partner nominiert worden - nachdem ich eigentlich damit abgeschlossen hatte, bei diesem AG jemals Partner zu werden.
  • Ich gehöre in meinem Funktionsbereich zum Besten, was der Deutsche Berater- und Expertenmarkt zu bieten hat.

Ask away.

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Unternehmensberater schrieb am 23.12.2018:

Hi Jungs und Mädels,

nachdem ich das AMA von uns' Kevin - und einige seiner coolen YT Vids - gesehen hatte, wollte ich in Form einer Qualitätsoffensive nachlegen.

Bis zum Jahresende biete ich mich für ein brutal-ehrliches AMA an. Keine Fragen sind tabu, ich behalte mir lediglich die Möglichkeit vor, Fragen gar nicht bzw. nur teilweise zu beantworten, die zu meiner Identifizierung führen könnten.

Expertentum? Gehalt? Neugeschäft generieren? Leistungssteigerung? WLB? Extremsport neben der Arbeit? Eine gesunde Ehe aufrechterhalten? Als Mann fit bleiben? Luxus? Bedeutung von Elite-Unis? - all's fair game.

Kurz zu mir:

  • Ich gehe stramm auf die 40 zu, habe Informatik studiert und bin vor ca. 6 Jahren als Experienced Hire ins Management einer Boutique gewechselt, die in bestimmten Funktionsbereichen und Branchen auf Augenhöhe mit MBB und BIG4 agiert.
  • Ich bin kürzlich wider Erwarten zum Partner nominiert worden - nachdem ich eigentlich damit abgeschlossen hatte, bei diesem AG jemals Partner zu werden.
  • Ich gehöre in meinem Funktionsbereich zum Besten, was der Deutsche Berater- und Expertenmarkt zu bieten hat.

Ask away.

Erstmal Glückwunsch! ;)
Verfolge hin und wieder deine Threads, aufgrund der Thematik (studiere selber WIFO). Ich befinde mich in den früheren Semestern und wollte dich fragen, wie wichtig ist Programmieren bzw. wie wichtig sind Noten, um in bspw. so einer Boutique wie in deiner tätig zu werden? Worauf würdest du bei neuen Mitarbeitern achten? Und wenn man IT-Strategie spannend findet, sollte man sich eher (ich nehme an wie du) über die Bottom-Up Schiene der IT herantasten (SW-Entwicklung etc....) oder geht da direkt was (auch welche Praktika wären hilfreich?).

Danke im Voraus!

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Gehalt?

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

SW-Entwicklungs-Kenntnisse sind wichtig, lassen sich aber im Rahmen eines üblichen Studiums ohne nebenberufliches Engagement nicht repräsentativ entwickeln.

In meinem Funktionsbereich - nennen wir ihn der Einfachheit halber "ganzheitliches CIO Adivosry" - kannst Du als direkter Berufseinsteiger mit der reinen Theorie aus dem Studium relativ wenig beitragen - außer PMO, das jeder Mensch mit halbwegs gesundem Menschenverstand drauf haben sollte.

Das liegt u. a. daran, dass in meinem Funktionsbereich bereits auf unterstem Level mehrere Skills auf gutem Niveau kombiniert werden müssen, z. B.: Business-Analyse <-> Technologie-Knowhow, Projektmanagement (auch bei Non-PM-Rolle), hohe Kommunikations- und Problemlösungskompetenz.

Da viele IT-Strategie-Projekte im Kern etwas mit Changes auf Anwendungsebene zu tun haben - mal aus Richtung IT-Organisation, mal aus Richtung Prozessmanagement, Mal aus Richtung eines umfassenden Change-Programms, das kaum etwas unberührt lässt - ist es gut, möglichst viel Knowhow - idealerweise hands-on - zum Thema Application Lifecycle Management mitzubringen. Das ermöglicht Dir i.d.R. ein schnelles Erfassen der Kernherausforderung(en) sowie Kommunikationskompetenz ggü. den wichtigsten Stakeholdern.

Bedenkt man, dass in Zukunft IT-Skills immer mehr mit Fachdisziplinen verschmelzen werden - siehe z. B. Data Science - und somit "Computer Literacy" für den Mainstream immer wichtiger wird, wäre es nicht verkehrt, dass Du zumindest mal eine kleine Anwendung entwickelst. Idealerweise etwas, das Dir einen Mehrwert im Alltag bringt. Und dass andere Systeme anspricht (Schnittstellen). Je mehr Du also über die typischen Herausforderungen eines Softwareentwicklungsprojekts im Changemanagement-Kontext erfährst, desto besser.

Deine Noten müssen nicht perfekt sein - der gute Zweierbereich sollte derzeit im Schnitt genügen, solange Du es nicht auf Tier1/2-Beratungen abgesehen hast. Und selbst die können derzeit nicht so wählerisch sein, da derzeit alle UBs ein Delivery-Problem im IT-Strategie-Bereich haben.

Ich rate Dir zur Bottom-Up-Schiene, allerdings nicht zwingend nach meinem Modell. Ich hatte ursprünglich nicht vor, in die UB zu gehen und habe mich während meiner Karriere einige Male neu ausgerichtet. Ich hatte insofern Glück, als dass ich von Anfang an ein großes Interesse an der Business-Seite hatte. Und in meinem Gebiet sehr früh zu einem Experten wurde. Die Bottom-Up-Schiene halte ich dennoch für den besseren Weg, da zum einen die aktuellen IT-Management-Studiengänge für den Arsch sind. Und zum anderen die Evolution vom Programmierer, zum Softwareentwickler zum Projektleiter / IT-Manager der natürliche Lauf der Dinge ist. Anders kommt man weder zu einem ausreichenden Business-IT-Skillset, noch zu Credibility allen typischen Stakeholdern im CIO Advisory-Bereich gegenüber.

Bei neuen Mitarbeitern achte ich kategorisch auf 2-3 Jahre einschlägiger Erfahrung in der SW-Entwicklung, allerdings schon mit erster Erfahrung auf Business-Seite (z. B. Softwareentwickler -> Product Owner/Business-Analyst/PM). Oder ein Softwareentwickler, der neue ALM-Prozesse eingeführt hat (z. B. von V-Modell XT auf Scrum), idealerweise nachhaltig und beweisführend auf Basis sinnvoll ausgewählter KPIs.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Unternehmensberater schrieb am 23.12.2018:

Erstmal Glückwunsch! ;)
Verfolge hin und wieder deine Threads, aufgrund der Thematik (studiere selber WIFO). Ich befinde mich in den früheren Semestern und wollte dich fragen, wie wichtig ist Programmieren bzw. wie wichtig sind Noten, um in bspw. so einer Boutique wie in deiner tätig zu werden? Worauf würdest du bei neuen Mitarbeitern achten? Und wenn man IT-Strategie spannend findet, sollte man sich eher (ich nehme an wie du) über die Bottom-Up Schiene der IT herantasten (SW-Entwicklung etc....) oder geht da direkt was (auch welche Praktika wären hilfreich?).

Danke im Voraus!

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Gehalt?

Als Senior Manager knapp 200 TEUR, inkl. Gesellschaftsanteile.

Als Partner all-in über 250 TEUR, mit einem deutlich höheren Fixum. Das gilt für mein erstes Partner-Jahr, also 2019. Ceiling soll bei ca. 500 TEUR all-in liegen für die seniorigsten Partner.

Bedenke auch, dass ich mich als Equity-Partner einkaufen musste mit über 75 TEUR.

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Eventuell in den nächsten Jahren Wechsel zu einer der BIG4 geplant, in Bezug auf evtl. höheres Partner-Gehalt?

antworten
WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

In welcher Boutique arbeitest du? ;-)

Mir fällt spontan meine ein, die so einen starken Fokus auf IT-(Strategie) hat, oder würdest du Accenture Strategy und Capgemini Invent als Boutiquen bezeichnen?

antworten
WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Hi,

erst mal tollen Einblick! Danke dafür. Ich stehe gerade kurz vor meinem Berufseinstieg und will genau in den Bereich (CIO Advisory). Kann man irgendwie mit dir Kontakt aufnehmen?

Viele Grüße
C

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Welchen Berufseinstieg rätst du einem baldigen Absolventes eines WINF Masters mit Vertiefung Business Intelligence & Analytics?

Ziel ist gutes Gehalt und rascher Aufstieg sowie Sicherheit in der Zukunft. Noten bei ca 1,9. Angestrebter Bereich: Alles was mit Big Data zu tun hat. (aber keine reine Data Science)

BIG 4 Tech Consulting? IBM? Accenture? SAP?

Grüße

antworten
WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Hi,

erst mal tollen Einblick! Danke dafür. Ich stehe gerade kurz vor meinem Berufseinstieg und will genau in den Bereich (CIO Advisory). Kann man irgendwie mit dir Kontakt aufnehmen?

Viele Grüße
C

Du kannst Mitglieder hier per Private Message kontaktieren. Das Anlegen eines Profils ist schnell gemacht.

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Danke für das AMA-Angebot.

Mich interessiert bzw. habe noch nicht ganz verstanden: Womit verdient ihr Geld? Was macht ihr konkret? Eigene Software entwickeln oder fancy data analytics ist es ja glaube ich nicht?

Anschlussfrage: Macht das einem Informatiker SPASS (und was daran?)?

gez. 32, prom. Informatiker, autonomous driving developer

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Wo hast du studiert? Falls das zu spezifisch ist, bzw. deine Identität preisgeben könnte, sag am besten TU/Nicht-TU bzw. Top N in Wiwo

Wie wichtig war der Name der Uni?

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

mit wieviel Geld musstest du dich einkaufen? Wieviele Anteile hältst du?

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Er hat doch schon geschrieben, dass es 75k waren.

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

mit wieviel Geld musstest du dich einkaufen? Wieviele Anteile hältst du?

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

war aber ne kurze Fragerunde

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Eventuell in den nächsten Jahren Wechsel zu einer der BIG4 geplant, in Bezug auf evtl. höheres Partner-Gehalt?

Einen Wechsel ist definitiv geplant, ob aber zu einer anderen UB oder Gründung einer eigenen Boutique ist noch unklar. Ab dieser Einkommensstufe lege ich deutlich mehr Wert auf Freiheiten.

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Es gibt viele Boutiquen mit IT-Strategie-Fokus - mit unterschiedlichem Erfolg und verschiedenen Mikro-Foki (z. B. ausschließlich auf IT-Organisation spezialisiert - was übrigens ein großer Nachteil ist, da größere Beauftragungen sowie eine Menge an X-Selling-Potenzial gar nicht erst zustandekommen).

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

In welcher Boutique arbeitest du? ;-)

Mir fällt spontan meine ein, die so einen starken Fokus auf IT-(Strategie) hat, oder würdest du Accenture Strategy und Capgemini Invent als Boutiquen bezeichnen?

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Die Fragen, die Du hast, kannst Du mir gerne hier öffentlich oder aber per PN stellen.
Da Du selbst sagtest, dass Du gerade kurz vor Deinem Berufseinstieg stehst, bringst Du noch nicht genügend Erfahrung mit, um ggfs. bei mir einzusteigen. Ich gebe Dir aber gerne Tipps und berate Dich bei Deinem Einstieg. Also: ask away.

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Hi,

erst mal tollen Einblick! Danke dafür. Ich stehe gerade kurz vor meinem Berufseinstieg und will genau in den Bereich (CIO Advisory). Kann man irgendwie mit dir Kontakt aufnehmen?

Viele Grüße
C

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Deine Vorgaben (Big Data + "keine reine Data Science" + Studienvertiefung BI & A) geben einiges her. Mögliche Profilierungsschwerpunkte könnten sein:

a) Datenauswertungs-Seite oder Datenbereitstellungs-Seite, sprich: interessiert es Dich mehr, welche Business-Insights ein Data Lake bereitstellen kann oder bist Du mehr an der Konzeption und dem Aufbau eines Data Lake in einem Unternehmen interessiert?

b) Interessierst Du Dich mehr für API Economy oder für Prozessintegration oder für Systemintegration?

c) Wie hältst Du es mit Enterprise Architecture Management (EAM)?

Das Spektrum des Business-It-Alignment ist mit Deinen Schwerpunkten recht breit und lässt einiges zu vom Data Architect bis zum Analysten. Ich persönlich würde mich immer näher im Bereich Architecture aufhalten, allerdings mit hoher Business-Affinität. Architecture ist extrem anspruchsvoll, vielseitig, wird immer gebraucht werden (in irgendeiner Form), wird sehr gut bezahlt und ermöglicht Dir vor allem mit EAM-Ausprägung, in alle Unternehmensbereiche und -Funktionen vorzudringen.

Falls Du zu BIG4 gehen solltest, empfehle ich Dir Deloitte. Die haben recht früh ihr Stellen- und Offerings-Portfolio recht ganzheitlich an Digitalisierung angepasst.

Wichtig ist aber, dass Du hands-on eine Tech-Disziplin gut beherrschen lernst.

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Welchen Berufseinstieg rätst du einem baldigen Absolventes eines WINF Masters mit Vertiefung Business Intelligence & Analytics?

Ziel ist gutes Gehalt und rascher Aufstieg sowie Sicherheit in der Zukunft. Noten bei ca 1,9. Angestrebter Bereich: Alles was mit Big Data zu tun hat. (aber keine reine Data Science)

BIG 4 Tech Consulting? IBM? Accenture? SAP?

Grüße

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Hey, finde ich klasse, dass du das AMA machst. Erstmal vielen Dank dafür.
Ich wollte fragen, ob du Beratungen für ein Praktikum oder auch Einstieg im Bereich IT-Strategie empfehlen kannst? Da IT-Consulting ja so ziemlich alles umfassen kann, fände ich deine Meinung dazu sehr hilfreich.

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Eine sehr schöne Fragestellung!

Fangen wir mit Motivation und Basis-Skill-Set an:
Zumindest in meinem Bereich, den ich als Ideal-Ausprägung bewerte - im Vergleich zu anderen CIO Advisory-Ausprägungen, die kein ganzheitliches Informatik-Fundament mitbringen und daher extrem eingeschränkt sind, wie z. B. die reinen IT-Organisationsberatungen - kommen alle mit mindestens einem Bachelor in Informatik daher, meist auch mit einem Master. Die Schwerpunkte sind unterschiedlich (Dependable Distributed Systems, AI/ML, 3D Graphics, Embedded Systems), aber alle können gut Software entwickeln und wollen durch Beiträge in Industrieprojekten, Forschung und Fachjournalen die Erfolgsquote von Softwareprojekten durch angepasste Managementinstrumente steigern.

Ich komme ursprünglich aus der industrienahen Forschung, wo ich Anfang bis Mitte der 2000er dazu beigetragen habe, die technologischen Grundlagen für das heutige IoT zu legen.

"Softwareprojekt" ist dabei sehr weit gefasst zu verstehen, der typische Auslöser für unsere Beauftragung ist, dass der Klient ein Problem bzw. eine Vision hat, das/die irgendwie mit Software zusammenhängt. Natürlich hängt an der Software - nennen wir es besser Anwendung - aus Nutzersicht die Fachseite. Die Anwendung - bzw. Anwendungslandschaft wird von der IT-Organisation getragen. Die IT-Organisation ist wiederum - wie die meisten Suborganisationen eines Unternehmens - ein Mikrokosmos für sich. Es gibt die Anwendungsverantwortung, was letztlich auch Fachverantwortung bedeutet. Und die Hardwareverantwortung. Das Ganze - also Geschäftsprozesse, IT-Prozesse und die Gesamtorganisation bildet ein komplexes System, das auch noch durch verschiedene Partner (Zulieferer, Dienstleister, Kunden) eine vertraglich-rechtliche Dimension hat.

Möchte der Kunde nun eine groß angelegte Vision umsetzen (z. B. Vertriebsmannschaft auf 10 % reduzieren mittels Etablierung von Omni-Channel-Marketing), so geht das nur durch IT. Genauer gesagt durch eine IT-Strategie. Hierbei führen viele Wege nach Rom. Und genau da kommen wir ins Spiel.

Anhand der Unternehmensstrategie entwickeln wir eine IT-Strategie, die das ganze Abhängigkeitsnetz aus Fachlichkeit, Technologie und Organisation nachhaltig berücksichtigt. Eine IT-Strategie wird aber nicht einfach aus dem Bauch heraus entwickelt. Und durch Methoden des Komplexitätsmanagement werden die Auswirkungen einzelner IT-Strategieteile auf das gesamte Unternehmens-Ökosystem ermittelt. Und bewertet.

Anders als früher legt man solche IT-Strategien natürlich nicht mehr auf 5 Jahre an. Es werden zum Management der Ungewissheiten bestimmte Methoden der Systemtheorie eingesetzt. Und natürlich ist das alles keine wissenschaftliche Übung, sondern es muss recht schnell klar sein, was fruchtbar sein könnte und was nicht. Auch geht sowas häufig mit einer Reorgnisation daher, schließlich sind in vielen Bereichen X-Functionality unabdingbar. Sowas kann aber nicht einfach adhoc von heute auf morgen ausgerollt werden. Jedes Unternehmen hat bzgl. bestimmter Kriterien einen Reifegrad. Und dann gibt es da noch Emotionen. Klassisches Change Management, also, erschwert um die entsprechenden Digitalisierungsanforderungen.

Was wir also machen ist neben der kontinuierlichen Entwicklung und Validierung der IT-Strategie, auch deren Umsetzung zu organisieren und zu steuern und an den richtigen Stellen durch diverse Methoden (EAM, Coaching, Schulungen, Prototyping/PoCs, Leuchtturmprojekte, Centers of Excellence) die Erfolgschancen zu maximieren. Dazu brauchen wir einen Maßgeschneiderten Methoden- und Werkzeugkoffer aus dem klassischen Berater-Skill-Set, Projekt-und Programmmanagement-Kompetenz und vor allem eine Menge Technologiekompetenz. Am Ende des Tages ist es der Anspruch, dass ich - und meine Mitarbeiter - auch selbst noch Software entwickeln können. Nur dass wir dazu zu teuer sind. Aber das Troubleshooting muss auf Ebene CIO ebenso möglich sein, wie auf Ebene der reinen Softwareentwicklung. Oder dem Lifecycle Management. Oder der IT-Organisationsentwicklung.

Ob das Spaß macht? Absolut. Ein System derartiger Komplexität zum Erfolg zu führen macht mir persönlich mehr Sßaß, als eine tolle Anwendung oder ein cooles Tool zu entwickeln. Zumal mir die Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen Freude macht. Und meine MA und ich ordentlich etwas bewegen können. Wenn zusätzlich davon in den Medien berichtet wird (z. B. Public oder Finance), ist das die cherry on top.

Z. B. einem Unternehmen den Arsch zu retten und es wieder konkurrenzfähig zu machen, indem die Releasefrequenz seiner kundenzentrierten Anwendungen um den Faktor 10 erhöht wurde, ist schon geil. Dazu noch Alt-Systeme maßgeblich von kritischen Neu-Systemen entkoppelt, nachvollziehbare und nachhaltige Make/Buy-Entscheidungen herbeigeführt. Und insgesamt durch Einführung von Open-Source-Management die Einführung von Open-Source-basierenden Lösungen ermöglicht und vernünftigem Wissensmanagement die eigene Supportfähigkeit des Unternehmens für seine nun günstigere, sicherere und flexiblere Anwendungslandschaft realisiert. Und letztlich durch vertikale Komponentisierung nicht nur die unterschiedlichen Geschäftskompetenzen schön voneinander isoliert, sondern auch unterschiedlich voneinander skalierbar gemacht (z. B. den Geschäftsbereich E-Commerce für die Cyber Week).

Das Ganze natürlich nicht von heute auf morgen. Aber über eine sinnvoll entwickelte Roadmap alles realisiert. Wenn letztlich noch CEO und CIO einem dafür danken, aber auch die Grunts aus der IT und sogar die Fachseite, dann weißt Du, dass Du Dir den krassen Tagessatz wirklich verdient hast.

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Danke für das AMA-Angebot.

Mich interessiert bzw. habe noch nicht ganz verstanden: Womit verdient ihr Geld? Was macht ihr konkret? Eigene Software entwickeln oder fancy data analytics ist es ja glaube ich nicht?

Anschlussfrage: Macht das einem Informatiker SPASS (und was daran?)?

gez. 32, prom. Informatiker, autonomous driving developer

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Weder an einer Target School, noch an einer Elite-Uni.

Der Name der Uni spielte in meiner Karriere nur einmal eine Rolle: als ich eine Promotionsstelle an einer Elite-Uni gesucht hatte. Dort wurde ich nicht genommen. An anderen Unis (Non-Elite) wurde ich akzeptiert.

Letztlich widerte mich aber Academia an, so dass ich mich gegen eine Promotion entschieden hatte. Im Nachhinein bewerte ich meine Entscheidung für mich als richtig, da ich nun wesentlich mehr einschlägige Berufserfahrung als Experte sammeln konnte, veröffentlichter Autor (Wissenschaftsjournale, Fachzeitschriften und Bücher) bin. Und sogar an mindestens einer Hochschule (nicht Uni) trotz fehlender Promotion als W2-Professor anfangen könnte.

WiWi Gast schrieb am 27.12.2018:

Wo hast du studiert? Falls das zu spezifisch ist, bzw. deine Identität preisgeben könnte, sag am besten TU/Nicht-TU bzw. Top N in Wiwo

Wie wichtig war der Name der Uni?

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Bisher habe ich alle Fragen beantwortet. Bis zum neuen Jahr beantworte ich gerne weitere.

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

war aber ne kurze Fragerunde

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Wie gibst du dein stattliches Gehalt aus? Autos/Häuser/Familie etc.?

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Danke für dein Engagement.
Mich würde interessieren, Was du aus deiner Brille räts als zukünftige Entwicklung für BWLer mit tiefen Finance/Accounting und dazugehörigen Prozesskenntnissen. Bin auch SAP FI zertifiziert, kenne mich aber auch sehr gut mit IFRS und HGB aus. Habe auch schon einige Dinge in Richtung PMO gemacht, zB Scrum Master. Wo siehst du einen guten Business case / eine gute Platzierung, um den Fokus stärker auf IT Themen zu lenken? Bin in Sachen Programmierung leider noch relativ blank. Wäre EAM etwas? Suche aber noch nach soliden Ideen zur Weiterbildung (nebenberuflich). Arbeit bei einer Big4 als Manager, möchte allerdings etwas querdenken. Danke vorab!

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Vielen Dank für das AMA!
Dein Bereich klingt tatsächlich sehr interessant und deckt sich - wenn auch viel konzentrierter - mit meinen Erfahrungen bzgl. Skillset. Insbesondere das Technologieverständnis wird aus meiner Sicht bei sehr vielen unterschätzt - das scheint bei euch anders zu sein.
Habt ihr einen Branchenfokus oder ist die Methodik so allgemein bzw. abstrakt, dass ein Fokus nicht notwendig ist?

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Hey, finde ich klasse, dass du das AMA machst. Erstmal vielen Dank dafür.
Ich wollte fragen, ob du Beratungen für ein Praktikum oder auch Einstieg im Bereich IT-Strategie empfehlen kannst? Da IT-Consulting ja so ziemlich alles umfassen kann, fände ich deine Meinung dazu sehr hilfreich.

Das kommt in erster Linie darauf an, was Du gerne machen möchtest.
Wie Du erkannt hast, ist IT-Consulting ein Deckmantel für eine ganze Menge Dinge.

Hier eine kleine Differenzierung:

  • a) Es gibt Sachbearbeiter (lies': Tester und Testmanager).
  • b) Es gibt die Implementierer bzw. Lösungsdienstleister.
  • c) Es gibt Konzepter, Dienstleistungssteuerer, Prozessoptimierer und Anforderungsmanager.
  • d) Es gibt IT-Strategen, Unternehmensarchitekten, Programmanager sowie Beschaffungsexperten und Vertragsmanager / IT-Rechtler - also CIO Advisory.

Falls Du wirklich IT-Strategie machen willst, aber keine einschlägigen relevanten Vorkenntnisse mitbringst, ist ein Praktikum im PMO eines IT-Strategie-Beratung nicht verkehrt. PMO klingt zwar unglamorös, allerdings laufen dort eine Menge wichtiger Kommunikationsfäden zusammen. Diese könnten Dir dabei helfen, einen belastbaren Eindruck von IT-Strategie-Projekten zu erhalten.

Ich rate Dir entweder zu Nischen-Boutiquen oder zu den großen Beratungshäusern. Ich werde keine Nischen-Boutique nennen, da ich unerkannt bleiben möchte. Die großen Beratungshäuser würde ich folgendermaßen angehen:

McKinsey BTO, Platinion (ich habe BCG bewusst nicht erwähnt), Oliver Wyman, Deloitte, PwC, zeb, Capgemini Invent, Capgemini Blue (aber bloß nicht im Application Management landen!), Accenture (nicht Accenture Technology / Implementierungsdienstleister).

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Wie gibst du dein stattliches Gehalt aus? Autos/Häuser/Familie etc.?

# Privates Engagement
Eigene Schulden beglichen, meiner Frau aus ihrem gelernten Beruf heraus ein Vollzeit-Studium finanziert, meine Schwester unterstützt.

# Materielles Engagement
Haus gekauft, Flugzeug gekauft (Neupreis: ca. 70 TEUR, LSA/2-Sitzer), diverse Hobbies professionalisiert. Ich fahre nur sparsame und relativ günstige Autos aus dem VW-Konzern.

# Gesundheitliches Engagement
Ich gebe viel Geld für gutes Essen, Nahrungsergänzungsmittel und Sport(gerätschaften) aus. Und für PreHab, also für Chiropraktiker, Masseure und Physiotherapeuten. Ich war früher Leistungssportler und habe immer noch ein hohes Trainingspensum und einen hohen Anspruch an Gesundheit wie Leistungsfähigkeit (körperlich wie kognitiv).

Ich war auch mal für 6 Monate in einem Projekt in den USA und habe die Zeit dazu genutzt, eine sehr teure Longevity-Kur in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet, ich habe legal von Ärzten eine individualisierte Hormon-Therapie (Testosteron, Wachstumshormone etc.) gemacht, um meine Lebensqualität (Stoffwechsel, Körperfett, Muskelmasse, Libido) zu verbessern. Nicht mit Doping im Hochleistungssport zu vergleichen, da die Dosen um ca. das 20x geringer sind. In Deutschland bekommt man das erst - falls überhaupt - wenn es einem richtig dreckig geht. In Sachen Lebensqualitätssteigerung sind die USA uns enorm voraus.

# Sparen für die Zukunft
Wir möchten irgendwann aus Deutschland auswandern.
Dafür - und für diverse Stepping Stones (von denen ich derzeit einige projektiere) auf dem Weg dahin - lege ich viel Geld zurück.

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Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Unternehmensarchitektur / EAM.

Bedenke aber, dass Du in dieser Rolle aufgrund fehlender tiefgehender IT-Skills auf gute Technische Architekten angewiesen sein wirst. Also fleißig netzwerken und/oder spezifisch einstellen (lassen).

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Danke für dein Engagement.
Mich würde interessieren, Was du aus deiner Brille räts als zukünftige Entwicklung für BWLer mit tiefen Finance/Accounting und dazugehörigen Prozesskenntnissen. Bin auch SAP FI zertifiziert, kenne mich aber auch sehr gut mit IFRS und HGB aus. Habe auch schon einige Dinge in Richtung PMO gemacht, zB Scrum Master. Wo siehst du einen guten Business case / eine gute Platzierung, um den Fokus stärker auf IT Themen zu lenken? Bin in Sachen Programmierung leider noch relativ blank. Wäre EAM etwas? Suche aber noch nach soliden Ideen zur Weiterbildung (nebenberuflich). Arbeit bei einer Big4 als Manager, möchte allerdings etwas querdenken. Danke vorab!

antworten
Unternehmensberater

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Wir haben keinen Branchenfokus. Mit meinem Funktionsbereich agiere ich branchen-agnostisch. Ich habe natürlich angefangen, mir über die Jahre implizite und explizite Referenzarchitekturen für die einzelnen Branchen-/Problemschwerpunkte aufzubauen. Einzig im Utilities-Bereich bin ich relativ unerfahren mit nur 1 IT-Strategie-Projekt bisher (IT-Carve-Out).

Das Technologieverständnis wird auch in unserem Hause stark unterschätzt.

Das war auch einer der Gründe dafür, dass ich längere Zeit lang nicht als Partner-Material gesehen wurde. Menschen denken leider sehr häufig auch dann binär, wenn es nicht angebracht ist.

Bei uns im Hause wurde daher immer die Differenzierung in Technologen und Nicht-Technologen vorgenommen. Das war ein grober Fehler, denn (1) sind die Technologie-Experten bei uns auch fast immer Business-Experten gesehen und konnten wunderbar zwischen beiden Perspektiven vermitteln. Und (2) sind Nicht-Technologen nicht uninterssiert an Technologiethemen. Leider war und ist deren Technologie-Knowhow aufgrund fehlender Vorkenntnisse und Analyse-/Lösungsmuster (kein MINT-Hintergrund) begrenzt.

Dennoch wurde diese Trennung vom Partnerboard strikt vorgelebt, was auch dazu führte, dass häufig Nicht-Technologen beim Staffing bevorzugt wurden, wenn es um Strategie-Projekte ging. Auf mich traf das glücklicherweise nicht zu, da ich schnell meinen eigenen Klientenstamm hatte und mich und meine Mitarbeiter selbst in gute Strategieprojekte bringen konnte.

Erst nachdem es anfing, dass es in den von reinen Nicht-Technologen besetzten Strategie-Projekten mangels relevanten Technologie-Knowhows immer häufiger krachte, konnte ich durch gezieltes internes Marketing Sponsoren auf Partnerseite finden, die mir den Rücken stärkten.

Der Fisch stinkt halt zuerst (oder am meisten?) am Kopf. Das Traurige: die Gründungspartner kamen ursprünglich aus dem IT-Consulting, haben aber durch die Bank weg keinen Informatik-Hintergrund. Definitiv intelligente Burschen, aber aufgrund ihres Allrounder-Hintergrunds keine Ahnung von IT-Strategie-Beratung habend. Und haben im Laufe der Jahre versucht, die Firma von der IT-Beratung in eine Strategieberatung zu verwandeln. Ohne die doch so offensichtliche Brücke der IT-Strategie-Beratung zu etablieren.

Daher werde ich dort sicherlich nicht alt werden ;)

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Vielen Dank für das AMA!
Dein Bereich klingt tatsächlich sehr interessant und deckt sich - wenn auch viel konzentrierter - mit meinen Erfahrungen bzgl. Skillset. Insbesondere das Technologieverständnis wird aus meiner Sicht bei sehr vielen unterschätzt - das scheint bei euch anders zu sein.
Habt ihr einen Branchenfokus oder ist die Methodik so allgemein bzw. abstrakt, dass ein Fokus nicht notwendig ist?

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Unternehmensberater schrieb am 30.12.2018:

Wir haben keinen Branchenfokus. Mit meinem Funktionsbereich agiere ich branchen-agnostisch. Ich habe natürlich angefangen, mir über die Jahre implizite und explizite Referenzarchitekturen für die einzelnen Branchen-/Problemschwerpunkte aufzubauen. Einzig im Utilities-Bereich bin ich relativ unerfahren mit nur 1 IT-Strategie-Projekt bisher (IT-Carve-Out).

Das Technologieverständnis wird auch in unserem Hause stark unterschätzt.

Das war auch einer der Gründe dafür, dass ich längere Zeit lang nicht als Partner-Material gesehen wurde. Menschen denken leider sehr häufig auch dann binär, wenn es nicht angebracht ist.

Bei uns im Hause wurde daher immer die Differenzierung in Technologen und Nicht-Technologen vorgenommen. Das war ein grober Fehler, denn (1) sind die Technologie-Experten bei uns auch fast immer Business-Experten gesehen und konnten wunderbar zwischen beiden Perspektiven vermitteln. Und (2) sind Nicht-Technologen nicht uninterssiert an Technologiethemen. Leider war und ist deren Technologie-Knowhow aufgrund fehlender Vorkenntnisse und Analyse-/Lösungsmuster (kein MINT-Hintergrund) begrenzt.

Dennoch wurde diese Trennung vom Partnerboard strikt vorgelebt, was auch dazu führte, dass häufig Nicht-Technologen beim Staffing bevorzugt wurden, wenn es um Strategie-Projekte ging. Auf mich traf das glücklicherweise nicht zu, da ich schnell meinen eigenen Klientenstamm hatte und mich und meine Mitarbeiter selbst in gute Strategieprojekte bringen konnte.

Erst nachdem es anfing, dass es in den von reinen Nicht-Technologen besetzten Strategie-Projekten mangels relevanten Technologie-Knowhows immer häufiger krachte, konnte ich durch gezieltes internes Marketing Sponsoren auf Partnerseite finden, die mir den Rücken stärkten.

Der Fisch stinkt halt zuerst (oder am meisten?) am Kopf. Das Traurige: die Gründungspartner kamen ursprünglich aus dem IT-Consulting, haben aber durch die Bank weg keinen Informatik-Hintergrund. Definitiv intelligente Burschen, aber aufgrund ihres Allrounder-Hintergrunds keine Ahnung von IT-Strategie-Beratung habend. Und haben im Laufe der Jahre versucht, die Firma von der IT-Beratung in eine Strategieberatung zu verwandeln. Ohne die doch so offensichtliche Brücke der IT-Strategie-Beratung zu etablieren.

Daher werde ich dort sicherlich nicht alt werden ;)

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Interessanterweise liegt mein Fokus genau auf der Utilities-Branche :)
Ich muss sagen, das klingt alles tatsächlich sehr spannend!

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Hallo Unternehmensberater,

ich hoffe dass du noch im Thread unterwegs bist und möchte dich um eine kurze Einschätzung bitten:

Momentan bin ich als Manager bei einer B4 angestellt und war davor ca. 5 Jahre in der Industrie tätig um das "Handwerk" im Fachbereich zu lernen. In meiner jetzigen Position unterstütze ich die Unternehmen bei der Erstellung und Umsetzung von betriebswirtschaftlichen Fachkonzepten für die Migration auf SAP S/4HANA. Aufgrund meiner Industrieerfahrung beherrsche ich die funktionale Seite gut bis sehr gut. Die technologische Seite bringe ich mir im Selbststudium bei und bereite mich auf die SAP Zertifizierung vor.

Ich sehe aufgrund der notwendigen Migration auf SAP S/4HANA eine einmalige Möglichkeit zur Selbstständigkeit und möchte mich dahingehend ausrichten. Folgende Fragen beschäftigen mich dabei:

  • Welchen Karriereweg sollte ich einschlagen und welche Vorbereitungen kann ich treffen um mich optimal dafür zu positionieren? Meine Idee ist es, auf die Beförderung zum Senior Manager hinzuarbeiten und diese Zeit für das knüpfen von Netzwerken und sammeln von Vertriebserfahrung zu nutzen. Die Gründung möchte ich idealerweise in einem Team aus mehreren erfahrenen Mitarbeitern durchführen.
  • Macht der Umweg über eine Boutique-Beratung bzw. über den weiteren Aufstieg in Richtung Partnerschaft Sinn oder sollte die Gründung frühestmöglich stattfinden?
  • Wie kann ich in meiner jetzigen Position bereits Neugeschäft an Land ziehen? Ich habe den Eindruck dass die aussichtsreichen Kontakte nur auf Partnerebene geknüpft werden und man auf meiner Ebener nur unterstützt in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Termine ...

... jede weiterer Input ist sehr willkommen.

Danke & ein erfolgreiches Jahr!

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WiWi Gast

AMA - Vom Softwareentwickler zum Partner

Danke schonmal für den Beitrag. Ich habe bereits ein Praktikum bei einer der Big 4 im Technology Consulting gemacht und war dort eben Tester, was einen extrem geringen Anspruch hatte. Würdest du das trotzdem als relevante Vorkenntnis bezeichnen?
Und wieso bloß nicht im Application Management? Du meintest ja, man solle sich möglichst mit Application Lifecycle Management befassen (gibt es dazu gute Lektüre, die du empfehlen kannst?). Besteht hier ein Unterschied?
Und wie schätzt du die anderen T2-Beratungen ein? Da du ja nur OW genannt hast und danach ein gefühlt starker Drop im Ansehen der Unternehmen kommt (OW -> Deloitte).

Unternehmensberater schrieb am 30.12.2018:

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

Das kommt in erster Linie darauf an, was Du gerne machen möchtest.
Wie Du erkannt hast, ist IT-Consulting ein Deckmantel für eine ganze Menge Dinge.

Hier eine kleine Differenzierung:

  • a) Es gibt Sachbearbeiter (lies': Tester und Testmanager).
  • b) Es gibt die Implementierer bzw. Lösungsdienstleister.
  • c) Es gibt Konzepter, Dienstleistungssteuerer, Prozessoptimierer und Anforderungsmanager.
  • d) Es gibt IT-Strategen, Unternehmensarchitekten, Programmanager sowie Beschaffungsexperten und Vertragsmanager / IT-Rechtler - also CIO Advisory.

Falls Du wirklich IT-Strategie machen willst, aber keine einschlägigen relevanten Vorkenntnisse mitbringst, ist ein Praktikum im PMO eines IT-Strategie-Beratung nicht verkehrt. PMO klingt zwar unglamorös, allerdings laufen dort eine Menge wichtiger Kommunikationsfäden zusammen. Diese könnten Dir dabei helfen, einen belastbaren Eindruck von IT-Strategie-Projekten zu erhalten.

Ich rate Dir entweder zu Nischen-Boutiquen oder zu den großen Beratungshäusern. Ich werde keine Nischen-Boutique nennen, da ich unerkannt bleiben möchte. Die großen Beratungshäuser würde ich folgendermaßen angehen:

McKinsey BTO, Platinion (ich habe BCG bewusst nicht erwähnt), Oliver Wyman, Deloitte, PwC, zeb, Capgemini Invent, Capgemini Blue (aber bloß nicht im Application Management landen!), Accenture (nicht Accenture Technology / Implementierungsdienstleister).

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