DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
GehaltsverhandlungÖsterreich

Gehaltserhöhungen in 2013 von 3 Prozent in Deutschland und Österreich geplant

Die Unternehmen in Deutschland und Österreich werden im Jahr 2013 laut Plan Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 3 Prozent umsetzen. In der Schweiz liegen die gepanten Gehaltssteigerungen laut „EMEA Salary Budget Planning Report“ mit zwei Prozent leicht darunter.

Gehaltserhöhungen in 2013 von 3 Prozent in Deutschland und Österreich geplant
Frankfurt am Main, 06.08.2013 (tw) - Nimmt man die jährlichen Gehaltsrunden als Indiz für die wirtschaftliche Situation der Unternehmen, dann läuft in Deutschland, Österreich und der Schweiz alles wie geschmiert. Rund 90 Prozent der Unternehmen in Österreich und sogar 94 Prozent der Betriebe in der Schweiz und in Deutschland haben für 2013 ganz reguläre Gehaltsanpassungen bzw. die nach Gesetz oder Tarif vorgesehenen Gehaltssteigerungen eingeplant und zum Teil auch schon umgesetzt. Mitarbeiter in Österreich und Deutschland könnten sich wie im Vorjahr über durchschnittlich drei Prozent Gehaltserhöhung freuen. Schweizer Mitarbeiter liegen mit durchschnittlich zwei Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) etwas darunter.

Die Gehaltsanpassungsplanung lässt sich der der Studie „Salary Budget Planning Report EMEA“ entnehmen. Sie basiert auf Erhebungen, welche die Unternehmensberatung Towers Watson im Februar und März 2013 durchgeführt hat. Die Studie zeigt die Gehaltsentwicklung für 2013 in rund 60 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika auf. Die zwischenzeitlich in vielen Unternehmen bereits umgesetzten Gehaltsanpassungen entsprechen weitgehend der Prognose.

„Dass fast alle Unternehmen einen regulären Gehaltsanpassungsprozess durchführen, bedeutet auch, dass sie mit stabilen Geschäftsaussichten rechnen“, erklärt Paul Fabiszak, Vergütungsexperte von Towers Watson, Frankfurt am Main. „Zeichnen sich hingegen Auftragsrückgänge oder Krisenperspektiven ab, werden Gehaltserhöhungen meist verschoben oder ganz ausgesetzt. Dies ist derzeit jedoch nur bei sechs bis acht Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Fall.“

Schweiz: Inflationsbereinigt höchste Gehaltssteigerung
Ein Blick auf die Inflationsraten der jeweiligen Länder zeigt, dass die Schweizer zwar nominal die niedrigsten Gehaltsanpassungen erhalten werden, sie sich jedoch bei einer Inflationsrate von nur 0,3 Prozent über die höchste Kaufkraftsteigerung freuen können. Auch in Deutschland und Österreich (Inflationsrate D: 1,8 Prozent, A: 2,2 Prozent) werden die durchschnittlichen Gehaltssteigerungen den Kaufkraftverlust mehr als ausgleichen. Dies ist jedoch nicht in allen Ländern der Fall: So werden die Gehälter in Großbritannien zwar ebenfalls um durchschnittlich drei Prozent steigen. Bei einer erwarteten Inflationsrate von 3,2 Prozent können sie aber mit dem Kaufkraftverlust nicht Schritt halten.

Beste Mitarbeiter bekommen beste Gehaltserhöhung
Das Gießkannenprinzip spielt für Gehaltsanpassungen kaum eine Rolle. Vier Fünftel der Unternehmen (D: 84 Prozent, A: 80 Prozent, CH: 85 Prozent) reservieren nach dem Motto „das Beste für die Besten“ einen Teil oder sogar das ganze Gehaltserhöhungsbudget für ihre Leistungsträger. „Dieser Trend zeigt sich besonders ausgeprägt in der Finanzbranche. Fast alle Banken in Deutschland und der Schweiz (jeweils 96 Prozent) sowie 100 Prozent der Banken in Österreich belohnen vorranging ihre Leistungsträger“, weiß Fabiszak.

Mit Blick auf die Gehaltserhöhungen unterscheiden sich Produktionsmitarbeiter kaum von Direktoren: Für beide Gruppen sind jeweils drei (D, A) bzw. 2,1 Prozent (CH) Gehaltssteigerung eingeplant. „Ein höherer Platz in der Unternehmenshierarchie bringt nicht unbedingt Vorteile bei der Gehaltsanpassung“, so Fabiszak. „Die Leistung des jeweiligen Mitarbeiters gibt den größten Ausschlag“, so der Vergütungsexperte.

Studie
Die Vergütungsstudie „Salary Budget Planning Report” basiert auf Erhebungen, die Towers Watson im Februar und März 2013 bei Unternehmen aus 60 Ländern in der Region EMEA durchgeführt hat. Sie umfasst rund 5.000 Datensätze zu Gehaltserhöhungsbudgets und dem Gehaltserhöhungsprozess, die Unternehmen als Benchmark für ihre Vergütungsplanung dienen können. Die Unternehmensberatung hat ebenfalls einen „Global Salary Budget Planning Report“ vorgelegt, für den Unternehmen aus mehr als 100 Ländern weltweit befragt wurden.

Im Forum zu Österreich

5 Kommentare

Machen große M&A Deals in Österreich ausländische Banken?

WiWi Gast

hat alantra aus wien heraus schon deals gemacht?

3 Kommentare

Kanzlei wie FGS in Österreich

WiWi Gast

Leitner ... ist auch "Kooperationspartner" von FGS.

3 Kommentare

Wo gelingt der Einstieg mit Bachelor?

WiWi Gast

Audit, Tax. Mach sonst einen Master

3 Kommentare

BWL: Uni Innsbruck vs Uni Wien

WiWi Gast

Weder noch, sage ich als ehrlicher Student einer österreichsichen FH der die österreichische Hochschullandschaft sehr gut kennt. Unter Target verstehe ich Unis die häufig bei T1, T2 UB/IB placen, denn ...

10 Kommentare

Psychologie und BWL/VWL in Österreich

WiWi Gast

Dafür ist die WU die einzige Target Österreichs und man landet nicht als Sachbearbeiter bei Swarosvki WiWi Gast schrieb am 24.03.2019: ...

10 Kommentare

Als FH Bachelor mehr Belastung im Uni Master?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 10.03.2019: Wenn du unbedingt nen Master machen möchtest, aber es finanziell schlecht bei dir aussieht, dann fang doch einfach mit Bachelor bei ner Big4 an und mach darüber ...

1 Kommentare

Die besten FHs in Österreich

WiWi Gast

Welche FHs in Österreich bieten die besten Master an?

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Österreich

D A CH-Studie zur variablen Vergütung: Managergehälter in Österreich sinken 

Der Anteil der variablen Vergütung für die oberen Managementebenen ist zurückgegangen, während die mittleren und unteren Ebenen keinen Unterschied verzeichnen können. Im Top-Management werden Umsatzgrößen und im Middle-Management Gewinngrößen bei der Vergütung bevorzugt. Bei langfristiger variabler Vergütung geht der Trend von Stock-Options hin zu Restricted Shares.

Weiteres zum Thema Gehaltsverhandlung

Nebenjob, Studentenjob,

Die Gehaltsverhandlung

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

10 Tipps für die Gehaltsverhandlung

Karriereexperte Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader hat 10 elementare Tipps zusammengestellt, die für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung ausschlaggebend sind.

Ein Männchen umarmt eine Geldbörse aus der Geldscheine und Münzen sprudeln.

Tipps für die Gehaltsverhandlung

Im Vorstellungsgespräch lauert die größte Hürde oft am Schluss: die Frage nach dem Gehalt. Der wichtigste Tipp für die Gehaltsverhandlung lautet, den eigenen Marktwert zu kennen und diesen selbstbewusst zu vertreten. Die eigenen Qualifikationen und die Berufserfahrung sind dafür die besten Argumente. Generell sollte in regelmäßigen Abständen über Anpassungen beim Gehalt gesprochen werden. Personalberater Thomas Marquardt gibt Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung.

E-Book: Leitfaden »Mitarbeitergespräch und Zielvereinbarungen«

Ein E-Book als Leitfaden für Mitarbeitergespräch und Zielvereinbarungen hilft Führungskräften, die dafür notwendigen Kommunikationsabläufe sicherzustellen.

Das Harvard-Konzept

Literatur-Tipp: Verhandlungstechnik - Das Harvard-Konzept

Das Standardwerk der Verhandlungstechnik - Verhandeln ist fester Bestandteil unseres Lebens. Der gemeinsame Nutzen einer Lösung steht im Vordergrund des Harvard-Konzepts, welches sich von der Vorstellung löst, dass jeder Vorteil einer Seite einen entsprechenden Nachteil der anderen nachsich zieht. Mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist das Harvard-Konzept ein Klassiker der Verhandlungstechnik.

Boxen bedeutet kampfbereit und Schlagfertigkeit.

Das Nonplusultra der Schlagfertigkeit

Die Szene: ihr seid mitten im Vorstellungsgespräch. Der Interviewer will euch antesten und stellt eine unfaire Frage. Und ihr? Ihr wisst nichts zu antworten. Zwei-, dreimal dasselbe Spiel, Vorstellungsgespräch vergeigt. Schlagfertigkeit - Die besten Techniken aller Zeiten. Von Matthias Pöhm.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Absolventen-Gehaltsreport-2018: Absolventenhut und fliegende Geldmünzen

Absolventen-Gehaltsreport 2018/19: Höhere Einstiegsgehälter bei WiWis

Wie im Vorjahr verdienen die Wirtschaftsingenieure bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit 48.696 Euro im Schnitt am meisten. Sie legten im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2018/2019 damit um 458 Euro zu. Wirtschaftsinformatiker erhalten mit 45.566 Euro (2017: 45.449 Euro) und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, VWL und BWL und mit 43.033 Euro (2017: 42.265 Euro) ebenfalls etwas höhere Einstiegsgehälter.

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Fachkräfte und Führungskräfte mit einem Studienabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik verdienen ausgezeichnet. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.231 Euro liegen die Wirtschaftsingenieur hinter Medizin und Jura auf Platz drei der zurzeit lukrativsten Studiengänge. Die Wirtschaftsinformatiker verdienen mit 69.482 Euro ähnlich gut und sind hinter den Ingenieuren auf Rang fünf im StepStone Gehaltsreport 2018. Mit einem Abschluss in BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften sind die Gehälter als Key Account Manager mit 75.730 Euro und als Consultant mit 67.592 Euro am höchsten.

Das Bild zeigt als Symbol für Reichtum und eine ungleiche Vermögensverteilung die riesen Luxus-Yacht eines Milliardärs.

Reichtum ungleich verteilt: Rekordhoch von 2043 Milliardären

Die Anzahl der Milliardäre stieg auf ein Rekordhoch von 2043 Milliardären. 82 Prozent des 2017 erwirtschafteten Vermögens floss in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung. Jeden zweiten Tage kam ein neuer Milliardär hinzu. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, profitieren dagegen nicht vom aktuellen Vermögenswachstum. Das geht aus dem Bericht „Reward Work, not Wealth 2018“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat.

Screenshot vom Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner 2019

Mit dem Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lässt sich das Teilzeitgehalt online berechnen. Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassenbeitrag und Soli fließen in die Kalkulation ein.

Einstiegsgehalt Wirtschaftswissenschaftler

IG Metall Gehaltsstudie 2016/2017 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Was verdienen Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2016 durchschnittlich 49.938 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern mit 42.445 Euro etwa 17,7 Prozent darunter. Im Vorjahr hatte dieser Gehaltsvorteil bei den Wirtschaftswissenschaftlern noch 33 Prozent betragen.

Nebenjob, Studentenjob,

Die Gehaltsverhandlung

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.