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Frauen im Job fast gleichberechtigt

Deutschland verbessert sich im PwC-„Women in Work“-Index auf Rang 7 und die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland nehmen ab. Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist besonders von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Firmengebäude der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Berlin.

Frauen im Job fast gleichberechtigt
Frankfurt am Main, 09.03.2015 (pwc) - Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland sind im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. Im aktuellen „Women in Work“-Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC verbessert sich Deutschland deshalb auf den 7. Rang (Vorjahr 8. Rang). Mit 47,7 Index-Punkten (18. Rang) lag Deutschland im Jahr 2000 noch unter dem OECD-Durchschnitt (50 Punkte). Seitdem hat sich die Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben in Deutschland deutlich verbessert. Die Bundesrepublik liegt mit einem Index-Wert von 66,6 Punkten heute deutlich über dem OECD-Durchschnitt (59,1 Punkte). Spitzenreiter bleibt Norwegen (82,9 Punkte), es folgen Dänemark (77,9 Punkte) und Schweden (75 Punkte).

„In Deutschland nehmen Frauen heute weitgehend gleichberechtigt am Berufsleben teil. Zwar ist es Deutschland als einzigem OECD-Staat bisher gelungen, sich im ‚Women in Work-Index‘ seit 2000 kontinuierlich zu verbessern“, stellt Petra Justenhoven, Mitglied des Vorstands von PwC Deutschland, fest, „am Ziel sind wir aber noch nicht. Vor allem in Führungspositionen sind Frauen hierzulande noch immer deutlich unterrepräsentiert“, so Justenhoven.

Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX30-Unternehmen war seit Ende 2012 von 7,8 Prozent auf 5,5 Prozent im Juli 2014 gesunken. Ende 2014 war der Frauenanteil wieder auf sieben Prozent gestiegen. Der Anteil weiblicher Aufsichtsräte in den DAX30-Unternehmen lag Ende 2014 bei 24,7 Prozent (Erhebung des DIW). 2016 tritt die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte in Kraft und schreibt einen Frauenanteil von 30 Prozent vor.

In Deutschland verringerte sich im letzten Jahr die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern von 16 auf 14 Prozent. Der Anteil der erwerbstätigen Frauen blieb bei 72 Prozent, der Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung bei 62 Prozent konstant, ebenso die Arbeitslosenrate von Frauen (5 Prozent) und der Unterschied zwischen den Anteilen von Frauen und Männern an der Erwerbstätigkeit (72 zu 82 Prozent).

Der „Women in Work“-Index misst die Beteiligung von Frauen am Wirtschaftsgeschehen einer Volkswirtschaft anhand von fünf standardisierten und gewichteten Kriterien, die zu einem Index-Wert aggregiert werden:

Der Index misst sowohl absolute als auch relative Fortschritte und berücksichtigt die neuesten Daten der OECD. Der „Women in Work“-Index kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Der Basiswert für das Jahr 2000 wurde auf 50 festgelegt.




Wirtschaftslage wirkt sich deutlich auf Erwerbstätigkeit der Frauen aus
Im Vergleich zum Vorjahr steigt der „Women in Work“-Index von durchschnittlich 58,6 auf 59,1 Punkte leicht an. 19 der 27 OECD-Staaten können ihren Index-Wert verbessern. Besonders deutlich sind die Verbesserungen in den USA (16. auf 13. Rang) und Ungarn (21. und 16. Rang). In den Vereinigten Staaten arbeiten heute mehr Frauen in Vollzeitjobs. In Ungarn kann man beobachten, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. 2007 belegte Ungarn im Ranking noch den 7. Platz. Bis 2012 stürzte es auf den 21. Platz ab und konnte sich nun wieder deutlich verbessern.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich in Südeuropa. Weil sich die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Portugal vergrößert haben, rutscht es um vier Plätze und unter den OECD-Durchschnitt (14. auf 18. Rang) ab. Auch Italien und Griechenland bleiben wie in den vergangenen Jahren unter dem OECD-Durchschnitt. Der „Women in Work“-Wert sinkt sowohl für Italien (41,5 auf 40,4 Punkte) und Griechenland (33,9 auf 33,8 Punkte) im Vergleich zum Vorjahr.

Download women in work index 2015 [PDF, 21 Seiten - 732 KB]
http://www.pwc.co.uk/assets/pdf/women-in-work-index-2015.pdf

Im Forum zu Frauenquote

35 Kommentare

Frauenquote, Vor- oder Nachteil?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 07.04.2020: Wenn man noch MINT dazu nimmt wäre eine 10% Frauenquote schon fast ein Wunder. Nur Mathe hat eine relativ hohe Frauenquote unter den Fächern. ...

76 Kommentare

Frauen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.04.2020: Wäre wünschenswert. Bei uns im Konzern gibt es aber auch die typischen Quotenfrauen die dann weniger Input geben. Z.Bsp. teilen sich zwei Frauen eine ...

29 Kommentare

Pro./Cons. Frauen bevorzugt recruten

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 17.02.2019: Letztens gab es auch dazu einen Beitrag bei ZDF oder so, der dass erklärt hat. Es gibt zu wenig weibliche Vorbilder und die ganzen Geldgeber sind männlich. Es wird ...

12 Kommentare

Frauenquote - Status Quo

WiWi Gast

Sorry, aber ich glaube bei der Diskussion werden oft Ursache und Wirkung verwechselt. Ich kenne mehrere Managerinen die es schon von der Quote waren. Sie haben eines gemeinsam, sie haben keine Eltern ...

14 Kommentare

Kaum Frauen im Unternehmen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 21.06.2018: Das ist normal, das nennt man Arbeit. Ein Konzerninterner Konkurrenzkampf ist immer da. ...

79 Kommentare

Re: Meinungen zur Frauenquote

WiWi Gast

-gIch verstehe das Geheule nicht. Es gibt de facto eine ungleiche Verteilung an Frauen und Männern in Führungspositionen. Aber davon mal ab ist nachgewiesen, dass unterschiedliche Teams (dazu gehören ...

72 Kommentare

Re: Welche Uni hat die besten Frauen?

WiWi Gast

Im Norden eindeutig Lüneburg!

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