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Gehaltserhöhung & KarriereFrauenquote

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Mir wurde nun eine Beförderung angeboten, um die ein Kollege und ich konkurrierten. Rational betrachtet sprach eigentlich alles für meinen Kollegen. Zwar bin ich ausreichend qualifiziert, hätte die Beförderung verdient und mich andernfalls auch sehr darüber gefreut. Trotzdem ist er der Qualifiziertere von uns beiden, länger dabei, hätte die Beförderung noch mehr verdient als ich. Das sehe nicht nur ich so, kein subjektives Empfinden aufgrund zu geringem Selbstbewusstsein o. Ä. Ich erkenne das neidlos an und wäre vor diesem Hintergrund bereit, bis zur nächsten sich mir bietenden Gelegenheit zu warten.

Dass nun doch ich ausgewählt wurde, ist meinem Eindruck nach in erster Linie auf mein Geschlecht zurückzuführen. Der Konzern, in dem arbeite, pusht Frauen seit Jahren. Als Gegner der Frauenquote und sonstiger geschlechtsbedingter Bevorzugung würde ich mich nicht wohlfühlen, hier davon zu profitieren. Mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie ihr an meiner Stelle entscheiden würdet, und ob ihr meinen Ärger und meine Zweifel nachvollziehen könnt. Außerdem, wie ich eine Absage kommunizieren sollte. Ich habe Sorge, es könnte den Eindruck erwecken, als würde ich kneifen, nicht befördert werden wollen. Und dass ich mir damit selbst Steine in den Weg lege, was die nächste Chance zur Beförderung angeht.

Vielen Dank im Voraus.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Annehmen. Gründe liegen auf der Hand.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Nimm an. Was soll der Geiz? Meinst du, andere sind immer nur wegen ihres Talents weiter gekommen ? Ob nun Frauenquote, Vitamin B, sonstiges Glück etc .pp.: juckt doch keinen und geredet wird eh immer, egal was du machst. Dein Idealismus in Ehren, aber es ist dein Leben, dein Fortkommen, sieh es einfach so. Ich hab mich auch lange darüber aufgeregt, dass so was wie ne Quote überhaupt existieren muss und wollte allein nach Können beurteilt werden, aber so what? Nimm die Welt, wie sie gerade ist. Mittlerweile, ist es mir sch...egal, wenn ich mich bewerbe und ne Stelle ob ner Quote bekomme, bin ich damit zufrieden, wie gesagt, juckt eh keinen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Warum ablehnen? Es ist eben so, warum solltest gerade du deswegen ablehnen? Man versucht halt durch Regulierung wieder ein Problem zu lösen, dass man so nicht lösen kann bzw. vieleicht auch gar keines war? Wer weiß das schon, jedenfalls musst du als Einzelperson nicht dafür haften, dass die Regeln so dämlich sind.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Bin auch eher meritokratisch unterwegs und dementsprechen gegen eine Frauenquote und andere Auswahlkriterien nach Äußerlichkeiten. Würde dir dennoch raten die Beförderung anzunehmen. Du machst ja die Regeln nicht und wenn du davon profitierst wie es ist, ist es halt so. Mitnehmen!

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Annehmen. Gründe liegen auf der Hand.

Sehe ich auch so. Karriere ist halt abhängig von Glück und Befürwortern. Passt beides in deinem Fall. Klar ist es unfair und ich finde das Thema mittlerweile auch ätzend aber Politiker und SJW haben es halt so gemacht...

Nimm es an. So ist das Leben. Sei froh, dass du profitieren kannst. Am Ende macht es halt eine andere Frau.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wenn du die Beförderung nicht annimmst, ist auch niemandem geholfen!
Mach dich nicht zur Märtyrerin und nimm die Stelle an, wenn dein schlechtes Gewissen (unbegründet!) zuschlägt, kannst du immer noch deinen Kollegen bei jeder Gelegenheit pushen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wow, das ist wieder so eine Frauen frage. Gewöhne dir das ab, dass du immer alles hinterfragst und wo die Motivationen liegen. Glaubst du das irgendein Mann denkt so? Die nehmen jeden Vorteil mit Kusshand an.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Annehmen.
Das Leben ist kein Ponyhof und man wird es dir vermutlich nicht danken und deine Beweggründe nicht nachvollziehen können.

Das sage ich dir als Mann.

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Karlmags

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wird dir die Stelle vielleicht eher zugetraut als ihm? Ist er in seinem aktuellen Job spitze, aber haben die Entscheider Grund zur Annahme, er wäre es in dem neuen Job nicht? Ist er vielleicht auf seiner aktuellen Position nicht wegzudenken (ein schwer zu ersetzender Spezialist ist schwer zu befördern, weil es einen Nachfolger geben muss).

Wir haben Topverkäufer als Vertriebsleiter, die entweder keine Führungskräfte sind (also mehr operativ verkaufen als Führungskraft zu sein) oder welche, die schreckliche Führungskräfte sind, Und eben nur in den Job gekommen sind, weil sie enormen Umsatz schreiben. Peter-Prinzip.
Ist das vielleicht auf deine aktuelle Situation anwendbar?

Dass du ausgewählt wirst und nicht dein Kollege hast nicht du dir ausgesucht sondern dein Arbeitgeber. Fachliche Qualifikation und Erfahrung sind nicht allein ausschlaggebend. Solche Entscheidungen sind selten fair und frei von Bevorteilung oder Vorurteilen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Im Konzern wird fast nie nach Leistung befördert, sondern immer aufgrund von irgendwelchen Netzwerken. Nun bist du die Profiteurin eines solchen Netzwerkes, irgendwann wirst du von einem anderen benachteiligt werden. So ist das Leben. Annehmen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Hat beides Vor- und Nachteile. Wenn du annimmst, wirst du eventuell zur "Quotenfrau", hast aber natürlich die Beförderung. Wenn du ablehnst, wirkt das natürlich schlecht, was deinen allgemeinen Eindruck bzgl. Ambitionen angeht und kann sich negativ auf zukünftige Beförderungsmöglichkeiten auswirken, da es so aussieht, als würdest du nicht befördert werden wollen. Dafür sparst du dir die Quotenfrau.

Also ich würde die Beförderung annehmen. Auch wenn du meinst, er wäre qualifizierter als du, heißt das nicht, dass er auch zwangsläufig der bessere für den Posten ist. So oder so, auf jeden Fall erfüllst du die Voraussetzungen, also brauchst du dich auch nicht schlecht zu fühlen

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Voice of Reason

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Schwieriges Thema - mit dem ich mich hier wahrscheinlich in die Nesseln setzen werde (und es wird ein längerer Post)

Wir sind uns alle einig, bei der Besetzung einer Rolle sollte weder das Geschlecht, noch die Religion, noch die Staatsangehörigkeit, Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung, ... eine Rolle spielen. Rein die fachliche und persönliche Eignung für die zur Diskussion stehende Rolle sollte relevant sein.
In einer solchen Welt sind wir leider nicht.

Fakt ist, über die vergangenen Jahrzehnte sind Frauen systematisch im Berufsleben diskriminiert worden und werden es in manchen Geographien oder Branchen noch immer.
Um einen Pfad in die o.g. ideale Welt beschreiten zu können, müssen jetzt leider einfach Männer systematisch benachteiligt werden um die Waage ins Gleichgewicht gebracht werden.
Damit muss man sich einfach abfinden.

Ja, ist leider für "die Männer meiner Generation" an vielen Stellen ärgerlich - ist aber halt nun mal so. Ich habs selbst erlebt - Beförderung wurde abgelehnt, weil die Diversity-KPI der relevanten Führungskraft zu niedrig war und daher zwingend eine Frau befördert werden musste.
Was da hilft? Aufstehen, abwaschen, weiter machen.

An die TE: freu dich drüber, nimm die Stelle an und performe dann. Letzten Endes ist es egal, WIE Du eine Stelle bekommen hast. Relevant ist nur, ob Du performst und zu Recht diesen Job hast.

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Annehmen, ist doch klar!

Ein Mann würde so eine Chance eiskalt nutzen und gar nicht groß drüber nachdenken, ob er die Beförderung verdient hat.

Das Ganze einfach von der Ich-Perspektive aus betrachten:
Profitiere ich davon?
Verdiene ich mehr?
Nutzt das meiner Karriere/meinem Lebenslauf?

Bitte nicht an irgendwelche Kollegen denken. Die denken auch nicht an dich!

Gruß
Ein Mann

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Annehmen und den Hype nutzen, um möglichst auszucashen, wer weiß wie lange es noch so weitergeht.
Je höher du kommst, umso interessanter wirst du als Frau für Firmen.
Zur Not alle 2-3 Jahre wechseln.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Hallo,
zunächst einmal kann ich deine Zweifel sehr gut nachvollziehen. Wenn du sogar davon schreibst, dass du meinst, der Kollege wäre besser geeignet. Die Frage ist nun, was du daraus machst

Wenn du ablehnen würdest, würde ja nicht unbedingt der Kollege die Beförderung bekommen, sondern schlicht vielleicht eine andere Frau. Außerdem würde man dir sowas in Zukunft nicht mehr anbieten, da du sozusagen verbrannt wärst.

Ich habe es oft erlebt, dass Frauen aufgrund der Frauenbevorzugung schnell hochbefördert werden. Da kann man schon neidisch werden. Trotzdem rate ich dir dringend, die Beförderung anzunehmen. Nach einiger Zeit kräht da kein Hahn mehr nach und vielleicht wechselst du intern einfach irgendwann. Die Beförderung hast du. Also nimm sie an.

Was daraus für mich und andere Männer folgt, ist ein verschärfter Konkurrenzkampf um stellen, aber auch um den Weg dahin. Also müssen wir uns noch mehr weiterbilden und noch besser werden und unsere Chancen extern suchen. Langfristig wird man Frauen damit nicht helfen, weil der Konkurrenzdruck unter den Männern härter wird und Männer damit im Schnitt besser als Frauen werden.

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Auftragschiller

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Weder die Schuld von dir noch von deinem Kollegen. Nimm es an, ist doch klar.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Mir wurde nun eine Beförderung angeboten, um die ein Kollege und ich konkurrierten. Rational betrachtet sprach eigentlich alles für meinen Kollegen. Zwar bin ich ausreichend qualifiziert, hätte die Beförderung verdient und mich andernfalls auch sehr darüber gefreut. Trotzdem ist er der Qualifiziertere von uns beiden, länger dabei, hätte die Beförderung noch mehr verdient als ich. Das sehe nicht nur ich so, kein subjektives Empfinden aufgrund zu geringem Selbstbewusstsein o. Ä. Ich erkenne das neidlos an und wäre vor diesem Hintergrund bereit, bis zur nächsten sich mir bietenden Gelegenheit zu warten.

Dass nun doch ich ausgewählt wurde, ist meinem Eindruck nach in erster Linie auf mein Geschlecht zurückzuführen. Der Konzern, in dem arbeite, pusht Frauen seit Jahren. Als Gegner der Frauenquote und sonstiger geschlechtsbedingter Bevorzugung würde ich mich nicht wohlfühlen, hier davon zu profitieren. Mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie ihr an meiner Stelle entscheiden würdet, und ob ihr meinen Ärger und meine Zweifel nachvollziehen könnt. Außerdem, wie ich eine Absage kommunizieren sollte. Ich habe Sorge, es könnte den Eindruck erwecken, als würde ich kneifen, nicht befördert werden wollen. Und dass ich mir damit selbst Steine in den Weg lege, was die nächste Chance zur Beförderung angeht.

Vielen Dank im Voraus.

Wirkt einfach nur wie ein unnötiger Beitrag, der wohl dazu führen soll, dass hier eine Quoten-Diskussion losgeht. 0/10

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Nimm es an, du kannst ja Nichts für diesen politischen Irrsinn und wenn du ablehnst wird das wie du schon sagtest einen schlechten Eindruck machen.

Ich sehe das als Berater auch immer mehr bei verschiedenen Kunden.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Mir wurde nun eine Beförderung angeboten, um die ein Kollege und ich konkurrierten. Rational betrachtet sprach eigentlich alles für meinen Kollegen. Zwar bin ich ausreichend qualifiziert, hätte die Beförderung verdient und mich andernfalls auch sehr darüber gefreut. Trotzdem ist er der Qualifiziertere von uns beiden, länger dabei, hätte die Beförderung noch mehr verdient als ich. Das sehe nicht nur ich so, kein subjektives Empfinden aufgrund zu geringem Selbstbewusstsein o. Ä. Ich erkenne das neidlos an und wäre vor diesem Hintergrund bereit, bis zur nächsten sich mir bietenden Gelegenheit zu warten.

Dass nun doch ich ausgewählt wurde, ist meinem Eindruck nach in erster Linie auf mein Geschlecht zurückzuführen. Der Konzern, in dem arbeite, pusht Frauen seit Jahren. Als Gegner der Frauenquote und sonstiger geschlechtsbedingter Bevorzugung würde ich mich nicht wohlfühlen, hier davon zu profitieren. Mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie ihr an meiner Stelle entscheiden würdet, und ob ihr meinen Ärger und meine Zweifel nachvollziehen könnt. Außerdem, wie ich eine Absage kommunizieren sollte. Ich habe Sorge, es könnte den Eindruck erwecken, als würde ich kneifen, nicht befördert werden wollen. Und dass ich mir damit selbst Steine in den Weg lege, was die nächste Chance zur Beförderung angeht.

Vielen Dank im Voraus.

Tu das, was du für RICHTIG hälst und hör auf deinen Demon (nach Sokrates). Die innere Stimme zeigt dir, was du für richtig empfindest. Tust du das nicht, korrumpierst du mit der Zeit und ein Schritt reicht hierfür schon aus.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Sehr ehrenwert!
Aber du musst das nutzen. Wenn du dann davon profitiert hast, bist du irgendwann in einer Position, es besser zu machen, als deine jetzigen Vorgesetzten.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Hallo liebe Threaderstellerin,

ich bitte dich und die Leser meine Antwort /meinen Vorschlag nicht als Sexismus zu interpretieren. Als ein eine Person /Mann bin ich ein Gegner von Quoten. Der Grund wieso so wenig Frauen in der Führung sind, sind eben nicht die fehlende Quoten, sondern die Gedanken, die du dir gerade machst. Dein Kollege ist besser qualifiziert? So what? Eine Beförderung verdient übrigens nicht die fachlich mehr qualifiziertere sondern die insgesamt am besten geeignete Person. Fachkompetenz allein ist kein alleinstehender Entscheidungsmerkmal, da gehört mehr. Die am besten passende und die Anforderung erfüllen Person muss wohl du sein und nicht dein Kollege. Woher willst du wissen, dass dein Kollege hier besser wäre. Er hatte doch auch keine Möglichkeit dies unter Beweis zu stellen. Du lernst alles was dir evtl. fehlt (was ich nicht glaube) on the Job.

Erlaube mir bitte einen Seitenhieb, gut gemeint: "Typisch Frau, kümmerst dich mehr was die anderen Leute denken, statt sich selbst zu verwirklichen" (siehe dein Monolog über Kollegen und was sie über Beförderung denken und wie sie dich später wahrnehmen könnten). Forget about it & welcome to the corporate world. Damit ist nicht ein Patriarchat oder Männer Domäne gemeint, sondern Mut, Vision. Willst du als zukünftige Führungskraft soziale Elemente in dein Stil einbauen, bitte... mach das,wird dir keiner im Weg stehen, sondern hoch anrechnen. Vergiss aber nicht die Aufgabe.

Was ist also die zentrale Frage :
Willst du, ja du, Karriere und evtl. Einschnitte im Privatleben wegen Zeitaufwand - ja oder nein? Dann entscheide dich. Bitte aufhören "mit einem krummen Rücken rumzustehen". Männer sagen übrigens statistisch öfter ja in solchen Situationen als Frauen, auch wenn wir analog zu dir uns weniger qualifiziert als unseren Kollegen egal ob m. oder w. einschätzen. Deshalb werdwn Männer öfter befördert. Hat übrigens nichts mit Erziehung zu tun, sondern mit stärker eingeborenen Charakterzügen: Google einfach nach big five traits, impirisch belegt btw. Kleine Deltas reichen vollkommen aus um die Ergebnisse einseitig ausfallen zu lassen, auch wenn in der gesamter Bevölkerung Überschneidungen bei 90% liegen.

Will ich ****threaderstellerin****** diesen Job?
Option 1: ich will.=> nimm an.
Sonst, nicht annehmen.
Und mache bitte das Beste aus deiner Beförderung. Schlechte Chefs egal ob ein Mann oder Frau kann niemand aufstehen.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Mir wurde nun eine Beförderung angeboten, um die ein Kollege und ich konkurrierten. Rational betrachtet sprach eigentlich alles für meinen Kollegen. Zwar bin ich ausreichend qualifiziert, hätte die Beförderung verdient und mich andernfalls auch sehr darüber gefreut. Trotzdem ist er der Qualifiziertere von uns beiden, länger dabei, hätte die Beförderung noch mehr verdient als ich. Das sehe nicht nur ich so, kein subjektives Empfinden aufgrund zu geringem Selbstbewusstsein o. Ä. Ich erkenne das neidlos an und wäre vor diesem Hintergrund bereit, bis zur nächsten sich mir bietenden Gelegenheit zu warten.

Dass nun doch ich ausgewählt wurde, ist meinem Eindruck nach in erster Linie auf mein Geschlecht zurückzuführen. Der Konzern, in dem arbeite, pusht Frauen seit Jahren. Als Gegner der Frauenquote und sonstiger geschlechtsbedingter Bevorzugung würde ich mich nicht wohlfühlen, hier davon zu profitieren. Mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie ihr an meiner Stelle entscheiden würdet, und ob ihr meinen Ärger und meine Zweifel nachvollziehen könnt. Außerdem, wie ich eine Absage kommunizieren sollte. Ich habe Sorge, es könnte den Eindruck erwecken, als würde ich kneifen, nicht befördert werden wollen. Und dass ich mir damit selbst Steine in den Weg lege, was die nächste Chance zur Beförderung angeht.

Vielen Dank im Voraus.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wenn du diese Beförderung ablehnst, wird dir von deinem Vorgesetzten/Arbeitgeber vielleicht die nächste verweigert, die du für dich als fair empfinden würdest! Dein Motiv ist aller Ehren wert, aber niemand kann dir garantieren, dass diese Chance (zeitnah) wieder kommt und auch niemand kann dir bestätigen, dass du wirklich nur aufgrund der Frauenquote die Beförderung erhälst. Nutze die Chance und vielleicht kannst du bei der ein oder anderen Gelegenheit ein gutes Wort für deinen Kollegen einlegen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Sehr ehrenwert!
Aber du musst das nutzen. Wenn du dann davon profitiert hast, bist du irgendwann in einer Position, es besser zu machen, als deine jetzigen Vorgesetzten.

Sehr richtig, bei Beförderungen gibt es immer diverse sinnlose Vorgaben. Jetzt sind es halt mal wohlverdient die Damen. Vorher kam es auf den Tennisclub oder Alma Mater an oder welche Zigarre man zu welcher Uhrzeit geraucht hat. Eines stimmt gewiss: Mit Leistung hat sich noch keiner hochgearbeitet.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Also als jemand der Frauenquoten (und die ganze Idee dieses Schubladendenkens) fundamental ablehnt:
Lass die die Chance nicht entgehen und nimm an!

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Ich finde deine Einstellung sehr lobenswert. Am Ende solltest du auf dein Gefühl hören, was du für richtig hältst.

Ich weiß nicht wie gut ich das als Mann nachvollziehen kann, aber ich weiß, dass ich nicht gut damit umgehen könnte, wenn meine Kollegen, bzw. schlimmer noch Mitarbeiter wissen, dass ich meinen Job nicht wegen meiner Eignung, sondern irgendeiner Quote bekommen habe. Und ich möchte auch für mich, dass ich befördert werde weil ich als der besten geeignete angesehen werde und nicht wegen einer Quote.

Anderen mag das egal sein. Das musst du wie gesagt selber mit dir ausmachen. Und wenn solltest du das auch offen kommunizieren, damit auch klar ist, dass du nicht kneifst oder so.

Alternativ könntest du auch erstmal nach den Gründen fragen. Vielleicht gab es schlüssige Gründe abseits einer Quote, die für dich gesprochen haben. Wenn man dir keine nennen kann, kannst du immer noch sagen, dass du unter diesen Umständen nicht annehmen möchtest.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Man traut dir die Rolle zu, also annehmen!

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wie oft werden Männer aufgrund der Netzwerke befördert? Oder aus sonstigen Gründen, einfach, weil Männer am liebsten Männer auswählen? Es ist nachgewiesenermaßen für Frauen schwerer Karriere zu machen, aus vielen Gründen. Ob deine Beförderung wirklich an der Quote liegt, weiß man ja nicht. Außerdem sagt die Quote nur, dass eine Frau bei GLEICHER Qualifikation bevorzugt werden. Vielleicht hast du noch weitere Qualifikationen, die dir gerade nicht bewusst sind, aber die auch gezählt haben.

Ich würde die Beförderung annehmen und kein schlechtes Gewissen haben. Wenn dein Kollege qualifiziert ist, wird er seine Chance bekommen.

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 12.04.2021:

Sehr ehrenwert!
Aber du musst das nutzen. Wenn du dann davon profitiert hast, bist du irgendwann in einer Position, es besser zu machen, als deine jetzigen Vorgesetzten.

Sehr richtig, bei Beförderungen gibt es immer diverse sinnlose Vorgaben. Jetzt sind es halt mal wohlverdient die Damen. Vorher kam es auf den Tennisclub oder Alma Mater an oder welche Zigarre man zu welcher Uhrzeit geraucht hat. Eines stimmt gewiss: Mit Leistung hat sich noch keiner hochgearbeitet.

Lol, wie kann mal nur "mal wohlverdient die Damen" sagen wenn es doch eindeutig nicht um wohlverdient geht.

An die Erstellerin:
Nimm die Beförderung an!

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Karush

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Voice of Reason schrieb am 12.04.2021:

Schwieriges Thema - mit dem ich mich hier wahrscheinlich in die Nesseln setzen werde (und es wird ein längerer Post)

Wir sind uns alle einig, bei der Besetzung einer Rolle sollte weder das Geschlecht, noch die Religion, noch die Staatsangehörigkeit, Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung, ... eine Rolle spielen. Rein die fachliche und persönliche Eignung für die zur Diskussion stehende Rolle sollte relevant sein.
In einer solchen Welt sind wir leider nicht.

Fakt ist, über die vergangenen Jahrzehnte sind Frauen systematisch im Berufsleben diskriminiert worden und werden es in manchen Geographien oder Branchen noch immer.
Um einen Pfad in die o.g. ideale Welt beschreiten zu können, müssen jetzt leider einfach Männer systematisch benachteiligt werden um die Waage ins Gleichgewicht gebracht werden.
Damit muss man sich einfach abfinden.

Ja, ist leider für "die Männer meiner Generation" an vielen Stellen ärgerlich - ist aber halt nun mal so. Ich habs selbst erlebt - Beförderung wurde abgelehnt, weil die Diversity-KPI der relevanten Führungskraft zu niedrig war und daher zwingend eine Frau befördert werden musste.
Was da hilft? Aufstehen, abwaschen, weiter machen.

An die TE: freu dich drüber, nimm die Stelle an und performe dann. Letzten Endes ist es egal, WIE Du eine Stelle bekommen hast. Relevant ist nur, ob Du performst und zu Recht diesen Job hast.

Super Beitrag, hatte genau darüber sehr lange Diskussionen mit meiner sehr feministischen Freundin und konnten uns am Ende auf genau die Situation einigen die du in deinem Post beschreibst. Sehe ich 1 zu 1 genau so und akzeptiere diese Umstände, auch wenn sie mich benachteiligen.

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

ich finde es schockierend wie viele hier die Ungleichbehandlung auf allen Ebenen gutheißen und ebenso diskriminierend in die andere Richtung schießen, nachdem man sich ja von der bisherigen Form der Diskriminierung so eingeschränkt und benachteiligt gefühlt hat.

allerdings gebe ich dem allgemeinen Tenor durchaus recht und bin der Meinung du solltest die Beförderung annehmen, sofern dir eine Stufenkarriere vorschwebt. Möglich wäre unabhängig von der Frauenquote, dass auch du deinen Vorgesetzten eher als Führungsperson zugesagt hast, weil du "zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Zigarre" mit ihnen geraucht hast. Der personal fit ist und wird immer das ausschlaggebende Kriterium bei der Stellenbesetzung bleiben. Bei der Besetzung einer offenen Stelle sind wir auch auf eine Frau zugegangen, die sich diese Stelle noch nicht zugetraut hat und da vermute ich einfach das größte Problem derzeit. Nämlich das Frauen nicht mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein an die Sache gehen, was auch Auswertungen über die Vorstellungen der Einstiegsgehälter bei Akademikern klar darlegen. Inwiefern dabei eine Frauenquote hilfreich ist kann ich leider nicht beantworten, ob sich Frauen dadurch eher befähigt fühlen oder nicht. Rigorose Quoten halte ich allerdings aus Unternehmenssicht für Blödsinn, da einem Unternehmen so schließlich sämtliche Entscheidungsgewalt genommen wird und ggf. eine vollkommen unqualifizierte Bewerberin eingestellt werden muss, weil sie die einzige Frau ist, die sich bewirbt.

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Voice of Reason schrieb am 12.04.2021:

Schwieriges Thema - mit dem ich mich hier wahrscheinlich in die Nesseln setzen werde (und es wird ein längerer Post)

Wir sind uns alle einig, bei der Besetzung einer Rolle sollte weder das Geschlecht, noch die Religion, noch die Staatsangehörigkeit, Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung, ... eine Rolle spielen. Rein die fachliche und persönliche Eignung für die zur Diskussion stehende Rolle sollte relevant sein.
In einer solchen Welt sind wir leider nicht.

Fakt ist, über die vergangenen Jahrzehnte sind Frauen systematisch im Berufsleben diskriminiert worden und werden es in manchen Geographien oder Branchen noch immer.
Um einen Pfad in die o.g. ideale Welt beschreiten zu können, müssen jetzt leider einfach Männer systematisch benachteiligt werden um die Waage ins Gleichgewicht gebracht werden.
Damit muss man sich einfach abfinden.

Ja, ist leider für "die Männer meiner Generation" an vielen Stellen ärgerlich - ist aber halt nun mal so. Ich habs selbst erlebt - Beförderung wurde abgelehnt, weil die Diversity-KPI der relevanten Führungskraft zu niedrig war und daher zwingend eine Frau befördert werden musste.
Was da hilft? Aufstehen, abwaschen, weiter machen.

An die TE: freu dich drüber, nimm die Stelle an und performe dann. Letzten Endes ist es egal, WIE Du eine Stelle bekommen hast. Relevant ist nur, ob Du performst und zu Recht diesen Job hast.

Was für ein Unsinn. Unbegreiflich wie man auf eine derartig stumpfsinnige Idee kommen kann, dass es aus irgendeinem Grund angebracht sei, dass die junge Generation Männer benachteiligt und die junge Generation Frauen bevorteilt werden sollte, weil die alte Generation Frauen von der alten Generation Männer benachteiligt wurde. Dass man damit nichts löst oder im entferntesten wiedergutmacht, sollte eigentlich jedem auffallen, der auch nur eine halbe Minute nachdenkt.
Eine Milchmädchenrechnung die ihresgleichen sucht ...

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2021:

Wie oft werden Männer aufgrund der Netzwerke befördert? Oder aus sonstigen Gründen, einfach, weil Männer am liebsten Männer auswählen? Es ist nachgewiesenermaßen für Frauen schwerer Karriere zu machen, aus vielen Gründen. Ob deine Beförderung wirklich an der Quote liegt, weiß man ja nicht. Außerdem sagt die Quote nur, dass eine Frau bei GLEICHER Qualifikation bevorzugt werden. Vielleicht hast du noch weitere Qualifikationen, die dir gerade nicht bewusst sind, aber die auch gezählt haben.

Frauen stellen andere Frauen noch weniger ein, als Männer. Komisch oder?

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2021:

Wie oft werden Männer aufgrund der Netzwerke befördert? Oder aus sonstigen Gründen, einfach, weil Männer am liebsten Männer auswählen? Es ist nachgewiesenermaßen für Frauen schwerer Karriere zu machen, aus vielen Gründen. Ob deine Beförderung wirklich an der Quote liegt, weiß man ja nicht. Außerdem sagt die Quote nur, dass eine Frau bei GLEICHER Qualifikation bevorzugt werden. Vielleicht hast du noch weitere Qualifikationen, die dir gerade nicht bewusst sind, aber die auch gezählt haben.

Frauen stellen andere Frauen noch weniger ein, als Männer. Komisch oder?

Komisch ist nur deine Behauptung. Hast du dafür auch irgendwelche Belege oder hast du das in deiner Firma ein- bis zweimal gesehen und wertest das als Abbild der Realität?

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

So was gab es auch schon Mitte der 1980er Jahre. Keine Quote, aber es wurde z.B. im Beamten-Bereich nach jungen Frauen gesucht, um sie auf Führungspositionen zu setzen. Hat den betroffenen Frauen nie geschadet, A16/B3 zu werden.

Voice of Reason schrieb am 12.04.2021:

Schwieriges Thema - mit dem ich mich hier wahrscheinlich in die Nesseln setzen werde (und es wird ein längerer Post)

Wir sind uns alle einig, bei der Besetzung einer Rolle sollte weder das Geschlecht, noch die Religion, noch die Staatsangehörigkeit, Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung, ... eine Rolle spielen. Rein die fachliche und persönliche Eignung für die zur Diskussion stehende Rolle sollte relevant sein.
In einer solchen Welt sind wir leider nicht.

Fakt ist, über die vergangenen Jahrzehnte sind Frauen systematisch im Berufsleben diskriminiert worden und werden es in manchen Geographien oder Branchen noch immer.
Um einen Pfad in die o.g. ideale Welt beschreiten zu können, müssen jetzt leider einfach Männer systematisch benachteiligt werden um die Waage ins Gleichgewicht gebracht werden.
Damit muss man sich einfach abfinden.

Ja, ist leider für "die Männer meiner Generation" an vielen Stellen ärgerlich - ist aber halt nun mal so. Ich habs selbst erlebt - Beförderung wurde abgelehnt, weil die Diversity-KPI der relevanten Führungskraft zu niedrig war und daher zwingend eine Frau befördert werden musste.
Was da hilft? Aufstehen, abwaschen, weiter machen.

An die TE: freu dich drüber, nimm die Stelle an und performe dann. Letzten Endes ist es egal, WIE Du eine Stelle bekommen hast. Relevant ist nur, ob Du performst und zu Recht diesen Job hast.

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Ich finde es klasse wie mehrere Poster auf das sog " Frauen-Denken" hinweisen, da ich das bei mir selbst und im Umkreis oft erlebe, dass sich Frauen viel zu viele Gedanken um die Gefühle der anderen machen, selbst wenn sie offensichtlich im Recht sind.

Eine Freundin machte sich Gedanken, weil eine Salesperson aus einer anderen Firma sich nicht mehr gemeldet hatte und sie den Vetrag mit einer anderen Salesperson aus selbiger Firma abschloß, machte sich sogar Gedanken um deren Kommission!

Wahnsinn, oder? Kein Mann denkt so.

Frauen wurden seit Jahrhunderten und Jahrzehnten bei solchen Dingen übergangen, ich kann mich immer noch an die ganzen Artikel in der Zeitung erinnern, wie geklagt wurde, wenn ein viel schlechter geeigneter Mann eher befördert wurde als eine Frau. Es gibt zig Gerichtsverhandlungen dazu.

Jetzt ist der Spieß halt umgedreht und die Gesetzgebung versucht so ein jahrhundertaltes Übel bei der Wurzel zu packen und auszumerzen und du profitierst jetzt in diesem Moment davon. Denk einfach dran, für das eine Mal wo ein besserer männlicher Kollege übergangen wurde, gibt es 1000 Frauen, denen es eben so ging.

antworten
WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

Wenn du nicht annimmst, machst du dich erst Recht zur Quotenfrau - denn damit sendest du das Signal "ich wurde nicht wegen meiner Kenntnisse sondern wegen der Quote ausgewählt" - damit zeigst du, dass du kein Selbstbewusstsein hast und die Karriere ist in dem Unternehmen ggf. gelaufen. Nimm das Angebot an!

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WiWi Gast

Beförderung wegen Frauenquote ablehnen?

WiWi Gast schrieb am 07.06.2021:

Ich finde es klasse wie mehrere Poster auf das sog " Frauen-Denken" hinweisen, da ich das bei mir selbst und im Umkreis oft erlebe, dass sich Frauen viel zu viele Gedanken um die Gefühle der anderen machen, selbst wenn sie offensichtlich im Recht sind.

Eine Freundin machte sich Gedanken, weil eine Salesperson aus einer anderen Firma sich nicht mehr gemeldet hatte und sie den Vetrag mit einer anderen Salesperson aus selbiger Firma abschloß, machte sich sogar Gedanken um deren Kommission!

Wahnsinn, oder? Kein Mann denkt so.

Frauen wurden seit Jahrhunderten und Jahrzehnten bei solchen Dingen übergangen, ich kann mich immer noch an die ganzen Artikel in der Zeitung erinnern, wie geklagt wurde, wenn ein viel schlechter geeigneter Mann eher befördert wurde als eine Frau. Es gibt zig Gerichtsverhandlungen dazu.

Jetzt ist der Spieß halt umgedreht und die Gesetzgebung versucht so ein jahrhundertaltes Übel bei der Wurzel zu packen und auszumerzen und du profitierst jetzt in diesem Moment davon. Denk einfach dran, für das eine Mal wo ein besserer männlicher Kollege übergangen wurde, gibt es 1000 Frauen, denen es eben so ging.

Das ist aber nicht nur Frauendenken. Es gibt auch viele Männer die so denken. Nur gibt es statistisch mehr Männer die nicht so denken als Frauen die nicht so denken. Und das sind dann die die einfach machen und als "die Männer" gesehen werden.

Ich finde es gut dass die TE sich solche Gedanken macht. Und gerade wenn einem nicht egal ist was seine Mitmenschen von einem Denken ist es nicht verkehrt sich den Schritt gut zu überlegen. Was man dann letzten Endes macht muss jeder für sich wissen.

Was ich nur nicht mehr hören kann ist dieses "früher wurden Frauen übergangen, jetzt sind mal die Männer dran". Unrecht kann man nicht mit Unrecht bekämpfen, und vergangene Diskriminierung kann nicht mit neuer Diskriminierung in die andere Richtung ausgeglichen werden. Das hat mehr etwas von Rache als von Fairness. Ich will einen Job weil ich die beste Bewerberin war, nicht weil ich zu dieser oder jener Gruppe gehöre.

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Führungskräfte-Monitor 2017: Mehr Managerinnen jedoch mit Gehaltsnachteil

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Der Frauenanteil unter den Führungskräften ist in den Jahren von 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Aktuell nimmt der Frauenanteil bei den Führungskräften allerdings nur noch langsam zu. Der Gehaltsnachteil von Managerinnen beträgt durchschnittlich 23 Prozent, so der „Führungskräfte-Monitor 2017“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Managerinnen-Barometer 2017: DAX-Vorstände bleiben weiter Männerdomäne

Die eingeführte Geschlechterquote zeigt ihre erste Wirkung: Der Frauenanteil in Aufsichtsräten, Vorständen und Gremien ist gestiegen. Dennoch sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Das ergibt das aktuelle Managerinnen-Barometer 2017 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Dafür hat das DIW Berlin mehr als 500 Unternehmen untersucht.

Managerinnen-Barometer 2016: Frauenanteile in Spitzengremien großer Unternehmen steigen kaum

Ein Werbeplakat mit einer jungen Frau und der Schrift "Meine Karriereleiter bau ich lieber selbst".

Die Frauenanteile in Vorständen und Aufsichtsräten der 200 umsatzstärksten Unternehmen lagen Ende des Jahres 2015 bei gut sechs Prozent. Nur wenige Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran und erfüllen bereits die geplante gesetzliche Frauenquote von 30-Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hat über 500 Unternehmen und Geldhäuser auf ihre Frauenquote in Spitzenpositionen hin untersucht.

Frauen in Führungspositionen: Bundeskanzlerin Merkel unterstützt Initiative »Chefsache«

Initiative-Chefsache Frauen Führungspositionen

Bundeskanzlerin Merkel unterstützt die neue Initiative „Chefsache“ – für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Spitzenpositionen. Dem Netzwerk gehören Top-Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialwirtschaft, öffentlichem Sektor und Medien an. Der Bundestag hat bereits im März 2015 eine gesetzliche Frauenquote für 2016 festgelegt.

Frauen im Job fast gleichberechtigt

Firmengebäude der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Berlin.

Deutschland verbessert sich im PwC-„Women in Work“-Index auf Rang 7 und die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland nehmen ab. Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist besonders von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Frauen in Führungspositionen: Fortschritte in Aufsichtsräten, Stagnation bei den Vorständen

Boxen bedeutet kampfbereit und Schlagfertigkeit.

Der Frauenanteil in den Vorständen der 160 in den deutschen Aktienindizes notierten Unternehmen stagniert. Nur ein Fünftel der untersuchten Unternehmen kann überhaupt mit einem weiblichen Vorstandsmitglied aufwarten, in drei Vorständen gibt es zwei Frauen, mehr als zwei in keinem einzigen. Etwas besser sieht es bei den Aufsichtsräten aus.

Managerinnen-Barometer 2015: Spitzengremien großer Unternehmen in Männerhand

Die Frauenanteile in Vorständen und Aufsichtsräten verharren auf niedrigem Niveau. Nur wenige Unternehmen erfüllen bereits die geplante gesetzliche Frauenquote. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hat über 500 Unternehmen und Geldhäuser auf ihre Frauenquote in Spitzenpositionen hin untersucht.

Die Frauenquote kommt: Was bedeutet das eigentlich?

Nach langen politischen Kontroversen hat die Bundesregierung nun die Frauenquote verabschiedet. Doch für wen gilt sie, und ab wann – und wie wird sie umgesetzt? Ein kurzer Statusbericht liefert die Eckdaten und eine ifo-Umfrage zeigt, welche Schwierigkeiten Personalleiter bei der Umsetzung der Frauenquote sehen.

Frauenanteil in DAX-30-Vorständen steigt 2014 wieder

Drei neue Vorständinnen erhöhen den Frauenanteil auf sieben Prozent. In den Führungsgremien der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands sind damit aktuell 13 von 185 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten liegt unverändert bei 24,7 Prozent.

Frauenanteil in DAX-30-Vorständen weiter gesunken

Frauen sind in Vorständen großer Unternehmen mit 5,5 Prozent in Deutschland noch immer die Ausnahme. Ende des vergangenen Jahres waren es immerhin noch 6,3 Prozent. In den Aufsichtsräten der DAX-30-Unternehmen hingegen ist der Frauenanteil weiter gestiegen – um 2,8 Prozentpunkte auf 24,7 Prozent.

Männer doppelt so häufig in Führungspositionen wie Frauen

Laut Zensus waren von 21,4 Millionen erwerbstätigen Männern 1,5 Millionen und damit 6,8 Prozent als Führungskräfte tätig. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, betrug der Anteil der Frauen in Führungsfunktionen bei 18,2 Millionen erwerbstätigen Frauen nur 3,1 Prozent und etwa 600.000. Danach hatten Männer doppelt so häufig eine Führungsposition inne wie Frauen.

Kaum Frauen in deutschen Chefetagen

Runde Etagen in einem großen Gebäude mit Blick nach unten.

Denn Frauen haben nach wie vor deutlich schlechtere Aufstiegschancen als Männer – gerade wenn es um Führungspositionen geht. In etwa jedem zehnten deutschen Unternehmen besetzt keine Frau eine geschäftsführende Position. Das ist eines der Ergebnisse der Arbeitsmarktstudien von Robert Half, bei der 400 HR- und Finanzmanager befragt wurden.

Managerinnen-Barometer 2014: Frauenanteile in Spitzenpositionen steigen moderat

Eine Hand mit grünen Fingernägeln stützt einen Frauenkopf.

Die Vorstände und Aufsichtsräte sind weiterhin fest in Männerhand. Selbst Unternehmen mit Bundesbeteiligung sind von einer Vorbildrolle weit entfernt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hat über 500 Unternehmen und Geldhäuser auf ihre Frauenquote in Spitzenpositionen hin untersucht.

Frauenanteil in DAX-30-Vorständen 2013 rückläufig

Eine umgehängte Handtasche mit einem aufgelegtem Arm.

Mehr Frauen in Führungspositionen sind kein Selbstläufer. Während der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten um 2,5 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent stieg, ist der Frauenanteil in den Vorständen der DAX-30-Unternehmen 2013 von 7,8 auf 6,3 Prozent zurückgegangen.

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76 Kommentare

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WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.04.2020: Wäre wünschenswert. Bei uns im Konzern gibt es aber auch die typischen Quotenfr ...

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