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Kind noch während des Studiums?

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

Hi,

meine Partnerin und ich überlegen, wann im Leben der beste Zeitpunkt ist, ein Kind zu machen.

Momentan sind wir beide noch im Studium. Würden wir jetzt ein Kind bekommen, wäre es ein bis anderthalb Jahre alt zum frühesten Zeitpunkt, zu dem wir beide arbeiten könnten. Natürlich ist es illusorisch, dass wir dann beide Vollzeit arbeiten und ein Kind großziehen, das ist uns bewusst. Das würden wir dann über späteren Berufseinstieg bzw. Elternzeit regeln, sodass sich anfangs zu jedem Zeitpunkt einer von uns Vollzeit um das Kind und sobald es in der Krippe ist, die restliche notwendige Zeit kümmern kann.

Unsere Überlegung ist, dass es während der Studienzeit recht einfach ist, sich nebenher um ein Kind zu kümmern, weil man die Zeit halt hat und der Staat einen finanziell ohnehin ausreichend unterstützt. So könnte man sich ein Jahr vorverlegen, das einem dann später vielleicht hilft, karrieremäßig voranzukommen.

Oder tendiert ihr eher dazu zu sagen, dass es später mit Anfang 30 leichter ist, ein Kind großzuziehen und es in den ersten Jahren in der Berufswelt eher extrem hinderlich ist?

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

Von welcher staatlichen Unterstützung redest du und was studiert ihr, dass ihr Zeit für ein Kind habt?
Berufseinstieg mit Kind kann schwierig werden.

Ein Kind am Ende des Studiums hat aus meiner Sicht viele Nachteile:

  • A) man zerhagelt sich ggf. die Note, da man weniger Zeit fürs Studium hat
  • B) verlängert die Studiendauer unnötig
  • C) vor allem deine Freundin wird vermutlich Nachteile bei der Bewerbung haben, weil ein AG denkt: sie beantragt bestimmt irgendwann Teilzeit, Kind ggf. ständig krank, kann nicht mal eben eine Woche auf Dienstreise/Schulung, ist vielleicht bald wieder schwanger etc..
  • D) kaum Elterngeld

Ich persönlich würde lieber 1-2 Jahre arbeiten und dann mit viel Elterngeld (2/3 vom netto) in Elternzeit gehen.
Die Familienplanung nimmt euch keiner ab, aber wenn deine Freundin nicht schon in einem kritischen Alter ist, dann würde ich erst mal den Berufseinstieg meistern. Ich sehe die Nachteile vor allem für deine Freundin. Ein Kind bindet viel Zeit & Nerven, das schafft man ohne Fremdbetreuung nicht mal eben nebenbei. Ist zumindest meine persönliche Meinung.

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

Kinder sind das beste was es gibt.
Ich kann jedoch nur abraten vor dem Berufseinstieg mit der Familienplanung zu beginnen. Der Einstieg fällt extrem schwer und ist bei guten Arbeitgebern fast unmöglich, da schlicht das Angebot für die Unternehmen gross ist und diese letzten Endes sich ohne Einschränkungen für den optimalsten Kandidaten entscheiden können.

Am Ende besteht das Risiko (oder lediglich die Chance) bei einer Kleinstkapitalgesellschaft beginnen zu müssen, da diese traditionell eine sehr geringe Nachfrage bei Absolventen geniessen.
Finanziell würde es sich auch deutlich besser leben nach 1-2 Jahren BE.

Zum Wohle des Kindes und der eigenen Bequemlichkeit würde ich erst 2 Jahre arbeiten gehen. Ansonsten war das Studium nicht umsonst, aber eine Ausbildung hätte auch gelangt.

Ps.: bin selber Mutter von 2 Kindern und meine Schwester hat vor dem Berufseinstieg (ungeplant) ein Kind bekommen.

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Kinder sind das beste was es gibt.

Bitte nicht so generalisieren. Es gibt Studien dazu, das es vermutlich eine relativ hohe Dunkelziffer von Eltern (überwiegend Frauen, teils auch Männer) gibt, die es bereuen Kinder bekommen zu haben. Teils sogar sagen, sie empfänden es wie 18 Jahre Knast oder Ähnliches. Ironischerweise sind das sogar häufig diejenigen, die sich bewusst für Kinder entschieden haben. Darüber öffentlich sprechen tut kaum jemand, weil es ein absolutes Tabu ist, als Eltern zuzugeben, das man eine gewisse Abneigung gegen sein eigenes Kind hat.

Ich will absout nicht den Spielverderber spielen, aber die bewusste Entscheidung für Kinder, sollte in Anbetracht dieser Erkenntnisse, sehr gut überlegt sein, so das man später nicht auch einmal zu dieser "Dunkelziffer" zählt. In meinem Bekanntenkreis habe ich nähmlich genau diesen Fall.

Ich kann jedoch nur abraten vor dem Berufseinstieg mit der Familienplanung zu beginnen. Der Einstieg fällt extrem schwer und ist bei guten Arbeitgebern fast unmöglich, da schlicht das Angebot für die Unternehmen gross ist und diese letzten Endes sich ohne Einschränkungen für den optimalsten Kandidaten entscheiden können.

Am Ende besteht das Risiko (oder lediglich die Chance) bei einer Kleinstkapitalgesellschaft beginnen zu müssen, da diese traditionell eine sehr geringe Nachfrage bei Absolventen geniessen.
Finanziell würde es sich auch deutlich besser leben nach 1-2 Jahren BE.

Zum Wohle des Kindes und der eigenen Bequemlichkeit würde ich erst 2 Jahre arbeiten gehen. Ansonsten war das Studium nicht umsonst, aber eine Ausbildung hätte auch gelangt.

Ps.: bin selber Mutter von 2 Kindern und meine Schwester hat vor dem Berufseinstieg (ungeplant) ein Kind bekommen.

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Von welcher staatlichen Unterstützung redest du und was studiert ihr, dass ihr Zeit für ein Kind habt?

Ich BWL, sie Data Science. Es könnte sein, dass sich das Studium in die Länge zieht bzw. das ist ja auch teilweise Sinn der Sache, um das Kind in einem Kita-Alter bei Berufseintritt zu haben.
Elterngeld, Kindergeld, Betreuungsgeld.

Vielen Dank für die weibliche Sicht auf das Problem. Möchte natürlich nicht, dass meine Partnerin Schwierigkeiten bei Berufseintritt hat. Wobei ja leider AG Frauen Ende 20 oft meinen abzusehen, dass sie bald schwanger werden könnten und sie dann deswegen nicht den Job bekommen.

Unsere positiven Argumente wären folgende:

  • Kind ist früher aus dem Gröbsten draußen und Ende 30 kann man sich voll auf die Karriere konzentrieren, während bei einem späteren Zeitpunkt man gerade zu dieser Zeit zeitliche Einbußen hat.

Ob es der Karriere besser tut mit Mitte / Ende 30 Zeit für die Karriere hat oder bei Berufseintritt kann ich nicht beurteilen. Das Versuche ich zum Teil auch mit der Frage herauszufinden.

  • Intensivere Betreuungsmöglichkeit in den ersten 1,5 Jahren

  • Bei Berufseintritt schon die "härteste" Zeit überstanden

  • die "Gefahr", dass man doch kein Kind kriegt, weil man in der Arbeit so eingespannt ist, dass man sich immer denkt, man könne sich jetzt kein Kind erlauben, ist weg
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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Kinder sind das beste was es gibt.
Ich kann jedoch nur abraten vor dem Berufseinstieg mit der Familienplanung zu beginnen. Der Einstieg fällt extrem schwer und ist bei guten Arbeitgebern fast unmöglich, da schlicht das Angebot für die Unternehmen gross ist und diese letzten Endes sich ohne Einschränkungen für den optimalsten Kandidaten entscheiden können.

Am Ende besteht das Risiko (oder lediglich die Chance) bei einer Kleinstkapitalgesellschaft beginnen zu müssen, da diese traditionell eine sehr geringe Nachfrage bei Absolventen geniessen.
Finanziell würde es sich auch deutlich besser leben nach 1-2 Jahren BE.

Zum Wohle des Kindes und der eigenen Bequemlichkeit würde ich erst 2 Jahre arbeiten gehen. Ansonsten war das Studium nicht umsonst, aber eine Ausbildung hätte auch gelangt.

Ps.: bin selber Mutter von 2 Kindern und meine Schwester hat vor dem Berufseinstieg (ungeplant) ein Kind bekommen.

Sorry, ich kann nicht ganz folgen... War das Kind ein Thema im Bewerbungsgespräch oder wie wurden die Chancen deiner Schwester beeinträchtigt? Und warum sollte ein großer Konzern (wo man nach zwei Jahren in der Regel gerade das Traineeprogramm hinter sich hat) zwangsläufig von Vorteil sein? Und warum sollte sich für einen KMU-Job ein Studium nicht lohnen?

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

Habe da neulich auf Youtube eine Doku darüber gesehen. - Einfach mal anschauen.

Also, für mich wäre das nichts :) - man will ja schließlich das Beste für sich und auch für das Kind.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2019:

Hi,

meine Partnerin und ich überlegen, wann im Leben der beste Zeitpunkt ist, ein Kind zu machen.

Momentan sind wir beide noch im Studium. Würden wir jetzt ein Kind bekommen, wäre es ein bis anderthalb Jahre alt zum frühesten Zeitpunkt, zu dem wir beide arbeiten könnten. Natürlich ist es illusorisch, dass wir dann beide Vollzeit arbeiten und ein Kind großziehen, das ist uns bewusst. Das würden wir dann über späteren Berufseinstieg bzw. Elternzeit regeln, sodass sich anfangs zu jedem Zeitpunkt einer von uns Vollzeit um das Kind und sobald es in der Krippe ist, die restliche notwendige Zeit kümmern kann.

Unsere Überlegung ist, dass es während der Studienzeit recht einfach ist, sich nebenher um ein Kind zu kümmern, weil man die Zeit halt hat und der Staat einen finanziell ohnehin ausreichend unterstützt. So könnte man sich ein Jahr vorverlegen, das einem dann später vielleicht hilft, karrieremäßig voranzukommen.

Oder tendiert ihr eher dazu zu sagen, dass es später mit Anfang 30 leichter ist, ein Kind großzuziehen und es in den ersten Jahren in der Berufswelt eher extrem hinderlich ist?

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Ich BWL, sie Data Science. Es könnte sein, dass sich das Studium in die Länge zieht bzw.
das ist ja auch teilweise Sinn der Sache, um das Kind in einem Kita-Alter bei Berufseintritt > zu haben.
Elterngeld, Kindergeld, Betreuungsgeld.

Elterngeld sind gerade mal 300€ im Studium, nach einem guten Job hingegen bis zu 1800€. Familiengeld gibt es meines Wissens nur in Bayern, 250€ im 2. & 3. Lebensjahr. Falls das bis dahin abgeschafft werden sollte oder ihr beruflich woanders landet, fällt das auch weg.

Man darf auch nicht unterschätzen, was "schief" laufen kann: Fehlgeburten, Kind mit Behinderung, Kind, was sehr viel krank ist oder generell viel Betreuung benötigt, Mehrlingsgeburten etc. Die typischen Hürden wie Schlafentzug und Co mal ausgeklammert, ein Kind stellt den Alltag komplett auf den Kopf.

In einem unbefristeten Verhältnis bei einer größeren Firma mit Betriebsrat hat man als Mutter viel Sicherheit.

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Kinder sind das beste was es gibt.
Ich kann jedoch nur abraten vor dem Berufseinstieg mit der Familienplanung zu beginnen. Der Einstieg fällt extrem schwer und ist bei guten Arbeitgebern fast unmöglich, da schlicht das Angebot für die Unternehmen gross ist und diese letzten Endes sich ohne Einschränkungen für den optimalsten Kandidaten entscheiden können.

Am Ende besteht das Risiko (oder lediglich die Chance) bei einer Kleinstkapitalgesellschaft beginnen zu müssen, da diese traditionell eine sehr geringe Nachfrage bei Absolventen geniessen.
Finanziell würde es sich auch deutlich besser leben nach 1-2 Jahren BE.

Zum Wohle des Kindes und der eigenen Bequemlichkeit würde ich erst 2 Jahre arbeiten gehen. Ansonsten war das Studium nicht umsonst, aber eine Ausbildung hätte auch gelangt.

Ps.: bin selber Mutter von 2 Kindern und meine Schwester hat vor dem Berufseinstieg (ungeplant) ein Kind bekommen.

Sorry, ich kann nicht ganz folgen... War das Kind ein Thema im Bewerbungsgespräch oder wie wurden die Chancen deiner Schwester beeinträchtigt? Und warum sollte ein großer Konzern (wo man nach zwei Jahren in der Regel gerade das Traineeprogramm hinter sich hat) zwangsläufig von Vorteil sein? Und warum sollte sich für einen KMU-Job ein Studium nicht lohnen?

Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in einem grossen Konzern, am besten mit starkem Betriebsrat und/oder Gewerkschaft ist der Jackpot für alle Mütter. Ein KMU Job lohnt sich mit Studium meistens auch, jedoch gibt es da viele schwarze Schafe, die gerade junge Mütter eher schlechter unterstützen, schlicht weil es keinen oder nur einen schwachen BR gibt. Da wird dann versucht einen rauszuekeln. Oder aktuelles Beispiel in meiner Firma (<100 MA): Eine Kollegin war 2 Jahre in Elternzeit, hat letztes Jahr wieder angefangen zu arbeiten und hatte 43 Fehltage. Das ganze Jahr über natürlich Bombenstimmung und stilles Schweigen, wenn sie mal gearbeitet hat. Wer kann es ihr versehen - sie erwartet jetzt ihr 2. Kind und wird danach womöglich nicht zurückkommen.

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Ich BWL, sie Data Science. Es könnte sein, dass sich das Studium in die Länge zieht bzw.
das ist ja auch teilweise Sinn der Sache, um das Kind in einem Kita-Alter bei Berufseintritt > zu haben.
Elterngeld, Kindergeld, Betreuungsgeld.

Elterngeld sind gerade mal 300€ im Studium, nach einem guten Job hingegen bis zu 1800€. Familiengeld gibt es meines Wissens nur in Bayern, 250€ im 2. & 3. Lebensjahr. Falls das bis dahin abgeschafft werden sollte oder ihr beruflich woanders landet, fällt das auch weg.

Man darf auch nicht unterschätzen, was "schief" laufen kann: Fehlgeburten, Kind mit Behinderung, Kind, was sehr viel krank ist oder generell viel Betreuung benötigt, Mehrlingsgeburten etc. Die typischen Hürden wie Schlafentzug und Co mal ausgeklammert, ein Kind stellt den Alltag komplett auf den Kopf.

In einem unbefristeten Verhältnis bei einer größeren Firma mit Betriebsrat hat man als Mutter viel Sicherheit.

Gute Punkte. Ich möchte noch ergänzen, dass Karriere für beide wohl eher nur dann machbar ist, wenn auf beiden Seiten die Grosseltern räumlich und zeitlich zur Verfügung stehen

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WiWi Gast

Kind noch während des Studiums?

Ich stelle jetzt mal eine ketzerische These auf:
Wer sich gegen Ende des Studiums irgendwelche Gedanken zum Thema Kinder macht, der hat eh keinen Bock drauf, sowas wie Karriere zu machen oder sich beruflich generell überdurchschnittlch stark zu engagieren.
Wenn man das Studium endlich geschafft hat, brennt man normalerweise dafür, endlich durchzustarten, endlich ordentlich Geld zu verdienen, vielleicht sowas wie den Lohn der Mühen einzustreichen.

Über Kinder denkt man dann nach, wenn man angekommen ist, also frühestens 5 Jahre nach Berufseinsteig. Ihr könnt auch garnicht einschätzen, wie es nach dem Studium weitergeht, evtl. bekommt ihr nur räumlich getrennt gute Stellen und würdet erstmal 2-3 Jahre eine Fernbeziehung führen, bis sich dann einer umbewerben kann. Evtl. funktioniert auch die Beziehung im Berufsleben nicht mehr. Ich habe das in meinem Bekanntenkreis mehrfach erlebt, im Studium alles super, danach haben sich beide plötzlich in ganz andere Richtungen entwickelt und man hat sich irgendwann getrennt.

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