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Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Nabend,

hatte heute ein Gespräch zu dem Thema und ich wollte Mal nachfragen wie ihr das seht, ich kann es nämlich nur sehr schwer nachvollziehen.

Seit März gibt es wie fast überall Home Office bzw. um es korrekt zu benennen mobiles Arbeiten. Man könnte somit von zu Hause arbeiten. Seit dieser Wochen gibt es nun erst feste Einteilungen, man ist also an gewissen Tagen wieder verpflichtet zu kommen was absolut in Ordnung ist. Zuvor hieß es jedoch, dass es frei entschieden werden kann ob man ins Büro kommen möchte oder nicht. Es liegt auch nichts schriftliches dazu vor.

Was gesagt wurde ist, dass es dem Inhaber freuen würde.....wenn sich Menschen freuen, freut mich das natürlich auch aber mobiles Arbeiten hatte einfach Vorteile, vor allem zeitlich und somit effizientere Nutzung der Zeit. Arbeiten konnten somit tagfertig durchgeführt werden, natürlich! auch bedingt durch Corona.

Zudem wurde auch teilweise außerhalb der Arbeitszeit gearbeitet, einfach weil man da Gefühl hatte, dass man es so gerne macht weil der AG die Situation ermöglicht hat. Natürlich steht im Vertrag Sitz des headquarters" und gesteigert habe ich mich nie..... jetzt wird es so ausgelegt als würde ich nicht gerne zur Arbeit kommen und kein Plan. Es gab wirklich in der ganzen Zeit kein Problem wo größere Absprachen vor Ort notwendig waren, generell gab es keine Probleme.

Dass jetzt gefühlt mangelnde Identifikation vorgeworfen wird ... stößt mir schon auf. Kann man das jetzt so weit bringen, dass man jmd. verhaltensbedingt kündigen kann? Zumindest fühlt es sich so an als wäre man generell mehr im Fokus.

Wie ist das bei euch?

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Sehr anstrengend zu lesen dein Beitrag.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Wenn du schriftlich hast dass es "gerne gesehen" ist und keine Pflicht kann dir der Arbeitgeber rein rechtlich gar nichts. Wenn du dich aber so in die Schusslinie bringt (wie du es beschreibst) gibt es natürlich keine Garantie, dass die nächsten Spesenabrechnungen nicht extra gründlich kontrolliert werden oder die Beförderung wie besprochen klappt...

Bei uns gibt es auf Abteilungsebene einen Bürotag. Da mein Teamleiter allerdings klargestellt hat dass ihm das wumpe ist und er in seinem Alter solange Covid ein Thema ist keinen Fuß ins Büro setzt darf ich auch weiter von zuhause arbeiten. Das tue ich auch weil ich tatsächlich lieber meine Zeit mit der Familie anstelle von Kollegen verbringe.
Außerdem bringt es relativ wenig wenn ich mit den Anwesenden außer fünf Minuten Kaffeklatsch nichts gemeinsam mache.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Verstehe ich Dich richtig, dass Dein Arbeitgeber möchte, dass Du einige Tage in der Woche wieder in der Firma vor Ort arbeitest, Du aber lieber weiterhin HomeOffice vorziehst und das zum Knartsch auf Chefseite führt? Also, Dir der Wunsch nach HomeOffice einfach negativ ausgelegt wird?

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 19.09.2020:

Verstehe ich Dich richtig, dass Dein Arbeitgeber möchte, dass Du einige Tage in der Woche wieder in der Firma vor Ort arbeitest, Du aber lieber weiterhin HomeOffice vorziehst und das zum Knartsch auf Chefseite führt? Also, Dir der Wunsch nach HomeOffice einfach negativ ausgelegt wird?

Ne. Hätte er darauf bestanden wäre ich natürlich dem nachgegangen...wozu der Stress. Dann hätte man eben darüber nachverhandeln können.

Durch die Blume wurde lediglich gesagt bis eben vor dieser Woche, dass man gerne ins Büro kommen kann ...das war's.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 19.09.2020:

Nabend,

hatte heute ein Gespräch zu dem Thema und ich wollte Mal nachfragen wie ihr das seht, ich kann es nämlich nur sehr schwer nachvollziehen.

Seit März gibt es wie fast überall Home Office bzw. um es korrekt zu benennen mobiles Arbeiten. Man könnte somit von zu Hause arbeiten. Seit dieser Wochen gibt es nun erst feste Einteilungen, man ist also an gewissen Tagen wieder verpflichtet zu kommen was absolut in Ordnung ist. Zuvor hieß es jedoch, dass es frei entschieden werden kann ob man ins Büro kommen möchte oder nicht. Es liegt auch nichts schriftliches dazu vor.

Was gesagt wurde ist, dass es dem Inhaber freuen würde.....wenn sich Menschen freuen, freut mich das natürlich auch aber mobiles Arbeiten hatte einfach Vorteile, vor allem zeitlich und somit effizientere Nutzung der Zeit. Arbeiten konnten somit tagfertig durchgeführt werden, natürlich! auch bedingt durch Corona.

Zudem wurde auch teilweise außerhalb der Arbeitszeit gearbeitet, einfach weil man da Gefühl hatte, dass man es so gerne macht weil der AG die Situation ermöglicht hat. Natürlich steht im Vertrag Sitz des headquarters" und gesteigert habe ich mich nie..... jetzt wird es so ausgelegt als würde ich nicht gerne zur Arbeit kommen und kein Plan. Es gab wirklich in der ganzen Zeit kein Problem wo größere Absprachen vor Ort notwendig waren, generell gab es keine Probleme.

Dass jetzt gefühlt mangelnde Identifikation vorgeworfen wird ... stößt mir schon auf. Kann man das jetzt so weit bringen, dass man jmd. verhaltensbedingt kündigen kann? Zumindest fühlt es sich so an als wäre man generell mehr im Fokus.

Wie ist das bei euch?

Kannst Du das nochmal vernünftig schreiben?
Das kann kein Mensch lesen und verstehen

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Bei uns (Bahn) arbeite ich jetzt seit 6 Monaten im Homeoffice. Das wird dieses Jahr vermutlich auch so weitergehen. Habe mir jetzt aber dennoch sicherheitshalber einen 3 Tage Homeoffice Vertrag von HR geben lassen.

Komm doch einfach zu uns, dann hast du dieses rumgetue nicht. Die Bahn hat fast in jedem Kaff eine Außenstelle.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Sorry, kapier auch nicht, was du meinst. Schreib mal einen vernünftigen Beitrag, wenn du schon Hilfe suchst.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 19.09.2020:

Bei uns (Bahn) arbeite ich jetzt seit 6 Monaten im Homeoffice. Das wird dieses Jahr vermutlich auch so weitergehen. Habe mir jetzt aber dennoch sicherheitshalber einen 3 Tage Homeoffice Vertrag von HR geben lassen.

Komm doch einfach zu uns, dann hast du dieses rumgetue nicht. Die Bahn hat fast in jedem Kaff eine Außenstelle.

Da spricht ja auch nichts dagegen, so lange du nicht als Lokführer oder Schaffner eingestellt wurdest.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Ich fand mein Matheskript damals angenehmer zu lesen...

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Ich glaube er meint, es hieß "ihr könnt Home Office machen, aber das Büro ist auch offen und es wäre schön wenn ihr ab und zu auch hier arbeitet", aber wohl nicht verpflichtent?

Hatte sowas ähnliches auch mal bei einem HiWi Job am Lehrstuhl, wo ich vermehrt desshalb von zu Hause gearbeitet habe (und es wahr mir freigestellt das zu tun), weil im Büro in der Uni 1. dauern um mich rumgerannt ist, was mich wahnsinnig gemacht hat und 2. schlicht die Rechner und das Wlan nicht richtig ging
Also ab nach Hause, wo Ruhe war und Internet.

Wurde dann auch nach einiger Zeit zum Gespräch gebeten und trotz guter Begründung meinerseits (und obwohl ich diese Probleme bereits vorher mehrfach angesprochen hatte) wurde mir vorgeworfen ich würden den Job nichts ernst nehmen. Meine Arbeit hatte ich da btw, ordnungsgemäß und nach Feedback sogar sehr gut erledigt.

Fand die ganze Sach total strange. Ich habe später im Job nach der Uni oft die Erfahrung gemacht, das Leute glauben, wenn man nicht dauernd vor Ort im Office sitzt, würde man die Arbeit nicht ernst nehmen, warum auch immer. Ich glaube das kommt von dem Vorurteil, das Leute glauben, im Home Office würde man nichts machen.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 19.09.2020:

Ich glaube er meint, es hieß "ihr könnt Home Office machen, aber das Büro ist auch offen und es wäre schön wenn ihr ab und zu auch hier arbeitet", aber wohl nicht verpflichtent?

Hatte sowas ähnliches auch mal bei einem HiWi Job am Lehrstuhl, wo ich vermehrt desshalb von zu Hause gearbeitet habe (und es wahr mir freigestellt das zu tun), weil im Büro in der Uni 1. dauern um mich rumgerannt ist, was mich wahnsinnig gemacht hat und 2. schlicht die Rechner und das Wlan nicht richtig ging
Also ab nach Hause, wo Ruhe war und Internet.

Wurde dann auch nach einiger Zeit zum Gespräch gebeten und trotz guter Begründung meinerseits (und obwohl ich diese Probleme bereits vorher mehrfach angesprochen hatte) wurde mir vorgeworfen ich würden den Job nichts ernst nehmen. Meine Arbeit hatte ich da btw, ordnungsgemäß und nach Feedback sogar sehr gut erledigt.

Fand die ganze Sach total strange. Ich habe später im Job nach der Uni oft die Erfahrung gemacht, das Leute glauben, wenn man nicht dauernd vor Ort im Office sitzt, würde man die Arbeit nicht ernst nehmen, warum auch immer. Ich glaube das kommt von dem Vorurteil, das Leute glauben, im Home Office würde man nichts machen.

Exakt! Danke...so sieht es auch bei mir aus UND alle schreien immer irgendwie rum wenn was nicht läuft und informieren den Teamleiter. Keine Ahnung ich habe den Anspruch das selbst zu lösen und ich brauche nicht 100 Absprachen. Man kann doch alles im humanen Ton auf direktem Weg klären oder nicht?

Ich bin wirklich sehr selbstkritisch nur es ist einfach belegbar, dass alles ordentlich erledigt wurde. Das zeigen die KPIs wo ich überdurchschnittlich dar stehe, schriftlich habe ich gutes Feedback erhalten. Doch! für den Teamleiter, Abteilungsleiter scheint das nebensächlich zu sein.

Vielleicht liegts am Altersdurchschnitt, vielleicht, dass der Chef, Chef erst 5 Monate dabei ist ... vielleicht bin ich aber auch nur ein Problem welches störend für den gemeinsamen Teamgeist ist. Dabei sind alle Aufgaben im Team abgegrenzt. Für mich klingt das dementsprechend wie, ich solle doch in meiner Arbeitszeit ein bisschen mehr Smalltalk führen um den Teamspirit anzufeuern.

Grow together, an einen Strang, letS do it....

stammende aus
Managerseminar "Team the real strenght" - ja, genau hier im Seminar wird mir die Welt erklärt. Das muss ich so weitergeben, ich habe keine Zeit für differenziertes Denken und ob das hinterfragt werden muss? Der Seminarleiter ist doch ein Profi. Entschuldigt den Sarkasmus

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Es ist nunmal so, dass viele WFH mit Urlaub verwechseln - das ist die Realität gerade im Konzern, auch wenn es in Foren immer heißt, wie emsig und produktiv man denn nicht ist, wenn die blöden Kollegen einen nicht stören. Auch scheinen einige zu glauben, dass es doch völlig ausreicht, die Aufgaben einfach konzentriert abzuarbeiten.

Dazu eine Frage: wer macht wohl eher Karriere und Gehaltssprünge - der korrekte, fleißige Heimarbeiter, den mangels Anwesenheit keiner kennt oder eher die energische Powerfrau, die zwar nicht alles immer brav zu 100% erledigt, dafür aber präsent ist (Bürotratsch, Käffchen, Mittagessen) und Einsatzbereitschaft signalisiert?

Hier wird vergessen, dass Menschen soziale Wesen sind und nicht allein die Leistung an sich zählt. Im Zweifelsfall tut sich die Leitung auch einfacher damit, den quasi anonymen Heimarbeiter vor die Tür zu setzen als jemanden, dem man häufig persönlich begegnet. Aber sitzt nur weiter daheim, im Büro ist es deutlich ruhiger und ich profitiere davon, dass der Chef mich regelmäßig sieht ;)

WiWi Gast schrieb am 19.09.2020:

Ich glaube er meint, es hieß "ihr könnt Home Office machen, aber das Büro ist auch offen und es wäre schön wenn ihr ab und zu auch hier arbeitet", aber wohl nicht verpflichtent?

Hatte sowas ähnliches auch mal bei einem HiWi Job am Lehrstuhl, wo ich vermehrt desshalb von zu Hause gearbeitet habe (und es wahr mir freigestellt das zu tun), weil im Büro in der Uni 1. dauern um mich rumgerannt ist, was mich wahnsinnig gemacht hat und 2. schlicht die Rechner und das Wlan nicht richtig ging
Also ab nach Hause, wo Ruhe war und Internet.

Wurde dann auch nach einiger Zeit zum Gespräch gebeten und trotz guter Begründung meinerseits (und obwohl ich diese Probleme bereits vorher mehrfach angesprochen hatte) wurde mir vorgeworfen ich würden den Job nichts ernst nehmen. Meine Arbeit hatte ich da btw, ordnungsgemäß und nach Feedback sogar sehr gut erledigt.

Fand die ganze Sach total strange. Ich habe später im Job nach der Uni oft die Erfahrung gemacht, das Leute glauben, wenn man nicht dauernd vor Ort im Office sitzt, würde man die Arbeit nicht ernst nehmen, warum auch immer. Ich glaube das kommt von dem Vorurteil, das Leute glauben, im Home Office würde man nichts machen.

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

So wie ich das verstehe, "soll" er jetzt tageweise wieder ins Office und findet das blöd.
Du schreibst doch selbst, dass in deinem Vertrag steht, dass dein Arbeitsort das HQ des Unternehmens ist. Damit ist doch alles klar. Deine Home Office Tätigkeit ist reine Kulanz seitens des AGs.

Sobald er möchte, dass du deinen vertraglichen Pflichten nachkommst, darfst du wieder 5 Tage im Büro antanzen.
Sei froh, dass du überhaupt noch aus dem Home Office arbeiten darfst oder such dir etwas neues.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Hier wird vergessen, dass Menschen soziale Wesen sind und nicht allein die Leistung an sich zählt. Im Zweifelsfall tut sich die Leitung auch einfacher damit, den quasi anonymen Heimarbeiter vor die Tür zu setzen als jemanden, dem man häufig persönlich begegnet. Aber sitzt nur weiter daheim, im Büro ist es deutlich ruhiger und ich profitiere davon, dass der Chef mich regelmäßig sieht ;)

+1

So ist es. Man muss ja nicht jeden Tag Dasein, aber hin und wieder sollte man sich schon sehen lassen. Ich persönlich mache gerne drei Tage vor Ort und zwei von zu Hause.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Dennoch ist Corona und wenn es in der Familie einen Risikofall gibt so sollte das anders aussehen.

Sorry für mich ist das ebenfalls eine Sache der Toleranz. Soziales Wesen oder nicht, es geht hier auch nicht um Aufstieg...als wäre es das wichtigste überhaupt. Es geht hier darum, dass man jmd. etwas vorwirft obwohl er der Arbeit nachgegangen ist. Wieso muss der Typ, der sich auf die Arbeit fokussiert nach dem richten, der auch gerne den sozialen Kontakt pflegt? Zumal er jetzt auch so dargestellt wird als wäre sozial inkompetent. Von fehlender Hilfestellung sowie fehlender Bereitschaft den Richtlinien des Vorgesetzten zu folgen schreibt er doch gar nichts.

So wie ich es verstehe, gab es gar keine offizielle Richtlinie. Er hat das genutzt was momentan viele nutzen fertig.

Man sollte evtl. so langsam Mal aus altmodischen Mustern fliehen, dass Arbeit immer der zweite Familienkreis sein muss. Man darf nicht andauernd von sich auf andere schließen

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 20.09.2020:

Hier wird vergessen, dass Menschen soziale Wesen sind und nicht allein die Leistung an sich zählt. Im Zweifelsfall tut sich die Leitung auch einfacher damit, den quasi anonymen Heimarbeiter vor die Tür zu setzen als jemanden, dem man häufig persönlich begegnet. Aber sitzt nur weiter daheim, im Büro ist es deutlich ruhiger und ich profitiere davon, dass der Chef mich regelmäßig sieht ;)

+1

So ist es. Man muss ja nicht jeden Tag Dasein, aber hin und wieder sollte man sich schon sehen lassen. Ich persönlich mache gerne drei Tage vor Ort und zwei von zu Hause.

Man sollte jetzt aber zwei Punkte nicht vermengen. Es geht hier estmal darum, wie es darum steht die Arbeit die man machen soll zu machen. Ob das förderlich für die Karriere ist weil einen die Leute quasi nicht kennen, ist ein völlig anderes Thema.

Ich habe einige Zeit für ein US Unternehmen gearbeitet, bei dem fast 100% der Angestellten Remote arbeiten, verteilt über den ganzen Globus. Wenn man das einige Jahre nicht anders kennt, fällt es einem, zugegebener masen, ziemlich schwer, die ganzen Vorurteile bzgl. Home Office noch nach zu vollziehen. Der Klassiker ist immer die angeblich geringe Produktivität. Nur wird dabei vollkommen ausgeblendet, dass das im Office häufig genauso unproduktiv abläuft. Ich erinnere mich da an meine Praktikums- und Werksstudentenzeit, wo der eine Kollege gefühlt alle zehn Minuten für mindestens fünf Minuten zum Rauchen ist. Der andere hat sich quasi nur von Kaffee ernährt und ist drei mal in der Stunde in der Kaffeeküchen plus Kollegen Plausch verschwunden. Der dritte hat geschäftliche Telefonate geführt und zwar so laut, dass das ganze Großraumbüro mithören konnte, die so abliefen, dass die ersten zwei Minuten was geschäftliches wahren und er dann mindestens 30 Minuten dem anderen sein Leben erzählt hat. Und das mehrfach am Tag. Usw.... Ich hätte da noch deutlich mehr Geschichten und wundere mich immer, das beim Theme Arbeitseffizients im Office, solche Sachen auch nie auf den Tisch gepracht werden.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 20.09.2020:

So ist es. Man muss ja nicht jeden Tag Dasein, aber hin und wieder sollte man sich schon sehen lassen. Ich persönlich mache gerne drei Tage vor Ort und zwei von zu Hause.

Ich arbeite mittlerweile seit über acht Jahren vier Tage pro Woche fast ausschließlich im Homeoffice (wegen der Zeitverschiebung). Mittwochs ist allerdings Anwesenheitspflicht von 12:00-16:00 Uhr. Die Chefin begründete das spaßeshalber damit, dass sie gerne sehen möchte, wer überhaupt noch für die Firma arbeitet.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Es könnte aber passieren daß man beim neuen AG auch im HO landet.
Zumindest im Moment, aber manche Firmen haben ja die Kurzarbeit schon bis Ende 2021 verlängert, siehe Lufthansa.

Zum jetzigen Zeitpunkt muss man erst abwarten ob es in 2021 einen Impfstoff gibt; 2022 (könnte) z.T. mit Kurzarbeit geprägt sein, erst ab 2023/2024 werden die Mitarbeiter wohl auch wieder alle im Büro sein müssen.

Interessant ist ehr zu beobachten wie lange die Flugbranche und andere "Unterhaltungsbranchen" unter den "Pandemie-Maßnahmen" noch überleben können, Stichwort: Einreisesperren, Quarantäne-Maßnahmen. Erst "Insolvenz-Opfer" gibt es bereits und meiner Meinung nach werden sicher noch viele Folgen wenn sich nicht bald etwas ändert. Wieder kommt die Frage auf: Mensch schützen ja, und wer schützt den Besitz, also die Unternehmen?

WiWi Gast schrieb am 20.09.2020:

So wie ich das verstehe, "soll" er jetzt tageweise wieder ins Office und findet das blöd.
Du schreibst doch selbst, dass in deinem Vertrag steht, dass dein Arbeitsort das HQ des Unternehmens ist. Damit ist doch alles klar. Deine Home Office Tätigkeit ist reine Kulanz seitens des AGs.

Sobald er möchte, dass du deinen vertraglichen Pflichten nachkommst, darfst du wieder 5 Tage im Büro antanzen.
Sei froh, dass du überhaupt noch aus dem Home Office arbeiten darfst oder such dir etwas neues.

antworten
WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

Niemand muss sich nach anderen richten, das hat auch keiner behauptet. Hier ging es einzig um den Hinweis auf die Tatsache, dass vor Ort anwesende Mitarbeiter einen Vorteil gegenüber Dauerheimarbeitern haben - gerade in diesem Forum, wo es ja häufig um Geld und Karriere geht, ist das auf jeden Fall ein Faktor. Ich sehe schon das Gejammer der remote Arbeiter in ein paar Jahren (sofern ihre Stelle nicht nach Osteuropa verlagert wurde), dass sie karrieretechnisch hinterherhinken und man den “Anwesenden” bitte etwas wegnehmen soll, weil Gerechtigkeit und so. Und ganz ehrlich, ich persönlich halte jemanden, der freiwillig überwiegend remote arbeitet (und dann im Internet über die unproduktiven Kollegen im Büro ablästert) für weniger sozial kompetent. So ein “unnützer” Kaffeetratsch kann nämlich schnell mal der Zünder für eine tolle Idee sein, einen interessanten Wechsel ermöglichen oder Missverständnisse ausräumen, da kommt kein Chat bei MS Teams ran.

WiWi Gast schrieb am 20.09.2020:

Dennoch ist Corona und wenn es in der Familie einen Risikofall gibt so sollte das anders aussehen.

Sorry für mich ist das ebenfalls eine Sache der Toleranz. Soziales Wesen oder nicht, es geht hier auch nicht um Aufstieg...als wäre es das wichtigste überhaupt. Es geht hier darum, dass man jmd. etwas vorwirft obwohl er der Arbeit nachgegangen ist. Wieso muss der Typ, der sich auf die Arbeit fokussiert nach dem richten, der auch gerne den sozialen Kontakt pflegt? Zumal er jetzt auch so dargestellt wird als wäre sozial inkompetent. Von fehlender Hilfestellung sowie fehlender Bereitschaft den Richtlinien des Vorgesetzten zu folgen schreibt er doch gar nichts.

So wie ich es verstehe, gab es gar keine offizielle Richtlinie. Er hat das genutzt was momentan viele nutzen fertig.

Man sollte evtl. so langsam Mal aus altmodischen Mustern fliehen, dass Arbeit immer der zweite Familienkreis sein muss. Man darf nicht andauernd von sich auf andere schließen

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WiWi Gast

Home Office - jetzt wird's zur Last gelegt

WiWi Gast schrieb am 20.09.2020:

Hier wird vergessen, dass Menschen soziale Wesen sind und nicht allein die Leistung an sich zählt. Im Zweifelsfall tut sich die Leitung auch einfacher damit, den quasi anonymen Heimarbeiter vor die Tür zu setzen als jemanden, dem man häufig persönlich begegnet. Aber sitzt nur weiter daheim, im Büro ist es deutlich ruhiger und ich profitiere davon, dass der Chef mich regelmäßig sieht ;)

+1

So ist es. Man muss ja nicht jeden Tag Dasein, aber hin und wieder sollte man sich schon sehen lassen. Ich persönlich mache gerne drei Tage vor Ort und zwei von zu Hause.

Man sollte jetzt aber zwei Punkte nicht vermengen. Es geht hier estmal darum, wie es darum steht die Arbeit die man machen soll zu machen. Ob das förderlich für die Karriere ist weil einen die Leute quasi nicht kennen, ist ein völlig anderes Thema.

Ich habe einige Zeit für ein US Unternehmen gearbeitet, bei dem fast 100% der Angestellten Remote arbeiten, verteilt über den ganzen Globus. Wenn man das einige Jahre nicht anders kennt, fällt es einem, zugegebener masen, ziemlich schwer, die ganzen Vorurteile bzgl. Home Office noch nach zu vollziehen. Der Klassiker ist immer die angeblich geringe Produktivität. Nur wird dabei vollkommen ausgeblendet, dass das im Office häufig genauso unproduktiv abläuft. Ich erinnere mich da an meine Praktikums- und Werksstudentenzeit, wo der eine Kollege gefühlt alle zehn Minuten für mindestens fünf Minuten zum Rauchen ist. Der andere hat sich quasi nur von Kaffee ernährt und ist drei mal in der Stunde in der Kaffeeküchen plus Kollegen Plausch verschwunden. Der dritte hat geschäftliche Telefonate geführt und zwar so laut, dass das ganze Großraumbüro mithören konnte, die so abliefen, dass die ersten zwei Minuten was geschäftliches wahren und er dann mindestens 30 Minuten dem anderen sein Leben erzählt hat. Und das mehrfach am Tag. Usw.... Ich hätte da noch deutlich mehr Geschichten und wundere mich immer, das beim Theme Arbeitseffizients im Office, solche Sachen auch nie auf den Tisch gepracht werden.

So sieht's aus.

Ende der Geschichte es ist eine Typen und Vertrauenssache, fertig. In jetziger Hinsicht ist es zudem einfach noch vernünftig seine Arbeit von zu Hause zu erledigen! Zur Last legen Bund nicht befördert werden sind erstmal zwei unterschiedliche Ansätze. Vor allem wenn es keine kare Linie gibt. Es sollte gerade dann keinem etwas angehen wie oder wo er seine Arbeit macht. Am Ende zählt das Ergebnis, hier kann man evtl. noch auf Kurz- oder Langfristigkeit entscheiden.

Die Perspektive ist bei den Baby boomern natürlich schwieriger als bei der Generation Y erreichbar, zumindest statistisch lege ich mich hier fest. Es kann nicht immer darum gehen dem Herdentrieb zu folgen. Und die eigene Entscheidung sollte nicht die Entscheidung der anderen beeinflussen. Das ist alles andere als flexibel, modern und erwachsen

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