DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Job-Trends: ArbeitsmarktFinanzbranche

Arbeitsmarkt: Jeder dritte Finanzchef plant Neueinstellungen

87 Prozent der Unternehmen in Deutschland blicken zuversichtlich auf die Wirtschaftsentwicklung der kommenden sechs Monate und 39 Prozent planen die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die optimistischsten Konjunkturerwartungen und den höchsten Bedarf an Fach- und Führungskräften hat der Finanzdienstleistungssektor.

Arbeitsmarkt: Gut jeder dritte Finanzchef plant Neueinstellungen
München, 26.08.2013 (rh) - Die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt auch im zweiten Halbjahr ungebrochen positiv. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Arbeitsmarktstudie „Hiring Index“ des Personaldienstleisters Robert Half, an der 500 deutsche Führungskräfte im Rahmen einer internationalen Umfrage unter 4.450 CFOs, COOs und Personalmanagern teilgenommen haben.

Der „Hiring Index“ von Robert Half liefert halbjährlich Daten zur Entwicklung des Arbeitsmarkts und Geschäftsklimas in Deutschland und 16 weiteren Ländern. Die Studienteilnehmer werden dabei ausschließlich zum Markt für Fach- und Führungskräfte in den spezialisierten Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Finanzdienstleistungen sowie dem Assistenzwesen befragt.

Optimistische Wirtschaftsaussichten
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 39 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen planen, im zweiten Halbjahr neue Arbeitsplätze zu schaffen– dies entspricht einem Plus von 10 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte. Weiterhin erfreulich ist, dass lediglich 3 Prozent der Unternehmen in den kommenden sechs Monaten Stellen abbauen wollen.

Die Einstellungspläne gehen mit den optimistischen Erwartungen der Unternehmen an die Konjunkturentwicklung in Deutschland einher: 71 Prozent der Führungskräfte blicken zuversichtlich auf das Wirtschaftswachstum des zweiten Halbjahres. 16 Prozent sind sogar sehr zuversichtlich, dass sich die Geschäftslage in Deutschland bessern wird. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für die Erwartungen im eigenen Unternehmen ab: 68% sind positiv gestimmt ob der eigenen Unternehmensentwicklung, 21 Prozent sogar sehr positiv.

„Die deutsche Wirtschaft zeigt sich nach wie vor krisenfest – trotz anhaltender Unsicherheiten und hoher Arbeitslosenzahlen im europäischen Binnenmarkt. Demnach ist die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal in Deutschland auch weiterhin hoch. Laut der Studie ist der erhöhte Personalbedarf hauptsächlich auf zusätzliche Projekte oder neue Initiativen, die geplante Erweiterung des Produktportfolios und die Erschließung neuer Märkte zurückzuführen“, kommentiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half International mit Sitz in Frankfurt am Main, die aktuellen Ergebnisse des „Hiring Index“.

Einstellungstrends der einzelnen Bereiche

Finanz- und Rechnungswesen
37 Prozent der befragten CFOs in Deutschland planen, neue Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen einzustellen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr ist dies ein Plus von 10 Prozent. Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich indes abgeschwächt: Nur noch 23 Prozent der Unternehmen haben Schwierigkeiten, qualifiziertes Fachpersonal zu finden. Zu Jahresbeginn sah diese Einschätzung noch anders aus: Damals gaben 32 Prozent der Finanzchefs an, die Suche nach Fachkräften sei eine große Herausforderung für das eigene Unternehmen.

Finanzdienstleister
Die Stimmung im Finanzdienstleistungssektor hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr deutlich verbessert. Mit 43 Prozent plant fast jedes zweite Unternehmen aus diesem Bereich die Neueinstellung von zusätzlichen Fach- und Führungskräften. Und auch die Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den kommenden sechs Monaten ist unter Finanzdienstleistern am deutlichsten ausgeprägt: 65 Prozent sind in puncto Wirtschaftswachstum zuversichtlich, 25 Prozent sogar sehr zuversichtlich.

Assistenzwesen
Und auch der administrative Bereich blickt positiv auf die kommenden sechs Monate. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte will gegenwärtig jedes vierte Unternehmen (25 %) – und damit drei Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn – neue Stellen schaffen. Gefragt sind vor allem Assistenten der Geschäftsführung (30 %), Projektmanagementassistenten (26 %) und Fachkräfte im Office Management (24 %), die von den optimistischen Zukunftserwartungen des Sektors profitieren.

Zur Studie „Hiring Index“
Der von Robert Half entwickelte Hiring Index wird zwei Mal jährlich in 17 Ländern erhoben: Australien, Österreich, Belgien, Brasilien, Chile, China, Vereinigte Arabische Emirate, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Italien, Japan, Neuseeland, Singapur, Schweiz, Niederlande, Großbritannien. Die Befragung wurde im Juni 2013 von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut unter 4.450 CFOs, COOs und HR-Managern durchgeführt.

Im Forum zu Finanzbranche

18 Kommentare

Nur schlechte Jobs in Finanzbranche?!

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich mache momentan meinen Bachelor und habe mich dabei auf Finanzthemen spezialisiert. Ich würde gerne nach meinem Studium einen Job in der Finanzbranche (Banken, Versicherungen etc. ...

4 Kommentare

Einstieg Finanzbranche Bank Bereich Vertrieb

WiWi Gast

Hallo Leute, ich möchte gerne meine Zukunft in der Finanzbranche fortsetzten, am liebsten bei einer Bank (im Bereich Vertrieb). Ich bin im Oktober fertig mit meinem Studium BWL-Industrie. Allerdings ...

6 Kommentare

Alte Stärke der Finanzbranche?

WiWi Gast

Meint ihr, die Finanzbranche wird jemals wieder so stark wie vor der Finanzkrise oder sind die goldenen Zeiten für immer vorbei?

3 Kommentare

Einstieg Banking vers. Zukunft der Branche

WiWi Gast

Habe nach dem Abi ein Jahr bei der Deutschen Bank gearbeitet und hätte nun nach meinem Masterabschluss die Möglichkeit eine Stelle bei derselben Bank anzutreten. Obschon mir die Bankenbranche sehr zu ...

4 Kommentare

Einstieg Finanzindustrie

martin.luenendonk

Ziel: Nenne Unternehmen inkl. Jobbezeichnungen und Spezifika (Gehalt, Wochenarbeitszeit, Exitoptionen) in Deutschen Ballungszentren für die die folgende Jobsuchfunktion maximiert wird. Jobsuchfunktio ...

3 Kommentare

Einstieg in die Finanzbranche

WiWi Gast

Hallo, Leute! Möchte alle Leute, die den Einstieg in die Finanzbranche schon hinter sich haben, um ein kurzes Statement zu meiner Situation bitten. Meine folgende Situation ist, dass ich gerne in di ...

1 Kommentare

Praxisberichte aus eurem Praktium in der Finanzbranche

WiWi Gast

Hi Leute, suche diverse Berichte von eurem Praktikum aus dem Finanzbereich, egal aus welcher Sparte, gerne auch mit internationalem Bezug (auch in Englisch). Mich interessiert wie die Aufgaben im Ei ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Finanzbranche

Ein Mann genießt die Aussicht von einem Berg.

Arbeitsmarkt 2014: Glänzende Aussichten für Bewerber im Finanz- und Rechnungswesen

Für Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen sind die Chancen für Jobwechsel im ersten Halbjahr 2014 ausgezeichnet. Insgesamt 87 von 200 befragten Unternehmen in Deutschland wollen die Mitarbeiterzahl im Finanzwesen konstant halten oder 41 Prozent sogar erhöhen. Das ist das Ergebnis der Arbeitsmarktstudie Finanz- und Rechnungswesen 2014 des Personaldienstleister Robert Half.

Ein Arm mit einer Uhr und einer zweiten Hand, die die Zeit verstellt.

CFOs setzen im Finanzwesen auf Zeitarbeitskräfte

In vielen Unternehmen endet das laufende Geschäftsjahr Ende September. Daher arbeiten schon jetzt etliche Finanzabteilungen akribisch daran, den Jahresabschluss vorzubereiten. Wie eine von Robert Half in Auftrag gegebene Studie unter 200 CFOs zeigt, erweisen sich dabei Zeitdruck und daraus resultierende Überstunden, nicht fundiertes Fachwissen sowie eine sinkende Motivation häufig als Herausforderungen. Die Bereitschaft unter Finanzchefs wächst deshalb, Zeitarbeitskräfte für den Jahresabschluss auf den Plan zu rufen – dies gilt vor allem für mittelständische Unternehmen.

Weiteres zum Thema Job-Trends: Arbeitsmarkt

Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

Unternehmensranking 2017: Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen

Die Schere zwischen den Big Four und den übrigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland geht weiter auseinander. PricewaterhouseCoopers (PwC) führt weiterhin die Spitze der Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen an. Im Schnitt sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften und Steuerberatungen um 7,2 Prozent gewachsen. Die Deutschlandumsätze der Big Four stiegen sogar um 11,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse aus dem Unternehmensranking 2017 von Lünendonk.

HELP - Eine Bürotasse zeigt ein Männchen hinter einem Aktenberg, das um Hilfe ruf.

Deutschen ist Arbeitsumfeld wichtiger als hohe Bezahlung

Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland macht ihr aktueller Job Spaß. Ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten locken Bewerber und Jobwechsler an. Lediglich acht Prozent arbeiten allein für das Gehalt. Das Meistern von Herausforderungen und Produzieren von guten Ergebnissen steht für 26 Prozent im Vordergrund, die Arbeit im Team und die Zeit mit den Kollegen für 15 Prozent. Eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, motiviert 12 Prozent der Berufstätigen in Deutschland. Das zeigt die Studie „Beruf und Karriere 2017" der CreditPlus Bank AG.

Schild mit der Aufschrift "Exit".

Jeder vierte Arbeitnehmer ist auf dem Absprung

Knapp 70 Prozent der Angestellten ist die Gesundheit wichtiger als Wohlstand. Neben der Vergütung ist Freizeit und Urlaub aktuell der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Pluspunkte bei der Arbeitgeber sind Sabbaticals, zusätzliche Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Nur jedem vierten Mitarbeiter werden derzeit flexible Arbeitsbedingungen genehmigt. Jeder zweite Mitarbeiter rechnet durch Teilzeit oder Home Office zudem mit geringeren Karrierechancen. Die Digitalisierung von HR-bezogenen Aufgaben ist noch kaum entwickelt. Das sind Ergebnisse der Mercer „Global Talent Trends Study“ 2017.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Feedback +/-

Feedback