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Jobwechsel direkt nach DHBW Studium (Duales Studium)

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Allocortex

Jobwechsel direkt nach DHBW Studium (Duales Studium)

Hallo zusammen,
ich bin momentan in einer für mich persönlich sehr schweren Situation (auch wenn das für manche vielleicht gar nicht so das Problem darstellen würde, für mich ist das schon sehr schwer).

Ich bin momentan kurz vor dem Abschluss meines Dualen DHBW-Studiums (Wirtschaftsinformatik - Software Engineering).
Mein momentanes Ausbildungsunternehmen, hat mich spontan zum 2. Semester übernommen, nachdem ich mein eigentliches Ausbildungsunternehmen aufgrund vieler verschiedener persönlicher Differenzen mit den Ausbildern verlassen habe. Hierfür hat mein jetziges Ausbildungsunternehmen (SAP-Consulting) einige interne Ausnahmen spielen lassen.
Für die Chance war und bin ich bis heute extrem dankbar. Nachdem ich mich scheinbar ziemlich gut angestellt habe, wurde mir schon nach einem halben Jahr im neuen Unternehmen ein Festanstellungsvertrag (40h / Woche - 42K) für nach dem Studium angeboten. Den habe ich zu so einem frühen Zeitpunkt (3. Semester) natürlich überglücklich angenommen.

Jetzt bin ich in der Situation dass ich für mich selbst, vor allem in Betrachtung aller anderen in diesem Unternehmen (kleines Unternehmen) keine wirklichen Karrierechancen sehe und aus diesem, und finaziellen Gründen (bin in meinem Kurs der, der mit Abstand das kleinste Einstiegsgehalt hat) gerne zum Jobeinstieg das Unternehmen wechseln würde. Ich bin der Meinung, einfach einen Tapetenwechsel zu brauchen. Ich möchte ein größeres Unternehmen kennenlernen, um dann für mich entscheiden zu können welche Welt mir besser gefällt. Mein Aufgabenfeld würde ich auch einfach gerne ein wenig wechseln.

Darauf habe ich mich dann einfach mal auch juchs bei meiner absoluten Traumunternehmen beworben (Riesen IT-Konzern in BW) , und total unerwartet zwei Tage später eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten. Einen Tag drauf hatte ich dann auch schon die Zusage. Das ging mir ehrlich gesagt alles ein wenig zu schnell, aber die Tatsache, dass ich da einfach schon immer hin wollte, und auch die 50K Einstiegsgehalt nicht gerade wenig sind, habe ich da zugestimmt. Ein Aufhebungsvertrag von meinem momentanen Ausbildungsunternehmen wurde mir angeboten.

Jetzt aber zum eigentlichen Punkt:
Momentan plagt mich ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mein Ausbildungsunternehmen hat mich aus meiner Not übernommen, viel Zeit in mich investiert - und meiner Meinung nach auch sehr sehr gut ausgebildet. Dazu kommt, dass in der nächsten Zeit scheinbar fest mit mir als Arbeitskraft geplant wurde - auch in verschiedenen sehr wichtigen Projekten.
Ich fühle mich einfach etwas egoistisch in dieser Hinsicht - und das lässt mich nicht wirklich kalt.
Die Leute hier hab ich echt ins Herz geschlossen, auf der anderen Seite habe ich für mich irgendwann schon Gehalts- und Verantwortungsziele, die ich hier warscheinlich nicht so schnell erreichen kann. Eine andere Angst ist auch, mich nach einem Dualen Studium und der Arbeit im Ausbildungsunternehmen von meinen Skills derart einschränke (stark auf das Unternehmen zugeschnittene Praxisphasen etc.), dass ich für den Arbeitsmarkt einfach nicht wirklich relevant bin.

Ich weiß natürlich nicht, ob das jetzt einfach die Sentimentalität vor dem Jobwechsel ist oder ähnliches.

Fakt ist- ich weiß erst danach ob mir das neue Unternehmen wirklich gefällt, oder nicht. Aber mit Anfang 20, würde es mich allein mit dem Lebenslauf im Hinterkopf überhaupt nicht stören nach einem Jahr festzustellen, dass Konzerne nichts für mich sind - oder eben doch.

Wollte hier einfach mal nach Euren Meinungen fragen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Habt Ihr ähnliches hinter euch?
Darf man hier egoistisch sein?
War das ein Fehler?

Ich bitte wirklich um ungefiltert ehrliche Meinungen - ich suche hier keine Bestätigung.

Danke im Voraus!

antworten
WiWi Gast

Jobwechsel direkt nach DHBW Studium (Duales Studium)

gleiche Situation bei mir. Ich werde wahrsch. wechseln und mein Chef wird mega beleidigt sein und mir ein extrem schlechtes Gewissen einreden "wir haben dich so gefördert / du hattest alle Freiheiten und jetzt machst du so etwas ich bin enttäuscht blabla". Der Unterschied ist, dass das schlechte Gewissen bei dir von dir selbst kommt und bei mir zur Hälfte von mir selbst und zur Hälfte von meinem toxischen Chef.

kurze Antwort: so ist das Leben. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben.

antworten
WiWi Gast

Jobwechsel direkt nach DHBW Studium (Duales Studium)

Hi,
ich habe auch ca. 5 Monate nach Beendigung meines dualen Studiums aufgrund eines Angebots durch einen Headhunter meinen Job gewechselt.
Das Unternehmen habe ich über meine nicht leistungsgerechte Vergütung sowie über bessere Marktangebote informiert und ein Ultimatum gesetzt. Hier gab es nur ein Mittelding "man ist sich entgegengekommen". Ich bin darauf hin gewechselt und das war die beste Entscheidung.

Hab kein schlechtes Gewissen, das Unternehmen kann ja nochmal etwas on top anbieten, wenn die dich unbedingt halten möchten. :)

antworten
WiWi Gast

Jobwechsel direkt nach DHBW Studium (Duales Studium)

Allocortex schrieb am 15.08.2019:

Hallo zusammen,
ich bin momentan in einer für mich persönlich sehr schweren Situation (auch wenn das für manche vielleicht gar nicht so das Problem darstellen würde, für mich ist das schon sehr schwer).

Ich bin momentan kurz vor dem Abschluss meines Dualen DHBW-Studiums (Wirtschaftsinformatik - Software Engineering).
Mein momentanes Ausbildungsunternehmen, hat mich spontan zum 2. Semester übernommen, nachdem ich mein eigentliches Ausbildungsunternehmen aufgrund vieler verschiedener persönlicher Differenzen mit den Ausbildern verlassen habe. Hierfür hat mein jetziges Ausbildungsunternehmen (SAP-Consulting) einige interne Ausnahmen spielen lassen.
Für die Chance war und bin ich bis heute extrem dankbar. Nachdem ich mich scheinbar ziemlich gut angestellt habe, wurde mir schon nach einem halben Jahr im neuen Unternehmen ein Festanstellungsvertrag (40h / Woche - 42K) für nach dem Studium angeboten. Den habe ich zu so einem frühen Zeitpunkt (3. Semester) natürlich überglücklich angenommen.

Jetzt bin ich in der Situation dass ich für mich selbst, vor allem in Betrachtung aller anderen in diesem Unternehmen (kleines Unternehmen) keine wirklichen Karrierechancen sehe und aus diesem, und finaziellen Gründen (bin in meinem Kurs der, der mit Abstand das kleinste Einstiegsgehalt hat) gerne zum Jobeinstieg das Unternehmen wechseln würde. Ich bin der Meinung, einfach einen Tapetenwechsel zu brauchen. Ich möchte ein größeres Unternehmen kennenlernen, um dann für mich entscheiden zu können welche Welt mir besser gefällt. Mein Aufgabenfeld würde ich auch einfach gerne ein wenig wechseln.

Darauf habe ich mich dann einfach mal auch juchs bei meiner absoluten Traumunternehmen beworben (Riesen IT-Konzern in BW) , und total unerwartet zwei Tage später eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten. Einen Tag drauf hatte ich dann auch schon die Zusage. Das ging mir ehrlich gesagt alles ein wenig zu schnell, aber die Tatsache, dass ich da einfach schon immer hin wollte, und auch die 50K Einstiegsgehalt nicht gerade wenig sind, habe ich da zugestimmt. Ein Aufhebungsvertrag von meinem momentanen Ausbildungsunternehmen wurde mir angeboten.

Jetzt aber zum eigentlichen Punkt:
Momentan plagt mich ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mein Ausbildungsunternehmen hat mich aus meiner Not übernommen, viel Zeit in mich investiert - und meiner Meinung nach auch sehr sehr gut ausgebildet. Dazu kommt, dass in der nächsten Zeit scheinbar fest mit mir als Arbeitskraft geplant wurde - auch in verschiedenen sehr wichtigen Projekten.
Ich fühle mich einfach etwas egoistisch in dieser Hinsicht - und das lässt mich nicht wirklich kalt.
Die Leute hier hab ich echt ins Herz geschlossen, auf der anderen Seite habe ich für mich irgendwann schon Gehalts- und Verantwortungsziele, die ich hier warscheinlich nicht so schnell erreichen kann. Eine andere Angst ist auch, mich nach einem Dualen Studium und der Arbeit im Ausbildungsunternehmen von meinen Skills derart einschränke (stark auf das Unternehmen zugeschnittene Praxisphasen etc.), dass ich für den Arbeitsmarkt einfach nicht wirklich relevant bin.

Ich weiß natürlich nicht, ob das jetzt einfach die Sentimentalität vor dem Jobwechsel ist oder ähnliches.

Fakt ist- ich weiß erst danach ob mir das neue Unternehmen wirklich gefällt, oder nicht. Aber mit Anfang 20, würde es mich allein mit dem Lebenslauf im Hinterkopf überhaupt nicht stören nach einem Jahr festzustellen, dass Konzerne nichts für mich sind - oder eben doch.

Wollte hier einfach mal nach Euren Meinungen fragen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Habt Ihr ähnliches hinter euch?
Darf man hier egoistisch sein?
War das ein Fehler?

Ich bitte wirklich um ungefiltert ehrliche Meinungen - ich suche hier keine Bestätigung.

Danke im Voraus!

Es spricht erstmal für deinen Charakter, wenn du diese Gewissensbisse hast. Allerdings ist ein solches Unternehmen kein Wohlfahrtsverein sondern verfolgt immer Ziele, die dem Unternehmen erst einmal selbst nutzen. Die haben dir sicherlich nicht einfach geholfen, weil du ein netter Kerl bist. Man muss halt zwischen Einzelperson und einem Unternehmen differenzieren sowie zwischen Absichten. Du hast die Chance da einzusteigen? Go for it

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