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Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

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The Heir

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Gewissen ist im Arbeitsleben fehl am Platz.

Gewöhn dir das mal ganz schnell ab. Survival of the fittest und so..

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

24, nach Gehaltserhöhung 50k, das Angebot beträgt 60k, bin im Controlling. Es gibt aber keine Monats- oder Quartalsabschlüsse, weshalb sich meine Arbeit eher um Verwaltung dreht.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

Für den Thread völlig unerheblich.

Kommuniziere ehrlich und direkt. Erkläre deiner Chefin kurz die Gründe für den Wechsel und verabschiede dich höflich.
Du bist als Angestellter deinem Arbeitgeber nichts schuldiges. Denke immer dran, dass es nur ein vertraglicher Tausch Leistung gegen Geld ist.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

Für den Thread völlig unerheblich.

Kommuniziere ehrlich und direkt. Erkläre deiner Chefin kurz die Gründe für den Wechsel und verabschiede dich höflich.
Du bist als Angestellter deinem Arbeitgeber nichts schuldiges. Denke immer dran, dass es nur ein vertraglicher Tausch Leistung gegen Geld ist.

Ja das stimmt zwar, aber trz ist doch immer was menschliches mit dabei. Ich hab einfach schiss, dass ich mit Vorwürfen konfrontiert werde, wie "die IT wird doch in 3 Jahren ausgewechselt". Klar, meine Bedanken sind eig völlig egal, weil ich ja gehe, aber ich möchte eben "im Guten gehen". Aber geht das überhaupt so völlig? Oder ist iwie ein wenig Groll seitens der Führungskraft dabei?

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

24, nach Gehaltserhöhung 50k, das Angebot beträgt 60k, bin im Controlling. Es gibt aber keine Monats- oder Quartalsabschlüsse, weshalb sich meine Arbeit eher um Verwaltung dreht.

Vom öD in einen Pharma Konzern wechseln find ich beeindruckend. Würde derzeit gerne andersrum wechseln, bin allerdings schon Mitte 40 und die Prioritäten haben sich verschoben ;)

2h reale Arbeit mit HO hören sich traumhaft an.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

damn den job will ich unbedingt haben (den im ÖD)

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

Ja das stimmt zwar, aber trz ist doch immer was menschliches mit dabei. Ich hab einfach schiss, dass ich mit Vorwürfen konfrontiert werde, wie "die IT wird doch in 3 Jahren ausgewechselt". Klar, meine Bedanken sind eig völlig egal, weil ich ja gehe, aber ich möchte eben "im Guten gehen". Aber geht das überhaupt so völlig? Oder ist iwie ein wenig Groll seitens der Führungskraft dabei?

Ist eine Scheißsituation, aber da muss man durch. Wenn deine Chefin dich mag wird sie traurig sein dass du gehst, wenn sie dich nicht mag wird sie froh sein ;-) Groll gibts da nicht, je nach dem wie alt sie ist wird sie es kennen, dass gute MA irgendwann gehen und eher der Durchschnitt dableibt.

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Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Darf man fragen, was der öD für so eine Stelle so netto hergibt ?

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Wie schon geschrieben wurde: Schlechtes Gewissen ist hier nicht angebracht.

Du solltest m.E. im Gespräch wo du deine anstehende Kündigung kommunizierst den Fokus darauf legen, dass die neue Stelle für dich einfach inhaltlich, karriere- oder gehalts-technisch, was auch immer sehr attraktiv ist und weniger darauf was dir im aktuellen Job nicht gefällt. Generell einfach positiv kommunizieren.

Du kannst nur deinen Teil dazu beitragen um im Guten auseinanderzugehen, der andere Teil ist wie dein Chef damit umgeht, darauf hast du nur bedingt Einfluss.

Meine bisherigen 2 Chefs waren jeweils nicht begeistert und teilweise anfangs auch leicht geknickt als ich gekündigt habe,
aber trotzdem würde ich sagen dass wir uns am Ende im guten getrennt haben und ich habe auch jeweils ein sehr gutes Arbeitszeugnis bekommen. Wie gesagt ich würde auf jeden Fall Punkte aussparen die dir im aktuellen Job, der Abteilung, dem AG etc. nicht passen und den Fokus auf den neuen interessanten Job legen.

Dann wird ein professioneller Vorgesetzter das akzeptieren und wenn er es nicht tut musst du schlicht und ergreifend professionell und sachlich bleiben und das durchstehen :)

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Situation war bei mir ähnlich, wobei ich nicht direkt im öD tätig war sondern in der kommunalen Versorgung. Ich saß nach einem internen Wechsel erst seit knapp 8 Monaten auf der Stelle und hatte auch schon interne Weiterbildungsmöglichkeiten abgestimmt. Dann kam eine interessante Möglichkeit branchenfremd in ein deutlich kleineres und sehr technisches Unternehmen einzusteigen (als BWLer nicht unbedingt selbstverständlich), sogar anfangs für weniger Geld, dafür aber mit deutlich interessanteres und vielseitigeren Aufgaben und weitaus mehr Perspektive.

Mein Chef war anfangs auch nicht begeistert und ist aus allen Wolken gefallen, weil ich auch von heute auf morgen gekündigt hab. Wir verstehen uns aber nach wie vor super und zu meinem Vorteil wurde ich von allen großen Aufgaben außerhalb des klassischen operativen Geschäfts meiner Stelle abgezogen. Ich gebe am Ende Feedback an meinen Chef warum ich gehe (internen Prozess bei uns, ist vorgeschrieben) und werde da hauptsächlich die Chancen der neuen Stelle angeben. Ein paar Dinge wie Prozesse und fehlende Perspektive spielen da natürlich auch mit rein aber die werde ich nicht als Hauptgrund nennen. Argumente wie "Aber in 3 Jahren kann doch X oder Y eintreten und du kannst auf Stelle Z arbeiten" hab ich auch gehört, habe aber gleichzeitig schon zuhauf intern bei uns gesehen, dass manche Kollegen teilweise 10 Jahre auf einer Stelle sitzen ohne voran zu kommen.

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.08.2021:

Hallo zusammen,

Ich hab ein moralisches Dilemma und ein schlechtes Gewissen wegen meiner bevorstehenden Kündigung. Ich arbeite im öD und langweile mich sehr. Meine Aufgaben sind einfach nicht fordernd und die Struktur des öD wirklich ermüdend. Dazu kommt, dass wir mit extrem alter Hard- und Software arbeiten, auf der zum Teil nicht Mal MS Excel funktioniert (Windows 7 noch). Zum Anfang des Jahres hatte ich bereits kommuniziert, dass ich mich langweile, Corona und Home Office haben mich hier dann aber gut entlastet.

Vor einem halben Jahr hat meine Chefin dann meine Stelle neu bewerten lassen. Der Vorgang hat nun 6 Monate gebraucht mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich höher gestuft werde (was witzig ist, weil ein Affe meine Stelle machen könnte). Nun ist es aber so, dass ich zwischenzeitlich eine neue Stelle im Pharmakonzern gefunden habe, der alles hat was ich immer wollte: Gutes Gehalt, Home-Office Möglichkeit, spannende Aufgaben, coole Leute, usw.
Meine Chefin will nun eig, dass ich den neuen Vertrag zur höheren Eingruppierung unterschreibe. Stattdessen werde ich aber kündigen, was sie absolut nicht erwarten wird.

Nun hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht erwartet, dass man mich verstehen wird. Die Beamten sind nämlich alle sehr froh, dass sie ihr Leben chillen können und nur 2 von 8 Std arbeiten. Auch mit der alten HW und SW haben sie kein Problem. Mich hat das immer sehr gestört und ich habe mich auch für die schlechte Ausstattung geschämt.

Ich weiß nun nicht, wie ich meine Kündigung kommunizieren soll. Meine Chefin wird aus allen Wolken fallen.

Fange mal an: wie alt bist du? Was verdienst du und in welchem Bereich bist du denn grad.

Für den Thread völlig unerheblich.

Kommuniziere ehrlich und direkt. Erkläre deiner Chefin kurz die Gründe für den Wechsel und verabschiede dich höflich.
Du bist als Angestellter deinem Arbeitgeber nichts schuldiges. Denke immer dran, dass es nur ein vertraglicher Tausch Leistung gegen Geld ist.

Ja das stimmt zwar, aber trz ist doch immer was menschliches mit dabei. Ich hab einfach schiss, dass ich mit Vorwürfen konfrontiert werde, wie "die IT wird doch in 3 Jahren ausgewechselt". Klar, meine Bedanken sind eig völlig egal, weil ich ja gehe, aber ich möchte eben "im Guten gehen". Aber geht das überhaupt so völlig? Oder ist iwie ein wenig Groll seitens der Führungskraft dabei?

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

DerZynischeAnalytiker schrieb am 24.08.2021:

Darf man fragen, was der öD für so eine Stelle so netto hergibt ?
Er sagt doch 50k brutto, das Netto hängt von deinen individuellen Faktoren wie Steuerklasse, Kirche, KV etc ab.
Die Tarife des öD sind öffentlich. TV öD Bund mit Bachelor und einem Jahr Erfahrung kommt be E11-2 auf die ~50k. Das sind einfache Sachbearbeitertätigkeiten ohne Personalverantwortung und minimal eigenem Denken. Etwas über 2.000€ netto abhängig von o.g. Faktoren.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

Die besten Mitarbeiter gehen immer irgendwann. Das sollte der Vorgesetzte eigentlich wissen bzw. damit rechnen.

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WiWi Gast

Schlechteres Gewissen wegen Kündigung

„Sei immer loyal gegenüber Menschen, aber nie gegenüber Organisationen.“

Kündige und don‘t give a fuck about your Vorgesetzte. Sag‘ ihr am besten offen und ehrlich, wieso du kündigst, hoffentlich rüttelt deine Kritik irgendjemanden dort wach (was ich leider bezweifle).

Äußere dich im persönlichen Gespräch mit ihr gerne auch wie hier im Forum, damit es auch authentischer rüberkommt. D.h. sag nicht vermeintlich nette und diplomatische Sachen wie „ich suche eine neue Herausforderung“, sondern äußere dich wirklich so:

  • Meine Arbeit kann auch ein Affe erledigen.
  • 6 Monate sind z.B. etwas zu lang für eine Versetzung, was leider die organisatorische Trägheit hier zum Vorschein bringt
  • Windows 7, im Jahr 2021... geht‘s noch? Ich schäme mich ehrlich gesagt deswegen, unter Freunden und Familie über meinen Job zu sprechen.
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4 Kommentare

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9 Kommentare

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