DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Steuern: News & TippsRente

Thema Rente: So funktioniert die Besteuerung

In Deutschland müssen Rentner unter bestimmten Voraussetzungen Steuern auf ihre Rente zahlen. Ob und wie viel an das Finanzamt zu zahlen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick dazu.

Die Worte RENTE und Steuern stehen auf einer Kreidetafel.

Der steuerfreie Grundfreibetrag
Rentenbezüge müssen nur dann versteuert werden, wenn sie den Grundfreibetrag für Rentner überschreiten. Im Jahr 2019 liegt der Freibetrag bei 9.168 Euro pro Person. Alles, was an Rente über diesem Betrag liegt, wird besteuert.
 

Die nachgelagerte Besteuerung und der Rentenfreibetrag
Eine besondere Regelung stellt die sogenannte nachgelagerte Besteuerung der Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung dar. Sie wurde im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes 2005 eingeführt und bedeutet: Während des Berufslebens wirken sich die Aufwendungen für die Altersvorsorge steuermindernd aus, dafür fallen aber später Steuern auf die Rentenzahlungen an. Diese Art der Besteuerung wird schrittweise eingeführt. Wer zum Beispiel 2005 oder früher in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern. Die restlichen 50 Prozent bilden den Rentenfreibetrag. Seine Höhe bleibt dauerhaft gleich, also zum Beispiel auch bei einer Rentenerhöhung.

Der zu versteuernde Anteil der Rente erhöht sich seit 2005 pro Jahr um zwei Prozentpunkte, ab 2020 dann jedes Jahr um einen Prozentpunkt. Im gleichen Maße verringert sich der Rentenfreibetrag. Ab einem Rentenbeginn im Jahr 2040 müssen dann 100 Prozent der Rente versteuert werden.

Wer nicht genau weiß, ob er seine Rente versteuern muss oder nicht, kann entweder seinen Bankberater, einen unabhängigen Finanzberater oder einen Finanzdienstleister von MLP, tecis oder OVB zurate ziehen. Unternehmen wie tecis halten ihre Berater an, die verschiedenen Parameter genau zu prüfen, die für eine Besteuerung der Rente maßgeblich sind.
 

Die Steuererklärung
Ruheständler müssen immer dann eine Einkommensteuererklärung machen, wenn ihre gesamten Einkünfte höher als der jährliche Grundfreibetrag ausfallen. Ehepaaren steht dabei grundsätzlich der doppelte Freibetrag zu – das ist auch dann der Fall, wenn ein Partner mehr Einnahmen als der andere hat. In der Steuererklärung müssen alle Einnahmen aufgeführt werden.

Zu den Einnahmen insgesamt zählen:

Liegt die Summe dieser Einnahmen über dem Grundfreibetrag, wird die Rente besteuert und es kommt zu Abzügen.
 

Die möglichen Abschreibungen
Vom steuerpflichtigen Anteil ihrer Rente können Rentner in ihrer Steuererklärung Abschreibungen geltend machen. Zu ihnen gehören:

Die Berechnung des zu versteuernden Einkommens
Zuerst werden die Bruttojahresrente und die weiteren Einkünfte des Rentners zusammengerechnet. Von diesem Gesamtbetrag an Einkommen werden sowohl der Grundfreibetrag als auch die Abschreibungen abgezogen. Das Ergebnis ist das zu versteuernde Einkommen.

Im Forum zu Rente

62 Kommentare

Wie sorgt ihr für das Alter vor?

WiWi Gast

Einzelaktien kann man besser individuell veräußern. Faule Zitronen kann man damit raus schmeißen. WiWi Gast schrieb am 13.05.2019: ...

17 Kommentare

Gehaltsvergleich mit Rentenniveau

WiWi Gast

Kennst Du persönlich Flaschensammler? Ich zumindest eine. Rentnerin, gut situiert. Mehrere Renten, mehrere Immobilien. WiWi Gast schrieb am 04.01.2019: ...

58 Kommentare

Für welche garantierte Rente würdet ihr nicht mehr arbeiten gehen?

WiWi Gast

2500 €, aber nur wenn es inflationsmäßig mitsteigt

17 Kommentare

private Rentenversicherung

know-it-all

Lounge Gast schrieb: Erstens ist der Ausgangspunkt kein Dreck, sondern ein breit gestreutes Investment in Unternehmen bzw. deren Aktien. Das Ziel bei der Mehrheit der Anleger ist wohl eher ein la ...

4 Kommentare

FondsRente bei einer "deutschen" Bank

WiWi Gast

Eigentlich nicht es gibt eigentlich nur vier mögliche Varianten wie so ein ETF aufgebaut ist ansonsten muss man halt noch die Kosten des ETF Verwalters in Betracht ziehen und für welchen ETF man sich ...

41 Kommentare

Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

WiWi Gast

Das Pensionsniveau ist in den letzten 30 Jahren schon mehrfach abgesenkt worden. Da ist an verschiedenen Stellschrauben gedreht worden. Wer seine Ausbildung im ÖD gemacht hatte ist da u.a. relativ wen ...

21 Kommentare

Rente

WiWi Gast

Guter Beitrag. Das ist es was ich meine. Ich habe auch lieber weiterhin Macht, als Enkel :D Dann bist du ja schon mal auf nem guten Weg in der Steuerkanzlei ;) Viel Erfolg weiterhin und danke für de ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Rente

Ein Kopf eines Rentners mit Brille und Mütze von der Seite aufgenommen.

Ausreichend Geld im Rentenalter? – Ein Drittel der Deutschen ist wenig zuversichtlich

37 Prozent der deutschen Internetnutzer gehen davon aus, genügend Geld für den gewünschten Lebensstil im Rentenalter zu haben. Ein Drittel glaubt in Deutschland dagegen nicht, das Geld für den gewünschten Lebensstandard im Rentenalter zur Verfügung zu haben. Länder mit einer staatlich geförderten Altersvorsorge sind weniger zuversichtlich, dass das Geld im Rentenalter ausreicht.

Weiteres zum Thema Steuern: News & Tipps

Kreise-Schriftzug "STEUERN SPAREN" auf einer schwarzen Tafel.

Berufseinstieg: Von Anfang an Steuern sparen

Berufsanfänger haben viele Möglichkeiten, von Anfang an Steuern zu sparen. Zusammen mit steuertipps.de hilft WiWi-TReFF, dass möglichst viel vom hart verdienten Geld in den eigenen Taschen bleibt.

Steuererklärung: Das Bild zeigt ein Gebäude mit der Aufschrift Universität, einen Studierenden und ein Formular für die Steuererklärung.

Steuererklärung: Wie Studenten die Kosten im Studium absetzen

Auf Studierende zukommen im Studium etliche Kosten zu. Von der Miete für die Studentenwohnung bis hin zu Ausgaben für die Fachliteratur oder den Computer. Können Studentinnen und Studenten ihre Aufwendungen steuerlich absetzen? Lohnt es sich für Studierende, eine Steuererklärung einzureichen?

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Broschüre »Steuern von A bis Z«

Die neue Broschüre »Steuern von A bis Z« des Bundesministeriums der Finanzen von 2017 gibt einen Überblick der verschiedenen Steuerarten in Deutschland und erläutert, was besteuert wird und wer welche Steuern zahlt.

Steuertipps: Prepaid-Guthabenkarten vom Arbeitgeber

Guthabenkarte vom Chef: Mehr Netto vom Bruttogehalt

Eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Immer mehr Unter-nehmen überreichen ihren Mitarbeitern Prepaid-Guthabenkarten. Auf diese zahlt der Chef einen Betrag ein, der die sogenannte Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von monatlich 44 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil: Das Geld, über das der Arbeitnehmer dank seiner Karte frei verfügen kann, ist steuer- und abgabenfrei. Doch wie funktioniert das Modell und was ist dabei zu beachten?

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

BMF-Broschüre: Einkommensteuer und Lohnsteuer

Die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« vom Bundesministerium der Finanzen ist ein praktisches Nachschlagewerk, das umfassende Informationen zur Einkommensteuer und zur Lohnsteuer bereithält. Im Oktober 2017 wurde die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« aktualisiert und neu aufgelegt.

Auf Geldscheinen und einem Zettel zur Einkommenssteuererklärung liegen Würfel, die die Worte: Gehälter und Marketing ergeben.

Finanzstarke Zukunft: Steuern sparen 2018

Auch im Jahr 2017 wurde in Deutschland wieder der eine oder andere Steuersünder „enttarnt“, der sich auf nicht ganz legale Weise einen Vorteil gegenüber dem Fiskus verschafft hat. Das muss aber nicht sein, denn in der Praxis lassen sich Steuern im Jahr 2018 an vielen Stellen einsparen. Wie das genau geht und was dabei zu beachten ist, zeigt der folgende Artikel. Die gute Nachricht vorweg: Auf unzähligen Papierkram kann getrost verzichtet werden.

Anwalt, Recht un Gesetz - Das  Paragrafenzeichen einer Schreibmaschine ist angeschlagen.

Bundesfinanzhof: Kosten für Erststudium steuerlich absetzbar

Berufstätige können die Kosten für ein Erststudium steuerlich absetzen, falls bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt mit einem neuen Urteil entschieden.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Absolventen-Gehaltsreport-2018: Absolventenhut und fliegende Geldmünzen

Absolventen-Gehaltsreport 2018/19: Höhere Einstiegsgehälter bei WiWis

Wie im Vorjahr verdienen die Wirtschaftsingenieure bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit 48.696 Euro im Schnitt am meisten. Sie legten im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2018/2019 damit um 458 Euro zu. Wirtschaftsinformatiker erhalten mit 45.566 Euro (2017: 45.449 Euro) und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, VWL und BWL und mit 43.033 Euro (2017: 42.265 Euro) ebenfalls etwas höhere Einstiegsgehälter.

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Fachkräfte und Führungskräfte mit einem Studienabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik verdienen ausgezeichnet. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.231 Euro liegen die Wirtschaftsingenieur hinter Medizin und Jura auf Platz drei der zurzeit lukrativsten Studiengänge. Die Wirtschaftsinformatiker verdienen mit 69.482 Euro ähnlich gut und sind hinter den Ingenieuren auf Rang fünf im StepStone Gehaltsreport 2018. Mit einem Abschluss in BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften sind die Gehälter als Key Account Manager mit 75.730 Euro und als Consultant mit 67.592 Euro am höchsten.

Das Bild zeigt als Symbol für Reichtum und eine ungleiche Vermögensverteilung die riesen Luxus-Yacht eines Milliardärs.

Reichtum ungleich verteilt: Rekordhoch von 2043 Milliardären

Die Anzahl der Milliardäre stieg auf ein Rekordhoch von 2043 Milliardären. 82 Prozent des 2017 erwirtschafteten Vermögens floss in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung. Jeden zweiten Tage kam ein neuer Milliardär hinzu. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, profitieren dagegen nicht vom aktuellen Vermögenswachstum. Das geht aus dem Bericht „Reward Work, not Wealth 2018“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat.

Screenshot vom Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner 2019

Mit dem Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lässt sich das Teilzeitgehalt online berechnen. Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassenbeitrag und Soli fließen in die Kalkulation ein.

Einstiegsgehalt Wirtschaftswissenschaftler

IG Metall Gehaltsstudie 2016/2017 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Was verdienen Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2016 durchschnittlich 49.938 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern mit 42.445 Euro etwa 17,7 Prozent darunter. Im Vorjahr hatte dieser Gehaltsvorteil bei den Wirtschaftswissenschaftlern noch 33 Prozent betragen.

Nebenjob, Studentenjob,

Die Gehaltsverhandlung

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.