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Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Hallo Zusammen,

Ich befinde mich momentan ein bisschen in einer Sinnkrise, da ich einfach nicht weiss was ich in meinem Leben machen soll, und hoffe hier den einen oder anderen Ratschlag zu bekommen.

Ich bin 21 Jahre alt und habe vor einem halben Medizin an der ETHZ angefangen, bin mir aber zunehmend unsicher ob ich damit die richtige Entscheidung getroffen habe. Nachdem ich im Jahr zuvor Bwl angefangen und abgebrochen hatte, dachte ich, dass Medizin für mich der richtige Weg sei und meldete mich für den EMS (TMS) an und bestand mit einem Top 10% Score. Das Problem ist, dass ich aus einer Ärztefamilie komme und immer mehr glaube, dass ich dieses Studium nur aus dem Willen heraus angefangen habe, in meiner Familie "dazuzugehören". Alle meine Mitstudenten sind von der Medizin übelst fasziniert, beschäftigen sich auch in der Freizeit mit den Themen und sehen keine Alternative zur Medizin, während ich mir eher Gedanken um Zukünftige Jobchancen und Karriere mache. Da meine Familie aus Ärzten besteht sehe ich das Studium halt eher als Mittel zum Zweck, da ich regelmässig Einblicke in die Arbeitswelt und -politik habe. Ob das gesund ist ein so langes Studium auf diese Weise anzugehen, darüber zerbreche ich mir regelmässig den Kopf.

Ein anderes Problem ist meine Faulheit/Lernstil. Ich war noch nie(!) in meinem Leben jemand der gerne regelmässig und strukturiert Sachen auswendig gelernt hat, in Fächern wie Biologie, Genetik und Chemie war ich immer einer der schlechtesten, während ich in Fächern wie Physik und Mathe mit wenigem Lernen fast immer Klassenbester war. Ich war halt nie ein fleissiger "Streber", wie ich glaube dass man es sein muss um Medizin zu studieren. Ich weiss es klingt arrogant, aber ich bin halt eher der smarte aber faule Typ. Es macht mir halt mehr Spass Probleme zu lösen und zu verstehen wie etwas funktioniert, anstatt einfach viel auswendig zu lernen. Hier kommt Maschinenbau ins Spiel. Seit dem ich klein bin faszinieren mich Maschinen, Flugzeuge, Raketen und Motoren, ich kann mir ohne Probleme für 3h einen Artikel zu Triebwerkstechnologien durchlesen.

Ich überlege jetzt ernsthaft im Sommer Maschinenbau (auch an der ETH) anzufangen. Ich habe bereits mit vielen Maschis geredet und auch einige Vorlesungen besucht, und merke dass sowohl die Persönlichkeitsprofile wie auch die Materie einfach ansprechender sind als mein jetziges Umfeld. Ich weiss, dass das Studium auch sehr hart ist, aber ich weiss auch von Leuten die ähnlich wie ich sind und das Studium gemeistert haben. Allerdings wäre ich dann schon 21 und hätte schon zwei mal ein Studium abgebrochen.

Natürlich kann mir niemand die diese Entscheidung abnehmen, aber ich wäre auch schon dankbar für Tipps, wie ich am besten herausfinden kann, was ich wirklich will.

Liebe Grüsse

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Als Maschinenbau Diplomingenieur kann ich bestätigen, dass der Lernstil der Maschbauer sich deutlich von den Medizinern unterscheidet (zumindest damals unterschieden hat). Wir haben auch hart gearbeitet, aber fast nie wirklich gebüffelt. Es ging tatsächlich mehr um das Verständnis und die Problemlösungskompetenz. Ich selber wär im Medizinstudium hoffnungslos untergegangen, bei Maschinenbau gehörte ich schon zu den besseren, alleine wegen meiner Stärke in Mathematik.

Zu den aktuellen Berufsaussichten kann ich wenig sagen, aber meinen ehemaligen Kommilitonen geht es finanziell gut bis extrem gut.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Medizin auf jeden Fall. Bei MINT stimmen Aufwand und Ertrag nicht.

Als Single ohne Familienplanung kannst du als Ingenieur viel verdienen und hast interessante Berufsfelder (Forschung) aber ansonsten wird es hart, da es immer weniger Jobs in Deutschland bei zu vielen Absolventen gibt.

Ärzten geht es immer gut. Dafür ist deren Lobby zu stark.

Bin selber Ingenieur und jetzt als Lehrer tätig, da ich tritt mehr Kohle keine Lust mehr auf Industrie hatte. Meine Kinder sind denke ich trotz der etwas weniger Kohle nicht unglücklich darüber, dass ich so viel Zeit habe im Vergleich zu vorher. Da war ich kaum zu Hause...

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Bzgl. Jobchancen brauchst du dir bei Medizin keine Gedanken zu machen. Dein "Lernproblem" könnte aber wirklich ein Hindernis werden. Du würdest große Mengen Stoff in dich reinprügeln müssen und das geht nicht ohne viel Disziplin + Konzentration. Lass dich ggf. auf ADHS untersuchen, deine Beschreibung erinnert mich ein bisschen an mich und ich hab es definitiv.

Davon ab: Kannst du dir den Patientenkontakt überhaupt vorstellen? Selbst wenn du irgendwann mal Radiologe bist und nur noch im Labor stehst, musst du da erst mal mehrere Jahre durch.

Eine andere Möglichkeit wäre, Medizin mit Maschinenbau zu verbinden (Medizintechnik?). In dem Bereich ist die Schweiz ja auch ganz vorne dabei. Ob man dafür ein volles Medizinstudium gewinnbringend einsetzen kann, weiß ich aber nicht. Kann dir vielleicht wer anders sagen. Aber so könntest du dir den Arztberuf noch offen halten, falls der Markt für Maschinenbauer deutlich schlechter werden sollte (Outsourcing und Kostendruck durch China sind ja insbesondere in der Automobilbranche immer wieder im Gespräch).

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Dr. Wolfgang Reitzle sollte nach dem Wunsch seiner Eltern auch Medizin studieren. Er hat sich zum Glück anders entschieden. Such einfach mal auf Youtube nach "Prof. Wolfgang Reitzle über seinen Weg zu BMW", vielleicht findest du dich darin wieder.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 19.01.2024:

Ich habe bereits mit vielen Maschis geredet und auch einige Vorlesungen besucht, und merke dass sowohl die Persönlichkeitsprofile wie auch die Materie einfach ansprechender sind als mein jetziges Umfeld. Ich weiss, dass das Studium auch sehr hart ist, aber ich weiss auch von Leuten die ähnlich wie ich sind und das Studium gemeistert haben. Allerdings wäre ich dann schon 21 und hätte schon zwei mal ein Studium abgebrochen.

Da hast du dir doch schon selber die Antwort gegeben :)

Dass du 2x abgebrochen hast juckt später niemanden mehr, erst recht nicht wenn du mal ein paar Jahre Berufserfahrung hast.

Go for it.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Ich kenne den Schweizer Arbeitsmarkt nicht, aber wenn du in Deutschland Medizin studieren würdest und überlegen würdest, abzubrechen, um an einer stinknormalen Uni ala TU Berlin Maschinenbau zu studieren und das auch noch wegen der Angst um zukünftigen Jobchancen , dann würde ich mir ernsthaft sorgen um deine Zurechnungsfähigkeit machen.

Medizin ist in Deutschland DER studiengang um planbar mal richtig viel Geld zu verdienen. Selbst der mittelmäßigste Krankenhausarzt verdient früher oder später seine 100k In Deutschland (ungefähr 2.5Faches Mediangehalt, 30% über dem Mediangehalt der Ingenieure).
Mintler hingegen Arbeiten hauptsächlich in Zeitarbeitsfirmen zu schrottkonditionen an langweiligen Themen. Spannende Forschung findet in Unis, Startups (zu schlechten Konditionen) oder sehr oft auch gern im billigeren Ausland statt. Industrieforschungs-jobs in Deutschland, die auch noch etwas interessant und gut bezahlt sind, sind wirklich wirklich rar und du musst zu den Besten gehören um dort zu landen und auch dort ist es schwer überhaupt über 100k zu verdienen. Wenn du als Ingenieur/ MINTler mehr verdienen willst, musst du Management oder Projektleitertätigkeiten übernehmen - dann arbeitest du aber meist auch immer weniger an den coolen Raketen und Triebwerken. Wenn du die chance hast würde ich vor dem Wechseln vielleicht ein Praktikum machen und mal gucken wie der Arbeitsalltag von Ingenieuren aussieht! Vielleicht romantisierst du da etwas.

Nun scheinst du auf der anderen Seite allerdings ein smartes kerlchen zu sein, die ETH ist eine der besten Unis in Europa und alles Physik und Mathelastige dort ist sicher sehr interessant. Ich kann deinen Wunsch also da durchaus verstehen, allerdings denke ich, dass um mit MINT wirklich glücklich zu werden muss man zu einem wirklich kleinen sehr guten Teil gehören (top 5%, an der ETH vielleicht top 15-20%). Wenn man das schafft, dann stehen einem dort auch einige Türen offen - einfach ist es aber nicht.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Die Frage ist doch, ob du mit Medizin langfristig glücklich werden kannst. Ich bin eher so ein Typ wie du und ich fände den Job mega ätzend. Ich bin klar auf der Seite derer, die sagen, tue das, was dir liegt. Wenn du smart bist, dir Mühe gibst, dich über Chancen und Optionen informierst und am Puls der Zeit bist, dann wirst du auch was erreichen. Insbesondere wenn du auf das MINT-Studium noch BWL draufsattelst. Business und Tech, da sollte doch was gehen. Du darfst halt nicht immer nur in der Kategorie Angestellter denken, sondern auch Gründer, Investor, Berater, Experte, Händler, Vermittler usw.

Ich habe auch an eine Schnittstelle gedacht. Es gibt da nicht nur Medizintechnik, sondern auch Biophysik und weitere Studiengänge.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 19.01.2024:

Hallo Zusammen,

Ich befinde mich momentan ein bisschen in einer Sinnkrise, da ich einfach nicht weiss was ich in meinem Leben machen soll, und hoffe hier den einen oder anderen Ratschlag zu bekommen.

Ich bin 21 Jahre alt und habe vor einem halben Medizin an der ETHZ angefangen, bin mir aber zunehmend unsicher ob ich damit die richtige Entscheidung getroffen habe. Nachdem ich im Jahr zuvor Bwl angefangen und abgebrochen hatte, dachte ich, dass Medizin für mich der richtige Weg sei und meldete mich für den EMS (TMS) an und bestand mit einem Top 10% Score. Das Problem ist, dass ich aus einer Ärztefamilie komme und immer mehr glaube, dass ich dieses Studium nur aus dem Willen heraus angefangen habe, in meiner Familie "dazuzugehören". Alle meine Mitstudenten sind von der Medizin übelst fasziniert, beschäftigen sich auch in der Freizeit mit den Themen und sehen keine Alternative zur Medizin, während ich mir eher Gedanken um Zukünftige Jobchancen und Karriere mache. Da meine Familie aus Ärzten besteht sehe ich das Studium halt eher als Mittel zum Zweck, da ich regelmässig Einblicke in die Arbeitswelt und -politik habe. Ob das gesund ist ein so langes Studium auf diese Weise anzugehen, darüber zerbreche ich mir regelmässig den Kopf.

Ein anderes Problem ist meine Faulheit/Lernstil. Ich war noch nie(!) in meinem Leben jemand der gerne regelmässig und strukturiert Sachen auswendig gelernt hat, in Fächern wie Biologie, Genetik und Chemie war ich immer einer der schlechtesten, während ich in Fächern wie Physik und Mathe mit wenigem Lernen fast immer Klassenbester war. Ich war halt nie ein fleissiger "Streber", wie ich glaube dass man es sein muss um Medizin zu studieren. Ich weiss es klingt arrogant, aber ich bin halt eher der smarte aber faule Typ. Es macht mir halt mehr Spass Probleme zu lösen und zu verstehen wie etwas funktioniert, anstatt einfach viel auswendig zu lernen. Hier kommt Maschinenbau ins Spiel. Seit dem ich klein bin faszinieren mich Maschinen, Flugzeuge, Raketen und Motoren, ich kann mir ohne Probleme für 3h einen Artikel zu Triebwerkstechnologien durchlesen.

Ich überlege jetzt ernsthaft im Sommer Maschinenbau (auch an der ETH) anzufangen. Ich habe bereits mit vielen Maschis geredet und auch einige Vorlesungen besucht, und merke dass sowohl die Persönlichkeitsprofile wie auch die Materie einfach ansprechender sind als mein jetziges Umfeld. Ich weiss, dass das Studium auch sehr hart ist, aber ich weiss auch von Leuten die ähnlich wie ich sind und das Studium gemeistert haben. Allerdings wäre ich dann schon 21 und hätte schon zwei mal ein Studium abgebrochen.

Natürlich kann mir niemand die diese Entscheidung abnehmen, aber ich wäre auch schon dankbar für Tipps, wie ich am besten herausfinden kann, was ich wirklich will.

Liebe Grüsse

„ Es macht mir halt mehr Spass Probleme zu lösen und zu verstehen wie etwas funktioniert, anstatt einfach viel auswendig zu lernen.“

Das hast du ja in Medizin auch…
Du musst dir halt selbst die Frage stellen wofür du wirklich brennst, nicht nur aus einer Laune heraus. Ich war mal total auf dem Physik Trip, Studium angefangen und nach 1 Semester abgebrochen da zu hart. Musst dir halt überlegen ob du gerne mit Menschen oder lieber mit Maschinen arbeitest ;)

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Wie lang ist denn dieser Test in der Schweiz gültig, bzw. wird er ungültig wenn du das Medizinstudium abbrichst und dann was anderes studierst? Sonst hätte ich gesagt, folge deiner Passion und wenn du da nicht glücklich wirst kannst du immer noch Medizin studieren.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

Du hast dir die Frage schon selbst beantwortet. Mach das nicht von anonymen Antworten in einem Forum abhängig. Du bist noch jung, entscheid dich also für das was deinen Interessen entspricht.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 20.01.2024:

Du hast dir die Frage schon selbst beantwortet. Mach das nicht von anonymen Antworten in einem Forum abhängig. Du bist noch jung, entscheid dich also für das was deinen Interessen entspricht.

Nein auf keinen Fall. Bitte nur nach Fähigkeiten anstatt Interessen studieren. Das sind zwei fundamental unterschiedliche Dinge.

Wenn du deine Fähigkeiten gefunden hast, grob prüfen ob es grundsätzlich in der absehbaren Zukunft noch einen Bedarf gibt. Mehr kann man nicht wirklich planen.

antworten
WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 20.01.2024:

Du hast dir die Frage schon selbst beantwortet. Mach das nicht von anonymen Antworten in einem Forum abhängig. Du bist noch jung, entscheid dich also für das was deinen Interessen entspricht.

Nein auf keinen Fall. Bitte nur nach Fähigkeiten anstatt Interessen studieren. Das sind zwei fundamental unterschiedliche Dinge.

Wenn du deine Fähigkeiten gefunden hast, grob prüfen ob es grundsätzlich in der absehbaren Zukunft noch einen Bedarf gibt. Mehr kann man nicht wirklich planen.

Natürlich sollte man nach Interessen studieren. Bei einer gewissen Grundintelligenz lassen sich leichte Unterschiede in der Begabung durch harte Arbeit gut ausgleichen. Und es fällt nunmal deutlich leichter, in etwas viel Zeit zu investieren, wofür man brennt. Nebenbei, die Frage stellt sich hier ja nicht, da beim TE offensichtlich Talente und Fähigkeiten eher im technischen Bereich liegen.

Trotzdem finde ich deinen Ratschlag "Nie nach Interesse, nur nach Fähigkeiten studieren" ziemlichen Unsinn. Ich kann mir hervorragend Sachen merken und hatte den Abischnitt, hätte ich nur deswegen Medizin studieren sollen?

Ich hab mich für ein technisches Fach entschieden, weil es mich mehr interessiert hat und es hat mich genau dahin geführt, wo ich gerne sein will.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 20.01.2024:

Du hast dir die Frage schon selbst beantwortet. Mach das nicht von anonymen Antworten in einem Forum abhängig. Du bist noch jung, entscheid dich also für das was deinen Interessen entspricht.

Nein auf keinen Fall. Bitte nur nach Fähigkeiten anstatt Interessen studieren. Das sind zwei fundamental unterschiedliche Dinge.

Wenn du deine Fähigkeiten gefunden hast, grob prüfen ob es grundsätzlich in der absehbaren Zukunft noch einen Bedarf gibt. Mehr kann man nicht wirklich planen.

Natürlich sollte man nach Interessen studieren. Bei einer gewissen Grundintelligenz lassen sich leichte Unterschiede in der Begabung durch harte Arbeit gut ausgleichen. Und es fällt nunmal deutlich leichter, in etwas viel Zeit zu investieren, wofür man brennt. Nebenbei, die Frage stellt sich hier ja nicht, da beim TE offensichtlich Talente und Fähigkeiten eher im technischen Bereich liegen.

Trotzdem finde ich deinen Ratschlag "Nie nach Interesse, nur nach Fähigkeiten studieren" ziemlichen Unsinn. Ich kann mir hervorragend Sachen merken und hatte den Abischnitt, hätte ich nur deswegen Medizin studieren sollen?

Ich hab mich für ein technisches Fach entschieden, weil es mich mehr interessiert hat und es hat mich genau dahin geführt, wo ich gerne sein will.

Ihr habt beide Recht. Natürlich sollte man nach Interessen gehen, aber ohne entsprechende Fähigkeiten wird man es einfach nicht schaffen. Falls man z.B. gerne an Autos herumschraubt, ist ein technischer Beruf sicher eine gute Wahl. Sollte man aber gleichzeitig in Mathematik in der Schule gerade so über die Runden kommen, dann sollte Maschinenbau an der Uni nicht unbedingt erste Wahl sein, denn dort wird man dann trotz technischem Interesse nicht glücklich.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 20.01.2024:

Du hast dir die Frage schon selbst beantwortet. Mach das nicht von anonymen Antworten in einem Forum abhängig. Du bist noch jung, entscheid dich also für das was deinen Interessen entspricht.

Nein auf keinen Fall. Bitte nur nach Fähigkeiten anstatt Interessen studieren. Das sind zwei fundamental unterschiedliche Dinge.

Wenn du deine Fähigkeiten gefunden hast, grob prüfen ob es grundsätzlich in der absehbaren Zukunft noch einen Bedarf gibt. Mehr kann man nicht wirklich planen.

Natürlich sollte man nach Interessen studieren. Bei einer gewissen Grundintelligenz lassen sich leichte Unterschiede in der Begabung durch harte Arbeit gut ausgleichen. Und es fällt nunmal deutlich leichter, in etwas viel Zeit zu investieren, wofür man brennt. Nebenbei, die Frage stellt sich hier ja nicht, da beim TE offensichtlich Talente und Fähigkeiten eher im technischen Bereich liegen.

Trotzdem finde ich deinen Ratschlag "Nie nach Interesse, nur nach Fähigkeiten studieren" ziemlichen Unsinn. Ich kann mir hervorragend Sachen merken und hatte den Abischnitt, hätte ich nur deswegen Medizin studieren sollen?

Ich hab mich für ein technisches Fach entschieden, weil es mich mehr interessiert hat und es hat mich genau dahin geführt, wo ich gerne sein will.

Bitte nicht persönlich nehmen. Das sollte nur davor warnen, dass z.B. aus einem Technik Hobby ein Berufs-Albtraum wird.
Und bei dir waren dann wohl die entsprechenden Fähigkeiten dafür gegeben. Wenn bspw. der TO sich sehr für Technik interessiert, sollte er auf jeden Fall überdurchschnittliche mathematische Begabung für ein Studium in dem entsprechenden Bereich mitbringen. Zu meiner Zeit sind (leider) einige mit einer starken technischen (handwerklichen) Interesse/Motivation nicht durchgekommen. Teilweise sind sogar gerade die durchgekommen, die sich gar nicht dafür interessiert haben, sondern sich "einfach mal eingeschrieben" haben, und durch entsprechende Fähigkeiten auch die Prüfungen bestanden. Natürlich gabs auch die Gruppe die bestanden haben und auch richtig für das Fach gebrannt haben. Aber in allen Fällen war ausnahmslos die Begabung der ausschlaggebende Faktor zum Bestehen.

Btw meine Erfahrung ist, dass manche Sachen erst dann interessant werden, sobald man dann gut darin ist.

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WiWi Gast

Maschinenbau, Medizin, Was soll ich machen?

WiWi Gast schrieb am 19.01.2024:

Hallo Zusammen,

Ich befinde mich momentan ein bisschen in einer Sinnkrise, da ich einfach nicht weiss was ich in meinem Leben machen soll, und hoffe hier den einen oder anderen Ratschlag zu bekommen.

Ich bin 21 Jahre alt und habe vor einem halben Medizin an der ETHZ angefangen, bin mir aber zunehmend unsicher ob ich damit die richtige Entscheidung getroffen habe. Nachdem ich im Jahr zuvor Bwl angefangen und abgebrochen hatte, dachte ich, dass Medizin für mich der richtige Weg sei und meldete mich für den EMS (TMS) an und bestand mit einem Top 10% Score. Das Problem ist, dass ich aus einer Ärztefamilie komme und immer mehr glaube, dass ich dieses Studium nur aus dem Willen heraus angefangen habe, in meiner Familie "dazuzugehören". Alle meine Mitstudenten sind von der Medizin übelst fasziniert, beschäftigen sich auch in der Freizeit mit den Themen und sehen keine Alternative zur Medizin, während ich mir eher Gedanken um Zukünftige Jobchancen und Karriere mache. Da meine Familie aus Ärzten besteht sehe ich das Studium halt eher als Mittel zum Zweck, da ich regelmässig Einblicke in die Arbeitswelt und -politik habe. Ob das gesund ist ein so langes Studium auf diese Weise anzugehen, darüber zerbreche ich mir regelmässig den Kopf.

Ein anderes Problem ist meine Faulheit/Lernstil. Ich war noch nie(!) in meinem Leben jemand der gerne regelmässig und strukturiert Sachen auswendig gelernt hat, in Fächern wie Biologie, Genetik und Chemie war ich immer einer der schlechtesten, während ich in Fächern wie Physik und Mathe mit wenigem Lernen fast immer Klassenbester war. Ich war halt nie ein fleissiger "Streber", wie ich glaube dass man es sein muss um Medizin zu studieren. Ich weiss es klingt arrogant, aber ich bin halt eher der smarte aber faule Typ. Es macht mir halt mehr Spass Probleme zu lösen und zu verstehen wie etwas funktioniert, anstatt einfach viel auswendig zu lernen. Hier kommt Maschinenbau ins Spiel. Seit dem ich klein bin faszinieren mich Maschinen, Flugzeuge, Raketen und Motoren, ich kann mir ohne Probleme für 3h einen Artikel zu Triebwerkstechnologien durchlesen.

Ich überlege jetzt ernsthaft im Sommer Maschinenbau (auch an der ETH) anzufangen. Ich habe bereits mit vielen Maschis geredet und auch einige Vorlesungen besucht, und merke dass sowohl die Persönlichkeitsprofile wie auch die Materie einfach ansprechender sind als mein jetziges Umfeld. Ich weiss, dass das Studium auch sehr hart ist, aber ich weiss auch von Leuten die ähnlich wie ich sind und das Studium gemeistert haben. Allerdings wäre ich dann schon 21 und hätte schon zwei mal ein Studium abgebrochen.

Natürlich kann mir niemand die diese Entscheidung abnehmen, aber ich wäre auch schon dankbar für Tipps, wie ich am besten herausfinden kann, was ich wirklich will.

Liebe Grüsse

Studier Maschinenbau. Kenne jemanden der an der ETH Maschinenbau studiert und vom Typ her ähnelt ihr euch extrem. Er war auch nicht der Streber und wollte nie lernen und war eher der faule typ und hatte auch keine super noten in Bio, Chemie, etc. aber Mathe war einfach sein Fach wo er ohne zu lernen Klassenbeste war. Glaube Medizin ist einfach nur für leute, die sich wirklich dafür interessieren und spaß dabei haben, es zu lernen.

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