DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
WirtschaftsstudiengängeWING

Wirtschaft studieren: Das Studium Wirtschaftsingenieurwesen (WIng)

Die Zahl der Studierenden in Wirtschaftsingenieurwesen steigt seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich. Ausschlaggebend sind der sichere Einstieg in die Berufswelt und die attraktiven Gehaltsaussichten für Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen. Als Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft profitieren Unternehmen von Wirtschaftsingenieuren und Wirtschaftsingenieurinnen, die sowohl betriebswirtschaftliche als auch naturwissenschaftliche Betrachtungsweisen kennen. Allein im Jahr 2014 haben rund 13.000 WIng-Studierende ihren Abschluss gemacht, während knapp 23.000 Studienanfänger verzeichnet wurden. Insgesamt studierten in dem Jahr über 80.000 Studierende Wirtschaftsingenieurwesen.

Header Bilder der Wiwi-Studiengänge / Wirtschaftsingenieurwesen

Grafik: Zahl der Studienanfänger in Wirtschaftsingenieurwesen an Uni und FH von 1993-2014

Wirtschaftsingenieurwesen als wissenschaftliche Lehre

Wirtschaftsingenieurwesen (WIng) ist ein interdisziplinärer Studiengang, der technisch-naturwissenschaftliche bzw. mathematisch-analytische und wirtschaftlich-sozialwissenschaftliche Inhalte verbindet. Im Wesentlichen geht es um die Integration der beiden Disziplinen Ingenieurswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre. Der Studiengang befasst sich mit unternehmerischen Betriebsabläufen und untersucht darin die Wechselbeziehungen zwischen Technik und Wirtschaft.

Ein Wirtschaftsingenieur bzw. eine Wirtschaftsingenieurin sollte in der Lage sein, Betriebsanlagen, Betriebsstrukturen und Betriebsabläufe in einem Unternehmen in Zusammenhängen zu sehen, sie zu optimieren und koordinierend zu wirken. Ihre Aufgabe ist es dabei, Verbindungen zwischen den Arbeitsweisen und Denkweisen von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Informatikern, Betriebswirten, Volkswirten, Juristen und weiteren Spezialisten zu schaffen. Wirtschaftsingenieure setzen moderne Informationstechnologien effizient ein und nutzen die Kompetenzen der Unternehmensmitarbeiter, ohne dabei die sozialen Faktoren und die ökologische Balance aus dem Auge zu verlieren.

Teildisziplinen im Studium Wirtschaftsingenieurwesen:

Studienmöglichkeiten im Wirtschaftsingenieurwesen
Wirtschaftsingenieurwesen studieren ist in Deutschland verschiedenartig möglich. Am gefragtesten ist das Vollzeit-Studium im Präsenzunterricht. Ein Duales Studium ermöglicht den Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens, einen Berufsabschluss und Studienabschluss parallel zu ergreifen. Alternativ kann auch Teilzeit als berufsbegleitendes Studium im Präsenzunterricht studiert werden. Im Gegensatz zum dualen Wirtschaftsingenieur-Studium können Studierende ihren erlernten Beruf weiterhin ausüben. Wirtschaftsingenieurwesen im Fernstudium eignet sich für diejenigen, die weiterhin ihrem Beruf nachgehen wollen und ortsunabhängig in Teilzeit oder Vollzeit studieren möchten.

Besonderheit Diplom-Studium in Wirtschaftsingenieurwesen 
An vereinzelten Hochschulen, zum Beispiel an der Technische Universität Dresden, wird trotz der Einführung des einheitlichen Bachelor- und Mastersystems weiterhin der Diplomstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen angeboten. Er beruht, wie auch vor dem Bologna-Prozess, auf dem Prinzip Grundstudium und Hauptstudium, in dem Leistungspunkte erzielt werden müssen. Im Diplomstudium an der TU Dresden wird Wirtschaftsingenieurwesen im Vollzeitstudium in zehn Semestern oder im Teilzeitstudium in 20 Semestern abgeschlossen.

Studienplan im Diplomstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dresden

Die richtige Hochschulwahl für ein Wirtschaftsingenieur-Studium
Wirtschaftsingenieurwesen kann in Deutschland an verschiedenen Hochschulen studiert werden: Universität, Fachhochschule, Private Hochschule, Berufsakademie. Die Einführung des Bachelor- und Mastersystem im Rahmen des Bologna-Prozesses hat die Abschlüsse zwischen den verschiedenen Hochschulformen vereinheitlicht. Das bedeutet, dass alle Bachelorabschlüsse und Masterabschlüsse angeglichen wurden und somit gleichermaßen anerkannt sind. Abweichungen gibt es an Hochschulen im Lehr- und Studienablauf. Während Fachhochschulen auf einen hohen Praxisbezug Wert legen, richten Universitäten ihr Hauptaugenmerk im Studium auf wissenschaftliches Arbeiten. Private Hochschulen überzeugen mit wichtigen Kontakten zur Wirtschaft und Industrie, sind aber in der Studienfinanzierung kostspielig. Berufsakademien vereinen Studium und Berufsausbildung in einem. Hat jemand eine Promotion im Blick, sollte bei der Hochschulwahl das Promotionsrecht berücksichtigt werden. Das Privileg der Promotion obliegt den Universitäten. An einigen Fachhochschulen existiert allerdings ein sogenanntes kooperatives Promotionsrecht.

  1. Seite 1: Wirtschaft studieren: Das Studium Wirtschaftsingenieurwesen (WIng)
  2. Seite 2: Studium Wirtschaftsingenieurwesen – Bachelor (Bakkalaureus)
  3. Seite 3: Studium Wirtschaftsingenieurwesen – Master
  4. Seite 4: Arbeitsmarkt und Karrierechancen mit Wirtschaftsingenieurwesen (WIng)

Leser-Kommentare

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Ja, das ist bei vielen Studiengängen so. Aber es gibt an den meisten Unis interidsziplinäre Möglichkeiten (Logsitik, Qualitätsmanagement usw.)

antworten
WiWi Gast

Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Hallo,

ich interessiere mich für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Habe ich dabei richtig verstanden, dass man sich schon im Studium (wie bei einem normalen Ingenieur schon spezialisieren muss[ bspw. Ingenieur für Maschinenbau]) für eine Richtung spezialisieren muss?

antworten
WiWi Gast

Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Ich muss sagen, dass die Beschreibung des Studiengangs hier sehr Maschinenbaulastig ist. Sicherlich wird an vielen Hochschulen der Studiengang primär in Kombination mit der Ingenieurwissenschaft Maschinenbau angeboten, aber es gibt oft auch noch andere ingenieurwisschenschaftliche Schwerpunkte wie Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Roh- und Werkstofftechnik, etc..

Dies sollte vielleicht auch irgendwo erwähnt werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Darmstadt FH? Meint ihr Darmstadt H?

antworten
WiWi Gast

Studium Wirtschaftsingenieurwesen

an der Fh-Nordhausen kann man auch Wirtschaftsingenieurwesen studieren.

antworten
Forendiskussion lesen

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema WING

Ein Maschinenraum der Firma: Cat.

Fernstudium: Berufsbegleitender Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Berufserfahrene und Berufstätige können ab dem Wintersemester 2017/18 an der Hochschule Aschaffenburg das berufsbegleitende Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurwesen aufnehmen. Das modular aufgebaute Fernstudium besteht zu 80 Prozent aus Selbststudium und zu 20 Prozent aus Präsenzveranstaltungen. Studieninteressierte können sich vom 2. Mai 2017 bis zum 15. August 2017 für den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen bewerben.

Weiteres zum Thema Wirtschaftsstudiengänge

Buchcover Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Online-Lernumgebung

Literatur-Tipp: Lehrbuch »Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre«

»Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre« ist ein kompaktes, praxisbezogenes Lehrbuch für das Bachelor-Studium in BWL. Es macht mit den wichtigsten Problemstellungen und Werkzeugen der Betriebswirtschaft vertraut. Dieses BWL-Lehrbuch hilft unternehmerische Entscheidungen zu verstehen, zu hinterfragen und zu treffen. Studierende der Betriebswirtschaftslehre erhalten in acht Kapitel auf 270 Seiten für 18 Euro wichtige Grundlagen der BWL präsentiert.

Ein Mädchen mit einem grauen Kapuzenpullover mit der Aufschrift Abitur.

NC-Quoten in Wirtschaftswissenschaften im Wintersemester 2016/2017 am höchsten

Studiengänge mit Numerus Clausus (NC) sind im kommenden Wintersemester 2016/2017 am meisten in den Fächergruppen in Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zu finden. Besonders diejenigen, die in Hamburg und Bremen studieren wollen, werden vor Ort fast drei Viertel aller Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung vorfinden. Studiengänge ohne NC gibt es vor allem in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigen die neuen Ergebnisse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Jonas in der Berliner U-Bahn

Studienplatzvergabe in Betriebswirtschaftslehre (BWL): Bewerbung, NC und Wartezeit

Die Betriebswirtschaftslehre, kurz BWL, ist das beliebteste Studienfach in Deutschland. Der Weg zum Studienplatz kann daher steinig sein. Die Chancen auf einen Studienplatz in BWL sind an Hochschulen sehr unterschiedlich und hängen von Abiturnote und Qualifikation ab. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat aktuell Zulassungsverfahren und die Studienplatzvergabe an deutschen Universitäten und Fachhochschulen untersucht. Dabei werden häufige Fragen zu Numerus Clausus, Wartezeit und Auswahlverfahren speziell am Beispiel der Betriebswirtschaftslehre beantwortet.

Beliebtes zum Thema Studienwahl

Header Bilder der Wiwi-Studiengänge / Betriebswirtschaftslehre BWL

Wirtschaft studieren: Das Studium Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist mit Abstand am beliebtesten in Deutschland. Nicht ohne Grund, denn BWL-Absolventen haben im Gesamtvergleich beste Job-Aussichten. Im Jahr 2013 haben 72.700 Studienanfänger und damit sechs Prozent mehr ein BWL-Studium begonnen. Dabei ist Betriebswirtschaftslehre bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt: Beinahe die Hälfte der Studienanfänger war weiblich. Insgesamt waren 222.600 Studierende in BWL eingeschrieben und rund 42.400 Abschlussprüfungen wurden in 2013 erfolgreich abgelegt. Mehr als zwei Drittel bestanden die Bachelor-Prüfung in BWL. Der Anteil der Masterabsolventen lag in BWL bei 21 Prozent.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an privaten Hochschulen

Private Hochschulen sind für ihren Innovationsgeist im deutschen Hochschulsystem bekannt. Als nichtstaatliche Hochschulen setzen private Hochschulen auf einen starken Praxisbezug und eine internationale Ausrichtung. In enger Zusammenarbeit mit Kooperationen aus Wirtschaft und Industrie wird Studenten der Berufseinstieg schon im Studium erleichtert. Damit wächst der Attraktivitäts-Index von privaten Hochschulen für Studieninteressierte, besonders für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und andere Management-Fächern. Mehr als 60 Prozent der privaten Hochschulen bieten aktuell Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften an.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Wichtige Branchen für Wirtschaftswissenschaftler

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen: Absolventen mit Abschlüssen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienfach stehen fast alle Branche in Deutschland offen, um den Berufseinstieg zu schaffen. Einige Branchen in Deutschland sind dabei umsatzstärker als andere oder haben bessere Renditen. Es bieten sich zahlreiche Berufsfelder und Jobs an, die es zu entdecken gilt.

Screenshot Homepage freie-studienplaetze.de

freie-studienplaetze.de - Offizielle Studienplatzbörse bis Ende Oktober 2017 geöffnet

Die bundesweite Studienplatzbörse »freie-studienplaetze.de« ist seit dem 1. August 2017 wieder online. Sie informiert Studieninteressierte tagesaktuell über noch verfügbare Studienplätze für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Deutschland für das Wintersemester 2017/18. Das Angebot umfasst Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern, die noch im Losverfahren vergeben werden und in zulassungsfreien Fächern, die einfach frei geblieben sind.

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Die bunt angeleuchtete Oper von Sydney.

Deutsch-australischer Doppel-Abschluss Bachelor of Business Management

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) profitieren Studierende von dem Double Degree-Austauschprogramm mit dem International College of Management Sydney (ICMS). Während des Studiums gehen Studierende für drei Semester nach Sydney in Australien und erlangen neben dem Bachelor of Arts an der FHWS, an der ICMS den Bachleor of Business Management (BBM).

Feedback +/-

Feedback