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Wirtschaftsstudium wird als Weiterbildung von Unternehmen gerne gefördert

Viele deutsche Unternehmen investiert in Mitarbeiter, die parallel zu ihrer Berufstätigkeit einen Hochschulabschluss erwerben und unterstützen Studierende bei ihrer Abschluss- oder Doktorarbeit. Am häufigsten profitieren die ökonomischen Fakultäten von den Zuwendungen der Betriebe - rund jedes zweite dieser Unternehmen fördert die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.

Geldscheine 100 Euro und 50 Euro

Wirtschaftsstudium wird als Weiterbildung von Unternehmen gerne gefördert
Köln, 16.01.2012 (iw) - Der Fachkräftemangel und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein veranlassen nahezu sechs von zehn Unternehmen in Deutschland, in die akademische Ausbildung zu investieren. Zuletzt wurden Hochschulen, Studenten und studierende Mitarbeiter der Firmen mit mehr als 2,2 Milliarden Euro unterstützt.

Die Wirtschaft investiert weit mehr Geld in die akademische Bildung als bisher angenommen: Laut Statistischem Bundesamt erhielten die Hochschulen 2009 rund 1,6 Milliarden Euro von Unternehmen und Stiftungen. Doch dies sind hauptsächlich Gelder für die Forschung. Tatsächlich brachten die Betriebe 2009 allein für Studium und Lehre an den Hochschulen rund 2,2 Milliarden Euro auf, so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Instituts der
deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der IW Consult.

Von dieser Summe erhielten die Hochschulen rund 640 Millionen Euro in Form von finanziellen Zuwendungen, Sach- und Servicespenden sowie von Stiftungsprofessuren. Die restlichen 1,5 Milliarden Euro kamen den Studenten direkt zugute: als Zuschüsse zu den Studiengebühren, als Stipendien, für Praktika, duale Studiengänge und Arbeitszeitfreistellungen für studierende Unternehmensmitarbeiter.



Doch längst nicht alle Fakultäten werden von den Investitionen der Firmen gleichermaßen begünstigt:

Am häufigsten profitieren die Wirtschaftswissenschaften von den Zuwendungen – rund jedes zweite Unternehmen fördert die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. An zweiter Stelle rangieren die Ingenieurwissenschaften (32 Prozent), gefolgt von den Fächern Mathematik, Informatik und
Naturwissenschaften (22 Prozent).

Dagegen engagieren sich nur 7 Prozent der Unternehmen im Bereich der Rechtswissenschaften. Insgesamt fördern sechs von zehn Betrieben, die mindestens 50 Mitarbeiter beschäftigen, das Studium und die Hochschullehre. Wie intensiv ihr Engagement ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – vor allem die Branche und die Akademikerdichte spielen eine große Rolle.

Industrie- und Bauunternehmen engagieren sich häufiger als Dienstleistungsunternehmen.
Von den Unternehmen, die mehr als 35 Prozent Hochschulabsolventen in der Belegschaft haben, unterstützen fast 90 Prozent die akademische Ausbildung.



Überdurchschnittlich aktiv sind auch forschungsintensive Firmen, die wiederum meist besonders viele Akademiker beschäftigen. Generell entscheidet sich das
Gros der Unternehmen für eine möglichst praxisnahe Förderung.


Fast jedes zweite Unternehmen ermöglicht Studenten ein Praktikum. Ein Drittel investiert in Mitarbeiter, die parallel zu ihrer Berufstätigkeit einen Hochschulabschluss erwerben.

Ebenfalls gut ein Drittel der Unternehmen unterstützt Studenten bei ihrer Abschluss- oder Doktorarbeit, indem die Firmen den Nachwuchsakademikern die Möglichkeit geben, eine betriebliche Problematik wissenschaftlich zu analysieren. Da sich diese Unterstützung oft mit den Vergütungen für Praktika überschneidet, wurden diese Ausgaben bei den 2,2 Milliarden Euro Gesamtaufwendungen nicht berücksichtigt.

Aktiv sind die Unternehmen auch beim dualen Studium, in dessen Rahmen die Studenten fest integrierte Praxisphasen in Firmen absolvieren. Dies wird von jedem fünften Betrieb unterstützt. Fast genauso viele stellen finanzielle Mittel etwa in Form von Spenden oder Sponsoring bereit. Sachspenden leistet jeder
siebte Betrieb und gut jede zehnte Firma entsendet Lehrbeauftragte.

Da die meisten Unternehmen die Aufwendungen für die Hochschullehrtätigkeit von eigenen Mitarbeitern nicht beziffern können, ist auch diese Form des Engagements nicht in die Berechnung der Fördersumme eingegangen.

Jedes zehnte Unternehmen beteiligt sich durch Stipendien an der individuellen Studienfinanzierung. In der kostenintensiven Finanzierung von Stiftungsprofessuren engagieren sich knapp 3 Prozent der Betriebe, bei den großen Unternehmen sind es immerhin gut doppelt so viele.

Zwar wollen mehr als acht von zehn Unternehmen nach eigenen Angaben mit der Unterstützung der Hochschulbildung gesellschaftliche Verantwortung übernehmen – dennoch betreibt die Wirtschaft ihr Milliarden-Engagement nicht nur aus Edelmut. In erster Linie streben die Firmen damit an, zusätzlichen Fachkräftenachwuchs zu rekrutieren. Weitere wichtige Motive sind die Personalentwicklung und ein erhoffter Imagegewinn.

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