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Berufseinstieg: Wo & WieRückblick

Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

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WiWi Gast

Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Servus zusammen,

die Jahre an der Uni vergingen rasend schnell. Aktuell beende ich nun mein Traineeprogramm bei einem FMCG-Unternehmen und blicke bisschen nostalgisch zurück...

Was bereut ihr am meisten bzgl. Studium und Berufseinstieg?
Wurden eure Erwartungen erfüllt?
Was würdet ihr im Nachhinein besser machen?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Dieser Thread ist mal eine gute Idee. Freue mich auch mal auf ehrliche Antworten.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Mehr Party. Urlaubssemester und Weltreise (mit so wenig Geld wie möglich)

Firma neben Studium gründen und Selbstständig machen statt als Hiwi für wenig Geld die Zeit zu opfern.
Mehr über den Tellerrand schauen als nur den Inhalt zu pauken um "sehr gut" im Zeugnis zu haben.

Und am besten: Mit 14 Anfangen!

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es mit 23 fertig mit dem Studium gewesen zu sein. Ich habe viel bezüglich Ausland & Co. verpasst. Klar, ich lerne Leute ein die älterer sind als ich und nur die Hälfte verdienen aber who the hell cares bei einem Renteneintrittsalter mit 70.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

  • Im Studium hmm eigentlich nichts - war schon ok. Außer zu wenig Praktika - hätte da deutlich deutlich mehr machen sollen - und auch auf das Geld lieber verzichtet.

  • Berufseinstieg: Eigentlich nichts. War in Ordnung.

  • Erwartung war: 40h Woche --> leider deutlich mehr und anstrengender als gedacht

  • Was würde ich besser anders machen?
    1 ) Nicht zu sehr nach Kohle entscheiden - hab jetzt durch Wechsel mehr Geld aber das macht einen auch nicht glücklich.
    2 ) Meine Chancen besser nutzten: z.B. Zusage (Vertrag unterschrieben) weiter gucken - evtl. kommt noch was besseres!!! Habe das nie gemacht, aber im nachhinein hab mir evtl. auch was dadurch entgehen lassen!
    3 ) Wenn geht aufs Team achten, sind die Leute cool? Kannst du dich mit ihnen verstehen?
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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bin gerade in den letzten Zügen meines Bachelor, den ich ziemlich als einziger vom ganzen Studienjahrgang in Regelstudienzeit durchgeballert habe (bin Wing, da ist RSZ eher ein gut gemeinter Witz). Ich fange jetzt schon an zu bereuen, dass ich so "karriere-orientiert" studiert habe, statt ein bisschen mehr Eier zu kraulen. Deshalb werde ich erstmal ein/zwei Semester ein Bespaßungsstudium an den Bachelor anhängen, bevor ich den Master mache, bei dem ich die Maximalzeit mit allen Ulaubssemestern etc wohl auch versuchen werde voll auszuschöpfen.

Realistisch betrachtet kann es einfach kaum mehr geiler werden als während dem Studium, wo man wegen dem günstigen Lebensstil mit 15h/Woche Werkstudi lebt wie Gott in Frankreih und trotzdem noch gut was über hat am Ende des Monats.. Außerdem kann man sich jeden Tag mit richtig guten Kollegen treffen, die auch zumindest teilweise ähnlich viel auf dem Kasten haben und ähnlichen Humor haben. Zusätzlich hat man immer Zeit für Sport und kann sich seine Zeit beliebig einteilen. Man kann sich auch mit spannenden Fragestellungen beschäftigen, die einen nicht auf Grund von Trivialität nach 2 Minuten anöden, wenn man kein Bock mehr auf ein Thema hat, vertieft man eben nach der Klausur in einer anderen Richtung weiter.

Berufseinstieg kann im Vergleich dazu nur reins**eißen, habe ich auch immer wieder im Praktikum und als Werkstudent gemerkt, dass das Leben dann wenn man anfängt zu arbeiten für die meisten rum ist...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bezogen aufs Studium

Mehr Ausland
Mehr Praktika
Mehr Partys
Target-Uni wegen Placement (Das merkt man erst später).
-----------------
Weniger Sinnlos-Gammeln
Weniger Angst vor Neuem

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Am aller schlimmsten ist es in der Uni nicht die Partnerin fürs Leben gefunden zu haben.

Mal ehrlich: Nie war die Auswahl an vernünftigen Frauen größer. Nie war man freier und unbedarfter. Hat man das verpasst, kommt die 30 rasend schnell auf einen zu und man rennt der verlorenen Zeit partnertechnisch hinterher. Blöderweise sind die meisten dann schon lange vom Markt.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bereuen:

  • Studium: Nicht zielgerichtet und zu wenig Praktikas
  • Erster Job: Zu wenig durchgesetzt
  • Zweiter/Dritter Job: Schlecht im Netzwerken

Kann trotzdem zufrieden sein mit dem was ich erreicht habe. Man sollte vor allem aufhören sich mit anderen zu vergleichen und darauf achten was man selber will.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Spannendes Thema.

Ich hab mit 20 mein Abi gemacht, dann nen Studium angefangen (Mathe und Geschichte), 3 Jahre studiert, abgebrochen, 3 Jahre "professionell" Online-Poker gespielt, wieder nen Studium angefangen (BWL und Tourismus) und habe jetzt etwa 2,5 Jahre Berufserfahrung in nem großen Touristik-Konzern.

Was bereue ich? Schwer zu sagen ehrlich gesagt. Es gibt zwei Dinge die ab und an an mir nagen.

1) Dass ich bereits 31 bin und einfach viel weiter unten auf der Karriereleiter stehe als andere in meinem Alter, die direkt nachm Abi studiert (oder nach der Realschule ne Ausbildung gemacht) haben und einfach viel mehr Zeit hatten, um Berufserfahrung zu sammeln und sich hoch zu arbeiten.
2) Dass ich eine Branche gewählt habe, die so schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen.

Ich sage aber bewusst, dass das manchmal an mir nagt und nicht, dass ich es bereue. Denn das wäre zu hoch gegriffen.

Mein zweites Studium war dual, ich war also schon 3 Jahre lang 50% der Zeit am arbeiten und konnte mich beweisen. Am Ende der Zeit war ich im Unternehmen (ne kleine 400-Mann Tochter mit 400m Umsatz) bereits bekannt als einer der besten Analytiker und quasi als DER Excel und VBA Experte im Unternehmen. Das war auch meinem Chef bekannt bei der Gehaltsverhandlung. Ich konnte zum Einstieg 18% mehr raus handeln als das übliche Übernahmegehalt für duale Studenten. Das alles ging nur, weil ich davor diese Erfahrungen mit Mathestudium und Online-Poker gesammelt habe.
Nach einem Jahr bekam ich dann das Angebot ne eigene Produktlinie aufzubauen (+9,6% Gehalt). Inklusive Leitung der entsprechenden Softwareentwicklungsprojekte, Vermarktung, Pricing usw. So kurz nach dem Studium so ne verantwortungsvolle Aufgabe ist auch bei weitem kein Standard. Das war ein deutlicher Fortschritt beruflich und kam nur wegen meiner analytischen Skills zustande.

So jetzt anderthalb Jahre später kam dann der nächste Schritt - wechsel in ne größere Konzerngesellschaft auf ne Referentenstelle - ich mache hier ne interessante Mischung aus Product Owner und Prozessmanager. Ich bin hier gerade noch am Ankommen aber bin total happy mit der Stelle. Mein Gehalt ist wieder um 21% gestiegen, ich bin der jüngste im Team und alle Kollegen waren bereits Teamleiter oder ähnliches und haben wirklich was drauf.

Das wäre halt niemals so schnell gegangen, hätte ich die Erfahrungen davor nicht gesammelt. Andererseits - ich hätte dann auch 8,5 statt 2,5 Jahre Zeit gehabt. Ich könnte also trotzdem bereits deutlich weiter sein in meiner beruflichen Entwicklung.

Aber irgendwie waren die Poker Jahre halt auch ne geile Zeit. Ich wurde zwar nicht reich aber hab genug Geld zum leben verdient und das mit nem Hobby. Außerdem verdiene ich jetzt auf der niedrigsten Tarifstufe 45k. Die nächsten Steigerungen sind fix, selbst wenn ich keinen weiteren Aufstieg schaffen sollen. So schlecht ist das halt nicht. Wenn man hier im Forum liest, kommt man sich manchmal arm vor aber verglichen mit dem deutschen Durchschnitt ist das nach nur 2,5 Jahren Berufserfahrung eigentlich nen sehr guter Wert. Und auch die Branche ist einfach geil. Es macht mega Spaß so ein tolles Produkt zu produzieren (Urlaub/Reisen) und man hat nur Leute um sich, die Spaß an dem haben was sie tun. Keiner macht das hier aus Karrieregeilheit - diese Leute arbeiten in anderen Branchen eben weil man hier weniger verdient.

Ich hoffe, meine Zwickmühle kommt verständlich rüber. Ich bereue die Entscheidungen nicht direkt, ich frage mich aber schon wo ich stehen könnte (vorallem finanziell und hierachisch) wenn ich direkt BWL studiert hätte nachm Abi und dann in eine der gut bezahlten Branchen geschlüpft wäre.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Zu wenige Praktika, falsche richtung spezialisiert und den falschen Einstieg gewählt. Habe zwar drei Semester im Ausland studiert aber wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich jedes Semester in einem anderen Land verbringen. Ich vermisse das Studentenleben...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Richtig richtig cooler Thread!

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich wäre im Nachhinein viel offener fürs Scheitern und hätte mich weniger an Regeln gehalten bzw. würde ich nicht mehr so ehrlich durchs Leben gehen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

servus leute, an alle die schon arbeiten: ich brauche euren Rat:

ich bin im master und könnte in 3 semestern schon durch sein, oder soll ich lieber noch ein auslandssemester dranhängen?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Sehr interessantes Thema. Bin auf die Antworten gespannt

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bereut habe ich für den Master nach Münster gewechselt zu haben. Es waren dort einfach 2,5 Jahre Drill und unnötiger Stress.

Wäre im Nachhinein lieber an eine Chill Uni für den Master (Gießen, Saarbrücken, Siegen, etc.). Dort hätte man dann auch mehr "soziale Kontakte" pflegen können.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Kein Auslandssemester gemacht.
Nicht die Partnerin fürs Leben gefunden.
Zu wenig gereist während dem Studium und zuviel gearbeitet (obwohl es nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

Jetzt, 4 Jahre nach dem Berufseinstieg habe ich oft das Gefühl ob ich vielleicht das Falsche gelernt habe. Bin zwar Steuerberater, aber vielleicht hätte ich lieber was in die Richtung IT machen sollen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Sau angenehm, dass einfach jeder mal was schildert und niemand die Meinung oder Aussagen der anderen schlecht redet bisher. Auch wenn das sicherlich schnell genug passieren wird.

Ich bin jetzt seit einem Jahr DAX Finance Trainee und bereue bisher nichts. Bachelor auf Target Uni, nur Party gemacht, bekannt als DAS Feier Biest. Meinen Spaß in jeder Hinsicht gehabt, trotzdem 2 gute Praktika untergebracht. Bestes Auslandssemester der Welt gehabt. Dann an non-target Uni zum Master, viel entspannter und die Noten vom Durchschnitt (2,0) auf 1,5 gehoben, geschadet hat das "non-target" bisher nicht. Konnte weiterhin gut Praxis Erfahrung sammeln. Allgemein habe ich echt viel aus meiner Studienzeit rausgeholt.

Ich schließe mich einem Poster oben an, dass es zumindest etwas weniger sinnlos-gammeln hätte sein können. Jobwahl bisher goldrichtig.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Spannendes Thema!

Bei mir geht die Tendenz scheinbar in eine andere Richtung als bei vielen anderen hier.

Ich war 2x im Ausland und Party hatte ich auch mehr als genug. Das mit dem Ausland bereue ich auch keinesfalls, aber ich bereue:

  • Nicht mehr Gas gegeben zu haben im Studium und früher angefangen zu haben zu arbeiten (ich bin einfach nicht der akademische Typ, das hat mir keinen Spaß gemacht, Arbeit liegt mir viel mehr. Dennoch wollte ich ein abgeschlossenes Studium haben)
  • Nicht mehr Geld zurückgelegt zu haben!! Klingt vielleicht seltsam, aber wenn man Vermögen aufbauen muss, muss man irgendwo anfangen. Ich habe so viel Geld rausgehauen für Besitz (3 Schränke voll Klamotten, 90 Paar Schuhe, Bücher, die ich genausogut hätte ausleihen können...). Rückblickend hätte ich das eher für Erlebnisse ausgegeben oder eben zurückgelegt. 100? im Monat und ich wäre bereits viel weiter als ich es heute bin.
  • Nicht früher angefangen mich weiterzubilden- ich bin ein ehrgeiziger Mensch und möchte gern Erfolg haben (wie auch immer das man für sich definiert). Ich dachte, Schule und Studium muss reichen, ist ja was "Besonderes"... aber wenn man mehr erreichen will als andere, muss man auch mehr tun und ich lerne sehr gerne, nur nicht auf die "akademische" Art (Theorie-Bulimie-Lernen).
  • Mich für mehr Positionen geöffnet, auch zB Junior-oder Einstiegspositionen (dafür war ich mir damals zu fein)
  • Strategischer vorgehen bei der Jobwahl, Zielbranche auswählen und von Anfang an Fokus auf diese Branche
  • mehr netzwerken! Zu spät damit begonnen
  • Mehr auf mich selbst achten, weniger Rücksicht auf Belange der Firma nehmen (wie jemand anders geschrieben hat, zB weiter umsehen nach Vertragsunterzeichnung; nicht halten lassen von so Aussagen wie "wir sind doch auf dich angewiesen")
  • mir weniger Gedanken machen wegen Steinen im Weg, Kündigung usw- es geht IMMER weiter
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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Größter Fehler war als Angestellter einzusteigen anstelle gleich eine eigene Firma aufzubauen wenn ich hochrechne was mich das an Einkünften gekostet hat und wieviele unsinnige Steuern ich bezahlt habe.

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OverFlow

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

  • Wirtschaftsinformatik anstatt BWL studieren
  • 1-2 mehr Praktikas ballern
  • nebenbei versuchen was eigenes aufzubauen
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Ein KPMGler

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich hätte mich in der Oberstufe mehr anstrengen müssen. Durch mein miserables Abi (jenseits der 3,0) habe ich mir vieles später versaut.
Gleiches gilt für das Vordiplom.
Erst danach hats Klick gemacht, aber die beiden andere Noten standen dann im CV.
Mehr feiern hätte ich nicht gebraucht, aber mehr Ausland und zwischen Studienabschluß und Karriereeinstieg noch einmal ein paar Monate Zeit nehmen und Durchatmen... das wäre klasse gewesen!

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bin jetzt auch seit einigen Jahren im Beruf und kann mich nicht beklagen.
Wenn ich aber noch mal studieren würde, würde ich viel mehr Reisen - auch mit begrentzem Budget. Nie wieder hat man so viel Freizeit.
Ach ja - und ich wurde mit Wold of Warcraft gar nicht erst anfangen. Scheisse war das ein Zeitfresser im Nachhinein gesehen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Sah bei mir ähnlich aus. Ich hatte ein längeres Praktikum zwischen Bachelor und Master gemacht und war in Regelstudienzeit mit guten Noten unterwegs und hätte nach 10 Semestern ins Berufsleben einsteigen können. Bin dann aber vor der Masterarbeit nochmal für ein komplettes Semester ins Ausland (Praktikum und kein Auslandssemester) und habe am Ende etwas mehr als 11 Semester gebraucht.

Das halbe Jahr Ausland hat mir sehr viel Spaß gemacht und dürfte meine Chancen bei der Jobsuche auch klar verbessert haben. Auf jeden Fall bin ich zufrieden mit dem, wo ich jetzt stehe :) wir müssen eh alle noch mehr als 40 Jahre arbeiten, da sollte man nicht vorschnell ins Berufsleben starten, sondern - sofern es nicht vollkommen unsinnig ist - Lieber noch mehr von der Welt sehen

Lounge Gast schrieb:

servus leute, an alle die schon arbeiten: ich brauche euren
Rat:

ich bin im master und könnte in 3 semestern schon durch sein,
oder soll ich lieber noch ein auslandssemester dranhängen?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

~> wo warst du im Ausland ? :)

Sau angenehm, dass einfach jeder mal was schildert und niemand die Meinung oder Aussagen der anderen schlecht redet bisher. Auch wenn das sicherlich schnell genug passieren wird.

Ich bin jetzt seit einem Jahr DAX Finance Trainee und bereue bisher nichts. Bachelor auf Target Uni, nur Party gemacht, bekannt als DAS Feier Biest. Meinen Spaß in jeder Hinsicht gehabt, trotzdem 2 gute Praktika untergebracht. Bestes Auslandssemester der Welt gehabt. Dann an non-target Uni zum Master, viel entspannter und die Noten vom Durchschnitt (2,0) auf 1,5 gehoben, geschadet hat das "non-target" bisher nicht. Konnte weiterhin gut Praxis Erfahrung sammeln. Allgemein habe ich echt viel aus meiner Studienzeit rausgeholt.

Ich schließe mich einem Poster oben an, dass es zumindest etwas weniger sinnlos-gammeln hätte sein können. Jobwahl bisher goldrichtig.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Das habe ich gemacht. Kann ich jedem nur empfehlen. Geht ins Ausland. Öffnet euch für die Welt und vernetzt euch auf Teufel komm raus.

Zu den Karrieristen unter uns kann ich nur sagen, man weiß nie hinter welcher Ecke der nächste Jackpott auf dich wartet. Ich habe meine Frau auf meiner Tour kennen gelernt und heute zwei Kinder mit ihr. Keine Karriere/Geld kann mir das ersetzen, was ich heute für diese Menschen fühle. Da wurde mir auch bewusst, dass wir eigentlich gar nichts unter Kontrolle haben, sondern die Dinge im Leben sich eher entwickeln statt das wir sie gestalten.

Für die Berufseinsteiger unter euch, macht euch also nicht allzu große Sorgen wenn es nicht auf anhieb klappt. Arbeiten werdet ihr noch genug ;)!

Ein KPMGler schrieb:

Mehr feiern hätte ich nicht gebraucht, aber mehr Ausland und
zwischen Studienabschluß und Karriereeinstieg noch einmal ein
paar Monate Zeit nehmen und Durchatmen... das wäre klasse
gewesen!

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

zu sehr auf geld fixiert zu sein. habe jetzt 220K liquide aber bin ungluecklich

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Schonmal Fehler Nummer 1:
Man sollte nichts bereuen sondern nach vorne schauen und dementsprechend leben.
Die Vergangenheit kann man eh nicht ändern.
Klar würde jeder gerne mehr reisen, feiern, Sex haben etc, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert (gerade finanziell).

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Lounge Gast schrieb:

Schonmal Fehler Nummer 1:
Man sollte nichts bereuen sondern nach vorne schauen und
dementsprechend leben.
Die Vergangenheit kann man eh nicht ändern.
Klar würde jeder gerne mehr reisen, feiern, Sex haben etc,
aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert (gerade
finanziell).

Man kann die Vergangenheit vllt nicht ändern aber man kann aus ihr lernen. Genau genommen ist sie die einzige Quelle von Wissen oder besser Weisheit. Aus der Zukunf lässt sich nichts lernen.

Niemals zurück zu schauen und zu reflektieren ist genauso schlecht wie immer nur Vergangenem hinterher zu trauern.

Wie so oft im Leben macht´s auch hier die richtige Mischung.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Hätte während des Studiums mehr daten müssen, stattdessen war ich damit beschäftigt nebenbei Geld zu verdienen und so schnell wie möglich mit den Studium fertig zu werden.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

An dem Thread merkt man doch wie bitter nötig ein praktisches Fach in der Schule wäre: "Erfolgreiche Lebensführung". Stattdessen analysiert man spätrömische Gedichte. Absurd!

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es, dass ich eine Wischiwaschi Studienrichtung wie BWL und nicht lieber Wirtschaftsingenieurswesen genommen habe. Außerdem, dass ich zu sehr "das Studentenleben" genoßen habe anstatt Praktika oder Werkstudententätigkeiten zu machen und mir so den Einstieg später leichter zu gestalten.

Ich habe doch noch mit ach und krach den Einstieg geschafft und habe mittlerweile einige Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel, aber dafür musste ich am Anfang die Anforderungen extrem runterschrauben

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue sowohl bei meiner Vertiefung als auch meiner Branche Bereiche gewählt zu haben, in denen gesucht wird. Heute weiß ich, dass gesucht wird, weil die Gehälter scheisse sind und die Arbeitszeiten lange....

In der Verwaltung (keine Wertschöpfung) bist du immer Kostenfaktor und bekommst nie das was deine Arbeit wert ist. Und es wird für die gleiche Arbeit je Branche sehr unterschiedlich gezahlt und Zeit abgesessen... Da nutzt es auch nicht viel, dass ich schon ein halbes Jahr vor Studienende meinen Arbeitsvertrag hatte.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich hadere häufig damit, nicht promoviert zu haben. Habs mir nach dem Studium immer mal wieder vorgenommen nebenbei zu machen, aber habe nie die Muße dazu gefunden und auch die Befürchtung, dass es dazu wohl in diesem Leben nicht mehr kommt. Bin seit 7 Jahren im Berufsleben, inzwischen Führungskraft, frischer Hausbesitzer und gerade bei der Nachwuchsplanung. Wüsste nicht wo ich da in den nächsten Jahren die Zeit hernehmen sollte...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bin echt froh meinen Abschluss als Dipl. W-Ing (Uni) gemacht zu haben. Ich habe gekämpft und gekämpft. Einfach war es niemals. Aber ich bin im nachhinein froh es geschafft zu haben und es vorbei ist. (Ich gehöre 20% meines Jahrgangs, die es geschafft haben). Noch heute träume ich manchmal davon, dass mir der eine oder andere Schein fehlt und ich doch nicht das Diplom bekommen habe sondern erst noch ein paar mdl. Prüfungen in komischen Fächern wie Informatik machen muss). Was für ein Horror dieses Gefühl damit aufzuwachen und dann kurz zu überlegen + zum Schluss zu kommen: Kann ja gar nicht sein "aus dem und dem Grund nicht, rede ich mir ein. --> Aber die Beweise für meine Aussagen sind immer nötig ;-) ( Gelernt ist halt gelernt)

Meine Entscheidungen, die ich damals als Student getroffen habe, habe ich den Umständen entsprechend getroffen, unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen aus meiner Umwelt und immer aus dem Bauch heraus. Ich habe viele Unternehmen von innen gesehen: Als Praktikant oder Werkstundet oder als Bandarbeiter beim Auto zusammenschrauben oder als Hilfskraft bei einem Maurer und Dachdecker. Hat mir alles irgendwie mir was gebracht im nach hinein....But: Was mir große Schwierigkeiten bereitete war der Einstieg in den Job. Der planbare Uni- Alltag mit Vorlesungen & Klausuren war schön und gut. Nur der Übergang bzw. Einstieg in die "Berufswelt" war nicht einfach und auch mit Enttäuschungen verbunden (Liegt wohl an meiner falschen Vorstellung vom Berufsleben, die ich hatte, habe ich für mich herausgefunden. Meine Eltern waren bis zur Rente immer einfache ausführende Arbeiter in der Werkstatt bzw. Lager und konnten mir nicht vermitteln, was im Büro eigentlich gemacht wird, außer, dass es sich lohnen würde, da die Arbeit da nicht schmutzig ist und man saubere Hände hat am Ende vom Arbeitstag)... Meine derzeitige & bisher beste berufliche Aufgabe im technischen Vertrieb, macht mir großen Spaß will heißen: Ich gehe sehr gerne ins Büro und habe gerne Kontakt zum Kunden inkl. Beratung, VErkauf und Support....Privates: Heute habe ich eine 6 - köpfige Familie mit einer tollen Frau für mich und unseren 4 gemeinensamen (ja das muss man heute immer dazu sagen, weil diesbezüglich Fragen kommen) Kindern (Gott-Sei-Dank). Letztes Jahr haben wir uns ein EF- Haus mit Terasse + Garten Südwest-Ausrichtung & einen Hobbyraum, wo ich meine Märklin- Modelleisenbahn immer aufgebaut lassen kann, mit ingesamt 4 a und 40m2 in der 2. Größten Stadt von BW mit dem nötigen EK & Unterstützung eines Kredites gekauft. So ein Leben habe ich mir auch immer vorgestellt, kann mir aber auch vorstellen, dass das noch nicht das Ende vom Lied ist........ :-) Für mich war bisher der Weg das Ziel, obwohl ich immer ein Ziel hatte. Geht das eigentlich???? :-D Ciao, Ciao

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

eine Beraterpromotion statt einer richtigen Promotion hätte es vl auch getan... Ausser vl 20-30 Fachleuten kann eh keiner so richtig einschätzen was ich da jahrelang gemacht habe...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Tatsächlich "bereue" ich nichts, da ich heute mit 31 sehr zufrieden mit meinem Leben bin, es kann also nicht viel falsch gelaufen sein.

Ich würde aus heutiger Sicht allerdings nicht mehr mit einem naturwissenschaftlichen Studium starten.
Ich würde versuchen, alle Vorlesungen zu besuchen UND dabei zuzuhören.
Ich hätte heute die angebotene, berufsbegleitende Promotion durchgezogen, auch wenn es 5 Jahre oder mehr dauert (das Angebot kam mit 26, ich wäre heute schon durch).
Ich wäre in meinen Aussagen schon in jungen Jahren mutig (eine Eigenschaft, die mir heute viel hilft, denn was man sagen will, sollte auch raus).
Ich würde mich hinsetzen und zumindest in der Prüfungszeit lernen (was mir im berufsbegleitenden Zweitstudium erfolgreich gelungen ist).
Ich würde wesentlich mehr fragen, da meine vornehme Zurückhaltung nie als solche ausgelegt worden ist.

Kurzum ich würde mich schon früher so verhalten, wie ich heute bin. Aber auf der anderen Seite ist es doch toll, all diese Erfahrungen gemacht zu haben, denn nur dadurch bin ich heute so wie ich bin und zumindest ich selbst bin glücklich darüber... Also sch..ß drauf! Ich würde mich genauso verhalten wie in meinem bisherigen Leben.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich hätte im Nachhinein studiert. Wenn Dir aber jemand mit 17-18 sagt: "Junge, reiß dich zusammen, studier', häng' dich rein!" dann hörte ich in meinem Kopf immer nur "Vadder, was willst Du von mir?!" :-)

Jetzt, zehn Jahre später, habe ich zwar einen sehr guten Job, bin in der IT-"Beratung", verdiene gutes Geld (80k all-in) und kann mich eigentlich nicht beklagen.

Nur: jetzt stelle ich mir nach fünf Jahren BE schon die Frage, ob es das gewesen ist? Soll ich mein ganzes Leben jetzt diesen Kack machen? Was ist, wenn mir in zehn Jahren einfällt ich möchte jetzt in eine hochrangige UB gehen? Dann bin ich noch nicht mal 40, kann aber nicht, da kein Bachelor/Master/Dr. Die drei Punkte hätte ich auf jeden Fall gemacht. Selbst wenn man erst mit 32 fertig sein sollte. Ich hätte erst einmal ein paar Jahre mit meinem Master geschuftet und dann evtl. den Dr. gemacht.

Ist in DE nun mal so: Titel öffnen Türen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Die fleißigen würden mehr feiern, die Feierschweine würden mehr lernen.

So ist es immer.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Wo ist das Problem ... studier! Mit 27 zu studieren ist doch keine Sonderheit mehr ... solange du kein fettes Immobiliendarlehen hast was du tragen musst oder Kinder die du zu versorgen hast ... MACH ES. Gönn dir einen haufen Wissen gepaart mit geilen Studipartys ... sonst sitzt du in 3 Jahren irgendwo und denkst dir "sche*sse ... hätte ich es damals begonnen wär ich jetzt fertig"

Lounge Gast schrieb:

Ich hätte im Nachhinein studiert. Wenn Dir aber jemand mit
17-18 sagt: "Junge, reiß dich zusammen, studier',
häng' dich rein!" dann hörte ich in meinem Kopf
immer nur "Vadder, was willst Du von mir?!" :-)

Jetzt, zehn Jahre später, habe ich zwar einen sehr guten Job,
bin in der IT-"Beratung", verdiene gutes Geld (80k
all-in) und kann mich eigentlich nicht beklagen.

Nur: jetzt stelle ich mir nach fünf Jahren BE schon die
Frage, ob es das gewesen ist? Soll ich mein ganzes Leben
jetzt diesen Kack machen? Was ist, wenn mir in zehn Jahren
einfällt ich möchte jetzt in eine hochrangige UB gehen? Dann
bin ich noch nicht mal 40, kann aber nicht, da kein
Bachelor/Master/Dr. Die drei Punkte hätte ich auf jeden Fall
gemacht. Selbst wenn man erst mit 32 fertig sein sollte. Ich
hätte erst einmal ein paar Jahre mit meinem Master geschuftet
und dann evtl. den Dr. gemacht.

Ist in DE nun mal so: Titel öffnen Türen.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Das habe ich nicht behauptet. Nur dass man nicht bereuen sollte, was nicht heißt, dass man aus der Vergangenheit nicht lernen sollte.

Also: Daraus lernen für die Zukunft aber sicher nicht bereuen.

Lounge Gast schrieb:

Man kann die Vergangenheit vllt nicht ändern aber man kann
aus ihr lernen. Genau genommen ist sie die einzige Quelle von
Wissen oder besser Weisheit. Aus der Zukunf lässt sich nichts
lernen.

Niemals zurück zu schauen und zu reflektieren ist genauso
schlecht wie immer nur Vergangenem hinterher zu trauern.

Wie so oft im Leben macht´s auch hier die richtige Mischung.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bester Beitrag! WoW!

WiWi Gast schrieb am 23.03.2017:

Bin jetzt auch seit einigen Jahren im Beruf und kann mich nicht beklagen.
Wenn ich aber noch mal studieren würde, würde ich viel mehr Reisen - auch mit begrentzem Budget. Nie wieder hat man so viel Freizeit.
Ach ja - und ich wurde mit Wold of Warcraft gar nicht erst anfangen. Scheisse war das ein Zeitfresser im Nachhinein gesehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bin nach dem Studium bei einem Konzern eingestiegen und habe zu Beginn die Politik im Unternehmen komplett unterschätzt. Dadurch auch aufs Abstellgleis geraten und habe als Exit den Konzern gewechselt und neu gestartet. Gleich mit richtigem Fokus auf Netzwerk und die politischen Spielchen von Anfang an mit gespielt. Dadurch auf den HiPo Entwicklungspfad gelandet.

Hätte ich bei Unternehmen 1 bereits haben können, dort war ich allerdings zu naiv um die Notwendigkeit dahinter zu verstehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue manchmal, auf dieses wiwi-treff-Forum gestoßen zu sein.

Auf der einen Seite mag ich es... und dann doch wieder ist es wie eine Sucht, die zuviel Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem weiß man hier nie, mit wem man es zu tun hat und wieviel man entsprechend auf Aussage x und y geben sollte.

Zum eigentlichen Thema: Ich bereue, dass das Thema "Vereinbarkeit Beruf und Familie" für mich (als Mann) abstrakt und zeitlich weit weg schien. Heute, als 34-jähriger Vater muss ich sagen, dass dieses Thema für mich unfassbar wichtig geworden ist. Mit einer entsprechenden Weitsicht hätte ich die Weichen damals anders gestellt. Vermutlich sogar das Studienfach gewechselt.

Aus heutiger Sicht wäre ich lieber Lehrer geworden oder wäre Softwareentwickler geworden. Lehrer können einfach je nach Lebensphase die Arbeitzeit reduzieren (wenn ich das jetzt mache, lande ich vermuntlich direkt auf dem Abstellgleis) und IT-Leute werden so derbe gesucht, dass die es irgendwie oft gut haben von den Rahmenbediungen her.

Naja... hab immerhin eine Lehrerin als Frau... falls mal was schief geht bei mir ;)

Was ich noch bereue? Diese derbe Gehirnwäsche von wegen Target Uni, Noten Noten Noten und UB wäre ein toller Einstieg. Es geht alles auch etwas entspannter glaube ich. Ich kenne jeden falls heute einen Haufen Leute, die sich nicht diesen elitären Stress gegeben haben und die haben trotzdem Haus, Kind und Geld für Urlaub. Satt sind sie meistens auch.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Interessant. Könntest du die politischen Anforderungen noch etwas ausführen? Ich möchte nämlich in einen Konzern wechseln und bin derzeit noch in der Beratung in einem autarken Miniteam. Was muss man beachten?

WiWi Gast schrieb am 27.11.2019:

Bin nach dem Studium bei einem Konzern eingestiegen und habe zu Beginn die Politik im Unternehmen komplett unterschätzt. Dadurch auch aufs Abstellgleis geraten und habe als Exit den Konzern gewechselt und neu gestartet. Gleich mit richtigem Fokus auf Netzwerk und die politischen Spielchen von Anfang an mit gespielt. Dadurch auf den HiPo Entwicklungspfad gelandet.

Hätte ich bei Unternehmen 1 bereits haben können, dort war ich allerdings zu naiv um die Notwendigkeit dahinter zu verstehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Egal wie sehr ihr eine Sache bereut, vegesst niemals dankbar zu sein.

  • Seid dankbar, in einem Land wie Deutschland zu leben, in dem es Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und eine gescheite medizinische Versorgung gibt
  • Seid dankbar, dass ihr Kleidung habt, dass ihr Nahrung habt, dass ihr ein Dach über dem Kopf habt
  • Seid dankbar, gebildet zu sein und ihr alle Möglichkeiten habt, euch weiterzubilden

Es ist sehr leicht, vieles zu bereuen, wenn man sich mit Kollegen etc. vergleicht aber man sollte niemals vergessen, dass es an anderen Orten auf der Welt anders zu geht.

Menschen sterben weil sie kein Essen haben, sterben an schmutzigem Wasser, Malaria, Aids, werden gejagt aufgrund ihrer Religion, Aussehen, politischen Einstellung, verdursten, erfrieren, ihre Häuser werden zerbombt, jeder Tag könnte der letzte sein.

Seid dankbar, auch wenn ihr mal einen schlechten Tag auf der Arbeit etc. hattet.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bereue es in Diskos gegangen zu sein. Habe mein Gehör geschädigt und musste mit meiner Leidenschaft Musik aufhören. Mein Traum wäre es gewesen in einer weltweit bekannten Band zu spielen. Jetzt sitze ich im Ingenieurbüro und verdiene gut, aber man merkt jeder ist da doch nur wegen dem Geld.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 30.11.2019:

Bereue es in Diskos gegangen zu sein. Habe mein Gehör geschädigt und musste mit meiner Leidenschaft Musik aufhören. Mein Traum wäre es gewesen in einer weltweit bekannten Band zu spielen. Jetzt sitze ich im Ingenieurbüro und verdiene gut, aber man merkt jeder ist da doch nur wegen dem Geld.

Uf, das ist hart. Ich kann nur jedem empfehlen sich auf Amazon für 15€ ein paar Ohrenstöpsel mit Filter zu kaufen...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 29.11.2019:

Interessant. Könntest du die politischen Anforderungen noch etwas ausführen? Ich möchte nämlich in einen Konzern wechseln und bin derzeit noch in der Beratung in einem autarken Miniteam. Was muss man beachten?

Bin nach dem Studium bei einem Konzern eingestiegen und habe zu Beginn die Politik im Unternehmen komplett unterschätzt. Dadurch auch aufs Abstellgleis geraten und habe als Exit den Konzern gewechselt und neu gestartet. Gleich mit richtigem Fokus auf Netzwerk und die politischen Spielchen von Anfang an mit gespielt. Dadurch auf den HiPo Entwicklungspfad gelandet.

Hätte ich bei Unternehmen 1 bereits haben können, dort war ich allerdings zu naiv um die Notwendigkeit dahinter zu verstehen.

Netzwerk mit mehreren Sponsoren aufbauen. Dazu gehört es nicht zwingend das fleißige Arbeitsbienchen zu sein, sondern vielmehr Trendthemen an sich zu reißen, damit Sponsoren erstmal auf einen aufmerksam werden. Dazu sollte man nicht nur einen haben. Denn bricht der Weg, wechselt man ganz schnell wie oben genannt von der Überholspur auf die Ausfahrt oder den Parkplatz.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es die letzten Jahre so viel gearbeitet zu haben. Meine besten Freunde sind mit Anfang 30 jetzt verheiratet und haben Kinder. Finanziell passt es auch und sie haben sich im Endeffekt ein insgesamt sehr zufriedenstellendes Leben aufgebaut. Vor allem haben sie die nötige Freizeit.

Ich hingegen bin seit dem Studium im Vertrieb unterwegs. Reise den Großteil des Jahres durch die Weltgeschichte. Verdiene gutes Geld, aber Geld ist halt echt nicht alles. Man merkt mit der Zeit, dass man irgendwie sehr viel verpasst hat. Da ist das "viele Geld" welches man verdient auch nur ein schwacher Trost.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue, dass ich nicht mutiger war. Ich hätte mehr auf Gehaltsanpassungen beharren sollen, statt mich immer vertrösten zu lassen: "Gerade ist ein schlechter Zeitpunkt.."

Ich hätte meinen nebenberuflichen Master früher anfangen sollen und nicht erst 6 Jahre nach dem Bachelor. Vermutlich bekomme ich den vorher nicht fertig, weil ich mal Kinder haben möchte.

Ich sollte nicht so zaghaft investieren. Habe zwar ein paar Wertpapiere, aber andere haben mehrere Wohnungen oder Eigentum und freuen sich über die enormen Wertsteigerungen.

Statt Romanen hätte ich mehr Fachbücher lesen sollen.

Es gibt vieles, was ich noch bereuen könnte, aber trotzdem wieder so machen würde: Kein Auslandsaufenthalt, kaum Partys, direkt arbeiten nach dem Bachelor, viele Überstunden etc. Vieles ging nicht anders, weil Geld verdienen oberste Priorität hatte. Diese Priorität war auch gut so, da sich viele Probleme mit gutem Gehalt lösen lassen.
Alles in allem sollte alles so sein und fürs Endresultat bin ich dankbar.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue, so ein angepasstes Leben zu führen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Dieser Thread bescheinigt sehr genau, was ich an unserer Gesellschaft ziemlich hasse und zwar: man versteift sich auf klassische Vorgaben, wann man was tun soll. Wie wenn das Leben eine Art vorgefertigtes Modell wäre, das man einfach wie am Fließband durchzugehen hat bis man wieder tot umfällt.

Bspw. hat hier einer geschrieben man soll sich im Studium bereits die Partnerin suchen. Was sind denn das bitte für Ansichten? Wieso soll man nicht auch noch später ne Partnerin finden können, wieso soll man überhaupt ne Partnerin haben, wieso sollte man nicht über das ganze Leben mehrere Partnerinnen haben? Ich finde das einfach immer so unflexibel wie hier einige denken und auch erschreckend zum Teil.

Wieso sollte man unter dem Studium UNBEDINGT ins Ausland gehen und später nicht mehr? Warum sollte man was tun, nur weil es so quasi erwartet wird? Meine Güte, das Leben ist doch nicht vorbei nur weil man fest so arbeitet. Wer keinen Bock auf Vollzeit hat soll halt auf Teilzeit gehen damit kommt man auch noch immer gut über die Runden, aber ich verstehe nicht, wieso man sich hier gegenseitig so bemitleidet. Ihr lebt doch jetzt immer noch, macht doch jetzt worauf ihr Bock habt oder was ihr bereut, statt Vergangenem hinterher zu trauern.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 30.11.2019:

Dieser Thread bescheinigt sehr genau, was ich an unserer Gesellschaft ziemlich hasse und zwar: man versteift sich auf klassische Vorgaben, wann man was tun soll. Wie wenn das Leben eine Art vorgefertigtes Modell wäre, das man einfach wie am Fließband durchzugehen hat bis man wieder tot umfällt.

Bspw. hat hier einer geschrieben man soll sich im Studium bereits die Partnerin suchen. Was sind denn das bitte für Ansichten? Wieso soll man nicht auch noch später ne Partnerin finden können, wieso soll man überhaupt ne Partnerin haben, wieso sollte man nicht über das ganze Leben mehrere Partnerinnen haben? Ich finde das einfach immer so unflexibel wie hier einige denken und auch erschreckend zum Teil.

Wieso sollte man unter dem Studium UNBEDINGT ins Ausland gehen und später nicht mehr? Warum sollte man was tun, nur weil es so quasi erwartet wird? Meine Güte, das Leben ist doch nicht vorbei nur weil man fest so arbeitet. Wer keinen Bock auf Vollzeit hat soll halt auf Teilzeit gehen damit kommt man auch noch immer gut über die Runden, aber ich verstehe nicht, wieso man sich hier gegenseitig so bemitleidet. Ihr lebt doch jetzt immer noch, macht doch jetzt worauf ihr Bock habt oder was ihr bereut, statt Vergangenem hinterher zu trauern.

Verstehe ich auch nicht. In meinem Umfeld arbeiten auch alles scheinbar eine genaue to-do Liste des Lebens ab (Schule, Studium, Auslandssemester, Praktika, Berufseinstieg, eintöniger Bürojob, Heiraten, Kreditaufnahme für Hausbau, Kinder, Arbeiten um Kredite ab zubezahlen, Renteneintrit, Tod). Naja, oder so ähnlich halt. Vor allem das mit dem Hausbau ist ein weit verbreitetes Phänomen, das ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Alle führen quasi das gleiche Leben und jammern darüber das sie gerne dies oder jenes anders machen würden. Nur machen tut es keiner.

Ich dagegen habe eben keinen klassischen Lebenslauf. Einerseits ernte ich dafür immer Neid und Bewunderung, andererseits beklagen sich dann immer alle im selben Atemzug über ihr eigenes Leben. Wenn ich dann anmerke, das sie nichts daran hindert etwas zu verändern, dann wird auch immer gleich abgewunken. Da hab ich dann auch kein Mitleid mehr bei dem Gejammer.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Deine Bewertungen tun hier nichts zur Sache. Es geht darum, wie man selbst im Rückblick sein Verhalten analysiert. Dass jeder andere Folgerungen zieht, ist klar. Der Informationsgehalt ist trotzdem hoch, da man manche Sachen (z.B. Arbeitszeiten, Partnerfindung ab 30+) erst beurteilen kann, wenn man sie mal erlebt hat.

WiWi Gast schrieb am 30.11.2019:

Dieser Thread bescheinigt sehr genau, was ich an unserer Gesellschaft ziemlich hasse und zwar: man versteift sich auf klassische Vorgaben, wann man was tun soll. Wie wenn das Leben eine Art vorgefertigtes Modell wäre, das man einfach wie am Fließband durchzugehen hat bis man wieder tot umfällt.

Bspw. hat hier einer geschrieben man soll sich im Studium bereits die Partnerin suchen. Was sind denn das bitte für Ansichten? Wieso soll man nicht auch noch später ne Partnerin finden können, wieso soll man überhaupt ne Partnerin haben, wieso sollte man nicht über das ganze Leben mehrere Partnerinnen haben? Ich finde das einfach immer so unflexibel wie hier einige denken und auch erschreckend zum Teil.

Wieso sollte man unter dem Studium UNBEDINGT ins Ausland gehen und später nicht mehr? Warum sollte man was tun, nur weil es so quasi erwartet wird? Meine Güte, das Leben ist doch nicht vorbei nur weil man fest so arbeitet. Wer keinen Bock auf Vollzeit hat soll halt auf Teilzeit gehen damit kommt man auch noch immer gut über die Runden, aber ich verstehe nicht, wieso man sich hier gegenseitig so bemitleidet. Ihr lebt doch jetzt immer noch, macht doch jetzt worauf ihr Bock habt oder was ihr bereut, statt Vergangenem hinterher zu trauern.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es im Nachhinein nicht den leichten Weg gegangen zu sein. Wohne in Bayern an der hessischen Grenze. Habe ich aufgrund des Images durch Hardcore-Bayern- Abitur gequält und hätte es ein paar km weiter in Hessen mit der Hälfte des Aufwandes deutliche bessere Noten bekommen.
Der Preis dafür war, dass ich ziemlich viel lernen musst um auch so ganz gute Noten zu bekommen. Dafür war ich weniger oft feiern und hatte viel weniger Freizeit. Hinzu kamen die Ängste, es nicht so gut hinzubekommen, die dann auch oft in der Freizeit zu spüren waren.
Nach dem Abi musste es dann natürlich auch ein Studium an einer anspruchsvollen Uni sein. Die Konsequenzen waren ähnlich wie beim Abi. Kaum "echte", sorgenfreie Freizeit, da ein hoher Lernaufwand. Außerdem musste ich ziemlich viel nebenher arbeiten. In den Semesterferien waren Praktika oder Vollzeitjobs angesagt.
Hätte ich sowohl in der Schulzeit als auch im Studium den leichten Weg gewählt, hätte ich heute den gleichen Job wie heute, da es letztlich auf die Leistung ankommt, die man erbringt.
Ich habe heute einfach das Gefühl, dass ich das Wichtigste in meiner Jugend ein stückweit verpasst habe. Partys, Feiern, Frauen. Zum Thema Frauen: während meiner Schul- und Studienzeit hatte ich zum Einem wenig Zeit eine Frau kennen zu lernen, zum Anderen war ich damals ziemlich kräftig, weil ich nie Sport gemacht habe. Somit war ich bei der Damenwelt nicht angesagt.
Heute habe ich (einigermaßen) Geld, treibe regelmäßig Sport, habe eine gute Figur ....
Nur ein Problem bleibt; ich bin leider zu alt um alles was ich damals verpasst habe nachzuholen.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Super Thread und vllt etwas dabei wovon die die gerade mit dem Studium anfangen etwas lernen können.

Ich muss sagen ich habe insgesamt betrachtet alles richtig gemacht. Bin viel gereist, habe sehr viel gefeiert, Beziehungen und Freundschaften gleichermaßen genossen und mache jetzt bald meine Weltreise nach dem Master und habe schon einen guten Job sicher.

Aber...wenn ich etwas verbessern könnte dann zumindest 10-15% mehr ins Abi und Bachelor stecken damit aus einem guten job ein sehr guter werden könnte. An sich hätte ich mit mehr Lebenserfahrung möglicherweise auch das Medizin Studium in Budapest statt BWL gewählt aber dann hätte ich möglicherweise nicht das selbe herausragende Umfeld was ich mir aufgebaut habe deswegen trauere ich dem nur bedingt nach. An sich bin ich also sehr zufrieden.

Absolut perfekt läuft es denke ich selten im Leben aber das ist ja auch gut so sonst wärs langweilig :)

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es nicht zu MBB oder BB gegangen zu sein.
Ich hatte aber auch kein Angebot.

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Karush

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bin zwar noch im Studium, aber blicke mit gemischten Gefühlen auf meine letzten beiden Semester zurück. Neben dem Doppelstudium noch gearbeitet, in gleich zwei studentischen Initiativen (leitend) aktiv gewesen und zusätzlich ein zeitaufwändiges Hobby gehabt. Abgesehen davon, dass ich sehr unter dem Stress gelitten habe (jeder tag 8-24 Uhr unterwegs, mit Glück am Wochenende mal Zeit zum lernen), ging die Zeit einfach mit einem Wimpernschlag vorbei und habe kaum bedeutendes erlebt ... habe mich auch im Gegensatz zu der Zeit zuvor kaum persönlich entwickelt weil ich gar nicht die Zeit hatte mich um meine eigene Entwicklung zu kümmern, weil der Alltag nach Schema F mich komplett beansprucht hat. Stehe also charakterlich an dem gleichen Punkt wie noch vor einem Jahr, eventuell mit dem Zusatz, dass ich stressresistenter geworden bin. Ob es das wert war?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Was du schreibst kann ich SO gut nachvollziehen. In meinem
Umfeld heulen einfach alle den ganzen Tag herum. Es wird förmlich erwartet das ich mitjammere und wenn ich dann sage das ich dieses oder jenes (Sprachkurs, Weiterbildung, Ehrenamt, Treffen mit Menschen verschiedenster Art, Reisen, Sportarten) ausprobiere dann schauen die mich immer verwundert an wie ich das schaffe. Ich jammere auch nicht den ganzen Tag, auch wenn nicht immer geil ist, aber so ist es nunmal. Viele Probleme die die Leute haben, haben Sie häufig weil sie strategisch sehr unkluge Entscheidungen treffen, oder völlig unnötigerweise Streit mit Leuten anfangen. Mache haben aber auch verquere Vorstellungen von sich und dem Leben oder sind schlicht nicht Stresseresistent.

Wenn man den Leuten dann sagt, das sie mal dieses oder jenes ausprobieren oder anders machen könnten, empfinden sie es als persönlichen Angriff.

Ich habe mein Studium in vollen Zügen genossen und relativ lange studiert. Dafür habe ich sehr viel mehr Veranstaltungen besucht als gefordert, endlos geile Partys gefeiert, mehr tolle Frauen gehabt als die meisten in ihrem ganzen Leben, verschiedenste Jobs ausgetestet, mich ehrenamtlich engagiert, mich persönlich unglaublich stark weiterentwickelt.

Wenn ich etwas anders machen würde? Mehr ins Ausland gehen, ein anderes Fach studieren, noch mehr Sachen ausprobieren, in ner WG wohnen, vielleicht ne andere Ausbildung vorher machen und vorher nicht zur Bundeswehr gehen. Aber hätte hätte, fast alles davon kann ich heute noch machen und mache ich auch. Die beste Zeit des Lebens ist jetzt und die Zukunft.

Um mein Leben beneiden mich sehr viele.

WiWi Gast schrieb am 30.11.2019:

Dieser Thread bescheinigt sehr genau, was ich an unserer Gesellschaft ziemlich hasse und zwar: man versteift sich auf klassische Vorgaben, wann man was tun soll. Wie wenn das Leben eine Art vorgefertigtes Modell wäre, das man einfach wie am Fließband durchzugehen hat bis man wieder tot umfällt.

Bspw. hat hier einer geschrieben man soll sich im Studium bereits die Partnerin suchen. Was sind denn das bitte für Ansichten? Wieso soll man nicht auch noch später ne Partnerin finden können, wieso soll man überhaupt ne Partnerin haben, wieso sollte man nicht über das ganze Leben mehrere Partnerinnen haben? Ich finde das einfach immer so unflexibel wie hier einige denken und auch erschreckend zum Teil.

Wieso sollte man unter dem Studium UNBEDINGT ins Ausland gehen und später nicht mehr? Warum sollte man was tun, nur weil es so quasi erwartet wird? Meine Güte, das Leben ist doch nicht vorbei nur weil man fest so arbeitet. Wer keinen Bock auf Vollzeit hat soll halt auf Teilzeit gehen damit kommt man auch noch immer gut über die Runden, aber ich verstehe nicht, wieso man sich hier gegenseitig so bemitleidet. Ihr lebt doch jetzt immer noch, macht doch jetzt worauf ihr Bock habt oder was ihr bereut, statt Vergangenem hinterher zu trauern.

Verstehe ich auch nicht. In meinem Umfeld arbeiten auch alles scheinbar eine genaue to-do Liste des Lebens ab (Schule, Studium, Auslandssemester, Praktika, Berufseinstieg, eintöniger Bürojob, Heiraten, Kreditaufnahme für Hausbau, Kinder, Arbeiten um Kredite ab zubezahlen, Renteneintrit, Tod). Naja, oder so ähnlich halt. Vor allem das mit dem Hausbau ist ein weit verbreitetes Phänomen, das ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Alle führen quasi das gleiche Leben und jammern darüber das sie gerne dies oder jenes anders machen würden. Nur machen tut es keiner.

Ich dagegen habe eben keinen klassischen Lebenslauf. Einerseits ernte ich dafür immer Neid und Bewunderung, andererseits beklagen sich dann immer alle im selben Atemzug über ihr eigenes Leben. Wenn ich dann anmerke, das sie nichts daran hindert etwas zu verändern, dann wird auch immer gleich abgewunken. Da hab ich dann auch kein Mitleid mehr bei dem Gejammer.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Guter Fragestellung:

Ich bin 33 Jahre alt, schon ein paar Jahre im Job. Zuerst in der Industrie, seit ein paar Jahren Beamter.

Was ich bereue:

  • Dass ich den typischen BWLer Irrtum hatte: "Erfolg=Geld=viele Mädels....". Das stimmt nur bedingt. Kenne einige Leute die beruflich sehr erfolgreich sind, aber eher der Typ "Ernährer" bzw kommen wenn überhaupt bei den Frauen nur wegen der Kohle an D.h. die reißen total viele Stunden runter und ihre Frau und Kinder geben die Kohle aus. Wirklich geil ist die Frau auf so einen nicht... Das Gegenbeispiel wäre zB der Musiker (egal welcher Richtung), welcher obwohl keine Kohle die Mädels scharenweise anzieht schon während des Studiums. Der Karrierehengst lernt während des Studiums nicht viele Mädels kennen. Danach dann zu wenig Zeit, um mit seinem Geld sein Leben zu geniessen und wenns gut läuft eine gute Ehe. Der Musiker hat seine Jugend voll genossen und kann genauso ne gut oder schlecht laufende Ehe führen (wenn er nicht gerade Hartzer ist, gibt ja auch BWLer/INGs, die sowas nebenher machen).
  • Dass ich im Studium nicht mehr "freaky" sachen gemacht habe. Habe schon immer gefeiert usw. Aber halt typisch Wiwi vom Typ her eher Mainstream.
  • Hör zB selbst total gerne Elektro-Mucke. Im nachhinein hätte ich Bock drauf als DJ aufzulegen, jetzt aber zu alt...
  • Das ich während des Studiums nicht mehr im Ausland war. Ich bin viel gereist, aber habe kein Auslandssemester gemacht

Ach ja, dass man gegen Ende des Studiums seine Partnerin/Partner kennenenlernen sollte ist wirklich war. Danach lernt man erstens nicht mehr so viele Frauen kennen und zweitens nie mehr so viele Frauen auf "gleichem Niveau" (Lohn, Intellekt, Bildung...). Ich bin seit kurzem wieder Single.... Kann das ganz gut einschätzen...

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Will dir echt nicht zu nahe treten, aber wenn du diese Pauschalisierungen "Musiker vs. Karrierehengst" wirklich auch nur ansatzweise ernst meinst, dann wunder ich mich nicht so wirklich darüber, dass du wieder Single bist ;)

WiWi Gast schrieb am 01.12.2019:

Guter Fragestellung:

Ich bin 33 Jahre alt, schon ein paar Jahre im Job. Zuerst in der Industrie, seit ein paar Jahren Beamter.

Was ich bereue:

  • Dass ich den typischen BWLer Irrtum hatte: "Erfolg=Geld=viele Mädels....". Das stimmt nur bedingt. Kenne einige Leute die beruflich sehr erfolgreich sind, aber eher der Typ "Ernährer" bzw kommen wenn überhaupt bei den Frauen nur wegen der Kohle an D.h. die reißen total viele Stunden runter und ihre Frau und Kinder geben die Kohle aus. Wirklich geil ist die Frau auf so einen nicht... Das Gegenbeispiel wäre zB der Musiker (egal welcher Richtung), welcher obwohl keine Kohle die Mädels scharenweise anzieht schon während des Studiums. Der Karrierehengst lernt während des Studiums nicht viele Mädels kennen. Danach dann zu wenig Zeit, um mit seinem Geld sein Leben zu geniessen und wenns gut läuft eine gute Ehe. Der Musiker hat seine Jugend voll genossen und kann genauso ne gut oder schlecht laufende Ehe führen (wenn er nicht gerade Hartzer ist, gibt ja auch BWLer/INGs, die sowas nebenher machen).
  • Dass ich im Studium nicht mehr "freaky" sachen gemacht habe. Habe schon immer gefeiert usw. Aber halt typisch Wiwi vom Typ her eher Mainstream.
  • Hör zB selbst total gerne Elektro-Mucke. Im nachhinein hätte ich Bock drauf als DJ aufzulegen, jetzt aber zu alt...
  • Das ich während des Studiums nicht mehr im Ausland war. Ich bin viel gereist, aber habe kein Auslandssemester gemacht

Ach ja, dass man gegen Ende des Studiums seine Partnerin/Partner kennenenlernen sollte ist wirklich war. Danach lernt man erstens nicht mehr so viele Frauen kennen und zweitens nie mehr so viele Frauen auf "gleichem Niveau" (Lohn, Intellekt, Bildung...). Ich bin seit kurzem wieder Single.... Kann das ganz gut einschätzen...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 22.03.2017:

Ich bereue es mit 23 fertig mit dem Studium gewesen zu sein. Ich habe viel bezüglich Ausland & Co. verpasst. Klar, ich lerne Leute ein die älterer sind als ich und nur die Hälfte verdienen aber who the hell cares bei einem Renteneintrittsalter mit 70.

Geht mir auch so ...
Hätte meine 20er besser und freier leben sollen. Einstieg hätte mit Ende 20 auch gereicht.

Wenn man älter ist und erst mal im Berufsleben steht und eine Familie hat, dann kann man das nur schwer nachholen.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es mit 23 fertig mit dem Studium gewesen zu sein. Ich habe viel bezüglich Ausland & Co. verpasst. Klar, ich lerne Leute ein die älterer sind als ich und nur die Hälfte verdienen aber who the hell cares bei einem Renteneintrittsalter mit 70.

Geht mir auch so ...
Hätte meine 20er besser und freier leben sollen. Einstieg hätte mit Ende 20 auch gereicht.

Wenn man älter ist und erst mal im Berufsleben steht und eine Familie hat, dann kann man das nur schwer nachholen.

Du willst immer, was du nicht hast. Frag die älteren Kollegen, die nur die Hälfte von euch verdienen: Die wünschten, sie hätten gelernt, gute Abschlüsse gemacht und so einen guten Job ergattert. Das Gras ist drüben immer grüner.

Ich bin mit meiner Vergangenheit und meiner Gegenwart zufrieden. Nur leider habe ich gewisse Zukunftsängste.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue eigentlich nicht wirklich etwas. Allerdings würde ich in einem anderen Leben einige Dinge vermutlich anders machen. Dazu zählt:

  • Keine Bankausbildung mehr machen (hat mich nicht gefordert und die älteren Leute waren ultra ätzend, sprich steif ohne Ende, arrogant, rechthaberisch,...)
  • Für den Master die Uni und Stadt wechseln (mal einen Schritt aus der eigenen Komfortzone machen)
  • Für den Master etwas mehr lernen (Berufseinstieg hat mit 2,6 zwar trotzdem gut funktioniert, aber da war sicherlich auch viel Glück mit dabei)

Was ich vermutlich wieder machen würde:

  • BWL studieren
  • Auslandssemester
  • Praktika in großen Unternehmen und anderen Städten

Insgesamt wie gesagt sehr zufrieden. Oft die richtigen Entscheidungen getroffen und nicht enttäuscht worden.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Warum?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Will dir echt nicht zu nahe treten, aber wenn du diese Pauschalisierungen "Musiker vs. Karrierehengst" wirklich auch nur ansatzweise ernst meinst, dann wunder ich mich nicht so wirklich darüber, dass du wieder Single bist ;)

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 29.11.2019:

Ich bereue manchmal, auf dieses wiwi-treff-Forum gestoßen zu sein.

Auf der einen Seite mag ich es... und dann doch wieder ist es wie eine Sucht, die zuviel Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem weiß man hier nie, mit wem man es zu tun hat und wieviel man entsprechend auf Aussage x und y geben sollte.

Zum eigentlichen Thema: Ich bereue, dass das Thema "Vereinbarkeit Beruf und Familie" für mich (als Mann) abstrakt und zeitlich weit weg schien. Heute, als 34-jähriger Vater muss ich sagen, dass dieses Thema für mich unfassbar wichtig geworden ist. Mit einer entsprechenden Weitsicht hätte ich die Weichen damals anders gestellt. Vermutlich sogar das Studienfach gewechselt.

Aus heutiger Sicht wäre ich lieber Lehrer geworden oder wäre Softwareentwickler geworden. Lehrer können einfach je nach Lebensphase die Arbeitzeit reduzieren (wenn ich das jetzt mache, lande ich vermuntlich direkt auf dem Abstellgleis) und IT-Leute werden so derbe gesucht, dass die es irgendwie oft gut haben von den Rahmenbediungen her.

Naja... hab immerhin eine Lehrerin als Frau... falls mal was schief geht bei mir ;)

Was ich noch bereue? Diese derbe Gehirnwäsche von wegen Target Uni, Noten Noten Noten und UB wäre ein toller Einstieg. Es geht alles auch etwas entspannter glaube ich. Ich kenne jeden falls heute einen Haufen Leute, die sich nicht diesen elitären Stress gegeben haben und die haben trotzdem Haus, Kind und Geld für Urlaub. Satt sind sie meistens auch.

Same here. Hatte zwar alles mit Parties & Co und Frauen trotzdem habe ich mich zu sehr verrückt gemacht mit dem ganzen HiPo Quatsch. Im wahren Leben juckt es niemanden ob Mannheim oder FH Schwarzwald. 1-2 Praktika, ein Auslandssemester und man ist extrem safe.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bitte nicht lachen, aber versuche es doch mal mit Hobbies, in die man allein so richtig versinken kann. Also Modellbau, Werkeln/Basteln, Stricken, Puzzlen, Malen nach Zahlen. Ich finde es immer wieder schön, wie sehr man da in seiner Arbeit versinken kann. Und am Ende hat man auch ein greifbares Ergebnis.

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Bitte nicht lachen, aber versuche es doch mal mit Hobbies, in die man allein so richtig versinken kann. Also Modellbau, Werkeln/Basteln, Stricken, Puzzlen, Malen nach Zahlen. Ich finde es immer wieder schön, wie sehr man da in seiner Arbeit versinken kann. Und am Ende hat man auch ein greifbares Ergebnis.

Was machst du beruflich?

antworten
WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

Darf ich fragen, was du beruflich machst ?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Bin Abteilungsleiter im strategischen Marketing. Gibt schon viel zu tun, aber hab halt genug gute Leute, um nicht selbst in Arbeit zu ersticken.

Modellbau ist sicherlich entspannend aber ich bin grundsätzlich schon entspannt genug.

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

Darf ich fragen, was du beruflich machst ?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

So, wo ist jetzt meine Antwort? Ich bin tatsächlich Steuerberater.

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Bitte nicht lachen, aber versuche es doch mal mit Hobbies, in die man allein so richtig versinken kann. Also Modellbau, Werkeln/Basteln, Stricken, Puzzlen, Malen nach Zahlen. Ich finde es immer wieder schön, wie sehr man da in seiner Arbeit versinken kann. Und am Ende hat man auch ein greifbares Ergebnis.

Was machst du beruflich?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Bin Abteilungsleiter im strategischen Marketing. Gibt schon viel zu tun, aber hab halt genug gute Leute, um nicht selbst in Arbeit zu ersticken.

Modellbau ist sicherlich entspannend aber ich bin grundsätzlich schon entspannt genug.

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

Darf ich fragen, was du beruflich machst ?

Dann Gratulation. 150k Flocken für entspanntes arbeiten im strategischen Marketing gleicht einem 6er im Lotto ! ;-)

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

Du hast kleine Kinder und packst deine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten? Da bist du aber der einzige.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

An den strategischen Marketing-Menschen: Achtung Floskel: Es ist nie zu spät! Ich verstehe das mit den "nachhaltigen Hobbies". Warum versuchst du es nicht mal?

Ich mache mein Leben lang Musik. Nicht professionell oder so... und ich habe vor 1 Jahr nach langer langer Zeit wieder mit Gitarrenunterricht angefangen. Alter - das macht so derbe Spaß, wenn man neben all dem Funktionieren im Alltag etwas hat, wo man Tag für Tag besser drin wird. Versuchs doch mal - vielleicht macht es dir Spaß! Einfach mal ne Schnupperstunde nehmen und schauen, was draus wird.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Kann Euch auch nur raten:
Versucht mal neue Dinge. Gerade wir Wiwis sind von unserer Prägung so, dass wir alles nach seinem Nutzen bewerten und nicht danach, obs uns wirklich Spaß macht. Deswegen fangt doch mit irgendwas kreativem an. Das ist bei unserem Menschenschlag eher unterrepräsentiert, befriedigt in aller Regel und ist gut für die Psyche.

Ich habe zB vor nem Jahr mit Fotographie angefangen. Und seitdem autodidaktisch viel gelernt, ein paar VHS-Kurse besucht usw. Einerseits relativ technisch, andererseits total kreativ. Mich fasziniert auch die Tatsache, dass es eigentlich garnicht so sehr auf die Art der Kamera ankommt, sondern vielmehr auf das Auge und Können des Photographen (ein paar Spezialbereiche ausgenommen). Das ist so ein typisches Hobby für Männer im mittleren Alter ;)

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

Wir Männer messen uns gerne. Kenne das selber nur zu gut. Früher Fußball auf hohem Niveau gespielt und als das plötzlich weggefallen ist, fehlte so ein wenig der Sinn und die Orientierung.

Zwar bin ich im Vergleich zu dir ohne Kids und anderweitige Verpflichtungen, aber mir half das Gründen wieder eine gewisse Balance zu finden. Ich kenne deine Familiensituation nicht, aber evtl. wäre das eine Möglichkeit. Einen guten Job solltest du bei evtl. Scheitern ebenfalls wieder finden...

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Warum sollte ich da der einzige sein?
Nach dir würde mein Tag ja so aussehen: Morgens um 6Uhr aufstehen, um 7Uhr zur Arbeit und um 17Uhr wieder da zu sein, dann 6h mit den Kindern spielen, ab ins Bett. Repeat.
Sorry, entweder ich bin ein Rabenvater oder einfach nicht so gepolt, dass mir das jetzt die mega Befriedigung geben würde.
Meine Kinder sind außerdem erst 2 und 4Jahre alt. Im Feierabend spiele ich 2h mit ihnen, mache ne Stunde Haushalt und hab dann immer noch 3h Zeit, die ich mir halt mit allerlei Zeugs befülle (ja, auch mit meiner Frau).
Am Wochenende dann eben deutlich mehr, aber sicherlich nicht 24/7. Kinder sind für mich keine Beschäftigungstherapie.

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Du hast kleine Kinder und packst deine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten? Da bist du aber der einzige.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 02.12.2019:

Bitte nicht lachen, aber versuche es doch mal mit Hobbies, in die man allein so richtig versinken kann. Also Modellbau, Werkeln/Basteln, Stricken, Puzzlen, Malen nach Zahlen. Ich finde es immer wieder schön, wie sehr man da in seiner Arbeit versinken kann. Und am Ende hat man auch ein greifbares Ergebnis.

Ich bereue es, kein richtiges Hobby entwickelt zu haben bzw. etwas in der Freizeit, in dem ich sehr gut bin. Stattdessen immer gebuckelt und der Karotte nachgelaufen (ab Studium). Dann es nach 8Jahren im Beruf eigentlich "geschafft": 150k bei 40h/Woche im Jahresdurchschnitt (manchmal halt 60h/Woche, dann aber eben 1:1 Freizeitausgleich.

Problem: Ich komme um 18Uhr nach Hause und weiß nichts so richtig nachhaltig mit mir anzufangen.

Soziale Kontakte sind nicht das Problem und meine Frau und die kleinen Kids sind auch super. Aber ich selbst kann mich irgendwie nicht mit mir identifizieren.

Bin zum Beispiel sportlich, aber habe keinen Spaß daran (mache es nur, um halbwegs gut auszusehen und gesund zu bleiben).

Gleiches gilt für Musik, Kunst etc. - bin da theoretisch gebildet, aber hätte keine Lust praktisch aktiv zu werden.

Ich hätte gerne etwas, das "meins" ist. Für so manch einen ist das Fußball oder Musikinstrumente oder Reisen oder Yoga oder sonst was.

Ich habe auf dem Weg irgendwie meinen Antrieb verloren, weil mir das berufliche zu wichtig war.

Und aus Angst, dass ich versacken könnte, packe ich trotzdem meine Freizeit komplett voll mit unterschiedlichsten Aktivitäten, aber brenne für nichts.

Habe als Jugendlicher Kampfsport gemacht (Richtung MMA, bevor es bekannt war). Darauf hätte ich Lust, aber bin da als 34 jähriger Familienvater einfach zu vernünftig.

Für Außenstehende führe ich wahrscheinlich das perfekte Leben: fette E-Klasse, schönes EFH, schöne Frau, unproblematische Kinder, guter Job, viele Freizeitaktivitäten (hätte ich Instagram, könnte ich eine coole Story nach der nächsten raushauen).

Im Inneren bin ich leer.

So etwas empfehle ich auch. Ich würde mit den Kids anfangen, z. B. mit Lego und das dann steigern mit dem Alter der Kinder. Dabei könnte sich der Spaß entwickeln, selbst weiterzumachen. Bei mir war es bei meiner Tochter die Musik. Sie spielt verschiedene Instrumente und ich habe das Klavierspielen für mich entdeckt. Man darf aber nicht unbedingt Höchstleistungen erwarten. Das Ganze soll Spaß machen - und entspannen kann man dabei auch.
Mein letztes Hobby, das ich begonnen habe, ist Löcher/Muster usw. in ausgeblasene Hühnereier zu fräsen (mit einem Dremel). Einfach angefangen, weil ich auch einmal solch ein Ei wollte und der Dremel meines Mannes ungenutzt im Keller einstaubte. Ich dachte nicht, dass es einmal mein Hobby werden könnte. Mittlerweile habe ich es auf ca. 80 Eier geschafft (sehr unterschiedliche und komplizierte, filigrane Muster). Für ein Ei brauche ich manchmal mehrere Stunden. Aber es macht mir ungeheuren Spaß. Viele sagen: "Das könnte ich nicht, so viel Geduld habe ich nicht!" Mein Mann sagt: "Wie kann man den ganzen Tag Löcher in Eier bohren?" (Ich mache das gerne an Sommerabenden - nur im Freien, wegen der Staubentwicklung). - Für mich ist das keine Geduldsprobe, sondern ich versinke darin, hänge meinen Gedanken nach, finde Ruhe und absolute Entspannung. Andere machen Yoga oder autogenes Training - ich bohre z. B. Löcher in Eier :)

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

Klasse mit den Eierlöchern.

Ich habe vor wenigen jahren mal Legotechnik zu Weihnachten bekommen - durchaus so ein bisschen als Gag. Was ist passiert?! Ich saß plötzlich abends bis spät am basteln und wollte Samstag morgen direkt weitermachen - GENAU WIE DAMALS als Junge.

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 23.03.2017:

Sau angenehm, dass einfach jeder mal was schildert und niemand die Meinung oder Aussagen der anderen schlecht redet bisher. Auch wenn das sicherlich schnell genug passieren wird.

Ich bin jetzt seit einem Jahr DAX Finance Trainee und bereue bisher nichts. Bachelor auf Target Uni, nur Party gemacht, bekannt als DAS Feier Biest. Meinen Spaß in jeder Hinsicht gehabt, trotzdem 2 gute Praktika untergebracht. Bestes Auslandssemester der Welt gehabt. Dann an non-target Uni zum Master, viel entspannter und die Noten vom Durchschnitt (2,0) auf 1,5 gehoben, geschadet hat das "non-target" bisher nicht. Konnte weiterhin gut Praxis Erfahrung sammeln. Allgemein habe ich echt viel aus meiner Studienzeit rausgeholt.

Ich schließe mich einem Poster oben an, dass es zumindest etwas weniger sinnlos-gammeln hätte sein können. Jobwahl bisher goldrichtig.

Was für Aufgaben hat man so als Finance Trainee? Was für Abteilungen durchläuft man?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2020:

WiWi Gast schrieb am 23.03.2017:

Sau angenehm, dass einfach jeder mal was schildert und niemand die Meinung oder Aussagen der anderen schlecht redet bisher. Auch wenn das sicherlich schnell genug passieren wird.

Ich bin jetzt seit einem Jahr DAX Finance Trainee und bereue bisher nichts. Bachelor auf Target Uni, nur Party gemacht, bekannt als DAS Feier Biest. Meinen Spaß in jeder Hinsicht gehabt, trotzdem 2 gute Praktika untergebracht. Bestes Auslandssemester der Welt gehabt. Dann an non-target Uni zum Master, viel entspannter und die Noten vom Durchschnitt (2,0) auf 1,5 gehoben, geschadet hat das "non-target" bisher nicht. Konnte weiterhin gut Praxis Erfahrung sammeln. Allgemein habe ich echt viel aus meiner Studienzeit rausgeholt.

Ich schließe mich einem Poster oben an, dass es zumindest etwas weniger sinnlos-gammeln hätte sein können. Jobwahl bisher goldrichtig.

Was für Aufgaben hat man so als Finance Trainee? Was für Abteilungen durchläuft man?

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WiWi Gast

Re: Nach ein paar Jahren Berufsleben: Was bereut ihr am meisten?

WiWi Gast schrieb am 04.12.2019:

Bitte nicht lachen, aber versuche es doch mal mit Hobbies, in die man allein so richtig versinken kann. Also Modellbau, Werkeln/Basteln, Stricken, Puzzlen, Malen nach Zahlen. Ich finde es immer wieder schön, wie sehr man da in seiner Arbeit versinken kann. Und am Ende hat man auch ein greifbares Ergebnis.

So etwas empfehle ich auch. Ich würde mit den Kids anfangen, z. B. mit Lego und das dann steigern mit dem Alter der Kinder. Dabei könnte sich der Spaß entwickeln, selbst weiterzumachen. Bei mir war es bei meiner Tochter die Musik. Sie spielt verschiedene Instrumente und ich habe das Klavierspielen für mich entdeckt. Man darf aber nicht unbedingt Höchstleistungen erwarten. Das Ganze soll Spaß machen - und entspannen kann man dabei auch.
Mein letztes Hobby, das ich begonnen habe, ist Löcher/Muster usw. in ausgeblasene Hühnereier zu fräsen (mit einem Dremel). Einfach angefangen, weil ich auch einmal solch ein Ei wollte und der Dremel meines Mannes ungenutzt im Keller einstaubte. Ich dachte nicht, dass es einmal mein Hobby werden könnte. Mittlerweile habe ich es auf ca. 80 Eier geschafft (sehr unterschiedliche und komplizierte, filigrane Muster). Für ein Ei brauche ich manchmal mehrere Stunden. Aber es macht mir ungeheuren Spaß. Viele sagen: "Das könnte ich nicht, so viel Geduld habe ich nicht!" Mein Mann sagt: "Wie kann man den ganzen Tag Löcher in Eier bohren?" (Ich mache das gerne an Sommerabenden - nur im Freien, wegen der Staubentwicklung). - Für mich ist das keine Geduldsprobe, sondern ich versinke darin, hänge meinen Gedanken nach, finde Ruhe und absolute Entspannung. Andere machen Yoga oder autogenes Training - ich bohre z. B. Löcher in Eier :)

Das muss eine Trollin sein :D das glaube ich ja nicht hahah

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