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Berufseinstieg im AuslandJapan

Nach Japan auswandern

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Guten Abend!
Es ist ja oft eine Option für Leute nach Hongkong/singapur auszuwandern bzw. dort zu arbeiten, selbst wenn es temporär ist.

Wie schaut das ganze in Japan jedoch aus?

Meinem Wissensstand nach erwarten selbst Ausländische unternehmen (abgesehen von software engineering) dort fluency in English UND japanisch!

Was sagt euer Wissensstand/Erfahrung hierzu ?
Gibt es im Banking oder generell Finanzsektor Möglichkeiten in japan zu arbeiten und das OHNE senior position+ interner Wechsel ?

Ist so ein Wechsel planbar ?

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Generell: Selbst wenn du einen Job findest, für den Englischkenntnisse ausreichend sind, wirst du es wesentlich schwerer haben, Anschluss zu finden, wenn du kein Japanisch sprichst. Für mich ist das eine Grundvoraussetzung, die Landessprache zu beherrschen, wenn man sich ernsthaft Gedanken macht für mehrere Jahre ins Ausland zu gehen.

Wenn du bereits bei einer Firma arbeitest und die eine Niederlassung dort haben frag halt. Ein Kollege von mir war bspw. 1 Jahr in Stockholm ohne die Sprache zu sprechen.
Japan ist halt von den Mieten ziemlich hoch und die Arbeiter was man so hört leidensfähig

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Dürfte schwierig werden. Meines Wissens gibt es in Japan sehr strenge Regelungen, wann überhaupt ein Ausländer bei der Anstellung vor einem Japaner bevorzugt werden darf. Auch bei ausländischen Unternehmen mit Niederlassung dort. Ohne Japanisch geht es noch dazu eh nicht, wobei ich das nicht für das primäre Problem halte. Hatte mal Japanisch gelernt und so schwer ist es nicht.

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hatkeineahnung

Nach Japan auswandern

Zu viele Animes geschaut?

Japan ist arbeitstechnisch mit das schlimmste, was man sich antun kann. Gehalt geht gegen 0, wirst wahrscheinlich 2-3h jeden Tag pendeln müssen und hockst von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends im Büro, um dein Gesicht zu wahren.

Die Ausländerquote in Japan ist <1% und das hat seinen Grund. Die geben dir als Gaijin bestimmt einen Job im Finanzsektor. Kannst die Büroräume nach Feierabend putzen.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Wenn du verhandlungssicher in Japanisch und Englisch bist, kulturelle Normen achten kannst, mit der dortigen Arbeitswelt klar kommst: Klar, temporär möglich.

Auf Dauer allerdings sehr, sehr schwierig, wenn du dich nicht ständig wie ein Fremdkörper fühlen willst.

Japan ist kein Einwanderungsland.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Kenne mehrere Leute die dort als Softwarentwickler arbeiten und sehr gut bezahlt werden, ob es als WiWi möglich ist, keine Ahnung

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Also Expat geht auch ohne Japanisch. Und die Japaner sind auch sehr freundlich und hilfsbereit. Anschluss findest du ohne Japanisch aber schwer. Und selbst mit nicht so ohne weiteres. Viele Expats bleiben eher unter sich. Die Japan ist halt ein ziemliches rassistisches Land. Was aber nicht heißt dass sie fremdenfeindlich sind. Man ist freundlich, hält aber einen gewissen Abstand.

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WiWi Gast

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2 Leute in meinem Freundeskreis sind als Expats rüber, ohne die Sprache zu sprechen.

1x Automotive Konzern aus Stuttgart und 1x (deutsche) Privatbank

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Ohne Japanisch wird es SEHR schwierig, Software Engineering noch am ehesten. Selbst wenn, dann sind die Gehälter in Tokio im Vergleich zu den Kosten recht niedrig und die Arbeitszeiten lang.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

ich liebe Japan, aber: Du wirst auch mit gutem Japanisch nie so richtig teil der gesellschaft sein. Dieses 'Exotentum' kann natürlich auch vorteile haben (Frauen, Karriere - die Unternehmen haben Probleme Diversityquoten zu erfüllen).

Sei dir außerdem bewusst dass das Arbeitspensum in Japan sehr hoch ist. IdR wird man nicht nach Leistung bezahlt, sondern nach Leidensfähigkeit bzw Aufopferungsbereitschaft, also ganbatte!

Und: Du wirst schockiert sein wie schlecht die Japaner Englisch sprechen ;)

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Story einer Freundin von. In:

Kanadierin mit chinesischen Wurzeln spricht und schreibt beide Sprachen war in Japan 2 Jahre auf einer Sprachschule und hatte den JLPT N1 (Höchste Stufe der japanischen Sprachzertififzierung). Zuvor in Kanada Informatik studiert und auch 2 3 Jahre Berufserfahrung, bewirbt sich bei einer deutschen Firma in Tokyo die etwa für Daimler programmiert. Bekommt ein Job Angebot aber für Stuttgart weil ihr Japanisch nicht native Niveau ist in Stuttgart ohne Deutsch aber kein Problem. Wohnt jetzt knapp 10 Jahre in Stuttgart.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

2 Leute in meinem Freundeskreis sind als Expats rüber, ohne die Sprache zu sprechen.

1x Automotive Konzern aus Stuttgart und 1x (deutsche) Privatbank

Du scheinst der einzige zu sein der die Frage verstanden hat :D

Hast du eventuell mehr infos zum Lebenslauf von den Freunden? Einstieg direkt nach uni oder nach langer Erfahrung ?
DIe Freunde arbeiten nicht im IT Bereich der genannten unternehmen, korrekt?

danke !

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

push, ich hab N3 Sprachniveau, und würde mich auch sehr dafür interessieren.

Ich habe zwar von software Entwicklern, Lehrern, köchen, und Grafikdesignern gehört, aber noch nie junge Leute in der Finanzbranche, eher big4 partner die gluck hat, dass das Profil gesucht wurde..

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Guten Abend!
Es ist ja oft eine Option für Leute nach Hongkong/singapur auszuwandern bzw. dort zu arbeiten, selbst wenn es temporär ist.

Wie schaut das ganze in Japan jedoch aus?

Meinem Wissensstand nach erwarten selbst Ausländische unternehmen (abgesehen von software engineering) dort fluency in English UND japanisch!

Was sagt euer Wissensstand/Erfahrung hierzu ?
Gibt es im Banking oder generell Finanzsektor Möglichkeiten in japan zu arbeiten und das OHNE senior position+ interner Wechsel ?

Ist so ein Wechsel planbar ?

Die Frage ist eher wieso willst du nach Japan
Japan hat mit die höchsten Mieten der Welt.
Außerdem hat Japan mit sich höchsten Arbeitszeiten und den geringsten Urlaub der Welt.
Zudem gelten Japaner als eher intolerant und fremdenfeindlich.
Also für mich gibt es kein einziges Argument wieso man dort arbeiten wollen würde.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 20.06.2021:

2 Leute in meinem Freundeskreis sind als Expats rüber, ohne die Sprache zu sprechen.

1x Automotive Konzern aus Stuttgart und 1x (deutsche) Privatbank

Du scheinst der einzige zu sein der die Frage verstanden hat :D

Hast du eventuell mehr infos zum Lebenslauf von den Freunden? Einstieg direkt nach uni oder nach langer Erfahrung ?
DIe Freunde arbeiten nicht im IT Bereich der genannten unternehmen, korrekt?

danke !

Der Automotive Guy ist ITler, der Bank guy Finance. Sind direkt nach dem Studium bei den Unternehmen eingestiegen und dann nach 3-5 Jahren rüber.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Ich war zwei Jahre für als Expat in Japan allerdings:

  • japanische Firma
  • aus Deutschland mit knapp 6000; dort hatten genau zwei Personen auch nur mildes Interesse nach Japan zu gehen alle anderen die gefragt wurden hatten kein Interesse. Ging damals um interkulturelle Austausch da ständig Japaner nach Deutschland kamen aber nie jemand in die Zentrale gegangen ist
  • Ich habe als Kind schon mal 2 Jahre in Japan gewohnt
  • Ich habe als Nebenfach Japanologie an der Universität studiert
  • Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits einen JLPT N1

Die japanische Arbeitswelt kann ich aus deutscher Sicht nicht empfehlen und ohne die ganzen Expats Zuschüsse wäre es finanziell auch eher ein Reinfall geworden. Ich weiß recht gut was meine japanischen Kollegen verdienen, wieviel zum Einstieg gezahlt wird - steht auf der japanischen Homepage etc.. Ich hatte auch das Angebot zu einem für japanische Verhältnisse recht großzügigen Arbeitsvertrag dauerhaft zu wechseln.

Ich habe auch im Freundeskreis, aus dem Japanologie Studium, einige Fälle die mehrere Jahre vor Ort waren die meisten sind aber wieder zurück. Geblieben sind fast nur die an irgendeiner Universität als Dozenten oder Professoren untergekommen sind.

Ich bin wirklich gerne in Japan, ich fliege eigentlich jedes Jahr wenigstens einmal dort hin aber arbeiten und vor allem dort leben und Freizeit dort sind ein himmelweiter Unterschied.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 22.06.2021:

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

Zum Arbeiten oder allgemein? Privat dürfte ich mittlerweile fast in jeder größeren japanischen Stadt und an jedem Touriflecken außer auf Shikoku gewesen sein. Ich habe allein zwischen meinem Kindheitsaufenthalt und den 2 Jahren Expat exklusive Auslandssemester noch mal gut 2-3 Jahre an Urlauben in Japan zusammen.

Was mir missfällt, man muss halt sagen ich war bei einem japanischen Traditionsunternehmen nicht bei einer Niederlassung eines ausländischen Konzerns:

  • Wetter: die Sommer sind unerträglich in Tokyo, vor allem die Regen Saison da verbringe ich keine Minute im Freien
  • Arbeitskultur ist schwierig: Alle sind vor ihrem Vorgesetzten da und gehen erst nach ihm Heim, Arbeiten ansich ist egal Hauptsache anwesend. Entscheidungen werden immer in der großen Gruppe getroffen damit niemand schuld ist
  • Alle sassen in einem großen Raum an einem langen Tisch, der Chef vorne am Kopf, daneben der Tisch der nächsten Abteilung der Bereichsleiter an der Wand auf einer kleinen Anhöhe
  • man muss extrem gut zwischen den Zeilen lesen können, direkte Ansprache geht gar nicht. Im japanischen sagt man dazu "Luft lesen". Gerade für Deutsche eine 180% Wende
  • Es wird erwartet nicht seinen Urlaub zu nehmen, wenn man krank ist gibts kein Geld oder Urlaubstage verwenden

Bei Freunden die direkt in Japan angehört haben kamen dann halt so typische Hinhalte Spielchen dazu. Man kann in Japan auf verschiedene Arten angestellt sein und die meisten fangen als so ein "halber interner" Mitarbeiter an das geht schon mal 5 Jahre. Dann wird der Vertrag aber doch nicht umgewandelt oder bei dem einen Kollegen der war für die Firma dann zwischen drin 1 Jahr in Deutschland. Es war vereinbart für diese 5 Jahre die Wohnung zu bezahlen dann bei Festeinstieg mehr Gehalt. Die 5 Jahre mit der Wohnung da wurde das 1 Jahr Deutschland abgezogen den festen Vertrag sollte es aber erst nach 5 Jahren in Japan geben also 1 Jahr Wohnung selber bezahlen bei niedrigem Gehalten gleich mal eigenen Tausender weniger im Monat ...

Wie gesagt für mich ist Japan das perfekt Urlaubsland. Super zum Einkaufen, super Essen, super sicher, super Service, ich kann Stadt Urlaub mit Luxus Ressort auf Okinawa verbinden und dann noch zum Ski fahren auf Okinawa ... dieser Mega Service etc. kommt aber auch nur daher zustande das sich die Mitarbeiter da richtig aufopfern das nehme ich dann lieber als Ausstehender mit.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 22.06.2021:

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

Zum Arbeiten oder allgemein? Privat dürfte ich mittlerweile fast in jeder größeren japanischen Stadt und an jedem Touriflecken außer auf Shikoku gewesen sein. Ich habe allein zwischen meinem Kindheitsaufenthalt und den 2 Jahren Expat exklusive Auslandssemester noch mal gut 2-3 Jahre an Urlauben in Japan zusammen.

Was mir missfällt, man muss halt sagen ich war bei einem japanischen Traditionsunternehmen nicht bei einer Niederlassung eines ausländischen Konzerns:

  • Wetter: die Sommer sind unerträglich in Tokyo, vor allem die Regen Saison da verbringe ich keine Minute im Freien
  • Arbeitskultur ist schwierig: Alle sind vor ihrem Vorgesetzten da und gehen erst nach ihm Heim, Arbeiten ansich ist egal Hauptsache anwesend. Entscheidungen werden immer in der großen Gruppe getroffen damit niemand schuld ist
  • Alle sassen in einem großen Raum an einem langen Tisch, der Chef vorne am Kopf, daneben der Tisch der nächsten Abteilung der Bereichsleiter an der Wand auf einer kleinen Anhöhe
  • man muss extrem gut zwischen den Zeilen lesen können, direkte Ansprache geht gar nicht. Im japanischen sagt man dazu "Luft lesen". Gerade für Deutsche eine 180% Wende
  • Es wird erwartet nicht seinen Urlaub zu nehmen, wenn man krank ist gibts kein Geld oder Urlaubstage verwenden

Bei Freunden die direkt in Japan angehört haben kamen dann halt so typische Hinhalte Spielchen dazu. Man kann in Japan auf verschiedene Arten angestellt sein und die meisten fangen als so ein "halber interner" Mitarbeiter an das geht schon mal 5 Jahre. Dann wird der Vertrag aber doch nicht umgewandelt oder bei dem einen Kollegen der war für die Firma dann zwischen drin 1 Jahr in Deutschland. Es war vereinbart für diese 5 Jahre die Wohnung zu bezahlen dann bei Festeinstieg mehr Gehalt. Die 5 Jahre mit der Wohnung da wurde das 1 Jahr Deutschland abgezogen den festen Vertrag sollte es aber erst nach 5 Jahren in Japan geben also 1 Jahr Wohnung selber bezahlen bei niedrigem Gehalten gleich mal eigenen Tausender weniger im Monat ...

Wie gesagt für mich ist Japan das perfekt Urlaubsland. Super zum Einkaufen, super Essen, super sicher, super Service, ich kann Stadt Urlaub mit Luxus Ressort auf Okinawa verbinden und dann noch zum Ski fahren auf Okinawa ... dieser Mega Service etc. kommt aber auch nur daher zustande das sich die Mitarbeiter da richtig aufopfern das nehme ich dann lieber als Ausstehender mit.

Danke für den interessanten Beitrag!

Du hattest geschrieben, dass du Japanologie als nebenfach studiert hast?
Hattest du vor Ort Leute getroffen welche eventuell einen ähnlichen Werdegang haben bzw. in der Finanzindustrie als Banker, Berater, finanbuchhalter etc etc. aber eben auch aus dem Ausland gekommen sind ?

Mich würde sehr interessieren wie Leute aus diesem Sektor den einstieg/transfer geschafft haben, bzw. inwiefern so etwas planbar und realistisch ist.

Danke nochmals für deine Story!

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 22.06.2021:

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

Zum Arbeiten oder allgemein? Privat dürfte ich mittlerweile fast in jeder größeren japanischen Stadt und an jedem Touriflecken außer auf Shikoku gewesen sein. Ich habe allein zwischen meinem Kindheitsaufenthalt und den 2 Jahren Expat exklusive Auslandssemester noch mal gut 2-3 Jahre an Urlauben in Japan zusammen.

Was mir missfällt, man muss halt sagen ich war bei einem japanischen Traditionsunternehmen nicht bei einer Niederlassung eines ausländischen Konzerns:

  • Wetter: die Sommer sind unerträglich in Tokyo, vor allem die Regen Saison da verbringe ich keine Minute im Freien
  • Arbeitskultur ist schwierig: Alle sind vor ihrem Vorgesetzten da und gehen erst nach ihm Heim, Arbeiten ansich ist egal Hauptsache anwesend. Entscheidungen werden immer in der großen Gruppe getroffen damit niemand schuld ist
  • Alle sassen in einem großen Raum an einem langen Tisch, der Chef vorne am Kopf, daneben der Tisch der nächsten Abteilung der Bereichsleiter an der Wand auf einer kleinen Anhöhe
  • man muss extrem gut zwischen den Zeilen lesen können, direkte Ansprache geht gar nicht. Im japanischen sagt man dazu "Luft lesen". Gerade für Deutsche eine 180% Wende
  • Es wird erwartet nicht seinen Urlaub zu nehmen, wenn man krank ist gibts kein Geld oder Urlaubstage verwenden

Bei Freunden die direkt in Japan angehört haben kamen dann halt so typische Hinhalte Spielchen dazu. Man kann in Japan auf verschiedene Arten angestellt sein und die meisten fangen als so ein "halber interner" Mitarbeiter an das geht schon mal 5 Jahre. Dann wird der Vertrag aber doch nicht umgewandelt oder bei dem einen Kollegen der war für die Firma dann zwischen drin 1 Jahr in Deutschland. Es war vereinbart für diese 5 Jahre die Wohnung zu bezahlen dann bei Festeinstieg mehr Gehalt. Die 5 Jahre mit der Wohnung da wurde das 1 Jahr Deutschland abgezogen den festen Vertrag sollte es aber erst nach 5 Jahren in Japan geben also 1 Jahr Wohnung selber bezahlen bei niedrigem Gehalten gleich mal eigenen Tausender weniger im Monat ...

Wie gesagt für mich ist Japan das perfekt Urlaubsland. Super zum Einkaufen, super Essen, super sicher, super Service, ich kann Stadt Urlaub mit Luxus Ressort auf Okinawa verbinden und dann noch zum Ski fahren auf Okinawa ... dieser Mega Service etc. kommt aber auch nur daher zustande das sich die Mitarbeiter da richtig aufopfern das nehme ich dann lieber als Ausstehender mit.

Danke für den interessanten Beitrag!

Du hattest geschrieben, dass du Japanologie als nebenfach studiert hast?
Hattest du vor Ort Leute getroffen welche eventuell einen ähnlichen Werdegang haben bzw. in der Finanzindustrie als Banker, Berater, finanbuchhalter etc etc. aber eben auch aus dem Ausland gekommen sind ?

Mich würde sehr interessieren wie Leute aus diesem Sektor den einstieg/transfer geschafft haben, bzw. inwiefern so etwas planbar und realistisch ist.

Danke nochmals für deine Story!

Ich wohne seit 5 Jahren in Tokyo. Hier PhD gemacht und danach bei Big Tech Unternehmen im strategiebreich eingestiegen. Kenne einige Berater, weniger Banker, die hier als Ausländer arbeiten. Die negativen stories hier im thread halte ich für übertrieben. Allerdings arbeite ich auch in einem sehr internationalen Umfeld. Von den Jungs in der Beratung beschwert sich aber auch keiner so richtig. Ich glaube die hier geschilderten horrorstories treffen hauptsächlich auf klassische japanische Großkonzerne zu.

Was allerdings stimmt ist dass du es außerhalb der IT ohne Japanischkenntnisse praktisch vergessen kannst. Natürlich kann man als Expat nach Japan entsand werden ohne Sprachkenntnisse. Das kann man aber in der regel nicht planen.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 23.06.2021:

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

Zum Arbeiten oder allgemein? Privat dürfte ich mittlerweile fast in jeder größeren japanischen Stadt und an jedem Touriflecken außer auf Shikoku gewesen sein. Ich habe allein zwischen meinem Kindheitsaufenthalt und den 2 Jahren Expat exklusive Auslandssemester noch mal gut 2-3 Jahre an Urlauben in Japan zusammen.

Was mir missfällt, man muss halt sagen ich war bei einem japanischen Traditionsunternehmen nicht bei einer Niederlassung eines ausländischen Konzerns:

  • Wetter: die Sommer sind unerträglich in Tokyo, vor allem die Regen Saison da verbringe ich keine Minute im Freien
  • Arbeitskultur ist schwierig: Alle sind vor ihrem Vorgesetzten da und gehen erst nach ihm Heim, Arbeiten ansich ist egal Hauptsache anwesend. Entscheidungen werden immer in der großen Gruppe getroffen damit niemand schuld ist
  • Alle sassen in einem großen Raum an einem langen Tisch, der Chef vorne am Kopf, daneben der Tisch der nächsten Abteilung der Bereichsleiter an der Wand auf einer kleinen Anhöhe
  • man muss extrem gut zwischen den Zeilen lesen können, direkte Ansprache geht gar nicht. Im japanischen sagt man dazu "Luft lesen". Gerade für Deutsche eine 180% Wende
  • Es wird erwartet nicht seinen Urlaub zu nehmen, wenn man krank ist gibts kein Geld oder Urlaubstage verwenden

Bei Freunden die direkt in Japan angehört haben kamen dann halt so typische Hinhalte Spielchen dazu. Man kann in Japan auf verschiedene Arten angestellt sein und die meisten fangen als so ein "halber interner" Mitarbeiter an das geht schon mal 5 Jahre. Dann wird der Vertrag aber doch nicht umgewandelt oder bei dem einen Kollegen der war für die Firma dann zwischen drin 1 Jahr in Deutschland. Es war vereinbart für diese 5 Jahre die Wohnung zu bezahlen dann bei Festeinstieg mehr Gehalt. Die 5 Jahre mit der Wohnung da wurde das 1 Jahr Deutschland abgezogen den festen Vertrag sollte es aber erst nach 5 Jahren in Japan geben also 1 Jahr Wohnung selber bezahlen bei niedrigem Gehalten gleich mal eigenen Tausender weniger im Monat ...

Wie gesagt für mich ist Japan das perfekt Urlaubsland. Super zum Einkaufen, super Essen, super sicher, super Service, ich kann Stadt Urlaub mit Luxus Ressort auf Okinawa verbinden und dann noch zum Ski fahren auf Okinawa ... dieser Mega Service etc. kommt aber auch nur daher zustande das sich die Mitarbeiter da richtig aufopfern das nehme ich dann lieber als Ausstehender mit.

Danke für den interessanten Beitrag!

Du hattest geschrieben, dass du Japanologie als nebenfach studiert hast?
Hattest du vor Ort Leute getroffen welche eventuell einen ähnlichen Werdegang haben bzw. in der Finanzindustrie als Banker, Berater, finanbuchhalter etc etc. aber eben auch aus dem Ausland gekommen sind ?

Mich würde sehr interessieren wie Leute aus diesem Sektor den einstieg/transfer geschafft haben, bzw. inwiefern so etwas planbar und realistisch ist.

Danke nochmals für deine Story!

Ich wohne seit 5 Jahren in Tokyo. Hier PhD gemacht und danach bei Big Tech Unternehmen im strategiebreich eingestiegen. Kenne einige Berater, weniger Banker, die hier als Ausländer arbeiten. Die negativen stories hier im thread halte ich für übertrieben. Allerdings arbeite ich auch in einem sehr internationalen Umfeld. Von den Jungs in der Beratung beschwert sich aber auch keiner so richtig. Ich glaube die hier geschilderten horrorstories treffen hauptsächlich auf klassische japanische Großkonzerne zu.

Was allerdings stimmt ist dass du es außerhalb der IT ohne Japanischkenntnisse praktisch vergessen kannst. Natürlich kann man als Expat nach Japan entsand werden ohne Sprachkenntnisse. Das kann man aber in der regel nicht planen.

Hast du denn eine position eingenommen die fluency in jp & eng erwartet ?
Ich habe z.B bei google in Tokyo geschaut, und gemerkt, dass so gut wie alle non-tech engineer Stellenausschreibungen fluency eben erwarten.

Ich versuche einzuschätzen, was das genau bedeutet, grundsätzlich wird ja bei N1 JLPT Level so ziemlich von fluency gesprochen, gleichzeitig habe ich gehört, dass viele Leute sagen, dass es nicht annähernd der Fall ist.

Denkst du man kann mit eben diesen Sprachkenntnissen auf solche Positionen angenommen werden ?
Man muss natürlich bedenken, dass die Konkurrenz wohl hauptsächlich aus Muttersprachler besteht, auch wenn es sich um GOOGLE handelt...
Selbst wenn man genommen wird, kann ich schlecht einschätzen, ob man denn tatsächlich in der Lage ist alle aufgaben auf japanisch ausreichend zu erfüllen.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 24.06.2021:

Interessant, ich nehme an, dass du in einer der Großstädte warst oder? Könntest du noch etwas ausführen was dir am Arbeiten und Leben so missfallen hat?

Zum Arbeiten oder allgemein? Privat dürfte ich mittlerweile fast in jeder größeren japanischen Stadt und an jedem Touriflecken außer auf Shikoku gewesen sein. Ich habe allein zwischen meinem Kindheitsaufenthalt und den 2 Jahren Expat exklusive Auslandssemester noch mal gut 2-3 Jahre an Urlauben in Japan zusammen.

Was mir missfällt, man muss halt sagen ich war bei einem japanischen Traditionsunternehmen nicht bei einer Niederlassung eines ausländischen Konzerns:

  • Wetter: die Sommer sind unerträglich in Tokyo, vor allem die Regen Saison da verbringe ich keine Minute im Freien
  • Arbeitskultur ist schwierig: Alle sind vor ihrem Vorgesetzten da und gehen erst nach ihm Heim, Arbeiten ansich ist egal Hauptsache anwesend. Entscheidungen werden immer in der großen Gruppe getroffen damit niemand schuld ist
  • Alle sassen in einem großen Raum an einem langen Tisch, der Chef vorne am Kopf, daneben der Tisch der nächsten Abteilung der Bereichsleiter an der Wand auf einer kleinen Anhöhe
  • man muss extrem gut zwischen den Zeilen lesen können, direkte Ansprache geht gar nicht. Im japanischen sagt man dazu "Luft lesen". Gerade für Deutsche eine 180% Wende
  • Es wird erwartet nicht seinen Urlaub zu nehmen, wenn man krank ist gibts kein Geld oder Urlaubstage verwenden

Bei Freunden die direkt in Japan angehört haben kamen dann halt so typische Hinhalte Spielchen dazu. Man kann in Japan auf verschiedene Arten angestellt sein und die meisten fangen als so ein "halber interner" Mitarbeiter an das geht schon mal 5 Jahre. Dann wird der Vertrag aber doch nicht umgewandelt oder bei dem einen Kollegen der war für die Firma dann zwischen drin 1 Jahr in Deutschland. Es war vereinbart für diese 5 Jahre die Wohnung zu bezahlen dann bei Festeinstieg mehr Gehalt. Die 5 Jahre mit der Wohnung da wurde das 1 Jahr Deutschland abgezogen den festen Vertrag sollte es aber erst nach 5 Jahren in Japan geben also 1 Jahr Wohnung selber bezahlen bei niedrigem Gehalten gleich mal eigenen Tausender weniger im Monat ...

Wie gesagt für mich ist Japan das perfekt Urlaubsland. Super zum Einkaufen, super Essen, super sicher, super Service, ich kann Stadt Urlaub mit Luxus Ressort auf Okinawa verbinden und dann noch zum Ski fahren auf Okinawa ... dieser Mega Service etc. kommt aber auch nur daher zustande das sich die Mitarbeiter da richtig aufopfern das nehme ich dann lieber als Ausstehender mit.

Danke für den interessanten Beitrag!

Du hattest geschrieben, dass du Japanologie als nebenfach studiert hast?
Hattest du vor Ort Leute getroffen welche eventuell einen ähnlichen Werdegang haben bzw. in der Finanzindustrie als Banker, Berater, finanbuchhalter etc etc. aber eben auch aus dem Ausland gekommen sind ?

Mich würde sehr interessieren wie Leute aus diesem Sektor den einstieg/transfer geschafft haben, bzw. inwiefern so etwas planbar und realistisch ist.

Danke nochmals für deine Story!

Ich wohne seit 5 Jahren in Tokyo. Hier PhD gemacht und danach bei Big Tech Unternehmen im strategiebreich eingestiegen. Kenne einige Berater, weniger Banker, die hier als Ausländer arbeiten. Die negativen stories hier im thread halte ich für übertrieben. Allerdings arbeite ich auch in einem sehr internationalen Umfeld. Von den Jungs in der Beratung beschwert sich aber auch keiner so richtig. Ich glaube die hier geschilderten horrorstories treffen hauptsächlich auf klassische japanische Großkonzerne zu.

Was allerdings stimmt ist dass du es außerhalb der IT ohne Japanischkenntnisse praktisch vergessen kannst. Natürlich kann man als Expat nach Japan entsand werden ohne Sprachkenntnisse. Das kann man aber in der regel nicht planen.

Hast du denn eine position eingenommen die fluency in jp & eng erwartet ?
Ich habe z.B bei google in Tokyo geschaut, und gemerkt, dass so gut wie alle non-tech engineer Stellenausschreibungen fluency eben erwarten.

Ich versuche einzuschätzen, was das genau bedeutet, grundsätzlich wird ja bei N1 JLPT Level so ziemlich von fluency gesprochen, gleichzeitig habe ich gehört, dass viele Leute sagen, dass es nicht annähernd der Fall ist.

Denkst du man kann mit eben diesen Sprachkenntnissen auf solche Positionen angenommen werden ?
Man muss natürlich bedenken, dass die Konkurrenz wohl hauptsächlich aus Muttersprachler besteht, auch wenn es sich um GOOGLE handelt...
Selbst wenn man genommen wird, kann ich schlecht einschätzen, ob man denn tatsächlich in der Lage ist alle aufgaben auf japanisch ausreichend zu erfüllen.

In meiner position brauche ich zum Glück kein Japanisch. Das ist allerdings eine sehr große Ausnahme. Normalerweise wird business oder native Level verlangt. JLPT N1 zeigt eigentlich nur dass du gut Kanji und Vokabeln gelernt hast. Diese Bescheinigung öffnet dir die Tür zum Interview. Ob du wirklich fließend sprechen kannst stellt sich dann in den Interviews heraus. Oft haben selbst Kandidaten mit JLPT N2 oder N1 extreme Probleme sich fließend zu unterhalten. Das ist eben leider nicht Teil des Tests und wird somit nicht ausreichend geübt. Keine Sorge, die werden dich sicher nicht nehmen wenn dein Japanisch nicht gut genug ist, um die Aufgaben des Jobs problemlos zu meistern. Gerade bei Unternehmen wie Google ist die konkurrenz dafür viel zu groß.

Meine Einschätzung: extern bewerben direkt nach der Uni ohne Sprachkenntnisse: nahezu unmöglich. Mit business Level japanisch aber ohne Visum aus Deutschland heraus ebenfalls schwierig. Schon in japan lebend mit Sprachkenntnissen und Japanischem uniabschluss: gut möglich. Als Expat oder internal transfer rüber: je nach UN ebenfalls möglich. Beispielsweise weiß ich von McKinsey, dass man ab Manager ohne Probleme ins Tokyo Office wechseln kann. Die suchen stark und geben einem dann einfach einen Interpreter an die Hand. Als new hire hingegen wiederum ausgeschlossen.

Hoffe das hilft. Keine ahnung ob du schon ins Arbeitsleben eingetreten bist aber der einfachste und häufigste Weg ist mit sicherheit in Japan in ein englisches Masterprogramm reinzukommen dann parallel 2 Jahre lang jeden Tag Japanisch zu lernen und dann mit JLPTN2 und japanischem Uniabschluss in den lokalen Arbeitsmarkt einzutreten. Nachteil allerdings ist das lächerliche Gehalt für new grads in japanischen Unternehmen und die Arbeitsbedingungen wenn du wirklich ganz unten anfängst. Best of luck!

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Ohne japanische Sprachkenntnisse wird man schon in so Großstädten wie Tokio oder Osaka ganz erhebliche Probleme bekommen seinen Alltag auf die Reihe zu bekommen. Abseits von Touristenzielen ist alles fast ausnahmslos in Landessprache betitelt.

Mein Freundin arbeitet als Dolmetscherin (auch für Japanisch) und ist regelmäßig in Tokio mit Klienten unterwegs. Diese haben natürlich keine entsprechenden Kenntnisse der japanischen Sprache. Und schon banale Dinge sind ohne Dolmetscher nicht zu bewerkstelligen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

Hohe Kosten, extreme Arbeitszeiten, hoher Konkurrenzdruck. Die Leute dort tun sich keinen Gefallen, dramatische Depressions- und Suizidquoten. Wüsste nicht, warum man dorthin auswandern wollen würde. Noch dazu als Europäer. Da wirst du nie richtig ankommen, denn du bist immer entweder eine Zirkusattraktion oder "der Fremde".

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 20.07.2021:

Hohe Kosten, extreme Arbeitszeiten, hoher Konkurrenzdruck. Die Leute dort tun sich keinen Gefallen, dramatische Depressions- und Suizidquoten. Wüsste nicht, warum man dorthin auswandern wollen würde. Noch dazu als Europäer. Da wirst du nie richtig ankommen, denn du bist immer entweder eine Zirkusattraktion oder "der Fremde".

So eine Schwarzmalerei kann nur von jemandem kommen der keine Ahnung von Japan hat. Als Europäer hat man einen mega Lifestyle in Japan. Man wird eher angehimmelt als ausgeschlossen.

Arbeitszeiten bei ausländischen Firmen völlig legitim. Ich könnte jetzt anfangen aufzulisten was ich hier alles deutlich besser finde als in D aber damn würde der post zu lang werden und das war nicht die frage des TE. Muss jeder selber wissen...

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 26.07.2021:

Hohe Kosten, extreme Arbeitszeiten, hoher Konkurrenzdruck. Die Leute dort tun sich keinen Gefallen, dramatische Depressions- und Suizidquoten. Wüsste nicht, warum man dorthin auswandern wollen würde. Noch dazu als Europäer. Da wirst du nie richtig ankommen, denn du bist immer entweder eine Zirkusattraktion oder "der Fremde".

So eine Schwarzmalerei kann nur von jemandem kommen der keine Ahnung von Japan hat. Als Europäer hat man einen mega Lifestyle in Japan. Man wird eher angehimmelt als ausgeschlossen.

Arbeitszeiten bei ausländischen Firmen völlig legitim. Ich könnte jetzt anfangen aufzulisten was ich hier alles deutlich besser finde als in D aber damn würde der post zu lang werden und das war nicht die frage des TE. Muss jeder selber wissen...

Bin nicht der Vorposter. Das stimmt so nicht. Es gibt schon einen Grund dass Japan weniger als 2% Ausländeranteil hat. Man will nicht dass die Kultur vor allem durch Europäer zerstört wird. Daher kommen die meisten Ausländer dort auch aus anderen Ländern Ostasiens (Vietnam, Malaysia). Sogar Inder und Pakistanis sind dort lieber gesehen als Europäer (und stellen einen höheren Anteil an der Bevölkerung dar als Europäer), wir werden als kulturlos, traditionslos und verweichlicht wahrgenommen. Vielleicht werden 20 jährige Kommilitonen bei einem kurzen Studienaufenthalt oder 25 jährige Arbeitskollegen bei einer befristeten Arbeitsstelle nett gegenüber einem sein und auch positiv über einen reden, aber sobald du da länger lebst und nicht auch die japanische extrem konservative Kultur lebst, wird immer schlecht hinter deinem Rücken über dich geredet werden.

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WiWi Gast

Nach Japan auswandern

WiWi Gast schrieb am 26.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 26.07.2021:

Hohe Kosten, extreme Arbeitszeiten, hoher Konkurrenzdruck. Die Leute dort tun sich keinen Gefallen, dramatische Depressions- und Suizidquoten. Wüsste nicht, warum man dorthin auswandern wollen würde. Noch dazu als Europäer. Da wirst du nie richtig ankommen, denn du bist immer entweder eine Zirkusattraktion oder "der Fremde".

So eine Schwarzmalerei kann nur von jemandem kommen der keine Ahnung von Japan hat. Als Europäer hat man einen mega Lifestyle in Japan. Man wird eher angehimmelt als ausgeschlossen.

Arbeitszeiten bei ausländischen Firmen völlig legitim. Ich könnte jetzt anfangen aufzulisten was ich hier alles deutlich besser finde als in D aber damn würde der post zu lang werden und das war nicht die frage des TE. Muss jeder selber wissen...

Bin nicht der Vorposter. Das stimmt so nicht. Es gibt schon einen Grund dass Japan weniger als 2% Ausländeranteil hat. Man will nicht dass die Kultur vor allem durch Europäer zerstört wird. Daher kommen die meisten Ausländer dort auch aus anderen Ländern Ostasiens (Vietnam, Malaysia). Sogar Inder und Pakistanis sind dort lieber gesehen als Europäer (und stellen einen höheren Anteil an der Bevölkerung dar als Europäer), wir werden als kulturlos, traditionslos und verweichlicht wahrgenommen. Vielleicht werden 20 jährige Kommilitonen bei einem kurzen Studienaufenthalt oder 25 jährige Arbeitskollegen bei einer befristeten Arbeitsstelle nett gegenüber einem sein und auch positiv über einen reden, aber sobald du da länger lebst und nicht auch die japanische extrem konservative Kultur lebst, wird immer schlecht hinter deinem Rücken über dich geredet werden.

Sorry das ist einfach nicht wahr. Natürlich sind hier mehr asiatische Ausländer als Europäer. Das ist ja auch von Geographie, Sprache und Kultur her näher und Japan bietet nunmal neben Südkorea in der Region den höchsten Lebensstandard. Der Mangel an Europäern hier liegt doch nicht daran dass uns die Japaner weniger mögen. :D Im Gegenteil. Europäer sind hier gerne gesehen. Viel lieber als andere Asiaten (vor allem Chinesen und Koreaner aber auch Südostasiaten und Inder) die hier gar kein gutes Image haben.

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Fünf zweijährige Japan-Stipendien der Studienstiftung ausgeschrieben

Master-Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes für Tokio in Japan.

Im Rahmen des Japanprogramms der Studienstiftung werden jährlich fünf Stipendien ausgeschrieben. Das zweijährige Stipendium umfasst insbesondere den Lebensunterhalt, Reisekosten sowie den Erlass der Studiengebühren in Tokio. Das Angebot richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen – ob mit oder ohne sprachliche Vorkenntnisse. Sie schließen mit einem Doppel-Abschluss, also einem deutschen und einem japanischen Mastertitel, ab. Eine Bewerbung ist bis zum 1. April 2018 möglich.

Japan Stipendium

Lampions mit asiatischen Schriftzeichen in rot und weiß hängen vor einem Restaurant.

Jungen Nachwuchskräften aus Nordrhein-Westfalen bietet die Inwent gGmbH im Auftrag des Studienwerks für Deutsch-Japanischen Kulturaustausch in NRW e.V. die Chance zu einem erstmaligen Japanaufenthalt. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2011.

Aufbaustudiengang »Interkulturelle Japankompetenz«

Eine japanische Holztür mit zwei kleinen, runden Steinen und einem Zettel davor.

Bewerbungsschluss ist in diesem Jahr der 30. November 2009. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert den Japanaufenthalt jedes Teilnehmers mit 7.500 Euro.

Informationsportal JapanLink.de

Menschen in der U-Bahn von Tokio in Japan.

Das Internet-Portal bietet viele interessante Informationen zu allen Bereichen rund um das ostasiatische Land Japan und seine Menschen.

Erfolgreiche Verhandlungen mit Japanern

Lampions mit asiatischen Schriftzeichen in rot und weiß hängen vor einem Restaurant.

Die Japan-Experten Dr. Ralf Linke und Dr. Yukiko Bischof-Okubo der Universität Mannheim geben in einem 205-seitigen Buch unterhaltsam und praxisnah Tipps für Verhandlungen mit japanischen Geschäftspartnern.

Japan-Stipendien des DAAD

Zwei Jahre im Fernen Osten mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Roland Berger Studie: Deutsche Unternehmen in Japan unerwartet profitabel

Studie von Roland Berger Strategy Consultants und der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan - Japanische Niederlassungen erwirtschaften gute Gewinne - Kulturelle Differenzen als Wettbewerbsvorteil

Roland Berger Studie: Was in Japan (noch) anders ist

Studie zum Asien-Geschäft europäischer Konzerne

Unternehmen verstärken die Suche nach Fachkräften im Ausland

Manager: Rekrutierung von Fachkräften im Ausland

Aufgrund des Fachkräftemangels beschäftigt bereits jedes sechste deutsche Unternehmen ausländische Experten, wie eine aktuelle Studie von Bitkom Research und Linkedin zeigt. Vor allem Berufseinsteiger und Führungskräfte werden umworben. Das Online-Rekrutierung ist dabei besonders erfolgreich.

Im Ausland tätig werden

Selbstständige müssen gelegentlich Schriftstücke übersetzen lassen. Die Suche nach einem kompetenten Übersetzungsdienst ist nicht leicht. Die Qualität der Übersetzung sollte am wichtigsten sein. Dennoch ist es meist sinnvoll, einen Kostenvoranschlag einzuholen.

Studie: Der typische Arbeitstag im internationalen Vergleich

Eine Uhr mit der Zeit kurz vor neun hängt an einer Lagerhalle.

Die Deutschen trennen klar zwischen Arbeit und Freizeit. Nur 38 Prozent treffen sich nach Feierabend mit Kollegen. Vize-Weltmeister ist Deutschland im Urlaub machen. 30 Prozent nehmen sich zwischen 29 und 35 Tagen frei. 44 Prozent der Deutschen arbeiten aber auch mehr als 40 Stunden die Woche.

americandream.de - Green Card Verlosung der USA

Green-Card USA: Freiheitsstatur der USA

Mit dem als Green Card Verlosung bekannten Diversity-Visa-Programm vergibt die USA jährlich eine bestimmte Anzahl von Aufenthaltsgenehmigungen. Als staatlich zugelassene Auswanderungsberatungsstelle der USA bietet americandream.de Beratung und Hilfestellung zur Green Card Lotterie.

Studie: Jeder dritte deutsche Hochschulabsolvent sammelt Auslandserfahrung

Das Bild zeigt eine gelbe Weltkarte.

Insgesamt war jeder dritte deutsche Absolvent während seines Studiums zeitweilig studienbezogen im Ausland. Außerdem absolvieren immer mehr deutsche Studierende ein komplettes Studium im Ausland.

Auslandsentsendungen im Job nehmen zu

Das Bild zeigt eine gelbe Weltkarte.

Auslandsentsendungen gewinnen weiter an Bedeutung. Nach einer aktuellen Studie von Mercer erwarten über 70 Prozent der Unternehmen für 2013 eine Zunahme der kurzfristigen Auslandsentsendungen, 55 Prozent rechnen auch mit einem Anstieg der langfristigen Entsendungen.

EU-Freizügigkeit ist ein Erfolgsmodell

Die Flagge der Europäischen Union flattert vor blauem Himmel bei Sonnenschein im Wind.

Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration: Die Zuwanderer, die nach Deutschland ziehen, sind durchschnittlich jünger und besser ausgebildet als die Mehrheitsbevölkerung in Deutschland.

Antworten auf Nach Japan auswandern

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Kommentare 28 Beiträge

Diskussionen zu Japan

4 Kommentare

Schuldenkrise

WiWi Gast

in Japan ist es doch vollkommen egal, wie hoch deren Schulden sind, solange diese in Yen sind und nicht in Fremdwährung. Was nur ...

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