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Chef die Meinung sagen

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WiWi Gast

Chef die Meinung sagen

Hallo zusammen,

ich arbeite momentan als Sachbearbeiter in einem Konzern. Es wird generell angeboten, dass man z. B. durch inter Leadership Programme zum Manager ausgebildet werden kann oder sich auch intern umorientieren kann. Das ganze wird eigentlich vom direkten Vorgesetzten gesteuert, allerdings hat meine Teamleitung nicht wirklich Lust auf Personalentwicklung. Von daher nimmt sie sich dafür keine Zeit usw.

In 1 Woche kommt dann unser Manager, also ihr Vorgesetzter, zu uns. Ich hab mir überlegt, dass ich das ganze dort anspreche und ihr sagen werde, dass ich keine Lust auf einen Sachbearbeiter-Job habe und zumindest nicht sofort, aber noch in diesem Jahr eine starke Umorientierung erleben möchte.
Meine Ergebnisse sind soweit gut, das Problem ist, dass die Firma keine Leute / Sachbearbeiter in diesem Bereich findet, weil es einfach nicht viele davon gibt, die dieses Themengebiet können. Es wird also eher schwierig, dass ich meine Kunden einfach abgebe, denn auch an anderen Standorten quirlt das Unternehmen durch Aufträge über und Kapazitätsgrenzen sind schon lange erreicht.

Generell fühle ich mich dadurch nicht ausgelastet, das ganze macht mir keinen Spaß. Ich mache momentan ein berufsbegleitendes Studium, das vom Manager auch befürwortet wird (er hatte damals auch eins berufsbegleitend gemacht). Von daher habe ich noch keinen Bachelor, aber bereits über 2 1/2 Jahre Berufserfahrung, auch international.

Haltet ihr es eine gute Idee ihm mitzuteilen, dass man absolut keine Lust mehr auf den Sachbearbeiterjob hat, sondern z. B. in ein Projekt rein möchte oder sonst intern zur Verfügung stände? Oder sollte ich lieber abwarten bis ich mein Studium zu Ende habe. Immerhin könnte ich direkt durchstarten, wenn ich mein Studium abschließe und schon jetzt gleichzeitig praktische Führungsqualifikationen erlerne. Nur als Beispiel.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Gleiche Situation. Berufsbegleitendes Studium bezahlt durch Firma. Studium fertig, gleichzeitig kündigt der einzige direkte Kollege, neu eingestellt darf nicht werden. Seitdem Hinhalte Parolen doch noch bis xy den Job zu machen danach würde man intern was anders anbieten.

Vertrauen würde ich darauf nicht.

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

ich arbeite momentan als Sachbearbeiter in einem Konzern. Es
wird generell angeboten, dass man z. B. durch inter
Leadership Programme zum Manager ausgebildet werden kann oder
sich auch intern umorientieren kann. Das ganze wird
eigentlich vom direkten Vorgesetzten gesteuert, allerdings
hat meine Teamleitung nicht wirklich Lust auf
Personalentwicklung. Von daher nimmt sie sich dafür keine
Zeit usw.

In 1 Woche kommt dann unser Manager, also ihr Vorgesetzter,
zu uns. Ich hab mir überlegt, dass ich das ganze dort
anspreche und ihr sagen werde, dass ich keine Lust auf einen
Sachbearbeiter-Job habe und zumindest nicht sofort, aber noch
in diesem Jahr eine starke Umorientierung erleben möchte.
Meine Ergebnisse sind soweit gut, das Problem ist, dass die
Firma keine Leute / Sachbearbeiter in diesem Bereich findet,
weil es einfach nicht viele davon gibt, die dieses
Themengebiet können. Es wird also eher schwierig, dass ich
meine Kunden einfach abgebe, denn auch an anderen Standorten
quirlt das Unternehmen durch Aufträge über und
Kapazitätsgrenzen sind schon lange erreicht.

Generell fühle ich mich dadurch nicht ausgelastet, das ganze
macht mir keinen Spaß. Ich mache momentan ein
berufsbegleitendes Studium, das vom Manager auch befürwortet
wird (er hatte damals auch eins berufsbegleitend gemacht).
Von daher habe ich noch keinen Bachelor, aber bereits über 2
1/2 Jahre Berufserfahrung, auch international.

Haltet ihr es eine gute Idee ihm mitzuteilen, dass man
absolut keine Lust mehr auf den Sachbearbeiterjob hat,
sondern z. B. in ein Projekt rein möchte oder sonst intern
zur Verfügung stände? Oder sollte ich lieber abwarten bis ich
mein Studium zu Ende habe. Immerhin könnte ich direkt
durchstarten, wenn ich mein Studium abschließe und schon
jetzt gleichzeitig praktische Führungsqualifikationen
erlerne. Nur als Beispiel.

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DAX Einkäufer

Re: Chef die Meinung sagen

"Hallo zusammen, ich arbeite momentan als Sachbearbeiter in einem Konzern. Es wird generell angeboten, dass man z. B. durch inter Leadership Programme zum Manager ausgebildet werden kann oder sich auch intern umorientieren kann. Das ganze wird eigentlich vom direkten Vorgesetzten gesteuert, allerdings hat meine Teamleitung nicht wirklich Lust auf Personalentwicklung. Von daher nimmt sie sich dafür keine Zeit usw."

Die Beschreibung der Ausgangssituation wirft einige Fragen auf. Wenn es im Unternehmen einen vorgegebenen Weg der Personalentwicklung gibt, dann wird normalerweise darauf geachtet, dass die jeweiligen Teamleitungen diese Instrumente auch nutzen. "Hat darauf keine Lust" wird in der Regel nicht akzeptiert, immerhin hat das Unternehmen ein Interesse an der Entwicklung von Nachwuchskräften. Es könnte also sein, dass der Fokus Deiner Vorgesetzten bisher nicht auf Dir lag, sondern auf anderen Leuten im Team. Das würde mir zu denken geben. Hinzu kommt, dass die Leadership Qualifikation nicht eine einseitige Entscheidung des Sachbearbeiters ist, sondern auch eine Entscheidung des Unternehmens sein muss.

"In 1 Woche kommt dann unser Manager, also ihr Vorgesetzter, zu uns. Ich hab mir überlegt, dass ich das ganze dort anspreche und ihr sagen werde, dass ich keine Lust auf einen Sachbearbeiter-Job habe und zumindest nicht sofort, aber noch in diesem Jahr eine starke Umorientierung erleben möchte."

Es ist gut, wenn man seine langfristige Orientierung im Unternehmen mit seinen Vorgesetzten teilt. Entscheidend bei einer solchen Bekundung ist allerdings die Motivation dahinter. "Keine Lust" und "möchte Umorientierung erleben" ist fragwürdig. Das Unternehmen befördert nicht diejenigen Leute, die keine Lust haben, sondern diejenigen, die dem Unternehmen einen Mehrwert bringen.

"Haltet ihr es eine gute Idee ihm mitzuteilen, dass man absolut keine Lust mehr auf den Sachbearbeiterjob hat, sondern z. B. in ein Projekt rein möchte oder sonst intern zur Verfügung stände?"

Die Bereitschaft für komplexe, anspruchsvolle Aufgaben zu signalisieren ist nie verkehrt. Dabei die direkte Vorgesetzte zu übergehen und ihr quasi die Fähigkeit abzusprechen, Deine Qualifikation selbst zu beurteilen, ist hingegen menschlich unklug. Weshalb sollte man sich seine Vorgesetzte zur Gegnerin machen, wenn man sie auch zur Verbündeten machen kann?

Einfach mal drüber nachdenken (natürlich nur, wenn Du Lust hast).

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Ich würde ein Termin mit beiden ansetzen.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

  • Interne Manager-Qualifikationsprogramme stehen in den meisten Fällen Leuten mit 3 Eigenschaften offen.

1.) Formale Qualifikation
2.) Persönliche Eignung
3.) Weit überdurchschnittliche Performance.

Zumdindest Punkt 1.) und 2.) scheinst du nicht zu haben.

  • Es ist einfach richtig unklug zu argumentieren, dass man "keine Lust" auf einen Sachbearbeiterjob hat.

  • Nicht viel weniger clever ist es "hintenrum" beim Manager über die eigene Teamleitung meckern zu wollen wegen mangelnder Entwicklungsmöglichkeiten.

  • Sich "sonst intern zur Verfügung" stellen ist nicht sonderlich ratsam, da es dann passieren kann, dass man irgendwelche Jobs angeboten bekommt, die einen nicht interessieren oder die sonst keiner machen will. Ich finde, wenn man schon Interesse an Entwicklung äußert dann zumindest halbwegs konkret.
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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Warum weit überdurchschnittliche Performance? Das hat doch mit Führungsqualität nichts zu tun. Es ist doch eher so, dass man den Sachbearbeiter bei weit überdurchschnittlicher Performance am liebsten ewig Sachbearbeiter sein lässt, da er in dieser Position ja scheinbar am meisten bringt.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Einen guten Sachbearbeiter wird ein Chef schon aus Prinzip nie befördern, da er ihm ja operativ den Rücken freihält und alles "wegmacht" (was ja ohne den Sachbearbeiter doch glatt der gutberzahlten Chef alleine machen müsste)

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Ich teile da grundsätzlich die Antwort vom DAX-Einkäufer. Wenn man vorankommen möchte, dann muss man das zumindest kommunizieren. Allerdings macht der Ton die Musik. Rum zu maulen von wegen "keine Lust" etc. dürfte der verkehrte Weg sein. Eher den Vorgesetzten fragen, wie er die eigene Leistung und Entwicklungsmöglichkeiten sieht und auf die eigenen Erfolge verweisen. Zu denken geben würde mir auch, dass deine direkte Vorgesetzte dich nicht zu fördern scheint. Vielleicht sehen sie bei dir nicht das nötige Potenzial. Da ist man selbst selten objektiv.

Bevor du deinen Chef-Chef ansprichst, solltest du dir Gedanken machen, wie gut du wirklich bist, und du solltest dir auch Gedanken über Machtgefüge in Unternehmen machen. Man kann durchaus den direkten Vorgesetzten übergehen, sollte sich aber der Konsequenzen bewusst sein.

Ich selbst bin meinem direkten Chef vor etwa 6 Monaten ganz massiv auf die Zehen getreten. Bis hin, dass ich ihn dann übergangen habe und mich an einen Prokuristen gewendet habe. Allerdings war ich mir meiner Position bewusst und wusste auch, dass dieser Prokurist auf meiner Seite steht. Schlussendlich wurden sowohl mein Chef wie auch ich eine Ebene befördert. Ob mein Chef irgendwann zurückschlägt - ich weiß es nicht. Ich denke, ich kenne ihn gut genug, dass er es akzeptiert - hat ihm ja auch genutzt.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

"Einen guten Sachbearbeiter wird ein Chef schon aus Prinzip nie befördern, da er ihm ja operativ den Rücken freihält und alles "wegmacht."

Diese Argumentation hört man ganz oft, leider ist sie in großen Teilen falsch.
Erfolgreiche Vorgesetzte entwickeln Leute mit Potential, weil es auch ein sehr gutes Licht auf sie selbst wirft. Es ist ein Teil der Führungstätigkeit, Leute zu entwickeln, bei mir im Konzern ist das sogar Teil der Zielvereinbarung für Manager.

Natürlich will man bei schlechter Eignung Leute auch loswerden, dann wechseln diese meist auf Positionen mit weniger Verantwortung, um eben auch dort Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Dass gute Leute grundsätzlich nicht befördert werden (weil der Chef ja dann gute Leute verliert) scheint mir so ein theoretisches Konstrukt von Studenten oder unfreiwillig ewigen Sachbearbeitern zu sein.

P.S.: Eine sehr guter Sachbearbeiter ist noch lange keine gute Führungskraft. Das sind gänzlich unterschiedliche Dinge und eine herausragende Leistung in der Sachbearbeitung befähgit einen noch lange nicht zu einer Führungskraft.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Threadstarter hier:

Alle die sagen, dass mein Teamleiter wenig an meiner Entwicklung liegt oder die ggf. nicht so eingeschätzt wird wie von mir selbst liegt falsch. Es ist so, dass der Teamleiter erst vor wenigen Monaten das Team übernommen hat und seitdem wurden keine Entwicklungsgespräche geführt. Das gilt aber fürs gesamte Team, nicht nur für mich, da ich schon länger im Team bin als der jetzige Teamleiter bereits Teamleiter ist.

Natürlich würde ich nicht sagen, dass ich keine Lust auf den Job habe (das habe ich lediglich hier, um meine reale Situation darzustellen). Ich hatte mir aber eher vorgenommen, dass ich etwa in der Art argumentiere, dass mich das ganze nicht richtig ausfüllt und ich auch davor bereits in komplexeren Projekten eingesetzt war (andere Firma) und dementsprechend auch die Qualifikationen dafür mitbringen würde. Das entspricht auch alles der Wahrheit, denn das jetzige füllt mich auch nicht aus.

Mein Manager hält viel von mir, allerdings kann ich nicht einschätzen wie viel er von meinem Teamleiter hält. Es kann also gut möglich sein, dass ich gute Chancen hab, wenn ich meine Meinung direkt dem Manager sagen würde. Allerdings habe ich eben so gut wie nie direkten Kontakt mit ihm, da er in einem anderen Standort arbeitet, während ich meinen Teamleiter ständig sehe.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

"Das entspricht auch alles der Wahrheit, denn das jetzige füllt mich auch nicht aus."

Das ist ungefähr so argumentiert wie "keine Lust".
Hast du selbst einen konkreten Vorschlag, wo du dich hinentwickeln willst? Konkrete Aufgabenbereiche, konkrete Tätigkeiten?

Gerade im beruflichen Kontext ist eine Argumentation "hin zu etwas" besser als "weg von etwas".

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung von 7 Jahren im Konzern sagen, dass bisher noch keiner weiter gekommen ist, der mit "keine Lust" und "füllt mich nicht aus" argumentiert hat.
Wer hingegen konkret aufgezeigt hat, wo er hin möchte (und was ihm dazu noch fehlt), dem wurde bei persönlicher Eignung entsprechende Kontakte / Trainingsmaßnahmen / Schulungen vermittelt und bestmöglichst geholfen.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Der springende Punkt ist, dass jemand, dessen Fähigkeiten auf Stelle A ihn sehr gute Leistungen erreichen lassen, nicht zwangsläufig mit diesen Fähigkeiten auf Stelle B ebenso gute Leistungen bringen wird. Besonders wenn es dann um inhaltliche Tätigkeit vs. Führungstätigkeit geht.

Deshalb halte es für Quatsch, dass man überragende Leistungen auf seiner aktuellen Position erbringen muss, um aufzusteigen. Man muss vielmehr der "Richtige" für die neue Stelle sein. Das mit den überragenden Leistungen erzählt man den Leuten nur, damit sie sich mehr anstrengen. Für die Beförderung dürfte das aber tatsächlich eher von geringer Bedeutung sein. Und an ein "Belohnungssystem" für vergangene Leistungen glaube ich nicht. Man wird immer insgeheim einen Favoriten für die Stelle haben.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Die Sache ist, dass ich natürlich durch die Blume sagen werde, dass ich keine Lust mehr auf die Tätigkeit habe. Vor einem halbe Jahr ungefähr habe ich mich bereits mit dem Manager unterhalten und da kam der Kommentar, dass die Tätigkeit ja nicht so "gehoben" ist und er mich natürlich langfristig auch woanders sieht. Von daher sieht der Manager die aktuelle Arbeit auch nicht mit Respekt und von daher sehe ich es nicht als schlecht, wenn ich sowas in der Art sage, oder nicht?

"hin zu etwas" ist besser als "weg von etwas" ist klar. So sollte es natürlich sein.

Ich hab mir überlegt, dass ich sagen werde, dass mich das ganze nicht ausfüllt bzw. meiner Meinung nach mein volles Potential nicht ausgeschöpft wird. Schon vor einem halben Jahr habe ich geäußert, dass ich in Richtung Projekt gehen möchte und das werde ich dann wohl auch nochmal ansprechen. Dass das Projekt natürlich mit meiner aktuellen Tätigkeit verbunden sein wird, der Schwerpunkt aber v. a. im Projekt liegt (habe bereits Erfahrung in Optimierung und Prozessverbesserung z. B.) und das könnte man perfekt in meiner jetzigen Abteilung einsetzen.

Meine Argumentation wäre also -> Abläufe in jetziger Abteilung verbessern als Projekt und dadurch würde das UN mehr Umsatz erwirtschaften bzw. weniger Zeit in Anspruch nehmen.
Damit wäre die Sache nicht "weg von etwas", sondern "zu etwas" Neuem. Und es wäre mit meiner aktuellen Tätigkeit verbunden, gleichzeitig könnte ich mich aber auch entwickeln. Und als Plus gibts hier auch den wirtschaftlichen Vorteil fürs Unternehmen.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Deine Argumentation wird zwar stetig besser, aber du willst immer noch durch die Blume sagen, dass du keine Lust mehr hast und du willst direkt sagen, dass sich das Ganze nicht ausfüllt. Das ist und bleibt eine ganz schlechte Argumentation.

Ich gebe dir mal eine konkrete Formulierung, mit der du dein Anliegen deutlich machen kannst ohne etwas mit "nicht ausfüllen" oder "keine Lust" sagen zu müssen.

"Ich habe die letzten 2,5 Jahre sehr wertvolle Erfahrungen in meiner Tätigkeit XY sammeln können. Gerne würde ich diese Erfahrung in einer mehr projektbezogenen Arbeit einbringen. Ich sehe meine Stärken in der Projektarbeit mit Deadlines, Berichten, Aufgabenverteilung, Teamwork etc. Können Sie sich meine Person in einer mehr projektbezogenen Rolle vorstellen? Gibt es interne Entwicklungsmöglichkeiten in diese Richtung?"

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Danke, das hört sich sehr gut an.

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DAX Einkäufer

Re: Chef die Meinung sagen

Das gesamte Vorhaben ist nach wie vor fatal und naiv. Verantwortlich für Deine Personalentwicklung ist Dein Vorgesetzter. Vor allem dann, wenn nur dieser an Deinem Standort sitzt und der nächsthöhere Vorgesetzte an einem anderen. Wenn Dein direkter Vorgesetzter nichts für Deine Weiterentwicklung unternimmt, ist eine grundlegende Voraussetzung nicht erfüllt. Wenn Du jetzt die Hand hebst und Deinen Manager auf eine neue Aufgabe ansprichst, wird dieser zuallererst mit Deinem Vorgesetzten sprechen und ihn fragen, was da los ist. Dieser könnte verschiedene Antworten geben:

  1. Ja, der Herr Müller, der ist erst seit einem Jahr auf diesem Job, aber hat schon jede Energie verloren. Ein hoffnungsloser Fall. Wenn der schon bei dieser einfachen Tätigkeit keine Kraft mehr hat, sehe ich den auch nicht auf einer höheren Aufgabe.
  2. Ja, der Herr Müller, das ist eigentlich ein feiner Kerl und der ist auch nicht ganz ausgelastet. Warum der jetzt an mir vorbei auf Sie zukommt, kann ich mir nicht erklären. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in den nächsten Monaten selbst mal mit ihm zu sprechen. Scheint wohl etwas ungeduldig, der Gute.
  3. Was, der Herr Müller? Also durch besonders gute Leistungen ist er mir bislang nicht aufgefallen. Aber wenn Sie für ihn eine neue Aufgabe haben, am besten in einem anderen Team, dann können Sie den gerne haben! Jeder Praktikant schafft mehr weg als der. Greifen Sie zu, Chef, er ist Ihrer!

In keinem der drei Fälle kommst Du gut weg. Ist ja auch logisch, da Du deinen direkten Vorgesetzten mit sowas ziemlich brüskierst. Diesen solltest Du nicht zum Gegner Deiner Weiterentwicklung machen, sondern zum Verbündeten. Oder glaubst Du ernsthaft, Dein Manager vertraut Deiner Selbsteinschätzung mehr als der Einschätzung Deiner direkten Führungskraft? Wie gesagt, naiv.

"Die Sache ist, dass ich natürlich durch die Blume sagen werde, dass ich keine Lust mehr auf die Tätigkeit habe. Vor einem halbe Jahr ungefähr habe ich mich bereits mit dem Manager unterhalten und da kam der Kommentar, dass die Tätigkeit ja nicht so "gehoben" ist und er mich natürlich langfristig auch woanders sieht."

Na also. Das heißt, Du solltest ohne große Probleme durch absolute Höchstleistung in Deiner bisherigen Aufgabe Deine Eignung für komplexere Tätigkeiten unter Beweis stellen können.

"Von daher sieht der Manager die aktuelle Arbeit auch nicht mit Respekt und von daher sehe ich es nicht als schlecht, wenn ich sowas in der Art sage, oder nicht?"

In einem Konzern findet normalerweise eine regelmäßige Leistungsbeurteilung durch die Vorgesetzten statt. Diese Leistungsbeurteilung wird auch dem Manager vorliegen, denn er muss ja das Gesamtbild seiner Mannschaft kennen. Wenn Du gut bist, wirst Du da schon aufgefallen sein.

"Ich hab mir überlegt, dass ich sagen werde, dass mich das ganze nicht ausfüllt bzw. meiner Meinung nach mein volles Potential nicht ausgeschöpft wird."

Vorsicht bei Selbstbeurteilungen. Die meisten Menschen halten sich für überdurchschnittlich gut und ihr Potenzial für unterdurchschnittlich ausgelastet.

"Schon vor einem halben Jahr habe ich geäußert, dass ich in Richtung Projekt gehen möchte und das werde ich dann wohl auch nochmal ansprechen. Dass das Projekt natürlich mit meiner aktuellen Tätigkeit verbunden sein wird, der Schwerpunkt aber v. a. im Projekt liegt (habe bereits Erfahrung in Optimierung und Prozessverbesserung z. B.) und das könnte man perfekt in meiner jetzigen Abteilung einsetzen."

Sind Deine Erfahrungen denn durch entsprechende Erfolge belegbar?

Ich kann nur wärmstens raten, bei der gesamten sachlogischen Argumentation für die eigene Eignung die menschliche Komponente nicht außer Acht zu lassen. Du kannst jemanden sachlich noch so sehr überzeugen - wenn Du ihm menschlich auf die Füße trittst, wird er Dich nicht voranbringen. Sondern im schlimmsten Fall sogar aktiv gegen Dich kämpfen.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

Mein oben genannter Vorschlag bezog sich natürlich nur auf das Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten.

Personalentwicklung ist eine der Kernaufgaben des Vorgesetzten. Wenn man bei diesem Thema (und bei fast allen anderen auch) eine Hierarchieebene überspringt ist das eine Kriegserklärung an den direkten Vorgesetzten.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

So hab ich das noch nicht gesehen, dass es so extrem, also wie einer Kriegserklärung, rüber kommt. Klingt aber einleuchtend, von daher verbleibe ich jetzt erstmal so, dass ich vorerst noch abwarte und meinen direkten Vorgesetzten dann zu einem Gespräch auffordere bzw. nachfrage wann die Gespräche geplant sind. Wenn sich nach 2-maligem Auffordern nichts getan hat, dann kann ich mich immer noch an den Manager wenden.

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DAX Einkäufer

Re: Chef die Meinung sagen

"So hab ich das noch nicht gesehen, dass es so extrem, also wie einer Kriegserklärung, rüber kommt. Klingt aber einleuchtend, von daher verbleibe ich jetzt erstmal so, dass ich vorerst noch abwarte und meinen direkten Vorgesetzten dann zu einem Gespräch auffordere bzw. nachfrage wann die Gespräche geplant sind. Wenn sich nach 2-maligem Auffordern nichts getan hat, dann kann ich mich immer noch an den Manager wenden."

Richtig so. Am besten wird Deinem Vorgesetzten klar, dass beide Seiten etwas davon haben, wenn der Mitarbeiter das Maximum an Fähigkeiten ausschöpfen kann. Für ihn ist es ja auch gut, einen Mitarbeiter in eine attraktive Position entwickelt zu haben. Solche Netzwerke halten lang.

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WiWi Gast

Re: Chef die Meinung sagen

"...von daher verbleibe ich jetzt erstmal so, dass ich vorerst noch abwarte und meinen direkten Vorgesetzten dann zu einem Gespräch auffordere bzw. nachfrage wann die Gespräche geplant sind. Wenn sich nach 2-maligem Auffordern nichts getan hat, dann kann ich mich immer noch an den Manager wenden."

Genau so machst du es. Erst das Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten suchen und GEMEINSAM einen Plan ausarbeiten, wo du hinwillst, was du mitbringst, wo es ggf. noch Defizite gibt.
Danach sieht man weiter.

Noch einen kleinen abschließenden Tipp zur Wortwahl: Den Vorgesetzten fordert man nicht zum Gespräch auf, sondern man bittet um ein Gespräch.

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