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Motivation im Berwerbungsschreiben

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WiWi Gast

Motivation im Berwerbungsschreiben

Ich (42) arbeite seit meinem Studium seit 14 Jahren im gleichen Unternehmen. Ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, dort bis zur Rente zu arbeiten (Gründe: Umstrukturierungen, unfähiger Vorgesetzter, Lohndumping für neue Mitarbeiter, kein Tarifvertrag seit mehreren Jahren, deshalb perspektivisch Reallohnverlust etc. pp)

Deshalb überlege ich, meinen Job zu wechseln. Doch was kann ich als Motivation im Bewerbungsschreiben nennen? Die obigen Gründe können es ja nicht sein. Und eigentlich sind für mich die potentiellen neuen Arbeitgeber aktuell ziemlich austauschbar. Natürlich bewerbe ich mir nur auf Jobs mit Qualifikationen, die ich auch bedienen kann. Aber als Motivation nur zu sagen, dass ich aktiv eine neue berufliche Herausforderung anstrebe und die beschriebenen Tätigkeiten mit meinen Erfahrungen übereinstimmen, ist doch wohl zu platt.

Ich denke eine Vielzahl von Bewerbern, die sich aus einem aktiven Arbeitsverhältnis auf einen neuen Job bewerben, haben doch die gleichen Motivationen wie ich. Was schreibt Ihr?

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WiWi Gast

Re: Motivation im Berwerbungsschreiben

Überhaupt nichts. Im Anschreiben geht es rein um die Qualifikation, um Aufgaben, Projekte, Erfolge. Kurz, knapp, bündig. Kein Personaler (bzw. automatisches Vorauswahl-PC-Programm) wird dich auswählen (zum Gespräch einladen), nur weil du dem UN Honig ums Maul schmierst oder eine tolle Motivation für den Wechsel hast.

Auch im Bewerbungsgespräch wirst du zwar mit Sicherheit nach deinen Beweggründen gefragt werden, allerdings genügt es dort völlig, wenn du die "neue Herausforderung" als Grund an gibst. Vor allem nach 14 Jahren wird mit dieser Erklärung jeder zufrieden sein.

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WiWi Gast

Re: Motivation im Berwerbungsschreiben

"... aktiv eine neue berufliche Herausforderung anstrebe ...ist doch wohl zu platt."

Du magst diese Aussage als zu platt empfinden, doch wenn man 14 Jahr in einem Unternehmen gearbeitet hat, ist das absolut nachvollziehbar. Für dein Motivationsschreiben hat es dazu auch eher weniger Relevanz. Hier entscheiden die meisten sowieso nach dem Lebenslauf. Spannender wird es da im Vorstellungsgespräch. Da solltest du dir gute Gründe zurecht legen. Vielleicht legst du den Fokus dann auf die Dinge, die dich an der neuen Position reizen.

Quasi eine "hin-zu" als eine "weg-von" Motivation. Werde dir bewusst darüber, was du genau willst und wenn du das kommunizierst, dann steigt die Wahrscheinlichkeit es zu bekommen. Hierdurch unterscheidet man sich dann auch von anderen Bewerbern.

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WiWi Gast

Re: Motivation im Berwerbungsschreiben

"Natürlich bewerbe ich mir nur auf Jobs mit Qualifikationen, die ich auch bedienen kann"

Warum?

Dann brauchste natürlich nix von "neuen Herausforderungen" schreiben, wenn dich auf "austauschbare Tiefstapel-Jobs" konzentriert. Dann kannste auch was von "Veränderung" schreiben. Klingt irgendwie eh nach "suche neuen Platz zum Überwintern".

Wie auch immer eine "hin zu" Motivation ist besser als eine "weg von".

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WiWi Gast

Re: Motivation im Berwerbungsschreiben

Der Unterschied zwischen einer HIN ZU und einer WEG VON Motivation liegt darin, dass du dir im klaren darüber bist, was du willst und woher du die Motivation nimmst.

Du kannst in einem Unternehmen arbeiten wo dein Chef ein Choleriker ist und deine Aufgaben dich langweilen. Die meisten, die sich in so einer Situation nach einem neuen Arbeitsplatz suchen, haben eine WEG VON-Motivation. Das ist gut, dass sie wahrnehmen, dass etwas nicht stimmt, doch mit dieser Einstellung wird es schwierig einen neuen angenehmen Job zu finden. Der Grund liegt darin, dass die Unternehmen niemanden haben möchten, für den sie nur ein Rettungsboot sind.

Die HIN ZU Motivation ergibt sich aus deinem konkreten Ziel für die nächste Position. Was verschafft dir Spaß bei der Arbeit, womit möchte du deine (Lebens)Zeit verbringen und was löst Begeisterung bei dir aus? Und vor allem, was bietet der potenzielle Arbeitgeber, dass das eintritt.

Generell ist die HIN ZU Motivation einfach attraktiver und klarer in der Zielbestimmung. Weil hier wird nicht gesagt, "das will ich nicht" sondern "das will ist stattdessen".

Wenn du diesen Mechanismus erstmal erkannt hast und dich hinterfragst, warum du die Dinge tust die du tust, dann hast du einen riesigen VOrteil zu anderen Bewerbern. Denn du wirst selbstsicherer und bestimmter auftreten können.

Viel Spaß und Erfolg !

Lounge Gast schrieb:

"Natürlich bewerbe ich mir nur auf Jobs mit
Qualifikationen, die ich auch bedienen kann"

Warum?

Dann brauchste natürlich nix von "neuen
Herausforderungen" schreiben, wenn dich auf
"austauschbare Tiefstapel-Jobs" konzentriert. Dann
kannste auch was von "Veränderung" schreiben.
Klingt irgendwie eh nach "suche neuen Platz zum
Überwintern".

Wie auch immer eine "hin zu" Motivation ist besser
als eine "weg von".

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