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Familie, Freunde und Eigenheim sind zentrale Lebensziele

In Zeiten von Wirtschaftskrise und Globalisierung setzen die Deutschen in ihrer Lebensplanung verstärkt auf zwischenmenschliche Erfüllung. Erstaunlich: Trotz hoher Belastung gehören Familien zu Deutschlands optimistischster Bevölkerungsgruppe.

Ein Wohnhaus mit Solaranlage auf dem Dach.

Familie, Freunde und Eigenheim sind zentrale Lebensziele
Oberursel, 04.03.2010 (br) - In Zeiten von Wirtschaftskrise und Globalisierung setzen die Deutschen in ihrer Lebensplanung verstärkt auf zwischenmenschliche Erfüllung. Erstaunlich: Trotz hoher Belastung gehören Familien zu Deutschlands optimistischster Bevölkerungsgruppe. Auffällig auch die Jugend. Die Unter-30-Jährigen treiben den sozialen Wertewandel und betonen, wie wichtig ihnen soziale Netzwerke und Freundschaften sind. Dabei träumt die junge Generation vom Eigenheim, das vor allem als Rückzugsort für soziale Interaktion gilt. Dies sind die Kernergebnisse der aktuellen Braas-Studie, die den Plänen und Lebensentwürfen der Deutschen nachgegangen ist.

»Mit der Studie wollen wir bei Braas einmal unter das Dach schauen und herausfinden, wie die Deutschen ticken, welche Ziele sie verfolgen und welchen Herausforderungen sie sich dabei stellen müssen«, beschreibt Dr. Rudolf Rauss, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Braas, das Interesse an der Studie. Der private Zusammenhalt und soziale Werte sind den Deutschen weitaus wichtiger als materieller Wohlstand, gesellschaftlicher Status oder beruflicher Erfolg. 85 Prozent der Befragten finden, dass eine glückliche Familie ein äußerst oder sehr wichtiges Lebensziel ist, gefolgt von einer erfüllten Partnerschaft (78 Prozent) und guten Freunden (72 Prozent). Diese Lebensziele stehen auf der Liste lohnender Lebensaufgaben bei den Deutschen ganz oben. Dabei wirkt die Wirtschaftskrise als Beschleuniger: Die Menschen schließen sich noch stärker im privaten und familiären Umfeld zusammen. 52 Prozent der Befragten geben an, sich im Zuge der Wirtschaftskrise um mehr Unabhängigkeit zu bemühen. Der verstärkte Wunsch nach Autonomie darf jedoch nicht als Abkapselung von der Außenwelt missverstanden werden. Denn durch die Wirtschaftskrise sind für die Hälfte der Deutschen Freunde und die Familie noch wichtiger geworden.

Eine eigene Familie ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Lebensplanung, doch im Alltag ist der Wunsch nach Familienidyll und einem erfüllten sozialen Leben nicht immer leicht umsetzbar. Die Deutschen geraten in Konflikte zwischen dem Wohl von Kindern und Familie und den eigenen individuellen Bedürfnissen. So klagt die Mehrheit der Befragten darüber, dass die Familie besonders viel Aufmerksamkeit benötigt. Für viele bleibt dabei insgesamt zu wenig Zeit für die eigenen Dinge. Allerdings schafft der Zusammenhalt in der Familie besonders häufig Zuversicht: Trotz zahlreicher Alltagsprobleme gehören Familien zu Deutschlands optimistischster Bevölkerungsgruppe. Immerhin 41 Prozent blicken besonders zuversichtlich in die Zukunft und glauben, dass sie ihre Ziele erreichen werden. Unter Paaren und Singles finden sich weniger Optimisten (33 Prozent bzw. 28 Prozent). Jugend treibt den Wertewandel und träumt vom Eigenheim Für die junge Generation haben soziale Werte einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert: Für 84 bzw. 83 Prozent der Unter-30-Jährigen sind gute Freunde und eine erfüllte Partnerschaft ein besonders wichtiges Lebensziel. Bei den 30- bis 39-Jährigen verlagert sich das soziale Netzwerk noch stärker in den Bereich von Familie (95 Prozent) und Partnerschaft (85 Prozent).

Die Studie zeigt einen weiteren Klischee-Bruch auf: Die Jugend strebt nicht nach Ungebundenheit und maximaler Mobilität, sondern zeigt eine Sehnsucht nach einem klar umrissenen Lebensentwurf und einem festen Platz in der Welt. Denn gerade in der jungen Bevölkerung ist der Wunsch nach Wohneigentum besonders stark ausgeprägt. 58 Prozent der Unter-30-Jährigen träumen vom »Projekt Eigenheim«. Lediglich 9 Prozent geben an, dass ein eigenes Haus für sie grundsätzlich nicht in Frage kommt.

Das Lebensziel der Deutschen ist und bleibt der eigene Wohnraum - ob als Haus oder Wohnung. Das Top-Sparziel der Deutschen ist das Eigenheim - 89 Prozent der Befragten sagen, dass es sich lohnt, für die eigenen vier Wände zu sparen. Das »eigene Dach über dem Kopf« gilt als privater und sozialer Raum, der Geborgenheit in der Gemeinschaft, aber auch Unabhängigkeit und Raum für jeden Einzelnen bietet. Es wird damit zu einer echten »Herzensangelegenheit«. Für 96 Prozent der Befragten und damit nahezu alle Hausbesitzer steht das Eigenheim für einen sozialen Raum, der Geborgenheit ermöglicht. 95 Prozent verbinden mit ihrem Haus vor allem Privatsphäre.  

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