DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Job-Trends: ArbeitsmarktDeutschland

Deutschland öffnet sich für ausländische Fachkräfte

Der neue von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union sieht weitgehende Erleichterungen zur Fachkräftezuwanderung vor.

Deutschland öffnet sich für ausländische Fachkräfte
Berlin, 12.12.2011 (bmbf) - Bessere Aufenthaltsperspektiven für ausländische Absolventen deutscher Hochschulen, eine niedrigere Gehaltsgrenze für die unbefristete Niederlassungserlaubnis an hochqualifizierte Spezialisten sowie ein einfacheres Verfahren für die Aufenthaltserlaubnis von Forschern: Der neue von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union sieht weitgehende Erleichterungen zur Fachkräftezuwanderung vor - auch über die reine Umsetzung der EU-Richtlinie hinaus, mit der die "Blaue Karte EU" als neuer Aufenthaltstitel eingeführt wird.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan begrüßte den Gesetzentwurf: "Wir bieten ausländischen hochqualifizierten Fachkräften attraktive Zuwanderungs- und Aufenthaltsbedingungen und eine interessante Perspektive für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland. Gerade Hochschulabsolventen, die  bereits in Deutschland ausgebildet wurden, möchten wir in Zeiten eines weltweiten Wettbewerbs um Talente noch stärker für uns gewinnen." Nach dem vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf haben ausländische Absolventen deutscher Hochschulen künftig während der Suche nach einem dem Studienabschluss angemessenen Arbeitsplatz unbeschränkten Arbeitsmarktzugang. Sie können nach Abschluss des Studiums ein Jahr lang ohne Einschränkung in Deutschland arbeiten, um ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Die bisherige zeitliche Beschränkung der Erwerbstätigkeit auf 90 Tage entfällt. Für die Aufenthaltserlaubnis nach erfolgreicher Arbeitsplatzsuche wird eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ebenfalls nicht mehr benötigt. "Das ist ein wichtiges Willkommenssignal an die ausländischen Studierenden. Damit gewinnt ein Studium in Deutschland nochmals deutlich an Attraktivität", sagte Schavan.

Der Gesetzentwurf greift auch die vom BMBF seit langem unterstützte Forderung nach einer Absenkung der Gehaltsgrenze für die Erteilung einer von Anfang an unbefristeten Niederlassungserlaubnis an hochqualifizierte Spezialisten und leitende Angestellte auf. Hier muss künftig ein Jahreseinkommen von 48.000 Euro erzielt werden statt von bislang 66.000 Euro. "Angesichts des absehbaren demografiebedingten Fachkräftemangels setzt der Gesetzentwurf damit ein wichtiges Zeichen", betonte Schavan.

Verbessert wird mit dem angestrebten Gesetz auch das Verfahren für die Erteilung eines Aufenthaltstitels an Forscher. Hier muss in der zwischen Forscher und Forschungseinrichtung geschlossenen Aufnahmevereinbarung nicht mehr das konkrete Forschungsprojekt genannt werden. Forschungseinrichtungen hatten mit der genauen Bezeichnung der Projekte oft ihre Probleme, da man befürchtete, Interna preiszugeben.

Die nach der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union einzuführende "Blaue Karte EU" zielt zur Beseitigung des Fachkräftemangels in den EU-Mitgliedstaaten darauf ab, ein erleichtertes Verfahren für die Zulassung hochqualifizierter Drittstaatsangehöriger sowie attraktive Aufenthaltsbedingungen für hochqualifizierte Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen zu schaffen. So ist insbesondere vorgesehen, die Blaue Karte EU für bis zu vier Jahre zu erteilen. Die Einkommensgrenze wird auf 44.000 Euro festgelegt, bei Mangelberufen (etwa bei MINT- und IKT-Fachkräften oder Ärzten) soll die Einkommensgrenze 33.000 Euro betragen. Nach zwei Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung können Inhaber einer Blauen Karte eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten.

 

Im Forum zu Deutschland

8 Kommentare

Politisches System der BRD

WiWi Gast

Hier findest du Infos zu Deutschland, die dich interessieren könnten. LINK

20 Kommentare

Wir als Zukunft der deutschen Wirtschaft

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.02.2019: +1, ABER: die FDP behandelt ein immens wichtiges Thema doch auch nur stiefmütterlich, obwohl es gerade jetzt vor der Europawahl so wichtig wär ...

4 Kommentare

Top 5 MBA Alliance Germany

WiWi Gast

Hier geht es um MBA Programm nicht um Master Programme - die EBS wurde nicht gefragt, da sie im MBA Markt nicht ernst zu nehmen ist. Und das Ganze ist nur eine Marketing Allianz, um mehr international ...

17 Kommentare

Welcher MBA für Deutschland

WiWi Gast

Wenn man im Audit bleiben will, lohnt dann der MBA? Dachte an HHL oder WHU allerdings bin ich mir nicht sicher ob das überhaupt einen Mehrwert bringt?

25 Kommentare

Finance Master in Deutschland

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 30.04.2019: CBS aus Copenhagen oder Cologne? ...

11 Kommentare

Wo den MBA machen?

WiWi Gast

Eben genau den!!! Den M.Sc. in Wing! Oder von mir aus auch in BWL, je nach Interesse! Das bringt immer noch am meisten! Am besten an einer Uni. Damit hat man die besten Möglichkeiten! Lounge Gast sch ...

3 Kommentare

MBA/Master für nicht-BWLer aus Amerika

WiWi Gast

Beste MBAs im deutschsprachigen Raum gibts in Mannheim und St. Gallen!

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Deutschland

Statistik: Datenkarte Deutschland 2017

Statistik: Datenkarte Deutschland 2017

Das Wichtigste im Taschenformat: Die Hans Böckler Stiftung hat wieder eine kostenlose Datenkarte mit einer Reihe wichtiger Daten zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2017 herausgegeben. Darüber hinaus stehen auch für alle Bundesländer entsprechende Datenblätter und eine englische Datenkarte für Deutschland zum Download bereit.

Eine Frau von hinten mit schwarzer Jacke und rotem Kopftuch.

Deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs, Arbeitslosigkeit wächst trotz Zuwanderung kaum

Die Konjunktur in Deutschland bleibt schleppend aufwärts gerichtet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2015 um 1,7 Prozent und im kommenden Jahr um 1,8 Prozent zunehmen. Während in diesem Jahr die größten Impulse von den Exporten ausgingen, wird 2016 die Binnen­nachfrage eine noch größere Rolle spielen. Der Arbeitsmarkt wird den Zustrom an Flüchtlingen relativ gut verkraften.

Statistisches Jahrbuch 2015

Statistik: Statistisches Jahrbuch 2015

Das Statistische Jahrbuch 2015 für die Bundesrepublik Deutschland ist in seiner Faktenfülle einmalig. Es bietet in der 64. Auflage wieder Zahlen für alles: von A wie Arbeitskosten bis Z wie Zusatzversicherung. Auf knapp 700 Seiten präsentiert es Statistiken zu 27 Themengebieten sowie Übersichtstabellen für internationale Vergleiche. Der »Klassiker« unter den Publikationen des Statistischen Bundesamtes steht wieder kostenlos zum Download zur Verfügung.

Ein Fernglasobjektiv eines Flughafens mit zwei Pfeilen und den Zahlen 15x60 und 5501 eingraviert.

OECD‑Beschäftigungsausblick 2015: Die Arbeitsmarktlage verbessert sich

Die Arbeitsmarktlage verbessert sich, ist im Ländervergleich aber noch sehr unausgewogen. In Griechenland und Spanien wird die Arbeitslosigkeit in 2015 und 2016 voraussichtlich bei über 20 Prozent liegen. 26 der 34 OECD‑Länder verfügen bereits über landesweit geltende Mindestlohnregelungen. Bei einer höheren und ausgewogeneren Kompetenz in der Erwerbsbevölkerung ist auch die Lohnungleichheit in den Ländern geringer.

Weiteres zum Thema Job-Trends: Arbeitsmarkt

Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

Der Wirtschaftsteil einer Tageszeitung und eine Arbeitsmarktstatistik zur Jugendarbeitslosigkeit liegen auf einer schwarzen Computer-Tastatur.

Arbeitsmarktprognose 2030 - 2,2 Millionen Erwerbstätige mit Hochschulabschluss mehr

Die Bevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2013 um rund 5 Millionen sinken. Die Zahl der Erwerbspersonen wird um 2,0 Millionen und die der Erwerbstätigen um eine Millionen sinken. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss wird dagegen um 2,2 Millionen steigen.

Rekordhoch bei Einstellungsabsichten im Finanz- und Rechnungswesen

Die deutschen Finanzvorstände sind trotz der angespannten Finanzmarktlage optimistisch. 88 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen planen im zweiten Halbjahr 2015 neue Mitarbeiter einzustellen. Die Anzahl derjenigen, die ihre Finanz- und Rechnungswesenabteilung personell aufstocken wollen, ist auf 42 Prozent gestiegen.

Absolvent, Student im MBA

Arbeitslosenzahlen weiter gesunken: Besonders gute Zeiten für Absolventen

Wieder deutlich unter 3 Millionen Arbeitslose: Die neuen Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit sind vielversprechend. Mit 2.762.000 gemeldeten Personen ist die Zahl der Arbeitssuchenden im Mai 2015 um 81.000 gesunken. Der Grund ist eine seit Monaten anhaltende gute Wirtschaftslage, die aktuellen Absolventen besonders zugutekommt.

Arbeitslosigkeit Deutschland 2013

Interaktive Deutschlandkarte zur Arbeitslosigkeit in Städten und Kreisen

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit der Wende - Das Job-Wunder in Deutschland hält schon seit geraumer Zeit an. Aber nicht alle Regionen haben gleichermaßen davon profitiert. Eine interaktive Karte zeigt, in welchen Landkreisen die Situation sich seit der Finanzkrise besonders stark verbessert hat – und wo sie sich verschlechterte.

Ein hoch gewachsenes Gräserfeld.

Stellenmarkt für Betriebswirte wächst um sechs Prozent

Nach den aktuellen Ergebnissen des Job-Seismografen von Adecco und Karrierewelt sucht die Industrie wieder verstärkt nach Wirtschaftsexperten. Vor allem ist die Umwelttechnik ein Zukunftsmarkt mit guten Perspektiven. Die Anzahl der Stellenangebote ist hier im Verhältnis zu den Vorkrisenzeiten um 71 Prozent deutlich gesteigert.

Flaggen und Logo des Versicherungsunternehmen Allianz

Absolventenbedarf steigt - Wirtschaftswissenschaftler gefragt

Unternehmen wollen wieder mehr einstellen als im vergangenen Jahr. Das ist ein Ergebnis der Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2011. Für die Studie wurden HR-Entscheider in Deutschland nach ihrem Bedarf an Hochschulabsolventen befragt.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking 2020: Top 15 Managementberatungen in Deutschland

Die Top 15 Managementberatungen erzielen 2019 mit 12.600 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Umsätze in Deutschland stiegen im Schnitt um 6,2 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 650 Millionen Euro Umsatz erneut die klare Nummer eins. Es folgt Simon-Kucher & Partners mit fast 360 Millionen Euro. Q_Perior aus München zählt mit 214 Millionen Euro Umsatz erstmals zu den Top 3. Die Top-Themen der deutschen Managementberatungen sind Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Papier und Stifte liegen auf einem Schreibtisch.

Unternehmensranking 2020: Die Top 25 IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 25 IT-Beratungen stiegen 2019 im Schnitt um 10 Prozent. Das Spitzentrio aus Accenture, T-Systems und IBM führt Accenture mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro in Deutschland an. Capgemini kann kann den Abstand auf die Top 3 mit 1,2 Milliarden Euro deutlich verkürzen. Neu im Ranking ist Valantic mit einem Umsatzplus von 11,4 Prozent und Übernahmen der Digitalagenturen Netz98 und Nexus United.

IT-Branche: Jemand programmiert an einem Notebook.

Unternehmensranking 2020: Top 20 mittelständische IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 20 mittelständischen IT-Beratungen sind 2019 im Schnitt um 8,4 Prozent und 250 Millionen Euro gewachsen. Die Liste wird erstmals durch die Adesso SE angeführt. Durch ein Umsatzplus von 19,7 Prozent konnte das Dortmunder Unternehmen zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr gutmachen. Eine hohe Nachfrage erwarten die mittelständischen IT-Beratungen in den Bereichen Big Data Analytics und Prozessautomatisierung mittels Künstlicher Intelligenz.

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking: Die Top 10 Managementberatungen in Deutschland 2018

Die Top 10 der Managementberatungen erzielen 2018 mit knapp 10.000 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz, von 9,1 Milliarden Euro insgesamt. Die Umsätze der Top 10 in Deutschland sind im Jahr 2018 im Schnitt um 9,5 Prozent gewachsen. Die Branche rechnet 2019 mit Umsatzsteigerungen von 10,3 Prozent sowie für 2020 und 2021 mit 10,4 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 600 Millionen Euro Umsatz die klare Nummer eins. Besonders stark gewachsen sind Simon-Kucher mit 22,6, Porsche Consulting mit 24,5 und Horváth mit 18,1 Prozent.

Gründungsradar 2018: Eine keimende grüne Pflanze symbolisert die Gründung eines Startup-Unternehmens.

Gründungsradar 2018: TU München, Oldenburg und HHL Leipzig sind "Gründerunis"

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle vierte Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Jobbörsen-Kompass 2018: Das Foto zeigt einen Wirtschaftswissenschaftler im Anzug der die Jobbörse für WiWis von Staufenbiel.de auf dem Smarthone aufruft.

Jobbörsen-Kompass 2018: StepStone beste Jobbörse für WiWis

Jobbörsen-Kompass hat die besten deutschen Jobbörsen 2018 gekürt. Bei den Jobbörsen mit der Zielgruppe Wirtschaftswissenschaften gewann StepStone, gefolgt von Staufenbiel und Xing. Bei den Generalisten-Jobbörsen liegt StepStone ebenfalls auf Platz eins vor den Business-Netzwerken Indeed und Xing. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen Staufenbiel und Unicum für die Jobsuche zum Berufseinstieg an der Spitze. Shooting Star mobileJob.com erzielt Platz drei. Die führenden Jobsuchmaschinen sind Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido.

Studien-Cover »Recruiting Trends 2018«

Recruiting Trends 2018: Jobbörsen sind Shooting Star

Online-Jobbörsen profitieren bei den Recruiting-Budgets in 2018 mit einem Anstieg von 28 auf 45 Prozent am meisten. Durch den Fachkräftemangel wird das Recruiting von Berufserfahrenen zum wichtigsten Thema im Recruiting. Es verdrängt damit das Arbeitgeberimage von Rang eins. Für fast 80 Prozent der Unternehmen gehörten Social Media Recruiting und Active Sourcing zudem zu den Top Themen. Shooting Stars der Recruiting Technologie sind Mitarbeiterempfehlungsplattformen, Videointerviewlösungen und Talentsuchmaschinen. Dies sind Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vom Institute for Competitive Recruiting.