DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Studienstart & StudiumSport

Zeitdruck und Stress verändern Sportverhalten der Studenten

Pflichtvorlesungen und -seminare, stundenlanges Arbeiten am Schreibtisch: Studenten verbringen viel Zeit im Sitzen und müssen in relativ kurzer Zeit so einiges leisten. Umso wichtiger ist es für sie, in der Freizeit sportlich aktiv zu sein. Wie die heutigen Studenten Sport machen, hat sich parallel zu den wachsenden Anforderungen des Studiums verändert. Wie lassen sich Sport und Studium sinnvoll vereinbaren?

Jogger in blauer Sportkleidung mit Startnummer auf der Brust und Sonnenbrille, der gerade auf seinem Smartphone tippt.

Das Sportverhalten der Studenten hat sich seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge verändert. Das geht aus der Studie "Sport als gesundheitsfördernde Ressource für Studierende" der Georg-August-Universität Göttingen hervor. Die Wissenschaftler untersuchten das Gesundheits-, Sport- und Bewegungsverhalten der Studenten und fanden heraus, dass die veränderten Lern- und Studienbedingungen im Rahmen des Bologna-Prozesses zu verstärktem Zeitdruck und Stress führen und sich auch in der Art der sportlichen Betätigungen widerspiegeln. 

Mehr Flexibilität bei Wahrnehmung von Sportangeboten

Laut der Göttinger Studie machen Bachelor- und Masterstudenten zwar nicht weniger Sport, nehmen aber flexiblere Sportangebote wahr. Ein klassisches Volleyballspiel zu einer festgelegten Trainingszeit und mit einer festen Gruppe sei für viele Studenten nicht mehr mit der Anwesenheitspflicht und anderen Anforderungen des Studiums vereinbar, so der Leiter des Forschungsprojekts Dr. Arne Göring vom Hochschulsport der Universität Göttingen. "Besonders stark nachgefragt werden alle Formen des Fitnesstrainings – vom Joggen bis zum Fitnessstudio."

Intensiver Sport mindert gesundheitliche Folgen von Stress und Zeitdruck

Der gefühlte Prüfungs- und Zeitdruck löst unter anderem Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rücken- oder Nackenschmerzen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen aus. Sport bietet dagegen eine wichtige gesundheitliche Ressource. Regelmäßige intensive Bewegung erhöht die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, steigert die Konzentration, hilft den Stress zu bewältigen und schafft einen Ausgleich zum langen Sitzen. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis: Wer einmal pro Woche mindestens eine Stunde intensiv Sport treibt, fühlt sich gesünder und hat weniger Beschwerden als körperlich inaktive Kommilitonen.

Wie sportliche Aktivität mit dem Studium vereinbaren?

Angesichts des Zeitmangels fragen sich viele Studenten, wie sie Sport und Studium sinnvoll verbinden können. Gute Organisation ist dabei das A und O. Sobald der Vorlesungsplan steht, trägt man am besten schon feste Sport-Termine in den Kalender ein. Sich mit den Kommilitonen zu verabreden, ist eine gute Möglichkeit, sich an die sportlichen Vorsätze zu halten. Studenten sollten in erster Linie solche Sportarten wählen, die ihnen Spaß machen. Dann ist die Gefahr geringer, dass sie schnell wieder aufgeben. Welche Sportart jemand wählt, hängt nicht nur von der zeitlichen Vereinbarkeit von Studium und Freizeit, sondern auch von der jeweiligen Persönlichkeit und den Zielen ab. Manche wollen beim Mannschaftssport den Teamgeist spüren, andere bevorzugen Sportarten ohne Wettbewerbskomponente. Egal ob man den Adrenalinkick braucht, abnehmen oder entspannen will: Die Auswahl an Sportkursen an den Universitäten ist in der Regel sehr vielfältig und die Teilnahmegebühren studentenfreundlich. Die Nähe zum Campus ist ein weiterer Vorteil.

Ein Rennradfahrer mit Helm im Regen auf einer Straße beim Ironman-Wettkampf.

Besonders viele Studenten betreiben Fitnesstraining. Immer beliebter bei den jungen Leuten werden digitale Fitnessarmbänder, zum Beispiel die Garmin Fitnesstracker, die bei Intersport zu finden ist. Die Gadgets messen beispielsweise

Die Ziele werden individuell definiert. Die Studenten müssen dadurch keine festen Sporttermine einhalten, sondern können bei Bedarf auch zwischendurch eine Sporteinheit einlegen. Einige Modelle haben sogar einen Inaktivitätsalarm, der bei längeren Sitzphasen aktiviert wird. Die Fitnesstracker geben einen guten Gesamteindruck zum Aktivitätsverhalten und können den Studenten zu einem aktiveren und gesünderen Lebensstil verhelfen.

Zu den Trendsportarten bei Studenten gehören nicht nur diejenigen, bei denen sie sich körperlich verausgaben und auspowern können, sondern zunehmend auch Entspannungstechniken wie Yoga, Pilates oder autogenes Training. Hier finden sie den Ausgleich vom stressigen Alltag und bekommen ein sensibleres Körpergefühl.

Im Forum zu Sport

6 Kommentare

Sport mit IB vereinbar?

WiWi Gast

Bin bei einer ub. Mittwochs und donnerstags gehe ich vor dem Frühstück zum Sport. Freitags nach der Arbeit und am Sonntag wie es mir beliebt.

38 Kommentare

Strategieberater: Wie oft macht ihr Sport?

WiWi Gast

Ich mache jeden morgen Yoga, so habe ich einen tollen Start in den Tag. Je nach Gemütszustand entweder Yin oder Yang Yoga. =)

1 Kommentare

Umfrage Persönlichkeit & Bewegungsverhalten

WiWi Gast

Hallo zusammen, im Rahmen meiner Masterarbeit suche ich noch dringend Teilnehmer für meine Umfrage. Es geht um die Zusammenhänge von bestimmten Persönlichkeitszügen und dem Bewegungsverhalten von Stu ...

6 Kommentare

Re: IB und Sport während der Arbeit

WiWi Gast

Die Lauchs erkennt man immer im Studio. Dünne Arme und kleine Augen.

14 Kommentare

BWL Studium Altersfrage

WiWi Gast

Frueher bei den Absolventen mit Diplom war das ein ganz normales Alter fuer den Berufseinstieg.

14 Kommentare

Trainieren (Bodybuilding) als Berater

WiWi Gast

Es geht. Ich bin bei einer Big4 im Audit und habe unter anderem auch ein Mandat bei dem ich viele Wochen im Jahr bis ca 23 Uhr arbeiten muss. Ich komme dann meist heim, esse eine kleine Schüssel Hafe ...

25 Kommentare

Fitnessstudios für Berater? Tipps?

Trinity

Wenn es im Hotel eine gute Internetverbindung gibt, reicht schon Youtube, um sich fit zu halten. youtube.com/user/BeFit

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Sport

Ein Student ist zwischen Vorlesung und Lernen beim Unisport.

Unisport: Mehr als nur ein Zeitvertreib nach der Vorlesung

Sport treiben macht fit - geistig wie körperlich. Er hilft dabei, die Gedanken zu sortieren oder auf neue Ideen zu kommen. Viele Studenten nutzen auch deswegen gerne die Sportangebote ihrer Hochschule. Je nach Größe der Einrichtung stehen den Studierenden jede Menge unterschiedliche Sportarten zur Verfügung. An der TU Berlin etwa reicht das Kursprogramm von A wie Aikido bis Z wie Zumba. Oftmals lässt sich beim Unisport kostengünstiger trainieren als in einem Verein. Auch Surf- oder Segelscheine sind nicht so teuer.

Weiteres zum Thema Studienstart & Studium

Barmer-Arztreport 2018: Depressiver Student in einem Hörsaal

Studienstress durch Leistungsdruck: Fast 500.000 Studierende sind psychisch krank

Jeden sechsten Studierenden macht das Studium psychisch krank. Rund 470.000 Studentinnen und Studenten leiden bereits unter dem steigen Zeit- und Leistungsdruck im Studium. Zudem belasten finanzielle Sorgen und Zukunftsängste die angehenden Akademiker. Das Risiko an einer Depression zu erkranken, steigt bei Studierenden mit zunehmendem Alter deutlich an, wie der aktuelle Arztreport 2018 der Barmer Krankenkasse zeigt.

studienabbruch-und-dann.de - Portal für Zweifler und Studienabbrecher

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Onlineportal »studienabbruch-und-dann.de« gestartet. Das Portal informiert Studienzweifler und Studienabbrecher über Wege und zielgerichtete Hilfsangebote, um ihr Hochschulstudium erfolgreich abschließen zu können.

Wohnen und Essen machen einen erheblichen Teil der Lebenshaltungskosten im Studium aus.

DSW-Studie 2017 zu Lebenshaltungskosten im Studium

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat die Lebenshaltungskosten von Studierenden ermittelt und mit der Höhe der BAföG-Bedarfssätze verglichen. Als Konsequenz daraus lauten die Forderungen des DSW den BAföG-Grundbedarf, die Wohnpauschale und den Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag für Studierende ab 30 zu erhöhen. Die neue Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) steht kostenlos zum Download bereit.

Studienerfolg: Parties verhindern Studienabbruch

Hohe Studienabbrecherzahlen sind immer noch ein Problem. Studierende, die gut in das Studienleben integriert sind, brechen seltener das Studium ab. Das zeigt eine aktuelle CHE-Studie des Centrum für Hochschulentwicklung. Die Erstsemesterparty nützt dem Studienerfolg demnach ebenso wie der Brückenkurs.

115

Bundeseinheitliche Behördenrufnummer 115

Ob Termine beim Standesamt, Fragen zu Formularen, der Müllabfuhr oder zum Elterngeld: Serviceeinheiten in Bund, Ländern und Kommunen sind durch die bundeseinheitliche Behördenrufnummer 115 vernetzt. Wer die Telefonnummer der örtlichen Verwaltung nicht zur Hand hat, findet unter der 115 eine erste Anlaufstelle für Verwaltungsfragen aller Art.

Exit-Schild in grün mit Pfeil nach unten.

Studienabbrecher - Der Fehler liegt im System

28 Prozent der Bachelorstudenten brechen ihr Studium ab. Leistungsprobleme, fehlende Motivation und Finanzierungsschwierigkeiten sind die Hauptgründe dafür. Sollte die Regierung deshalb die Studienplätze verknappen? Nein, denn es studieren keinesfalls zu viele junge Menschen. Das zeigen die geringen Arbeitslosenquoten und guten Gehälter in Deutschland – übrigens auch für Bachelorabsolventen. Der Fehler liegt vielmehr in den finanziellen Fehlanreizen im Hochschulsystem – und in der Abkehr von Studiengebühren.

Blick aus der letzten Reihe in einen leeren Hörsaal der älteren Generation mit Kreidetafeln.

Rekordhoch von 2,7 Millionen Studie­renden im Winter­semester 2014/2015

Im Wintersemester 2014/2015 sind mit rund 2 698 000 Studierenden so viele Studenten wie noch nie eingeschrieben. Damit erhöhte sich die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Wintersemester 2013/2014 um weitere 81 500 und 3,1 Prozent. Die Zahl der Studienanfänger ist gegenüber dem Vorjahr jedoch um 1,9 Prozent auf 498 900 gesunken.

Beliebtes zum Thema Studium

Barmer-Arztreport 2018: Depressiver Student in einem Hörsaal

Studienstress durch Leistungsdruck: Fast 500.000 Studierende sind psychisch krank

Jeden sechsten Studierenden macht das Studium psychisch krank. Rund 470.000 Studentinnen und Studenten leiden bereits unter dem steigen Zeit- und Leistungsdruck im Studium. Zudem belasten finanzielle Sorgen und Zukunftsängste die angehenden Akademiker. Das Risiko an einer Depression zu erkranken, steigt bei Studierenden mit zunehmendem Alter deutlich an, wie der aktuelle Arztreport 2018 der Barmer Krankenkasse zeigt.

studienabbruch-und-dann.de - Portal für Zweifler und Studienabbrecher

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Onlineportal »studienabbruch-und-dann.de« gestartet. Das Portal informiert Studienzweifler und Studienabbrecher über Wege und zielgerichtete Hilfsangebote, um ihr Hochschulstudium erfolgreich abschließen zu können.

Deutschlandstipendium: Plakat-Tandem "Förderin und Stipendiat"

Deutschlandstipendium: 26.000 Studierende in 2017 gefördert

Im vergangenen Jahr 2017 erhielten 25.947 Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Deutschlandstipendium. Private Förderer steuerten 26,9 Millionen Euro zu den Deutschlandstipendien bei. Beim Deutschlandstipendium werden talentierte Studierende mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die Hälfte tragen davon private Förderer, die andere Hälfte der Bund.

Screenshot Homepage von PDF

Stipendien-Ratgeber: Kostenloses eBook informiert über 400 Stipendien

Welche Stipendien gibt es? Wer erhält ein Stipendium? Wie kann ich mich bewerben? Wer nach einem Stipendium sucht, ist oft überfordert und nicht sicher, ob überhaupt Chancen bestehen. Das kostenloses eBook „Der große Stipendien-Ratgeber Deutschland 2016“ hilft, Schritt für Schritt das richtige Stipendium zu finden.

Der internationale Studentenausweis "International Student Identity Card - ISIC".

ISIC - Internationaler Studentenausweis

Die International Student Identity Card - kurz ISIC - ist der einzige Studentenausweis, der weltweit anerkannt wird. Mit dem Ausweis erhalten Studierende Ermäßigungen in über 132 Ländern rund um den Globus. Den internationalen Studentenausweis gibt es mittlerweile bereits seit 60 Jahren.

Screenshot Homepage karriere-preis.de/

Karriere-Preis der DZ BANK Gruppe 2019

Die besten Diplom-, Magister- und Bachelorarbeiten zum Thema »Banking and Finance« werden mit dem Karriere-Preis der DZ BANK Gruppe prämiert. Der DZ Karriere-Preis ist zur Zeit der höchstdotierte Hochschulpreis der deutschen Wirtschaft für akademische Abschlussarbeiten im Bereich Banking & Finance. Einsendeschluss für den mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Wettbewerb ist der 31. Dezember 2018.

Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW)

Take-Maracke-Förderpreises für Wirtschaftswissenschaften 2018 verliehen

Im Institut für Weltwirtschaft (IfW) fand die Verleihung des Take-Maracke-Preises für Wirtschaftswissenschaften 2018 statt. Mit diesem Preis werden eine oder mehrere herausragende Seminararbeiten von fortgeschrittenen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel prämiert. Der Take-Maracke-Preis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen.