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Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

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WiWi Gast

Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Wie viel sollte man denn eurer Meinung nach mit Ende 20 gespart haben? Ich habe lang studiert, bin jetzt 29 und habe ca. 13.000? auf der hohen Kante. Denkt ihr das ist zu wenig, oder ?normal? mit Ende 20? LG

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Das kommt darauf an, wann man ins Berufsleben eingestiegen ist.
Wer mit 16 ne Ausbildung macht und bis Mitte 20 bei seinen Eltern wohnt und dann mit Mitte 30 Familie gründet kann anders sparen, als jemand, der erst vor nem Jahr mit der Uni fertig geworden ist.

Meine Freundin und ich sind beide Juristen und waren mit 27 mit dem Referendariat fertig. Die Einstiegsgehälter waren ok, aber nicht fürstlich. Wir haben uns dann eine gemeinsame Wohnung eingerichtet, sodass die ersten paar Monate nicht viel da war, was noch gespart werden konnte. Jetzt sind wir beide 31, haben zusammen gut 40.000 ? gespart und wollen noch etwa zwei Jahre lang jeden Monat jeweils die Hälfte unseres Einkommens sparen und damit dann ein Haus anzahlen. Danach wird es erstmal eng damit, viel auf die Hohe Kante zu packen, weil dann Nachwuchs geplant ist, sprich: weniger Einnahmen, höhere Ausgaben.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Was soll das denn für ne Frage sein, alter?!

Das ist so derbe individuell abhängig von Gehalt und Konsum und daher bei jedem anders.
Sollte hätte würde blubb.

Ich hab jetzt 5 Jahre gearbeitet und konnte da gut was zurücklegen. Warum? Weil ich gut verdient habe und weil ich meinen Lebensstil nach dem Studium zwar klar geändert hab, aber ich habe immer 50% meines Gehalts gespart.
Muss man nich machen - kam bei mir einfach so. Aber wenn du ne recht kleine Wohnung mit deiner Freundin teilst und kein Auto besitzt und für dein Selbstwertgefühl keine Boss-Klamotten brauchst - dann muss man sich schon arg Mühe geben, dass am Monatsende alles weg ist.
Aber ich kenne Leute, die verdienen so viel, wie ich ausgeben - da bleibt dann natürlich nix übrig.

Ich kenne auch genug Leute (nicht-Wiwis), die mit 30 absolut null gespart haben - konnten dei auch nciht. Denn die haben lange studiert und machen dann erstmal Referandariat noch 2 Jahre oder angehende Ärzte - die haben bis sie so 28-30 sind auch kein wirkliches Einkommen.
Da fängt das sparen erst spät an.

Und die Leute mit den coolsten Jobs werden nie ein Gehalt erreichen, wo man was zurücklegen kann.

Also: 13k mit Ende 20 sind 13k mit Ende 20. Ob das normal ist?! :-)

Ich hab nen Kollegen, der hat das gleiche verdient wie ich über die Jahre und hat nur 1/4 soviel zurückgelegt wie ich. Lebensstil halt.

LG

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Das hängt von viel zu vielen Faktoren ab (Bildungspläne, finanzieller Hintergrund der Eltern, Zukunftspläne etc.), um im Einzelfall immer realistisch zu sein.

Wenn wir von einem Musterlebenslauf ausgehen, dann steht mit Anfang-Mitte 30 ein Immobilienerwerb an, für den man ca. 20% EK haben sollte. Das dürften je nach Wohnort für eine halbwegs anständige Immobilie 50-70k EUR sein (Eigenerwerb bzw. Partner(in) hat auch 50-100% davon gespart).
Zusätzlich sollte man ca. 10k EUR flexibel verfügbar haben, um auf besondere Situationen reagieren zu können.

Wenn du jetzt in den nächsten 5 Jahren ca. 10-12k EUR p.a. sparen kannst, dann ist deine Situation "in Ordnung", ansonsten könntest du schon noch ein wenig mehr Vermögen besitzen.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Was erwartest du denn hier für Antworten. Das artet wieder als Thread aus, in dem scheinbar nur IB/MBB unterwegs sind und dir sagen werden, dass du mit Ende 20 ne Immo in München + abbezahlten Porsche + 100k Bar + 100k in Ivestments haben solltest.

Ne brauchbare Antwort wird das aber auch nicht. Da du letztendlich auch der Aufwand für das Kapital und das persönliche Glück eine Rolle spielt.
Was nützt dir das obige Beispiel, wenn du mit 30 verbrannt bist...

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Genau 1.453.834,55 Euro!
So eine sinnlose Frage, als ob es da eine Richtlinie gibt.

Fakt ist: du solltest permanent 3-4 NettoMonatsGehälter kurzfristig verfügbar haben (Tagesgeld etc.) falls kurzfristig und unvorhersehbar eine größere Anschaffung nötig ist (Kühlschrank defekt, größere Autoreparatur etc.).

Alles drüber hinaus ist individuell und je nach Lebensplanung, Lebensstand und Spargewohnheiten.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Falls Du Schulterklopfer willst, wirst Du das nicht bekommen. Ist auch etwas albern mit Ende 20 sowas zu fragen. Jeder hat eine andere Situation, was sollen die 13.000 dann aussagen?

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich hoffe, dass das nicht dein ernst ist..

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

zu viel!

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Willst du Wohneigentum? Dann ist es zu wenig.
Für ne ordentliche Einrichtung reichts aber, oder einen Gebrauchtwagen.

Die Frage ist an Sinnlosigkeit nicht zu übertreffen.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Es kommt doch vor allem darauf an, wann man zu arbeiten beginnt. Wenn man Ende 20 mit 3 Jahren im Beruf gleichsetzt, so hatte ich damals etwa 50k auf der hohen Kante, allerdings auch schon während des Studiums etwas angespart.

Wenn jemand einen normalen Einsteigerjob hat, also irgendwas im Bereich 40k p.a., dann sollte man damit eigentlich pro Jahr mindest 5k beiseite legen können, wenn man sparsam ist auch deutlich mehr.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Dämlicher Thread.
Vermögensaufbau läuft seit 1990 in diesem Land nicht über Arbeit, sondern über das Erben.

Der eine arbeitet 40h/Woche für 60k, der andere 60h/Woche für 100k.

Dann hat der 100k-Typ nach 20 Jahren ca. 100k mehr erspart (wenn es hoch kommt). Jedes geerbte Haus ist schon mehr wert.

Mit deinen mickrigen 13k reißt Du hier niemanden vom Hocker. Ich würde sogar sagen:
Falsch gemacht! Anstatt das Geld auszugeben, solange Du noch Zeit dafür hattest (Freizeit und Reisen), hast Du jetzt 13k und schmeißt sie irgendwann aus Frust für ein neues Auto oder anderen Scheiß raus, weil Du in der Tretmühle sitzt und keine Freizeit mehr hast.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ende 20 sollten`s mindestens um die 35k sein. Wenn man das nicht erreicht hat, wird`s echt ausgesprochen ungemütlich.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

21.875 EUR ist die wissenschaftliche nachgewiesene Grenze. Alles darunter ist im Bereich low-performer anzusiedeln.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Als ich während des Studiums als Kellner arbeitete, hatte ich einen Gast, der einen Sohn hatte. Er war mit dem Sohn in einem Möbelhaus, wo er paar Möbeln kaufte. Danach wollte er im Restaurant essen. Er wollte nach dem Essen mit seiner Karte zahlen. Aber die Zahlung hat nicht erfolgt. Er hatte kein Geld auf dem Konto!

Sparen schadet nie! Aber Sparen ist viel schwieriger als man denkt.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

So unberechtigt ist die Frage nicht. Eine bestimmte Zahl zu erwarten, ist natuerlich quatsch, aber ein gewisser Erfahrungsaustausch ist doch interessant.

Ich hab mit 19 eine Ausbildung angefangen und danach studiert. Ich hatte nach dem Studium rund 9000 Euro an Bafog Schulden und so um die 8000 Euro an KfW Darlehen angehaeuft. Auf der Bank hatte ich so ca. 3000 Euro uebrig. Das hat gerade so als Startkapital gereicht, fuer meinen ersten Job (Umzug, Wohnung etc.). Mit 28 war ich also mit rund 17000 Euro im Minus. Die ersten drei Jahre im Job hab ich dann so um die 8000 Euro angespart, Bafoeg stand noch voellig aus und KfW hab ich mit 100 Euro im Monat langsam abgestottert. Danach hatte ich finanziell Gueck, da ich eine sehr gut bezahlte Stelle gefunden habe, in der ich ca. 1000 Euro im Monat sparen kann und netto 10000 - 20000 Euro Bonus bekomme. Nach weiteren vier Jahren in der Stelle hab ich die beiden Kredite abgezahlt und derzeit ca 70000 Euro angespart.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Dämlicher Thread.
Vermögensaufbau läuft seit 1990 in diesem Land nicht über
Arbeit, sondern über das Erben.

Der eine arbeitet 40h/Woche für 60k, der andere 60h/Woche für
100k.

Dann hat der 100k-Typ nach 20 Jahren ca. 100k mehr erspart
(wenn es hoch kommt). Jedes geerbte Haus ist schon mehr wert.

Wenn beide "Typen" gleich viel für ihre Lebenshaltung ausgeben dann hat der 100k Typ im ersten Jahr schon ca 15k+ mehr als der 60k Typ. Betrachtet man dann noch Zinsen, sieht das alles nochmal anders aus (und hier geht es nur darum, wieviel man MEHR hat als ein 60k Verdiener, der ja auch schon doch etwas sparen kann). Dass man nur durch Erben zu Vermögen kommt ist reiner linker Populismus der von Lowperformern als Rechtfertigung für ihren beruflichen Misserfolg oder ihr schlechtes Haushalten/Anlageverhalten verwendet wird.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Also ein Kumpel von mir hat 35k Schulden mit 31 Jahren. Studiert mit Bafög, dann Studienkredit und jetzt seit einem Jahr ein Job mit lausigem Gehalt.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Wer sein bisschen eigenes Geld für "Reisen" und "Freizeit" einfach so verballert und dann noch polemisch rumquatscht, dass er erst zu Geld kommt, wenn seine Alten abkratzen, dem wird von diesem "Erbe" auch nix bleiben. Sofern die Alten ihm überhaupt was übrig lassen.

Zur reinen "Überlebenssicherung" dass man ohne auf andere angewiesen zu sein überhaupt paar Monate rumkommt, da sind sind 10.000? das absolute Minimum...

13 000 sind zwar für große Teile der Bevölkerung in Deutschland ein Haufen Kohle, und wenn man von 0 anfangen muss sowieso, aber das ist eigentlich nur ein etwas besserer "Notgroschen", aber doch soviel "vermögen" das es dir z.B. möglich wäre deine Sachen zu packen, dir nen Gebrauchtwagen zu kaufen und in ne andere Stadt zu ziehen... und das eine oder andere Sandwich kann man sich auch von leisten...

Wenn du grad erst 2 jahre arbeitest und schuldenfrei bist, sind 13k nicht schlecht.

Wer aber schon 8-10 Jahre arbeitet sollte selbst mit nem normalen Gehalt (1600 Netto ist normal) um 30K erreichen können ohne sich großartig auf die Hinterbeine zu stellen...

"Gut" wird es erst über 60K, aber dann biste entweder Spitzenverdiener, Extremsparer oder auch schon Investor. - Wenn da 5% der 30 Jährigen drüber verfügen können wäre das aber schon viel...

Der 30. Geburtstag ist sowieso für viele ein Tag der Selbstreflektion was man nun in seinen 20ern erreicht hat (welche Entscheidungen man getroffen hat) und wo man nun hinwill.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Bei mir sind es heute (29) nach vier Jahren im Job knapp 25k EUR. Bin 2011 mit 44k gehalt eingestiegen und bin seit Anfang 2013 bei 62k Gehalt.

Können die, die nichts zum Thema zu melden haben, ggf. Still sein?!

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Zitat:
"Dämlicher Thread.
Vermögensaufbau läuft seit 1990 in diesem Land nicht über Arbeit, sondern über das Erben.

Der eine arbeitet 40h/Woche für 60k, der andere 60h/Woche für 100k.

Dann hat der 100k-Typ nach 20 Jahren ca. 100k mehr erspart (wenn es hoch kommt). Jedes geerbte Haus ist schon mehr wert."

SO einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen!

Das ist reine Einstellungssache und der persönliche Anspruch. Ich bin in armen Verhältnissen aufgewachsen, daher musste ich schon recht früh Geld selbst verdienen. Ich wollte es aber auch, mit 11J. habe ich angefangen Zeitungen auszutragen (Nebenjobs über Eltern gemeldet). Seit dem hatte ich immer ein regelmäßiges Einkommen. Ab 16 bin ich öfters zum Arbeitsamt (!!) und habe mich auf ausgeschriebene Nebenjobs beworben, Ferienjobs gemacht und "offiziell" stets zum Freibetrag verdient (= keine SV + Steuern), inoffiziell durch Schwarzarbeit aber mehr (z.B. Nachhilfe für 15-20?/h). Mit 19 und vor dem Studium hatte ich ein eigenes Auto, eigene Kleidung, eigene Möbel und 15k auf dem Konto.

Nach dem dualen Studium mit 22 zum Berufseinstieg dann 25k. Selbst nach Berufseinstieg habe ich noch am WE als Barkeeper gejobbt oder auch weiterhin Nachhilfe gegeben.

Jetzt mit 30 habe ich inkl. Immobilie ~200k Vermögen. Wohlgemerkt aus eigener Leistung (das Vermögen meiner Freundin kenne ich nicht, interessiert auch nicht). Von meinen Eltern gab es außer Schlafplatz, Energie und Essen nichts. Ab 18 durfte ich mich am Strom beteiligen und das Internet musste ich zu 100% selbst bezahlen. Und nein ich ziehe nicht über meine Eltern her, es ging nicht anders, weil wir nach DE eingewandert sind.

Und nein ums Profilieren geht es hier nicht, im Gegenteil, ich weiß, dass es viele gibt, die in meinem Alter schon viel mehr erreicht haben und Vermögen aufgebaut haben. Meinen Lebenslauf könnte nahezu jeder nachbilden, wenn er den nötigen Ehrgeiz bringt. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass Hilfsjobs alles andere als bequem sind und da liegt das Problem. Viele Menschen sind einfach zu bequem und meckern lieber in ihrer Komfortzone. Ich habe einen Master und bin an einem Dr. interessiert und wenn mich die Wirtschaft mit 50 aussortiert, dann gehe ich notfalls eben wieder auf den Bau Beton mischen. Wieso auch nicht? Das ist ehrliche Arbeit, die Geld einbringt und auf dem Bau gibt es "überqualifiziert" nicht, da geht man einfach hin.

An sich verteufele ich die zunehmende Amerikanisierung, aber in einem Punkt stimme ich den Amis zu 110% zu und zwar, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Und die, die dem nicht zustimmen, gehören zu den Menschen, die sich für 1 Cent nicht bücken würden. Ich verwette mein gesamtes Vermögen, dass ein Warren Buffet in seinem Alter und mit seinen Vermögen sich für den Cent auf dem Gehweg bücken würde (ok vielleicht würde er bücken lassen ^^).

Das Thema selbst hier ist wie mehrfach gesagt Blödsinn und ich wollte mich raushalten, aber den Post oben konnte ich nicht unkommentiert stehen lassen, denn so Mancher könnte den Schwachsinn auch noch glauben.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Für diese Summen bekommt man ja nichtmal einen runtergerockten Golf 5 vom Fähnchenhändler. Irgendwie bitter.

Sparen bringt nix, ausser dass man in den halbwegs interessanten Lebensjahren wie eine Kirchenmaus lebt. Sinnlos.

Man braucht Kapitaleinkünfte. Die haben aber meistens nur die Erben und Berufskinder.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich habe sehr lange an meiner Konsumimpulskontrolle arbeiten müssen (bin nun 40).

"Brauchen" tut man 90% dessen, was man so kauft, nicht. Ich hätte bereits Ende 20 5-10t EUR pro Jahr sparen können, um meinen Lebensstandard echt einschränken zu müssen.

Denn mein Lebensstandard wäre auch ohne den schwachsinnigen Bulimiekonsum in etwa gleich geblieben - Lebenmittelpunkt in einer guten Großstadt, interessante Arbeit bei einem internationalen Unternehmen, angenehmer Freundeskreis, gelegentliche Reisen (früher low budget, heute medium budget - aber immer mit Spaß und Neugierde).

Hätte ich dann 1 Hemd weniger im Monat gekauft, wäre ich 1x, 2x weniger feiern gegangen - so hätte ich genau so gut gelebt, gemessen am großen Ganzen.

Das habe ich aber erst sehr spät kapiert und noch später umgesetzt.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Für diese Summen bekommt man ja nichtmal einen runtergerockten Golf 5 vom Fähnchenhändler. Irgendwie bitter."

Man bekommt für 13K sogar 2-3... es sei denn man ist doof...

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Wir, beide 28, haben zu weit etwa 55k EUR, Autos haben wir beide ohne Kredit gekauft und diese fahren im Moment ohne Wartungsstau. Keine "Premium" Autos.

Haushaltsnetto etwa 5-6k EUR (Selbständigkeit nebenher, Einkommen aus diesem dritten Einkommen schwankend, aber passiv) und davon etwa 3k gespart pro Monat. 2016 werden wir bauen, bis dahin werden es hoffentlich gut 100k werden. Region Osten bei uns, daher kann man von den verbleibenden 2-3k netto und wenn man sich vieles zu zweit teilt, sehr gut leben. Neubau-Häuser mit Grundstück in der Stadt und allen Extras die man haben möchte, kosten hier etwa 250-300k. Wir werden aber maximal 40k als Eigenkapital einbringen und den Rest im Depot lassen. Bei 1,5% Zinsen und 3,5-5% Dividenden, welche sich auch noch steigern, lohnt sich ein hoher EK-Anteil nicht. Tilgung selbstverständlich nur 1%, damit der Großteil des gesparten Geldes in das Divi-Depot wandern kann.

Ziel ist es, Haus finanziell bis 40 abzuzahlen und nebenbei ein nettes Divi-Depot aufzubauen. Ob wir dann mit Ende der Zinsbindung den Kredit ablösen oder weiterhin zu 1,x% finanzieren, kommt auf die Zinsen an. Falls die bei 1-3% bleiben, dann wird dann nochmal ein Kredit aufgenommen, während die Divi-Titel 4% Divi zahlen und diese auch noch steigern. Sollten die Zinsen bei 5-8% liegen, wird das Divi-Depot aufgelöst und der Hauskredit voll abgelöst.

Einschränken möchten wir uns dafür aber nicht. Manche Freunde von mir studieren allerdings noch oder arbeiten für gut 1k netto und man orientiert sich ja immer an der Peer Group. Im Gegensatz zu unseren Freunden finde ich unser Leben mit 2-3k netto Ausgaben sogar bisschen verschwenderisch. Während wir stinknormale Autos fahren, haben die tlw. gar kein Auto (wir wohnen in der Großstadt, aber nicht im häßlichen Berlin - da braucht man eigentlich kein Auto). Während wir 90 qm sanierten Gründerzeitbau haben zur Zeit, naja usw...

Zur Relativierung: Finde unser Beispiel nicht repräsentativ. Finde eher, wir haben viel Geld. Siehe Vergleich zu Peer Group. Besser geht immer, siehe einer der Vorposter, welcher mit den Eltern eingewandert ist.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich bin mit 29 wohl ziemlich genau Ende 20.

Ich habe jetzt 4 Jahre gearbeitet und hab eigentlich echt gut gelebt finde ich, ich brauch aber keinen Luxus und keine Statussymbole und ich brauche auch nicht immer den neuesten technischen Schnickschnack.

Ich habe während dieser Zeit insgesamt 70k ansparen können.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Dito!

Du willst also in 8 Jahren 200k angespart haben? Oder haben die Jobs als 11jähriger (sv- und steuerfrei) Dir den Weg zu den ersten 100k geebnet?
So ein hahnebüchener Bullshit! :-D

Lounge Gast schrieb:

SO einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen!

Das ist reine Einstellungssache und der persönliche Anspruch.
Ich bin in armen Verhältnissen aufgewachsen, daher musste ich
schon recht früh Geld selbst verdienen. Ich wollte es aber
auch, mit 11J. habe ich angefangen Zeitungen auszutragen
(Nebenjobs über Eltern gemeldet). Seit dem hatte ich immer
ein regelmäßiges Einkommen. Ab 16 bin ich öfters zum
Arbeitsamt (!!) und habe mich auf ausgeschriebene Nebenjobs
beworben, Ferienjobs gemacht und "offiziell" stets
zum Freibetrag verdient (= keine SV + Steuern), inoffiziell
durch Schwarzarbeit aber mehr (z.B. Nachhilfe für 15-20?/h).
Mit 19 und vor dem Studium hatte ich ein eigenes Auto, eigene
Kleidung, eigene Möbel und 15k auf dem Konto.

Nach dem dualen Studium mit 22 zum Berufseinstieg dann 25k.
Selbst nach Berufseinstieg habe ich noch am WE als Barkeeper
gejobbt oder auch weiterhin Nachhilfe gegeben.

Jetzt mit 30 habe ich inkl. Immobilie ~200k Vermögen.
Wohlgemerkt aus eigener Leistung (das Vermögen meiner
Freundin kenne ich nicht, interessiert auch nicht). Von
meinen Eltern gab es außer Schlafplatz, Energie und Essen
nichts. Ab 18 durfte ich mich am Strom beteiligen und das
Internet musste ich zu 100% selbst bezahlen. Und nein ich
ziehe nicht über meine Eltern her, es ging nicht anders, weil
wir nach DE eingewandert sind.

Und nein ums Profilieren geht es hier nicht, im Gegenteil,
ich weiß, dass es viele gibt, die in meinem Alter schon viel
mehr erreicht haben und Vermögen aufgebaut haben. Meinen
Lebenslauf könnte nahezu jeder nachbilden, wenn er den
nötigen Ehrgeiz bringt. Allerdings weiß ich aus Erfahrung,
dass Hilfsjobs alles andere als bequem sind und da liegt das
Problem. Viele Menschen sind einfach zu bequem und meckern
lieber in ihrer Komfortzone. Ich habe einen Master und bin an
einem Dr. interessiert und wenn mich die Wirtschaft mit 50
aussortiert, dann gehe ich notfalls eben wieder auf den Bau
Beton mischen. Wieso auch nicht? Das ist ehrliche Arbeit, die
Geld einbringt und auf dem Bau gibt es
"überqualifiziert" nicht, da geht man einfach hin.

An sich verteufele ich die zunehmende Amerikanisierung, aber
in einem Punkt stimme ich den Amis zu 110% zu und zwar, dass
jeder seines Glückes Schmied ist. Und die, die dem nicht
zustimmen, gehören zu den Menschen, die sich für 1 Cent nicht
bücken würden. Ich verwette mein gesamtes Vermögen, dass ein
Warren Buffet in seinem Alter und mit seinen Vermögen sich
für den Cent auf dem Gehweg bücken würde (ok vielleicht würde
er bücken lassen ^^).

Das Thema selbst hier ist wie mehrfach gesagt Blödsinn und
ich wollte mich raushalten, aber den Post oben konnte ich
nicht unkommentiert stehen lassen, denn so Mancher könnte den
Schwachsinn auch noch glauben.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich will ja nicht anzweifeln, dass du nun 200k mit 30 hast.Ist ja nicht so, dass das niemand schafft(wenn auch nur einige %). Aber solang du bei deiner Schilderung nicht noch Ergänzungen machst, ist der Weg nicht nachvollziehbar! Mit 19 ca 20k Vermögen und dann mit 30 200k -- Bist du März 2008 all-in in Aktien gegangen? Oder hast du eine Immobilie finanziert (+dein EK ) und die ist im Wert gestiegen?

Und nebenbei: Bitte nicht im selben Beitrag über ehrliche Arbeit(was soll das überhaupt sein? was ist denn unehrliche Arbeit?? Ist in deinem Sinne nur körperliche Arbeit ehrlich, wenn ja ist das extrem naiv) reden und zugestehen Schwarzarbeit gemacht zu haben.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Er schreibt "Inkl. eigener Immobilie" - vielleicht meint er sein Bruttovermögen, ungeachtet der Hypothek.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Na also, wir steigern uns. Wer kann das überbieten? Höre ich 80.000 in 3 Jahren??

Du hast also rein rechnerisch in den letzten 4 Jahren monatlich knapp 1.500 Euro netto monatlich ansparen können und ganz gut gelebt?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin mit 29 wohl ziemlich genau Ende 20.

Ich habe jetzt 4 Jahre gearbeitet und hab eigentlich echt gut
gelebt finde ich, ich brauch aber keinen Luxus und keine
Statussymbole und ich brauche auch nicht immer den neuesten
technischen Schnickschnack.

Ich habe während dieser Zeit insgesamt 70k ansparen können.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Super - wenn man bei Mama wohnt, die einem die Sachen wäscht und das Mittagessen kocht, dann klappt das gut, stimmts?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin mit 29 wohl ziemlich genau Ende 20.

Ich habe jetzt 4 Jahre gearbeitet und hab eigentlich echt gut
gelebt finde ich, ich brauch aber keinen Luxus und keine
Statussymbole und ich brauche auch nicht immer den neuesten
technischen Schnickschnack.

Ich habe während dieser Zeit insgesamt 70k ansparen können.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Bin 29, habe aber nur 2,5 Jahre Berufserfahrung. Es hat sehr lange gedauert, bis ich überhaupt einen Job gefunden habe. Gespart habe ich nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Du willst also in 8 Jahren 200k angespart haben? Oder haben
die Jobs als 11jähriger (sv- und steuerfrei) Dir den Weg zu
den ersten 100k geebnet?
So ein hahnebüchener Bullshit! :-D

Ich hab nach 7 Jahren im Job auch über 150k angespart, alles selbst verdient und gut angelegt, und ich verdiene bei weitem nicht überdurchschnittlich. 200k sind kein Bullshit, wenn man entsprechend lebt, das können nur die meisten nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich bin anfang 30 und arbeite seit 5 Jahren, habe jetzt einen Großteil meiner Schulden aus der Studienzeit abgetragen und nichts auf der hohen Kante.

Ich verballer mein Geld in Dinge die mir Spaß machen (Urlaube, gutes Essen, .. ). Soll doch jeder machen, wie er meint. ICH möchte kein eigenes Haus, brauche keinen teuren Wagen oder ne Rolex. Was bringt dir deine gesparte Kohle wenn du alt bist denn noch? Und was bringt dir dein Haus was dich Nerven und Geld gekostet hat, das jetzt aber keiner deiner Nachkommen mehr haben möchte oder was zu Streit führt?

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Bei mir warens 240k in 6 Jahren. Aber ich habe mich auch echt eingeschränkt: Keine Immo gekauft, in München auf nur 75qm gelebt, als Auto nur einen Passat als Jahreszulassung und nicht öfter als viermal pro Woche Essen gehen. Anders hätte ich wohl nur 150k zur Seite legen können.

Es hängt halt davon ab, bescheiden zu leben - und das ist einfach schon immer meine große Stärke gewesen.

Wenn man sich nicht einschränkt, braucht man sich nicht wundern, wenn man nicht wesentlich mehr als 100k in sechs Jahren zur Seite legen kann...

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Schwätzer

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

In München auf "nur" 75 qm gelebt und dann 240k gespart? Neuer Troll? Jawoll!

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Super - wenn man bei Mama wohnt, die einem die Sachen wäscht und das Mittagessen kocht, dann klappt das gut, stimmts?"
--------------------------------------------------------------------

Wenn man andere Optionen hat, dann ist ein Single-Haushalt je nach Region ein ziemlich teurer Luxus.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Als Weltraumpirat kann man auch maximal 800.000.000 Weltraumdollar sparen das sind 600000 Euro, in einem Jahr versteht sich. Da ich aber mich auf den Posten des Galaktus beworben habe wirds bald mehr sein. Oh man einige hauen hier wieder schamlos aufn schlamm das manche Aussagen total unglaubwürdig sind. Ich habe mit 28 etwa 4 Monatsgehälter gespart. Außerdem habe ich einen Rentenfonds der mit ebenfalls 2 Monatsgehälter bespart ist(werde ich jetzt auflösen ist kein gute Invest mehr). Größtenteils durch Nebenjobs im Studium. Zukünftig und langfristig soll sich daran auch nix ändern 7% für die langfristige Rente und 8% für mittelfristige Anschaffungen mehr wird nicht gespart.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Deutschland ist eine Steuerhölle.
Wer nicht erbt und/oder außerordentlich erfolgreich ist (Selbstständig, guter Investor oder Manager/IB), ist und BLEIBT arm.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Da hier jeder von seinen Studienkrediten schreibt... Ist nicht so lange her, dass ich mein Bafög zurückgezahlt habe. Knapp 5k EUR und natürlich alles auf einen Schlag, da man sich so einiges spart. Meine Freundin hatte keine Studienschulen, da nicht studiert.

Habe übrigens mal gelesen, dass es in keiner Zeit der Geschichte so einfach war, durch Arbeit zu Wohlstand zu kommen. Nie war VC-Kapital für eigene Ideen so einfach verfügbar wie jetzt, nie konnte man mit so wenig Geld gründen wie im Internet-Zeitalter und nie hat man als Top-Berufseinsteiger so viel verdient (wie etwa heute bei MBB oder nach Top-Dax-Trainee-Programmen oder mit 2-3 Jahren Berufserfahrung und MBA oder oder oder...). Im Internet gibt es Job-Börse für begabte und hochbegabte Freiberufler. Das fängt damit an, dass eigenständige Informatiker sich dort heute einfach die Jobs ziehen können und leicht auf einen hohen zweistelligen Stundenlohn kommen (60-90 EUR), ohne dass groß Akquise-Aufwand zu betreiben wären und geht aber auch über spezielle Job-Börsen für hochbegabte Naturwissenschaftler, welche sich dort mit Spezialkenntnissen eine goldene Nase verdienen können. An den Unis gibt es in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften Ausgründungen noch und nöcher. Ein hoher Firmenanteil bleibt immer bei den Gründern.

Lounge Gast schrieb:

Wir, beide 28, haben zu weit etwa 55k EUR, Autos haben wir
beide ohne Kredit gekauft und diese fahren im Moment ohne
Wartungsstau. Keine "Premium" Autos.

Haushaltsnetto etwa 5-6k EUR (Selbständigkeit nebenher,
Einkommen aus diesem dritten Einkommen schwankend, aber
passiv) und davon etwa 3k gespart pro Monat. 2016 werden wir
bauen, bis dahin werden es hoffentlich gut 100k werden.
Region Osten bei uns, daher kann man von den verbleibenden
2-3k netto und wenn man sich vieles zu zweit teilt, sehr gut
leben. Neubau-Häuser mit Grundstück in der Stadt und allen
Extras die man haben möchte, kosten hier etwa 250-300k. Wir
werden aber maximal 40k als Eigenkapital einbringen und den
Rest im Depot lassen. Bei 1,5% Zinsen und 3,5-5% Dividenden,
welche sich auch noch steigern, lohnt sich ein hoher
EK-Anteil nicht. Tilgung selbstverständlich nur 1%, damit der
Großteil des gesparten Geldes in das Divi-Depot wandern kann.

Ziel ist es, Haus finanziell bis 40 abzuzahlen und nebenbei
ein nettes Divi-Depot aufzubauen. Ob wir dann mit Ende der
Zinsbindung den Kredit ablösen oder weiterhin zu 1,x%
finanzieren, kommt auf die Zinsen an. Falls die bei 1-3%
bleiben, dann wird dann nochmal ein Kredit aufgenommen,
während die Divi-Titel 4% Divi zahlen und diese auch noch
steigern. Sollten die Zinsen bei 5-8% liegen, wird das
Divi-Depot aufgelöst und der Hauskredit voll abgelöst.

Einschränken möchten wir uns dafür aber nicht. Manche Freunde
von mir studieren allerdings noch oder arbeiten für gut 1k
netto und man orientiert sich ja immer an der Peer Group. Im
Gegensatz zu unseren Freunden finde ich unser Leben mit 2-3k
netto Ausgaben sogar bisschen verschwenderisch. Während wir
stinknormale Autos fahren, haben die tlw. gar kein Auto (wir
wohnen in der Großstadt, aber nicht im häßlichen Berlin - da
braucht man eigentlich kein Auto). Während wir 90 qm
sanierten Gründerzeitbau haben zur Zeit, naja usw...

Zur Relativierung: Finde unser Beispiel nicht repräsentativ.
Finde eher, wir haben viel Geld. Siehe Vergleich zu Peer
Group. Besser geht immer, siehe einer der Vorposter, welcher
mit den Eltern eingewandert ist.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Mein Partner und ich haben in nach 3 Berufsjahren ca. 210 TEUR gespart. Jedoch ist davon ein Teil Kursgewinne und wir haben noch ca. 40 TEUR Studienkredit.

Wir sind sparsam und legen pro Monat 70 % unseres Einkommens zurueck.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Jeder Mensch hat andere Startvoraussetzungen - und andere Bedürfnisse...

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich habe mit 28 angefangen zu arbeiten (nach dem Studium). Bin mit rund 2200 netto + rund 3000k bonus netto eingestiegen. Habe im ersten Jahr in einer WG gelebt und erstmal in klamotten investiert (anzüge) und dann 9k Studienkredit abbezahlt und mir am Ende des Jahres einen Skiurlaub gegönnt. Habe im zweiten Berufsjahr rund 2500 verdient + rund 4000 bonus netto. Davon habe ich nochmal rund 9k angespart aber das geld dieses mal in eine neue Mietwohnung investiert (Einrichtung, Makler --> ohne gings nicht, Kaution). 1800 von dem Bonus habe ich noch in Aktien investiert. Ich bin 30 und habe aktuell (von den ein Paar aktien abgesehen) rund 1000 in cash auf dem Tagesgeldkonto. Jetzt hätte ich mir natürlich die schicke Wohnung sparen können (kostet mich mit allem drum und dran rund 850 Euro im Monat) und auch die etwas gehobeneren Möbel und den Skiurlaub, dann hätte ich jetzt wohl 12-15k auf der hohen Kante + die Aktien.

Aber ganz ehrlich, ich habe jetzt vielleicht noch 5-10 "gute" Jahre wo ich noch halbwegs jung bin, was erleben und das leben genießen kann. Ich habe schon nach dem Auslandssemester mit 24 festegestellt das Erinnerungen an Erlebtes mit der Zeit immer mehr an Wert gewinnen und teure Sachen einfach nur zu Nutzgegenständen werden. Jetzt ist eine Immobilie keine schlechte investition, aber wenn ich dafür die nächsten 5 Jahre auf Lebensqualität verzichten muss, dann lasse ich es erstmal lieber sein. Das letzte Hemd hat schließlich keine Taschen und ich will mit 60 mich nicht fragen müssen was ich noch alle erlebt hätte wenn ich mich nicht so sehr aufs Sparen fokussiert hätte. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

200/8=25k pro Jahr netto die man sparn muss... Das sind 2100 pro monat. Das durchschnittliche Netto Einkommen in Deutschland liegt irgendwo bei 1600...

Riecht nach Bullshit...

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Du willst also in 8 Jahren 200k angespart haben? Oder
haben
die Jobs als 11jähriger (sv- und steuerfrei) Dir den Weg
zu
den ersten 100k geebnet?
So ein hahnebüchener Bullshit! :-D

Ich hab nach 7 Jahren im Job auch über 150k angespart, alles
selbst verdient und gut angelegt, und ich verdiene bei weitem
nicht überdurchschnittlich. 200k sind kein Bullshit, wenn man
entsprechend lebt, das können nur die meisten nicht.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Entschuldigung - aber warum sind wir BWL-Studenten? Da hat man's eben ein bissl anders.

Lounge Gast schrieb:

In München auf "nur" 75 qm gelebt und dann 240k
gespart? Neuer Troll? Jawoll!

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ja - das stimmt sehr genau. Durchschnittlich 1.500 pro Monat gespart. Und von weiteren 1.500 pro Monat gelebt. Und ja, ich finde davon kann man sehr gut leben.
Hat nix mit Hotel Mama oder so zu tun. Ich hab an Fixkosten nur ca. 500 Euro, wohne in einer kleinen aber sehr feinen 2-Zimmer-Wohnung - die Wohnkosten sind ca. 800 Euro und wir wohnen dort zu zweit.
Hab kein Auto oder so - da kommt also auch nich mehr viel drauf an fixen Kosten. D.h, dass ich 1000 euro pro Monat für Essen, Urlaub und Freizeit habe. Sorry, aber das ist wirklich MEHR ALS GENUG, und ja - davon kann man super leben.
Da wird denke ich keiner widersprechen.

Aber vielleicth sollte ich "gut gelebt" auch relativieren. Ich hab in der Beratung gearbeitet - dafür war unter Woche eben vor 20 uhr auch nie mal was zu machen. Hab also den Preis bezahlt. Orientiere mich jetzt um, mit dem Ziel, weniger Geld zur Verfügung zu haben, dafür aber mehr Zeit.
Ich will auch nich irgendwie angeben - aber ich finde, es ist wichtig, dass man sich nicht zu hohe Fixkosten einhandelt. Wenn man alleine ne Wohnung zahlen muss, ist das schwer in Ballungsräumen - das geb ich zu.
Aber man darf sich bei vielen Sachen schon fragen, ob man das wirklich braucht: Muss es eine 3-Zimmer-Wohnung sein? Brauche ich wirklich ein Auto? Ist der All-Inclusive-Strandurlaub in Thailand wirklich das was ich am liebsten mache? Oder kann ich bei einem Aktivurlaub in den Alpen nicht viel besser abschalten und mich erholen?
Muss ich den Wochenend-Trip mit dem ICE fahren, nur weil er 2 Stunden früher ankommt, als der RE? Oder fahr ich einfach entspannt und nutze die Zeit für ein gutes Buch?
Will ich wirklich ständig essen gehen? Oder lade ich Freunde zum gemeinsamen Kochen ein? Brauche ich wirklich diesen durchschnittlich gut aussehenden Pulli, der 60 Euro kostet, nur weil ein Markenname draufsteht?

Im Ernst - ich glaube, wir geben insgesamt so viel Geld für Dinge aus, die nicht wirklcih wichtig sind.
Ich finde eines wichtig: Man sollte sich wirklich fragen, wozu man überhaupt ein Haushaltseinkommen mehr als 4000 Euro später braucht. Wozu? Klar - mir fallen da auch Dinge ein. Aber ich finde, die ZEIT ist dann doch wichtiger.
Also - denkt lieber drüber nach - anstatt automatisch auf die Karriereleiter aufspringen zu wollen. Das Leben ist kurz :-)

Lounge Gast schrieb:

Na also, wir steigern uns. Wer kann das überbieten? Höre ich
80.000 in 3 Jahren??

Du hast also rein rechnerisch in den letzten 4 Jahren
monatlich knapp 1.500 Euro netto monatlich ansparen können
und ganz gut gelebt?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin mit 29 wohl ziemlich genau Ende 20.

Ich habe jetzt 4 Jahre gearbeitet und hab eigentlich
echt gut
gelebt finde ich, ich brauch aber keinen Luxus und keine
Statussymbole und ich brauche auch nicht immer den
neuesten
technischen Schnickschnack.

Ich habe während dieser Zeit insgesamt 70k ansparen
können.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich (Partner bei Nischen-UB) schrieb hier ja schon mal, dass meine Frau und ich gerne und oft zuhause kochen (einfachst) und dazu Gäste einladen, so ein Abend kostet pro Nase keine 10 EUR... und wurde niedergemacht, weil das entweder keiner glaubte oder für ungehörig hielt.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

200/8=25k pro Jahr netto die man sparn muss... Das sind 2100
pro monat. Das durchschnittliche Netto Einkommen in
Deutschland liegt irgendwo bei 1600...

Riecht nach Bullshit...

Du vergisst, dass man Geld auch anlegen kann und wenn du dir mal den DAX-Verlauf ansiehst, der seit den Tiefstständen der Finanzkrise mal eben einen Anstieg um den Faktor 250% hinter sich hat, dann war da einiges möglich. Einem BWLer traue ich zu, zumindest etwas affin bzgl. Geldanlage zu sein.

Bei mir gab es z.B. durchaus Jahre, da hat sich mein Vermögen alleine durch Kursgewinne um 15-20k erhöht, da muss man dann nicht großartig was zusätzlich beiseite legen. Für sowas braucht man aber halt einen vernünftigen Kapitalstock und den bekommt man nicht, indem man das Geld zum Fenster rauswirft. Die ersten Jahre nach dem Jobeinstieg sind dafür die entscheidendsten, erstens muss man früh einigermaßen Kohle auf der hohen Kante haben, damit der Zinseszinseffekt über einen möglichst langen Zeitraum wirken und zweitens hat man in dem Alter noch nicht das Problem gestiegener Ansprüche.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Klar - wer 2009 mit ein paar (Zehn-)Tausend EUR eingestiegen ist, ha mit einem ganz normalen DAX-bezogenen Fond gut verdient... darf man nicht vergessen....

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Ich (Partner bei Nischen-UB) schrieb hier ja schon mal, dass meine Frau und ich gerne und oft zuhause kochen (einfachst) und dazu Gäste einladen, so ein Abend kostet pro Nase keine 10 EUR... und wurde niedergemacht, weil das entweder keiner glaubte oder für ungehörig hielt."

Mach dir nix draus. Viele Leute kaufen sich zwar teure Küchen um ne Kaffeemaschine zum Rolexpreis reinzustellen, aber gegessen werden muss dauernd im Restaurant, weil man sich höchstens ne 5 Minuten-Terrine heißmachen kann.

Selbst Brot muss man vorgeschnitten kaufen, weil man nicht weiß, wie man sich ne Stulle abschneidet.... Hab das auch erst für nen Witz gehalten, ist aber alles andere als selten...

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Klar - wer 2009 mit ein paar (Zehn-)Tausend EUR eingestiegen ist, ha mit einem ganz normalen DAX-bezogenen Fond gut verdient... darf man nicht vergessen...."

Ja aber wer ein bisschen Ahnung hatte der ist schon vor der 2008 Panik ausgestiegen und hat erstmal den Stahlhelm aufgesetzt... Nichtmal VWL Professoren hätten mit diesen Jahren der "Dauerversorgung" durch die Notenbanken gerechnet... Sondern eben nur die Leute, die das eingefädelt haben... Kapitalismus, Unternehmerisches Risiko? Ach was... 2Big2Fail 2Big2Jail...

Jetzt sind 5 jahre um, an die Höchststände hat man sich gewöhnt bzw. die ersten sind schon wieder am Markt, die es gar nicht mehr anders kennen.. und man glaubt diese Party mit diesen sportlichen Bewertungen geht ewig so weiter und nur in eine Richtung...

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Steuerhölle sehe ich total anders.

Solange man noch studiert, kennt man das ganze System ja nur vom Hören und Sagen und irgendwie jammern alle über die Steuern und das Finanzamt. Ich finde die EKst vollkommen ok und wundere mich mit zwei Kindern, dass netto soviel übrig bleibt.

Abgesehen davon zahle ich für die Rahmenbedingungen hier in D gerne Steuern.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Guter Beitrag! So seh ich's auch. Man kann sich in Deutschland wirklcih nciht beschweren.

Lounge Gast schrieb:

Steuerhölle sehe ich total anders.

Solange man noch studiert, kennt man das ganze System ja nur
vom Hören und Sagen und irgendwie jammern alle über die
Steuern und das Finanzamt. Ich finde die EKst vollkommen ok
und wundere mich mit zwei Kindern, dass netto soviel übrig
bleibt.

Abgesehen davon zahle ich für die Rahmenbedingungen hier in D
gerne Steuern.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Ja aber wer ein bisschen Ahnung hatte der ist schon vor der
2008 Panik ausgestiegen und hat erstmal den Stahlhelm
aufgesetzt... Nichtmal VWL Professoren hätten mit diesen
Jahren der "Dauerversorgung" durch die Notenbanken
gerechnet... Sondern eben nur die Leute, die das eingefädelt
haben... Kapitalismus, Unternehmerisches Risiko? Ach was...
2Big2Fail 2Big2Jail...

Jetzt sind 5 jahre um, an die Höchststände hat man sich
gewöhnt bzw. die ersten sind schon wieder am Markt, die es
gar nicht mehr anders kennen.. und man glaubt diese Party mit
diesen sportlichen Bewertungen geht ewig so weiter und nur in
eine Richtung...

Wer ein bisschen Ahnung hatte, der wusste, dass da auch viel Übertreibung drin war. Und was auch noch dazu kommt, die Einführung der Abgeltungssteuer viel auch in den Zeitraum. Wollte man ein dauerhaft steuerfreies Depot war man also gezwungen, da einzusteigen, wo es im Nachhinein recht günstig war. Ich für meinen Teil hab das damals gemacht, alle Finanzen geregelt und bis auf einen Notgroschen alles in ein gestreutes ETF-Depot gepackt. Ich kenne einige, die es damals auch so gemacht haben und ich kenne noch mehr, denen ich im Angesicht der Finanzkrise genau dazu geraten habe.

Wenn man natürlich nur auf die Panikmache in den Medien gehört hat und sich lieber mit dem nächsten Neuwagen beschäftigt hat, der dank Abfrackpraemie soooo günstig war, faehrt jetzt ein Auto welches etwa nur noch 20% des Wertes eines zu diesem Zeitpunkt aufgebauten Depots hat.

Generell finde ich es sehr traurig, was hier im Forum teilweise diskutiert wird. Ich gehe mal davon aus, dass wir alle etwas im wirtschaftlichen Bereich studiert haben, trotzdem geht es hier um Themen und Ansichten, die man aus finanzieller Sicht einfach nur als hochgradig dumm bezeichnen kann. Ich kann nur hoffen, dass solche Leute in Unternehmen keine finanzielle Verantwortung tragen, andererseits würde das auch einiges erklären.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

SO ist das. Wenn du dann noch gut verdienender Single bist (bruttomäßig), dann bist du endgültig der Arsch der Nation.

Lounge Gast schrieb:

Deutschland ist eine Steuerhölle.
Wer nicht erbt und/oder außerordentlich erfolgreich ist
(Selbstständig, guter Investor oder Manager/IB), ist und
BLEIBT arm.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Kinderlose Singles sollten man ganz ruhig sein. Bekommen Sie doch im Alter Rente und Pflege, ohne Kinder gezeugt zu haben, welche das finanzieren. Wenn wir kinderlose mit einem Durchschnittssteuersatz von mindestens 50% besteuern und die Sozialabgaben deutlich erhöhen, dann kommen wir bei einigermaßen Gerechtigkeit auf die Lebenszeit gerechnet heraus. Oder ein vollständiger Verzicht auf jegliche Rente und Pflege (Erschießen bei Pflegebedürftigkeit, falls kinderloser Single).

Also schön froh sein, dass diese, welche etwas für die Zukunft tun und diese, welchen es scheiss egal ist, gleich besteuert werden und auch gleiche Rentenbeiträge und Vorteile bei der Pflege genießen (weil es die Eltern zunächst der Partner und dann die Kinder bezahlen und bei den kinderlosen Singles stets die Allgemeinheit).

Lounge Gast schrieb:

SO ist das. Wenn du dann noch gut verdienender Single bist
(bruttomäßig), dann bist du endgültig der Arsch der Nation.

Lounge Gast schrieb:

Deutschland ist eine Steuerhölle.
Wer nicht erbt und/oder außerordentlich erfolgreich ist
(Selbstständig, guter Investor oder Manager/IB), ist und
BLEIBT arm.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Klar und wenn dein Kind nach dem Abi anfängt Ethnologie zu studieren und danach keinen Job findet und Harzt4 bezieht, dann stellen wir in Zukunft auch sämtlich Ausbildungskosten den Eltern in Rechnung. Nicht zu vergesssen die Nachbesteuerung des Einkommens der letzten 25 Jahre + Strafzuschlag da sie ja der Gesellschaft ja noch mehr geschadet haben als die Kinderlosen!

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Naja "Steuerhölle"... Wer den Spitzensteuersatz zahlen muss, der ist normal nicht derjenige, der die Brandblasen abbekommt...

Der abhängig Beschäftigte der auch noch wenig verdient, dem bleiben real noch ca 30%.. Und bekommt die Teufelsgabel über die Konsumsteuern etc. richtig schön in den Hintern gestochen... der schreit dann aber meistens dann nach dem Staat (Belzebub) der ihn da doch bitte rausholen soll...

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Nur dass der Kinderlose heute schon alle durchfüttert. Sämtliche Low Performer wie Rentner, Arbeitslose und Familien mit Kindern fallen dem hart arbeitenden Mittelschichtler zur Last. Wer zahlt denn die ganzen Leistungen für Familien, Kindergeld, Elterngeld, die Infrastruktur, die Schulen, die Lehrer, die Hochschulen, Professoren, den Kinderarzt, sämtliche Vergünstigungen und Subventionen? Da bekommt man wirklich Tobsuchtsanfälle, wenn dann jemand wieder mit dem "Argument" meine Blagen zahlen deine Rente um die Ecke kommt.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Pauschaler Unfug. Beide Beiträge.

Ich bezeichne mich nicht als reich. Aber auch ohne Erbe und Posten als Top Manager in einer ach so dollen IB, bin ich nicht arm. Den Eindruck haben meine Frau und mein Kind (16 J.) übrigens auch nicht.

Und als Single ist man nicht der letzte Arsch. Man zahlt mehr, weil man eben Single ist. Keine Frau, keine Kinder. Nur man selbst. Wo ist jetzt das Problem? Wie die erste Antwort auf den Post schon richtig angedeutet hat, ist das Generationensystem auf Nachwuchs angewiesen. Diejenigen, die keinen haben, müssen einen höheren Beitrag leisten. Die Familien zahlen weniger EkSt, sorgen aber für "Nachschub" für kommende Generationen.

Lounge Gast schrieb:

SO ist das. Wenn du dann noch gut verdienender Single bist
(bruttomäßig), dann bist du endgültig der Arsch der Nation.

Lounge Gast schrieb:

Deutschland ist eine Steuerhölle.
Wer nicht erbt und/oder außerordentlich erfolgreich ist
(Selbstständig, guter Investor oder Manager/IB), ist und
BLEIBT arm.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Prinzipiell gebe ich euch recht. Das einzig wirklich ärgerliche neben einer immer vorhandenen Steuergeldverschwendung ist die kalte Progression.

Beispiel:
Meine bessere Hälfte hat zwei 1/2 Arbeitsstellen auf Stkl. 5 und 6. Diese unterscheiden sich in den jeweiligen Bruttogehältern um 200?. Um mit einer Vollzeitstelle nun das Gesamt-Netto der beiden Stellen zu haben, müsste sie in Summe 50% mehr verdienen. Krankes System....

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Bin 33, mit Immobilie ca. 300k Vermögen. (keine Schulden)
Habe 2010 neues Reihenhaus günstig gekauft, ist heute ca. 90k mehr wert (viele Vergleichswerte ? vom gleichen Jahr, gleiche Immobilie ? werden in der Gegend gehandelt).

Arbeite seit 6 Jahren, während des Studiums über eigene Webseite(Werbeeinahmen) durch die Runden gekommen. Davor Zeitungen ausgetragen.(In der Jugend)
Teil des Vermögens ist auch über Zinseszins gewachsen (bevor einige wieder mit Teilen anfangen).

Nur zum Nachrechnen, da oben jemand fürs Zeitungsaustragen belächelt wurde: Ich habe mit 14 mit Zeitungsaustragen angefangen, das Geld zur Hälfte angespart, die Zinsen waren damals bei über 5 % -> 15 Jahre später wo ich das Geld für Immobilie brauchte, war das Geld verdoppelt.
Aktuelle Kapitaleinnahmen kommen aus Dividenden und Aktienkursgewinnen.

P.S.: Bin kein Extremsparer, ab 18 eigenes Auto, jedes Jahr Urlaub, früher jede Woche Party und das Übliche?

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Auch als kinderloser Single hast du alle diese Leistungen schon in Anspruch genommen. Oder musstest du für Schule und Hochschule nennenswerte Beträge zahlen. Deine Eltern haben auch Kindergeld bekommen, damit du nicht in KIK-Klamotten rumrennen musst. Jegliche Leistungen im Zusammenhang mit Kindern haben also null Aussagekraft, weil alle diese Leistungen prinzipiell von jedem Deutschen in Anspruch genommen wurden. Jeder war mal Kind und jeder hat davon gleichermaßen profitiert.

Lounge Gast schrieb:

Nur dass der Kinderlose heute schon alle durchfüttert.
Sämtliche Low Performer wie Rentner, Arbeitslose und Familien
mit Kindern fallen dem hart arbeitenden Mittelschichtler zur
Last. Wer zahlt denn die ganzen Leistungen für Familien,
Kindergeld, Elterngeld, die Infrastruktur, die Schulen, die
Lehrer, die Hochschulen, Professoren, den Kinderarzt,
sämtliche Vergünstigungen und Subventionen? Da bekommt man
wirklich Tobsuchtsanfälle, wenn dann jemand wieder mit dem
"Argument" meine Blagen zahlen deine Rente um die
Ecke kommt.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Und als Single ist man nicht der letzte Arsch. Man zahlt mehr, weil man eben Single ist."

Wieso zahlt man mehr? Wer als Single 50.000 Euro verdient, zahlt genauso viel wie in einer Ehe, in der beide Partner insgesamt 100.000 Euro verdienen. Da ist überhaupt niemand der Arsch. Wer natürlich mit 50.000 Euro eine Familie durchfüttert, zahlt weniger als jemand, der mit 50.000 nur sich selbst durchfüttert. Das ist bei einem progressiven Steuertarif nur gerecht.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

in den 20igern macht man party etc... Gespart wird später... Hier immer alle mit man muss nur sparsam genug leben etc.. ist doch quatsch! Entdeckt die welt, erweitert euren Horizont und sammelt Lebenserfahrung. Wie kleingeistig ist es denn immer weiter zu sparen, nur um dann in einer unteren Durchschnittswohnung zu wohnen? Das ist doch kein Leben! Finde ich den Ami approach 110% der verdienten Kohle rauszuhauen und einfach mehr zu arbeiten, wenns nicht mehr passt fast stimmiger... Man könnte meinen, ihr seid alle 50 mit eurer Einstellung... Was bringt euch finanzielle Sicherheit, wenn ihr Unglücklich seid? Von solchen Lebensmodellen kommt der Spruch Geld macht nicht glücklich... Natürlich ist man glücklicher, wenn man mehr kohle verdient, aber nicht wenn man genausoviel verdient aber weniger ausgibt.....

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Bin 33, mit Immobilie ca. 300k Vermögen. (keine Schulden)
Habe 2010 neues Reihenhaus günstig gekauft, ist heute ca. 90k mehr wert"

Keine Verrechnung von Vermögen und Schulden... Das Anschaffungskostenprinzip ist zu beachten. ^^

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Das Ehegattensplitting ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Zulagen und Steuererleichterungen sind OK, wenn Kinder da sind. Aber nicht nur deshalb, weil zwei Leute heiraten!

Zumal es kaum Haushalte gibt, die so gut dastehen wie diejenigen mit zwei Vollverdienern.
Da wird selbst ein MDAX-Vorstand (mit Frau und 3 Kindern) aufs Familieneinkommen das Nachsehen haben.

Warum hier Steuererleichterungen per Ehegattensplitting gewährt werden, ist mir absolut schleierhaft.

DAX Einkäufer schrieb:

"Und als Single ist man nicht der letzte Arsch. Man
zahlt mehr, weil man eben Single ist."

Wieso zahlt man mehr? Wer als Single 50.000 Euro verdient,
zahlt genauso viel wie in einer Ehe, in der beide Partner
insgesamt 100.000 Euro verdienen. Da ist überhaupt niemand
der Arsch. Wer natürlich mit 50.000 Euro eine Familie
durchfüttert, zahlt weniger als jemand, der mit 50.000 nur
sich selbst durchfüttert. Das ist bei einem progressiven
Steuertarif nur gerecht.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Wenn man die Ehe eingeht, hat man sich entschlossen, eine Gemeinschaft auf Lebenszeit zu bilden. Diese Gemeinschaft soll selbst entscheiden, wie sie intern häusliche Pflichten, Hausarbeit und Arbeit aufteilen. Nur weil man etwa entscheidet, dass einer sich auf Hausarbeit konzentriert und wenig bis gar nicht arbeitet und der andere sich voll auf die Arbeit konzentriert, soll die eheliche Gemeinschaft KEINE NACHTEILE daraus ziehen. Bei einem Single muss man ja explizit davon ausgehen, dass dieser Arbeit (100%) und Hausarbeit (100%) selbst macht. Bei einer Ehe kann etwa der Mann für sich und seine Frau arbeiten (200%), aber keine Hausarbeit machen (0%) und die Frau nur die Hausarbeit (200%, also für sich und den Mann), aber keine reguläre Arbeit (0%). Aus dieser Aufteilung heraus, welcher einer Ehe zugestanden wird (besonderer Schutz von ehe und Familie, Grundgesetz), ist es logisch, dass beide zusammen besteuert werden dürfen. Im Endeffekt entstehen daraus keine Vorteile gegenüber zwei Singles.

Beispiel, der Ehemann konzentriert sich voll auf Arbeit, weil Frau Hausarbeit, Erledigungen macht und verdient 60.000 EUR, Frau verdient nichts.

Demgegenüber zwei Singles, welche beide jeweils 30.000 EUR verdienen. Die lassen es locker angehen und kombinieren Job und Hausarbeit. Im Endeffekt stehen allen 4 Personen jeweils 30.000 EUR brutto zur Verfügung. Und wenn der Single den Karriereturbo zünden will, dann kann er z.B. haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen (Putzen, Rasen mähen, Hausmeister, Gärtner) und diese steuerlich absetzen.

Im Endeffekt begründet es sich aus aus dem gegenseitigen Versorgungsanspruch der Ehepartner. Wenn ein Ehemann gelt verdient und die Frau nichts, dann hat die Frau gegenüber dem Mann einen Versorgungsanspruch. Dass das steuerlich gleich behandelt werden muss wie wenn die Frau die Hälfte selbst verdient hätte, wird dir das Verfassungsgericht bestätigen, falls da wirklich mal jemand dagegen klagen sollte.

Lounge Gast schrieb:

Das Ehegattensplitting ist eine himmelschreiende
Ungerechtigkeit.

Zulagen und Steuererleichterungen sind OK, wenn Kinder da
sind. Aber nicht nur deshalb, weil zwei Leute heiraten!

Zumal es kaum Haushalte gibt, die so gut dastehen wie
diejenigen mit zwei Vollverdienern.
Da wird selbst ein MDAX-Vorstand (mit Frau und 3 Kindern)
aufs Familieneinkommen das Nachsehen haben.

Warum hier Steuererleichterungen per Ehegattensplitting
gewährt werden, ist mir absolut schleierhaft.

DAX Einkäufer schrieb:

"Und als Single ist man nicht der letzte Arsch. Man
zahlt mehr, weil man eben Single ist."

Wieso zahlt man mehr? Wer als Single 50.000 Euro verdient,
zahlt genauso viel wie in einer Ehe, in der beide Partner
insgesamt 100.000 Euro verdienen. Da ist überhaupt niemand
der Arsch. Wer natürlich mit 50.000 Euro eine Familie
durchfüttert, zahlt weniger als jemand, der mit 50.000 nur
sich selbst durchfüttert. Das ist bei einem progressiven
Steuertarif nur gerecht.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Es gibt wirklich so sehr viele Beispiele, wo jemand 45 Jahre lang Sozialhilfe bezieht und nie etwas einzahlt, da hast du ja soooo Recht. Besonders Studierte sind da ein gutes Beispiel. Manche haben einen Plan, echt nicht zu fassen. Nur weil der durchschnittliche Ethnologe keine Millionen verdient, sind die keinesfalls alle arbeitslos. 2,5 Prozent Akademiker-Arbeitslosigkeit kommt nicht von ungefähr.

Also mal die Füße still halten und realistisch bleiben. Der kinderlose Single ist die am meisten gepamperte Gruppe überhaupt. Profitierte ebenfalls von kostenloser Schulbildung, meist kostenloser oder extrem kostengünstiger Hochschulbildung, zahlt wie alle die Rente für die Eltern- und Großelterngeneration, aber macht nichts dafür, dass seine eigene Rente bezahlt wird. Stattdessen müssen andere gleichaltrige die Kinder großziehen, damit er mal Rente bekommt. Das gleiche bei der Pflege. Bei einer verheirateten Person springt zunächst der Ehepartner, danach die Kinder ein. Nur wenn die alle nichts haben, zahlt das Sozialamt. Beim kinderlosen Single zahlt sofort das Sozialamt.

Deswegen müsste der kinderlose deutlich höhere Beiträge bezahlen. Bei der Rentenversicherung etwa den üblichen Umlagebeitrag für die Eltern- und Großelterngeneration und dann mindestens noch mal in gleicher Höhe einen Beitrag in eine kapitalgedeckte Rentenversicherung, damit davon, statt durch Kinder anderer Eltern seiner Generation, seine Rente bezahlt wird. Ebenso müsste er dazu verpflichtet sein, eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung abzuschließen, weil es im Alter ja keine Verwandten in gerader Linie gibt, welche für die Pflege aufkommen (der Teil, welcher die gesetzliche Pflegeversicherung übersteigt).

Wenn wir das haben, haben wir dort einigermaßen Gerechtigkeit. Das aktuelle System bevorzugt kinderlose Singles extrem.

Lounge Gast schrieb:

Klar und wenn dein Kind nach dem Abi anfängt Ethnologie zu
studieren und danach keinen Job findet und Harzt4 bezieht,
dann stellen wir in Zukunft auch sämtlich Ausbildungskosten
den Eltern in Rechnung. Nicht zu vergesssen die
Nachbesteuerung des Einkommens der letzten 25 Jahre +
Strafzuschlag da sie ja der Gesellschaft ja noch mehr
geschadet haben als die Kinderlosen!

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Gott sei Dank bin ich nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung... Versorgungswerk sein Dank!

Gesetzliche Rentenversicherung ist so ziemlich das schlimmste, was einem Akademiker passieren kann...

PS: Was ist eigentlich wenn einer seinen Kindern einredet, dass die Beamte werden sollen? Soll man dem auch höhere Beiträge abverlangen, weil seine Kinder ja nichts einzahlen?

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

""Bin 33, mit Immobilie ca. 300k Vermögen. (keine Schulden)
Habe 2010 neues Reihenhaus günstig gekauft, ist heute ca. 90k mehr wert"
Keine Verrechnung von Vermögen und Schulden... Das Anschaffungskostenprinzip ist zu beachten. ^^ "

Wo steht es, dass Schulden mit Vermögen verrechnet wurden? Ich habe geschrieben, dass ich keine Schulden habe!

Anschaffungsprinzip? Ich wie soll ich es bei Aktien machen - Kursgewinne raus rechnen?
Da ich mir in paar Jahren größere Immobilie kaufen möchte, muss ich aktuellen Wert beachten, da ich zu aktuellen Wert verkaufen werde und nicht zu angeschafften Wert!

antworten
DAX Einkäufer

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Wenn man die Ehe eingeht, hat man sich entschlossen, eine Gemeinschaft auf Lebenszeit zu bilden."

Richtig.

"Das Ehegattensplitting ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit."

Im Gegenteil. Die Zusammenveranlagung von Ehepartnern schafft erst diejenige Gerechtigkeit, die bei einem progressiven Steuertarif durch getrennte Besteuerung verloren geht.

"Zulagen und Steuererleichterungen sind OK, wenn Kinder da sind. Aber nicht nur deshalb, weil zwei Leute heiraten!"

Man bekommt keine Erleichterung und auch keine Zulage. Im Gegenteil: Wer heiratet, übernimmt die Versorgungspflicht für seinen Ehepartner. Wenn der Ehepartner arbeitslos wird, bekommt er nicht etwa Wohn- und Arbeitslosengeld wie der Unverheiratete, sondern er lebt vom Geld seines Partners. Der Staat ist dann raus aus der Versorgungspflicht. Aus der gemeinsamen Betrachtung der Einnahmen resultiert in logischer Konsequenz auch die gemeinsame Besteuerung.

"Zumal es kaum Haushalte gibt, die so gut dastehen wie diejenigen mit zwei Vollverdienern."

Zwei Vollverdiener haben durch das Ehegattensplitting genau NULL Vorteile gegenüber zwei Singles. Einfach mal einen Steuerrechner bemühen und ausrechnen.

"Warum hier Steuererleichterungen per Ehegattensplitting gewährt werden, ist mir absolut schleierhaft."

Es gibt keine Erleichterungen. Ich glaube, der zitierte Poster hat vom Steuerrecht schlicht keinen Schimmer.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ab dem 30. sollte man mit 100.000 pro Jahrzehnt bis 60 rechnen. Dann nur noch mit 75.000 bis 80. Das erscheint hoch, aber alleine die Häuser, die der größte Teil ab 30 bauen sind oft 100.000 bis 400.000 Euro wert und die werden Stück für Stück abbezahlt. Von daher bist du eine extreme Abweichung von der Faustregel.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Wenn man die Ehe eingeht, hat man sich entschlossen, eine Gemeinschaft auf Lebenszeit zu bilden."

Eben nicht. Das ist eine jahrhundertealte Tradition, die nicht mehr zeitgemäß ist und sich längst überholt hat. Trotzdem ist dieses widerliche Konstrukt noch tief in der Gesellschaft verankert. Wir überlegen derzeit zu heiraten, aber nicht wegen dem "bis dass der Tod euch scheidet" - Quatsch, sondern schlichtweg um steuerlich nicht benachteiligt zu sein. Natürlich mit sauberem Ehevertrag.

Hat ein normales unverheiratetes Paar die gleichen steuerlichen Begünstigungen wie ein verheiratetes Paar?

Dass man Freibeträge für Kinder bekommt, kann ich nachvollziehen. Nur sollten die, die kinderlose Paare verurteilen sich lieber an ihrem Nachwuchs erfreuen als es als lästige gesellschaftliche Pflicht anzusehen.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Wenn du ein berufsständisches, kapitalgedecktes Versorgungswerk meinst, wäre ich da jetzt nicht unbedingt hocherfreut. Die Bezüge dort werden durch die Niedrigzinsphase in den nächsten Jahrzehnten extrem sinken. Kann sein, dass man immer noch ein wenig mehr bekommt als bei der umlagenfinanzierten Rente, aber sicher ist es nicht und viel mehr wird es keinesfalls. Das trifft solche Berufe wie Rechtsanwalt, Architekt oder Steuerberater/Wirtschaftsprüfer.

Zu dem zweiten Absatz: Erstens, was soll der Unsinn? Es geht um statistische Mittelwerte und so finanzieren eben zwei Kinder im Schnitt die Rente und sichern das Bevölkerungsniveau von Deutschland. Null Kinder machen es nicht. Also zwei Kinder großziehen, sein Bestes geben und die gesellschaftliche Pflicht ist getan. Wenn das jeder machen würde, dann hätten wir null Probleme. "Unglücksfälle" werden stets durch andere ausgeglichen, in der breiten Masse reicht es schlichtweg, wenn jeder 2 Kinder großzieht.

Zweitens ist auch die Beamtenpension umlagenfinanziert. Wer heute Beamter ist, verzichtet implizit auf einen guten Teil seines Gehalts für die Pension. Dieser Anteil wird vom Bund und den Ländern aber nicht angespart, sondern es werden umlagefinanziert Pensionäre bedient. Wenn man dann alt ist, dann bekommen die jungen Beamten nicht das volle Gehalt, sondern ein Teil wird umlagenfinanziert an dich ausgezahlt. Dafür erwerben diese Pensionäre wieder einen Anspruch gegenüber der folgenden Generation.

Lounge Gast schrieb:

Gott sei Dank bin ich nicht in der gesetzlichen
Rentenversicherung... Versorgungswerk sein Dank!

Gesetzliche Rentenversicherung ist so ziemlich das
schlimmste, was einem Akademiker passieren kann...

PS: Was ist eigentlich wenn einer seinen Kindern einredet,
dass die Beamte werden sollen? Soll man dem auch höhere
Beiträge abverlangen, weil seine Kinder ja nichts einzahlen?

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Guter Beitrag vom DAX-Einkäufer!

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Es gibt keine Erleichterungen. Ich glaube, der zitierte Poster hat vom Steuerrecht schlicht keinen Schimmer."

Der Bildungsverlag 1 bietet Berufsschulbücher für Kaufmännische Berufe an... da ist das alles recht detailiert aber schön einfach und verständlich erklärt...

könnte helfen paar Bildungslücken zu schließen ^^

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Faustregel: 100k pro Jahrzehnt über und schön hüpste über die Armut drüber.

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WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Das schlägt dem Fass den Boden aus!

"Beamte verzichten auf einen guten Teil ihres Gehaltes" - wo hast Du das denn her?

Fakt ist: Die immensen Beamtenpensionen belasten die Haushalte (von Ländern UND vom Bund), eben weil sie steuerfinanziert sind. Nix da "der Beamte verzichtet"!!!

Sigmar Gabriel hatte im Kanzlerduell (Rededuell vor der letztjährigen Bundestagswahl) dieses heiße Eisen angepackt und versprochen, dass auch die Herren und Frauen Pensionäre bzw. Beamte ihren Beitrag leistsen müssen - leider zunächst ohne Erfolg.

Aber diese Ungerechtigkeit kann nicht ewig so weitergehen (hoffe ich zumindest) - bald sollten auch sie ihren Beitrag leisten!

Lounge Gast schrieb:

(...)
Zweitens ist auch die Beamtenpension umlagenfinanziert. Wer
heute Beamter ist, verzichtet implizit auf einen guten Teil
seines Gehalts für die Pension. Dieser Anteil wird vom Bund
und den Ländern aber nicht angespart, sondern es werden
umlagefinanziert Pensionäre bedient. Wenn man dann alt ist,
dann bekommen die jungen Beamten nicht das volle Gehalt,
sondern ein Teil wird umlagenfinanziert an dich ausgezahlt.
Dafür erwerben diese Pensionäre wieder einen Anspruch
gegenüber der folgenden Generation.

(...)

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Beamtenpension Umlagefinanziert? Nein, es gibt keine Umlage. Und nein, der Beamte verzichtet nicht auf Gehalt, diese sind (von Spitzentätigkeiten abgesehen) bereits recht hoch. Es handelt sich um einen lebenslangen grundgesetzlich garantierten Versorgungsanspruch. Leider kann die Höhe recht einfach angepasst werden, das werden Beamte in einigen Jahren auch deutlich zu spüren bekommen (meine Prognose).

Das Versorgungswerk ist nicht genial, aber wenigstens gibt es dort die Chance auf eine positive Rendite. Das gesetzliche Rentensystem wird m.E. nicht kollabieren, die Auszahlungen aber vollkommen verkümmern und nicht der Rede wert sein. Ich (Jahrgang 85) würde vermutlich nicht einmal meine nominalen Auszahlungen (die ich nur teilweise steuerlich geltend machen konnte) unverzinst und ohne Inflationsausgleich voll steuerpflichtig zurückbekommen.

Unter das Kopfkissen wäre ein deutlich besseres Konzept

Private Geldanlage (Ohne Rieserquatsch: Privat = keine staatlichen Förderungen) > Beamtenpension > Versorgungswerk > Kopfkissen > gesetzliche Rentenversicherung

Das wäre in etwa mein Ranking der Überlegenheit der Vorsorgesysteme

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DAX Einkäufer

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Eben nicht. Das ist eine jahrhundertealte Tradition, die nicht mehr zeitgemäß ist und sich längst überholt hat. Trotzdem ist dieses widerliche Konstrukt noch tief in der Gesellschaft verankert. Wir überlegen derzeit zu heiraten, aber nicht wegen dem "bis dass der Tod euch scheidet" - Quatsch, sondern schlichtweg um steuerlich nicht benachteiligt zu sein. Natürlich mit sauberem Ehevertrag."

Wie schön. Wie genau sieht diese Benachteiligung denn aus? Das müsstest Du mir bitte mal erklären. Am besten mit konkreten Zahlen bzw. einem Beispiel.

Noch eine Information für Dich als angehender Ehepartner: Du hast in der Ehe die Versorgungspflicht für Deinen Partner, d.h. Dein Gehalt ist nicht mehr Dein eigenes, sondern es gehört Euch beiden. Das ist Dir klar, oder? Die Krankenversicherung berechnet sich anhand des gemeinsamen Einkommens. Auch klar, oder? Wird Dein Partner arbeitslos, lebt er von Deinem Gehalt mit. Erst recht klar, oder?

"Hat ein normales unverheiratetes Paar die gleichen steuerlichen Begünstigungen wie ein verheiratetes Paar?"

Es gibt keine Vergünstigungen für verheiratete Paare. Die Zusammenveranlagung ist keine Begünstigung. Das wirst Du nach Deiner Hochzeit (mit sauberem Ehevertrag - ist ja klar, man will ja nicht wirklich für seinen Partner haften, nicht wahr? Ihr seid ja ein modernes Paar, das nur wegen der Steuern heiratet) bei einem Blick auf Deinen Gehaltszettel feststellen können. Wir sprechen uns dann wieder, wenn einer von Euch beiden z.B. kein Einkommen (mehr) hat und er vom Staat trotzdem keine Leistungen bekommt. Im Gegensatz zum unverheirateten Paar.

"Dass man Freibeträge für Kinder bekommt, kann ich nachvollziehen. Nur sollten die, die kinderlose Paare verurteilen sich lieber an ihrem Nachwuchs erfreuen als es als lästige gesellschaftliche Pflicht anzusehen."

Mir ist sowieso niemand bekannt, der seine Kinder aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus in die Welt gesetzt hat. Eltern sagen immer "ist was total Schönes" und nicht "ich musste es fürs Vaterland tun". Das war vielleicht früher mal.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich bin auch der Ansicht, dass das Rentensystem nicht kollabieren wird. Wenn die durchschnittliche Rente aber unter die Sozialleistungen fällt, ist das System hinfällig. Die Beamten starten aktuell auf einem höherem Level, aber der Trend geht auch nach unten (Renten stiegen 2014 um 1,6%, Pensionen um 1,3%). Bei dieser Entwicklung werden auch die Pensionen irgendwann einmal an die Renten angeglichen worden sein.

Ganz ehrlich, wenn ich Beamter wäre, würde ich mich auch nicht mehr so ohne weiteres auf meine Altersbezüge verlassen.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Witzbold - bei der Geschwindigkeit dauert das aber 200 Jahre...

Lounge Gast schrieb:

Ich bin auch der Ansicht, dass das Rentensystem nicht
kollabieren wird. Wenn die durchschnittliche Rente aber unter
die Sozialleistungen fällt, ist das System hinfällig. Die
Beamten starten aktuell auf einem höherem Level, aber der
Trend geht auch nach unten (Renten stiegen 2014 um 1,6%,
Pensionen um 1,3%). Bei dieser Entwicklung werden auch die
Pensionen irgendwann einmal an die Renten angeglichen worden
sein.

Ganz ehrlich, wenn ich Beamter wäre, würde ich mich auch
nicht mehr so ohne weiteres auf meine Altersbezüge verlassen.

antworten
know-it-all

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Beamtenpension Umlagefinanziert? Nein, es gibt keine Umlage.
Und nein, der Beamte verzichtet nicht auf Gehalt, diese sind
(von Spitzentätigkeiten abgesehen) bereits recht hoch. Es

Offiziell gibt es natürlich keine Umlage.

Da Beamte aber widerum keine RV-Beiträge zahlen, fallen deren Bruttogehälter insgesamt niedriger aus. Denn würde man Beamten noch RV-Beiträge vom Brutto abziehen, ging das unmittelbar zu Lasten deren Nettogehaltes.
Als Folge würden die Beamten natürlich mehr Bruttogehalt einfordern und mittelfristig aufgrund ihrer Verhandlungsmacht auch bekommen.

In der derzeitigen Situation spart der Staat somit an den Bruttogehältern sowie auch dem AG-Anteil zur Rentenversicherung. Aus diesen gesparten Kosten können natürlich Beamtenpensionen (teilweise) gezahlt werden. Eine Art Umlage ist das also schon.

Fragwürdig ist natürlich die Höhe der derzeitigen Pensionen im Vergleich mit dem Rentenniveau sowie die Tatsache, dass der Staat keinerlei Rückstellungen für die Pensionen bildet/ausweist. Fairer wäre es, wenn die Beamtenpensionen der Höhe nach auch an die Entwicklung der gesetzlichen Rente gekoppelt werden, denn der demographische Wandel und die Veralterung der Bevölkerung betrifft ja auch die Beamten.

handelt sich um einen lebenslangen grundgesetzlich
garantierten Versorgungsanspruch. Leider kann die Höhe recht
einfach angepasst werden, das werden Beamte in einigen Jahren
auch deutlich zu spüren bekommen (meine Prognose).

Das hoffe ich auch.

Das Versorgungswerk ist nicht genial, aber wenigstens gibt es
dort die Chance auf eine positive Rendite. Das gesetzliche
Rentensystem wird m.E. nicht kollabieren, die Auszahlungen
aber vollkommen verkümmern und nicht der Rede wert sein. Ich
(Jahrgang 85) würde vermutlich nicht einmal meine nominalen
Auszahlungen (die ich nur teilweise steuerlich geltend machen
konnte) unverzinst und ohne Inflationsausgleich voll
steuerpflichtig zurückbekommen.

Es ist (leider) auch nicht der Anspruch der gesetzlichen Rentenversicherung, dass jeder mit einer positiven Rendite herausgeht. Die Rendite bei Rentenzahlungen ist zudem sehr individuell und v.a. vom erreichten Lebensalter abhängig.

Ich würde es begrüßen, wenn der Staat jetzt den Beitragssatz zur RV erhöhen würde (sagen wir auf 21%), ohne aber die bestehenden Renten zu erhöhen, und stattdessen beginnen würde, den Überschussanteil der Einnahmen kapitalbasiert anzulegen. Alternativ ginge auch die Absenkung der heutigen Renten auf das Niveau von in 20 Jahren bei stabilen Beitragssätzen zur Erzielung eines Einnahmen-Überschusses.

Im Vergleich mit dem derzeitigen Beitragssatz von 18,9% hätte man gut 2% vom Beitragssatz (also etwa 10% der Gesamteinnahmen) für die kapitalbasierte Anlage zur Verfügung. Für einen Beitragszahler, der an der Beitragsbemessungsgrenze verdient, würden so im Jahr immerhin ~1.500 EUR pro Jahr angelegt werden. Das ist zwar auch nicht die Welt, aber ich man kommt wohl nur mit kleinen Schritten aus der reinen Umlagefinanzierung heraus...

Das norwegische Rentensystem funktioniert ja auch so und der norwegische Staatsfond ist inzwischen einer der größten Kapitalanleger weltweit und in Europa.

Leider würde bei dieser Idee immer irgendeine größere Wählergruppe leiden - entweder die Rentner aufgrund sinkender Renten oder die Beitragszahler aufgrund steigender Beiträge - und die Umsetzung somit extrem schwierig.

Unter das Kopfkissen wäre ein deutlich besseres Konzept

Private Geldanlage (Ohne Rieserquatsch: Privat = keine
staatlichen Förderungen) > Beamtenpension >
Versorgungswerk > Kopfkissen > gesetzliche
Rentenversicherung

Das wäre in etwa mein Ranking der Überlegenheit der
Vorsorgesysteme

Du hast die betriebliche AV vergessen. Die ist zwar auch staatlich gefördert (Steuerreduktion durch Entgeltumwandlung), aber für viele Leute ist doch eine zusätzliche Einkommensquelle im Alter. Ein Riester-Vertrag kann sich in bestimmten Fällen durchaus auch lohnen (insb. Kinderzulagen, Steuervorteile bei Gutverdienern), selbst wenn die verkauften Produkte keine extrem tolle Performance bieten.

Ich würde Riester deswegen nicht per-se verdammen, aber genau die Konditionen und Kosten anschauen.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Das mit der Versorgungspflicht gilt auch für Nicht-Verheiratete. Da hat Dax-Verkäufer eine Fehlinformationen geliefert. Denn für eine Bedarfsgemeinschaft etc. reichen schon "ehe-ähnliche Verhältnisse". Auch ist der Unverheiratete der Gekniffe.

antworten
know-it-all

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

DAX Einkäufer schrieb:

Noch eine Information für Dich als angehender Ehepartner: Du
hast in der Ehe die Versorgungspflicht für Deinen Partner,
d.h. Dein Gehalt ist nicht mehr Dein eigenes, sondern es
gehört Euch beiden. Das ist Dir klar, oder? Die
Krankenversicherung berechnet sich anhand des gemeinsamen
Einkommens. Auch klar, oder? Wird Dein Partner arbeitslos,

Das mit der Krankenversicherung haben wir doch schonmal diskutiert :-) Da gibt es (leider!?) kein Splitting. Die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, wenn die Voraussetzungen vorliegen, komplett kostenlos. Wenn also die Frau bspw. zu Hause bleibt und der Mann in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, dann ist die Frau kostenlos über den Mann familienversichert. Dessen Beiträge erhöhen sich nicht.

Haben beide Parter aber ein eigenes Einkommen, zahlen auch beide Partner eigene Beiträge. In diesem Fall ist das Ehepaar im Vergleich mit Singles genau gleichgestellt und genießt keinerlei Vorteile.

lebt er von Deinem Gehalt mit. Erst recht klar, oder?

Arbeitslosengeld I bekäme der arbeitslose Partner trotzdem, wenn ich nicht ganz irre, denn dieser hätte (als Angestellte(r)) zuvor auch eigene AV-Beiträge gezahlt. Aber sobald ALG I ausläuft, würden die Einkünfte des arbeitenden Partners herangezogen und dann würde wohl kein HarzIV gezahlt werden.

Es gibt keine Vergünstigungen für verheiratete Paare. Die
Zusammenveranlagung ist keine Begünstigung. Das wirst Du nach
Deiner Hochzeit (mit sauberem Ehevertrag - ist ja klar, man
will ja nicht wirklich für seinen Partner haften, nicht wahr?
Ihr seid ja ein modernes Paar, das nur wegen der Steuern
heiratet) bei einem Blick auf Deinen Gehaltszettel
feststellen können. Wir sprechen uns dann wieder, wenn einer
von Euch beiden z.B. kein Einkommen (mehr) hat und er vom
Staat trotzdem keine Leistungen bekommt. Im Gegensatz zum
unverheirateten Paar.

Da gebe ich dir absolut recht. Steuerlich gibt es keine Bevorteilung, wenn man denn die Ehe als einen gemeinsamen "Finanz-Haushalt" begreift, in den die Einkünfte beider Partner einfließen und dann die Steuerlast für den Gesamthaushalt berechnet wird und nicht für jedes Einkommen individuell. Im Vergleich mit der Individualbesteuerung beider Einkommen kann sich natürlich ein steuerlicher Vorteil ergeben. Aber ich persönlich finde die Variante, dass gleiches Haushaltseinkommen, unabhängig von der Verteilung dieses Einkommens auf die Ehepartner, immer zur gleichen Steuerlast führt, auch gerechter.

Die Krankenversicherung setzt dieses Konzept des Haushaltseinkommen aufgrund der Beitragsbemessungsgrenzen allerdings nicht konsequent um. Hier ein Beispiel:
Ein Haushalt, bei dem das das Einkommen ausschließlich durch einen Partner erzielt wird und dieses Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, zahlt insgesamt weniger Beiträge in die Krankenversicherung im Vergleich mit einem Haushalt, bei dem das gleiche Haushaltseinkommen auf beide Partner anteilig verteilt ist. Die erhaltenen Leistungen wären aber in beiden Fällen gleich. Das ist keine Förderung der Ehe per-se, aber eine Förderung von Allein-Verdienerhaushalten.

Anhand dieses Beispiels könnte man schlussfolgern, dass ein Splitting/Ermittlung der KV-Beiträge auf Basis des Haushaltseinkommen tatsächlich gerechter wäre oder zumindest im Einklang mit der steuerlichen Regelung.

Mir ist sowieso niemand bekannt, der seine Kinder aus
gesellschaftlicher Verantwortung heraus in die Welt gesetzt
hat. Eltern sagen immer "ist was total Schönes" und
nicht "ich musste es fürs Vaterland tun". Das war
vielleicht früher mal.

Ganz richtig.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Bei einer Ehe kann etwa der Mann für sich und seine Frau arbeiten (200%), aber keine Hausarbeit machen (0%) und die Frau nur die Hausarbeit (200%, also für sich und den Mann), aber keine reguläre Arbeit (0%)."

Übrigens kann das auch umgekehrt der Fall sein. ;)

Es kommt noch etwas dazu: Die Arbeit muss nicht zwangsläufig eine Angestelltentätigkeit sein. Es gibt auch Selbständige. Wenn es keine Zusammenveranlagung ("Ehegattensplitting") gäbe, könnte ein Selbständiger einfach die Hälfte seiner Einnahmen als Einkommen seines Ehepartners angeben und dadurch Steuern sparen. Der Selbständige hätte dadurch einen massiven Vorteil gegenüber dem abhängig Beschäftigten, bei dem das Arbeiteinkommen explizit nur ihm zufällt. Genauso könnte dies ein Ladenbesitzer handhaben, der zusammen mit seiner Ehefrau ein Geschäft betreibt. Er verteilt dann einfach den Gewinn des Ladens zu 50% auf beide Ehepartner und zahlt weniger Steuern - absurd.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Wie schön. Wie genau sieht diese Benachteiligung denn aus? Das müsstest Du mir bitte mal erklären. Am besten mit konkreten Zahlen bzw. einem Beispiel."

Ich selbst, 60k Jahreseinkommen, Partner Ausländer (lebt derzeit noch im benachbarten Ausland), Einkommen und Anspruch auf Sozialleistungen hier = 0.

"Noch eine Information für Dich als angehender Ehepartner: Du hast in der Ehe die Versorgungspflicht für Deinen Partner, d.h. Dein Gehalt ist nicht mehr Dein eigenes, sondern es gehört Euch beiden. Das ist Dir klar, oder? Die Krankenversicherung berechnet sich anhand des gemeinsamen Einkommens. Auch klar, oder? Wird Dein Partner arbeitslos, lebt er von Deinem Gehalt mit. Erst recht klar, oder?"

Ist hier arbeitslos, also lebt er sowieso von meinem Gehalt mit. Und da nehm ich lieber die günstigere Steuerklasse.

"Es gibt keine Vergünstigungen für verheiratete Paare. Die Zusammenveranlagung ist keine Begünstigung. Das wirst Du nach Deiner Hochzeit (mit sauberem Ehevertrag - ist ja klar, man will ja nicht wirklich für seinen Partner haften, nicht wahr? Ihr seid ja ein modernes Paar, das nur wegen der Steuern heiratet) bei einem Blick auf Deinen Gehaltszettel feststellen können. Wir sprechen uns dann wieder, wenn einer von Euch beiden z.B. kein Einkommen (mehr) hat und er vom Staat trotzdem keine Leistungen bekommt. Im Gegensatz zum unverheirateten Paar."

Wie geschrieben, bekommt sowieso keine Leistungen vom Staat.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Man muss auch auf Geschäftsführergehalt Steuern zahlen. Das macht doch gar keinen Unterschied.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Ich hoffe es stört nicht, wenn ich mich als Durchschnittsverdiener hier einklinke:

Ich bin jetzt 28 Jahre alt, ledig und seit 6 Jahren berufstätig mit aktuell etwa 50k brutto. Was habe ich auf der hohen Kante? Auf dem ersten Blick echt wenig. Am Monatsende geht es bei mir straff auf die Null zu.

Ich habe zwar während des Studiums dank Werkstudentenjob keine Miesen gemacht, aber da es gleich für den ersten Job in die Pampa ging, musste von Anfang an erst einmal ein eigener Hausstand her. Die ersten 3 Jahre meines Berufslebens zahlte ich somit Waschmaschine, Wohnzimmermöbel und Kühlschrank ab, weil es im Ort keine günstigen WG-Zimmer gab. Auch heute wohne ich alleine in einer 75qm Wohnung, nicht im allerletzten Stadtviertel aber auch bei weitem nicht luxuriös und fahre ein eigenes Auto.

Aber:

  • Ich zahle von meinem laufenden Geld in eine (zum Glück noch einigermaßen gut verzinste) Kapitallebensversicherung ein,
  • Seit 8 Jahren stecke ich monatlich 40 Euro in einen Bausparvertrag,
  • stocke meine betriebliche Altersvorsorge mit meinem Weihnachtsgeld auf (bekomme jährlich 400 Euro plus auf jeden eigens gesparten Euro noch mal 13% vom AG dazu),
  • habe einen Riestervertrag mit etwa 1-2k Rückkaufswert (liegt auf Eis, da sich das ganze als lediger "Besserverdiener" nicht mehr wirklich lohnt)
  • Kaufe jedes Jahr für ein paar Euronen Aktien meines Unternehmens und habe da aktuell 2-3k im Depot schlummern

Vor 3 Jahren war ich ein bisschen unvernünftig und habe angefangen einen neuen Golf im Wert von 28k zu finanzieren. Da bin ich heute ein wenig schlauer und würde nur noch junge Gebrauchte kaufen. Aber dieses Auto ist im kommenden Herbst abbezahlt und dann laut Schwacke immer noch knapp 10k Wert. Aber das Auto fährt noch prima und ich hoffe, es noch einige Jahre weiter zu fahren.

Wenn es mal wirklich brennen sollte habe ich somit etwa 3k Dispo, die ich sofort zur Verfügung hätte, die Aktien ließen sich im größten Notfall schnell je nach Kurs für 2,5-3k verkaufen. Meistens aber kann ich unverhofftes durch etwaige kleinere Einmalzahlungen (Rest vom Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) abdecken, da ich dieses prinzipiell nicht verplane.

Außerdem schuldet mir das Finanzamt für 2014 schon mal etwa 2 Nettomonatsgehälter, da muss ich wohl zeitnah an die Steuererklärung dran. :D

Wenn das Auto demnächst abbezahlt ist, will ich aber konkret das Sparen für ein Eigenheim beginnen und die Beiträge, die ich bisher dafür abgestottert habe, beiseite legen. Egal wie später mal meine Familiensituation aussieht, habe ich fest vor bis zum Renteneintritt ein abbezahltes Einfamilienhaus im Grünen zu besitzen und dann die mickrige gesetzliche Rente mit den Auszahlungen der bAV aufzustocken.

antworten
know-it-all

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Ich selbst, 60k Jahreseinkommen, Partner Ausländer (lebt
derzeit noch im benachbarten Ausland), Einkommen und Anspruch
auf Sozialleistungen hier = 0.

Und wo ist jetzt die Benachteiligung? Ihr werdet eben wie zwei Nicht-Verheiratete besteuert. Wenn du darauf hinaus willst, dass du ja in der jetzigen Situation mehr Steuern zahlst, als wenn du gemeinsam veranlagen könntet, dann überlege mal was die Alternative wäre.

Da kommt eigentlich nur die Komplett-Abschaffung des Ehegattensplittings in Frage, aber davon würdest du in deiner jetztigen Situation nicht profitieren, denn die Steuertarife für Singles würden sich nicht ändern.

Das einzige was passieren würde, ist dass Verheiratete in bestimmten Konstellationen mehr Steuern zahlen müssten. Was würde es dir aber bringen - deine finanzielle Situation würde sich nicht ändern? Wärst du zufriedener wenn du wüsstest dass deine verheiratete Nachbarn jetzt mehr Steuern zahlen müssen?
Insofern sieh das Ehegattensplitting nicht als Benachteiligung Unverheirateter sondern die (in gewissen Grenzen) Förderung der Familie, die jeder Heiratswillige einfach in Anspruch nehmen kann.

Ist hier arbeitslos, also lebt er sowieso von meinem Gehalt
mit. Und da nehm ich lieber die günstigere Steuerklasse.

Ich weiß was du meinst. Der Vorteil ergibt sich allerdings aus der Anwendung des Steuertarifs für Verheiratete und nicht durch die Steuerklasse. Mit der Steuerklasse (III) gibst du dem Finanzamt unterjährig nur weniger Kredit. Nach Steuererklärung und -rückerstattung kommt - unabhängig von der Steuerklasse (egal ob III, IV oder V) - immer das gleiche Netto raus.

Wie geschrieben, bekommt sowieso keine Leistungen vom Staat.

Ich hoffe trotzdem, dass du Deinen Partner auch ohne steuerliche Begüngstigung heiraten würdest... :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Als ich mit 22 angefangen habe zu arbeiten (mit genau 382 Euro auf dem Konto), wollte ich mit 30 Jahren ein monatlich wiederkehrendes Einkommen von nach Steuern min 10,000 haben bei einer Verschuldung von max 300,000

Heute, mit 26, bin ich bei ca 5,200 nach Steuer (alles Immobilien) und einer Verschuldung von ca 590,000. Das ist noch immer nicht schlecht, es bedeutet eine Netto-Vermögen von ca 1 Mio. Mein Ziel hinsichtlich monatliches wiederkehrendes Einkommen werde ich wohl erreichen, das mit der max 300,000 kann ich mir aber wohl abschminken. Das war zu ambitioniert.

PS: erreicht habe ich das durch einen relativ sparsamen Lebensstil (nicht geizig - viel Party, schöne Abendessen und 4-6 Städtetrips im Jahr waren immer dabei) mit geringen Fixkosten, viel Arbeit (IB) und bisher einem tollen Händchen bei Investments.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Lounge Gast schrieb:

Ich selbst, 60k Jahreseinkommen, Partner Ausländer (lebt
derzeit noch im benachbarten Ausland), Einkommen und Anspruch
auf Sozialleistungen hier = 0.

Das macht 35k netto für dich alleine. Falls ihr heiratet, macht es 19,5k pro Person. In wie fern steht du mit 19,5k besser da als mit 35k netto?

Merke, ihr seid unverheiratet und habt gegenseitig keinerlei Verpflichtungen. Die 35k netto stehen dir allein zu und was du damit machst, ist deine Sache. Ob du damit eine Person, mit welche du weder verwandet, verschwägert noch verheiratet bist, privat finanziell unterstützt, ist deine private Sache.

Eheleute haben gegenseitige Versorungspflichten wie -ansprüche. Damit sind das nicht mehr deine 60k brutto, sondern die 60k brutto von euch beiden.

Es ist ja auch mehr also logisch. Entweder du wirst alleine besteuert und es wird der einfache Steuertarif angewendet oder ihr werdet zusammen versteuert und es wird der um den Faktor 2 skalierte Steuertarif angewendet. Vergünstigungen gibt es keine. Im ersten Fall wird nur dein Einkommen besteuert, im zweiten Fall euer beider Einkommen. Der Tarif ist jeweils exakt skaliert, ohne Änderungen.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Von 28k auf 10k in drei Jahren, also 18k in 36 Monaten vernichtet. Au Backe!

Das sind etwa 500 EUR Wertverlust pro Monat vom Netto. Bei deinem Brutto bist du sicher fast beim Grenzsteuersatz, so dass du sicher mindestens 900 EUR brutto verdienen musst, nur um den Wertverlust zu bezahlen. Auf das Jahr gerechnet gibst du 11k brutto für den Wertverlust aus.

Nix gegen Premium Autos wie es so schön heißt, aber du hast quasi immer 3 von 12 Monaten erst mal nur für das Auto gearbeitet, pro Jahr, ohne einen Cent für dich selbst zu verdienen. Außer natürlich, du selbst bist das Auto. :)

Nur so ein Denkanstoß...

Lounge Gast schrieb:

Vor 3 Jahren war ich ein bisschen unvernünftig und habe
angefangen einen neuen Golf im Wert von 28k zu finanzieren.
Da bin ich heute ein wenig schlauer und würde nur noch junge
Gebrauchte kaufen. Aber dieses Auto ist im kommenden Herbst
abbezahlt und dann laut Schwacke immer noch knapp 10k Wert.
Aber das Auto fährt noch prima und ich hoffe, es noch einige
Jahre weiter zu fahren.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Was hat Premium mit Golf zu tun? Ich glaube ich habe selten etwas dämlicheres gelesen als sich einen Golf (!) zu finanzieren.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

5,200 pro Monat Miete, heisst also Immobilien im Wert von mindestens EUR 1,5M. Angenommen, Du hast im IB durchschnittlich EUR 150k in den ersten 4 Jahren verdient, dann waeren das netto etwa insgesamt 300k (wenn Du keinen Cent ausgibst). Du hast also Dein Vermoegen mehr als verdreifacht?

Lounge Gast schrieb:

Als ich mit 22 angefangen habe zu arbeiten (mit genau 382
Euro auf dem Konto), wollte ich mit 30 Jahren ein monatlich
wiederkehrendes Einkommen von nach Steuern min 10,000 haben
bei einer Verschuldung von max 300,000

Heute, mit 26, bin ich bei ca 5,200 nach Steuer (alles
Immobilien) und einer Verschuldung von ca 590,000. Das ist
noch immer nicht schlecht, es bedeutet eine Netto-Vermögen
von ca 1 Mio. Mein Ziel hinsichtlich monatliches
wiederkehrendes Einkommen werde ich wohl erreichen, das mit
der max 300,000 kann ich mir aber wohl abschminken. Das war
zu ambitioniert.

PS: erreicht habe ich das durch einen relativ sparsamen
Lebensstil (nicht geizig - viel Party, schöne Abendessen und
4-6 Städtetrips im Jahr waren immer dabei) mit geringen
Fixkosten, viel Arbeit (IB) und bisher einem tollen Händchen
bei Investments.

antworten
WiWi Gast

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Nur weil der Golf laut Liste 28k wert gewesen sein soll, glaube ich kaum, dass diese Summer auch finanziert wurde (und wenn es so wäre, es ist wirklich ein Golf mit "Premiumausstattung"). Meistens holt man mind. 10-20% Rabatt raus, macht eine Anzahlung usw.

Aber klar, gerade im ersten Jahr verliert so ein Auto am meisten Wert - ein wenig unvernünftig ist es also schon, wie der Poster schreibt.

Aber man muss halt Prioritäten setzen. ich glaube, wer vom FA eine Erstattung von zwei Monatsgehältern erwartet, der wird im Jahr auch wohlmöglich auch viele km abgespult haben (Pendler???), sonst kann ich mir die Höhe der Erstattung kaum erklären.

antworten
know-it-all

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

Der Golf ist das mit Abstand meistgekaufte/neuzugelassene Fahrzeug in Deutschland. Und der Schreiber des Beitrags ist mutmaßlich nicht der einzige, der dafür eine Finanzierung laufen hat.

Warum jetzt ausgerechnet die Finanzierung eines Golfs dämlich ist (aber bei anderen Autos nicht?) geht aus deinen Ausführungen nur bedingt hervor.
Ich bin übrigens auch der Meinung, dass man als Privatperson ein Auto auch cash bezahlen können sollte, aber ich bezeichne das Handeln anderer dann nicht gleich als dämlich.

Lounge Gast schrieb:

Was hat Premium mit Golf zu tun? Ich glaube ich habe selten
etwas dämlicheres gelesen als sich einen Golf (!) zu
finanzieren.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

"Ist hier arbeitslos, also lebt er sowieso von meinem Gehalt mit. Und da nehm ich lieber die günstigere Steuerklasse."

Der Unterschied ist, dass der Unterhalt an Deinen Partner derzeit eine freiwillige Leistung darstellt, die Du jederzeit einstellen kannst. Seid Ihr verheiratet, gibt es einklagbare Ansprüche und genau danach richtet sich die Steuerklasse aus. Du kannst auch Dein Geld auch gerne irgendwelchen Kindern aus der Nachbarschaft schenken, Kindergeld gibt es erst bei eigenen Kindern.

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Sparen im Studium: 6 Tricks für mehr Geld am Ende des Monats

Tipps zum Sparen im Studium

Das Studium ist ein besonderer Lebensabschnitt, den viele richtig genießen wollen. Die meisten Studenten haben viel Zeit, doch ihr Budget ist oft recht überschaubar. Das schränkt viele in ihrem Studentenleben beim Feiern und Reisen stark ein. Einige Tipps können dabei helfen, mit geringem Aufwand im Studium zu sparen.

Schuldenkrise beeindruckt deutsche Sparer nicht

Bausparen: Ein goldenes Sparschwein steht vor einem verschwommenem, roten Hausdach einer Immobilie.

Das Sparen ist den Menschen in Deutschland, Frankreich und Italien nach wie vor wichtig, doch die Unterschiede zwischen den drei Ländern sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Das ergab eine Studie von Forsa anlässlich des diesjährigen Weltspartages.

Deutsche sparen wieder etwas mehr

Großaufnahme eines goldenen Sparschweins in dem sich die Sonne und ein Wohnhaus spiegelt.

Wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 29. Oktober mitteilt, sparten die privaten Haushalte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres saisonbereinigt 11,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 11,2 Prozent.

Sparen privater Haushalte 1991-2005

Ein Bügelbrett mit einem Bügeleisen und einem Körbchen mit Wäscheklammern.

Die Deutschen haben in den ersten sechs Monaten diesen Jahres durchschnittlich 160 Euro monatlich auf die Seite gelegt. Dies entspricht 10,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Zusammen ergibt sich eine Summe von 78 Milliarden Euro.

Inflation frisst Sparzinsen auf

Bausparen: Ein goldenes Sparschwein steht vor einem verschwommenem, roten Hausdach einer Immobilie.

Die niedrigen Guthabenzinsen vom Sparbuch werden von der Inflationsrate fast wieder aufgezehrt. Jetzt lohnt es sich, nach besser verzinsten Anlagen Ausschau zu halten.

Reichtum ungleich verteilt: Rekordhoch von 2043 Milliardären

Das Bild zeigt als Symbol für Reichtum und eine ungleiche Vermögensverteilung die riesen Luxus-Yacht eines Milliardärs.

Die Anzahl der Milliardäre stieg auf ein Rekordhoch von 2043 Milliardären. 82 Prozent des 2017 erwirtschafteten Vermögens floss in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung. Jeden zweiten Tage kam ein neuer Milliardär hinzu. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, profitieren dagegen nicht vom aktuellen Vermögenswachstum. Das geht aus dem Bericht „Reward Work, not Wealth 2018“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat.

DAX wird um zehn Werte auf 40 Unternehmen erweitert

Geldanlage in Aktien oder Anleihen

Ab September 2021 wird der deutsche Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Unternehmen erweitert. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX Aktienindex von 60 auf 50 Unternehmen. Der DAX sollt durch zusätzliche Qualitätskriterien an internationale Standards angeglichen und gestärkt werden. Bei der Finanzbranche, Unternehmen, Verbänden und Privataktionären finden die Regeländerungen beim DAX eine breite Akzeptanz.

Fondsvermögen von Depotbanken wächst um ein Prozent

Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds stieg 2018 um ein Prozent. Insgesamt betreuten die 40 Verwahrstellen in Deutschland zum Jahresende 2018 ein Vermögen von 2.079 Milliarden Euro.

DAI-Renditedreieck

Das Renditedreieck mit den DAX-Renditen der letzten 50 Jahre zeigt die langfristige Entwicklung der Aktienanlage in deutsche Standardwerte.

Das DAI-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts veranschaulicht die historische Renditeentwicklung der Geldanlage in Aktien. Das Rendite-Dreieck visualisiert die Kurs- und Dividendenentwicklung in Aktien des DAX über Zeiträume von einem bis zu 50 Jahren. Historisch betrachtet lagen die jährlichen Renditen für Anlagezeiträume von 20-Jahren im Schnitt bei rund 9 Prozent. Das eingesetzte Vermögen verdoppelte sich bei dieser Wertentwicklung etwa alle 8 Jahre.

Dividendenstudie: Rekordausschüttung der 137 Dax-Unternehmen

Cover der FOM-Dividendenstudie 2017

Dividendenrekord - Die deutschen Börsenfirmen schütten im Jahr 2017 gut 46 Milliarden Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre aus. Das sind neun Prozent mehr Dividenden als im Vorjahr 2016 und der höchste Wert seit dem Jahr 2008. Insgesamt zahlen 137 von den 160 in DAX, MDAX, TecDAX und SDAX vertretenen Unternehmen eine Dividende. Mehr als je zuvor.

Chatbots für Broker

Trading: Chatbots für Broker

Wie kann ein Conversational-User-Interface mit KI-Funktionalität die Ansprache, Konvertierung und Aktivierung von Tradern unterstützen? Evgeny Sorokin ist Leiter der R&D-Abteilung bei Devexperts, einem Entwickler von Handelsplattformen und Finanzmarktdaten-Lösungen. Er gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, die Chatbots als neuer Kommunikationskanal bieten.

Die Mittelschicht in Deutschland ist stabil: Rund 40 Millionen Menschen zählen dazu

Knapp 48 Prozent der deutschen Bevölkerung zählt zur Mittelschicht – das sind rund 40 Millionen Menschen. Zur Mittelschicht zählen Alleinstehende mit durchschnittlichem Netto-Einkommen von 1.760 Euro pro Monat und Paare mit Kindern unter 14 Jahren von 3.690 Euro Einkommen. Wer 80 bis 150 Prozent davon zur Verfügung hat, zählt laut IW-Studie „Die Mittelschicht in Deutschland – vielschichtig und stabil“ zu dieser Kategorie.

Investment-Barometer: Eigenheim, betriebliche Altersvorsorge und Gold attraktivste Geldanlagen

Beliebte Geldanlagen in Deutschland

Das Sparbuch sowie Tagesgeld- und Festgeldkonten bleiben nach wie vor die bewährte Geldanlage bei den deutschen Sparern. Aus dem Investment-Barometer des GfK Vereins geht auch hervor, dass viele daran denken, ihr Erspartes in Immobilien, betriebliche Altersvorsorge und Gold zu investieren. Aktien und Fonds gewinnen langsam ebenfalls an Attraktivität.

Leitindex: Wie gut eignet sich der DAX als Gradmesser für die deutsche Wirtschaft?

Das Foto zeigt ein Kurs-Chart vom Deutschen Aktienindex DAX.

Der DAX ist der größte deutsche Aktienindex und gilt für viele Investoren, Unternehmen und Analysten als wichtiger Gradmesser für den Zustand der deutschen Wirtschaft. Bereits seit dem 1. Juli 1988 existiert der deutsche Leitindex - doch hat der DAX wirklich Signalwirkung für die gesamte Bundesrepublik? Eine Antwort auf diese Frage zeigt, ob der DAX seine Bedeutung zurecht verdient.

Private Altersvorsorge: Rentenlücke mit Aktien schließen

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

„Altersvorsorge in Deutschland – Ohne Aktien geht es nicht“: Das ist das Ergebnis der Studie „Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schließen“. Die Studie zeigt langfristige Renditevorteile von Aktien für die private Altersvorsorge und zeigt an Länder-Beispielen, wie ihre Systeme der Altersvorsorge mithilfe von Aktien erfolgsversprechend sind.

Antworten auf Wie viel sollte man mit Ende 20 auf der hohen Kante haben?

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Diskussionen zu Sparen

15 Kommentare

Ab wann sparen?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 29.10.2019: Wie man bei knapp 80k brutto im Jahr 30k weglegen kann, musst du mir auch mal verraten. Da ...

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