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Arbeitsvertrag & -rechtWeihnachtsgeld

Anspruch auf Weihnachtsgeld bei gekündigtem Arbeitsverhältnis

In der Regel steht in vielen Arbeits- und Tarifverträgen geschrieben, dass nur ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht, wenn sich das Arbeitsverhältnis bei der Auszahlung oder zu einem Stichtag in einem unkündbaren Zustand befindet. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass ein Weihnachtsgeldanspruch maßgeblich von der Höhe und wofür abhängt.

Weihnachtsgeldanspruch trotz Kündigung
Der Anspruch auf eine Weihnachtsgeld kann vom ungekündigten Bestehen des Arbeitsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt abhängig gemacht werden. Es kommt nicht darauf an, wer das Arbeitsverhältnis gekündigt hat. Eine entsprechende Bestimmung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen hält einer Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB stand. Voraussetzung ist, dass nicht die Vergütung von Arbeitsleistungen bezweckt ist.

Die Klägerin macht die Zahlung einer Weihnachtsgratifikation geltend, die mit der Vergütung für den Monat November zur Auszahlung kommen soll. Nach dem Arbeitsvertrag ist der Anspruch ausgeschlossen, wenn sich das Anstellungsverhältnis im Zeitpunkt der Auszahlung in gekündigtem Zustand befindet. Der Beklagte hat das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 23. November 2009 zum 31. Dezember 2009 gekündigt.

Die Vorinstanzen haben der Klage stattgegeben. Auf die Revision des Beklagten hat der Zehnte Senat des Bundesarbeitsgerichts das Urteil des Landesarbeitsgerichts aufgehoben und die Sache zurückverwiesen.

Ob die Zahlung einer Sonderzuwendung unter die Bedingung des ungekündigten Bestehens des Arbeitsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt gestellt werden kann, ist abhängig von dem mit der Zuwendung verfolgten Zweck. Knüpft die Zahlung - wie vorliegend - nur an den Bestand des Arbeitsverhältnisses an, ist eine entsprechende Klausel mit der gesetzlichen Grundkonzeption des § 611 BGB zu vereinbaren und hält einer Inhaltskontrolle stand.

Das Landesarbeitsgericht wird aufzuklären haben, ob der Eintritt der Bedingung treuwidrig herbeigeführt wurde und deshalb nach § 162 Abs. 2 BGB als nicht erfolgt gilt. Die Klägerin hat behauptet, ihr sei gekündigt worden, weil sie nicht freiwillig auf die Zahlung der Weihnachtsgratifikation verzichtet habe.

Informationen zum Urteil Weihnachtsgeldanspruch trotz Kündigung

 

Im Forum zu Weihnachtsgeld

6 Kommentare

Weihnachtsgeld zurückzahlen bei Kündigung

WiWi Gast

Ich bin bei einem DAX-Konzern angestellt. Bei uns gibt es im Tarifvertrag eine Klausel, nach der Sondernzahlungen nicht an bereits gekündigte Mitarbeiter gezahlt werden müssen bzw. zurückgefordert wer ...

6 Kommentare

Weihnachtsgeld IGM Elektro NRW

WiWi Gast

3600*1,4 = 5040 Euro Brutto. Und dann halt die Steuern normal abziehen. Werden dann ~3000Euro netto sein. Ich glaube zumindest, dass es so funktionieren müsste. Kann mich auch irren.

14 Kommentare

Vertrag unterschreiben und aktuellem Arbeitgeber erst später kündigen?

checker

Ich kenne es auch eher so, dass es darum geht ob man zu einem bestimmten Zeitpunkt da arbeitet, um Anspruch auf die Zahlungen zu haben. Aber das kann im Einzelfall sicher anders sein. Fände es aber se ...

15 Kommentare

Arbeitsvertrag Weihnachtsgeld

WiWi Gast

ach, hier jammern soviele. Und wenn mein Bonus mal ausfällt, stehen genug andere auf der Strasse

22 Kommentare

Urlaubstage, Weihnachtsgeld...

WiWi Gast

Null Sonderzahlungen, da Zeitarbeit.

5 Kommentare

Bonus/Weihnachtsgeld?

WiWi Gast

Es gibt nur Bonus plus (je nach Big4) Überstundenvergütung

5 Kommentare

Muss ich Weihnachtsgeld zurückzahlen???

WiWi Gast

dann würde ich am 01.04. kündigen zum 30.04. sind ja dann mehr als 4 wochen und dann können sie es nicht mehr zurückfordern. das steht auch nicht im vertrag, sondern im allg. arbeitsrecht...

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