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Fast 90 Prozent der Führungskräfte durch Smartphones gestresst

86 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind durch die ständige Erreichbarkeit über ihre Smartphones zumindest zeitweise höherem Stress ausgesetzt, 35 Prozent spüren diese Mehrbelastung sogar häufig oder jederzeit.

Großaufnahme von Hand und Daumen bei der Smartphone.

Fast 90 Prozent der Führungskräfte durch Smartphones gestresst
Frankfurt, 18.02.2013 (mercer) - 86 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind durch die ständige Erreichbarkeit über ihre Smartphones zumindest zeitweise höherem Stress ausgesetzt, 35 Prozent spüren diese Mehrbelastung sogar häufig oder jederzeit. Nur zwei Prozent sind nach Feierabend für Kollegen oder Geschäftspartner nicht zu erreichen und lesen auch keine arbeitsrelevanten E-Mails. Selbst im Urlaub ist mit 84 Prozent ein Großteil der Führungskräfte geschäftlich erreichbar. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie, für die das internationale Beratungsunternehmen Mercer in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München mehr als 150 Führungskräfte in Deutschland befragt hat.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das Smartphone eine Vermischung von Arbeitszeit und Freizeit fördert. 70 Prozent der Manager gaben an, ein und dasselbe Smartphone sowohl beruflich als auch privat zu nutzen. Als Hauptvorteil dieser Nutzungsweise wurden die Unabhängigkeit von Ort und Zeitzonen und die damit verbundene Verkürzung von Prozessen genannt. Laut Prof. Volker Nürnberg, Leiter Health Management bei Mercer, kann diese kontinuierliche Vermischung von Privat- und Berufsleben jedoch auch unerwünschte Folgen haben: „Die ständige Erreichbarkeit über das Ende der regulären Arbeitszeit hinaus und die damit verbundene Einschränkung der Freizeit können für erhöhten Stress sorgen und verkürzen die Regenerationszeit, was sich langfristig negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Führungskräfte auswirken kann.“

Die zusätzliche Belastung durch Smartphones außerhalb der Arbeitszeiten hat deshalb bereits einige Unternehmen dazu veranlasst, Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter zu ergreifen, z. B. das Abschalten der Geräte am Abend oder das Löschen von E-Mails im Urlaub. Diese Regelungen betreffen derzeit jedoch hauptsächlich Tarifmitarbeiter;  Führungskräfte bleiben hiervon gewöhnlich (noch) ausgenommen, wie auch die Studie zeigt:  Lediglich drei Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen entsprechende Regelungen zur Smartphonenutzung eingeführt hat.

„Verbindliche Regelungen können ein Instrument sein, bestimmte Aspekte der Smartphone-Nutzung sinnvoll zu steuern. Darüber hinaus müssen Mitarbeiter geschult werden, das Smartphone auch einmal bewusst auszuschalten und Prioritäten zu setzen“, so Prof. Volker Nürnberg weiter. Stress- und Zeitmanagementseminare seien genauso wichtig wie Führungskräfte in der gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung zu schulen. Neben der Eigenverantwortung der Mitarbeiter sei auch der Arbeitgeber gefordert, im Rahmen eines integrierten Gesundheitsmanagements einem Burnout bei Führungskräften vorzubeugen.

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