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Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Hallo zusammen,

zurzeit ist IT ja das Hot Topic wenn es um gute Gehälter geht und wir hier auch gerne geraten. Wie glaubt ihr denn sieht das langfristig aus? Sind diese hohen Gehälter wirklich nachhaltig? Einen großen Anteil an den hohen Gehältern wird ja die Arbeitskräfteknappheit in diesem Bereich haben. Aber wie sehr spielt hier rein, dass es noch eine relativ neue Branche ist bzw. sie in den letzten zwei Jahrzehnten extrem gewachsen ist und nicht schnell genug neue Leute ausgebildet werden können?

Wenn wir uns andere hochbezahlte Branchen anschauen, sind die Löhne dort oft hoch weil gute Angestellte Mangelware sind auf Grund von schlechten Arbeitsbedingungen (IB, UB, etc.) und/oder sehr hohen Anforderungen and die Ausbildung und Fähigkeiten (auch IB und UB, sowie Ärzte, Physiker, Chemiker, Patentanwälte, manche Ingenieure, etc.). Im Vergleich dazu scheinen die Ansprüche bei der IT, insbesondere wenn es um Softwareengineers, Coder, etc. geht, niedriger zu hängen. Manchmal kann man ja sogar ohne Studium einsteigen.

Die Knappheit an Arbeitskräften im IT-Bereich könnte also vor allem daran liegen, dass man mit dem Ausbilden nicht schnell genug hinterher kommt und weniger, dass die Ausbildung so schwer ist oder künstlich limitiert wird (Medizin). Aber würde das dann nicht heißen, dass mittelfristig immer mehr in diesem Bereich ausgebildet werden, bis eben kein Mangel mehr besteht. Und würde das nicht dazu führen, dass die Gehälter einbrechen?

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Dilaudid

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

Gschichten ausm Paulanergarten

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich empfinde das Gehalt in der "IT" als nicht so hoch. Bekannte und Kollegen in IT Berufen haben im Schnitt niedrigere Gehälter als mir bekannte Ingenieure.
Natürlich liegen die Entrepreneurs oder Warrior bei FAANG deutlich höher. Ist aber nicht der Durchschnitts ITler und clevere Leute haben schon seit jeher gutes Geld verdient.

Durch ständige Remote Arbeit sehe ich sogar noch mehr Potenzial die Jobs auszulagern, da die Hardware Anforderungen gering sind.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

Weird flex der überhaupt nicht auf die Frage eingeht.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Die Gehälter könnten nachhaltig sein, weil:

  • nicht viele Leute Bock auf Informatik haben und es vor allem nicht viele können (zumindest richtig gut können)
  • IT wächst überall und jeder muss es können
  • du viele Möglichkeiten hast und breit aufgestellt bist ob als Angestellter, Unternehmer oder Selbstständiger
  • die bestzahlenden Unternehmen überwiegend alle im IT Bereich agieren
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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Hallo zusammen,

zurzeit ist IT ja das Hot Topic wenn es um gute Gehälter geht und wir hier auch gerne geraten. Wie glaubt ihr denn sieht das langfristig aus? Sind diese hohen Gehälter wirklich nachhaltig? Einen großen Anteil an den hohen Gehältern wird ja die Arbeitskräfteknappheit in diesem Bereich haben. Aber wie sehr spielt hier rein, dass es noch eine relativ neue Branche ist bzw. sie in den letzten zwei Jahrzehnten extrem gewachsen ist und nicht schnell genug neue Leute ausgebildet werden können?

Wenn wir uns andere hochbezahlte Branchen anschauen, sind die Löhne dort oft hoch weil gute Angestellte Mangelware sind auf Grund von schlechten Arbeitsbedingungen (IB, UB, etc.) und/oder sehr hohen Anforderungen and die Ausbildung und Fähigkeiten (auch IB und UB, sowie Ärzte, Physiker, Chemiker, Patentanwälte, manche Ingenieure, etc.). Im Vergleich dazu scheinen die Ansprüche bei der IT, insbesondere wenn es um Softwareengineers, Coder, etc. geht, niedriger zu hängen. Manchmal kann man ja sogar ohne Studium einsteigen.

Die Knappheit an Arbeitskräften im IT-Bereich könnte also vor allem daran liegen, dass man mit dem Ausbilden nicht schnell genug hinterher kommt und weniger, dass die Ausbildung so schwer ist oder künstlich limitiert wird (Medizin). Aber würde das dann nicht heißen, dass mittelfristig immer mehr in diesem Bereich ausgebildet werden, bis eben kein Mangel mehr besteht. Und würde das nicht dazu führen, dass die Gehälter einbrechen?

Hast du eine Statistik die das belegt? Mein Eindruck ist dass die Gehälter zwar gut sind (v.a im Hinblick auf die Arbeitszeit), aber nicht überragend…die meisten bleiben bei im die 70k stehen (FANG und sehr spezialisiere Bereiche ausgenommen)

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

Klingt super realistisch, 900k USD. Das müssen ja Smart-Contracts sein, die Gold Wert sind.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Wie in allen Bereichen verdienen top Leute auch ein Top Gehalt. Mal sind das die Top 1% mal die Top 10%.
Das ein sehr guter Entwickler top verdienen kann, steht sicherlich außer Frage. Das kann aber ein Top IB auch.

Bei Softwareentwicklung geht es vor allen Dingen ums können. Das kann ich im Gegensatz zu anderen akademischen Jobs deutlich einfacher als durch ein Studium beweisen: Eigene Projekte, Mitarbeit an OpenSource usw. Daher kommt man da auch ohne Studium gut unter. Hinzukommt, dass aktuell der Bedarf an Entwicklern gigantisch ist.

Ob das mittelfristig so bleibt: Keine Ahnung, aber ich habe das Gefühl, dass aktuell sehr viele Richtung SE umschwenken / umschwenken wollen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich habe einen Master in Informatik an einer TU9 mit 1,5 abgeschlossen und mehrjährige Werkstudentenerfahrung, trotzdem musste ich über 150 Bewerbungen verschicken und über 30 Vorstellungsgespräche wahrnehmen, bis mal ein Angebot über 60k Einstiegsgehalt dabei rauskam. Das war noch vor Corona.

Meine Kommilitonen, die später fertig wurden, mussten sich jetzt alle mit 45-50k zufrieden geben, teilweise sogar in Städten wie München. Das finde ich schon sehr grenzwertig für einen angeblich so gesuchte Branche, in der man mit entsprechenden Kenntnissen ohne große Einarbeitung direkt produktiv sein kann. Mein älterer Cousin ist 2010 fertig geworden (Bachelor) und hatte damals schon mehrere Angebote über 50k. Ich finde die Entwicklung beunruhigend und denke über eine Selbständigkeit als SW-Architekt nach. Als reiner Coder landet man meiner Meinung nach irgendwann in einer Sackgasse.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Ich habe einen Master in Informatik an einer TU9 mit 1,5 abgeschlossen und mehrjährige Werkstudentenerfahrung, trotzdem musste ich über 150 Bewerbungen verschicken und über 30 Vorstellungsgespräche wahrnehmen, bis mal ein Angebot über 60k Einstiegsgehalt dabei rauskam. Das war noch vor Corona.

Meine Kommilitonen, die später fertig wurden, mussten sich jetzt alle mit 45-50k zufrieden geben, teilweise sogar in Städten wie München. Das finde ich schon sehr grenzwertig für einen angeblich so gesuchte Branche, in der man mit entsprechenden Kenntnissen ohne große Einarbeitung direkt produktiv sein kann. Mein älterer Cousin ist 2010 fertig geworden (Bachelor) und hatte damals schon mehrere Angebote über 50k. Ich finde die Entwicklung beunruhigend und denke über eine Selbständigkeit als SW-Architekt nach. Als reiner Coder landet man meiner Meinung nach irgendwann in einer Sackgasse.

Das sind leider realistische zahlen für das Gros der Absolventen außerhalb der großen Konzerne.
Ich bin 2006 mit 47.000 bei 40 hrs nach einem FH Informatik Studium in München bei einem IGM Konzern eingestiegen. Damals kostet aber die 2 Zimmer Wohnung noch 650 - 700 € warm.
In München wird wahnsinnig viel bzgl. IT gesucht aber da einen Vertrag über 60k nach dem Studium hingelegt zu bekommen ist kein Selbstläufer.

Software Entwicklung wird in Deutschland allgemein eher schlecht bezahlt.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

Den Top Firmen (Google etc.) schon.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich glaube, du hast hier ziemlich falsche Vorstellungen, zumindest wenn es um Deutschland geht. Gut bezahlte Entwicklerstellen sind hier Mangelware und liegen üblicherweise bei IGM oder IGBCE Konzernen. Dort werden Entwickler aber nicht besser als Wiwis oder Ingenieure bezahlt. Die meisten IT-Buden zahlen abartig schlecht und FAANG hat kaum Entwicklerstellen in Deutschland.

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Nach der Dotcom Krise um die 2000 hat man IT auch tot gesagt aber jetzt stehen wir da wo wir sind.
Meine Java und C Skills, die ich im Jahr 1998 gelernt habe, sind weiterhin relevant. ( Obwohl ich jetz 1000 andere Dinge auch kann )
Ich habe durch diesen Beruf in 20 Jahren mehr als 1 Mio Nettovermögen angehäuft und ziemlich gut gelebt. (Sportwagen, 4 Mal im Jahr Urlaub etc. )

Du musst überdurchsnittlich gut und anpassungsfähig sein, dann brauchst Du keine Angst zu haben. Ich habe alle Krisen der letzten 20 Jahre mitgemacht, war nicht mal ein Tag arbeitslos und ich habe immer gut verdient. Die besten Gehaltserhöhungen waren sogar während der Krisenzeiten. ( Jetzt während Corona nochmal %6 )

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Super, … was soll man damit anfangen?

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Mal die Meinung von jemandem, der als Software Engineer arbeitet.
Software Engineering hat übrigens wenig mit Programmieren zu tun, auch wenn das hier im Forum oft vermischt wird. Der reine Programmierer wird es in den nächsten Jahrzehnten sicher schwerer haben und mit den ganzen Quereinsteigern konkurrieren. Der Software Engineer muss sich da keine Sorgen machen. Der Unterschied ist überspitzt wie zwischen Maurer und Bauingenieur.

Die Gehälter sind ok, aber jetzt auch nicht überragend. Wer nicht gerade bei einem großen Konzern die Leiter hochklettert oder Glück hat und bei FAANG arbeitet, der wird niemals in den sechsstelligen Bereich kommen. 70-80k ist im Bereich Software Engineering in Deutschland die gläserne Decke. In der IT Beratung, Projektmanagement oder Security ist etwas mehr drin, aber dafür arbeitet man dort auch deutlich mehr.

Der Bedarf ist hoch und wird auch noch weiter steigen. Allerdings wirkt sich das nicht linear auf die Gehälter aus. Man sollte nicht vergessen, dass kleine und mittelständische Firmen einen nicht unwichtigen Anteil aller IT Stellen in Deutschland ausmachen. Nette Effekte sind allerdings, dass sich im Bereich der Benefits viel tut. Regelmäßiges Home Office war bei mir auch schon lange vor Corona Standard und wenn ich wollte, könnte ich einen reinen Home Office Job haben. Auch die Arbeitsbelastung hält sich in Grenzen, wenn man das will. Ich lasse schon seit Jahren relativ pünktlich den Stift fallen. Und 80k bei geregelten 40h mit hohem Home Office Anteil sind schon wieder ganz ok.
Außerdem kann man problemlos wechseln, wenn es mal nicht passen sollte. Ich kenne Kollegen in anderen Branchen, wo das bei Weitem nicht so einfach ist.

Der IT Bereich ist sehr volatil. Das muss man aushalten können. Was heute aktuell ist, dass ist in 5 Jahren veraltet und in 10 Jahren nix mehr wert. Konstante Weiterbildung ist Key, wenn man seinen Marktwert erhalten will.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Bin selber Mitte 40 und immer noch Software Engineer aka Programmer aka Coder weil es mir mehr Spass macht als ins Management oder als Line Manager zu sein.
Viele Kollegen die nicht so, wenn ich sagen darf, leidenschaftlich sind, machen inzwischen in die Richtung agile wie PO, SM oder PM.
Ich denke dass ich mehr flexible bin z.B. bei der Suche nach neuen Herausforderungen oder habe mehr Auswahl bei unterschiedlichen Branchen.

Am Anfang verdient man zwar nicht so viel aber sobald man gute Performance oder Leistungen liefert plus BE, dann wird es besser. Ich habe selber 15 Jahre BE, verdiene um die 110k fix plus RSU plus Benefits, bin kein Manager bzw. ohne Personalverantwortung. Na gut muss man auch Arbeitgeber suchen die man als „coder“ gute Karriere Weg anbietet wie FAANG, SAP oder high tech Firmen die Software als Produkte produzieren.

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, werden fast alle Programmierleistungen extern im Ausland eingekauft. Wenn es Stellen in Deutschland gibt, dann sind die schlecht bezahlt. Gut verdienen (60k-80k) tut man eher als Architect. Insgesamt verdient man in der IT aber echt nicht viel, weil die IT in vielen deutschen Unternehmen immer noch als Kostenfaktor und nicht als Innovationstreiber gesehen wird.

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ist ein vielschichtiges Thema. Aber die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit scheint etwas mit der Realität auseinander zu gehen. Faktisch verdienen Informatiker weniger als z.B. Elektroingenieure im Schnitt. Aber es stimmt man kann auch sehr gut verdienen, insbesondere in den USA und das sogar ohne Studium, wenn man gut ist. Die Konkurenz ist aber sehr groß und international und man sollte nicht glauben man kann als durschnittlicher Informatiker ein solches Geld verdienen.

Wie die Zukunft aussieht nunja, wer weiß das schon, aktuell ist der Bedarf recht groß. Aber es gab immer mal Flauten, gerade in solche gehypten Bereichen wie AI würde ich vorsichtig sein.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich glaube du überschätzt massiv, wie viele Quereinsteiger es in dem Bereich wirklich gibt. Und bei denen, die es gibt, steckt halt im Normalfall auch echtes Interesse und harte Skills dahinter.
Gleichzeitig unterschätzt du die nötigen Fähigkeiten, die man als Softwareentwickler braucht. Kenne genug studierte Informatiker, die dafür nicht taugen, ein Informatikstudium befähigt nicht per se zu einer Tätigkeit als Softwareentwickler. Man kommt auch ganz gut durch das Studium, wenn man kein krasser Coder ist.

Quereinsteiger heißt halt nur in den allerseltensten Fällen, dass jemand nur mal nen zweiwöchigen Online-Kurs absolviert hat sondern im Gegenteil dass man einen großen Teil seiner Freizeit genutzt hat, um wirklich was zu lernen.

Und da ist Software Engineering (meiner Meinung nach zum Glück) ein Bereich, in dem das Können auch unabhängig von einem Universitätsabschluss gewürdigt wird. Im BWL-Bereich findet man das quasi gar nicht - obwohl man sich das benötigte Wissen und die relevanten Fähigkeiten hier eigentlich noch einfacher außerhalb einer akademischen Einrichtung aneignen könnte.

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

TE hier: Kam vielleicht nicht deutlich genug heraus: Es ging mir besonders um Software Engineers, Coder etc. Also Programmierer und damit den Teil der IT bei dem viele Seiteneinsteiger etc. anfangen, der aber auch den gefühlt den größten Teil der Absolventen aufnimmt.

Das Info mehr ist als Programmieren ist mir klar, aber ich weiß nicht ob das der Industrie auch klar ist...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Super, … was soll man damit anfangen? Das hat mehr (d.h. 99%) mit, richtige Zeit - richtiger Ort, zu tun, als mit der Tatsache, dass es ein Job im IT-Umfeld ist.

Die Quereinsteiger-Stellen werden immer seltener, da es so langsam beiden Unternehmen ankommt, dass Informatik mehr ist als nur programmieren. Man erkennt dass du @TE nicht wirklich etwas davon verstehst. Andernfalls würdest du solche Kommentare über Schwierigkeiten des Jobs nicht droppen. Aber das ist kein Vorwurf. Man hört es einfach zu oft.

Abgesehen davon: Nein, die Produktion an IT-Absolventen lässt sich mittelfristig nicht einfach erhöhen. Zum einen muss man für das Studium geschaffen sein, zum anderen ist es eben kein Spaziergang (-> viele brechen ab).

Trotzdem werden die Gehälter sinken, sobald der Hype um die Blockchain abflacht, die überzogenen Erwartungen enttäuscht werden und wir im realistischen Plateau (was ist möglich und umsetzbar) ankommen.

Dilaudid schrieb am 12.07.2021:

Ein Freund von mir programmiert Smart-Contracts auf der Ethereum Blockchain. Kein Studium, selbst beigebracht. Die Programmiersprache ist sehr einfach, die wichtigsten Grundlagen hab ich mir mit vorhandenen Java-Kenntnissen in 2 Tagen beigebracht.

Natürlich hatte er auch Glück, weil er eine Gewinnbeteiligung hat und das Projekt ziemlich gut läuft, aber trotzdem krass, mit 22 Jahren hat er letztes Jahr 900k USD verdient.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Es ist in der Tat so, dass IT und Softwareentwicklung von vielen Unternehmen als Kostenfaktor gesehen wird. Ein Kostenfaktor, diesen gilt es zu reduzieren und nicht noch zu erhöhen. Daher ist es am besten, wenn man als Informatiker schaut, mehr in Richtung PM, PO, Scrum Master, Berater (Inhouse, wie Extern), Schnittstelle zwischen IT und Business oder in den Vertrieb zu gehen. Diese Jobs sind sicherer und werden besser bezahlt. Auch ist der Jugendwahn nicht so krass und man konkurriert nicht mit sämtlichen Low Cost Standorten dieser Erde. Besser man koordiniert die Entwickler in Low Cost Ländern in den oben genannten Jobs, als das man durch diese Leute selbst ersetzt wird.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich arbeite in einer IT-"Beratung" (Tochterunternehmen von Accenture) und habe bald drei Jahre Berufserfahrung. Standort: FFM. Verdienst sind 49 k EUR fix + 2 bis 2,5 k EUR variabel. Studiert habe ich Wiwi. Okay, Programmiere nicht. Sondern mache hauptsächlich Migrations- und Rollout Sachen. Aber muss sagen, dass ich schon den Schritt in die Richtung etwas bereue und würde gerne ins Controlling. Die Anforderungen in der IT sind teilweiße nicht ohne und als ändert sich etwas. Da ist der Verdienst im Controlling schon geiler. Aber IT = geiler Verdienst stimmt so nicht ganz. Klar sieht es für Hardcore Programmierer bei VW, SAP oder Bosch anders aus.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Ich arbeite in einer IT-"Beratung" (Tochterunternehmen von Accenture) und habe bald drei Jahre Berufserfahrung. Standort: FFM. Verdienst sind 49 k EUR fix + 2 bis 2,5 k EUR variabel. Studiert habe ich Wiwi. Okay, Programmiere nicht. Sondern mache hauptsächlich Migrations- und Rollout Sachen. Aber muss sagen, dass ich schon den Schritt in die Richtung etwas bereue und würde gerne ins Controlling. Die Anforderungen in der IT sind teilweiße nicht ohne und als ändert sich etwas. Da ist der Verdienst im Controlling schon geiler. Aber IT = geiler Verdienst stimmt so nicht ganz. Klar sieht es für Hardcore Programmierer bei VW, SAP oder Bosch anders aus.

Dann sieh dich nach einem anderen Arbeitgeber um und verlagere deinen Schwerpunkt etwas. Mit 3 Jahren Berufserfahrung kannst du, ohne Programmieren zu müssen, als IT-Projektleiter schon locker über 65k verdienen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Lol hohe Gehälter in der IT.
Die Gehälter dort sind genauso hoch wie in anderen technischen Berufen. Habe Mathematik mit Nebenfach Informatik studiert und mich entsprechend für IT Stellen beworben. Man steigt halt meistens ganz normal irgendwo bei 50k ein. Es gibt immer mal bestimmte Bereiche die gerade gehyped sind, dort geht dann evtl ein bisschen mehr. In der Regel landet man dann ja eh in einem Tarifvertrag und dort werden eigentlich alle Absolventen gleich behandelt. Kleine IT Entwicklungsbuden bezahlen meist unterirdisch. Getoppt (im negativen Sinne) werden die nur von deutschen IT Start Ups.

Einige denken wohl, dass jeder IT'ler entspannt zu FAANG läuft (wie viele das dann auch wollen ist auch wieder eine Frage) und dort mit Kusshand 100k bekommt.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Mal meinen Blick auf die Dinge - als average Angestellter bewegen sich die Gehälter sicherlich auf einer guten Ebene (je nach Schwerpunkt, Skills, Erfahrung) die eines normalen Angestellten - unabhängig von der Branche.

Das große Geld winkt eher im Bereich der Selbstständigkeit !;)

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

antworten
WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

Die strikte 35-40h Woche hast du aber im IT-Bereich selten. Wenn du nicht gerade bei IGM und/oder auf einem total unwichtigen Projekt sitzt, dann kann das mit den geregelten Arbeitszeiten schnell vorbei sein.

Außerdem heißen geregelte Arbeitszeiten nicht automatisch, dass man wenig Stress hat. Als Entwickler ist man oft der Letzte in der Nahrungskette, daher die ganzen Fehler aus Planung, Konzeption und Projektmanagement summieren sich am Ende bei einem. Und trotzdem wird erwartet, dass man pünktlich zu einer willkürlich gesetzten Deadline ein funktionierendes Projekt abliefert.

Vielleicht ist das ja überall in der Arbeitswelt so, aber mein Eindruck ist schon, dass man als Entwickler in "Corporate Germany" ein ganz schön dickes Fell braucht. Ich habe bis jetzt auch nur Entwickler erlebt, die den Bereich entweder irgendwann verlassen haben oder nach vielen Jahren total abgestumpft sind.

Gruß ein (ehemaliger) Entwickler

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

Ich hatte nie soviel Stress als damals als ich SW entwickelt habe.

Es herrscht oft eine grosse Macho Kultur unter den Nerds und wenn man Code schreibt der "schlecht" ist wird man hart gedisst.

Auch die Zeitschätzungen sind oft viel zu kurz.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

Ich hatte nie soviel Stress als damals als ich SW entwickelt habe.

Es herrscht oft eine grosse Macho Kultur unter den Nerds und wenn man Code schreibt der "schlecht" ist wird man hart gedisst.

Auch die Zeitschätzungen sind oft viel zu kurz.

IT und besonders SW Entwicklung ist oft Stress pur. Da ist man lieber Berater, Projektleiter, Scrum XY etc.
Man hat als Entwickler es manchmal mit irgendwelchen historisch gewachsenen Problemen zu tun, die sehr schwer überhaupt im Coding nachvollziehbar sind. Man soll aber unter massivem Zeitdruck eine Lösung finden. Zumal man sowas nicht einfach schätzen kann, wenn man bei einem Problem die Nadel im Heuhaufen suchen muss. Solche Probleme hat man leider sehr oft! genau das verstehen die dann vom Business nicht unbedingt. Manchmal kann es sein, dass man unter Hochdruck 2 Tage lang nach einem Problem sucht, welches für den User einen nur minimalen Mehrwert bietet. Dankbarkeit ist dann, obwohl mega stressige Arbeit, gleich null. Nur wenn etwas nicht funktioniert, dann steht der Fachbereich auf der Matte und macht einem die Hölle heiß.

Und ja "Diss" wegen schlechtem Code gibts auch. Da gibt es dann manche Nerds, die versuchen, möglichst kompliziert mit so wenig wie möglich Zeilen irgendwas zu programmieren, so dass wenn in einem Jahr wieder jemand da drauf schauen muss, kaum einer was versteht und erstmal möglichst lange braucht. Das nennen manche Nerds dann "schönes Coding", wartbar ist was anderes. Es ist Stress pur, wenn man kein Vollblut Nerd ist und im Vergleich zum Stress nicht sonderlich gut bezahlt. Ausserdem muss man ständig up to date bleibenn, weil sich so schnell so vieles ändert. Daher muss man sich oft noch in der Freizeit weiterbilden, um mithalten zu können.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

[...)

Außerdem heißen geregelte Arbeitszeiten nicht automatisch, dass man wenig Stress hat. Als Entwickler ist man oft der Letzte in der Nahrungskette, daher die ganzen Fehler aus Planung, Konzeption und Projektmanagement summieren sich am Ende bei einem. Und trotzdem wird erwartet, dass man pünktlich zu einer willkürlich gesetzten Deadline ein funktionierendes Projekt abliefert.

[...]
Gruß ein (ehemaliger) Entwickler

So auch meine Erfahrung und wenn dann kein Verständnis genau dafür herrscht, dann bist du als Entwickler immer verantwortlich für Verzug und warum etwas "falsch" umgesetzt wurde.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Für den unglaublich hohen Komfort des Berufes (immer in einem klimatisierten Büro bzw. bis zu 100% remote, wenig Stress mit strikter 35-40h Woche, flexible Arbeitszeiten) ist der Beruf des Entwicklers immer noch einer der bestbezahlten auf die Stunde gerechnet.

Alle reden immer vom klimatisierten Bürojob ohne Stress. Aber ernsthaft, wenn du als Entwickler wirklich gut verdienen willst, dann hast du sehr wohl Stress, mal davon abgesehen ist der Job mental sehr fordernd und die Geschwindigkeit ist sehr hoch, wenn man up-to-date bleiben will. Klar, es gibt auch den Konzernjob, da hast du Recht, aber da verdient man dann auch nicht viel besser als andere.

Und mal nebenbei "Sitzen ist das neue Rauchen" sagt dir was oder?

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Klar, es gibt auch den Konzernjob, da hast du Recht, aber da verdient man dann auch nicht viel besser als andere.

Im KMU kommt man nur schwer an die Konzerngehälter ran. Wie manche sich immer noch 5 Jahre für den Master abrackern und sich danach mit einem Fachinformatiker-Gehalt abspeisen lassen, kann ich wirklich nicht verstehen.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Man hat als Entwickler es manchmal mit irgendwelchen historisch gewachsenen Problemen zu tun, die sehr schwer überhaupt im Coding nachvollziehbar sind. Man soll aber unter massivem Zeitdruck eine Lösung finden. Zumal man sowas nicht einfach schätzen kann, wenn man bei einem Problem die Nadel im Heuhaufen suchen muss.

Zum Glück haben wir für sowas Projektleiter und die kommen bei uns alle selbst vom Fach. Die halten den Entwicklern den Rücken frei und schätzen sehr großzügig. Wir sind aber auch eine etablierte Firma und haben keinen großartigen Kostendruck.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Und ja "Diss" wegen schlechtem Code gibts auch. Da gibt es dann manche Nerds, die versuchen, möglichst kompliziert mit so wenig wie möglich Zeilen irgendwas zu programmieren, so dass wenn in einem Jahr wieder jemand da drauf schauen muss, kaum einer was versteht und erstmal möglichst lange braucht. Das nennen manche Nerds dann "schönes Coding", wartbar ist was anderes.

Wir haben Coding-Guidelines, und wenn jemand meint, jemanden runterzumachen, weil sein Code nicht "nerdig" genug ist, wäre das bei uns absolut inakzeptabel und würde ein Gespräch mit dem Chef zur Folge haben. Außerdem werden die meisten solcher notorischen Besserwisser schon im Bewerberprozess aussortiert.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Daher muss man sich oft noch in der Freizeit weiterbilden, um mithalten zu können.

Da stimme ich teilweise zu, in meinem Fall haben wir aber bezahlte Schulungen. Aber man kann ja auch mehr in den Teamleading-Bereich gehen mit der Zeit.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Und mal nebenbei "Sitzen ist das neue Rauchen" sagt dir was oder?

In den meisten Berufen sitzt man entweder oder schleppt schweres Zeug durch die Gegend. Ich bevorzuge ersteres und gleiche das abends durch Sport aus. Dokus, die zeigen, wie körperlich kaputt beispielsweise Bauarbeiter bereits mit 50 sind, gibt es zuhauf. Abgesehen davon sind inzwischen auch Stehschreibtische sehr verbreitet.

Ich empfehle daher allen Entwicklern, größere Firmen anzupeilen. Da geht alles viel geregelter zu und die Ausstattung ist auch besser. Und das Gehalt sowieso.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Generell haben wir aktuell im IT Markt eine ziemliche Boom Phase. Die meisten IT-Abteilungen und Firmen die ich kenne, sind deutlich ausgelastet. Der Bewerbermarkt an qualifizierten Bewerbern ist allerdings ziemlich leer, daher suchen alle händeringend Personal. Für jemanden mit entsprechender Qualifikation und Berufserfahrung ist der Jobmarkt aktuell sehr angenehm.

Auf der anderen Seite herrscht allerdings auch ein gewisser Kostendruck, was die Gehälter im Zaum hält. Wir haben in Deutschland wenig Unternehmen die mit digitalen Produkten ihren Hauptumsatz machen. Und die IT-Dienstleister, die einen großen Anteil am Jobmarkt stellen, haben natürlich ein Interesse die Gehälter moderat zu halten, damit ihre Marge stabil ist. Man ist als ITler in Deutschland daher oft eine Art "Zulieferer", wo die Kosten oftmals ein entscheidender Punkt sind.

Wenn es darum geht mit relativ solider Arbeit ein solides Einkommen zu erzielen ist IT ein guter Weg. Für Minimalisten und High Performer würde ich IT aber nicht empfehlen.
Für die Minimalisten ist der Bereich sicherlich zu schnelllebig um interessant zu sein. Und auch wird bei der IT gerne viel Druck im Unternehmen abgeladen.
Für die High Performer lohnt sich IT in der Regel auch nicht. Dafür sind die Gehälter dann in Relation einfach nur durchschnittlich. Da gibt es andere Berufsfelder wo man mit ähnlich hohem Aufwand einfach mehr reißen kann.

Was sich viele Leute nicht vorstellen können, aber leider ein Problem ist: IT kann (besonders in Deutschland) sehr frustrierend sein.
Zu viele Leute die mitreden und mitentscheiden haben leider keinerlei Ahnung von der Materie. Ich kenne keine Branche, wo ich mir so oft der Spruch "kann doch nicht so schwer sein" begegnet ist.
Und wenn irgendwas nicht oder nicht so einfach geht, dann sind die "blöden ITler" wieder Schuld.
Das relativ gute Gehalt muss daher auch als eine gewisse Kompensation gesehen werden, weil der Beruf alles andere als erfüllend ist. Was auch der Grund ist, warum ich keinen ITler mit >5 Jahren BE kenne, der noch wirklich aus intrinsischer Motivation arbeiten geht. Zwar sind das Leute die tiefgreifendes Interesse an Technik haben, aber in der Arbeitswelt kommt davon einfach wenig zum Tragen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Für die High Performer lohnt sich IT in der Regel auch nicht. Dafür sind die Gehälter dann in Relation einfach nur durchschnittlich.

Doch, die High Performer können locker in entsprechenden Unternehmen unterkommen, die die Preise angeben und dadurch auch entsprechend bezahlen. Da gibt es genügend Hidden Champions, oder für die Elite natürlich auch sowas wie FAANG, Palantir etc.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Doch, die High Performer können locker in entsprechenden Unternehmen unterkommen, die die Preise angeben und dadurch auch entsprechend bezahlen. Da gibt es genügend Hidden Champions, oder für die Elite natürlich auch sowas wie FAANG, Palantir etc.

Was ist denn für dich ein highperformer? Habe in mathe mit auszeichnung promoviert und studium mit 1.0 abgeschlossen (ca top 10-15% aller absolventen und vorher steigen bei mathe schonmal bis zu 80% der studienanfänger aus), war immer sehr motiviert und zielstrebig, hatte praktische erfahrung in datascience und habe dann einen KI job in deutschland gesucht - bei google etc hatte ich mich nicht beworben. Fazit nach 9 monaten bewerbungen: habe zwar etwas im konzern als data scientist gefunden, aber leicht war das nicht und meine traumstelle wars schon drei mal nicht. mein eindruck ist dass die menge an guten absolventen riesig ist und die firmen, gerade auf stellen im bereich datascience etc absurde einstellungskriterien verlangen können bei absolventen - studium mit auszeichnung/auslandsaufenthalt/praktische erfahrung natürlich in genau diesem und jenem framework/nicht zu alt/publikationen in relaventen fachzeitschriften/ pflege eines github accounts auf denen man seine projekte präsentiert (als ob man nicht mit seiner arbeit genug zutun hätte). Dann natürlich 10 vorstellungsgespräche in denen coding und psyche und sonstwas durchleuchtet wird.
Dafür bin ich mit knapp 65 k eingestiegen nach der promotion - das klingt natürlich erstmal OK, aber ich bekomme jetzt schon mit, wie unterfordernd und langweilig der job ist: Man sitzt den ganzen tag vor einem bildschirm, unterbrochen von sinnlosen meetings und versucht code zu debuggen und durchforstet dafür stack overflow threads. richtige entwciklung/ forschung, bei der man den kopf anstrengen müsste ist massiv zu teuer - lieber verwendet man existierende libraries und baut dann irgendwelche schnittstellen.
Karriere imkonzern machst du dann auch nicht durch fachwissen, sondern weil du jmd kennst mit dem du gern bier trinkst und der chef ist.

Meine schwester ist ärztin mit durchschnittlichem abschluss. Sie findet ohne zu zögern in jeder stadt in deutschland eine stelle in genau ihrem fachgebiet und sie verdient deutlich mehr als ich. die stellenausschreibungen für mediziner sind dazu meistens zwei sätze lang - viel mehr als den passenden facharzt muss man meist nicht mitbringen. ähnlich sieht es für gute juristen aus (top 30%) , wobei hier die einstiegsgehälter noch viel absurder sind. Für fachliche tätigkeit zum einstieg bekommt man hier gut und gern mal 100k...

Zur ausgangsfrage zurück: mag sein dass es eine hand voll jobs gibt in deutschland, wo IT wirklich gut bezahlt und wertgeschätzt wird. Meine erfahrung spricht eine deutlich andere spache! Für den großteil der absolventen scheint sich ein informatik und noch allgemeiner ein MINT studium überhaupt nicht zu lohnen...

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Im direkten Vergleich schneidet IT meiner Meinung nach auf dem selben Niveau wie die meisten anderen gehobenen Jobbereiche ab. Wenn man eine Nicht-IT Stelle und eine IT-Stelle mit ähnlichen formalen Anforderungen nimmt, liegen die im selben Unternehmen nach meiner Erfahrung nicht weit auseinander.
Aktuell mag es im IT Bereich etwas einfacher sein an entsprechende Stellen zu kommen, aber mehr verdienen tut man dadurch erstmal nicht.
Im niedrig qualifizierten Bereich verdient man etwas besser, weil der IT-Bereich da etwas durchlässiger ist.

Der Hype um IT ist auch medial verursacht. Überall wird vom "Fachkräftemangel im IT Bereich" gefaselt, aber wenn man sich mal Median Gehälter oder Gehaltsangaben anguckt, kann ich keinen Einfluss auf die Gehälter erkennen.

Man kann sicherlich solide verdienen, aber reich wird man dadurch nicht. Auch nicht bei den Top-Arbeitgebern wie FAANG. Warum wohl geben so viele ihre vermeintlichen Top-Jobs im Silicon Valley nach einigen Jahren auf? Und wenn man sich anguckt, wie lang und steinig der Weg zu solchen Firmen ist, dann könnte man die Zeit und Energie auch in lukrativere Wege stecken.

P.S. Selber ITler seit vielen Jahren.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Für die High Performer lohnt sich IT in der Regel auch nicht. Dafür sind die Gehälter dann in Relation einfach nur durchschnittlich. Da gibt es andere Berufsfelder wo man mit ähnlich hohem Aufwand einfach mehr reißen kann.

Das wären dann vermutlich die BWL/ Jura/ Medizin Felder in Beratungen o.Ä. wenn ich das richtig sehe?

Ansonsten kann ich mich dem Rest hier nur anschließen. Es werden zwar viele IT-ler in vielen Bereichen gesucht, aber der Konkurrenzkampf um die wenigen wirklich gut bezahlten Stellen ist hoch. Der Rest verdient sehr wahrscheinlich noch immer sehr solide im Vergleich so anderen Berufen, aber Reich oder überbezahlt wird man als Softwareentwickler definitiv nicht.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Doch, die High Performer können locker in entsprechenden Unternehmen unterkommen, die die Preise angeben und dadurch auch entsprechend bezahlen. Da gibt es genügend Hidden Champions, oder für die Elite natürlich auch sowas wie FAANG, Palantir etc.

Was ist denn für dich ein highperformer? Habe in mathe mit auszeichnung promoviert und studium mit 1.0 abgeschlossen (ca top 10-15% aller absolventen und vorher steigen bei mathe schonmal bis zu 80% der studienanfänger aus), war immer sehr motiviert und zielstrebig, hatte praktische erfahrung in datascience und habe dann einen KI job in deutschland gesucht - bei google etc hatte ich mich nicht beworben. Fazit nach 9 monaten bewerbungen: habe zwar etwas im konzern als data scientist gefunden, aber leicht war das nicht und meine traumstelle wars schon drei mal nicht. mein eindruck ist dass die menge an guten absolventen riesig ist und die firmen, gerade auf stellen im bereich datascience etc absurde einstellungskriterien verlangen können bei absolventen - studium mit auszeichnung/auslandsaufenthalt/praktische erfahrung natürlich in genau diesem und jenem framework/nicht zu alt/publikationen in relaventen fachzeitschriften/ pflege eines github accounts auf denen man seine projekte präsentiert (als ob man nicht mit seiner arbeit genug zutun hätte). Dann natürlich 10 vorstellungsgespräche in denen coding und psyche und sonstwas durchleuchtet wird.
Dafür bin ich mit knapp 65 k eingestiegen nach der promotion - das klingt natürlich erstmal OK, aber ich bekomme jetzt schon mit, wie unterfordernd und langweilig der job ist: Man sitzt den ganzen tag vor einem bildschirm, unterbrochen von sinnlosen meetings und versucht code zu debuggen und durchforstet dafür stack overflow threads. richtige entwciklung/ forschung, bei der man den kopf anstrengen müsste ist massiv zu teuer - lieber verwendet man existierende libraries und baut dann irgendwelche schnittstellen.
Karriere imkonzern machst du dann auch nicht durch fachwissen, sondern weil du jmd kennst mit dem du gern bier trinkst und der chef ist.

Meine schwester ist ärztin mit durchschnittlichem abschluss. Sie findet ohne zu zögern in jeder stadt in deutschland eine stelle in genau ihrem fachgebiet und sie verdient deutlich mehr als ich. die stellenausschreibungen für mediziner sind dazu meistens zwei sätze lang - viel mehr als den passenden facharzt muss man meist nicht mitbringen. ähnlich sieht es für gute juristen aus (top 30%) , wobei hier die einstiegsgehälter noch viel absurder sind. Für fachliche tätigkeit zum einstieg bekommt man hier gut und gern mal 100k...

Zur ausgangsfrage zurück: mag sein dass es eine hand voll jobs gibt in deutschland, wo IT wirklich gut bezahlt und wertgeschätzt wird. Meine erfahrung spricht eine deutlich andere spache! Für den großteil der absolventen scheint sich ein informatik und noch allgemeiner ein MINT studium überhaupt nicht zu lohnen...

Du hast dir die Erklärung eigentlich schon selbst gegeben.
Zunächst mal Data-Science immernoch das Hype-Thema, dass extreme viele anzieht. Des Weiteren bist du scheinbar in einem Unternehmen, wo das ein Supportbereich ist und die Anwendung im Fokus steht. Die zwei Punkte allein sorgen schon dafür, dass du hier kein absolutes Top-Gehalt zum Einstieg bekommst.
Du bist nicht direkt am Produkt dran. Das sieht bei dem Juristen und auch deiner Schwester anders aus.
Trotzdem finde ich 65K als Einstieg immer noch top - und wenn du gut bist, dann kannst du dich ja auch weiterentwickeln.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich denke IT ist ähnlich wie auf der Baustelle arbeiten. Arbeit gibt es ohne Ende, aber halt nicht sonderlich gut bezahlt, für das was man leisten muss. Da ist es besser, man ist Project Manager, Product Owner, Scrum Master, Application Owner, statt wirklich zu entwicklen. Geht was gut, dann sagt der Product Owner: Seht mal, was für ein tolles Feature ich mir ausgedacht habe. Wird ein Feature nicht rechtzeitig fertig oder es gibt Probleme damit heisst es: Haben die Entwickler wieder verbockt.

Ebenso wie aufm Bau ist es nicht so, dass der Bauarbeiter, also der Entwickler das grosse Geld oder die grosse Karriere macht, ein paar Ausnahmen mal abgesehen. Aufm Bau ist es eher der Bauleiter, Bauunternehmer, Projektentwickler, die Bauträger und Makler, die richtig kassieren, sicher nicht der Maurer.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Einfache Antwort:
Lokales Unternehmen, lokale Konkurrenz und lokales Gehalt (40-90k)
Globales Unternehmen, globale Konkurrenz, globales Gehalt (80-800k)

Schaut halt mal bei levels(.)fyi rein.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Zur ausgangsfrage zurück: mag sein dass es eine hand voll jobs gibt in deutschland, wo IT wirklich gut bezahlt und wertgeschätzt wird. Meine erfahrung spricht eine deutlich andere spache! Für den großteil der absolventen scheint sich ein informatik und noch allgemeiner ein MINT studium überhaupt nicht zu lohnen...

Was heißt denn "nicht lohnen"? Man muss bei dir anmerken, dass du a) nicht IT studiert hast, sondern Mathe, b) promoviert hast, was für die meisten Jobs in der Industrie absolut nicht notwendig ist und auch nicht durch mehr Gehalt gewürdigt wird und c) vermutlich viel Potenzial verschenkt hast, indem du dich nicht bei FAANG, evtl. sogar im Ausland beworben hast. Und dass du die meiste Zeit vor einem Bildschirm verbringen würdest, müsste dir doch auch von Anfang an klar gewesen sein, als du dich für den Studiengang eingeschrieben hast.

Dass Ärzte mehr verdienen, ist ja wohl klar: Stressigerer Job, harte Arbeitszeiten, langwieriges Studium, Gehalt muss nicht erwirtschaftet werden, etc. Nicht zuletzt wären die wenigsten Ärzte gute Informatiker und andersrum. Also ist so ein Vergleich ohnehin sinnlos.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Was hier im Thread steht stimmt.

Überschlagt desweiteren Mal wieviel Entwickler Jobs es bei ganz FAANG in GE gibt (ich nehme mal ähnliche Firmen mit ähnlichen Gehaltskonstrukten wie Salesforce, VM-Ware, CISCO, etc. mit dazu).

Ich sage max. 4.000 Entwickler Stellen in Summe.
Ein Witz.

Die meisten arbeiten in der Konzern IT, wo sie (wie oben geschrieben) hauptsächlich Probleme bekommen wenn etwas nicht läuft. Wertschätzung gibt es eigentlich nie. Die Burn Out Raten bei uns beim IGM OEM sind in der IT die höchsten. Es gibt ohne Ende Druck, jeder beschwert sich aus dem Fachbereich aber es gibt a) nie mehr Budget und b) nie mehr interne Leute. Alles muss an den billigsten Outsourcer vergeben werden (Accenture, CGI, T-Systems, etc.).

Hinzu kommt das es mit dem "Digitalisierungs-Hype" extrems viele Dampfplauderer mit fachfremden Studienabschlüssen gibt die hauptsächlich einen Haufen Lärm machen und dann auch noch die guten Stellen bekommen. Typische Selbstdarsteller die die Gunst der Stunde nutzen - hoffentlich geht der Hype bald vorbei und diese Karawane zieht weiter (in Sustainability Themen z.B.).

Das oben geschriebene stimmt auf jeden Fall.
Kurz gesagt, jeder sucht IT-ler bezahlt aber wirklich nicht besonders toll für dass das man Stress ohne Ende hat.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Wenn man in der IT tätig ist sollte man immer bei einer Firma beschäftigt sein wo IT das Geschäftskonzept ist nicht ein unterstützender Bereich

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Was ist denn für dich ein highperformer? Habe in mathe mit auszeichnung promoviert und studium mit 1.0 abgeschlossen (ca top 10-15% aller absolventen und vorher steigen bei mathe schonmal bis zu 80% der studienanfänger aus), war immer sehr motiviert und zielstrebig, hatte praktische erfahrung in datascience und habe dann einen KI job in deutschland gesucht - bei google etc hatte ich mich nicht beworben. Fazit nach 9 monaten bewerbungen: habe zwar etwas im konzern als data scientist gefunden, aber leicht war das nicht und meine traumstelle wars schon drei mal nicht. mein eindruck ist dass die menge an guten absolventen riesig ist und die firmen, gerade auf stellen im bereich datascience etc absurde einstellungskriterien verlangen können bei absolventen - studium mit auszeichnung/auslandsaufenthalt/praktische erfahrung natürlich in genau diesem und jenem framework/nicht zu alt/publikationen in relaventen fachzeitschriften/ pflege eines github accounts auf denen man seine projekte präsentiert (als ob man nicht mit seiner arbeit genug zutun hätte). Dann natürlich 10 vorstellungsgespräche in denen coding und psyche und sonstwas durchleuchtet wird.
Dafür bin ich mit knapp 65 k eingestiegen nach der promotion - das klingt natürlich erstmal OK, aber ich bekomme jetzt schon mit, wie unterfordernd und langweilig der job ist: Man sitzt den ganzen tag vor einem bildschirm, unterbrochen von sinnlosen meetings und versucht code zu debuggen und durchforstet dafür stack overflow threads. richtige entwciklung/ forschung, bei der man den kopf anstrengen müsste ist massiv zu teuer - lieber verwendet man existierende libraries und baut dann irgendwelche schnittstellen.
Karriere imkonzern machst du dann auch nicht durch fachwissen, sondern weil du jmd kennst mit dem du gern bier trinkst und der chef ist.

Meine schwester ist ärztin mit durchschnittlichem abschluss. Sie findet ohne zu zögern in jeder stadt in deutschland eine stelle in genau ihrem fachgebiet und sie verdient deutlich mehr als ich. die stellenausschreibungen für mediziner sind dazu meistens zwei sätze lang - viel mehr als den passenden facharzt muss man meist nicht mitbringen. ähnlich sieht es für gute juristen aus (top 30%) , wobei hier die einstiegsgehälter noch viel absurder sind. Für fachliche tätigkeit zum einstieg bekommt man hier gut und gern mal 100k...

Zur ausgangsfrage zurück: mag sein dass es eine hand voll jobs gibt in deutschland, wo IT wirklich gut bezahlt und wertgeschätzt wird. Meine erfahrung spricht eine deutlich andere spache! Für den großteil der absolventen scheint sich ein informatik und noch allgemeiner ein MINT studium überhaupt nicht zu lohnen...

Ja das ist so und ich kann dich gut verstehen, aber so sieht die Realität schon lange aus. Erstens darf man sich nie von Hypes treiben lassen, denn da gibt es immer ein ziemlichen Unterschied zwischen Schein und Sein.

Ich bin wie du auch im AI Bereich unterwegs und das schon etwas länger, glaub mir ganz vielen geht es so wie dir. Die kommen bestausgebildet in die Unternehmen, haben möglicherweise promoviert und sich mit wirklich komplexen Themen beschäftigt und dann kommt die dröge langweilige Industrie bzw. wenn Sie Glück haben in die Industrieforschung. Das ist übrigens bei Google nicht anders, da optimierst du auch nur Werbeeinnahmen.

Für die begehrten Stellen, die dann wirklich spannend sind, ist die Konkurenz riesig, weil Gott und die Welt da rein will (international). Und für den Rest bleibt dann gerade in Deutschland letzlich nur die Führungslaufbahn, weil wir immer noch keine Fachlaufbahn haben, die den Namen verdient. Letzlich bleibt die nur die Selbstständigkeit oder Forschung an den Unis und das ist nicht für jeden was.

Und klar das ist Jammern auf hohem Niveau, keine Frage, aber die Desillusionierung ist gerade im Data Science Bereich unglaublich groß

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Die Gehälter in der IT sind mitunter deshalb so hoch, weil Fachkräfte extrem spezialisiert sind dadurch auf bestimmte Stellen recht wenige Bewerber in Frage kommen.

Als Vergleich: ein Jurist der sich auf Erbrecht spezialisiert hat, wurde immer hin im ersten und zweiten Staatsexamen in Zivil recht, Strafrecht und Öffentliches Recht geprüft und hat ein sehr gutes Verständnis, das in die Breite geht.

In der IT gehen die Spezialisierungen so weit, dass die meisten ITler fast gar keine Ahnung von dem haben was ihre Kollegen machen. Man ist nicht mal mehr ein Datenbanken-Spezialist sondern man ist entweder Spezialist für Oracle oder MSSQL.
Man ist nicht mal mehr JavaScript-Entwickler sondern entweder Angular-Entwickler oder React-Entwickler.

Da der Trend zu immer krassere Spezialisierungen geht, denke ich nicht, dass die Nachfrage sinkt, aber wenn man nicht dran bleibt und neue Technologien lernt, kann es passieren, dass man irgendwann keine markrrelevante Technologien beherrscht und es für die spezielle Technologie, die man beherrscht, mehr Spezialisten gibt als Stellen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Was haben Medizin und Jura gemeinsam? Man muss Deutsch können und einen in Deutschland akzeptierten Abschluss vorweisen können.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 17.07.2021:

In der IT gehen die Spezialisierungen so weit, dass die meisten ITler fast gar keine Ahnung von dem haben was ihre Kollegen machen. Man ist nicht mal mehr ein Datenbanken-Spezialist sondern man ist entweder Spezialist für Oracle oder MSSQL.
Man ist nicht mal mehr JavaScript-Entwickler sondern entweder Angular-Entwickler oder React-Entwickler.

Das ist halt auch ein Grund, warum die Unternehmen keine Leute finden.
Die 20 Mann Bude im 30.000 Seelen Dorf sucht dann z.B. einen Entwickler mit Kenntnissen genau in Framework X und Y. Das sie den nicht finden, ist vollkommen klar.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 17.07.2021:

Die Gehälter in der IT sind mitunter deshalb so hoch, weil Fachkräfte extrem spezialisiert sind dadurch auf bestimmte Stellen recht wenige Bewerber in Frage kommen.

Als Vergleich: ein Jurist der sich auf Erbrecht spezialisiert hat, wurde immer hin im ersten und zweiten Staatsexamen in Zivil recht, Strafrecht und Öffentliches Recht geprüft und hat ein sehr gutes Verständnis, das in die Breite geht.

In der IT gehen die Spezialisierungen so weit, dass die meisten ITler fast gar keine Ahnung von dem haben was ihre Kollegen machen. Man ist nicht mal mehr ein Datenbanken-Spezialist sondern man ist entweder Spezialist für Oracle oder MSSQL.
Man ist nicht mal mehr JavaScript-Entwickler sondern entweder Angular-Entwickler oder React-Entwickler.

Da der Trend zu immer krassere Spezialisierungen geht, denke ich nicht, dass die Nachfrage sinkt, aber wenn man nicht dran bleibt und neue Technologien lernt, kann es passieren, dass man irgendwann keine markrrelevante Technologien beherrscht und es für die spezielle Technologie, die man beherrscht, mehr Spezialisten gibt als Stellen.

Wer nicht bereit dazu ist kontinuierlich neue Dinge zu lernen, der ist in der IT falsch.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Wer in der It viel Geld verdienen und einen interessanten Job haben will, muss dafür ins Ausland. In Europa UK oder Holland für Stellen im Quant Finance. Die sind interessant und hervorragend bezahlt, aber auch alles andere als sicher. Ansonsten kann man im It-Sales sehr gut verdienen. In Deutschland lohnt es sich vorerst nicht.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 17.07.2021:

Wer in der It viel Geld verdienen und einen interessanten Job haben will, muss dafür ins Ausland. In Europa UK oder Holland für Stellen im Quant Finance. Die sind interessant und hervorragend bezahlt, aber auch alles andere als sicher. Ansonsten kann man im It-Sales sehr gut verdienen. In Deutschland lohnt es sich vorerst nicht.

Ja, ich schließe mich hier an. Vor allem im IT-Sales oder auf Deutsch im IT-Vertrieb kann man wie überall im Vertrieb sehr gut verdienen. Allerdings muss man sagen, dass die Gehälter in den USA natürlich deutlich höher sind für gute Vertriebler und auch für Programmierer. Aber da kann die deutsche Angestellten, Beamten und Gewerkschafts-Gesellschaft nur von träumen. Hier sind die Leute mit einer Konzernstelle bei Bosch oder VW zufrieden und fühlen sich wie der 6er im Lotto. Peinlich. Der Zug ist abgefahren für High Performer.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 17.07.2021:

Wenn man in der IT tätig ist sollte man immer bei einer Firma beschäftigt sein wo IT das Geschäftskonzept ist nicht ein unterstützender Bereich

Das stimmt so nicht.

Beim IGM OEM in der Supportfunktion IT verdient man regelmäßig mehr als bei Accenture, Etc. (Wo IT Geschäftskonzept ist).

Auch Firmen wie Celonis etc. Zahlen bedeutend schlechter.

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Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Vielleicht auch ein paar Worte von mir, BWLer heute in der IT tätig. Auf die Antwort ob die hohen Gehälter nachhaltig sind - ja, die sind es, jedoch muss man differenzieren.

Als Angestellter würde ich sagen ist der Aufwand viel größer als der Return im vgl. zu regulären Konzern Jobs - ständiges lernen (das ist schlauchend !!), Deadlines und schwierige Probleme zu lösen. Abschalten fällt auch nach der Arbeit manchmal schwer und an manchen Tagen weiß ich nach 8-9h auch nicht mehr wo oben und wo unten ist.

Als Freelancer wirds interessant - bei Tagessätzen von 800 - 1000 EUR am Tag, kommt man auf seine 20k im Monat. Jedoch: Projekte können wegbrechen, Anbahnung von Projekten kann ggbf. dauern, Druck zu performen, ständige Weiterbildung etc.

Das schwierigste ist jedoch würde ich wirklich sagen ist die Dynamik. Die Menge an Informationen die ich in den letzten Jahren "verarbeiten". Das kann zu innerem Stress führen und die Lebensqualität beeinflussen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Hallo, ebenfalls ITler hier.

Man darf halt auch nicht wie schon oft gesagt den trends folgen. Wenn auf einmal alle Data Science machen wollen ist es doch klar, dass dort mehr leute sich bewerben und die Stellen drastisch zurückgehen. Wenn ihr in der IT wirklich gut verdienen wollt, versucht es mit IT-Sicherheit, am besten im Ausland. Da es immer mehr black-hats (sprich die bösen hacker) gibt und weniger in die white-hat richtung (spich die die bugs etc. finden und melden ergo sicherer machen) gehen, ist die Nachfrage extrem hoch. Wenn man dann nicht zum Staat geht wo du im vergleich schlecht bezahlt wirst kannste du sehr schnell auf deine 100k kommen. Dazu sei aber auch gesagt, dass IT-Sicherheit auch nicht leicht ist und du Wissen auf beiden Seiten haben musst, sprich nicht nur Programmieren können sondern auch OSI-Layer 1-4 sehr gut beherrschen und dich viel mit Ports/Firewalls/IT-Infrastruktur auskennen musst.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Als Freelancer wirds interessant - bei Tagessätzen von 800 - 1000 EUR am Tag, kommt man auf seine 20k im Monat. Jedoch: Projekte können wegbrechen, Anbahnung von Projekten kann ggbf. dauern, Druck zu performen, ständige Weiterbildung etc.

Deshalb würde ich auch nur selbständig im IT-Bereich arbeiten, wenn ich ein eigenes Softwareprodukt vermarkte, oder solch absurd hohe Stundensätze erreichen kann, dass ich zur Not auch mal ein halbes bis ganzes Jahr Auszeit nehmen kann (z.B. indem ich sehr seltene Spezialkenntnisse habe oder weitere Mitarbeiter beschäftige). Einen reinen Programmiererjob als Freelancer zu den normalen Stundensätzen stelle ich mir sehr stressig und riskant vor.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 18.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Als Freelancer wirds interessant - bei Tagessätzen von 800 - 1000 EUR am Tag, kommt man auf seine 20k im Monat. Jedoch: Projekte können wegbrechen, Anbahnung von Projekten kann ggbf. dauern, Druck zu performen, ständige Weiterbildung etc.

Deshalb würde ich auch nur selbständig im IT-Bereich arbeiten, wenn ich ein eigenes Softwareprodukt vermarkte, oder solch absurd hohe Stundensätze erreichen kann, dass ich zur Not auch mal ein halbes bis ganzes Jahr Auszeit nehmen kann (z.B. indem ich sehr seltene Spezialkenntnisse habe oder weitere Mitarbeiter beschäftige). Einen reinen Programmiererjob als Freelancer zu den normalen Stundensätzen stelle ich mir sehr stressig und riskant vor.

Oh ja Risiko mag das deutsche angestellte Bienchen nicht. Behalt lieber deinen 2,5 netto Codemonkey Job und überlass das große Geld den Männern.

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Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 18.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Als Freelancer wirds interessant - bei Tagessätzen von 800 - 1000 EUR am Tag, kommt man auf seine 20k im Monat. Jedoch: Projekte können wegbrechen, Anbahnung von Projekten kann ggbf. dauern, Druck zu performen, ständige Weiterbildung etc.

Deshalb würde ich auch nur selbständig im IT-Bereich arbeiten, wenn ich ein eigenes Softwareprodukt vermarkte, oder solch absurd hohe Stundensätze erreichen kann, dass ich zur Not auch mal ein halbes bis ganzes Jahr Auszeit nehmen kann (z.B. indem ich sehr seltene Spezialkenntnisse habe oder weitere Mitarbeiter beschäftige). Einen reinen Programmiererjob als Freelancer zu den normalen Stundensätzen stelle ich mir sehr stressig und riskant vor.

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

Als jemand der mal Freelancer im IT Bereich war:

Eine eigene Software zu entwickeln ist heutzutage alleine vollkommen utopisch. Der Komplexitätsgrad damit eine Kunde damit auch was anfangen kann, ist für eine Person viel zu hoch. Realistisch ist vielleicht ein PoC, womit man dann einen Investor suchen geht. Alternativ tun sich 3-4 Entwickler zusammen und bauen eine erste Version in ihrer Freizeit. Das kann am Ende aber auch viel Aufwand sein ohne je einen Euro zu sehen.

Tagessätze von 800-1000 Euro als selbstständiger Freelancer sind sehr selten. Als absoluter Spezialist für Nischenprodukt XY mit Top Connections vielleicht. Realistischer sind 600-700 Euro. Und man darf die monatlichen Einnahmen realistisch nur auf 10 Monate rechnen. Krankheit, Feiertage, Urlaub, Übergangszeit fressen die restlichen 2 Monate auf. Und da hat man noch weniger Urlaub gehabt als der durchschnittliche Angestellte.
Die Projektdauer bewegt sich meistens zwischen 3-6 Monaten. Man muss sich also darauf einstellen, dass man 2-3 mal im Jahr was an Land ziehen muss.
Projektakquise, Buchhaltung, Networking etc. läuft natürlich alles neben der regulären Arbeitszeit von mind. 40h. Und Erfahrungsgemäß bekommt man mehr Aufgaben als in 40h zu schaffen ist, aber natürlich wird erwartet, dass nur 40h abgerechnet werden.

Nicht zuletzt kriegt man immer stärkere Konkurrenz durch verschiedene Body-Leasing Firmen. Die liegen oft vom Tagessatz sogar günstiger. Und wenn der Auftraggeber eine Firma sogar mit niedrigerem Stundensatz zu Auswahl hat, dann fällt die Wahl immer seltener auf den selbstständigen Freelancer. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie ist es anscheinend leichter dem Dienstleister 700 Euro am Tag zu bezahlen als der Einzelperson.
Die Projektakquise wurde dadurch in den letzten Jahren immer härter. Immer öfter musste ich faktisch gegen andere Anbieter "pitchen". Das kostet einfach viele Nerven und viel Zeit.

Eine Lösung wäre gewesen mich stärker zu spezialisieren und somit die Konkurrenz zu reduzieren. Das hätte aber bedeutet, dass ich auch in einem größeren Umkreis (womöglich bundesweit) Projekte hätte suchen müssen. Und vor Corona war es absoluter Standard, dass Freelancer 5 Tage im Office beim Kunden sein mussten.

Ich hab dann irgendwann entschieden doch wieder Angestellter zu werden. Ja ich verdiene weniger, aber geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Einkommen und keine größeren Reisen mehr, haben das für mich persönlich einfach überwogen.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Mal ne etwas provokative Frage:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Mal ne etwas provokative Frage:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

Ich arbeite im SAP Bereich und stelle dies auch fest. Hab mich zuletzt bei diversen Firmen auf inhouse Stellen beworben als Modulexperte mit Programmierkenntnissen. Gewünscht wird aber nur noch der Projektleiter bzw Prozessexperte. Selber im System was machen ist nicht mehr gewünscht, das lässt man schön die externen Experten machen. Was bleibt sind öde Meetings, Doku schreiben und Kopf hinhalten wenn was schief geht.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

600-700 Euro Tagessatz. Darüber lachen sich doch die BIG4ler kaputt, von den UBlern mal ganz zu schweigen. IT ist richtig stressig, man muss ständig dazu lernen. Das ist nicht wie Steuerrecht oder WP, wo sich zwar auch was ändert, aber nicht in wenigen Jahren einfach mal alles auf den Kopf gestellt wird.

Da IT aber auch immer spezieller und komplexer wird, ist es wie oben jemand sagte sehr häufig so, dass Kollege A oft nicht den Job von seinem direkten Teamkollegen B übernehmen könnte. Wehe Technologie A oder B welche heute noch eine gefragte Spezialität ist, wird morgen nicht mehr gebraucht. Ab einem gewissen Alter trauen Arbeitgeber einem ITler kaum noch zu, sich neue Dinge sich anzueignen. Dann steht man auf dem Abstellgleis. Versucht mal als Entwickler ab 50 noch einen Job zu finden. Kann klappen, aber wird extrem schwer. Als WP oder StB ist das gar kein Problem, im Gegenteil, man hat dann sogar noch mehr Erfahrung und die lachen sich doch über 600-700 Euro Tagessatz kaputt.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Kann ja mal als momentaner Student schreiben. Kein Abschluss, keine Ausbildung 30-35k Festanstellung ohne große Probleme. Ist aber nur Techniker, Rollout und solche Geschichten (gibt genug Firmen die eine Ausbildung wollen ist aber absoluter Quatsch, jeder der mit aufgewachsen ist kann den Job ausführen).
Denke man landet irgendwo zwischen 35-40k+Auto nach 6-12 Monaten. Freiberuflich gibt es da auch noch eine ganze Ecke an Jobs, werden dann wahrscheinlich auch 40k+ aufs Jahr gerechnet (z.B. Rollout Projekte 6-12 Monate).

Wenn ich dann lese Informatik Studium und Programmiersprachen mit 40k Einstiegsgehalt wird mir übel.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Mal ne etwas provokative Frage:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

Selbstverständlich wirst du Leute im Konzern brauchen, die sich mit den Thematiken auskennen. Ansonsten hast du eine komplett fragmentierte Systemlandschaft, mit Systemen die nicht miteinander kommunizieren können. Insofern hat die IT definitiv eine Zukunft. Es wird wahrscheinlich mehr buy als make sein, aber das ändert an der Notwendigkeit der IT nichts.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

Als jemand der mal Freelancer im IT Bereich war:

Eine eigene Software zu entwickeln ist heutzutage alleine vollkommen utopisch. Der Komplexitätsgrad damit eine Kunde damit auch was anfangen kann, ist für eine Person viel zu hoch. Realistisch ist vielleicht ein PoC, womit man dann einen Investor suchen geht. Alternativ tun sich 3-4 Entwickler zusammen und bauen eine erste Version in ihrer Freizeit. Das kann am Ende aber auch viel Aufwand sein ohne je einen Euro zu sehen.

Tagessätze von 800-1000 Euro als selbstständiger Freelancer sind sehr selten. Als absoluter Spezialist für Nischenprodukt XY mit Top Connections vielleicht. Realistischer sind 600-700 Euro. Und man darf die monatlichen Einnahmen realistisch nur auf 10 Monate rechnen. Krankheit, Feiertage, Urlaub, Übergangszeit fressen die restlichen 2 Monate auf. Und da hat man noch weniger Urlaub gehabt als der durchschnittliche Angestellte.
Die Projektdauer bewegt sich meistens zwischen 3-6 Monaten. Man muss sich also darauf einstellen, dass man 2-3 mal im Jahr was an Land ziehen muss.
Projektakquise, Buchhaltung, Networking etc. läuft natürlich alles neben der regulären Arbeitszeit von mind. 40h. Und Erfahrungsgemäß bekommt man mehr Aufgaben als in 40h zu schaffen ist, aber natürlich wird erwartet, dass nur 40h abgerechnet werden.

Nicht zuletzt kriegt man immer stärkere Konkurrenz durch verschiedene Body-Leasing Firmen. Die liegen oft vom Tagessatz sogar günstiger. Und wenn der Auftraggeber eine Firma sogar mit niedrigerem Stundensatz zu Auswahl hat, dann fällt die Wahl immer seltener auf den selbstständigen Freelancer. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie ist es anscheinend leichter dem Dienstleister 700 Euro am Tag zu bezahlen als der Einzelperson.
Die Projektakquise wurde dadurch in den letzten Jahren immer härter. Immer öfter musste ich faktisch gegen andere Anbieter "pitchen". Das kostet einfach viele Nerven und viel Zeit.

Eine Lösung wäre gewesen mich stärker zu spezialisieren und somit die Konkurrenz zu reduzieren. Das hätte aber bedeutet, dass ich auch in einem größeren Umkreis (womöglich bundesweit) Projekte hätte suchen müssen. Und vor Corona war es absoluter Standard, dass Freelancer 5 Tage im Office beim Kunden sein mussten.

Keine Ahnung was genau du gemacht hast, aber ich habe schon vor Corona fast 100% remote gearbeitet. Dadurch, dass ich überwiegend ausländische Kunde habe geht das quasi auch gar nicht anders. Aber vielleicht sind da die Leute mir gegenüber auch anders, weil ich einer dieser 'Spezialisten' in meinem Bereich bin, die nicht an jeder Ecke zu finden sind.

Ich hab dann irgendwann entschieden doch wieder Angestellter zu werden. Ja ich verdiene weniger, aber geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Einkommen und keine größeren Reisen mehr, haben das für mich persönlich einfach überwogen.

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Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

Als jemand der mal Freelancer im IT Bereich war:

Eine eigene Software zu entwickeln ist heutzutage alleine vollkommen utopisch. Der Komplexitätsgrad damit eine Kunde damit auch was anfangen kann, ist für eine Person viel zu hoch. Realistisch ist vielleicht ein PoC, womit man dann einen Investor suchen geht. Alternativ tun sich 3-4 Entwickler zusammen und bauen eine erste Version in ihrer Freizeit. Das kann am Ende aber auch viel Aufwand sein ohne je einen Euro zu sehen.

Tagessätze von 800-1000 Euro als selbstständiger Freelancer sind sehr selten. Als absoluter Spezialist für Nischenprodukt XY mit Top Connections vielleicht. Realistischer sind 600-700 Euro. Und man darf die monatlichen Einnahmen realistisch nur auf 10 Monate rechnen. Krankheit, Feiertage, Urlaub, Übergangszeit fressen die restlichen 2 Monate auf. Und da hat man noch weniger Urlaub gehabt als der durchschnittliche Angestellte.
Die Projektdauer bewegt sich meistens zwischen 3-6 Monaten. Man muss sich also darauf einstellen, dass man 2-3 mal im Jahr was an Land ziehen muss.
Projektakquise, Buchhaltung, Networking etc. läuft natürlich alles neben der regulären Arbeitszeit von mind. 40h. Und Erfahrungsgemäß bekommt man mehr Aufgaben als in 40h zu schaffen ist, aber natürlich wird erwartet, dass nur 40h abgerechnet werden.

Nicht zuletzt kriegt man immer stärkere Konkurrenz durch verschiedene Body-Leasing Firmen. Die liegen oft vom Tagessatz sogar günstiger. Und wenn der Auftraggeber eine Firma sogar mit niedrigerem Stundensatz zu Auswahl hat, dann fällt die Wahl immer seltener auf den selbstständigen Freelancer. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie ist es anscheinend leichter dem Dienstleister 700 Euro am Tag zu bezahlen als der Einzelperson.
Die Projektakquise wurde dadurch in den letzten Jahren immer härter. Immer öfter musste ich faktisch gegen andere Anbieter "pitchen". Das kostet einfach viele Nerven und viel Zeit.

Eine Lösung wäre gewesen mich stärker zu spezialisieren und somit die Konkurrenz zu reduzieren. Das hätte aber bedeutet, dass ich auch in einem größeren Umkreis (womöglich bundesweit) Projekte hätte suchen müssen. Und vor Corona war es absoluter Standard, dass Freelancer 5 Tage im Office beim Kunden sein mussten.

Ich hab dann irgendwann entschieden doch wieder Angestellter zu werden. Ja ich verdiene weniger, aber geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Einkommen und keine größeren Reisen mehr, haben das für mich persönlich einfach überwogen.

Ich gebe dir in den Punkten grundsätzlich Recht, jedoch ist es etwas sehr schwarz gemalt.

1.) Ich rechne grundsätzlich jede Stunde ab und dies war bisher nie ein Problem.
2.) Tagessätze i.H.v 90 - 100 EUR kann man ganz gut durchsetzen. Klar, manchmal sind es auch "nur" 85, jedoch eine Überstunde im Home Office mehr und es relativiert sich bereits.
3.) Aktuell scheint es genug Projekte zu geben.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

Den Trend hast du in fast allen Wirtschaftsbereichen, dass Inhouse Leistungen ausgelagert bzw. eingekauft werden.
Die IT wächst ja weiter, nur halt nicht auf Seiten der Kunden sondern bei den Anbietern von Software und Dienstleistungen.

Guckt doch mal in die Jobportale von Dax30 rein, wie viele "echte IT-Stellen" da ausgeschrieben sind. Kaum mehr als eine Handvoll. Und das sind meistens eher noch Schnittstellen- bzw. Prozesstätigkeiten.
Passt auch zu dem, was immer wieder in der Presse erscheint, dass IT-Abteilungen ausgelagert werden.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich war nach dem Studium viele Jahre bei einem japanischen Konzern.
Da wurde eine neue ERP Software entwickelt (Japaner sind misstrauisch, wollten kein SAP).
Das Prozessdesign etc. wurde in Japan und Europa gemacht, die eigentliche Programmierarbeit aber in Vietnam. Da kann sich jeder ausrechnen, was die Leute, die die eigentliche Umsetzung gemacht haben, vergleichsweise verdient haben.

Inzwischen bin ich bei einem Berliner/Münchner DAX30 Industriekonzern. Kleinere Geschichten, SAP Robotics hier, Excel Makro da, machen bei uns Werkstudenten.
Für größere Geschichten werden zwar hier die Anforderungen erstellt, die eigentliche Programmierung erfolgt in Indien.

„Ingenieure sind die Kamele, auf denen die Kaufleute reiten.“
Der Satz ist uralt aber stimmt und kann auch auf Software Ingenieure bzw. ITler umgelegt werden.

Es schadet nicht, ein IT Grundverständnis zu haben, es schadet nicht 1, 2 oder 3 Programmiersprachen zu beherrschen. Aber am Ende, wenn die Karawane einläuft, bekommt das Kamel Wasser und Futter damit es weiterlaufen kann und der Reiter macht das große Geschäft mit Gewürzen, Gold & Co.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Mal meine Meinung, als jemand der seit über 10 Jahren in der IT arbeitet:

IT wird sicherlich relativ gut bezahlt, dafür das die formalen Anforderungen moderat sind. Unter den Ausbildungsberufen ist der Fachinformatiker sicherlich einer der bestbezahlten. Man kann es auch ohne speziellen Abschluss relativ weit gehaltstechnisch schaffen. In anderen Berufen hat man da mehr Limitierungen und Anforderungen. Dafür zahlt der IT-Bereich jetzt nicht top in Deutschland. Man wird mit einem Job in der IT nur selten in die Top 1% kommen, dafür kann man relativ gut in die Top 10-20% kommen.

IT kann Spaß machen, wenn man Interesse an technischen Fragestellungen hat. Allerdings muss klar sein, dass Deutschland eher ein Entwicklungsland im IT Bereich ist. Viele Länder sind vor allem vom Mindset weiter. Das kann dazu führen, dass IT zwar interessant ist, aber der Arbeitsalltag das nicht widerspiegelt. Das kann zu Frust führen, wenn man versucht Sinn in seinem Berufsalltag zu finden.

Man ist karrieretechnisch relativ schnell festgelegt. Was man die ersten 5-10 Jahre macht, beeinflusst ziemlich stark, was man die nächsten 30 Jahre machen wird. Wer nach 10 Jahren nochmal den Bereich innerhalb der IT wechseln will, hat es mitunter sehr schwer.

antworten
WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Die Fälle bei denen auch nur minimal komplexe Lösungen SaaS einfach so out of the Box laufen sind wohl eher die wenigsten! Die allermeiste SOftware muss nach wie vor an die Prozesse oder Anforderungen der Unternehmen angepasst werden. An der Tatsasche ändert SaaS vs onPremise rein garnichts! Ob ein Admin, InhouseConsultant, KeyUser, sonstiger Verantwortlicher ein CRM, ERP... System nun auf dem Server des einsetzenden UNternehmens oder einem sonstigen Server customized ist für seinen Arbeitsplatz völlig irrelevant (er muss sich nur zu einem anderen Server connecten). D.h. wenn zb CRM vorher Inhouse gehostet wurde und jetzt als CRM-Saas Lösung eingestzt wird, dann fällt allerhöchstens die Serverbetreuung Inhouse ansich für diese Stelle weg. Der Serveradmin hängt dann halt nicht im FirmenServerZentrum sondern beim Cloudanbieter. Alles weitere bleibt gleich.

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Mal ne etwas provokative Frage:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Die von dir beschriebene Entwicklung gabs doch schon weit vor SaaS Lösungen?! Deswegen gibts doch das Berufsbild des SAP-Consultants, - Entwicklers bei Beratungsbuden...

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Mal ne etwas provokative Frage:

Hat IT überhaupt eine Zukunft?

Ich arbeite im Konzern und wir kaufen mittlerweile fast jeden Scheiß einfach ein. Macht finanziell auch einfach mehr sind SaaS Lösungen zu mieten, die sofort Up ans Running sind. Sprich, man braucht nichtmal
mehr technisches Wissen im Unternehmen für Entwicklung, Setup und Wartung.

Ich arbeite im SAP Bereich und stelle dies auch fest. Hab mich zuletzt bei diversen Firmen auf inhouse Stellen beworben als Modulexperte mit Programmierkenntnissen. Gewünscht wird aber nur noch der Projektleiter bzw Prozessexperte. Selber im System was machen ist nicht mehr gewünscht, das lässt man schön die externen Experten machen. Was bleibt sind öde Meetings, Doku schreiben und Kopf hinhalten wenn was schief geht.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

DerZynischeAnalytiker schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

Als jemand der mal Freelancer im IT Bereich war:

Eine eigene Software zu entwickeln ist heutzutage alleine vollkommen utopisch. Der Komplexitätsgrad damit eine Kunde damit auch was anfangen kann, ist für eine Person viel zu hoch. Realistisch ist vielleicht ein PoC, womit man dann einen Investor suchen geht. Alternativ tun sich 3-4 Entwickler zusammen und bauen eine erste Version in ihrer Freizeit. Das kann am Ende aber auch viel Aufwand sein ohne je einen Euro zu sehen.

Tagessätze von 800-1000 Euro als selbstständiger Freelancer sind sehr selten. Als absoluter Spezialist für Nischenprodukt XY mit Top Connections vielleicht. Realistischer sind 600-700 Euro. Und man darf die monatlichen Einnahmen realistisch nur auf 10 Monate rechnen. Krankheit, Feiertage, Urlaub, Übergangszeit fressen die restlichen 2 Monate auf. Und da hat man noch weniger Urlaub gehabt als der durchschnittliche Angestellte.
Die Projektdauer bewegt sich meistens zwischen 3-6 Monaten. Man muss sich also darauf einstellen, dass man 2-3 mal im Jahr was an Land ziehen muss.
Projektakquise, Buchhaltung, Networking etc. läuft natürlich alles neben der regulären Arbeitszeit von mind. 40h. Und Erfahrungsgemäß bekommt man mehr Aufgaben als in 40h zu schaffen ist, aber natürlich wird erwartet, dass nur 40h abgerechnet werden.

Nicht zuletzt kriegt man immer stärkere Konkurrenz durch verschiedene Body-Leasing Firmen. Die liegen oft vom Tagessatz sogar günstiger. Und wenn der Auftraggeber eine Firma sogar mit niedrigerem Stundensatz zu Auswahl hat, dann fällt die Wahl immer seltener auf den selbstständigen Freelancer. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie ist es anscheinend leichter dem Dienstleister 700 Euro am Tag zu bezahlen als der Einzelperson.
Die Projektakquise wurde dadurch in den letzten Jahren immer härter. Immer öfter musste ich faktisch gegen andere Anbieter "pitchen". Das kostet einfach viele Nerven und viel Zeit.

Eine Lösung wäre gewesen mich stärker zu spezialisieren und somit die Konkurrenz zu reduzieren. Das hätte aber bedeutet, dass ich auch in einem größeren Umkreis (womöglich bundesweit) Projekte hätte suchen müssen. Und vor Corona war es absoluter Standard, dass Freelancer 5 Tage im Office beim Kunden sein mussten.

Ich hab dann irgendwann entschieden doch wieder Angestellter zu werden. Ja ich verdiene weniger, aber geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Einkommen und keine größeren Reisen mehr, haben das für mich persönlich einfach überwogen.

Ich gebe dir in den Punkten grundsätzlich Recht, jedoch ist es etwas sehr schwarz gemalt.

1.) Ich rechne grundsätzlich jede Stunde ab und dies war bisher nie ein Problem.
2.) Tagessätze i.H.v 90 - 100 EUR kann man ganz gut durchsetzen. Klar, manchmal sind es auch "nur" 85, jedoch eine Überstunde im Home Office mehr und es relativiert sich bereits.
3.) Aktuell scheint es genug Projekte zu geben.

Tagessätze von 85-100 Euro?
Wtf.. das ist Niedriglohnsektor.
Bei 20 Arbeitstagen / Monat sind das 2k brutto VOR Altersvorsorge, Krankenversicherung, Steuern etc.
Da stehst als Harzer besser da.

antworten
WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

+1.
Ich habe den Fehler gemacht, bei einem großen Unternehmen einzusteigen, das die IT als Kostenstelle behandelt. Nach der Promotion ging ich zu ihnen und bekam 75k fix, 80k insgesamt. Es war eine lustige Fahrt, lernte eine Menge anderer Dinge, die nicht-technisch sind. Aber es ist schwierig, aufzusteigen, und ich habe gesehen, dass die Ausbilder in meinem Alter, die nicht über technische Raffinesse sowie Verständnis verfügen, ein höheres Gehalt bekamen.
In diesem Fall war es das nicht wert. Ich bin nach 2 Jahren gegangen, mit einem Gehalt von insgesamt 86k.

Dann wechselte ich zu einer Firma, die IT als Revenue Center behandelt, mit 100k total. Nach 2 Jahren bin ich jetzt bei 150k insgesamt, und es gibt Raum zum Wachsen. Die Arbeit ist einfacher, wenn man nicht um mehr Ressourcen betteln muss, langfristig denken kann, mehr Einflussmöglichkeiten hat und die Kollegen auf den verschiedenen Ebenen kompetent genug sind. Und wohlgemerkt, ich bin immer noch komplett technisch, d.h. ohne Führungsverantwortung.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

If you work in IT you should always work for a company where IT is the business concept and not a supporting area

Gutes Argument! Ich habe das Gefühl, dass er diesen Überlegenheitskomplex hat:

  • er hat einen Doktortitel in Mathematik!
  • und er hat mit 1,0 abgeschlossen!
    dass er in der Lage sein sollte, einen gut bezahlten Traumjob zu finden (und verdient hat).
    Immerhin ist seine Universität nicht die Top-5 von DE oder die Top-50 der Welt.
    Noch deutlicher wird es, wenn er sich darüber beschwert, dass seine "durchschnittliche" Arztschwester mehr verdient als er. Dass er den Vergleich von Äpfeln und Orangen nicht erkennt, zeigt, dass er nicht so helle ist, wie er vielleicht denkt.

Eine lustige Geschichte: mein guter Freund (2 Jahre älter als ich) in der Highschool hat auch in Mathe promoviert (ich war in CS). Er war sogar 3 Jahre lang Mathe-Assistenzprofessor an der UCLA, wechselte dann aber zu einem Data Scientist.
Jetzt, wo wir in der gleichen Firma arbeiten, ist er 2 Stufen niedriger als ich mit 60% Gehalt, weil:

  • Ihm fehlt jahrelange Coding-Erfahrung, wo man einfach zu lesenden Code schreibt, aber Erweiterbarkeit, höhere Qualität (weniger Fehler), gute Strukturen.
  • er die Abstraktion sehr gut versteht, aber Schwierigkeiten hat, sie in Laienbegriffe zu übersetzen, damit andere Kollegen daran arbeiten können.
  • ihm aufgrund seiner Erfahrungen das Verständnis für komplexe Systeme fehlt und er unerwartete Probleme nicht vorhersehen kann.
  • Ich habe ihm auch geraten, dass es mit seinen Fähigkeiten viel besser wäre, ML-Forscher oder Ingenieur zu sein, als Data Scientist.
    Glücklicherweise hat er diese Schwächen erkannt und arbeitet daran.

Beachten Sie, dass ich nicht-technische Dinge wie sich einfügen, sich verkaufen, Konsens schaffen, Unterstützung erhalten nicht erwähnt habe.

Nun, in meiner früheren Firma haben wir 30-40 Dr. in Mathe, Physik und Biotechnologien, die als Data Scientists arbeiten:

  • Die wenigen Guten wissen, dass sie in diesen Bereichen Defizite haben, und holen das fleißig auf.
  • Die meisten sind durchschnittlich und machen einen guten Job, aber nichts, was ein guter Bachelor nicht auch machen könnte, da es bei DS hauptsächlich darum geht, das Problem zu verstehen und dann die richtigen Bibliotheken und Tools zu verwenden
  • Einige wenige sind mittelmäßig, die mehr Probleme schaffen, als sie zu lösen.
    Sie haben alle mit dem Tarif angefangen, so um die 55-60k insgesamt, aber nach 2-3 Jahren gibt es große Unterschiede

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Zur ausgangsfrage zurück: mag sein dass es eine hand voll jobs gibt in deutschland, wo IT wirklich gut bezahlt und wertgeschätzt wird. Meine erfahrung spricht eine deutlich andere spache! Für den großteil der absolventen scheint sich ein informatik und noch allgemeiner ein MINT studium überhaupt nicht zu lohnen...

Was heißt denn "nicht lohnen"? Man muss bei dir anmerken, dass du a) nicht IT studiert hast, sondern Mathe, b) promoviert hast, was für die meisten Jobs in der Industrie absolut nicht notwendig ist und auch nicht durch mehr Gehalt gewürdigt wird und c) vermutlich viel Potenzial verschenkt hast, indem du dich nicht bei FAANG, evtl. sogar im Ausland beworben hast. Und dass du die meiste Zeit vor einem Bildschirm verbringen würdest, müsste dir doch auch von Anfang an klar gewesen sein, als du dich für den Studiengang eingeschrieben hast.

Dass Ärzte mehr verdienen, ist ja wohl klar: Stressigerer Job, harte Arbeitszeiten, langwieriges Studium, Gehalt muss nicht erwirtschaftet werden, etc. Nicht zuletzt wären die wenigsten Ärzte gute Informatiker und andersrum. Also ist so ein Vergleich ohnehin sinnlos.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:
If you work in IT you should always work for a company where IT is the business concept and not a supporting area

Ich widerspreche hier da meine Erfahrung eine andere ist, bzw. muss man sich das etwas mehr im Detail anschauen.

Alle IT Oursourcer (Accenture, T-Systems, IBM, CGI, Cognizant, Infosys, Wipro) haben IT als ihr Kerngeschäft. Gleichzeitig sind hier die Gehälter regelmäßig und zu weiten Teilen unter dem was man in einer großen Firma in der IT Abteilung verdient (welche diese Firmen typischerweise beauftragt).

Sprechen wir nun von den Anbietern von IT-Produkten (Atlasian, Salesforce, Google, VM-Ware, Juniper, etc.) - hier wird besser verdient als beim IT-Outsourcer. Gleichzeitig gibt es in Deutschland sehr, sehr wenige Entwicklungsjobs im Verhältnis weil einfach die Entwicklung in anderen Ländern geschiet (typischerweise in USA) und Deutschland einfach ein lokales Office ist wie es oft auf der ganzen Welt gibt um die deutschen Kunden des Produktes glücklich zu machen und Lizenzen zu verkaufen.

Deswegen ist es regelmäßig besser als IT-Ler in einem großen Unternehmen in der IT-Abteilung zu arbeiten als bei einer IT-Klitsche.

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Accenture und Co. "IT-Outsourcer" sind natürlich eher Berater und damit ist Advisory auch das Revenue Center...und nicht IT per se. Genau wie zeb im Kontext zum Banking

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Nein, die IT ist nicht zentral für ihr Geschäft, sondern die Leasingstelle. Es ist nur so, dass diese Stellen ein bisschen was von IT verstehen.

Und nein, viele von ihnen (Accenture, IBM, T-systems) zahlen etwas besser als der typische IT-Support im OEM (sogar mit IGM-Tarif, da IT-Support eine niedrige EG hat)

Es ist auch erwähnenswert, dass in diesen Firmen die echten IT-Leute, die ihr Produkt entwickeln, besser bezahlt werden als die "Experten", die an andere Geschäfte vermietet werden.

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Alle IT Oursourcer (Accenture, T-Systems, IBM, CGI, Cognizant, Infosys, Wipro) haben IT als ihr Kerngeschäft. Gleichzeitig sind hier die Gehälter regelmäßig und zu weiten Teilen unter dem was man in einer großen Firma in der IT Abteilung verdient (welche diese Firmen typischerweise beauftragt).

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WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Nein, die IT ist nicht zentral für ihr Geschäft, sondern die Leasingstelle. Es ist nur so, dass diese Stellen ein bisschen was von IT verstehen.

Und nein, viele von ihnen (Accenture, IBM, T-systems) zahlen etwas besser als der typische IT-Support im OEM (sogar mit IGM-Tarif, da IT-Support eine niedrige EG hat)

Es ist auch erwähnenswert, dass in diesen Firmen die echten IT-Leute, die ihr Produkt entwickeln, besser bezahlt werden als die "Experten", die an andere Geschäfte vermietet werden.

Auch hier widerspreche ich und bezweifle das wirkliche Praxis Insights da sind.

Accenture hat schonmal gar kein eigenes Produkt, was wirklich irgendwie am Markt in nennenswerter Form plaziert wird, deswegen überrascht mich diese inbrünstige Aussage doch sehr. Schaut euch bitte die Top IT Outsourcer an, da ist Accenture ganz oben so wie die anderen genannten Firmen. Aber es ist bei den genannten Firmen nicht wie bei Palantir, Splunk, AWS, etc. (oder die anderen die ich schon oben genannt habe) wo wirklich ein Produkt verkauft wird. Es wird nach Kundenwünschen entwickelt.

Es stimmt auch nicht das die IT in Support Funktionen in niedrigen EG im IGM eingestellt werden. In Bayern Bachelor ERA9 oder 10 und dann ist auch der Weg in AT möglich wenn man IT Projekte leitet (die Accenture dann entwickeln darf).

Fakt ist auch, dass diese IT Funktionen regelmäßig bammel haben, dass Sie zu ATOS (wäre noch die beste Option weil die nach IGM bezahlen), CapGemini, Accenture, Sopra, CGI, T-Systems, Infosys, Wipro, Cognizant, DXC outgesourced werden. Weil hier sind die Gehälter für die gleichen / ähnlichen Funktionen einfach niedriger.

Ich hoffe wirklich, dass die obigen Beiträge nicht für bare Münze genommen werden von den Lesern.

Ich habe 15 Jahre IT Erfahrung. Habe Informatik 2005 abgeschlossen und habe (sehr) guten Einblick in die Salary Structures und Arbeiten.

Die einzigen die regelmäßig besser bezahlen als IGM ist US-Tech - Alphabet, Salesforce (wobei es da auch krasse ausreiser nach unten gibt), Splunk, Cisco (teilweise), etc.

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Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 18.07.2021:

Zum Thema Software Produkt:
1.) Dafür musst du erstmal in Vorleistung gehen und es entwickeln. Das kann gehen, kann aber auch nicht gehen.

2.) Ja, die Stundensätze können schon hoch sein, aber auch hier gilt:

  • Nicht immer kann der Kunde einschätzen wie gut du wirklich bist.
  • Auch als Spezialist, tummelt sich immer noch genug Konkurrenz rum. Ich habe bei meinen UN nicht das Gefühl, dass es denen - wenn diese mit den Geldscheinen winken - an Spezialisten mangelt
  • Spezialistentum gibt es gar nicht richtig. Alle Leute arbeiten sich in neue Themen rein - somit ist es am Ende sogar egal, ob du nun 3 Jahre BE oder 5 Jahre hast. Somit ist kein Spezialist so unendlich selten wie man glauben mag.
  • Nicht immer kannst du deine Skills in Projekten ausspielen.

Wenn du es am Ende hochrechnest: Steuern, Versicherungen, Rücklagen für Projektleerläufer, Urlaub, Krankheit etc. - dann kommst du auch "nur" auf deine 6k netto. Das kann man auch im Konzern erreichen ohne Kopfschmerz Berufe. Wenn du komplett ausgelastet bist, lohnt es sich.

Als jemand der mal Freelancer im IT Bereich war:

Eine eigene Software zu entwickeln ist heutzutage alleine vollkommen utopisch. Der Komplexitätsgrad damit eine Kunde damit auch was anfangen kann, ist für eine Person viel zu hoch. Realistisch ist vielleicht ein PoC, womit man dann einen Investor suchen geht. Alternativ tun sich 3-4 Entwickler zusammen und bauen eine erste Version in ihrer Freizeit. Das kann am Ende aber auch viel Aufwand sein ohne je einen Euro zu sehen.

Tagessätze von 800-1000 Euro als selbstständiger Freelancer sind sehr selten. Als absoluter Spezialist für Nischenprodukt XY mit Top Connections vielleicht. Realistischer sind 600-700 Euro. Und man darf die monatlichen Einnahmen realistisch nur auf 10 Monate rechnen. Krankheit, Feiertage, Urlaub, Übergangszeit fressen die restlichen 2 Monate auf. Und da hat man noch weniger Urlaub gehabt als der durchschnittliche Angestellte.
Die Projektdauer bewegt sich meistens zwischen 3-6 Monaten. Man muss sich also darauf einstellen, dass man 2-3 mal im Jahr was an Land ziehen muss.
Projektakquise, Buchhaltung, Networking etc. läuft natürlich alles neben der regulären Arbeitszeit von mind. 40h. Und Erfahrungsgemäß bekommt man mehr Aufgaben als in 40h zu schaffen ist, aber natürlich wird erwartet, dass nur 40h abgerechnet werden.

Nicht zuletzt kriegt man immer stärkere Konkurrenz durch verschiedene Body-Leasing Firmen. Die liegen oft vom Tagessatz sogar günstiger. Und wenn der Auftraggeber eine Firma sogar mit niedrigerem Stundensatz zu Auswahl hat, dann fällt die Wahl immer seltener auf den selbstständigen Freelancer. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie ist es anscheinend leichter dem Dienstleister 700 Euro am Tag zu bezahlen als der Einzelperson.
Die Projektakquise wurde dadurch in den letzten Jahren immer härter. Immer öfter musste ich faktisch gegen andere Anbieter "pitchen". Das kostet einfach viele Nerven und viel Zeit.

Eine Lösung wäre gewesen mich stärker zu spezialisieren und somit die Konkurrenz zu reduzieren. Das hätte aber bedeutet, dass ich auch in einem größeren Umkreis (womöglich bundesweit) Projekte hätte suchen müssen. Und vor Corona war es absoluter Standard, dass Freelancer 5 Tage im Office beim Kunden sein mussten.

Ich hab dann irgendwann entschieden doch wieder Angestellter zu werden. Ja ich verdiene weniger, aber geregelte Arbeitszeiten, ein stabiles Einkommen und keine größeren Reisen mehr, haben das für mich persönlich einfach überwogen.

Ich gebe dir in den Punkten grundsätzlich Recht, jedoch ist es etwas sehr schwarz gemalt.

1.) Ich rechne grundsätzlich jede Stunde ab und dies war bisher nie ein Problem.
2.) Tagessätze i.H.v 90 - 100 EUR kann man ganz gut durchsetzen. Klar, manchmal sind es auch "nur" 85, jedoch eine Überstunde im Home Office mehr und es relativiert sich bereits.
3.) Aktuell scheint es genug Projekte zu geben.

Tagessätze von 85-100 Euro?
Wtf.. das ist Niedriglohnsektor.
Bei 20 Arbeitstagen / Monat sind das 2k brutto VOR Altersvorsorge, Krankenversicherung, Steuern etc.
Da stehst als Harzer besser da.

Sorry, meinte natürlich 85-100 EUR die Stunde.

antworten
WiWi Gast

Sind die hohen Gehälter in der IT nachhaltig?

Ich bin das Vorposter. Ich schätze die erste Hälfte Ihres Beitrags sehr, bis Sie Ihre 15-jährige Erfahrung erwähnt haben. Das mindert nur Ihre eigene Glaubwürdigkeit.

Ich habe viele Freunde und Kollegen, die Ihre jahrelange Erfahrung mit Leichtigkeit übertreffen, sogar verdoppeln, aber sie wissen nicht genug über die Gehaltsstruktur anderer Unternehmen. Vielleicht könnten Sie hier in DE näher erläutern, wie sehr Sie die Gehaltsstrukturen in der gesamten IT-Landschaft sehr gut verstehen?

Ich habe "nur" 13 Jahre Erfahrung und arbeite derzeit bei FAANG. Zu den früheren Unternehmen gehören IBM, Accenture, Delivery Hero und jetzt eines der A in FAANG. Zumindest kenne ich die 2 Unternehmen, von denen Sie gesagt haben, dass sie niedriger als der IGM-IT-Support zahlen:

  • Erstens ist es wichtig anzumerken, dass ich nicht gesagt habe, dass sie besser bezahlen als IGM. Ich habe einfach gesagt, dass die Abteilungen / Unternehmen auslagern, ihr Geschäft ist nicht die IT! Ihr Geschäft besteht darin, Leute zu leasen, die IT betreiben. Hier gibt es einen feinen Unterschied. Daher zahlen sie weniger und verlangen auch weniger als das, was IGM für ihre Mitarbeiter zahlt, um die Arbeit anzuziehen. Verständlicherweise.
  • Auch wenn ihr Kerngeschäft darin besteht, die IT auszulagern, bedeutet dies nicht, dass sie niemals Produkte entwickeln. IBM hat sicherlich viele Produkte (DB2, Cloud, Mainframe usw.), während Accenture auch seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat, die die Prototypen erstellt und dann an ihre internen Entwickler weitergibt, um sie fertigzustellen. Warum? weil sie erkannt haben, dass viele Kunden mehr oder weniger dasselbe verlangen, und sie können eine verallgemeinerte Version davon erstellen und sie dann an die jeweiligen Kundenbedürfnisse anpassen. Deshalb sind ihre Gewinne tatsächlich höher als in einem normalen Beratershop. Wer Freunde in den Beratungsunternehmen hat, weiß, dass der aktuelle Trend in Richtung Managed Service geht.

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Nein, die IT ist nicht zentral für ihr Geschäft, sondern die Leasingstelle. Es ist nur so, dass diese Stellen ein bisschen was von IT verstehen.

Und nein, viele von ihnen (Accenture, IBM, T-systems) zahlen etwas besser als der typische IT-Support im OEM (sogar mit IGM-Tarif, da IT-Support eine niedrige EG hat)

Es ist auch erwähnenswert, dass in diesen Firmen die echten IT-Leute, die ihr Produkt entwickeln, besser bezahlt werden als die "Experten", die an andere Geschäfte vermietet werden.

Auch hier widerspreche ich und bezweifle das wirkliche Praxis Insights da sind.

Accenture hat schonmal gar kein eigenes Produkt, was wirklich irgendwie am Markt in nennenswerter Form plaziert wird, deswegen überrascht mich diese inbrünstige Aussage doch sehr. Schaut euch bitte die Top IT Outsourcer an, da ist Accenture ganz oben so wie die anderen genannten Firmen. Aber es ist bei den genannten Firmen nicht wie bei Palantir, Splunk, AWS, etc. (oder die anderen die ich schon oben genannt habe) wo wirklich ein Produkt verkauft wird. Es wird nach Kundenwünschen entwickelt.

Es stimmt auch nicht das die IT in Support Funktionen in niedrigen EG im IGM eingestellt werden. In Bayern Bachelor ERA9 oder 10 und dann ist auch der Weg in AT möglich wenn man IT Projekte leitet (die Accenture dann entwickeln darf).

Fakt ist auch, dass diese IT Funktionen regelmäßig bammel haben, dass Sie zu ATOS (wäre noch die beste Option weil die nach IGM bezahlen), CapGemini, Accenture, Sopra, CGI, T-Systems, Infosys, Wipro, Cognizant, DXC outgesourced werden. Weil hier sind die Gehälter für die gleichen / ähnlichen Funktionen einfach niedriger.

Ich hoffe wirklich, dass die obigen Beiträge nicht für bare Münze genommen werden von den Lesern.

Ich habe 15 Jahre IT Erfahrung. Habe Informatik 2005 abgeschlossen und habe (sehr) guten Einblick in die Salary Structures und Arbeiten.

Die einzigen die regelmäßig besser bezahlen als IGM ist US-Tech - Alphabet, Salesforce (wobei es da auch krasse ausreiser nach unten gibt), Splunk, Cisco (teilweise), etc.

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Artikel zu IT-Jobs

Fachkräftemangel in 2020 bei IT-Berufen

Arbeiten am Notebook

Die Fachkräftesituation in IT-Berufen wird angespannter. Seit 2010 ist die Fachkräftelücke in IT-Berufen insgesamt gestiegen. Einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke können ausländische Beschäftigte leisten. Die KOFA Studie 4/2020 analysiert die Fachkräftesituation in IT-Berufen und stellt Potentiale der Zuwanderung dar.

Rekordwert von 124.000 unbesetzte Stellen für IT-Experten

Hände schreiben auf der Tastatur eines Computers, eine Kaffeetasse steht daneben.

Die Nachfrage nach IT-Fachkräften wird laut Digitalverband Bitkom weiter steigen, weil digitale Geschäftsmodelle, Technologien und Prozesse IT-Know-how erfordern. Bundesweit kommen auf 100.000 Beschäftigte bereits 2.400 IT-Spezialisten. Der Branchenverband meldet für das Jahr 2019 einen Rekord von 124.000 unbesetzten Stellen für IT-Experten in Deutschland. Besonders begehrt sind Software-Entwickler. Jedes dritte Unternehmen mit offenen IT-Stelle sucht Programmierer.

IT-Vergütungsreport 2015: Gehälter von IT-Führungskräfte & IT-Spezialisten steigen

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Der Wettbewerb um die besten ITler lässt die Gehälter um gut 3 Prozent weiter steigen. Spitzenverdiener sind die IT-Leiter und die IT-Security-Manager. Die Chemiebranche zahlt ihren ITlern am meisten. Im Schnitt verdienen IT-Führungskräfte derzeit 112.00 Euro im Jahr und Spezialisten 61.000 Euro.

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IT-Gehaltsstudie 2011/2012: Gehälter von Führungskräften steigen nur moderat

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