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Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

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WiWi Gast

Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Hallo,
Ich habe zwei Zulassungen für Medizin und Elektrotechnik erhalten. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich machen soll. Ich habe einen Einblick in den Berufsalltag als Arzt, da meine beiden Elternteile Ärzte sind. Jedoch fehlt mir der Einblick in die Konzernstrukturen.
Zur Gehaltsentwicklung eines Arztes kann ich Folgendes sagen:

  • Berufseinstieg mit 25 an einer Uniklinik: ca. 55k + 1,5k - 3k pro Monat an Zulagen durch Dienste und Pool, jedoch hat man dann keine 40h Woche, sondern eher 50h - 60h.
  • Das Gehalt steigert sich dann jährlich bis zum Facharzt (30 Jahre) ca. 72k + 1,5k - 3k pro Monat an Zulagen, das Gehalt steigert sich dann nur noch alle drei Jahre bis zu einem Grundgehalt von 90k
  • Spätestens mit 35 bekommt man in der Regel eine Oberarzt-Stelle oder macht sich selbstständig

Ich weiß, dass ich hier in einem BWLer-Forum bin. Jedoch dürfte sich die Gehaltsstruktur zwischen Betriebswirt und Ingenieur nicht großartig unterschieden.

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens, Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg
  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne aus?
  • Wie sieht es mit Ingenieuren
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ziemlich krank, wenn man sein zukünftiges Leben so massiv am Gehalt ausrichtet. Werde deshalb bitte kein Arzt, dir möchte ich später nicht begegnen.

"spätestens mit 35 Oberarzt..." Du hast überhaupt keinen Plan, wovon du redest.

Die Entwicklung der Gehälter von Ingenieuren und BWLer n ist zudem auch nicht vergleichbar. Für den Durchschnitt liegt der Ingenieur besser, bei den besten fünf Prozent der BWLer.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich würde noch einen anderen Aspekt beachten: Als Ingenieur schaffen es die meisten eher nicht auf eine echte Führungsposition. Wenn Du dann älter wirst, stehst Du in direkter Konkurrenz mit den jungen Absolventen. Das Wissen des Ingenieurs wird mit der Zeit zum großen Teil entwertet. Es kommt immer wieder ein Neuanfang. Das was Du heute machst hat mit den Themen von vor 10 Jahren nichts mehr zu tun. Der Arzt baut auf seiner Erfahrung auf, lernt auch hinzu, aber das alte Wissen ist immer noch gefragt. Wenn Du die Möglichkeit hast: eher Arzt werden!

Lounge Gast schrieb:

Hallo,
Ich habe zwei Zulassungen für Medizin und Elektrotechnik
erhalten. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich
machen soll. Ich habe einen Einblick in den Berufsalltag als
Arzt, da meine beiden Elternteile Ärzte sind. Jedoch fehlt
mir der Einblick in die Konzernstrukturen.
Zur Gehaltsentwicklung eines Arztes kann ich Folgendes sagen:

  • Berufseinstieg mit 25 an einer Uniklinik: ca. 55k + 1,5k -
    3k pro Monat an Zulagen durch Dienste und Pool, jedoch hat
    man dann keine 40h Woche, sondern eher 50h - 60h.
  • Das Gehalt steigert sich dann jährlich bis zum Facharzt (30
    Jahre) ca. 72k + 1,5k - 3k pro Monat an Zulagen, das Gehalt
    steigert sich dann nur noch alle drei Jahre bis zu einem
    Grundgehalt von 90k
  • Spätestens mit 35 bekommt man in der Regel eine
    Oberarzt-Stelle oder macht sich selbstständig

Ich weiß, dass ich hier in einem BWLer-Forum bin. Jedoch
dürfte sich die Gehaltsstruktur zwischen Betriebswirt und
Ingenieur nicht großartig unterschieden.

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif
    gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens,
    Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg
  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne
    aus?
  • Wie sieht es mit Ingenieuren
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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wenn du Dich selbstständig machen willst, ist Arzt sichere die einfachere und für Selbstständigkeit sehr sichere Wahl wenn Du nicht auf dem Platten land eröffnen möchtest.

Ingenieure hat im Konzern sicher ein leichteres Leben bei ähnlichem Gehalt wie ein angestellter Arzt.

Für die Selbstständigkeit gibt es auch viele Möglichkeiten aber ich denke da Risiko liegt höher eine Bauchlandung hinzulegen.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,
Ich habe zwei Zulassungen für Medizin und Elektrotechnik
erhalten. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich
machen soll. Ich habe einen Einblick in den Berufsalltag als
Arzt, da meine beiden Elternteile Ärzte sind. Jedoch fehlt
mir der Einblick in die Konzernstrukturen.
Zur Gehaltsentwicklung eines Arztes kann ich Folgendes sagen:

  • Berufseinstieg mit 25 an einer Uniklinik: ca. 55k + 1,5k -
    3k pro Monat an Zulagen durch Dienste und Pool, jedoch hat
    man dann keine 40h Woche, sondern eher 50h - 60h.
  • Das Gehalt steigert sich dann jährlich bis zum Facharzt (30
    Jahre) ca. 72k + 1,5k - 3k pro Monat an Zulagen, das Gehalt
    steigert sich dann nur noch alle drei Jahre bis zu einem
    Grundgehalt von 90k
  • Spätestens mit 35 bekommt man in der Regel eine
    Oberarzt-Stelle oder macht sich selbstständig

Ich weiß, dass ich hier in einem BWLer-Forum bin. Jedoch
dürfte sich die Gehaltsstruktur zwischen Betriebswirt und
Ingenieur nicht großartig unterschieden.

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif
    gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens,
    Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg
  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne
    aus?
  • Wie sieht es mit Ingenieuren
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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Man könnte jetzt sagen "Typisch Medizinstudent"....

Aber ja... die BWLer hier sind ja teils auch nich anders.

Hast du dir mal auch nur eine Sekunde darüber Gedanken gemacht, dass Arbeitsinhalte, Arbeitsort und Arbeitsrahmenbedingungen zwischen beiden Berufsgruppen sowas von grundsätzlich unterschiedlich sind, dass es vielleicht noch weitere Kriterien für die Planung des Lebenswegs gibt?!

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wenn ich mir Medizin auch nur Ansatzweise vorstellen hätte können bzw. überhaupt den NC nur im entferntesten erreichen hätte können, wäre ich sofort Arzt geworden...

Du willst dir doch nicht E-Technik in einem Großkonzern geben, bei dem größtenteils das Gesetz des Jungels herrscht...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Lounge Gast schrieb:

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif
    gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens,
    Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg

Seeeehr schwierig

  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne
    aus?

Wesentlich schlechter als die der Arztes, ~50k zum Einstieg 70k nach ein paar Jahren und dabei bleibt es dann für gewöhnlich

  • Wie sieht es mit Ingenieuren

Was?

All in All: Wenns ums Geld geht gibt es keinen besseren Job als Medizin, mit anderen Jobs kann man zwar evtl. mehr verdienen aber dafür muss man zu den Top 5% gehören.
Bei Ärzten sind selbst die "Lowperformer" am Ende bei über 100k während die Ings. arbeitslos sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich denke, hier ist alles gesagt. Du hast zwei Zulassungen (Medizin und ETechnik, wobei ich gar nicht wusste, dass letzteres zulassungsbeschränkt ist).

Wenn Du Medizin machst und das Physikum nicht packst oder bis dahin merkst, dass es nicht Deins ist: Dann studier danach ETechnik.

Wenn Du jetzt Deinen Medizin-Studienplatz "wegwirfst", dann erhältst Du wahrscheinlich keine zweite Chance.

Geld ist ohnehin nicht alles im Leben und das "ach so schwere Leben der Krankenhausmediziner" ist vor allem deshalb so schwer, weil sie eine Lobbyvertretung haben, die ständig ebendieses Bild malt (und dafür natürlich kräftig Kohle vom Staat für ihre Klientel einfordert).

Die Ings haben halt keine lautstarke Lobby - buckeln müssen sie aber trotzdem!

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Die letzte Frag sollte heißen:
Wie sieht es für Ingenieure, die älter als 50 sind aus?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Das kommt darauf an, was der Ingenieur aus seiner Berufslaufbahn macht. Wie andere schon geschrieben haben, wird das Wissen des Ingenieurs mit der Zeit entwertet, da junge Absolventen auf den Markt kommen, die die neue Technik-Generation beherrschen. Ein Ingenieur, der bis zur Rente Sachbearbeiter bleiben möchte, hat es daher schwer. Viele Ingenieure gehen aber später in den Verkauf, die Projektleitung oder ins Management. Hier kann man dann auch im fortgeschrittenen Alter gut Geld verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Was mir an diesem Thread gefällt? Das endlich mal deutlich wird, dass eben nicht jeder 0815 Ing./oder BWL-er über 100k verdient. Schaut man sich andere Threads an muss man sich ja fast schon schämen wenn man nach 1 Jahr Berufserfahrung keine 80k verdient.

Mediziner gehören zweifelslos zu den bestbezahlten Jobs. Wie schon geschrieben wurde erhält eigentlich jeder früher oder später 120k (Median). Das schaffen die wenigsten Ings/BWLer oder sonstige Berufsgruppen (aus genommen die High Potentials hier im Forum :) ).

Allerdings will ich dem TE die Illusion nehmen, dass er mit 35 Oberarzt ist. Da musst du schon richtig Gas geben. Fraglich ob das noch Spaß macht. Ich kenne privat ein paar Mediziner. Von denen ist keiner mit 35 Oberarzt sondern sie sind in ihrer Facharztausbildung wenns gut läuft.

Zum NC will ich noch eins loswerden: Wenn du bundesweit flexibel bist brauchst du keinen NC von 1,0. Kenne im privaten Umfeld Mediziner, welche auf Grund ihrer bundesweiten Einsatzbereitschaft sogar mit Abischnitten von 3,0 noch Medizin studieren konnten (gut, mussten dann halt von München nach Dresden ziehen). Aber wenn man das überstanden hat juckt es in der Regel niemanden ob du jetzt in Heidelberg oder Dresden studiert hast.

In jedem Fall wünsche ich dir alles Gute für die Zukunft.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Vielen Dank für deinen Einblick.
Ich bin 18 und habe einen Platz. Wenn ich mit 25 fertig bin (Regelstudienzeit 6,5 Jahre). Danach mit einer Facharztausbildung beginne (dauert im Schnitt 5 Jahre) bin ich bei Abschluss 30. Danach kann ich mich theoretisch niederlassen oder auf eine Oberarzt Stelle bewerben.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Also wenn du 18 bist und mal eben durch alles durchmarschierst, vermute ich mal einen gehobenen Hintergrund ohne Geldsorgen, wo man das mal eben machen kann.
Insbeondere dann: Leb mal ein bisschen. Mach ein Work&Travel und pflück ein paar Bananen in Australien und verbring die übrigen Monate darüber zu meckern, wie kacke das war. Geh tauchen in Südostasien und verbrenn dir als x-ter Dulli den Fuß abends am Strand beim Feuerseilhüpfen. Verbring mal 6-12 Monate in einem nicht englischsprachigen Land als Sprachschüler (Spanisch und Chinesisch bieten sich da sicher an) und lerne eine für uns westlichen Mitteleuropäer sehr fremde Kultur kennen. Mach was Soziales, das kein vierwöchiger Sozialarbeitsurlaub in Kenia ist. Zumindest 1-2 dieser Dinge sollten dich als Person weiterbringen. Dann kommst du nach 6-12 Monaten wieder und wirst mit 36 Oberarzt :-D

Viel Erfolg in deinem Leben, du hast wahrscheinlich beste Voraussetzung sehr viel zu erreichen. Aber dazu gehört halt auch über den Tellerrand gucken.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wenn der Ingenieur mal älter ist, geht er nicht in den Verkauf (eher "Vertrieb"). Da will man ihn dann nicht mehr haben. Dort sind eher Leute gefragt, die dort jung einsteigen. Projektleitung macht auch der Sachbearbeiter aus der Entwicklung, ist aber keine eigene Karriere, sondern immer zeitlich befristet. Man ist also neben den eigentlichen Aufgaben auch mal oder öfters Projektleiter. Nichts tolles. Ein Projekt ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es irgendwann zu Ende ist. Ins Management kommt man nicht so einfach. Meistens ist da ab Mitte 30 der Zug schon abgefahren. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, bleibt Sachbearbeiter. Was es als Ingenieur auch gibt: Man war mal Abteilungsleiter und wird aus irgendwelchen Gründen zum Sachbearbeiter zurück gestuft. Das ist dann ganz bitter. Hört man in diesem Forum der Berufseinsteiger nur selten, kommt aber in der Realität durchaus vor.

Lounge Gast schrieb:

Das kommt darauf an, was der Ingenieur aus seiner
Berufslaufbahn macht. Wie andere schon geschrieben haben,
wird das Wissen des Ingenieurs mit der Zeit entwertet, da
junge Absolventen auf den Markt kommen, die die neue
Technik-Generation beherrschen. Ein Ingenieur, der bis zur
Rente Sachbearbeiter bleiben möchte, hat es daher schwer.
Viele Ingenieure gehen aber später in den Verkauf, die
Projektleitung oder ins Management. Hier kann man dann auch
im fortgeschrittenen Alter gut Geld verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Um als Ingenieur einen 0815 Arzt finanziell zu schlagen gibt es nur 2 Möglichkeiten:

  • Du gründest ein eigenes Unternehmen und führst es zu (sehr) großem Erfolg
  • Du schaffst es in Geschäftsführung oder Vorstand eines größeren Unternehmens (>1.000MA)

Ansonsten liegt jeder Arzt deutlich über einem Ingenieur.

Hinzu kommt: Es ist heutzutage extrem schwierig als Ingenieur in die von dir besagten Konzerne reinzukommen!
Bei Bosch, Siemens, Daimler, VW, BMW aber auch bei Konzernen die etwas drunter liegen wie ZF, Liebherr, Freudenberg, Mahle, Schaeffler, Conti usw. ist extrem schwer reinzukommen. Da reicht nicht mal ein 1,0 B.Eng + 1,0 M.Eng/Sc. Mit Garantie ? Und das ist in Elektrotechnik eh nicht zu schaffen.
Die Konzerne haben schon Bedarf an Personal aber die werden über Zeitarbeit / Ingenieurdienstleister abgedeckt. Bertrandt, Ferchau, Euro Engineering, Brunel usw. usw.
Aus meinem Abschluss Jahrgang (2012) sind 90Prozent nur über solche Dienstleister angestellt.

Dazu kommt: Auf Ingenieure kommen dunkle Zeit zu!
Obwohl die Gesamtökobilanz des E-Autos einen guten Verbrenner nicht schlagen kann und ein Verbrenner viel mehr Zuverlässigkeit, höhere Reichweite, höhere Wertstabilität (Wenn dein Akku im Handy nach 2 Jahren den Geist aufgibt, schmeißt du das Handy weg ? Beim Auto wird das genauso sein also nix mit Weiterverkauf des jungen Gebrauchten) und div. Andere Vorteile mit sich bringt, geht die Weltpolitik momentan massiv in Richtung der E-Mobilität. Und unsere Linke Gender Öko Regierung und deren vasalen, hörigen Medien folgen dem wie die Ratten dem Rattenfänger von Hameln ? ins Verderben.
Verbrennungsmotoren sind sehr komplex im Aufbau dazu gibt es technologisch hochkomplexe Getriebe. All das wird obsolet wenn das E-Auto per Gesetz der Menschheit aufgedrückt wird. Genau da lag bei deutschen Konzernen ein hoher Wettbewerbs und Technologievorteil. Diesen Vorteil werden wir (Deutschlands Einwohner & Konzerne) verlieren weil Verbrennungsmotoren nicht mehr verkauft werden dürfen. Ein Elektromotor hingegen ist ein relativ triviales Konstrukt. Bosch hat z.B. die Woche ein Basis Komplett Modul vorgestellt, das nach Bedarf angepasst werden kann und für Kleinwagen wie Oberklasse Limousine passt. Am Ende werden aber billige Module aus China den Markt dominieren um das die Hersteller nur noch ihre Karosse designen und anschrauben.
Die Folge wird sein: Viele Konzerne werden gar nicht überleben (z.B. ZF macht ein Großteil des Geschäfts mit Getrieben), viele Konzerne werden massive Umsatzeinbußen haben (Wenn Bosch morgen keine Zündkerzen, Ölfilter etc mehr verkaufen kann wird es die massiv treffen).
Die Konzerne die den Sprung in die E-Mobilität schaffen werden aber viel weniger Personalbedarf haben, gerade bei den Ingenieuren. Daimler hat jetzt schon Pläne in den Schubladen, wie deren Anzahl um 30.000 reduziert werden kann.
Wenn in Zukunft Standard Software fürs Autonome Fahren vorhanden ist und Standard Antriebs Module mit kompletter Lenkung etc wird die Markteintritts Barriere massiv gesenkt, es werden neue Anbieter auf den Markt drängen und es wird nicht wenige geben die ein hippes Apple Car einem biederen Opel vorziehen.
Klar man könnte sagen, die E- Mobilität wird grade Elektrotechniker Möglichkeiten bieten ? Aber die Konzerne sind träge, können nicht hunderttausende entlassen. Da wird viel über Umqualifizierung laufen und Outsourcing ? Eben zu Ingenieurdienstleistern wie Bertrandt. Da arbeitest du dann wie ein Knecht im Vergleich zur Stammbelegschaft.
Als Arzt hingegen bist du immer save ? Egal welche Epoche, egal welche Gesellschaft, egal wie deren wirtschaftliche Situation ist ? Ärzte sind finanziell ist immer weit oben.

Da eine Zulassung zum E-Technik Studium eh nix besonderes ist (wird wohl kaum einen NC geben), die Ingenieure haben aber eine ungewisse Zukunft, ein Medizinstudienplatz ist schwer zu bekommen und garantiert eine sichere Zukunft und wohlhabendes Leben.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,
Ich habe zwei Zulassungen für Medizin und Elektrotechnik
erhalten. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich
machen soll. Ich habe einen Einblick in den Berufsalltag als
Arzt, da meine beiden Elternteile Ärzte sind. Jedoch fehlt
mir der Einblick in die Konzernstrukturen.
Zur Gehaltsentwicklung eines Arztes kann ich Folgendes sagen:

  • Berufseinstieg mit 25 an einer Uniklinik: ca. 55k + 1,5k -
    3k pro Monat an Zulagen durch Dienste und Pool, jedoch hat
    man dann keine 40h Woche, sondern eher 50h - 60h.
  • Das Gehalt steigert sich dann jährlich bis zum Facharzt (30
    Jahre) ca. 72k + 1,5k - 3k pro Monat an Zulagen, das Gehalt
    steigert sich dann nur noch alle drei Jahre bis zu einem
    Grundgehalt von 90k
  • Spätestens mit 35 bekommt man in der Regel eine
    Oberarzt-Stelle oder macht sich selbstständig

Ich weiß, dass ich hier in einem BWLer-Forum bin. Jedoch
dürfte sich die Gehaltsstruktur zwischen Betriebswirt und
Ingenieur nicht großartig unterschieden.

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif
    gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens,
    Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg
  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne
    aus?
  • Wie sieht es mit Ingenieuren
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Vorsicht! Dieser Beitrag sieht geflissen und kenntnisreich aus, das trifft aber leider nicht auf alle Aussagen zu. Im Einzelnen:

Lounge Gast schrieb:

Was mir an diesem Thread gefällt? Das endlich mal deutlich
wird, dass eben nicht jeder 0815 Ing./oder BWL-er über 100k
verdient. Schaut man sich andere Threads an muss man sich ja
fast schon schämen wenn man nach 1 Jahr Berufserfahrung keine
80k verdient.

Richtig und schön formuliert!

Mediziner gehören zweifelslos zu den bestbezahlten Jobs. Wie
schon geschrieben wurde erhält eigentlich jeder früher oder
später 120k (Median). Das schaffen die wenigsten Ings/BWLer
oder sonstige Berufsgruppen (aus genommen die High Potentials
hier im Forum :) ).

Ebenfalls richtig.

Allerdings will ich dem TE die Illusion nehmen, dass er mit
35 Oberarzt ist. Da musst du schon richtig Gas geben.
Fraglich ob das noch Spaß macht. Ich kenne privat ein paar
Mediziner. Von denen ist keiner mit 35 Oberarzt sondern sie
sind in ihrer Facharztausbildung wenns gut läuft.

"Ich kenne privat ein paar Mediziner" -> keinerlei Aussagekraft. Mit 35 mag noch nicht jeder Oberarzt sein. Mit 40 ist derjenige, der es wirklich will, Oberarzt.

Zum NC will ich noch eins loswerden: Wenn du bundesweit
flexibel bist brauchst du keinen NC von 1,0. Kenne im
privaten Umfeld Mediziner, welche auf Grund ihrer
bundesweiten Einsatzbereitschaft sogar mit Abischnitten von
3,0 noch Medizin studieren konnten (gut, mussten dann halt
von München nach Dresden ziehen). Aber wenn man das
überstanden hat juckt es in der Regel niemanden ob du jetzt
in Heidelberg oder Dresden studiert hast.

Hier wird es wirklich haarsträubend. Entweder der Schreiber erzählt von den Erfahrungen seiner (offensichtlich Mitte-30) Bekannten, oder er verwechselt hier grundlegende Sachen. Mag sein, dass vor 15 Jahren in Dresden noch Studienplätze frei waren, das hat aber heute keine Relevanz mehr.
Oder er verwechselt die sichere Zulassung über den NC mit dem Losverfahren, auf dem die Chance zur Zulassung dann 1:200 beträgt.

In jedem Fall wünsche ich dir alles Gute für die Zukunft.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Top Beitrag!

Lounge Gast schrieb:

Also wenn du 18 bist und mal eben durch alles
durchmarschierst, vermute ich mal einen gehobenen Hintergrund
ohne Geldsorgen, wo man das mal eben machen kann.
Insbeondere dann: Leb mal ein bisschen. Mach ein
Work&Travel und pflück ein paar Bananen in Australien und
verbring die übrigen Monate darüber zu meckern, wie kacke das
war. Geh tauchen in Südostasien und verbrenn dir als x-ter
Dulli den Fuß abends am Strand beim Feuerseilhüpfen. Verbring
mal 6-12 Monate in einem nicht englischsprachigen Land als
Sprachschüler (Spanisch und Chinesisch bieten sich da sicher
an) und lerne eine für uns westlichen Mitteleuropäer sehr
fremde Kultur kennen. Mach was Soziales, das kein
vierwöchiger Sozialarbeitsurlaub in Kenia ist. Zumindest 1-2
dieser Dinge sollten dich als Person weiterbringen. Dann
kommst du nach 6-12 Monaten wieder und wirst mit 36 Oberarzt
:-D

Viel Erfolg in deinem Leben, du hast wahrscheinlich beste
Voraussetzung sehr viel zu erreichen. Aber dazu gehört halt
auch über den Tellerrand gucken.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Das schlimmste sind für mich 18-20-jährige, die glauben, sie hätten nach ein paar Monaten Ausland die Welt verstanden und die Weisheit mit Löffeln gefressen.
...und hier fördert man das noch...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Falls du in einen Konzern möchtest mit dem Ziel einer hochdotierten Führungsposition und gleichzeitig naturwissenschaftlich studieren möchtest, würde ich auf jeden Fall Wing oder Winfo am KIT, TU DA, RWTH empfehlen.
Aufgrund eigener Erfahrung und mit deinem Interesse an ET würde ich dir Darmstadt empfehlen, wo E-Technik besonders stark ist. ET und Wirtschaft ist 50/50. Abschlussarbeiten kannst du technisch oder wirtschaftlich schreiben. Für den Master in reines ET zu wechseln geht. Es gibt auch (ein paar wenige) WI-ET'ler, die am Ende in ET promovieren.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wieviel verdienen aerzte denn so?

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Natürlich hat man dann nicht die Weisheit mit den Löffeln gefressen. Aber wenn man nicht nur rumsäuft, sondern wirklich Länder, Menschen und Kulturen erlebt, sollte man daran wachsen. Insbesondere beim Stichpunkt Soziales und Sprachreisen/Sprachauslandsaufenthalte. Für das klassische Work&Travel der Lisas dieser Welt gilt das natürlich deutlich weniger. Wer wirklich auch arbeitet, wird aber auch wichtige Erfahrungen machen, die insbesondere privilegierte angehende Manager, Ingenieure, Ärzte usw. sonst nie machen werden.
Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht nimmt man halt mehr auf, wie wenn man zuhause bleibt. So einfach ist das. Und ich bin mir relativ sicher, dass die 25-jährigen, die direkt Abi, Uni, Job durchziehen und anfangen zu arbeiten in der Zeit etwas verpassen. Mir ist bewusst, dass es sich hier um Luxus handelt und nicht jeder die Möglichkeit hat. Theoretisch kann man die Erkenntnisse sicher auch zu größeren Teilen durch Anstrengung zuhause erwerben (Mithilfe in sozialen Projekten, Arbeit in Organisationen wie Aiesec oder Aegee, Sprachkurse und Tandems an der Uni, ...), dürfte aber schwieriger sein und ich habe noch niemanden kennengelernt, der das geschafft hat. Meistens sind die Leute dann eher auf der Neid- und Protestschiene unterwegs und meinen "sie bräuchten das nicht".
Den Spaßfaktor sollte man auch nicht vergessen. Man ist halt nur einmal jung und bestimmte Sachen wie Work&Travel, Backpacking in SOA inkl. Full Moon Party o. ä. hat man halt erlebt oder nicht.

Lounge Gast schrieb:

Das schlimmste sind für mich 18-20-jährige, die glauben, sie
hätten nach ein paar Monaten Ausland die Welt verstanden und
die Weisheit mit Löffeln gefressen.
...und hier fördert man das noch...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich würde das direkt so unterschreiben.

Während der Unizeit war allen irgendwie so dermaßen wichtig, alles in der Regelstudienzeit zu schaffen... nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn man irgendwann irgendwem hätte erklären müssen, dass man 4 anstatt 3 Jahre für seinen Bachelor gebraucht hat. Letztendlich interessiert das doch keinen mehr. Und ob du nun 40 oder 42 Jahre im Berufsleben bist, ist auch irgendwie egal.

Ich hab das ein oder andere mitgenommen - bereue aber definitiv, nicht mehr gemacht zu haben.

Lounge Gast schrieb:

Natürlich hat man dann nicht die Weisheit mit den Löffeln
gefressen. Aber wenn man nicht nur rumsäuft, sondern wirklich
Länder, Menschen und Kulturen erlebt, sollte man daran
wachsen. Insbesondere beim Stichpunkt Soziales und
Sprachreisen/Sprachauslandsaufenthalte. Für das klassische
Work&Travel der Lisas dieser Welt gilt das natürlich
deutlich weniger. Wer wirklich auch arbeitet, wird aber auch
wichtige Erfahrungen machen, die insbesondere privilegierte
angehende Manager, Ingenieure, Ärzte usw. sonst nie machen
werden.
Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht nimmt man halt
mehr auf, wie wenn man zuhause bleibt. So einfach ist das.
Und ich bin mir relativ sicher, dass die 25-jährigen, die
direkt Abi, Uni, Job durchziehen und anfangen zu arbeiten in
der Zeit etwas verpassen. Mir ist bewusst, dass es sich hier
um Luxus handelt und nicht jeder die Möglichkeit hat.
Theoretisch kann man die Erkenntnisse sicher auch zu größeren
Teilen durch Anstrengung zuhause erwerben (Mithilfe in
sozialen Projekten, Arbeit in Organisationen wie Aiesec oder
Aegee, Sprachkurse und Tandems an der Uni, ...), dürfte aber
schwieriger sein und ich habe noch niemanden kennengelernt,
der das geschafft hat. Meistens sind die Leute dann eher auf
der Neid- und Protestschiene unterwegs und meinen "sie
bräuchten das nicht".
Den Spaßfaktor sollte man auch nicht vergessen. Man ist halt
nur einmal jung und bestimmte Sachen wie Work&Travel,
Backpacking in SOA inkl. Full Moon Party o. ä. hat man halt
erlebt oder nicht.

Lounge Gast schrieb:

Das schlimmste sind für mich 18-20-jährige, die glauben,
sie
hätten nach ein paar Monaten Ausland die Welt verstanden
und
die Weisheit mit Löffeln gefressen.
...und hier fördert man das noch...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Arzt sollte man wirklich aus Berufung werden. Das ist was ganz anderes als als BWLer oder Ingenieur hinterm Schreibtisch zu sitzen. Nachts noch in der Notaufnahme zwischen zig Patienten hin und her zu springen und immer noch einen kühlen Kopf zu bewahren. Außerdem braucht man eine gewisse Ekeltoleranz. Wenn da ein alter dicker Mensch mit blutenden Rektalbeschwerden kommt ... oder aber auch ein schwer verletzes Kind mit schweren, offenen Gesichts- und Kopfwunden. Das muss man können und wollen.

Rein jobtechnisch ist Arzt die sichere Bank. Durch den NC studieren das verhältnismäßig wenig und sehr viele Ärzte sind deutlich über 50. Man wird immer einen Job finden. Vielleicht nicht so leicht eine super profitable Praxis in einer Großstadt was alle wollen, aber an einem Kreiskrankenhaus oder eine Hausarztpraxis aufm Land, das ist wohl immer drin, auch mit über 50. Als Hausarzt auf dem Land hat man fast schon ein Monopol und verdient schnell mal über 100k, was auf dem platten Land ggf. viel Geld ist.

Ein Ingenieur schafft es häufig gar nicht mehr als Festangestellter in einen Konzern, sondern landet in einer KMU oder bei einem Dienstleister. Dort liegt man meist für immer vom Gehalt her hinter dem Arzt. Wenn man mit über 45 oder gar über 50 den Job verliert sieht es verdammt duster aus. Da kenne ich leider einige Fälle von Elektroingenieuren, die selbst in einem süddeutschen Ballungsraum nach einer Betriebsschließung sehr lange am suchen waren. Die kamen dann zwar nach bis zu 12 Monaten Suche irgndwo unter, meist halt irgendwo in kleinen Klitschen in der Pampa, zu einem Gehalt was bestenfalls auf Assistenzarzt Niveau liegt, wenn überhaupt. Wieder andere mussten 400 km von der Familie weg ziehen und sind mit über 50 gezwungermaßen Wochenendpendler. Einem Landarzt kann das kaum passieren. Ingenieur ist heute fast schon sowas wie Fußballer. Entweder man schafft den Durchbruch, was beim Ingenieur der Konzern wäre, die Bundesliga, oder es reicht immer noch für die 3. Liga, Oberliga, wo es noch halbwegs geht aber meist unter Arzt Niveau oder man dümpelt ganz unten in der Kreisliga rum. Die meisten landen heute in der Kreisliga, bestenfalls in der Oberliga.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Mehr als sie verdienen - im Vergleich zu anderen Berufsgruppen.

Lounge Gast schrieb:

Wieviel verdienen aerzte denn so?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Im Vergleich zu welchen Berufsgruppen? ich persönlich finde nur, dass die Verdienste innerhab der Ärzteschafft etwas ungerecht verteilt sind. Sonst aber doch fair bezahlt. Wenn ich da an manche Konzernbeamte denke, die vor Langeweile überlegen, wie sie vom Büro aus noch eine Nebenbeschäftigung machen könnten und dennoch dick verdienen ...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ärzte haben sicher gut zu tun. Aber sie verdienen nicht so viel, weil sie gut zu tun haben oder weil sie so tolle Kerle sind. Sie verdienen vor allem so viel, weil der Statt es versäumt, genug Mediziner auszubilden.

Die Arztgehälter sind einzig und alleine das Resultat von Angebot und Nachfrage. Leider. Ist in jederlei Hinsicht so ziemich das Gegenteil von BWLer auf dem Markt.

Ich habe mit Ärzten zu tun. Glaubt mir: Es ist wahnsinn, wie viele Chefärzte unstrukturierte Leute sind, die ihre Abteilung wie Kraut und Rüben führen. Gleichzeitig erlauben die sich Dinge, für die jeder normale Mensch in jedem normalen Unternhemen extreme Probleme bekommen würde. Es kann ihnen nur keiner was. Spricht aus mir der Neid? Ja... aber trotzdem ist es wahr.

Meine Aussagen beziehen sich auf Krankenhausärzte.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Mein Vater hat leider eine extrem seltene, schwere Erkrankung und in den letzten 10 Jahren war ich an allen renommierten Uni und Bundeswehr Krankenhäusern dieses Landes und hab entsprechend viel mit Ärzten zu tun.

Kochen leider auch nur mit Wasser, für 0815 Probleme und Hustensaft Rezept aufschreiben lassen die sich abfeiern. Wenn es kompliziert wird sind 99 Prozent der Ärzte leider voll die Flaschen. Kein Plan wieso die angebliche Halbgötter in weiß sein sollen.

Zumal da menschlich auch sehr viel Verschnitt bei ist.

Lounge Gast schrieb:

Ärzte haben sicher gut zu tun. Aber sie verdienen nicht so
viel, weil sie gut zu tun haben oder weil sie so tolle Kerle
sind. Sie verdienen vor allem so viel, weil der Statt es
versäumt, genug Mediziner auszubilden.

Die Arztgehälter sind einzig und alleine das Resultat von
Angebot und Nachfrage. Leider. Ist in jederlei Hinsicht so
ziemich das Gegenteil von BWLer auf dem Markt.

Ich habe mit Ärzten zu tun. Glaubt mir: Es ist wahnsinn, wie
viele Chefärzte unstrukturierte Leute sind, die ihre
Abteilung wie Kraut und Rüben führen. Gleichzeitig erlauben
die sich Dinge, für die jeder normale Mensch in jedem
normalen Unternhemen extreme Probleme bekommen würde. Es kann
ihnen nur keiner was. Spricht aus mir der Neid? Ja... aber
trotzdem ist es wahr.

Meine Aussagen beziehen sich auf Krankenhausärzte.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

kann ich voll unterstreichen... habe auch kontakte in die ärzteszene.. was sich dort tummelt hinsichtlich dem DO-HOW ist teilweise sehr fragwürdig (die dr. türschildforschung dabei mal unbetrachtet)

Lounge Gast schrieb:

Ärzte haben sicher gut zu tun. Aber sie verdienen nicht so
viel, weil sie gut zu tun haben oder weil sie so tolle Kerle
sind. Sie verdienen vor allem so viel, weil der Statt es
versäumt, genug Mediziner auszubilden.

Die Arztgehälter sind einzig und alleine das Resultat von
Angebot und Nachfrage. Leider. Ist in jederlei Hinsicht so
ziemich das Gegenteil von BWLer auf dem Markt.

Ich habe mit Ärzten zu tun. Glaubt mir: Es ist wahnsinn, wie
viele Chefärzte unstrukturierte Leute sind, die ihre
Abteilung wie Kraut und Rüben führen. Gleichzeitig erlauben
die sich Dinge, für die jeder normale Mensch in jedem
normalen Unternhemen extreme Probleme bekommen würde. Es kann
ihnen nur keiner was. Spricht aus mir der Neid? Ja... aber
trotzdem ist es wahr.

Meine Aussagen beziehen sich auf Krankenhausärzte.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Als Assistenzarzt (Berufseinstieg) bekommt man doch auch nach TV-Ärzte: 4.4k im Monat für 40h. Als Phys/Ing... im IGM Konzern bekommste locker 4,5-5k/35h zum Einstieg. Verstehe den Thread nicht oO. Oberarzt- oder gar Chefarztgarantie gibt es nicht, da dort im System ebenfalls ne Pyramiden-Hierarchie vorherrscht. Der Schritt zur Selbstständigkeit ist lukrativ, zahlt sich jedoch erst im Alter aus, da immense Schulden(Startkapital) aufgenommen werden müssen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ob der Schritt zur Selbstständigkeit wirklich so lukrativ ist? Mir hatte man mal gesagt, dass ein nicht kleiner Teil der Facharztpraxen unter Banküberwachung steht. Ein Risiko muss wohl dabei sein.

Lounge Gast schrieb:

Als Assistenzarzt (Berufseinstieg) bekommt man doch auch nach
TV-Ärzte: 4.4k im Monat für 40h. Als Phys/Ing... im IGM
Konzern bekommste locker 4,5-5k/35h zum Einstieg. Verstehe
den Thread nicht oO. Oberarzt- oder gar Chefarztgarantie gibt
es nicht, da dort im System ebenfalls ne Pyramiden-Hierarchie
vorherrscht. Der Schritt zur Selbstständigkeit ist lukrativ,
zahlt sich jedoch erst im Alter aus, da immense
Schulden(Startkapital) aufgenommen werden müssen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Es kommt auch die Branche und die Lage an.

Mal davon abgesehen auch als Nicht Arzt kann man eine Praxis eröffnen in München gibt es bspw. eine riesige Zahnarzt Praxis nähe Hauptbahnhof die von 2 BWLern betrieben wird.

Lounge Gast schrieb:

Ob der Schritt zur Selbstständigkeit wirklich so lukrativ
ist? Mir hatte man mal gesagt, dass ein nicht kleiner Teil
der Facharztpraxen unter Banküberwachung steht. Ein Risiko
muss wohl dabei sein.

Lounge Gast schrieb:

Als Assistenzarzt (Berufseinstieg) bekommt man doch auch
nach
TV-Ärzte: 4.4k im Monat für 40h. Als Phys/Ing... im IGM
Konzern bekommste locker 4,5-5k/35h zum Einstieg. Verstehe
den Thread nicht oO. Oberarzt- oder gar Chefarztgarantie
gibt
es nicht, da dort im System ebenfalls ne
Pyramiden-Hierarchie
vorherrscht. Der Schritt zur Selbstständigkeit ist
lukrativ,
zahlt sich jedoch erst im Alter aus, da immense
Schulden(Startkapital) aufgenommen werden müssen.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wie oft denn noch`?

Als Arzt hast Du nach dem Studium die 4,4k garantiert, mit garantierter Weiterentwicklung Jahr für Jahr.

Als Ing-Absolvent hast Du eine 10%-Chance auf die IGM-Stelle mit den (angeblich) 5k, ansonsten Zeit-/Leiharbeit.

Zum Thema "Pyramiden-Hierarchie":

Oberarzt ist nicht wie Abteilungsleiter, sondern eine Karrierestufe. Im Unternehmen kann es nicht nur Abteilungsleiter geben, im Krankenhaus kann aber sehr wohl eine komplette Fachklinik (z.B. Handchirurgie) aus Oberärzten bestehen.

Lounge Gast schrieb:

Als Assistenzarzt (Berufseinstieg) bekommt man doch auch nach
TV-Ärzte: 4.4k im Monat für 40h. Als Phys/Ing... im IGM
Konzern bekommste locker 4,5-5k/35h zum Einstieg. Verstehe
den Thread nicht oO. Oberarzt- oder gar Chefarztgarantie gibt
es nicht, da dort im System ebenfalls ne Pyramiden-Hierarchie
vorherrscht. Der Schritt zur Selbstständigkeit ist lukrativ,
zahlt sich jedoch erst im Alter aus, da immense
Schulden(Startkapital) aufgenommen werden müssen.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Genauso ist es. Als Arzt hast Du das garantiert und Oberarzt ist einfach nur eine Stufe, sowas wie "Senior ... " ohne das man Führungskraft sein muss. Mal hart ausgedrückt ist Ingenieur heutzutage fast schon sowas wie Profisportler. Entweder man schafft den Sprung in einen Konzern mit IGM Bezahlung oder eben nicht. Wenn man den Sprung nicht als Absolvent oder in den ersten Jahren schafft, dann schafft man es meist nie mehr. Konzerne wollen meist keine Leute die jahrelang in KMUs gearbeitet haben und nicht an Konzernstrukturen und Prozesse gewohnt sind. Beim Dienstleister wirst du schön verheizt, wirst hunderte Kilometer weit weg geschickt zum arbeiten. Aber da hast Du es nicht so gut wie ein Big4ler. Du wohnst bei vielen DLs in irgendwelchen Monteuersunterkünften, teilweise gibts auch nur ne Reisekostenpauschale, die sehr eng bemesse ist. Da zahlst teils noch für den Job aus eigener Tasche. Wenn der Kunde dich nicht mehr braucht oder will, folgt nicht selten vom Dienstleister eine Kündigung. Ab einem gewissen Alter wird es zunehmend schwerer was zu finden. Schon ab 45 wird es beim Ingenieur schwerer, ab 50 extrem schwer bis fast aussichtslos. Ich kenne Ingenieure Ende 40 die wegen Betriebsschließung auf Jobsuche sind bzw. waren. Da mussten 100 Bewerbungen geschrieben werden um dann fernab der Heimat irgendeinen 50-60k Job zu bekommen in einer KMU. Aus Managersicht ist ein Ingenieur sowieso nur ein etwas besserer Arbeiter, der sowieso viel zu teuer und bei neuen Projekten Bedenkenträger ist. So kann das Arbeitlsleben für Ingenieure nämlich auch aussehen! die Traumjobs mit 35 h Woche, Einstieg mit 50-60k und bald Aufstieg in Richtung 100k ohne Führungsverantwortung, pünktlich Feierabend, Betriebsrente, Gleizeit und nahezu unkündbar, das ist nur den glücklichen 5-10% vorbehalten.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Zumindest dem Punkt das der Sprung vom Mittelständler in den Konzern schwer ist möchte ich teilweise anders beleuchten:

Es ist eher schwierig von einem Konzern wieder zu einem Mittelständler zu gehen, auch etwa aus der Arbeitslosigkeit heraus, weil man eben annimmt die Leute sind zu sehr in der Konzern Bürokratie verhaftet andersherum sehe ich das Problem weniger.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Vom Konzern zur KMU wechselt man idealerweise ein paar Stufen höher. Also vom Konzernteamleiter zum KMU Bereichsleiter oder Geschäftsführer. Aus der Not heraus wechselt es sich immer schlecht. Wenn Konzern A gerade Stellen abbaut, weiss das Mittelständler B natürlich, dass ein Bewerber von A nicht freiwillig geht. In der Tat haben viele KMUs doch teils Vorurteile gegen Konzernangestellte. Wo bei der KMU der Entwickler noch richtig vielseitig entwickeln muss, verwaltet der Konzernentwickler häufig nur oder entwickelt irgendein kleines Detail, weil es für jedes kleines Ding noch einen Experten gibt. Dann ist man schnell in der Spezialistenfalle und ab einem gewissen Alter traut einem kaum noch einer zu, sich in was anderes einzuarbeiten. Genau das kann einem als Arzt fast nicht passieren. Ein Arzt über 50 findet zur Not immer noch eine Stelle als Landarzt oder in einem Kreiskrankenhaus. Wenn man als Ingenieur mit über 50 aussortiert wird, ist es verdammt schwer, außer man ist zufällig gerade Spezialist für etwas, was woanders gefragt ist. ABER auch dann ist es oft nicht leicht, weil es in der gesamten DACH Region nur ein paar wenige Firmen gibt, die daran überhaupt Bedarf haben. Sofern man dann noch eingestellt wird, heißt das oft sehr weit umziehen. Ein Arzt findet zur Not immer noch irgendwo was in der Nähe.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Na dann hab ich ja nochma Glück gehabt :D

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wenn man jetzt davon ausgeht gut zu sein, also mit Interesse am Studium dabei ist und auch immer wieder sinnvoll sein Studium ergänzt mit Praxis, Englisch gut spricht (theoretisch sollte man ja meinen es wäre Standard..:D etc., gehört man doch schnell zu den ominösen oberen Drittel. Die Masse studiert ja nicht mal aus Interesse und nur für Klausuren. Nach 5 Jahren dann 0 Praxis, nie was neben dem Studium gemacht außer Kellnern und Englischkenntnisse auf Schulniveau und eingerostet.

Dabei ist ja nicht viel dabei und jeder kann selber einschätzen ob er jetzt bereit ist sowas zu machen oder nicht. Aber wer es macht -und es ist wirklich realistisch am Ende des INTERESSANTEM Studiums Englisch zu sprechen und mal ne UB oder ein unternehmen aus Eigeninitiative heraus von innen gesehen zu haben- der hat doch auch gute Chancen viel zu verdienen und genauso viel/mehr als ein Mediziner im KH.
Was soll denn der Vergleich mit der Masse, die nur BWL/Maschinenbau studiert, weil ihr nichts besseres einfällt, noch unreif sind und die Eltern das dann vorgeschlagen haben.

Es geht nicht über die Beste Abschlussnote des Kurses und 5 Praktika bei McK, sondern um vernünftig studieren, so wie es vor 50 Jahren auch noch normal war (hab ich gehört :D). Und wer am Ende des masters kein freiwilliges Praktika hat und kein Englisch spricht, hat in meinen Augen nicht vernünftig studiert.

Und jetzt eine subjektive Sicht:
In der Schweiz kriegt man in der Finanzindustrie und in der IT 80-150 zum Einstieg, wenn man zu diesem Drittel gehört. Jeder hat dann die Möglichkeit dahinzugehen. (Informatik, Uni egal, 2,X)
Das ist nicht unter, und eher über AssiGehalt dort.
Wenn Leute meinen da würde am Ende nichts übrigbleiben im vergleich zu Deutschland sollen sie meinen. Vielleicht trifft das ja auf die dann zu, aber ist sicher keine Regel^^ Bei meiner Rechnung, die natürlich AUCH subjektive Parameter mit einbezieht, steht man deutlich besser da. Aber ich bin auch niemand, der Geld raus schmeißt für Konsum.
Ich kann noch nicht sagen wie sich dort das Gehalt entwickelt, aber wer 100 zum Einstieg erhält, wird doch sicher noch ziemlich hoch kommen in den nächsten 10 Jahren, oder? Würde ich in Deutschland für 55 einsteigen, würde es sich im Laufe des Lebens sicher auf über 100 steigern können. Sehr polemisch ausgedrückt. Aber kann man diese Verdopplung auf die Schweiz übertragen?
Das ist tatsächlich grad eine Frage, die mich persönlich interessiert..

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Was für ein Beitrag... Also mal los:

  1. In der Kürze liegt die Würze.
  2. "In der Schweiz verdienen Finanzwirtschaftler zum Einstieg 100k" - das ist Hörensagen. Außerdem redest Du wahrscheinlich von CHF.
  3. Vergleichen wir jetzt deutsche Ärze mit Schweizer Bankiers? Ich denke, dieser Thread zielte auf Deutschland, also bitte dabei bleiben.

WiWi Gast schrieb am 26.11.2017:
...

Ich kann noch nicht sagen wie sich dort das Gehalt entwickelt, aber wer 100 zum Einstieg erhält, wird doch sicher noch ziemlich hoch kommen in den nächsten 10 Jahren, oder? Würde ich in Deutschland für 55 einsteigen, würde es sich im Laufe des Lebens sicher auf über 100 steigern können. Sehr polemisch ausgedrückt. Aber kann man diese Verdopplung auf die Schweiz übertragen?
Das ist tatsächlich grad eine Frage, die mich persönlich interessiert..

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Süss wie ein paar BWLer ihr Studium und ihre Tätigkeit versuchen auf Medizinerniveau zu hiefen! Mit welcher Rechtfertigung solltest denn du bzw ein BWLer mehr als ein Arzt verdienen? Rettest Du leben? Stehst Du bei einer Entscheidung um Leben und Tod mit einem halben Bein im Knast?
Mensch wenn Du sorge hast weniger als ein Mediziner zu verdienen, dann studier Medizin und nicht BWL?
Scheint mir in diesem Thread auch fast eine kleine Neidebatte gegen Mediziner zu sein. Tja, leider ist der Mediziner in fast jedem Punkt dem BWLer überlegen (insb Soziale Achtung und Gehalt).
PS. bin leider selbst nur BWLer zwar mit Dr. und WP aber leider ohne Apribation ;-)

WiWi Gast schrieb am 26.11.2017:

Wenn man jetzt davon ausgeht gut zu sein, also mit Interesse am Studium dabei ist und auch immer wieder sinnvoll sein Studium ergänzt mit Praxis, Englisch gut spricht (theoretisch sollte man ja meinen es wäre Standard..:D etc., gehört man doch schnell zu den ominösen oberen Drittel. Die Masse studiert ja nicht mal aus Interesse und nur für Klausuren. Nach 5 Jahren dann 0 Praxis, nie was neben dem Studium gemacht außer Kellnern und Englischkenntnisse auf Schulniveau und eingerostet.

Dabei ist ja nicht viel dabei und jeder kann selber einschätzen ob er jetzt bereit ist sowas zu machen oder nicht. Aber wer es macht -und es ist wirklich realistisch am Ende des INTERESSANTEM Studiums Englisch zu sprechen und mal ne UB oder ein unternehmen aus Eigeninitiative heraus von innen gesehen zu haben- der hat doch auch gute Chancen viel zu verdienen und genauso viel/mehr als ein Mediziner im KH.
Was soll denn der Vergleich mit der Masse, die nur BWL/Maschinenbau studiert, weil ihr nichts besseres einfällt, noch unreif sind und die Eltern das dann vorgeschlagen haben.

Es geht nicht über die Beste Abschlussnote des Kurses und 5 Praktika bei McK, sondern um vernünftig studieren, so wie es vor 50 Jahren auch noch normal war (hab ich gehört :D). Und wer am Ende des masters kein freiwilliges Praktika hat und kein Englisch spricht, hat in meinen Augen nicht vernünftig studiert.

Und jetzt eine subjektive Sicht:
In der Schweiz kriegt man in der Finanzindustrie und in der IT 80-150 zum Einstieg, wenn man zu diesem Drittel gehört. Jeder hat dann die Möglichkeit dahinzugehen. (Informatik, Uni egal, 2,X)
Das ist nicht unter, und eher über AssiGehalt dort.
Wenn Leute meinen da würde am Ende nichts übrigbleiben im vergleich zu Deutschland sollen sie meinen. Vielleicht trifft das ja auf die dann zu, aber ist sicher keine Regel^^ Bei meiner Rechnung, die natürlich AUCH subjektive Parameter mit einbezieht, steht man deutlich besser da. Aber ich bin auch niemand, der Geld raus schmeißt für Konsum.
Ich kann noch nicht sagen wie sich dort das Gehalt entwickelt, aber wer 100 zum Einstieg erhält, wird doch sicher noch ziemlich hoch kommen in den nächsten 10 Jahren, oder? Würde ich in Deutschland für 55 einsteigen, würde es sich im Laufe des Lebens sicher auf über 100 steigern können. Sehr polemisch ausgedrückt. Aber kann man diese Verdopplung auf die Schweiz übertragen?
Das ist tatsächlich grad eine Frage, die mich persönlich interessiert..

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Was bringt es einem, andere so runter zu machen?
Werde ich nie verstehen. Obwohl man selbst angeblich Dr. und WP hat. Aber Approbation nicht richtig schreiben kann.

WiWi Gast schrieb am 26.11.2017:

Süss wie ein paar BWLer ihr Studium und ihre Tätigkeit versuchen auf Medizinerniveau zu hiefen! Mit welcher Rechtfertigung solltest denn du bzw ein BWLer mehr als ein Arzt verdienen? Rettest Du leben? Stehst Du bei einer Entscheidung um Leben und Tod mit einem halben Bein im Knast?
Mensch wenn Du sorge hast weniger als ein Mediziner zu verdienen, dann studier Medizin und nicht BWL?
Scheint mir in diesem Thread auch fast eine kleine Neidebatte gegen Mediziner zu sein. Tja, leider ist der Mediziner in fast jedem Punkt dem BWLer überlegen (insb Soziale Achtung und Gehalt).
PS. bin leider selbst nur BWLer zwar mit Dr. und WP aber leider ohne Apribation ;-)

WiWi Gast schrieb am 26.11.2017:

Wenn man jetzt davon ausgeht gut zu sein, also mit Interesse am Studium dabei ist und auch immer wieder sinnvoll sein Studium ergänzt mit Praxis, Englisch gut spricht (theoretisch sollte man ja meinen es wäre Standard..:D etc., gehört man doch schnell zu den ominösen oberen Drittel. Die Masse studiert ja nicht mal aus Interesse und nur für Klausuren. Nach 5 Jahren dann 0 Praxis, nie was neben dem Studium gemacht außer Kellnern und Englischkenntnisse auf Schulniveau und eingerostet.

Dabei ist ja nicht viel dabei und jeder kann selber einschätzen ob er jetzt bereit ist sowas zu machen oder nicht. Aber wer es macht -und es ist wirklich realistisch am Ende des INTERESSANTEM Studiums Englisch zu sprechen und mal ne UB oder ein unternehmen aus Eigeninitiative heraus von innen gesehen zu haben- der hat doch auch gute Chancen viel zu verdienen und genauso viel/mehr als ein Mediziner im KH.
Was soll denn der Vergleich mit der Masse, die nur BWL/Maschinenbau studiert, weil ihr nichts besseres einfällt, noch unreif sind und die Eltern das dann vorgeschlagen haben.

Es geht nicht über die Beste Abschlussnote des Kurses und 5 Praktika bei McK, sondern um vernünftig studieren, so wie es vor 50 Jahren auch noch normal war (hab ich gehört :D). Und wer am Ende des masters kein freiwilliges Praktika hat und kein Englisch spricht, hat in meinen Augen nicht vernünftig studiert.

Und jetzt eine subjektive Sicht:
In der Schweiz kriegt man in der Finanzindustrie und in der IT 80-150 zum Einstieg, wenn man zu diesem Drittel gehört. Jeder hat dann die Möglichkeit dahinzugehen. (Informatik, Uni egal, 2,X)
Das ist nicht unter, und eher über AssiGehalt dort.
Wenn Leute meinen da würde am Ende nichts übrigbleiben im vergleich zu Deutschland sollen sie meinen. Vielleicht trifft das ja auf die dann zu, aber ist sicher keine Regel^^ Bei meiner Rechnung, die natürlich AUCH subjektive Parameter mit einbezieht, steht man deutlich besser da. Aber ich bin auch niemand, der Geld raus schmeißt für Konsum.
Ich kann noch nicht sagen wie sich dort das Gehalt entwickelt, aber wer 100 zum Einstieg erhält, wird doch sicher noch ziemlich hoch kommen in den nächsten 10 Jahren, oder? Würde ich in Deutschland für 55 einsteigen, würde es sich im Laufe des Lebens sicher auf über 100 steigern können. Sehr polemisch ausgedrückt. Aber kann man diese Verdopplung auf die Schweiz übertragen?
Das ist tatsächlich grad eine Frage, die mich persönlich interessiert..

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Arzt ist eigentlich eine sichere Bank. Man bekommt sicher gutes bis sehr gutes Gehalt, viel Prestige und einen einfachen und schnellen Doktortitel. Dafür hat man je nach Fachrichtung einen ekligen Job und zumindest im Krankenhaus schlechte Arbeitszeiten. Kann sich aber sehr leicht und sicher selbstständig machen.

Als Ingenieur kann man viel mehr verdienen, dies ist aber wie bei Profi Sportlern eher die Ausnahme. Das sind die Ingenieure, die gute Stellen beim Konzern ergattern oder sich erfolgreich mit einem geilen Produkt selbstständig machen können. Aber Wohlstand als Ingenieur zu erreichen ist nicht so leicht wie bei einem Arzt. Den Doktortitel bekommt man auch erst nach sehr vielen Jahren.

Ich denke Arzt sollte man aus Leidenschaft machen, genau wie Lehrer. Geld bzw. bei Lehrern Ferien ist das falsche Motiv. Dafür hat man zu viel Verantwortung. Als Ingenieur sollte man auch nur aus Interesse arbeiten, ansonsten kommt man nicht weit, es sei denn man hat sehr viel Vitamin B.

Erfolgreiche Gastronomen können zum Teil mehr verdienen als Ärzte und Ingenieure. Wollt ihr jetzt auch ein Restaurant eröffnen? Die haben meistens kein Leben. Selbstständigkeit bedeutet, dass man zu 99 % sein eigener Sklave ist. Kenne viele Imbissbesitzer, die mit über 10 k netto nach Hause gehen. Ratet mal wie oft die Zeit mit ihren Kindern verbringen...

Studiert das was euch einen Job garantiert (keine Kunstgeschichte oder so was) und euch Spaß macht. Geld kommt dann schon von alleine.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

OK, gibt es auch noch profunde Meinungen hier?

"Alles ist möglich, alles hat Vor-und Nachteile, in jeder Branche gibt es (einzelne) Leute, die mehr verdienen (können) als ein Arzt" -> das wissen wir auch, bitte ernsthaft mitdiskutieren und nicht Allgemeinplätze einwerfen.

WiWi Gast schrieb am 27.11.2017:

Arzt ist eigentlich eine sichere Bank. Man bekommt sicher gutes bis sehr gutes Gehalt, viel Prestige und einen einfachen und schnellen Doktortitel. Dafür hat man je nach Fachrichtung einen ekligen Job und zumindest im Krankenhaus schlechte Arbeitszeiten. Kann sich aber sehr leicht und sicher selbstständig machen.

Als Ingenieur kann man viel mehr verdienen, dies ist aber wie bei Profi Sportlern eher die Ausnahme. Das sind die Ingenieure, die gute Stellen beim Konzern ergattern oder sich erfolgreich mit einem geilen Produkt selbstständig machen können. Aber Wohlstand als Ingenieur zu erreichen ist nicht so leicht wie bei einem Arzt. Den Doktortitel bekommt man auch erst nach sehr vielen Jahren.

Ich denke Arzt sollte man aus Leidenschaft machen, genau wie Lehrer. Geld bzw. bei Lehrern Ferien ist das falsche Motiv. Dafür hat man zu viel Verantwortung. Als Ingenieur sollte man auch nur aus Interesse arbeiten, ansonsten kommt man nicht weit, es sei denn man hat sehr viel Vitamin B.

Erfolgreiche Gastronomen können zum Teil mehr verdienen als Ärzte und Ingenieure. Wollt ihr jetzt auch ein Restaurant eröffnen? Die haben meistens kein Leben. Selbstständigkeit bedeutet, dass man zu 99 % sein eigener Sklave ist. Kenne viele Imbissbesitzer, die mit über 10 k netto nach Hause gehen. Ratet mal wie oft die Zeit mit ihren Kindern verbringen...

Studiert das was euch einen Job garantiert (keine Kunstgeschichte oder so was) und euch Spaß macht. Geld kommt dann schon von alleine.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Und was soll eine profunde Meinung bitte sein? Man kann keine geben, weil es keine gibt.

Was soll ich denn sagen, es ist eine persönliche Meinung. Ich persönlich könnte niemals Medizin studieren, weil ich Krankenhäuser hasse, kein Blut sehen kann und es mich zum Teil anekelt. Vom wissenschaftlichen Interesse her fände ich es geil, der Job ist aber nichts für mich.

Fakt ist, dass du als Arzt den einzigen Job hast, wo du mit Sicherheit in die obere Mittelschicht kommst (90 k im Jahr). Fakt ist aber auch, dass du zumindest am Anfang beschissene Arbeitszeiten hast. Noch eine Empfehlung ist Lehrerpaar zu werden, da 6 k Netto im Monat, Ferien und meist verbeamtet mit Pension. Diese beiden berufe sind sichere Investitioen ohne Risiko.

Beim Ingenieur sieht es anders aus. Es ist nicht krisensicher, man bekommt nicht immer gutes Geld und es ist ebenfalls stressig, auch beim Konzern. Außerdem musst du erstmal in einen Konzern rein kommen, das ist sehr schwer. Wenn man Glück hat wird man Industriebeamter ohne Mitarbeiterverantwortung mit 35 h Woche und 90 k im Monat im Alter von 40. Das ist besser als Arzt in der Gehaltsstufe aber auch schwerer zu erreichen. Komm mal in eine chillige Abteilung rein.

WiWi Gast schrieb am 27.11.2017:

OK, gibt es auch noch profunde Meinungen hier?

"Alles ist möglich, alles hat Vor-und Nachteile, in jeder Branche gibt es (einzelne) Leute, die mehr verdienen (können) als ein Arzt" -> das wissen wir auch, bitte ernsthaft mitdiskutieren und nicht Allgemeinplätze einwerfen.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Es gibt neben Autoindustrie auch andere IGM Unternehmen/Konzerne. Wichtig ist auch ob dein Arbeitgeber eine AG oder einen Stiftung/Familienunternehmen ist. Aktuell bei IGM ist der Einstieg 4,6k (bei 12,95 Gehältern am Anfang, steigt auf 13,25) = ca. 59k (Bayern ERA10a, 35h).
Bei 40h Woche entsprechend 14% mehr => 67k. Für Vergleich mit Assistenzarzt: 53k + Zuschläge.

Dafür müsste der Assistenzarzt 1,2k Zuschlag pro Monat bekommen (was ich denke realistisch ist, aber laut Google wohl meist du Freizeit abgegolten wird statt Auszahlung: https://www.lecturio.de/magazin/gehalt-arzt/).
100k: Facharzt höchste Stufe (nach 12 Jahren => also insgesamt nach 18 Jahren im Beruf) + Zulagen ist dass dann.
100k IGM: 40h ERA12b bei 14% Zulage. Also dass denke ist schon (sehr) schwierig zu schaffen.
Also realistisch: ERA11b 40h 14% => ~91k. Das ist doch sehr ordentlich!
Ich glaube Oberarzt (nach 7 Jahren: 102k Grundgehalt, anfangs 89k) muss du wie Teamleiter/Abteilungsleiter dann sehen, die bei IGM Konzernen sicher AT (wegen Abstandsgebot: 130k) sind. Angeblich gibt es auch AT ohne Führung.

Die Leistungszulage gibt es bei IGM, bei Ärzten gibt es automatische Höhergruppierung (Stufen 1-6). Nach 6 Jahren dann 69k jährlich. Bei IGM nur Stufe B: 64k (35h), 73k (40h).
Alle Zahlen ohne Leistungszulage, die im Durchschnitt des Unternehmens 14% betragen muss (Tarifvertrag).
Wirklich reißen tut ein niedergelassener Arzt die Rechnung, der auch viel mehr als ein Oberarzt verdient. Auch gut angeblich: Betriebsarzt (mehr als Arzt im öffentlichen Dienst bei IGM 35h Arbeitszeiten, je nach Betrieb).

Ab 2019 bei IGM: weitere Sonderzahlung und dann 2020 neue Verhandlungsrunde glaube ich.
Wegen 40h: Da hat sich IGM geöffnet für mehr, da ja jetzt auch weniger als 35h geht.
Daher Ingenieur ist mit Assistenzarzt schon vergleichbar, mit Facharzt dann später auch (dank Leistungszulage). Da mehr Personal teuer ist, wird vermutlich mehr Richtung 40h gehen.
Oberarzt kann nicht jeder sein, darauf achtet die Krankenhausleitung schon (und immer mehr Klinken werden an Investoren verkauft, deren Traum es sicher ist der dt. Ärztelobby zu huldigen). IGM ist schon gut bis sehr gut (vorallem: 35h dafür). Aufstieg weiß ich nicht, bin erst am Anfang. Ist sicher stark vom Unternehmen abhängig.
Sozialleistungen (Betriebsrente etc.) bei IGM Konzernen ist auch gut und teilweise im Tarifvertrag abgesichert (Weihnachtsgeld (Jahressonderzahlung), Urlaubsgeld). Die Betriebsrente im öffentlichen Dienst ist auch wirklich gut würde ich sagen, jedoch Umlageverfahren glaub ich. Ob der Staat hier zusätzlich zu den Beamten bereit ist die Sache beliebig zu finanzieren, lass ich mal offen.
Zu den Konzernen die genannt wurden: es gibt noch mehr außerhalb der Autobranche, z.B. Philips, Airbus, Diehl, KMW, Rheinmetall, Sick etc.
Autobranche ist vollkommen überlaufen, aber in anderen Bereichen sieht es besser aus. Vor allem bei Unternehmen mit vielen älteren Leuten.
Mein Tipp zur Bewerbung: Es zählt auch Engagement während des Studiums, also hast du nur studiert (muss natürlich auch 1,x sein vermutlich und vermutlich innerhalb Regelstudienzeit), aber im Vorstellungsgespräch brauchst du Themen über die du reden kannst. Also z.B.: Werkstudent, Hochschulprojekte, Praktikum etc.
Nur studieren reicht bei Ärzten aus, ich glaub bei Ingenieuren eher nicht falls IGM das Ziel ist.

Keine Garantie, aber google mal deinen (zukünftigen) Arbeitgeber. Wenn da dann steht das dort laufend gekündigt wird, dann weißt woran du bist.
Anmerkung: Falls die Autoindustrie insgesamt schwächelt, haben wir in Deutschland eine großes Problem. Dann schlägt das über auf öffentlichen Dienst und den Staat. Ohne Steuereinnahmen und (hochbezahlte, sozialversicherungspflichtige) Jobs (IGM, IG Chemie etc.) gibt es keine Einnahmen für den Staat und die Krankenkassen. Im Zweifel werden die die Leistungen stark kürzen. Und die Ärztelobby ist sicher nicht stärker als die Industrielobby im Streit wegen Lohnnebenkosten.

Zusätzlich würde das Modell der SPD/Grüne/Linke: Bürgerversicherung nur wirklich Sinn machen wenn dadurch nur noch eine Versicherungs(gruppe) mit ALLEN Krankenhäusern und Arztverbänden verhandelt. In Großbritannien z.B. kann man die Auswirkungen finanziell sehen, da geht das Arztgehalt (65% von deutschem Arzt, laut Google, https://www.praktischarzt.de/blog/arzt-gehalt-ausland-vergleich/) den Bach runter. Das geht vermutlich auch in jedem Fall nicht anders da: alternde Gesellschaft die Sozialsysteme (stark) belasten vielleicht sogar überlasten. Daher falls du IGM/Arztstelle (auch sonst) hast: Rentenvorsorge privat/betrieblich prüfen (je früher, je länger kann das Kapital geeignet angelegt werden, gleicht auf lange Sicht auch Verluste durch Finanzkrise(n) aus...).
Falls dir Jobsicherheit wichtig ist: Beamter (noch besser bezahlt als Arzt!)
Ansonsten: Falls Arzt und öffentlicher Dienst (sonst ?): ab 40 unkündbar falls 15 Jahre schon gearbeitet => Einstieg mit 25. Bei IGM: Aber 54 unkündbar falls nicht Betriebsschließung (kann auch bei Krankenhaus passieren, was passiert dann eigentlich?).

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 27.11.2017:

Und was soll eine profunde Meinung bitte sein? Man kann keine geben, weil es keine gibt.

Was soll ich denn sagen, es ist eine persönliche Meinung. Ich persönlich könnte niemals Medizin studieren, weil ich Krankenhäuser hasse, kein Blut sehen kann und es mich zum Teil anekelt. Vom wissenschaftlichen Interesse her fände ich es geil, der Job ist aber nichts für mich.

Fakt ist, dass du als Arzt den einzigen Job hast, wo du mit Sicherheit in die obere Mittelschicht kommst (90 k im Jahr). Fakt ist aber auch, dass du zumindest am Anfang beschissene Arbeitszeiten hast. Noch eine Empfehlung ist Lehrerpaar zu werden, da 6 k Netto im Monat, Ferien und meist verbeamtet mit Pension. Diese beiden berufe sind sichere Investitioen ohne Risiko.

Beim Ingenieur sieht es anders aus. Es ist nicht krisensicher, man bekommt nicht immer gutes Geld und es ist ebenfalls stressig, auch beim Konzern. Außerdem musst du erstmal in einen Konzern rein kommen, das ist sehr schwer. Wenn man Glück hat wird man Industriebeamter ohne Mitarbeiterverantwortung mit 35 h Woche und 90 k im Monat im Alter von 40. Das ist besser als Arzt in der Gehaltsstufe aber auch schwerer zu erreichen. Komm mal in eine chillige Abteilung rein.

WiWi Gast schrieb am 27.11.2017:

OK, gibt es auch noch profunde Meinungen hier?

"Alles ist möglich, alles hat Vor-und Nachteile, in jeder Branche gibt es (einzelne) Leute, die mehr verdienen (können) als ein Arzt" -> das wissen wir auch, bitte ernsthaft mitdiskutieren und nicht Allgemeinplätze einwerfen.

Krisensicher (vielleicht außer Beamter) ist relativ. Frag mal die Ärzte in Russland oder so...
Letztendlich ist alles über 10 Jahre (glaube ich) nur schwer zu planen.

Erst dachten alle wegen rückläufiger Kinderzahlen können wir Lehrer einsparen, dann Flüchtlingszuwandung und schon brauchen wir wieder mehr Lehrer...
Also was ich sagen will: Mach was dir Spaß macht und woran du Interesse hast (jedoch achte wenigstens etwas auf den Markt, also Germanistik oder so ist halt immer schwierig).
Wenn das Medizin ist, dann studiere Medizin. Bis du fertig bist, kann sich die Situation erheblich ändern.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 13.04.2018:

Beamter (noch besser bezahlt als Arzt!)

  • Wie kommst du denn darauf? Es gibt auch Ärzte im ÖD als Beamte, z.B. in den Gesundheitsämtern. Medizinalrat, Medizinaldirektor u.s.w. Die Stellen sind bei den Ärzten schon immer sehr unbeliebt gewesen, weil man damit vergleichsweise wenig verdient.
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Die Zusammenfassungen sind aus meiner Sicht (Dipl.-Ing. bei Automobil-OEM) und Erfahrung (Verwandte sind Mediziner) recht realistisch.

Als Arzt: Es handelt sich um eine planbare Karriere bei hohem Arbeitsaufkommen. Wenn Mut zum "Risiko" (eigene Praxis) besteht, stellt sich auch wirklicher wirtschaftlicher Erfolg ein.

Als Ingenieur: Wenn Karriere eine Karriere gewünscht ist, musst du mehr arbeiten und investieren, ob du dann aber im Konzern Karriere machst, ist auch von Unwägbarkeiten abhängig (Glück, Netzwerk, etc.), somit wenig planbar. Aber es besteht ebenso die Möglichkeit, sich bei wesentlich höherem Risiko selbstständig zu machen.

Tendenz: Ich würde dir zur Medizin raten, wenn du kein Problem mit kranken Menschen und all den damit verbundenen Themen hast. Ich könnte deshalb kein Arzt werden, aber das "ökonomische Gesamtpaket" wirkt auf mich besser.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Dieser Kommentar ist der beste zum Thema, fasst alles Wichtige zusammen.

Arzt ist die sichere Bank, während es bei Ing zu >50% (!) vom Glück abhängt, ob man später mal mehr verdient oder bei 80k bleibt.

Der Fehler, der in diesen Threads immer wieder gemacht wird: Es werden Berufsgruppen anhand einiger weniger leuchtender Beispiele ("der 60j Ingenieur mit 180k bei 35h-Woche") verglichen mit Berufsanfängern ("mein Bekannter ist Arzt und muss 55h im Krankenhaus stehen bei Grundgehalt 58k").

WiWi Gast schrieb am 29.08.2017:

Lounge Gast schrieb:

Meine Fragen:

  • Wie schwierig ist es als Elektroingenieur in einem Tarif
    gebundenen Konzern Fuß zu fassen (z.B. Bosch, Siemens,
    Schaeffler,..), Raum Erlangen- Nürnberg- Bamberg

Seeeehr schwierig

  • Wie sieht die Gehaltsentwicklung in einem dieser Konzerne
    aus?

Wesentlich schlechter als die der Arztes, ~50k zum Einstieg 70k nach ein paar Jahren und dabei bleibt es dann für gewöhnlich

  • Wie sieht es mit Ingenieuren

Was?

All in All: Wenns ums Geld geht gibt es keinen besseren Job als Medizin, mit anderen Jobs kann man zwar evtl. mehr verdienen aber dafür muss man zu den Top 5% gehören.
Bei Ärzten sind selbst die "Lowperformer" am Ende bei über 100k während die Ings. arbeitslos sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 16.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 13.04.2018:

Beamter (noch besser bezahlt als Arzt!)

  • Wie kommst du denn darauf? Es gibt auch Ärzte im ÖD als Beamte, z.B. in den Gesundheitsämtern. Medizinalrat, Medizinaldirektor u.s.w. Die Stellen sind bei den Ärzten schon immer sehr unbeliebt gewesen, weil man damit vergleichsweise wenig verdient.

Naja, brutto ist es weniger, aber dafür netto mehr (im Verhältnis zu normalen Angestellten). Bei den Krankenkassen habe ich aber gesehen, dass die nur nach Tarifvertrag öffentlicher Dienst zahlen für Ihre Ärzte.
Die Beamtenpension ist aber auch unschlagbar und im Gegensatz zu allen anderen ist man als Beamter wirklich unkündbar.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Die Beamtenpension wird durch einige Betriebsrenten locker getoppt. Ich kenne einige Ingenieure, die in Rente sind. Die sind sehr froh darüber, dass sie keine Beamtenpension haben.

WiWi Gast schrieb am 29.04.2018:

Beamter (noch besser bezahlt als Arzt!)

  • Wie kommst du denn darauf? Es gibt auch Ärzte im ÖD als Beamte, z.B. in den Gesundheitsämtern. Medizinalrat, Medizinaldirektor u.s.w. Die Stellen sind bei den Ärzten schon immer sehr unbeliebt gewesen, weil man damit vergleichsweise wenig verdient.

Naja, brutto ist es weniger, aber dafür netto mehr (im Verhältnis zu normalen Angestellten). Bei den Krankenkassen habe ich aber gesehen, dass die nur nach Tarifvertrag öffentlicher Dienst zahlen für Ihre Ärzte.
Die Beamtenpension ist aber auch unschlagbar und im Gegensatz zu allen anderen ist man als Beamter wirklich unkündbar.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Interessanter Beitrag und die typisch mir schon so oft bekannte Frage.

Da ich selbst Krankenhausarzt (34 - kein Oberarzt)bin muss ich noch meinen Senf hinzugeben.
Fand diverse Hochrechnungen fast sehr stimmig.

Aber :

  • Krankenhausarzt ist 4-7 Nächte im KH und kann sich vielleicht in einem abgeranzten Bereitschaftszimmer kurz ausruhen der Ingenieur is zuhause bei Frau/Mätresse oder Familie oder Hotelzimmer
  • Der Arzt arbeitet oft 24h quasi durch - der Ingenieur höchstens 12h
    Nach 24h-Dienst kannst die folgenden 48h quality-mäßig vergessen
  • Der Arzt is immer in der Klinik - der Ingenieur kann HomeOffice Regelungen bekommen z.b. 50% zu Hause arbeiten
  • Der Arzt wird vielleicht angekotzt und muss teils Gestank ertragen - der Ingenieur is meist in nem schicken Büro

Der Arzt kann sich geil/adrenalingepumpt/gedankt fühlen - der Ingenieur .... (keine Ahnung)
Der Arzt kann sein Gehalt nicht verhandeln auch wenn er als junger Facharzt 150% bringt
Der Arzt arbeitet nachts - immer wieder, das vielleicht über Jahre - die gesundheitlichen Folgen sollten bekannt sein.
(Unfälle, Notfälle und Geburten sind auch nachts)

Der Arzt ist die BESTE Entscheidung für den Low, oder Average-Performer oder wenn man diverse Anteile des Aufgabenfeldes einfach liebt ( Das Fach, den Mensch, die Aktion, usw... ).

Der Arzt ist eine grenzwertige Entscheidung wenn man nicht folterhafte Arbeitszeiten ertragen kann. Öfters (v.a. die ersten 3 Jahre in vielen Fachrichtungen ) 60-80h in der Woche, 24-28h durcharbeiten möglich etc..

Als Lowperformer endet man im Krankenhaus so mit 4,5k netto bei ca 45h/Woche
In der Praxis so bei 5,5netto bei 45-50h
(Mittelwerte)

Highperformer 250-400k/Jahr
(Chef in größerer Abteilung)
Oder 200-800k Eigene Praxis mit Angestellten Ärzten (Meist Radiologie, Zahnheilkunde)

In meinem direkten Freundschaftsumfeld sind viele Ingenieure mit MBA oder Consulting Speciality,
die sind alle unter 40 und zwischen 250-350k/Jahr.

Ob ich gerne tauschen würde kann ich weder mit Ja oder "Ganz-Nein" beantworten weil noch "30 years to go", das Geld(deren Gehalt ) echt großartig ist (v.a. in Großstädten oder in Oberbayern ) aber es ja auch etwas Besonderes ist Arzt sein zu dürfen und sich mit dem Mensch und dem Leben so auseinandersetzen zu DÜRFEN.

Na ja und wenn man nicht auf den Kopf gefallen ist (und nicht gerade 3 Scheidungen im Leben hat oder Glücksspiel süchtig ist) reicht alles locker für Eigenheim, Urlaube, 2 Autos und Kinder - nicht sofort aber im Laufe der Jahre. Oder für kein Eigenheim, keine Kinder und viel Spaß oder sonst irgendwas....

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Und deine U40- Freunde bekommen ihr Gehalt sicher für eine 35h- Woche, stimmt's?

Früher hab ich immer geglaubt, alle Ärzte hätten intellektuell was auf dem Kasten. Hier mal wieder eindrucksvoll das Gegenteil erlebt.

WiWi Gast schrieb am 07.05.2018:

Interessanter Beitrag und die typisch mir schon so oft bekannte Frage.

Da ich selbst Krankenhausarzt (34 - kein Oberarzt)bin muss ich noch meinen Senf hinzugeben.
Fand diverse Hochrechnungen fast sehr stimmig.

Aber :

  • Krankenhausarzt ist 4-7 Nächte im KH und kann sich vielleicht in einem abgeranzten Bereitschaftszimmer kurz ausruhen der Ingenieur is zuhause bei Frau/Mätresse oder Familie oder Hotelzimmer
  • Der Arzt arbeitet oft 24h quasi durch - der Ingenieur höchstens 12h
    Nach 24h-Dienst kannst die folgenden 48h quality-mäßig vergessen
  • Der Arzt is immer in der Klinik - der Ingenieur kann HomeOffice Regelungen bekommen z.b. 50% zu Hause arbeiten
  • Der Arzt wird vielleicht angekotzt und muss teils Gestank ertragen - der Ingenieur is meist in nem schicken Büro

Der Arzt kann sich geil/adrenalingepumpt/gedankt fühlen - der Ingenieur .... (keine Ahnung)
Der Arzt kann sein Gehalt nicht verhandeln auch wenn er als junger Facharzt 150% bringt
Der Arzt arbeitet nachts - immer wieder, das vielleicht über Jahre - die gesundheitlichen Folgen sollten bekannt sein.
(Unfälle, Notfälle und Geburten sind auch nachts)

Der Arzt ist die BESTE Entscheidung für den Low, oder Average-Performer oder wenn man diverse Anteile des Aufgabenfeldes einfach liebt ( Das Fach, den Mensch, die Aktion, usw... ).

Der Arzt ist eine grenzwertige Entscheidung wenn man nicht folterhafte Arbeitszeiten ertragen kann. Öfters (v.a. die ersten 3 Jahre in vielen Fachrichtungen ) 60-80h in der Woche, 24-28h durcharbeiten möglich etc..

Als Lowperformer endet man im Krankenhaus so mit 4,5k netto bei ca 45h/Woche
In der Praxis so bei 5,5netto bei 45-50h
(Mittelwerte)

Highperformer 250-400k/Jahr
(Chef in größerer Abteilung)
Oder 200-800k Eigene Praxis mit Angestellten Ärzten (Meist Radiologie, Zahnheilkunde)

In meinem direkten Freundschaftsumfeld sind viele Ingenieure mit MBA oder Consulting Speciality,
die sind alle unter 40 und zwischen 250-350k/Jahr.

Ob ich gerne tauschen würde kann ich weder mit Ja oder "Ganz-Nein" beantworten weil noch "30 years to go", das Geld(deren Gehalt ) echt großartig ist (v.a. in Großstädten oder in Oberbayern ) aber es ja auch etwas Besonderes ist Arzt sein zu dürfen und sich mit dem Mensch und dem Leben so auseinandersetzen zu DÜRFEN.

Na ja und wenn man nicht auf den Kopf gefallen ist (und nicht gerade 3 Scheidungen im Leben hat oder Glücksspiel süchtig ist) reicht alles locker für Eigenheim, Urlaube, 2 Autos und Kinder - nicht sofort aber im Laufe der Jahre. Oder für kein Eigenheim, keine Kinder und viel Spaß oder sonst irgendwas....

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Beleidigungen zeigen meist von persönlicher Unzufriedenheit.

Die arbeiten zwischen 45-50h/pro Woche.
Dabei 30-70% HomeOffice.
Natürlich immer wieder Business-Trips.
Wenn sie VIEL mehr arbeiten würden dann hätten sie weder Zeit für Familie und Freunde zusätzlich.
Klar haben die auch Spitzenzeiten mit 7 Tage a 10h, aber dafür auch Ausgleichszeiten und müssen nie nachts arbeiten.

Das sind eben Beispiele in meinem Umfeld.
Es ist klar dass es sich hier um High-Performer handelt.

Aber unsere Fragesteller zeigte sich ja hoch engagiert und so geh ich davon aus dass er sich als High-Performer was schaffen möchte (Uniklinik, mit 35 Oberarzt :-) )

Wie gesagt obwohl deren Gehalt bei diskret weniger oder gleichem Arbeitspensum 2x-3x soviel ist und sie nicht 24h am Stück arbeiten ( das darf man nicht vergessen ) würde ich weder tauschen wollen noch das Angebot nicht verlockend empfinden.

Das muss eben jeder selbst wissen. Ginge es mir und vieler meiner Kollegen nur um das Geld würde man z.b. direkt in die Radiologie, Zahnheilkunde oder z.b. HNO gehen.

Machen aber nicht Alle.

Ich denke nach wie vor als Rakete kann man in der freien Wirtschaft schnell viel reißen und als Arzt dauerts eben bis man n wichtiger Chef is oder die Praxis gut etabliert ist.

Aber Raketen zahlen auch einen Preis.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Also meine Freundin ist Assistenzärtztin (bei erstaunlich humanen Arbeitszeiten) und verdient im dritten Jahr etwas mehr als 5k im Monat. Ich finde das sehr ordentlich, insbesondere die Zuwächse durch die Facharztausbildung.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

Also meine Freundin ist Assistenzärtztin (bei erstaunlich humanen Arbeitszeiten) und verdient im dritten Jahr etwas mehr als 5k im Monat. Ich finde das sehr ordentlich, insbesondere die Zuwächse durch die Facharztausbildung.

Brutto oder Netto?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Diese Diskussion ist auch immer wieder spannend bei uns im Freundeskreis.

Ja, Ärzte sind tlw. 24 Stunden im Krankenhaus, aber kein Arzt arbeitet und behandelt 24 Stunden ohne Pause, kein Chirurg schnippelt 24 Stunden am Stück... Ihr könnt, und so fair musst du v.a. dir selbst gegenüber sein, zwischendurch lesen, ein Nickerchen halten, privaten Kram machen etc... Ich kann das nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

Also meine Freundin ist Assistenzärtztin (bei erstaunlich humanen Arbeitszeiten) und verdient im dritten Jahr etwas mehr als 5k im Monat. Ich finde das sehr ordentlich, insbesondere die Zuwächse durch die Facharztausbildung.

Brutto oder Netto?

Brutto selbstverständlich.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

  • Zulagen für Nachtdienste und Wochenende, sodass daraus auch schnell 6k werden.
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

  • Zulagen für Nachtdienste und Wochenende, sodass daraus auch schnell 6k werden.

Aber dafür hat sie eben auch Wochenend- und Nachtdienst und diese sogar schlecht bezahlt im Vgl. zu einem Schichtarbeiter in der Industrie :-)

Was so Assistenzärzte buckeln müssen und malochen müssen is im Verhältnis auf die effektive Stunde in der Arbeitsstelle echt mies.
Wer findet es denn toll nachts zwischen 1 und 3 sich kurz ausruhen zu können nur um dann um 3 schlaftrunken und zerknittert
( nach 19h) zum nächsten Notfall zu hecheln.

Nein danke.

6000 Brutto im Monat is auch nix besonderes bei so 50-55h/Woche
Das wär ja runtergerechnet auf 35h nur 4000/Monat also 48k/Jahr da kein 13.Jahresgehalt.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 09.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

  • Zulagen für Nachtdienste und Wochenende, sodass daraus auch schnell 6k werden.

Aber dafür hat sie eben auch Wochenend- und Nachtdienst und diese sogar schlecht bezahlt im Vgl. zu einem Schichtarbeiter in der Industrie :-)

Was so Assistenzärzte buckeln müssen und malochen müssen is im Verhältnis auf die effektive Stunde in der Arbeitsstelle echt mies.
Wer findet es denn toll nachts zwischen 1 und 3 sich kurz ausruhen zu können nur um dann um 3 schlaftrunken und zerknittert
( nach 19h) zum nächsten Notfall zu hecheln.

Nein danke.

6000 Brutto im Monat is auch nix besonderes bei so 50-55h/Woche
Das wär ja runtergerechnet auf 35h nur 4000/Monat also 48k/Jahr da kein 13.Jahresgehalt.

Immer diese runterrechnen... Fakt ist, dass ihr in der Industrie meist gar nicht mehr als 35 oder 40 Stunden bezahlt bekommt, was dazu führt, dass ihr einfach viel weniger Geld am Ende auf dem Konto habt.

Klar ist Schichtarbeit anstrengend. Dafür wird diese aber auch kaum besteuert! Effektiv hat ein Arzt mit 6.000 brutto über 4.000 netto raus.

Zum Vergleich:

  • Chemikant mit Schichtarbeit = 2.500€ netto (Hauptschulabschluss)
  • Absolventengehalt liegt wohl eher bei 2.000€ - 2.300€ zum Einstieg
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich habe nciht beleidigt, sondern nur meine Verwunderung über (Teile der) Ärzteschaft deutlich zum Ausdruck gebracht.

Du solltest mal lieber darauf achten, dass Deine Beiträge nicht immer so lang sind, da kaum leserlich. Inhaltlich haben mittlerweile 4 andere auch geschrieben, dass das Arztgehalt wohl kaum regelmäßig zu toppen ist.

Dass Du Dich selbst im High-Performer-Umfeld wähnst (und Dich dadurch selbst als einen darstellst) unterstützt meine Sichtweise aus dem ersten Beitrag.

WiWi Gast schrieb am 08.05.2018:

Beleidigungen zeigen meist von persönlicher Unzufriedenheit.

Die arbeiten zwischen 45-50h/pro Woche.
Dabei 30-70% HomeOffice.
Natürlich immer wieder Business-Trips.
Wenn sie VIEL mehr arbeiten würden dann hätten sie weder Zeit für Familie und Freunde zusätzlich.
Klar haben die auch Spitzenzeiten mit 7 Tage a 10h, aber dafür auch Ausgleichszeiten und müssen nie nachts arbeiten.

Das sind eben Beispiele in meinem Umfeld.
Es ist klar dass es sich hier um High-Performer handelt.

Aber unsere Fragesteller zeigte sich ja hoch engagiert und so geh ich davon aus dass er sich als High-Performer was schaffen möchte (Uniklinik, mit 35 Oberarzt :-) )

Wie gesagt obwohl deren Gehalt bei diskret weniger oder gleichem Arbeitspensum 2x-3x soviel ist und sie nicht 24h am Stück arbeiten ( das darf man nicht vergessen ) würde ich weder tauschen wollen noch das Angebot nicht verlockend empfinden.

Das muss eben jeder selbst wissen. Ginge es mir und vieler meiner Kollegen nur um das Geld würde man z.b. direkt in die Radiologie, Zahnheilkunde oder z.b. HNO gehen.

Machen aber nicht Alle.

Ich denke nach wie vor als Rakete kann man in der freien Wirtschaft schnell viel reißen und als Arzt dauerts eben bis man n wichtiger Chef is oder die Praxis gut etabliert ist.

Aber Raketen zahlen auch einen Preis.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ärzte dürfen sich gar nicht über das Gehalt beschweren. Das Gleiche gilt für Lehrer. Da erreichen selbst low performer gute Gehälter. Als Ingenieur hast du es nicht in der eigenen Hand aufzusteigen und auch wenn bedeutet dies, dass außerhalb des Tarifes bezahlt wird. Das bedeutet keine 35 h mehr und viel Arbeit. Die E2 beim Daimler war rund um die Uhr anwesend.

Ingenieur:

  • das Studium ist nicht unbedingt einfacher vom Anspruch, weniger Auswendiglernen, mehr Transferwissen
  • gutes Gehalt bekommt man nur als MBB Consultant oder IGM (kommt da erstmal rein)
  • 35 h ist unrealistisch, meist sind es 50 h, teilweise bis zu 80 h (Reisezeit)
  • Auslandsaufenthalte (Kosten) im Studium und auch im Job (klingt schöner als es ist)
  • Jobsicherheit ist abhängig von der Wirtschaftslage
  • immer neue Technologien und zum Teil sehr hoher Anspruch (Innovationen)
  • Zeitdruck und hohe Fexibilität erforderlich, man muss umziehen oder ins Ausland um Karriere zu machen
  • Promotion dauert ca. 4 Jahre, falls gewünscht
  • Selbstständigkeit ist schwieriger, aber hier ist ein weit höheres Gehalt als in der Medizin möglich, aber nicht jeder ist Bill Gates oder Elon Musk
  • Zusatzwissen erforderlich (Fremdsprachen, Zertifikate, MBA)

Ingenieur ist wie Fußballer, die 0,1 % sind reicher als Ärzte, der Rest ist am Arsch.

Als Arzt wirst du immer gut verdienen. Klar in Konzern ist es als Ingenieur gut aber entspannt ist es nur in wenigen Abteilungen und selbst da ist der Arbeitsplatz nicht sicher. Finde mal mit 55 einen neuen Job nach 30 Jahren Siemens...

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Mein Mitbewohner ist Assistenzarzt und je nach Dienst/Schicht bekommt er (netto!) noch einen Tausender aufs Gehalt drauf, aufgrund der massiven Steuerbegünstigung der Zulagen. Sei es ihnen gegönnt, der Beruf ist hart und deren Elan ist bewundernswert.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Eine Freundin ist auch Ärztin.
Ich hätte keine Lust wie sie zu arbeiten.
Ist meist zu fertig um größeres zu unternehmen ( Uniklinik).

Mir egal :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Unser High-Performer-Arzt (oder eher hARtZT) hat ja den ultimativen Karriere-Tipp aus seinem High-Performer-Umfeld: Ing und dann nach MBB.

Er schreibt ja selbst (und ist dabei nicht älter als Anfang 30) über seine 250k-350k-Jahresgehalt-Freunde (s.o.):

"Die arbeiten zwischen 45-50h/pro Woche. Dabei 30-70% HomeOffice.
Natürlich immer wieder Business-Trips. Wenn sie VIEL mehr arbeiten würden dann hätten sie weder Zeit für Familie und Freunde zusätzlich.
Klar haben die auch Spitzenzeiten mit 7 Tage a 10h, aber dafür auch Ausgleichszeiten und müssen nie nachts arbeiten.

Das sind eben Beispiele in meinem Umfeld. Es ist klar dass es sich hier um High-Performer handelt."

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 09.05.2018:

Ärzte dürfen sich gar nicht über das Gehalt beschweren. Das Gleiche gilt für Lehrer. Da erreichen selbst low performer gute Gehälter. Als Ingenieur hast du es nicht in der eigenen Hand aufzusteigen und auch wenn bedeutet dies, dass außerhalb des Tarifes bezahlt wird. Das bedeutet keine 35 h mehr und viel Arbeit. Die E2 beim Daimler war rund um die Uhr anwesend.

Ingenieur:

  • das Studium ist nicht unbedingt einfacher vom Anspruch, weniger Auswendiglernen, mehr Transferwissen
  • gutes Gehalt bekommt man nur als MBB Consultant oder IGM (kommt da erstmal rein)
  • 35 h ist unrealistisch, meist sind es 50 h, teilweise bis zu 80 h (Reisezeit)
  • Auslandsaufenthalte (Kosten) im Studium und auch im Job (klingt schöner als es ist)
  • Jobsicherheit ist abhängig von der Wirtschaftslage
  • immer neue Technologien und zum Teil sehr hoher Anspruch (Innovationen)
  • Zeitdruck und hohe Fexibilität erforderlich, man muss umziehen oder ins Ausland um Karriere zu machen
  • Promotion dauert ca. 4 Jahre, falls gewünscht
  • Selbstständigkeit ist schwieriger, aber hier ist ein weit höheres Gehalt als in der Medizin möglich, aber nicht jeder ist Bill Gates oder Elon Musk
  • Zusatzwissen erforderlich (Fremdsprachen, Zertifikate, MBA)

Ingenieur ist wie Fußballer, die 0,1 % sind reicher als Ärzte, der Rest ist am Arsch.

Als Arzt wirst du immer gut verdienen. Klar in Konzern ist es als Ingenieur gut aber entspannt ist es nur in wenigen Abteilungen und selbst da ist der Arbeitsplatz nicht sicher. Finde mal mit 55 einen neuen Job nach 30 Jahren Siemens...

Stimmt, was soll man denn auch mit einem Ingenieur mit 30 Jahren Berufserfahrung von einem der Weltbesten Techno-Konzernen anfangen...

Leute; diese Typen werden sofort Geschäftsführer o. Abteilungsleiter einer weniger Bekannten Technologie-Unternehmung; zb eine der hundert Zulieferer/ Töchter/Partner wenn er nicht gerade in einer aussterbenden Industrie spezialisiert ist. Außerdem gibts 200k Ablöse und fette Betriebsrente.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Von der Praxis hast Du keine Ahnung! Auf eine gute Position kannst Du nur wechseln, wenn Du mindestens Abteilungsleiter warst. Dann würde Dich aber auch Deine alte Firma behalten. Freigesetzt werden die Sachbearbeiter (Experten, Projektleiter u.s.w.), die eine starke fachliche Spezialisierung haben. Genau die ist dann nach 20 oder 30 Jahren nicht mehr gefragt. In der Entwicklung ist es oftmals so, dass Du Dich als Ingenieur alle 5 Jahre in ein komplett neues Gebiet einarbeiten musst. Mit Ü50 fällt das dann etwas schwerer. Das alte Wissen ist dann sehr oft vollkommen wertlos. Junge Absolventen gibt es genug. Ein Arzt oder Jurist haben diese Probleme nicht. Bei den Ingenieuren, die keine Führungsfunktion haben, beginnt die Abwärtsspirale oft schon mit 40. Ich habe selbst miterlebt, wie sogar Leute aussortiert wurden, die einen damals aktuellen Fortbildungsstand hatten. Stichworte: IP, Cisco u.s.w.

WiWi Gast schrieb am 17.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.05.2018:

Leute; diese Typen werden sofort Geschäftsführer o. Abteilungsleiter einer weniger Bekannten Technologie-Unternehmung; zb eine der hundert Zulieferer/ Töchter/Partner wenn er nicht gerade in einer aussterbenden Industrie spezialisiert ist. Außerdem gibts 200k Ablöse und fette Betriebsrente.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Bin aktuell wieder auf langer Geschäftsreise und bald muss ich erneut für längere Zeit wieder woanders hin. Hört sich auf den ersten Blick spannend an, aber glaubt mir, nach einiger Zeit geht euch das auf den Sack aus dem Koffer zu leben.

Als Arzt hätte ich einen sicheren Job, bei guter Bezahlung direkt vor der Haustür ohne mir das anzutun.

Der Ingenieur kann, wird aber vermutlich nicht mehr verdienen als der Arzt. Und falls er dies tut, nur meist mit dem großen Opfer seines privaten Umfeldes. Karriere machen ist hart und abhängig von anderen bzw von Glück. Ähnlich wie bei den wiwis. Arzt ist die sichere Bank mMn.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast schrieb am 17.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.05.2018:

Ärzte dürfen sich gar nicht über das Gehalt beschweren. Das Gleiche gilt für Lehrer. Da erreichen selbst low performer gute Gehälter. Als Ingenieur hast du es nicht in der eigenen Hand aufzusteigen und auch wenn bedeutet dies, dass außerhalb des Tarifes bezahlt wird. Das bedeutet keine 35 h mehr und viel Arbeit. Die E2 beim Daimler war rund um die Uhr anwesend.

Ingenieur:

  • das Studium ist nicht unbedingt einfacher vom Anspruch, weniger Auswendiglernen, mehr Transferwissen
  • gutes Gehalt bekommt man nur als MBB Consultant oder IGM (kommt da erstmal rein)
  • 35 h ist unrealistisch, meist sind es 50 h, teilweise bis zu 80 h (Reisezeit)
  • Auslandsaufenthalte (Kosten) im Studium und auch im Job (klingt schöner als es ist)
  • Jobsicherheit ist abhängig von der Wirtschaftslage
  • immer neue Technologien und zum Teil sehr hoher Anspruch (Innovationen)
  • Zeitdruck und hohe Fexibilität erforderlich, man muss umziehen oder ins Ausland um Karriere zu machen
  • Promotion dauert ca. 4 Jahre, falls gewünscht
  • Selbstständigkeit ist schwieriger, aber hier ist ein weit höheres Gehalt als in der Medizin möglich, aber nicht jeder ist Bill Gates oder Elon Musk
  • Zusatzwissen erforderlich (Fremdsprachen, Zertifikate, MBA)

Ingenieur ist wie Fußballer, die 0,1 % sind reicher als Ärzte, der Rest ist am Arsch.

Als Arzt wirst du immer gut verdienen. Klar in Konzern ist es als Ingenieur gut aber entspannt ist es nur in wenigen Abteilungen und selbst da ist der Arbeitsplatz nicht sicher. Finde mal mit 55 einen neuen Job nach 30 Jahren Siemens...

Stimmt, was soll man denn auch mit einem Ingenieur mit 30 Jahren Berufserfahrung von einem der Weltbesten Techno-Konzernen anfangen...

Leute; diese Typen werden sofort Geschäftsführer o. Abteilungsleiter einer weniger Bekannten Technologie-Unternehmung; zb eine der hundert Zulieferer/ Töchter/Partner wenn er nicht gerade in einer aussterbenden Industrie spezialisiert ist. Außerdem gibts 200k Ablöse und fette Betriebsrente.

Falls das kein Sarkasmus war.. Der typische Ingenieur mit 30 Berufserfahrung war 30 Jahre lang für die Entwicklung der Halterung von Waschmaschinen tätig. Der wird nicht Geschäftsführer, der betet inständig, dass bei einem der fünf anderen Waschmaschinenhersteller der für die Halterung zuständige Mitarbeiter sich in der Kantine am Hähnchen verschluckt.

Als ob in KMUs die Leute nur auf jemanden warten würden, der aus dem Grosskonzern rausgespült wird... Das lässt schon allein der eigene Stolz nicht zu. Ganz zu schweigen von gesundem Menschenverstand.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Sehr richtige Darstellung. Aber es betrifft nicht nur die in den alten Technologie-Bereichen Tätigen, sondern auch den high-tech-Bereich. Diese Leute identifizieren sich ganz besonders stark mit ihrer Arbeit. Wenn die dann weg fällt, fehlt nicht nur das Einkommen. Die werden dann auch ganz schnell krank.

WiWi Gast schrieb am 17.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 17.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.05.2018:

Falls das kein Sarkasmus war.. Der typische Ingenieur mit 30 Berufserfahrung war 30 Jahre lang für die Entwicklung der Halterung von Waschmaschinen tätig. Der wird nicht Geschäftsführer, der betet inständig, dass bei einem der fünf anderen Waschmaschinenhersteller der für die Halterung zuständige Mitarbeiter sich in der Kantine am Hähnchen verschluckt.

Als ob in KMUs die Leute nur auf jemanden warten würden, der aus dem Grosskonzern rausgespült wird... Das lässt schon allein der eigene Stolz nicht zu. Ganz zu schweigen von gesundem Menschenverstand.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Es gibt hier einen wesentlichen Punkt und eine Entwicklung, die man bei der Betrachtung mit einbeziehen muss:

Der wesentliche Punkt ist: Will ich Erfolg oder nicht?
Wenn ich Erfolg will, ist es in beiden Fällen anstrengend, außer ich lande direkt als Sohn in Vaters Praxis oder als Vorstandsspross im Konzern. Dann ist aber in beiden Fällen ein mittleres sechsstelliges Gehalt drin.
Wenn ich den Erfolg nicht erzwingen will, habe ich in beiden Fällen irgendwann als Angestellter ein Gehalt um die 100.000.

Die Entwicklung ist folgende: "Fachkräftemangel"
Früher war die "Durchlässigkeit" für Ingenieure nahezu grenzenlos. Die wenigen, die Dipl.-Ing. wurden, haben fast alle Karrieren bis mindestens in mittlere Management geschafft. Nach Jahrzehnten des Geredes, dass es so ist, weil wir zu wenige Ingenieure haben, haben wir nun zu viele und ein großer Teil davon landet beim Dienstleister oder Personalverleihern. Im Ergebnis erscheint es mir also so, dass der Weg als Mediziner einfacher ist, weil selbst die weniger engagierten Doctores med. als Angestellte bei Gehältern landen, die Konzern-Ingenieuren vorbehalten sind und das muss der durchschnittliche Ingenieur erst einmal schaffen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Dann sieh Dir mal die "Dipl.-Ings." an, die zur Zeit in Rente gehen. Viele haben es nur bis zum einfachen Sachbearbeiter gebracht. Ganz besonders in den Konzernen wie Dax30. So toll war es auch früher nicht! Als es dann in den 70er Jahren den Dipl.-Ing. auch für ein einfaches FH-Studium gab, waren es auch schon nicht mehr wenige.

WiWi Gast schrieb am 17.05.2018:

Früher war die "Durchlässigkeit" für Ingenieure nahezu grenzenlos. Die wenigen, die Dipl.-Ing. wurden, haben fast alle Karrieren bis mindestens in mittlere Management geschafft.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

100.000€ Gehalt für Ärzte in höheren Gehaltsstufen ist richtig. Aber nur, wenn Zulagen für Dienste und Co eingerechnet werden und auch erst nach sehr langer Zeit (mindestens 18,5 Jahre ab Beginn des Studiums, dazu später mehr). Aktuelle Tarifverträge der verschiedenen Gewerkschaften zeigen jedoch, welchen Aufwand man hierfür benötigt. Ein Facharzt in der höchsten Gehaltsstufe verdient bei einer 40 Stunden Woche (in manchen Tarifverträgen auch 38) aktuell (2019) zwischen 6500€ und 7800€ im Monat je nach Tarifvertrag. Hierfür benötigt man MINDESTENS 6,5 Jahre Studium, 5 Jahre Facharztausbildung und 6 Jahre Facharzt sein - ich kenne kaum Ärzte, die das so schnell geschafft haben - zumal nur wenige ohne Wartesemester ins Medizinstudium kommen, der Altersschnitt in Düsseldorf bei knapp 400 Studienanfängern lag eher um die 26 als 18, mit etwa 10% 30+.

Dinge die hierbei nicht beachtet werden:

  1. Fast alle Tarifverträge für Ärzte rechnen Urlaubs-/Weihnachtsgeld bereits ins Monatsgehalt ein - es gibt in kaum einer Klinik irgendeine Form des umgangssprachlich oft als "13tes Monatsgehalt" bezeichneten jährlichen Bonusgeldes. Bei Ingenieurstarifverträgen wird dieses meist mit 27,5% des Monatsgehaltes ausgeschrieben, was wesentlich das Gesamtjahresgehalt ein wenig hebt.
  2. Mir ist kein Tarifvertrag für Ärzte bekannt, welcher nicht unbezahlte, vertraglich festgeschriebene Überstunden enthält. (5 Stunden sind Standard, manche Kliniken wie HELIOS haben sogar 10 unbezahlte Überstunden pro Woche) Dies hebt die Arbeitszeit auf 43 (38+5) bis 50 (40+10) Stunden pro Woche für die je nach Tarifvertrag im Schnitt 7000€ pro Monat.
  3. Jeder Arzt muss einen (in den meisten Berufsgruppen garnicht erlaubten) Opt Out Vertrag für die maximale täglliche Arbeitszeit unterzeichnen. Dies entfernt die im Arbeitsgesetz festgelegte 10 Stunden Begrenzung pro Tag und auch das Wochenlimit. 24 Stunden Dienste stehen meist einmal pro Woche, in ruhigeren Bereichen wie Radiologie alle zwei Wochen an. (übrigens verdienen alle Ärzte im Krankenhaus gleich, nicht wie oft gedacht Radiologen und Neurochirogen mehr - alle das gleiche! Nur bei niedergelassenen Ärzten gibt es Unterschiede)
  4. 24 Stunden Dienste werden nur zu 30-50% bezahlt, da sie als Rufdienste (bzw. Bereitschaftsdienst in der Inneren mit 50-70% des Normalgehalts) gehandhabt werden - obwohl man natürlich die vollen 24 Stunden im Krankenhaus ist, Leute hören nicht plötzlich auf, krank zu sein.
  5. Überstunden über den unbezahllten 5-10 pro Woche werden theoretisch ausbezahlt, aber werden mit anderen Wochen verrechnet. Soll heißen: Hattest du keine Überstunden in einer Woche und in einer anderen 20? Dann werden die 10 kostenlosen Stunden der einen "ungenutzten" Woche auf die andere übertragen. Das heißt du bekommst kein Extragehalt für die 20 Überstunden der einen Woche. Nur wer jede Woche mehr als 10 Stunden extra arbeitet bekommt die über diesem Limit liegenden Stunden ausgezahlt. --> Wer 40 Arbeitsstunden im Vertrag stehen hat, muss 50 Stunden pro Woche arbeiten, um 45 Stunden bezahlt zu bekommen.

Wie kommt so ein Arzt dann auf 100.000€ im Jahr? Bei guten 7000€ im Monat wären das ja "nur" 84000€ im Jahr. Zwei Möglichkeiten: Entweder der Arzt (bzw. die Ärztin, in der jungen Generation gibt es kaum noch Männer, die diesen Berufszweig ergreifen - 80% Frauen im Medizinstudium sind mittlerweile Standard) arbeitet sehr viel (oft 60-70 Stunden die Woche machen viele, gerade in kleinen Kliniken mit wenig Personal - wobei hier die erwähnten 24 Stunden Dienste mit 30-50% vom Normalgehalt dabei sind, wodurch man für 24 der 60 Stunden nur halb bezahlt wird und für 5-10 durch unbezahlte Überstunden garnicht!). Oder es werden viele Arbeitszeiten genutzt, welche Nachtzuschlag, Feiertagszuschlag oder Sonntagszuschlag beinhalten. (nicht in jeder Abteilung möglich, da Nachts und Feiertags nur Notfallbesetzung/Mindestbesetzung nötig ist und viele Stationen nur einen Arzt haben in der Nacht)
Es gibt auch einige, die beides zusammen nutzen, diese verdienen dann wirklich viel Geld - aber haben auch kein Leben mehr. Oder habt ihr mal versucht, nach einem 24 Stunden Dienst ohne Schlaf oder mehreren wechselnden Tag und Nachtdiensten und einer 70 Stunden Woche noch etwas zu machen? Ihr seid einfach kaputt. Diese Ärzte hoffen meistens auf einen schnellen Aufstieg zum Oberarzt oder leitenden Oberarzt. (oft auch Chefarzt genannt, obwohl im Gegensatz zu anderen Ländern die Chefarzt nur die Abteilung leitet - das Krankenhaus wird meist von BWL Master Absolventen geleitet) Womit wir beim nächsten Punkt wären:

  1. Das berühmte "als Oberarzt/Chefarzt verdient man dann aber richtig gut" - zum einen steigt das Gehalt erst richtig beim leitenden Oberarzt - ein heiß begehrter Job, auf den oft 10-20 Bewerber pro Platz kommen, wodurch meist nur die oben genannten Arbeitstiere diese Stellen bekommen - oder man entsprechende Kontakte hat (Vetternwirtschaft liegt leider in vielen Kliniken vor). Theoretisch kann man auch direkt nach dem Facharzt Oberarzt werden (also mindestens 11,5 Jahre nach Studienstart), aber meistens erst, wenn man auch dort seine höchste Gehaltsklasse erreicht hat (also 18,5 Jahre nach Studienbeginn) - da andere Leute schlichtweg von "vor einem in der Warteschlange sind" für die begehrten Oberarztstellen.
    Zweitens ist das Gehalt eines normalen Oberarztes auch nicht so viel höher. In den HELIOS Kliniken nach Tarifvertrag beispielsweise 7430€ Einstiegsgehalt, Ansteigend auf 7800€ nach 4 Jahren. Als leitender Oberarzt startet man allerdings mit 8623€ im Monat für die erwähnten 40 (+5/10 unbezahlte Überstunden, also eigentlich 45/50) Stunden pro Woche. Das ist wirklich ein gutes Gehalt und auch wenn man es auf Tarifverträge von Ingenieuren herunterrechnet, ist der Unterschied dennoch nicht besonders groß. Gerade wenn man bedenkt, dass auf einen leitenden Oberarzt 20 Ärzte ohne diese Position kommen.

Zugegeben, man kann nach dem Facharzt (also nach 12,5 Jahren ab Studienbeginn) auch eine eigene Praxis oder Gemeinschaftspraxis eröffnen - dafür benötigt man jedoch ordentlich Startkapital. Gerade in den Bereichen, die später viel Geld abwerfen (Radiologie, Chirurgie), sind 2 Millionen Euro absolutes Minimum - ein kleines MRT kostet bereits mindestens 600.000 Euro. Und das können sich nur die leisten, die in ein reiches Elternhaus geboren worden sind oder direkt die Praxis der Eltern übernehmen. Sich selbst das nötige Kleingeld zu erarbeiten ist als Arzt unmöglich. Wer reiche Eltern hat, die vielleicht sogar eine eigene Praxis besitzen, die man später übernehmen kann, verdient dann natürlich ordentlich Zaster und hat ausgesorgt. Aber das sind nicht die Durchschnittsärzte. Und wer in ein reiches Elternhaus geboren wurde und Kontakte hat oder gar eine Firma übernehmen kann, der kann in fast jeder Berufsgruppe ohnehin schnell viel Geld verdienen. Da bietet Arzt keine Vorteile.

AUSNAHME: Als Arzt ins Labor gehen. Labormediziner brauchen wesentlich weniger Startkapitall für die private Existenzgründung und auch als Angestellter bekommt man in der Forschung viel Geld. Zudem kein Patientenkontakt und keine endlosen Überstunden und vorallem keine 24 Stunden Dienste. Auch definitiv kein leichter Weg - das Medizinstudium ist nicht ohne - aber im Vergleich zum "normalen" Arzt wesentlich niedrigere Messlatte für Eigenkapital, wodurch man auch mit einer armen oder "durchschnitts" Familie eine eigene Existenz ohne große Hürden (nachdem das Studium geschafft ist) aufbauen kann, bei der die 100.000€ realistisch ohne sich halb tod zu arbeiten möglich ist.

Empfehle ich Medizin trotz all dieser Punkte? Auf jeden Fall, es ist ein sehr erfüllender Job und im Gegensatz zu vielen anderen Berufen merkt man direkt, was man getan hat. Leuten zu helfen oder gar Leben zu retten und den Dank zu spüren, den andere einem entegegenbringen, ist unbezahlbar. Man weiß immer, dass man etwas Gutes tut. Was zum Beispiel ein Notar trotz seines sehr hohen Gehalts nicht erleben wird. Aber wählt diesen beruf nur, wenn er wirklich wegen des Berufs wegens ausgeübt werden soll und man sehr stressbeständig ist. Kann man viel Geld verdienen? Ja - aber nur wenn man sehr viel Arbeit und Zeit investiert - also genau wie in jedem anderen Beruf. Wer als Architekt oder Ingenieur 70 Stunden die Woche arbeitet verdient genausoviel - aber muss nicht die ganze Zeit mit Tod, Wut und Leid in Kontakt stehen. Ein Architekt oder Ingenieur hat (oft) weniger Jahresgehalt als ein Arzt - aber arbeitet auch sicher keine 70 Stunden für dieses Gehalt. Der Stundenlohn ist vergleichbar. Man muss den Arztberuf lieben und nicht nur die Guten, sondern auch schlechten Seiten des Berufs verkraften. Nicht nur die Freude des Leben rettens und helfens, sondern auch den Schmerz und die Trauer des nicht mehr helfen könnens und des Todes überstehen.

Wer wirklich nur des Geldes wegen arbeitet, sollte vom Arztberuf fernbleiben - außer man will in die Forschung (wobei es dann immernoch viele Berufsgruppen gibt, die mehr verdienen) oder hat das Startkapital für eine eigene Praxis oder Eltern, von denen man die Praxis übernehmen kann. Die letzte Möglichkeit wäre ein Umzug in die USA - dort verdienen Ärzte je nach Facharztwahl das doppelte bis vierfache!!! (weltweit mit Abstand das höchste Gehalt von Ärzten!). Allerdings muss man dafür auch in den USA studieren - die USA nehmen kein Studium anderer Länder für den Arztberuf an, ohne Ausnahme - obwohl nach Aussagen eines befreundeten Auswanderers das Studium in Deutschland schwerer war als in den USA. Wer viel Geld verdienen will ohne großes Risiko, sollte daher in die USA auswandern und dort studieren. Das Studium dort muss jedoch auch bezahlt werden, was sehr viel Kapital oder Verschuldung erfordert. Aber bei 200.000 Dollar Durchschnittsgehalt für Oberärzte im Krankenhaus, in Privatpraxen je nach Fachbereich sogar 500.000 Dollar oder mehr, kann man auf sichere Art und ohne Risiko wie bei BWL oder Ingenieuren, das große Geld verdienen. Aber wenn man glaubt, dass Geld das Wichtigste ist, landet man eher beim Psychologen oder im Grab, als ein glückliches Leben zu führen. Macht was euch Spaß macht/interessiert. Nicht was am meisten Geld bringt!

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Sorry, alleine für die Länge des Beitrags eher ein -1 als ein +1.

Zudem ist einiges falsch/verkrümmt, was Du schreibst.

Nur als Beispiele:

  1. Die 80% Frauenquote ergeben sich nicht daraus, dass der kluge Mann lieber BWL oder Ingenieur wird, sondern daraus, dass Frauen bessere Schulnoten und deshalb ein besseres Abi haben.

  2. Der von Dir vielfach zitierte Helios-Tarifvertrag ist der schlechteste für Krankenhäuser. Genauso kann ich für "alle BWLer" argumentieren, dass wegen des Einzelhandels-Tarifvertrags niemand über 50k verdienen kann.

  3. Als Arzt verdient man regelmäßig über 100k nach den von Dir genannten 15 Jahren nach Studienbeginn. Dafür muss man Schichten bzw. Dienste machen. Niemand sagt, dass das angenehm ist, aber hier geht es um den Gehaltsvergleich, nicht um andere Modalitäten.

  4. Du schreibst "Ein Architekt oder Ingenieur hat (oft) weniger Jahresgehalt als ein Arzt - aber arbeitet auch sicher keine 70 Stunden für dieses Gehalt. Der Stundenlohn ist vergleichbar." --> nichts als Hörensagen. das weißt Du gar nicht, und das ist auch nicht so. Wenn ein angestellter Architekt 90h die Woche arbeitet, geht er immer noch mit 60k nach Hause. Er hat im Gegensatz zum Arzt gar nicht die Möglichkeit, sich seine Mehrarbeit auszahlen zu lassen (freier Beruf). Was Du hier siehst / meinst, sind die TOP-Architekten udn die TOP-Ingenieure. Die sind aber nicht der graue Durchschnitt, auf den Du hier abstellst.

Dein Text beinhaltet Vieles und Richtiges.
Leider ist aber vieles nicht richtig und vom Richtigen nicht besonders viel enthalten.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Auch von mir ein "-1" für den langen Beitrag!

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Sorry aber in deinem Text stimmt vieles einfach nicht, zunächst mal die offensichtiliche Sachen:

  • es kommen nur 20% der Studierenden jedes Jahr über die Wartezeit rein, Durchschnittsalter liegt nicht bei 26 sonder im Bereich 22-23 Jahre.
  • Frauenateil: nicht bei 80 % sondern konstant bei 60%, hat sich in den letzten Jahren nicht verändert (2011-2018)

Zu deinen Punkten:
1.) Weihnachtsgeld gibt es bei uns ganz normal extra und ist im TVÖD nicht im Tarif mit drinnen, es ist jeder Klinik freigestellt, das zu bezahlen.
2.) Unbezahlte Überstunden stehen ebenfalls nicht im Tarifvertrag drinnen. Es ist von Haus zu Haus verschieden, wie Überstunden abgegolten werden und wie diese erfasst werden.
3.-5.) stimmen mehr oder weniger
6.) Du kannst einem Oberarztgehalt nicht den Tarif zugrunde legen. Das ist nur die Basis. Wie du richtig schreibst, kommen da Dienste dazu (welche oft nur Rufbereitschaft sind). Zum anderen kommt da noch eine variable Vergütung dazu, d.h. die Klinik zahlt zusätzlich Geld, ein Oberarzt kommt je nach Fach und Klinikgröße auf 100- 150k p.a., leitende Oberärzte noch mehr. Kliniken können Oberärzten nicht weniger bezahlen, da diese sonst in die Niederlassung gehen und der Klinik Spezialisten verloren gehen, die Patienten aquirieren.

Chefarztgehälter haben eine hohe Spreizung, das höchste, das ich aus erster Hand kenne liegt bei 900k, das niedrigste bei 240k plus W3 Gehalt.
Was du zu Praxen schreibst ist einfach Quatsch. Radiologen leasen ihre Geräte und kaufen die nicht. Labormediziner: du hast wohl keine Ahnung, was eine Laborausstattung kostet...

Praxen kann man relativ gut finanzieren, die durchschnittliche internistische Praxis hat einen Gewinn von 200k p.a.
Mit Medizin kann man sehr viel verdienen, wenn man danach strebt. Und wenn man nicht danach strebt, bekommt man immernoch gut Geld.
Mich würde mal interessieren, was dein Background ist fachlich. Hoffentlich keine Medizinerin

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

So, jetzt muss ich als Ingenieur auch mal meinen Senf dazugeben:

Die Gehälter von Ärzten und Ingenieuren (erst recht Tarif-Ings) unterscheiden sich kaum. Zum Einstieg liegen Ingenieure im Schnitt sogar minimal über den Ärzten, bei deutlich kürzerem Studium wohlgemerkt. Auch in der Zukunft entwickeln sich die Gehälter recht ähnlich. Wer Ober- bzw. gar Chefarzt wird, der schafft es in der Industrie auch zum Team-/Gruppen-/Abteilungsleiter und dann sind 120-140k p.a. sicherlich keine Ausnahme. Ich bin nach 7 Semestern Bachelor-Studium schon mit 54k eingestiegen, wobei ich in 4 Jahren automatisch auf knappe 70k steigen werde, wenn ich einfach nur meine Zeit absitze (vom Stress und der Verantwortung eines Arztes weit entfernt). Von meinen geregelten Arbeitszeiten träumt ein Assistenzarzt im KH. Mit einem strategischen Wechsel, unter Ingenieuren schon mit wenig BE möglich, habe ich dieses Gehalt deutlich früher, ein Bekannter z.B. nach etwas mehr als einem Jahr und der konnte sich den Konzern aussuchen.

Auch finde ich den Vergleich mit niedergelassenen Ärzten immer wieder erheiternd. Der Ingenieur kann sich ebenfalls selbstständig machen. Der muss allerdings nicht erstmal 1-2 Millionen in eine Praxis samt Ausstattung investieren. Aus diesem Grund schließen sich ja auch immer wieder Ärzte zusammen und eröffnen Gemeinschaftspraxen, weil der andere Weg für Nicht-Millionärskinder einfach utopisch ist. Dann wird allerdings auch der Gewinn geteilt, wobei trotzdem genug für jeden übrig bleiben dürfte.

Fazit: Es macht letztendlich keinen großen Unterschied, ob Arzt oder Ingenieur im Konzern. Daher der Rat, einfach das zu machen, was einem besser liegt und vor allem auch Spaß macht. Das viele Geld bringt nichts, wenn die Tätigkeit nicht erfüllt oder man keine Zeit mehr für seine Familie hat bzw. um das ganze Geld auch auszugeben, welches man verdient.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Anscheinend ist die Posterin des langen Beitrags nicht vom Fach oder aber im ersten Semester, sonst würde sie sich ein wenig besser auskennen in der Medizin.

Überstunden werden häufig bezahlt, bzw. per Freizeit ausgeglichen. Dienste führen dazu, dass man je nach Anzahl/Stufe etc. im Durchschnitt satte "Boni" dazubekommt, die ja ein deutliches Plus im NETTO bringen, da abgabengünstig.

Tarifverträge gelten idR max. bis zur Stufe Ä2 (=FA), ab Ä3 (=OA) zahlen die KHs im Wiwi-Jargon "AT", was dazu führt, dass man damit locker die 6. Stelle im Gehalt knackt, je nach Erfahrung dann auch deutlich (vgl. mit einem Abteilungsleiter).

Außerdem stimmt einfach die Rechnung mit dem Gehalt bis zum FA nicht. 6,5 Jahre Studium + 4-6 (auch 6+ möglich) Facharzt und du bist mit 12 Jahren FA nach Abi im besten Fall. Verstehe nicht wie du auf 6+5+6 kommst? Oder meinst du bis zur höchsten Stufe?
Das macht entweder einen FA oder bei "strategischem Wechsel" zur Konkurrenz einen OA aus dir. Alternativ nach ein paar Jahren, bzw. bei Hausärzten auch direkter Einstieg in die Praxis möglich mit Gehältern von denen die 30jährigen Ingenieure dann träumen können. (im Falle des Landarztes kommen da dann je nach Region auch mal Häuser, Grundstücke und Praxen dazu)

Ansonsten wurde vieles schon richtiggestellt von einem Kollegen weiter oben.

Grüße, ein Doktor

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Naja AT ist kein BWL-Sprech sondern die IGM Tarif Nomenklatur.

In meiner Abteilung gibt es Ings, die mit 28 > 100k€ verdienen und bekommen. Also so vielleicht doch nicht ganz so extrem wie du es beschreibst.

Wobei dies natürlich die Ings im Tarif betrifft. Für die Arbeitswelt ausserhalb IGM hast du z.T wohl recht.

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Anscheinend ist die Posterin des langen Beitrags nicht vom Fach oder aber im ersten Semester, sonst würde sie sich ein wenig besser auskennen in der Medizin.

Überstunden werden häufig bezahlt, bzw. per Freizeit ausgeglichen. Dienste führen dazu, dass man je nach Anzahl/Stufe etc. im Durchschnitt satte "Boni" dazubekommt, die ja ein deutliches Plus im NETTO bringen, da abgabengünstig.

Tarifverträge gelten idR max. bis zur Stufe Ä2 (=FA), ab Ä3 (=OA) zahlen die KHs im Wiwi-Jargon "AT", was dazu führt, dass man damit locker die 6. Stelle im Gehalt knackt, je nach Erfahrung dann auch deutlich (vgl. mit einem Abteilungsleiter).

Außerdem stimmt einfach die Rechnung mit dem Gehalt bis zum FA nicht. 6,5 Jahre Studium + 4-6 (auch 6+ möglich) Facharzt und du bist mit 12 Jahren FA nach Abi im besten Fall. Verstehe nicht wie du auf 6+5+6 kommst? Oder meinst du bis zur höchsten Stufe?
Das macht entweder einen FA oder bei "strategischem Wechsel" zur Konkurrenz einen OA aus dir. Alternativ nach ein paar Jahren, bzw. bei Hausärzten auch direkter Einstieg in die Praxis möglich mit Gehältern von denen die 30jährigen Ingenieure dann träumen können. (im Falle des Landarztes kommen da dann je nach Region auch mal Häuser, Grundstücke und Praxen dazu)

Ansonsten wurde vieles schon richtiggestellt von einem Kollegen weiter oben.

Grüße, ein Doktor

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Immer wieder schön zu sehen, wie schnell Leute zurückrudern, sobald mal Fakten auf dem Tisch liegen.

Dein Ammenmärchen von den Ings, die mit 28 >100k verdienen, kann hier keiner überprüfen. Sowas ist meist Hörensagen. Kann man sich auch eigentlich leicht klarmachen: Wenn jemand nach 4 Jahren BE 100k+ verdient, welche längerfristige Perspektive kann dann in einer abhängigen Beschäftigung geboten werden?

Ich bezweifle mal stark, dass es in einer digitalisierten und globalisierten Wirtschaft wie unserer Jobs mit >100k für unter-30-Jährige gibt, wo man einfach nur "absitzen" kann.

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Naja AT ist kein BWL-Sprech sondern die IGM Tarif Nomenklatur.

In meiner Abteilung gibt es Ings, die mit 28 > 100k€ verdienen und bekommen. Also so vielleicht doch nicht ganz so extrem wie du es beschreibst.

Wobei dies natürlich die Ings im Tarif betrifft. Für die Arbeitswelt ausserhalb IGM hast du z.T wohl recht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Danke für deinem Kommentar. Dazu folgendes:

1: diese Kollegen sitzen ihre Zeit nicht ab sondern leisten, denn geschenkt gibt es nichts
2: dies ist weder ein Ammenmärchrn ich Hörensagen sondern aus 1. Hand. Habe zufällig Einblick in alle Gehälter der Abteilung.
3: warum hat Perspektive immer was mit Gehalt und nicht mit Inhalten zu tun?
4: Digitalisierung ist wichtig und notwendig aber da Du nicht weisst, in welchem Bereich wir tätig sind, ist diese Pauschalisierung schon recht einfach und undifferenziert.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Immer wieder schön zu sehen, wie schnell Leute zurückrudern, sobald mal Fakten auf dem Tisch liegen.

Dein Ammenmärchen von den Ings, die mit 28 >100k verdienen, kann hier keiner überprüfen. Sowas ist meist Hörensagen. Kann man sich auch eigentlich leicht klarmachen: Wenn jemand nach 4 Jahren BE 100k+ verdient, welche längerfristige Perspektive kann dann in einer abhängigen Beschäftigung geboten werden?

Ich bezweifle mal stark, dass es in einer digitalisierten und globalisierten Wirtschaft wie unserer Jobs mit >100k für unter-30-Jährige gibt, wo man einfach nur "absitzen" kann.

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Naja AT ist kein BWL-Sprech sondern die IGM Tarif Nomenklatur.

In meiner Abteilung gibt es Ings, die mit 28 > 100k€ verdienen und bekommen. Also so vielleicht doch nicht ganz so extrem wie du es beschreibst.

Wobei dies natürlich die Ings im Tarif betrifft. Für die Arbeitswelt ausserhalb IGM hast du z.T wohl recht.

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Arzt ist auch in meinen Augen die bessere Wahl. Sichere Anstellung (aus heutiger Sicht), sehr gute Möglichkeit der Selbstständigkeit, gutes Gehalt und eigentlich die Berufung Menschen zu helfen.
Kranke gibt es auch immer. Heutzutage rennt ja gefühlt jeder gleich bei jedem Wehwehchen zum Arzt, was auch zu dem hier schon genannten Ärztemangel führt. (Ich wüsste nicht dass es früher so viele Ärzte wie heute in Summe gegeben hat.)
Wie viele schon gesagt haben wirst du als BWLer oder Ing meistens nicht in die Gehaltsregionen eines Arztes vorstoßen.

Hätte ich den NC geschafft, hätte ich sofort Medizin studiert. Ich finde das einen tollen Beruf, der motiviert (auch wenn dort sicher wie in vielen anderen Bereichen nicht alles toll ist).

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Nicht zu verachten: Als Arzt übst du einen geschützen Beruf aus. Der Staat wird dich in naher Zukunft immer vor billiger Konkurrenz schützen.

Als BWLer und Ing musst du dich immer mehr mit wirklich guter, aber viel günstigerer Konkurrenz aus z.B. China rumplagen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Und selbst wenn es stimmen sollte mit irgendwelchen Ings, die mit 28 100k+ verdienen - wieviele sind das denn, gemessen an allen Ings?

Im Gegensatz dazu: Welcher Facharzt verdient deutlich unterhalb von 100k? Und Facharzt ist jeder irgendwann.

Ich mag diese undifferenzierten Diskussionen übernaupt nicht. Auch unter den 50.000 Flaschensammlern in Deutschland wird es einen Millionär geben. Wäre Dein gehaltstechnischer Rat jetzt also, Flaschensammler zu werden?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Danke für deinem Kommentar. Dazu folgendes:

1: diese Kollegen sitzen ihre Zeit nicht ab sondern leisten, denn geschenkt gibt es nichts
2: dies ist weder ein Ammenmärchrn ich Hörensagen sondern aus 1. Hand. Habe zufällig Einblick in alle Gehälter der Abteilung.
3: warum hat Perspektive immer was mit Gehalt und nicht mit Inhalten zu tun?
4: Digitalisierung ist wichtig und notwendig aber da Du nicht weisst, in welchem Bereich wir tätig sind, ist diese Pauschalisierung schon recht einfach und undifferenziert.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Immer wieder schön zu sehen, wie schnell Leute zurückrudern, sobald mal Fakten auf dem Tisch liegen.

Dein Ammenmärchen von den Ings, die mit 28 >100k verdienen, kann hier keiner überprüfen. Sowas ist meist Hörensagen. Kann man sich auch eigentlich leicht klarmachen: Wenn jemand nach 4 Jahren BE 100k+ verdient, welche längerfristige Perspektive kann dann in einer abhängigen Beschäftigung geboten werden?

Ich bezweifle mal stark, dass es in einer digitalisierten und globalisierten Wirtschaft wie unserer Jobs mit >100k für unter-30-Jährige gibt, wo man einfach nur "absitzen" kann.

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Naja AT ist kein BWL-Sprech sondern die IGM Tarif Nomenklatur.

In meiner Abteilung gibt es Ings, die mit 28 > 100k€ verdienen und bekommen. Also so vielleicht doch nicht ganz so extrem wie du es beschreibst.

Wobei dies natürlich die Ings im Tarif betrifft. Für die Arbeitswelt ausserhalb IGM hast du z.T wohl recht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Du nimmst ja aktiv an dieser undifferenzierten Diskussion teil, oder hast Du iwelche öffentlich einsehbaren Belege?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Im Gegensatz dazu: Welcher Facharzt verdient deutlich unterhalb von 100k? Und Facharzt ist jeder irgendwann.

Ich mag diese undifferenzierten Diskussionen übernaupt nicht. Auch unter den 50.000 Flaschensammlern in Deutschland wird es einen Millionär geben. Wäre Dein gehaltstechnischer Rat jetzt also, Flaschensammler zu werden?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Danke für deinem Kommentar. Dazu folgendes:

1: diese Kollegen sitzen ihre Zeit nicht ab sondern leisten, denn geschenkt gibt es nichts
2: dies ist weder ein Ammenmärchrn ich Hörensagen sondern aus 1. Hand. Habe zufällig Einblick in alle Gehälter der Abteilung.
3: warum hat Perspektive immer was mit Gehalt und nicht mit Inhalten zu tun?
4: Digitalisierung ist wichtig und notwendig aber da Du nicht weisst, in welchem Bereich wir tätig sind, ist diese Pauschalisierung schon recht einfach und undifferenziert.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Immer wieder schön zu sehen, wie schnell Leute zurückrudern, sobald mal Fakten auf dem Tisch liegen.

Dein Ammenmärchen von den Ings, die mit 28 >100k verdienen, kann hier keiner überprüfen. Sowas ist meist Hörensagen. Kann man sich auch eigentlich leicht klarmachen: Wenn jemand nach 4 Jahren BE 100k+ verdient, welche längerfristige Perspektive kann dann in einer abhängigen Beschäftigung geboten werden?

Ich bezweifle mal stark, dass es in einer digitalisierten und globalisierten Wirtschaft wie unserer Jobs mit >100k für unter-30-Jährige gibt, wo man einfach nur "absitzen" kann.

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Naja AT ist kein BWL-Sprech sondern die IGM Tarif Nomenklatur.

In meiner Abteilung gibt es Ings, die mit 28 > 100k€ verdienen und bekommen. Also so vielleicht doch nicht ganz so extrem wie du es beschreibst.

Wobei dies natürlich die Ings im Tarif betrifft. Für die Arbeitswelt ausserhalb IGM hast du z.T wohl recht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich hoffe, Du merkst langsam, dass Du inhaltlich nichts beizutragen hast.

Viel Spaß noch in den anderen Threads!

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Du nimmst ja aktiv an dieser undifferenzierten Diskussion teil, oder hast Du iwelche öffentlich einsehbaren Belege?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Du hast es für dich ja bereits eingesehen.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Ich hoffe, Du merkst langsam, dass Du inhaltlich nichts beizutragen hast.

Viel Spaß noch in den anderen Threads!

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Du nimmst ja aktiv an dieser undifferenzierten Diskussion teil, oder hast Du iwelche öffentlich einsehbaren Belege?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wir haben doch mittlerweile verschiedene Erkenntnisse:

  1. Jeder der etwas riskiert, kann hervorragend verdienen (Eigene Praxis vs. Eigenes Ingenieursbüro)
  2. Wenn ich den Praxisinhaber mit einem Bereichs-/Abteilungsleiter eines Konzerns vergleiche, befinden die sich finanziell auf Augenhöhe.
  3. Jeder der außerordentlich leistet, wird außerordentlich bezahlt, die Stellen für Beförderungen sind allerdings begrenzt (es gibt endlich viele Oberarztstellen und endlich viele Abteilungsleiterpositionen)
  4. Wenn ich den Tarif-Arzt mit dem Konzern-Ingenieur vergleiche, sind sie gleichauf, d.h. Mitarbeiter dieser Vergleichsgruppen ohne unbedingte Karriereambition werden Zeit ihres Lebens ähnlich verdienen.

Wenn ich 1. bis 4. anschaue, stelle ich für mich fest, dass es finanziell keinen wesentlichen Unterschied macht, in welche Richtung ich mich entwickle, sofern ich als Ingenieur bei einem Konzern lande (alle Beiträge bestätigen das mehr oder weniger).
Da aber nur ein geringer Teil der Ingenieure zum Berufseinstieg in einem Konzern Fuß fasst und die politische Situation in ganzen Industriezweigen immer angespannter wird, ist die Zeitarbeit bzw. Bodyleasing die Zukunft vieler Ingenieure. Ärzte werden weiterhin gebraucht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Sowohl als Arzt als auch als Ingenieur kann man Normalfall ein gutes Leben führen mit überdurchschnittlichem Einkommen.
Keines von beidem sollte man allein wegen des Geldes machen. Dann wird man wahrscheinlich kein guter Arzt oder Ingenieur und die Situation kann gleich ganz anders aussehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich sehe nicht ganz, wie Du hier von "Wir haben doch mittlerweile Erkenntnisse" reden kannst.

"1." ist ein Allgemeinplatz, der wertlos ist.

"2." Den schlecht wirtschaftenden Praxisinhaber in Brandenburg kannst Du mit einem Abteilungsleiter gleichsetzen. Den Praxisinhaber in der Stadt kannst Du mit einem Vorstand gleichsetzen vom Verdienst. Wir reden hier nicht von 100k, sondern von 300k aufwärts.

"3." wo ist der Unterschied / Mehrwert zu "1."? Es gibt auch nur endlich viele Menschen in Deutschland...

"4." Tarif-(Fach)Arzt inkl. Dienste -> 100k+, Tarif-Oberarzt inkl. Dienste -> 140k+. Das verdienen Tarifingenieure?!?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Wir haben doch mittlerweile verschiedene Erkenntnisse:

  1. Jeder der etwas riskiert, kann hervorragend verdienen (Eigene Praxis vs. Eigenes Ingenieursbüro)
  2. Wenn ich den Praxisinhaber mit einem Bereichs-/Abteilungsleiter eines Konzerns vergleiche, befinden die sich finanziell auf Augenhöhe.
  3. Jeder der außerordentlich leistet, wird außerordentlich bezahlt, die Stellen für Beförderungen sind allerdings begrenzt (es gibt endlich viele Oberarztstellen und endlich viele Abteilungsleiterpositionen)
  4. Wenn ich den Tarif-Arzt mit dem Konzern-Ingenieur vergleiche, sind sie gleichauf, d.h. Mitarbeiter dieser Vergleichsgruppen ohne unbedingte Karriereambition werden Zeit ihres Lebens ähnlich verdienen.

Wenn ich 1. bis 4. anschaue, stelle ich für mich fest, dass es finanziell keinen wesentlichen Unterschied macht, in welche Richtung ich mich entwickle, sofern ich als Ingenieur bei einem Konzern lande (alle Beiträge bestätigen das mehr oder weniger).
Da aber nur ein geringer Teil der Ingenieure zum Berufseinstieg in einem Konzern Fuß fasst und die politische Situation in ganzen Industriezweigen immer angespannter wird, ist die Zeitarbeit bzw. Bodyleasing die Zukunft vieler Ingenieure. Ärzte werden weiterhin gebraucht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Zu "1.": Nein. Der Allgemeinplatz wird hier nämlich im Rahmen des Threads verwendet mit dem Hinweis, jeder Arzt könnte sich ja nun selbständig machen... Kann der Ing. eben auch und erst dann macht der Vergleich Sinn.

Zu "2.": Dann google einmal, was die Vorstände bei IGM-Unternehmen kriegen... Nutz einmal die einschlägigen Portale und informiere dich über IGM-Abteilungsleitergehälter. Da hat keiner eine "1" vorne auf seinem Gehaltszettel stehen.

Zu "3.": 1. sind Selbständigkeiten, 3. abhängige Karrieren, wenn du den Unterschied nicht siehst, kann ich dir nicht helfen. Was hier klar werden muss: Wer nicht risikoaffin ist und dennoch "Karriere" machen will und das im eigenen Betrieb (sei es ein Krankenhaus oder das IGM-UN), der muss mit vielen Menschen in Konkurrenz treten, also wird es eben auch nicht jeder schaffen.

Zu. "4.": Was soll das denn mit "inkl. Dienst"? Warum ziehst du Oberärzte heran? Die Tarife enden bei ca. 100.000, da bist du nicht wirklich weg vom Facharzt. Der Oberarzt ist schon eine Beförderung, die nicht mehr jeder erhält (vgl. AT) und der Abstand zum AT ist wohl nicht groß bzw. nicht vorhanden.

Die "Erkenntnisse" haben wir aus meiner Sicht deshalb, weil wir hier in den Extrema diskutieren und eine Verallgemeinerung nicht zulassen.

Mal ganz vorsichtig: Tarifärzte landen irgendwann bei ca. 100.000 (deine Aussage).
Oberärzte meinetwegen bei 140.000 (deine Aussage).

IGM endet irgendwo in der Range bei 100.000.
AT geht ebenfalls bis zu 140.000.

Wollen wir bei solchen Gehälter über 100 Euro mehr für die bAV oder den Dienstwagen diskutieren? Ernsthaft?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Ich sehe nicht ganz, wie Du hier von "Wir haben doch mittlerweile Erkenntnisse" reden kannst.

"1." ist ein Allgemeinplatz, der wertlos ist.

"2." Den schlecht wirtschaftenden Praxisinhaber in Brandenburg kannst Du mit einem Abteilungsleiter gleichsetzen. Den Praxisinhaber in der Stadt kannst Du mit einem Vorstand gleichsetzen vom Verdienst. Wir reden hier nicht von 100k, sondern von 300k aufwärts.

"3." wo ist der Unterschied / Mehrwert zu "1."? Es gibt auch nur endlich viele Menschen in Deutschland...

"4." Tarif-(Fach)Arzt inkl. Dienste -> 100k+, Tarif-Oberarzt inkl. Dienste -> 140k+. Das verdienen Tarifingenieure?!?

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Noch ein Punkt: Als Arzt kannst du bis 65 arbeiten. Als Ing will dich doch schon ab 50 keiner mehr haben und du musst dich schon klug positioniert haben, um bis 65 in Lohn und Brot zu stehen. Die absolute Jobsicherheit als Arzt mal on top gepackt.

Die Diskussion ist wirklich lächerlich und weltfremd. Ärzte sind die Absahner schlechthin in unserer Gesellschaft (in meinen Augen auch zurecht). Das sagt jede Studie und daran gibt es überhaupt nichts zu ruckeln. Auch von den Ärzten nicht, die meinen sie sind so mega unterbezahlt, weil es mal einen Überperformer gibt, der auch über 100k verdient.

Was ich privat häufig erlebe: Viele Ärzte sind auch Ärztekinder. Die haben absolut keine Ahnung von der freien Wirtschaft und was es wirklich bedeutet, dort tätig zu sein. Geldsorgen, Angst den Job zu verlieren, Zukunftstängste, weil das Wissen veraltet ist/wegdigitalisiert wird kennen die einfach nicht und können es sich auch nicht vorstellen. Die verkehren nur mit den Selbstständigen/hohe Angestellte, welchen es natürlich auch sehr gut geht. Das ist aber - wie hier schon oft erwähnt- kein passender Vergleich! Im Jeden größeren Kaff gibt es mehrere Zahnarztpraxen, wo der Chef >250k p.a. macht.

Wer die Möglichkeit hat, ein Ticket für ein sorgloses und gut versorgtes Leben zu ziehen und es nicht tut, muss schon einen verdammt guten Grund haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Es wirkt irgendwie lächerlich, dass Du hier dauernd versuchst, das letzte Wort zu bekommen. Der Beitrag direkt unter Dir zeigt auch, was allgemein bekannt ist: An ein Ärzteeinkommen ist regelmäßig nicht ranzukommen.

Ein Wahnsinn: Dein Beitrag bedeutet kondensiert folgendes: jemandem, der vor der Wahl "Arzt oder Ing" steht, würdest Du sagen: beides gleich gut.

Willst du das wirklich aussagen? Überleg doch bitte nochmal. Man darf Fehler auch zugeben.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Zu "1.": Nein. Der Allgemeinplatz wird hier nämlich im Rahmen des Threads verwendet mit dem Hinweis, jeder Arzt könnte sich ja nun selbständig machen... Kann der Ing. eben auch und erst dann macht der Vergleich Sinn.

Zu "2.": Dann google einmal, was die Vorstände bei IGM-Unternehmen kriegen... Nutz einmal die einschlägigen Portale und informiere dich über IGM-Abteilungsleitergehälter. Da hat keiner eine "1" vorne auf seinem Gehaltszettel stehen.

Zu "3.": 1. sind Selbständigkeiten, 3. abhängige Karrieren, wenn du den Unterschied nicht siehst, kann ich dir nicht helfen. Was hier klar werden muss: Wer nicht risikoaffin ist und dennoch "Karriere" machen will und das im eigenen Betrieb (sei es ein Krankenhaus oder das IGM-UN), der muss mit vielen Menschen in Konkurrenz treten, also wird es eben auch nicht jeder schaffen.

Zu. "4.": Was soll das denn mit "inkl. Dienst"? Warum ziehst du Oberärzte heran? Die Tarife enden bei ca. 100.000, da bist du nicht wirklich weg vom Facharzt. Der Oberarzt ist schon eine Beförderung, die nicht mehr jeder erhält (vgl. AT) und der Abstand zum AT ist wohl nicht groß bzw. nicht vorhanden.

Die "Erkenntnisse" haben wir aus meiner Sicht deshalb, weil wir hier in den Extrema diskutieren und eine Verallgemeinerung nicht zulassen.

Mal ganz vorsichtig: Tarifärzte landen irgendwann bei ca. 100.000 (deine Aussage).
Oberärzte meinetwegen bei 140.000 (deine Aussage).

IGM endet irgendwo in der Range bei 100.000.
AT geht ebenfalls bis zu 140.000.

Wollen wir bei solchen Gehälter über 100 Euro mehr für die bAV oder den Dienstwagen diskutieren? Ernsthaft?

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Ich sehe nicht ganz, wie Du hier von "Wir haben doch mittlerweile Erkenntnisse" reden kannst.

"1." ist ein Allgemeinplatz, der wertlos ist.

"2." Den schlecht wirtschaftenden Praxisinhaber in Brandenburg kannst Du mit einem Abteilungsleiter gleichsetzen. Den Praxisinhaber in der Stadt kannst Du mit einem Vorstand gleichsetzen vom Verdienst. Wir reden hier nicht von 100k, sondern von 300k aufwärts.

"3." wo ist der Unterschied / Mehrwert zu "1."? Es gibt auch nur endlich viele Menschen in Deutschland...

"4." Tarif-(Fach)Arzt inkl. Dienste -> 100k+, Tarif-Oberarzt inkl. Dienste -> 140k+. Das verdienen Tarifingenieure?!?

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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Wie hier immer alle so tun, als ob Medizin für jeden einfach so nebenbei machbar wäre und falls man die Chance hat, Medizin zu studieren, das auch unbedingt machen soll!

Wenn man nicht die Berufung hat, Arzt zu sein, kann man das vergessen. Der Gedanke, dass man irgendwann min. 250k im Jahr mit eigener Praxis verdient, reicht einfach nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Was hier häufig vergessen wird: Der selbstständige Arzt ist in einem stark regulierten Umfeld tätig, d.h. die Konkurrenzsituation ist längst nicht so stark, wie unter selbstständigen BWLern oder Ings (regulierte Berufe wie Steuerberater mal ausgenommen).

antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Weitere Vorteile bei der Gehaltsentwicklung bei Ärzten:

  • Starke Lobby
  • Gesellschaftlich anerkannter Nutzen der Tätigkeit: damit meine ich, dass selbst die 85 jährige Oma weiß, was der Herr Doktor tut und dass er Menschen hilft, jedoch interessiert es 99,8% der Bevölkerung nicht, was der Nachbar als IGM-Ing für Drähte zusammenknotet. Daher ist es gesellschaftlich anerkannt, dass Ärzte für außerordentliche Hingabe auch außerordentlich gut verdienen.
  • OT: bei Frauen gilt -> Arzt = reich. Und Ingenieur können die meisten nicht mal aussprechen.
antworten
WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

Ich schmeiße mich weg. Was würde der Arzt ohne den Ingenieur machen? Richtig...nix. Die genutzte Technik wächst ja nun mal nicht am Baum.

WiWi Gast schrieb am 07.01.2019:

Weitere Vorteile bei der Gehaltsentwicklung bei Ärzten:

  • Starke Lobby
  • Gesellschaftlich anerkannter Nutzen der Tätigkeit: damit meine ich, dass selbst die 85 jährige Oma weiß, was der Herr Doktor tut und dass er Menschen hilft, jedoch interessiert es 99,8% der Bevölkerung nicht, was der Nachbar als IGM-Ing für Drähte zusammenknotet. Daher ist es gesellschaftlich anerkannt, dass Ärzte für außerordentliche Hingabe auch außerordentlich gut verdienen.
  • OT: bei Frauen gilt -> Arzt = reich. Und Ingenieur können die meisten nicht mal aussprechen.
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WiWi Gast

Re: Gehaltsentwicklung Arzt vs. Konzern-Ingenieur

lol soll doch jeder machen, was er will. wenn jmd ingenieur sein möchte, warum soll der dann medizin studieren. die paar kröten mehr als arzt jucken ihn dann auch nicht, wenn er das macht, für was er leidenschaftlich brennt

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