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Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

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WiWi Gast

Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Hallo zusammen,

ich hab nach meinem Master in einer KMU im operativen Einkauf angefangen um den Einstieg in den Einkauf zu schaffen. Nach knapp über einem Jahr bin ich jetzt auch in den technischen Einkauf gewechselt, bei einem Automobilzulieferer mit 700+ MA. Konnte mich da von 52k auf 61k steigern. Will aber natürlich auf 70k+ kommen, Minimum.

Nachdem ich hier dann stellenweise gelesen habe, das manche pro Jahr immer 5 - 10 % mehr rausgehandelt haben etc., würde es mich interessieren, ob die Mehrheit tatsächlich jedes Jahr dann Gehtalsverhandlungen führt bzw. mehr Gehalt fordert?

Wie oft würdet ihr mehr Gehalt fordern? Und vor allem wann und mit welcher Begründung. Klar bekommt man mehr Berufserfahrung, aber irgwann ist doch auch mal Schluss?

Würdet ihr bereits nach dem ersten Jahr im Unternehmen schon mehr Gehalt fordern, obwohl die ersten 6-12 Monate, eher als Einarbeitungszeit zu sehen sind, bis man mal alle Prozesse etc. kennt?

Grüße

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

61k als Einkäufer? Du bist Jetzt schon überbezahlt!
Einkauf braucht man maximal ne Bürokauffrau Ausbildung, such dir einen richtigen Akademiker Job.

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Ich hab als Strategischer Einkauf Pharma nach 3 Jahren BE die 90k geknackt. Aber ich arbeite auch 50-60h.

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Mehr Gehalt kannst du immer fordern, nachdem die eine Weile mehr oder komplexere Aufgaben oder mehr Verantwortung übernommen hast.

Generell kann man sagen: Gehalt folgt Leistung

Daher auch nicht direkt, wenn du neue Aufgaben oder mehr Verantwortung übernimmst, sondern wenn du gezeigt hast, das du damit auch klar kommst.

Ansonsten gibts jährliche Erhöhungen in den meisten Tarifverträgen.

Einfach zum Chef und "ich bin jetzt ein Jahr mehr da und deshalb will ich mehr Geld" wird nicht funktionieren.

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

In einer KMU lautete meine Devise immer Wechseln. Jährliches Personalgespräch lief so ab: Wir sind echt super zufrieden und ich würde Dir gerne mehr Gehalt geben, das verstehe ich vollkommen, mit deiner Performance und Qualifikation hast Du mehr verdient ABER das obere Management gibt mir ja sooooooo wenig Spielraum. Jedes Jahr das gleiche Theater. Dann als ich ein Wechselangebot für 20% mehr hatte, waren plötzlich 10% mehr gar kein Problem mehr ... ist immer so. Like it, change it or leave it. Viele Arbeitgeber verstehen heute keine andere Sprache mehr.

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Alle 1-2 Jahre neu verhandeln, je nachdem ob Argumente vorliegen (das sollten sie nach spätestens 2 Jahren).

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Und wieder einer der keine Ahnung hat... und btw. total am Thema vorbei...

Lounge Gast schrieb:

61k als Einkäufer? Du bist Jetzt schon überbezahlt!
Einkauf braucht man maximal ne Bürokauffrau Ausbildung, such
dir einen richtigen Akademiker Job.

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marketeer

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Heyho,

kommt auf das Unternehmen an...
Ich kenne Unternehmen, bei denen gibts ein Jahresgespräch bzgl. Entgelterhöhung. (meist so 2-5%)
Dann gibt's Unternehmen, die sind beim Grundgehalt per Tarif reguliert (Da gibt's nur den Stufenaufstieg oder eben eine andere Entgeltgruppe bzw. eine generelle Tariferhöhung um meist 2,x%).

Bei uns (KMU, 250 MA, keine Tarifbindung) kannst Du alle 2 Jahre verhandeln. Spielraum ist meist zwischen 0 und 500 Euro (je nach Wirtschaftslage, eigener Tätigkeit, entspricht meist ca. 3-10%) bis Du an einen bestimmten Punkt kommst. Bei diesem heißt es dann: Höheres Gehalt und keine Zeiterfassung oder bisheriges Gehalt + Zeitkonto und Überstunden werden ab einer bestimmten Anzahl ausgezahlt.

5-10% pro Jahr halte ich für ein Märchen... Das funktioniert nur nach Ende der Probezeit oder wenn Du mit 2000 Euro eingestiegen bist. (200 Euro mehr sind hierbei auch schon 10% ;-))

Zu deiner Situation:
Fragen kostet nichts... ob Du dich bei deinem Chef damit unbeliebt machst, weiß ich nicht.
Persönlich würde ich nach so einem Sprung von 52k auf 61k erstmal schauen, dass ich nachweisbare Leistungen/Erfolge vorweisen kann. Wenn Du selbst schreibst, dass Du das als Einarbeitungszeit siehst, würde ich dir als Chef entgegnen: Sie haben sich jetzt eingearbeitet, nun gilt es produktiv zu werden.
Schaffen Sie das, können wir einen neuen Termin bzgl. Gehalt vereinbaren.

Persönlich würde ich dir raten: Versuch Ziele zu vereinbaren (nach SMART...) und diese zu erreichen. Am besten noch quantifizierbar ("Es konnten X Euro eingespart werden." "Durch die Fallback-Lösung hatten wir keinen Lieferengpass.." usw.")

Bei 700+ MA in der Automobilzulieferbranche wird es bei dir ja sicherlich einen Tarifvertrag geben, oder?

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

ich hab nach meinem Master in einer KMU im operativen Einkauf
angefangen um den Einstieg in den Einkauf zu schaffen. Nach
knapp über einem Jahr bin ich jetzt auch in den technischen
Einkauf gewechselt, bei einem Automobilzulieferer mit 700+
MA. Konnte mich da von 52k auf 61k steigern. Will aber
natürlich auf 70k+ kommen, Minimum.

Nachdem ich hier dann stellenweise gelesen habe, das manche
pro Jahr immer 5 - 10 % mehr rausgehandelt haben etc., würde
es mich interessieren, ob die Mehrheit tatsächlich jedes Jahr
dann Gehtalsverhandlungen führt bzw. mehr Gehalt fordert?

Wie oft würdet ihr mehr Gehalt fordern? Und vor allem wann
und mit welcher Begründung. Klar bekommt man mehr
Berufserfahrung, aber irgwann ist doch auch mal Schluss?

Würdet ihr bereits nach dem ersten Jahr im Unternehmen schon
mehr Gehalt fordern, obwohl die ersten 6-12 Monate, eher als
Einarbeitungszeit zu sehen sind, bis man mal alle Prozesse
etc. kennt?

Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Hier der TE:

Vielen Dank für die Ausführliche Antwort!

Ja haben den IGM Tarif und eben diese jährliche Erhöhung von 2,x% sollte ich denke ich auch bekommen. Mir gings eben primär darum, wann und mit welchen Gründen verhandel ich ein höheres Gehalt.

Aber durch die Antworten habe ich ein relativ gutes Bild bekommen und werde dann mal ranklotzen, dass ich in diesem ersten Jahr ordentliche Einsparerfolge erziele und eine Basis für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung lege.

marketeer schrieb:

Heyho,

kommt auf das Unternehmen an...
Ich kenne Unternehmen, bei denen gibts ein Jahresgespräch
bzgl. Entgelterhöhung. (meist so 2-5%)
Dann gibt's Unternehmen, die sind beim Grundgehalt per
Tarif reguliert (Da gibt's nur den Stufenaufstieg oder
eben eine andere Entgeltgruppe bzw. eine generelle
Tariferhöhung um meist 2,x%).

Bei uns (KMU, 250 MA, keine Tarifbindung) kannst Du alle 2
Jahre verhandeln. Spielraum ist meist zwischen 0 und 500 Euro
(je nach Wirtschaftslage, eigener Tätigkeit, entspricht meist
ca. 3-10%) bis Du an einen bestimmten Punkt kommst. Bei
diesem heißt es dann: Höheres Gehalt und keine Zeiterfassung
oder bisheriges Gehalt + Zeitkonto und Überstunden werden ab
einer bestimmten Anzahl ausgezahlt.

5-10% pro Jahr halte ich für ein Märchen... Das funktioniert
nur nach Ende der Probezeit oder wenn Du mit 2000 Euro
eingestiegen bist. (200 Euro mehr sind hierbei auch schon 10%
;-))

Zu deiner Situation:
Fragen kostet nichts... ob Du dich bei deinem Chef damit
unbeliebt machst, weiß ich nicht.
Persönlich würde ich nach so einem Sprung von 52k auf 61k
erstmal schauen, dass ich nachweisbare Leistungen/Erfolge
vorweisen kann. Wenn Du selbst schreibst, dass Du das als
Einarbeitungszeit siehst, würde ich dir als Chef entgegnen:
Sie haben sich jetzt eingearbeitet, nun gilt es produktiv zu
werden.
Schaffen Sie das, können wir einen neuen Termin bzgl. Gehalt
vereinbaren.

Persönlich würde ich dir raten: Versuch Ziele zu vereinbaren
(nach SMART...) und diese zu erreichen. Am besten noch
quantifizierbar ("Es konnten X Euro eingespart
werden." "Durch die Fallback-Lösung hatten wir
keinen Lieferengpass.." usw.")

Bei 700+ MA in der Automobilzulieferbranche wird es bei dir
ja sicherlich einen Tarifvertrag geben, oder?

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

ich hab nach meinem Master in einer KMU im operativen
Einkauf
angefangen um den Einstieg in den Einkauf zu schaffen.
Nach
knapp über einem Jahr bin ich jetzt auch in den
technischen
Einkauf gewechselt, bei einem Automobilzulieferer mit 700+
MA. Konnte mich da von 52k auf 61k steigern. Will aber
natürlich auf 70k+ kommen, Minimum.

Nachdem ich hier dann stellenweise gelesen habe, das
manche
pro Jahr immer 5 - 10 % mehr rausgehandelt haben etc.,
würde
es mich interessieren, ob die Mehrheit tatsächlich jedes
Jahr
dann Gehtalsverhandlungen führt bzw. mehr Gehalt fordert?

Wie oft würdet ihr mehr Gehalt fordern? Und vor allem wann
und mit welcher Begründung. Klar bekommt man mehr
Berufserfahrung, aber irgwann ist doch auch mal Schluss?

Würdet ihr bereits nach dem ersten Jahr im Unternehmen
schon
mehr Gehalt fordern, obwohl die ersten 6-12 Monate, eher
als
Einarbeitungszeit zu sehen sind, bis man mal alle Prozesse
etc. kennt?

Grüße

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Allgemein kriegt man die größten Sprünge durch Wechsel.

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WiWi Gast

Re: Wann bzw. in welchen Abständen geht ihr in Gehaltsverhandlungen

Dann Mal viel Spaß, Wirtschaft Boomt, ich bekomme schon Bonus wenn ich die Lieferengpässe abfedern U die die Preise nicht hoch gehen.
Zur Wirtschaftskrise 2009 waren Dating kein Problem, aktuell haben die Lieferanten die macht.

(Ich rede von Halbleiter und Kunststoffe)

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