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Gehalt als frischer Steuerberater

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Hallo zusammen,

seit 202 arbeite ich als Steuer-und Prüfungsassistent. Ich hab nun im Oktober das schriftliche Steuerberaterexamen (3,83) bestanden und direkt Anfang Februar die mündliche Prüfung.

Danach hat mein Chef bereits angekündigt wird es das Jahresgespräch sowie Gehaltsverhandlungen geben.

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t. Die Kosten für das Examen habe ich komplett selbt getragen. Ich arbeite in einer kleine WP/StB Kanzlei im ländlichen BW mit viel Industrie mit knapp 20 MA an 3 Standorten.

Danke vorab!

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WTF. 43K in BW? Mit 2-3 Jahren BE (oder mehr, Jahreszahl ist ja abgehackt, wahrscheinlich 2020)? 70k min. drunter würde ich nicht gehen. Ansonsten Rate ich dir DRINGEND (!!) zu wechseln. 3500 Brutto bekommen bei uns schon SteFAs. Das sind gerade mal ca. 20 Euro Stundenlohn.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 10.01.2024:

Hallo zusammen,

seit 202 arbeite ich als Steuer-und Prüfungsassistent. Ich hab nun im Oktober das schriftliche Steuerberaterexamen (3,83) bestanden und direkt Anfang Februar die mündliche Prüfung.

Danach hat mein Chef bereits angekündigt wird es das Jahresgespräch sowie Gehaltsverhandlungen geben.

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t. Die Kosten für das Examen habe ich komplett selbt getragen. Ich arbeite in einer kleine WP/StB Kanzlei im ländlichen BW mit viel Industrie mit knapp 20 MA an 3 Standorten.

Danke vorab!

70-75k kannst du ohne rot zu werden auf jeden Fall verlangen, stehe vor einer ähnlichen Situation bekanntes Steuerassistent 44k, hab gewechselt zu next7 und bekomme als Grundgehalt 60k plus examensförderung, plus überstundenvergütung, plus goodies von fitness und sonst was.
Ich empfinde das von workload NULL anstrengender als bei der kleinen Bude wo ich vorher war. Das sagt schon viel aus. Sind halt einfach krasse Ausbeuter Betriebe.

Du bist deutlich mehr wert. Steuerberater werden überall gesucht

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

65.000 halte ich für realistisch. Die Kanzlei ist mit 20 MA klein daher würde ich ein eher geringes Gehalt erwarten, wsl erheblich weniger als die 65t oben. Umgedreht bei viel Industrie in der Gegend sind wohl die durchschnittsgehälter höher, das dürfte sich positiv auswirken. Ebenso wenn ihr womöglich auch mehr Industriemandate habt als der übliche kleine StB. Insgesamt würde ich daher die 65 erwarten

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

WTF. 43K in BW? Mit 2-3 Jahren BE (oder mehr, Jahreszahl ist ja abgehackt, wahrscheinlich 2020)? 70k min. drunter würde ich nicht gehen. Ansonsten Rate ich dir DRINGEND (!!) zu wechseln. 3500 Brutto bekommen bei uns schon SteFAs. Das sind gerade mal ca. 20 Euro Stundenlohn.

Bei kleineren Betrieben nach dem Dualen Studium sind 42 schon nich im Rahmen mit dem Steuerberater sollte es aber mindestens 60 TEUR auch ohne richtige Mitarbeiterverantwortung sein. Sofern du wirklich dann MA unter dir hast dann sind 75-85 drin

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

Bei kleineren Betrieben nach dem Dualen Studium sind 42 schon nich im Rahmen mit dem Steuerberater sollte es aber mindestens 60 TEUR auch ohne richtige Mitarbeiterverantwortung sein. Sofern du wirklich dann MA unter dir hast dann sind 75-85 drin

StB mit 60k ernsthaft ?
Drei bis vier Jahre BE, hartes Examen, schlechter WLB, und raus kommen 60k ?

Geile Aussichten.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

Bei kleineren Betrieben nach dem Dualen Studium sind 42 schon nich im Rahmen mit dem Steuerberater sollte es aber mindestens 60 TEUR auch ohne richtige Mitarbeiterverantwortung sein. Sofern du wirklich dann MA unter dir hast dann sind 75-85 drin

20 MA bedeutet locker 2-3 Mio Umsatz. Ich kenne auch so eine Kanzlei, wo am Ende ca 1 Mio Gewinn hängen bleiben beim StB und seine Mitarbeiter krebsen rum. Warum sich dass die Leute antun, ist mir ein Rätsel.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

StB mit 60k ernsthaft ?
Drei bis vier Jahre BE, hartes Examen, schlechter WLB, und raus kommen 60k ?

Geile Aussichten.

Die WLB ist in kleinen Kanzleien regelmäßig hervorragend. Kaum Überstunden, freitags ab 12 Uhr Schluss etc. Dafür ist das Gehalt sehr gut

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Wundere mich gerade ebenfalls. Sogar in den Mittelstandskanleien die mir bekannt sind (NRW), verdienen Steuerberater um die 80k. Ohne Personalverantwortung. Die Partner liegen alle bei 200k+.

Aber ja: das sind allesamt krasse Ausbeuterbetriebe für die breite Masse der Arbeitnehmer. Seilschaften und Faktor Nase sind die mit Abstand wichtigsten Kriterien.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

Die WLB ist in kleinen Kanzleien regelmäßig hervorragend. Kaum Überstunden, freitags ab 12 Uhr Schluss etc. Dafür ist das Gehalt sehr gut

Das ist nicht "sehr gut" das ist mittlerweile unterdurchschnitt. Jeder 21 Jährige Konzern-Pfosten mit Bachelor hat Home Office und 50-60k heutzutage. Da ist Freitags auch schon um 12 Schluss.

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Sabriniii

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

Hier nochmal der TE:

Ich mag meine Kanzlei, und habe bisher keinen Gedanken zu wechseln. Mega netter Chef, sehr humane Arbeitszeiten, HO möglich wann immer.ich will. Wirkliche Wertschätzung bei Überstunden o.ä. sher gutes fachliches Entwicklungspotential und sehr spannende Mandate (alles vertreten: WP, Mittelstand (Industrie), traditionsreiche Familienunternehmen, Handwerk, Gastronomie, Privatpersonen, Freiberufler, minimale LuF (idR im Nebenerwerb) etc.) Mangels "fachlicher Konkurrenz" bekomme ich meistens die spannenden Mandanten (wenn es der Chef nicht selbst macht) sowie hin und wieder steuerliche Stellungnahmen zu aen möglichen Themen.

Vorbildung war ein duales Studium korrekt. Bin damals 2020 mit 36t zzgl Weihnachtsgeld und stehe jetzt bei 43t zzgl Weihnachtsgeld.

Das ist nicht "sehr gut" das ist mittlerweile unterdurchschnitt. Jeder 21 Jährige Konzern-Pfosten mit Bachelor hat Home Office und 50-60k heutzutage. Da ist Freitags auch schon um 12 Schluss.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

60k war mal 2010 gut, vielleicht akzeptabel in 2019 aber in 2024 ist das Banane. Ernsthaft. Da rennt jemand bei Big4 ohne Examen mit dem Gehalt raus. Ggf. Bekommt mehr.
Wer das Angebot bekommt und darauf eingeht kann sich zu 100% sicher sein, dass man damit den Kanzlei Inhaber / Partner reich macht und sich ausbeuten lässt.

Das ist total dreist und unverschämt. Einfach mal bei Stepstone Steuerberater Jobs suchen und Instant weg bewerben.

Jetzt ernsthaft, solche Leute haben ehrlich gesagt keine Mitarbeiter verdient.
Sollen die doch ihren Müll selber bearbeiten. Sowas geiziges, da würde mir persönlich der Kragen platzen.

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Sabriniii

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

Hier TE. Vielleicht ein bisschen was zur Klarstellung. Ein Wechsel steht für mich zur Zeit nicht zur Debatte. Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Chef.sehr interessante Mandate und wirklich humane Arbeitszeiten mit sehr wenigen Überstunden. Für Mehrarbeit oder außerordentliche Einsätze gibt es auch immer eine sehr gute Anerkennung (bspw. Hab ich mal ein sehr teures Messer bekommen - deutlich über dem Freibetrag).

Hauptsächlich werde ich in der Jahresabschlusserstellung sowie der Steuerberatung und zur Erstellung steuerlicher Stellungnahmen eingesetzt. Ich bin ca bei 3-4 WPs im Jahr dabei (größte ist ein Konzern in.M-Dax Größe). Unsere Mandatschaft ist sehr heterogen. Von Industrieunternehmen, Mittelstand, Prüfungspflichtige Firmen bis hin zu Handwerk, Gastronomie, Freiberufler und Privatpersonen etc. Meist handelt es sich um alt eingesessene Familienunternehmen, bei denen wir eben oft nicht nur steuerlich beraten sondern auch einfach ein offenes Ohr haben für private Angelegenheiten mit leichtem steuerlichen Berührungspunkten (Nachfolge, Testament, Integration der Kinder, Steuerplanung etc..)

Ich bin nach meinem dualen Studium 2020 mit 43 zzgl Weihnachtsgeld eingestiegen und stehe jetzt bei 45t zzgl Weihnachtsgeld.

Das ist nicht "sehr gut" das ist mittlerweile unterdurchschnitt. Jeder 21 Jährige Konzern-Pfosten mit Bachelor hat Home Office und 50-60k heutzutage. Da ist Freitags auch schon um 12 Schluss.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Das klingt ja wirklich erstmal so als bist du zufrieden.
Am Ende ist das eh mehr Wert. Trotzdem wäre alles unter 65k meines Erachtens wirklich dir ggü. unangemessen.
Bzw. Anders: Wie geschrieben landest du bei den 60k auch ohne Examen in den Big4 - klar mit mit Arbeit.
Mit Examen muss dir bewusst sein das du (ich schätze außer auf dem tiefsten Land) Sicherlich ohne Probleme 70-75 fordern kannst. Je nach bedarf könnte ich mir sogar etwas mehr vorstellen.
Dann ist es deine Entscheidung ob du am Ende auf 20% Gehalt verzichtest dafür aber einen Top Chef und guten Job hast - oder dich umguckst.

Ich bin letztes Jahr ohne wesentliche Praxiserfahrung aus der Big 4 mit Titel in den Mittelstand gewechselt (Vorher im wesentlichen WP) und bin mir fix 75k eingestiegen. (NRW - aber deutlich größer ca. 80 MA)
Und diese wurden mir auch in allen Gesprächen die ich geführt habe zugesichert.

Am Ende ist es aber deine persönliche Entscheidung. Unter 60k fände ich persönlich für einen frischen StB aber in jedem noch so tollen Umfeld zu wenig.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Klingt alles von den Aufgaben und Arbeitsklima her ganz toll, Fakt ist aber dein Jahres-Gehalt hat sich innerhalb von 2-3 Jahren gerade mal um 2k erhöht, was nicht mal den Inflationsausgleich abdeckt.
Du verdienst real heute weniger als 2020.

Bei einer Big4 oder Next10 bekommt man im dritten Jahr, in dem man dann auch das Examen schreibt, etwa 56k plus Bonus, mit Examen ab April 73k~ plus Bonus.

Für 45k würde ich nicht studieren und erst Recht nicht das Examen machen…

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Du solltest dich halt fragen, inwieweit sich eine Wertschätzung nicht auch finanziell widerspiegeln sollte. Natürlich lässt sich argumentieren, dass ein gewisser Abschlag ggü. dem Markt für Arbeitsbedingungen/Verhältnis drinnen ist.

ABER: Es gibt viele nette Menschen und viele nette Arbeitsbedingung. Analog auch Aufgaben. Wenn du hier nach dem Gehalt fragst wie viel du fordern kannst und dir die Leute einen ungefähren Marktwert nennen, werden dir die Leute auch nur ungefähr den nennen können. Wie viel weniger dir dein AG wert ist musst du entscheiden.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Hahahaha, ich weiß nicht, ob der TE naiv ist oder einfach unerfahren oder ob das getrolle ist. Als Anerkennung für Überstunden ein "teures Messer über dem Freibetrag" lol. Sorry, ich hätte mit dir als Chef auch ein "gutes" Verhältnis, wenn ich wüsste, dass ich da einen Vollhorst habe, der quasi für Lau arbeitet und mit sich den ganzen Schwachsinn auch machen lässt. Glaub mir, dein Chef lacht sich innerlich ins Feustchen, wenn er dir das Gehalt überweißt. Für das teure Messer, was dir der Chef schenkt, hast du ihm wahrscheinlich die neuen Felge für den Porsche erarbeitet (übersptizt gesagt).

Mal zum Vergleich: Du arbeitest als StB sagen wir ca. 1700h, davon sind im Schnitt ca. 1275 billable (mal pauschal 75% angesetzt). Im Schnitt werden also über dich im Minimum 127.500 - 191.500 Nettoumsatz generiert. Die Kanzleien, die ich kenne, stellen da sogar ggfs. etwas mehr in Rechnung (eher Richtung 250k Nettoumsatz pro StB / Jahr). Du bekommst ein Messer, und dein Chef kann sich quasi jedes Jahr einen neuen Porsche rauslassen. Richtig geiler Deal. Toi. Toi. Toi. Und nein, ich bin keiner, der einem Chef nicht den Porsche gönnt, man muss das nur immer im Verhältnis sehen und sich nicht total ausbeuten lassen.

Die einzige Wertschätzung die es gibt, ist ein ordentliches Gehalt, weil das ist geopferte Lebenszeit. Alles andere ist Blödsinn. Ich hatte auch mal so einen Chef, der geglaubt hat, weil er mir zum Geburtstag einen Muffin auf den Tisch stellt und zu Weihnachten eine Flasche Wein schenkt, dass dies das miese Gehalt (14 EUR/h) kompensieren würde, während er sich selbst irgendwleche Designer-Lampen und Designer-Mülleimer für 2000 EUR (kein Witz) kauft.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Lliinnddyy schrieb am 11.01.2024:

Hier nochmal der TE:

Ich mag meine Kanzlei, und habe bisher keinen Gedanken zu wechseln. Mega netter Chef, sehr humane Arbeitszeiten, HO möglich wann immer.ich will. Wirkliche Wertschätzung bei Überstunden o.ä. sher gutes fachliches Entwicklungspotential und sehr spannende Mandate (alles vertreten: WP, Mittelstand (Industrie), traditionsreiche Familienunternehmen, Handwerk, Gastronomie, Privatpersonen, Freiberufler, minimale LuF (idR im Nebenerwerb) etc.) Mangels "fachlicher Konkurrenz" bekomme ich meistens die spannenden Mandanten (wenn es der Chef nicht selbst macht) sowie hin und wieder steuerliche Stellungnahmen zu aen möglichen Themen.

Vorbildung war ein duales Studium korrekt. Bin damals 2020 mit 36t zzgl Weihnachtsgeld und stehe jetzt bei 43t zzgl Weihnachtsgeld.

Hey nichts für ungut, aber halten wir mal fest:

  • dein Chef hat dich das ganze Examen zahlen lassen
  • dein Chef hat wahrscheinlich mit ach und krach dir die Freistellung (ohne Geld natürlich) gegeben
    Und so wie du dich anhörst wurde auch oft genug während dessen noch irgendwelche Sachen bei dir abgefragt

Bei dir liest es so, dass es dir richtig Spaß machst, du die Mandanteb magst, du fleißig bist und sogar das Examen gepackt hast.

Sorry wenn ich das sage, aber dein Wert ist hoch. Wenn du dich zu günstig verkaufst dann ist das echt schade.
Du kannst dich heute bei den next7 bewerben und bekommst 100% ein Offer über 70k als Grundgehalt. Wenn nicht sogar mehr. Das wird auch dein Chef sehen.
Er hat de facto nichts dafür bezahlt und dich sogar sehr günstig gehabt.
Wertschätzung sieht anders aus.
Entweder er zahlt jetzt richtig oder er wird es nie tun. Dann bist du nur eins: eine billige Arbeitskraft.

Wohnst du in deinen eigenen vier Wänden ? Ich glaube nicht. Schenkt dir irgendwer dir irgendwas in dieser Welt ? Nope.
Wieso solltest du dann etwas zu verschenken haben ?

Nochmal zum Vergleich:
Big4 / Next7: nach drei Jahren BE min. 50k / p.a. ( oder gar Richtung 60k)
Examensförderung zwischen 10-12k
Plus drei Monate Freistellung
Plus Urlaubstage und Ü-Std Abbau für Freistellung (wenn man die nicht zuvor ausgezahlt oder genommen hat)
Und als headliner: min. 70-75k als StB plus mega junges Team, und allerhand schnick Schnack
da wirst du nur nette smarte Leute begegnen und spannende Fälle haben.

Mach dir die Gedanken. Das habe ich auch und nie bereut.
Viel Erfolg.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Ich finds halt immer recht traurig was in Foren wie diesen passiert. Ja, der 21 jährige "Konzern-Pfosten" verdient auch 50-60 und ja next7 bezahlen auch assistenten 60. Aber der TE ist halt nicht im Konzern oder bei next7 und will das auch nicht. Das überhebliche Gemotze bringt halt nicht viel, deswegen werden um die 65 bei ner kleineren Kanzlei, wie sie hier beschrieben wird, trotzdem realistisch sein. Vlt werden auch nur 58 geboten oder auch 72, aber um diese Größenordnung wirds wohl liegen, ob das den Konzern-Anhängern nun nach Ausbeutung vorkommt oder nicht.

Darüber hinaus gibt's ja, grade bei kleinen Kanzleien, meist die Faustregel Umsatz = Gehalt x 3. So easy sind in kleineren Kanzleien 200 Umsatz nun auch wieder nicht

@TE: ich denke es würde sich anbieten sich bei Kollegen aus dem Examen umzuhören, was die so kriegen. Insbesondere bei ähnlichen Kanzleien. Anschließend wie vor Gehaltsverhandlungen immer grobe Gedanken machen, was inaktzeptabel ist, was fair ist und was sehr gut wäre.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Vielen dank für eure Antworten ! Das mein Gehalt nicht mit großen Kanzleien und Konzernen vergleichbar ist, ist mir auch durchaus bewusst. Ich hab emich auch bewusst dazu entschieden, nicht dort arbeiten zu wollen. Dies habe ich bereits während meines dualen Studiums. Des Weiteren bin ich örtlich gebunden (Partner, Mann mit Familienunternehmen) und es gibt in nächster nähe quasi nur eine größere Steuerkanzlei bei der ich mich 2020 nach dem Vorstellunsggespräch bewusst dagegen entscheiden habe. Andere größere Kanzleien mit eventuell anderen Gehltsspannen wären mir persönlich eine Fahrtzeit von knapp 1 Stunde (einfach) nicht wert.

Vielleicht wäre eine eine typische Prozentuale Gehaltssteigerung nach dem Examen hier die bessere Vergleichbarkeit? Das sollte ja weniger abweichen. Ich selbst hatte auch an etwas zwischen sagen wir 55 - 65t gedacht. Wobei ich mir bei einem Gehlatssprung von knapp 30% doch etwas unsicher bin. Vielleicht hat hier ja jemand eine Tip, was die prozentuale Steigung angeht.

Andere Examenskandidaten zufragen ist leider schwierig, da alle mit denen ich in Kontakt stehe erst 1-2 Monate nach mir dran sind. Eventeull ergibt sich hier in den nächsten Wochen noch etwas im Rahmen von intensivkursen

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Ich war vor drei Jahren nach meinem Examen in der gleichen Situation. Ähnliche Kanzleigröße, rd 65k + Firmenwagen nach Examen.

Ich bin geblieben, weil nicht nur Geld wichtig ist. Cooles Arbeitsklima, Kollegen von denen man viel lernen kann, zudem max. 15min Fahrzeit zum Büro und Top Büroausstattung.

Ich hatte die Angebote zu wechseln und hätte mehr bekommen können, hätte allerdings täglich deutlich länger pendeln und mich neu beweisen müssen. Da ist mir die Lebenszeit wichtiger also Netto 3-4k mehr im Jahr zu haben.

Konkret würde ich an deiner Stelle mindestens 70k p.a. haben wollen, im Hinblick auf Inflation und wie der aktuelle Bedarf an StB ist. Die Examenskosten kann man auch ansprechen, meine Chefs waren überrascht wie die Kosten dafür mittlerweile angestiegen sind.

Mittlerweile ist mein Gehalt deutlich angestiegen, allerdings muss man natürlich auch für sich einstehen und sachlich argumentieren. Der Vergleich mit irgendwelchen Gehältern in der Industrie in einer Großstadt hinkt meiner Meinung nach.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Darüber hinaus gibt's ja, grade bei kleinen Kanzleien, meist die Faustregel Umsatz = Gehalt x 3. So easy sind in kleineren Kanzleien 200 Umsatz nun auch wieder nicht

Die Regel Gehalt = 3 x Umsatz erfolgt nur dann, wenn man als Kanzleiinhaber so richtig abzocken will (sowohl den Kunden, als auch den Mitarbeiter). Ich habe etliche Kanzleien von innen gesehen und da reicht locker 2x Nettoumsatz = Gehalt, dass der Chef mit einem fetten Geldbeutel nach Hause geht. Nehmen wir mal hier die Kanzlei vom TE. 20 Mann. Sagen wir, im Schnitt wird Teilzeit gearbeitet, sind ca. 1000h pro MA pro Jahr.

Das sind 1000h x 60 (selbst niedrig kalkuliert!) = 60k Umsatz auf einen MA, der (110x12x20)= ca. 24000 Euro Brutto kostet. Die Differenz davon sind 20x36k= 640.000 EUR Gewinn. Selbst wenn für Büromiete, Datev und Strom nochmal 150k wegkommen, geht der Chef mit fast einer halben Million nach Hause. Und solche Kanzleien kenne ich mindestens 3-4 wo dass der Fall ist. Dass der TE dann auch noch seine Ausbildungskosten selber tragen musste (ganz ehrlich, die 5-7k sind in dem Budget locker drin, vor allem bei 20 MA) setzt dem Ganzen noch die Krone drauf.

Am dem angehenden StB "ein Messer über dem Freibetrag" als Dankeschön für die Überstunden schenken. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich auf den TE oder auf den Kanzleiinhaber sauer sein soll.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Interessanter Einblick, viele Dank dafür.

Kannst du den Rechenweg einmal genauer beschreiben, ich verstehe die Angaben nicht ganz. Danke :D

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Die Regel Gehalt = 3 x Umsatz erfolgt nur dann, wenn man als Kanzleiinhaber so richtig abzocken will (sowohl den Kunden, als auch den Mitarbeiter). Ich habe etliche Kanzleien von innen gesehen und da reicht locker 2x Nettoumsatz = Gehalt, dass der Chef mit einem fetten Geldbeutel nach Hause geht. Nehmen wir mal hier die Kanzlei vom TE. 20 Mann. Sagen wir, im Schnitt wird Teilzeit gearbeitet, sind ca. 1000h pro MA pro Jahr.

Das sind 1000h x 60 (selbst niedrig kalkuliert!) = 60k Umsatz auf einen MA, der (110x12x20)= ca. 24000 Euro Brutto kostet. Die Differenz davon sind 20x36k= 640.000 EUR Gewinn. Selbst wenn für Büromiete, Datev und Strom nochmal 150k wegkommen, geht der Chef mit fast einer halben Million nach Hause. Und solche Kanzleien kenne ich mindestens 3-4 wo dass der Fall ist. Dass der TE dann auch noch seine Ausbildungskosten selber tragen musste (ganz ehrlich, die 5-7k sind in dem Budget locker drin, vor allem bei 20 MA) setzt dem Ganzen noch die Krone drauf.

Am dem angehenden StB "ein Messer über dem Freibetrag" als Dankeschön für die Überstunden schenken. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich auf den TE oder auf den Kanzleiinhaber sauer sein soll.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Die Regel Gehalt = 3 x Umsatz erfolgt nur dann, wenn man als Kanzleiinhaber so richtig abzocken will (sowohl den Kunden, als auch den Mitarbeiter). Ich habe etliche Kanzleien von innen gesehen und da reicht locker 2x Nettoumsatz = Gehalt, dass der Chef mit einem fetten Geldbeutel nach Hause geht. Nehmen wir mal hier die Kanzlei vom TE. 20 Mann. Sagen wir, im Schnitt wird Teilzeit gearbeitet, sind ca. 1000h pro MA pro Jahr.

Das sind 1000h x 60 (selbst niedrig kalkuliert!) = 60k Umsatz auf einen MA, der (110x12x20)= ca. 24000 Euro Brutto kostet. Die Differenz davon sind 20x36k= 640.000 EUR Gewinn. Selbst wenn für Büromiete, Datev und Strom nochmal 150k wegkommen, geht der Chef mit fast einer halben Million nach Hause. Und solche Kanzleien kenne ich mindestens 3-4 wo dass der Fall ist. Dass der TE dann auch noch seine Ausbildungskosten selber tragen musste (ganz ehrlich, die 5-7k sind in dem Budget locker drin, vor allem bei 20 MA) setzt dem Ganzen noch die Krone drauf.

Am dem angehenden StB "ein Messer über dem Freibetrag" als Dankeschön für die Überstunden schenken. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich auf den TE oder auf den Kanzleiinhaber sauer sein soll.

Grundsätzlich korrekt das Faktor 2 oft als Untergrenze ausreichend ist. Insb. bei Vollzeit da hier die Arbeitsplatz-Fixkosten je Stunde niedriger sind.

Aber mit 100% Verrechenbaren Stunden kann man nicht rechnen. Das sind eher 80% der Anwesenheitszeit.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Aber mit 100% Verrechenbaren Stunden kann man nicht rechnen. Das sind eher 80% der Anwesenheitszeit.

Richtig. Ich hab dafür mit 60 Euro kalkuliert, was viel zu wenig ist. Im Schnitt verlangt man wohl eher 80 EUR. Ob du jetzt jetzt die Zeiten um 20% senkst oder Honorare um 20% erhöhst, ist wohl am Ende für die Beispielrechnung hier egal.

Kannst du den Rechenweg einmal genauer beschreiben, ich verstehe die Angaben nicht ganz. Danke :D

Man nimmt an, dass ein Jahr so pi mal Daumen 1700 Arbeitsstunden hat. Im Schnitt hat man ja aber nicht 20 Vollzeitkräfte, sondern eher mehr Teilzeitkräfte als VZ, vor allem, weil im Mittelstand der Großteil der Buchhalter und Steuerfachangestellten Frauen sind. Da kannst mit 25h/W pro MA kalkulieren, d.h. nur 62,5% von den 1700=1062,5, d.h. ca. abgerundet 1000h (für die Einfachheit) die tatsächlich "billable" also in Rechnung gestellt werden können (bzw. wie oben angemerkt, kannst 20% streichen für Kaffeepausen und die Honorare um 20% erhöhen, ist am Ende wurscht). Dann hast deine Durchschnittswerte von

1000h x 20 MA x 60 Euro (netto) = 1,2 Mio Netto-Umsatz. Davon sagen wir im Schnitt 20 Euro Brutto für die MAs bis du bei (110h/Monat * 20 Euro die Stunde * 20 MA) Anmerkung: Hier muss man ja die tatsächliche Anwesenheit bezahlen. Das auf 12 Monate bis du bei 528000 EUR Personalkosten. Miete und DATEV (Hauptkostenfaktoren neben dem MA) sind Individuell, ich hab hier halt einfach mal Pauschal 150k angesetzt (vllt 5k für das Büro, 5k für Datev, es arbeiten ja nicht alle gleichzeitig, werden nicht so viele Lizenzen benötigt, nicht so viel Raum im Büro, ect.). Also der Posten lässt sich diskutieren. Dann hat man 1,2 Mio - 0,528 - 0,150 = 0,522 Mio

Das ist so eine Pi mal Daumen Rechnung. Selbst wenn noch Kosten in Höhe von 100k sonst wo anfallen, macht der Kanzleiinhaber fast ne halbe Mio Gewinn und ich hab noch mit dem niedrigsten Stundensatz kalkuliert. Eher sind so 80-100 EUR die Norm und nicht 60. Mit 50-60 EUR werden Azubis abgerechnet.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Das Beispiel geht oft nicht auf. Hier haben wir eine frisch gebackene StB‘in. Sie bekommt aktuell all in 70k Arbeitnehmerbrutto. Der persönliche Umsatz von ihr liegt bei 100k. Das deckt gerade mal das Arbeitgeberbrutto und einen Teil der Officekosten. Kein Gewinn. Warum? Nach Prüfung erstmal krank. Sie hat zudem den Wunsch geäußert, mehr in die Beratung eingebunden zu werden. Das ist nachvollziehbar, lässt sich aber kaum abrechnen. Im Einzelfall wird Mandant gefragt, ob sie bei Besprechung - da geht es oft auch um vertrauliche Dinge - dabei sein darf. Ihre Anwesenheit in der Besprechung ist nicht sinnstiftend. Dafür bucht sie 4 Std Vorbereitung auf‘s Mandat + 2 Std Anwesenheit bei Besprechung, die nicht anrechenbar sind. Davon ein Mandat selbstständig zu führen, ist sie noch meilenweit entfernt. Unternehmerisches Denken bei ihr trotz Ansprache immer noch nicht erkennbar. Wir schauen uns das aus Mangel an Alternativen noch etwas an. Sollte sie jemand abwerben, weine ich ihr keine Träne nach.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Das Beispiel geht oft nicht auf. Hier haben wir eine frisch gebackene StB‘in. Sie bekommt aktuell all in 70k Arbeitnehmerbrutto. Der persönliche Umsatz von ihr liegt bei 100k. Das deckt gerade mal das Arbeitgeberbrutto und einen Teil der Officekosten. Kein Gewinn. Warum? Nach Prüfung erstmal krank. Sie hat zudem den Wunsch geäußert, mehr in die Beratung eingebunden zu werden. Das ist nachvollziehbar, lässt sich aber kaum abrechnen. Im Einzelfall wird Mandant gefragt, ob sie bei Besprechung - da geht es oft auch um vertrauliche Dinge - dabei sein darf. Ihre Anwesenheit in der Besprechung ist nicht sinnstiftend. Dafür bucht sie 4 Std Vorbereitung auf‘s Mandat + 2 Std Anwesenheit bei Besprechung, die nicht anrechenbar sind. Davon ein Mandat selbstständig zu führen, ist sie noch meilenweit entfernt. Unternehmerisches Denken bei ihr trotz Ansprache immer noch nicht erkennbar. Wir schauen uns das aus Mangel an Alternativen noch etwas an. Sollte sie jemand abwerben, weine ich ihr keine Träne nach.

OMG. Sorry, dass ihr so eine StB erwischt habt. In dem Beispiel von mir oben gehe ich von einem einzigen, unternehmerischen Inhaber aus. Ich kenne ein paar die sind "alleine" und haben 10-20 MA und haben auch keine weiteren Berufsträger in der Kanzlei. Das ist eine Größe, die kann man noch persönlich managen und verdient ordentlich, quasi der "sweet spot". In einer 100 Mann Kanzlei verdienen die Partner nicht unbedingt mehr, weil man dann mehrere Partner hat und zig Berufsträger für den Workload braucht.

Aber ich komme auf deine Situation nicht klar. Wie kann das sein, dass die nicht ein Mandat selbst führen kann? Mir wurden als Nicht-StB im 2. Jahr quasi 80-100 Mandate zugeteilt (Sammelsurium, d.h. von einfacher ESt für Privat über FiBu bis Jahresabschluss für kleine GmbHs alles dabei) und die hatte ich dann zu bearbeiten (FiBu, Betriebswirtschaftliche Beratung, Steuererklärungen, Stellungnahmen, ect.). Am Ende des Tages hat dann der StB bei komplizierteren Sachen kurz drüber geschaut, ob alles passt, ansonsten hatte der quasi 0 Kontakt mit meinen Mandanten (er hat die Rechnungen dann persönlich übergeben hahahaha)

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 13.01.2024:

OMG. Sorry, dass ihr so eine StB erwischt habt. In dem Beispiel von mir oben gehe ich von einem einzigen, unternehmerischen Inhaber aus. Ich kenne ein paar die sind "alleine" und haben 10-20 MA und haben auch keine weiteren Berufsträger in der Kanzlei. Das ist eine Größe, die kann man noch persönlich managen und verdient ordentlich, quasi der "sweet spot". In einer 100 Mann Kanzlei verdienen die Partner nicht unbedingt mehr, weil man dann mehrere Partner hat und zig Berufsträger für den Workload braucht.

Aber ich komme auf deine Situation nicht klar. Wie kann das sein, dass die nicht ein Mandat selbst führen kann? Mir wurden als Nicht-StB im 2. Jahr quasi 80-100 Mandate zugeteilt (Sammelsurium, d.h. von einfacher ESt für Privat über FiBu bis Jahresabschluss für kleine GmbHs alles dabei) und die hatte ich dann zu bearbeiten (FiBu, Betriebswirtschaftliche Beratung, Steuererklärungen, Stellungnahmen, ect.). Am Ende des Tages hat dann der StB bei komplizierteren Sachen kurz drüber geschaut, ob alles passt, ansonsten hatte der quasi 0 Kontakt mit meinen Mandanten (er hat die Rechnungen dann persönlich übergeben hahahaha)

True story mit den Sweet Spot.
Ich glaube die hier beschriebene StB kam entweder vom Finanzamt oder von den Big4 /Next10 wo es in erster Linie heißt abarbeiten.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Nicht falsch verstehen. Eine ESt-Erklärung oder JA stellt sie zuverlässig zusammen. Die Fähigkeit hat sie durchs Ablegen der StB-Prüfung nicht verloren.

FiBu lehnt sie als StB‘in ab.

Sie fühlt sich zu „Höherem“, das heißt für sie Beratung, berufen. Ihr fehlt dafür einerseits die Kreativität. Macht einer einen Vorschlag, nimmt sie ihn auf und denkt ihn weiter. Sie kommt nicht von selbst auf die Idee, mal in eine andere Richtung zu denken. Ihr fehlt eine kritische Grundhaltung. Sie nimmt den geschilderten Sachverhalt einfach hin. Mandanten stellen die Dinge aber oft nicht richtig da und man muss Sachverhaltsangaben auch mal kritisch hinterfragen. Ihr fehlt in Verhandlungssituationen die notwendige Standfestigkeit und das Durchsetzungsvermögen. Da darf vor allem nichts zur Sprache kommen, auf das sie sich nicht akribisch vorbereitet hat. Sonst gerät sie ins Schwimmen. Souverän wirkt das auf Mandanten nicht.

Alles in allem ist sie meines Erachtens immer noch die alte Sachbearbeiterin. Jetzt nur mit StB.

Letztlich beweist man mit dem Titel, dass man die Prüfung bestanden hat. Ein Nachweis für die Praxistauglichkeit ist das nicht.

Zur Frage des TE. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich meine dass 45k deutlich unterbezahlt sind. 55-70k sollten drin sein. Die Leute neigen dazu, sich immer gleich am oberen Rand eines Gehaltsbands zu orientieren. Das halte ich für zu kurz gedacht. Die Schilderung der Aufgaben klingt als hätte der TE da ein hervorragendes Umfeld, um sich als frisch gebackener StB weiter auszuprobieren und zu entfalten. Wenn das wirklich so ist, kann man dafür auch einen Abschlag hinnehmen im Vergleich zu einem höheren Gehalt anderswo.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Vielen dank für eure Antworten ! Das mein Gehalt nicht mit großen Kanzleien und Konzernen vergleichbar ist, ist mir auch durchaus bewusst. Ich hab emich auch bewusst dazu entschieden, nicht dort arbeiten zu wollen. Dies habe ich bereits während meines dualen Studiums. Des Weiteren bin ich örtlich gebunden (Partner, Mann mit Familienunternehmen) und es gibt in nächster nähe quasi nur eine größere Steuerkanzlei bei der ich mich 2020 nach dem Vorstellunsggespräch bewusst dagegen entscheiden habe. Andere größere Kanzleien mit eventuell anderen Gehltsspannen wären mir persönlich eine Fahrtzeit von knapp 1 Stunde (einfach) nicht wert.

Vielleicht wäre eine eine typische Prozentuale Gehaltssteigerung nach dem Examen hier die bessere Vergleichbarkeit? Das sollte ja weniger abweichen. Ich selbst hatte auch an etwas zwischen sagen wir 55 - 65t gedacht. Wobei ich mir bei einem Gehlatssprung von knapp 30% doch etwas unsicher bin. Vielleicht hat hier ja jemand eine Tip, was die prozentuale Steigung angeht.

Mein Vorschlag wäre, dir autodidaktisch noch ein bisschen BWL/Controlling anzueignen (wer den StB ohne Freistellung schafft, schafft auch das) und dann in den Familienbetrieb deines Mannes einzusteigen. Wenn du dich selbst eh so sehr einschränkst, dass du keine andere Stelle aufgrund von regionalen Gegebenheiten usw. willst, dann ist das die beste Lösung. Andernfalls verstehe ich nicht, wozu man auf den Stb. Titel hinarbeitet, wenn dieser dann gehaltstechnisch kaum einen Mehrwert bietet.

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 10.01.2024:

Hallo zusammen,

seit 202 arbeite ich als Steuer-und Prüfungsassistent. Ich hab nun im Oktober das schriftliche Steuerberaterexamen (3,83) bestanden und direkt Anfang Februar die mündliche Prüfung.

Danach hat mein Chef bereits angekündigt wird es das Jahresgespräch sowie Gehaltsverhandlungen geben.

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t. Die Kosten für das Examen habe ich komplett selbt getragen. Ich arbeite in einer kleine WP/StB Kanzlei im ländlichen BW mit viel Industrie mit knapp 20 MA an 3 Standorten.

Danke vorab!

Lt. bannas.com werden ca. TEUr 48 bis 51 bezahlt. Ich habe allerding gehört, dass die Marktgehälter für junge Steuerberater in den letzten Jahren angezogen sind. Die Zahlen von Bannas sind daher möglicherweise überholt. in unserer Kanzlei hat sich gerüchteweise kürzlich ein frischer Steuerberater ohne besondere Kenntnisse vorgestelt, der wollte TEUR 60 haben. Das war aber wohl der Kanzleileitung zu viel. Er wurde nicht eingestellt.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 11.01.2024:

60k war mal 2010 gut, vielleicht akzeptabel in 2019 aber in 2024 ist das Banane. Ernsthaft. Da rennt jemand bei Big4 ohne Examen mit dem Gehalt raus. Ggf. Bekommt mehr.
Wer das Angebot bekommt und darauf eingeht kann sich zu 100% sicher sein, dass man damit den Kanzlei Inhaber / Partner reich macht und sich ausbeuten lässt.

Das ist total dreist und unverschämt. Einfach mal bei Stepstone Steuerberater Jobs suchen und Instant weg bewerben.

Jetzt ernsthaft, solche Leute haben ehrlich gesagt keine Mitarbeiter verdient.
Sollen die doch ihren Müll selber bearbeiten. Sowas geiziges, da würde mir persönlich der Kragen platzen.

60k sollen unverschänt sein? Wie bist du denn drauf? Klingt irgendwie nach GdL. Bei uns in der Kanzlei wären die jungen Steuerberater froh, wenn sie dies bekämen.

antworten
Funny

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 10.01.2024:

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t.

Das ist mehr als sparsam.
Warum nicht gleich selbständig machen?
Ich weiss von einem Steuerbüro in BW (777xx), das altershalber zum Verkauf steht mit ca. T€ 150 Gewinn, ausbaubar, da der Inhaber nur ca. 30h/w arbeitet. Momentan dürfte es ettliche Steuerberater geben, die ihre Praxis übergeben wollen, aber keinen Nachfolger finden, da die meisten frisch gebackenen Steuerberater "sichere" Arbeitsplätzen möglichst 9to5 ohne eigene Verantwortung suchen.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Alternativ kann man den Vorgesetzten vorschlagen sich für 3/4 Tage die Woche anstellen zu lassen und den letzten Tag auf eigene Rechnung also persönliche Selbstständigkeit.
Da halt selber Fälle annehmen und im Home Office abarbeiten.
Gibt einige die das so machen. Da eine komplett Gründung sehr kosten intensiv ist.

Viel Erfolg !

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 10.01.2024:

Hallo zusammen,

seit 202 arbeite ich als Steuer-und Prüfungsassistent. Ich hab nun im Oktober das schriftliche Steuerberaterexamen (3,83) bestanden und direkt Anfang Februar die mündliche Prüfung.

Danach hat mein Chef bereits angekündigt wird es das Jahresgespräch sowie Gehaltsverhandlungen geben.

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t. Die Kosten für das Examen habe ich komplett selbt getragen. Ich arbeite in einer kleine WP/StB Kanzlei im ländlichen BW mit viel Industrie mit knapp 20 MA an 3 Standorten.

Danke vorab!

Bei 4 Jahren BE als Steuerassistent halte ich 80-90k für völlig realistisch. Im Zweifel wirst du aber den Job wechseln müssen, um das Gehalt wirklich zu bekommen

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Sabriniii schrieb am 11.01.2024:

Hier nochmal der TE:

Ich mag meine Kanzlei, und habe bisher keinen Gedanken zu wechseln. Mega netter Chef, sehr humane Arbeitszeiten, HO möglich wann immer.ich will. Wirkliche Wertschätzung bei Überstunden o.ä. sher gutes fachliches Entwicklungspotential und sehr spannende Mandate (alles vertreten: WP, Mittelstand (Industrie), traditionsreiche Familienunternehmen, Handwerk, Gastronomie, Privatpersonen, Freiberufler, minimale LuF (idR im Nebenerwerb) etc.) Mangels "fachlicher Konkurrenz" bekomme ich meistens die spannenden Mandanten (wenn es der Chef nicht selbst macht) sowie hin und wieder steuerliche Stellungnahmen zu aen möglichen Themen.

Vorbildung war ein duales Studium korrekt. Bin damals 2020 mit 36t zzgl Weihnachtsgeld und stehe jetzt bei 43t zzgl Weihnachtsgeld.

Also ohne dir zu näherzutreten, dein Gehalt ist bereits jetzt nicht gut und deine Kanzlei zieht dich gnadenlos ab.

Ich bekomme als Steuerassistent All-In knapp 65k und als Berater werde ich bei 90k einsteigen (Kanzlei mit 150 MA). Dabei bezahle ich meine Beratervorbereitung natürlich nicht selber und ich kenne selbst Buden mit 15 MA, wo das Examen vollständig finanziert wird.

Also sehr niedriges Gehalt (für Steuerassistent mit Studium), keine Examensvorbereitung und vermutlich beim Gehalt als Berater wieder ein lächerliches Angebot.

Alles unter 80k solltest du nicht unterschreiben.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Das Beispiel geht oft nicht auf. Hier haben wir eine frisch gebackene StB‘in. Sie bekommt aktuell all in 70k Arbeitnehmerbrutto. Der persönliche Umsatz von ihr liegt bei 100k. Das deckt gerade mal das Arbeitgeberbrutto und einen Teil der Officekosten. Kein Gewinn. Warum? Nach Prüfung erstmal krank. Sie hat zudem den Wunsch geäußert, mehr in die Beratung eingebunden zu werden. Das ist nachvollziehbar, lässt sich aber kaum abrechnen. Im Einzelfall wird Mandant gefragt, ob sie bei Besprechung - da geht es oft auch um vertrauliche Dinge - dabei sein darf. Ihre Anwesenheit in der Besprechung ist nicht sinnstiftend. Dafür bucht sie 4 Std Vorbereitung auf‘s Mandat + 2 Std Anwesenheit bei Besprechung, die nicht anrechenbar sind. Davon ein Mandat selbstständig zu führen, ist sie noch meilenweit entfernt. Unternehmerisches Denken bei ihr trotz Ansprache immer noch nicht erkennbar. Wir schauen uns das aus Mangel an Alternativen noch etwas an. Sollte sie jemand abwerben, weine ich ihr keine Träne nach.

Das ist aber nicht der Regelfall. Der Umsatz von einen wirklich guten Steuerassistenten sollte bereits im Bereich 180.000 € liegen. Als Steuerberater alleine schon wegen den höheren Stundensätzen eher 220.000 - 250.000 €.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Weil sich ja hier viele über zu hohe Einstiegsgehälter bei frischen StBs aufregen.

Nur Mal ein Einwand aus meiner persönlichen Erfahrung:

Ich selber bin Steuerfachangestellter habe einen Bachelor und arbeite als Steuerassistent. Mein Jahresumsatz war im letzten Jahr bei knapp 145k und ich verdiene derzeit 47k in einer mittelständischen Kanzlei (ca. 60 Mitarbeiter). Kommenden Monat werde ich meinen Master abgeschlossen haben und verdiene dann schon lt. Jahresgespräch 60k. Ich finde also 60k auch für einen frischen StB viel zu wenig.

Bei mir steht in 2025 das Examen an und ich habe schon mehr oder weniger offen kommuniziert, dass ich unter 75k nicht dort weiterarbeiten werde bzw. die Selbstständigkeit anstrebe. Was davon Luftschlösser sein werden, wird man sehen. Mein zuständiger Partner meinte aber dass das keine Fantasiezahlen sind und man sich vermutlich sehr gut einigen wird.

Demnach würde ich auch jedem frisch bestellten unbeachtlich der Kanzleigröße empfehlen nur für 70k+ zu unterschreiben. Bedenkt man denn langen Ausbildungsweg ist das einfach gerechtfertigt

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 13.01.2024:

Nicht falsch verstehen. Eine ESt-Erklärung oder JA stellt sie zuverlässig zusammen. Die Fähigkeit hat sie durchs Ablegen der StB-Prüfung nicht verloren.

FiBu lehnt sie als StB‘in ab.

Sie fühlt sich zu „Höherem“, das heißt für sie Beratung, berufen. Ihr fehlt dafür einerseits die Kreativität. Macht einer einen Vorschlag, nimmt sie ihn auf und denkt ihn weiter. Sie kommt nicht von selbst auf die Idee, mal in eine andere Richtung zu denken. Ihr fehlt eine kritische Grundhaltung. Sie nimmt den geschilderten Sachverhalt einfach hin. Mandanten stellen die Dinge aber oft nicht richtig da und man muss Sachverhaltsangaben auch mal kritisch hinterfragen. Ihr fehlt in Verhandlungssituationen die notwendige Standfestigkeit und das Durchsetzungsvermögen. Da darf vor allem nichts zur Sprache kommen, auf das sie sich nicht akribisch vorbereitet hat. Sonst gerät sie ins Schwimmen. Souverän wirkt das auf Mandanten nicht.

Alles in allem ist sie meines Erachtens immer noch die alte Sachbearbeiterin. Jetzt nur mit StB.

Letztlich beweist man mit dem Titel, dass man die Prüfung bestanden hat. Ein Nachweis für die Praxistauglichkeit ist das nicht.

Zur Frage des TE. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich meine dass 45k deutlich unterbezahlt sind. 55-70k sollten drin sein. Die Leute neigen dazu, sich immer gleich am oberen Rand eines Gehaltsbands zu orientieren. Das halte ich für zu kurz gedacht. Die Schilderung der Aufgaben klingt als hätte der TE da ein hervorragendes Umfeld, um sich als frisch gebackener StB weiter auszuprobieren und zu entfalten. Wenn das wirklich so ist, kann man dafür auch einen Abschlag hinnehmen im Vergleich zu einem höheren Gehalt anderswo.

Hierauf muss ich einfach reagieren , weil es total lächerlich ist , wie erwartet wird wie plötzlich Mandantenführung vorhanden sein soll, wenn davor nie gemacht. Du bist sicher auch nicht von heute auf morgen der „tolle große Hecht“ gewesen , der alles perfekt beherrschst hat.

Für Leute wie dich wollte ich nicht arbeiten, da wohl keine Unterstützung erwartet werden kann, dass der MA auch wachsen kann. Motto wohl eher „Klein und dumm halten“. Macht auf Dauer kein MA mit- zurecht !

SteuerBERATUNG kann keiner sofort, das ist ein Prozess der sich über Jahre zieht. Vielleicht nicht immer meckern sondern einfach mal Zeit und Energie in MA investieren , dass die tatsächlich ein Gewinn sind

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 27.01.2024:

Weil sich ja hier viele über zu hohe Einstiegsgehälter bei frischen StBs aufregen.

Nur Mal ein Einwand aus meiner persönlichen Erfahrung:

Ich selber bin Steuerfachangestellter habe einen Bachelor und arbeite als Steuerassistent. Mein Jahresumsatz war im letzten Jahr bei knapp 145k und ich verdiene derzeit 47k in einer mittelständischen Kanzlei (ca. 60 Mitarbeiter). Kommenden Monat werde ich meinen Master abgeschlossen haben und verdiene dann schon lt. Jahresgespräch 60k. Ich finde also 60k auch für einen frischen StB viel zu wenig.

Bei mir steht in 2025 das Examen an und ich habe schon mehr oder weniger offen kommuniziert, dass ich unter 75k nicht dort weiterarbeiten werde bzw. die Selbstständigkeit anstrebe. Was davon Luftschlösser sein werden, wird man sehen. Mein zuständiger Partner meinte aber dass das keine Fantasiezahlen sind und man sich vermutlich sehr gut einigen wird.

Demnach würde ich auch jedem frisch bestellten unbeachtlich der Kanzleigröße empfehlen nur für 70k+ zu unterschreiben. Bedenkt man denn langen Ausbildungsweg ist das einfach gerechtfertigt

Selbst 70k sind noch unter Marktniveau.
Bin selbst 2022! mit 80k nach dem StB in einer mittelständischen Kanzlei eingestiegen. 2023 wurde dann auf 96k erhöht.

Bitte verkauft euch nicht untert Wert! Die Stundensätze geben solche Gehälter locker her und die Partner verdienen trotzdem noch ihre 200k und mehr.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

in 2025 dann eher 75K

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 27.01.2024:

Weil sich ja hier viele über zu hohe Einstiegsgehälter bei frischen StBs aufregen.

Nur Mal ein Einwand aus meiner persönlichen Erfahrung:

Ich selber bin Steuerfachangestellter habe einen Bachelor und arbeite als Steuerassistent. Mein Jahresumsatz war im letzten Jahr bei knapp 145k und ich verdiene derzeit 47k in einer mittelständischen Kanzlei (ca. 60 Mitarbeiter). Kommenden Monat werde ich meinen Master abgeschlossen haben und verdiene dann schon lt. Jahresgespräch 60k. Ich finde also 60k auch für einen frischen StB viel zu wenig.

Bei mir steht in 2025 das Examen an und ich habe schon mehr oder weniger offen kommuniziert, dass ich unter 75k nicht dort weiterarbeiten werde bzw. die Selbstständigkeit anstrebe. Was davon Luftschlösser sein werden, wird man sehen. Mein zuständiger Partner meinte aber dass das keine Fantasiezahlen sind und man sich vermutlich sehr gut einigen wird.

Demnach würde ich auch jedem frisch bestellten unbeachtlich der Kanzleigröße empfehlen nur für 70k+ zu unterschreiben. Bedenkt man denn langen Ausbildungsweg ist das einfach gerechtfertigt

Du erwirtschaftest aber auch guten Umsatz. Bei 150k hätte ich kein Problem, meinen Steuerfachangestellten ca. 60-70k zu bezahlen. Hier geht es um StBs, die gerade so Ihre Selbstkosten einspielen. Weil dann ist es keine "Nullnummer", sondern ich als Inhaber habe sogar effektiv Geld verloren (Stichwort: Opportunitätskosten). Wenn der StB mich 80k kostet, aber nur 100k erwirtschaftet, dann hätte ich auch eine Steuerfachangestellte, von mir aus, die frisch ausgelernt ist, hinsetzen können. Die hätte das für 36k gemacht. Sprich die Differenz zwischen SteFa-Gehalt und StB-Gehalt (bei sonst gleichem Umsatz) ist mein Opportunitäts-Verlust. Die Kosten nur Zeit und nerven, nicht ohne Grund gibt's auch hier im Forum etliche Kanzleiinhaber, die schon einen StB durch zwei Steuerfachangestellte ersetzt haben, weil die StBs mehr Verwaltungsbeamte sind als Unternehmer.

PS: Meiner Meinung ist die Ausrede "mit Master" gibt's mehr relativ zu sehen. Halte das eher für eine Hinhaltetaktik deiner Kanzlei.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 27.01.2024:

Hierauf muss ich einfach reagieren , weil es total lächerlich ist , wie erwartet wird wie plötzlich Mandantenführung vorhanden sein soll, wenn davor nie gemacht. Du bist sicher auch nicht von heute auf morgen der „tolle große Hecht“ gewesen , der alles perfekt beherrschst hat.

Für Leute wie dich wollte ich nicht arbeiten, da wohl keine Unterstützung erwartet werden kann, dass der MA auch wachsen kann. Motto wohl eher „Klein und dumm halten“. Macht auf Dauer kein MA mit- zurecht !

SteuerBERATUNG kann keiner sofort, das ist ein Prozess der sich über Jahre zieht. Vielleicht nicht immer meckern sondern einfach mal Zeit und Energie in MA investieren , dass die tatsächlich ein Gewinn sind

Das ist richtig. Man muss, nachdem man schon die Examensförderung gestellt hat (finanziell und durch Freistellung) noch einmal richtig Zeit und Energie in den neuen StB investieren, der gleichzeitig höhere Gehaltsforderungen stellt, aber erstmal weniger leistet, weil er sich neuen Aufgaben widmen möchte, in denen er noch keine Routine hat.

Ich meine Ausbildung ist ein Geben und Nehmen.

Ich hätte kein Problem der jungen Kollegin ein höheres Gehalt zu zahlen, wenn sie weiterhin FiBu, JA und StE machen würde. Denn darin ist sie gut und da sehe ich Effizienzsteigerungen. Ich habe aber ein Problem damit, ihr als StB mehr zu zahlen, während sie gleichzeitig erstmal weniger leistet, weil sie sich nun an Dingen probieren will, die sie noch lange nicht beherrscht. Dazu kommen dann noch die nicht abrechenbaren Stunden der Kanzleileitung für das Anlernen der jungen Mitarbeiterin.

Wir haben tatsächlich kein Problem mit der fachlichen Ausbildung und Förderung junger Mitarbeiter. Wir haben kürzlich noch einen jungen Kollegen in die Partnerschaft aufgenommen, der sich richtig gut entwickelt hat. Wir haben aber ein Problem damit rein nach der Papierform ohne Beweis der Praxistauglichkeit mehr zu zahlen.

Auf dieses Anspruchsdenken "ich bin jetzt StB, Master - was auch immer" also muss ich sofort mehr verdienen, komme ich nicht klar. Im Übrigen ist das, wenn man sich die Gehaltsstruktur der gesamten Belegschaft mal anschaut, auch den älteren Kollegen/Kolleginnen, die lediglich die Ausbildung absolviert haben, aber zuverlässig ihre Aufgaben abarbeiten - auch seltener krank sind - gegenüber ungerecht, dem frisch gebackenen StB, der einen geringeren Umsatz erwirtschaftet, einfach mal mehr zu bezahlen.

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Vielen dank für eure Antworten ! Das mein Gehalt nicht mit großen Kanzleien und Konzernen vergleichbar ist, ist mir auch durchaus bewusst. Ich hab emich auch bewusst dazu entschieden, nicht dort arbeiten zu wollen. Dies habe ich bereits während meines dualen Studiums. Des Weiteren bin ich örtlich gebunden (Partner, Mann mit Familienunternehmen) und es gibt in nächster nähe quasi nur eine größere Steuerkanzlei bei der ich mich 2020 nach dem Vorstellunsggespräch bewusst dagegen entscheiden habe.
Auf LFK hätte ich auch keine Lust ;)
Andere größere Kanzleien mit eventuell anderen Gehltsspannen wären mir persönlich eine Fahrtzeit von knapp 1 Stunde (einfach) nicht wert.

Vielleicht wäre eine eine typische Prozentuale Gehaltssteigerung nach dem Examen hier die bessere Vergleichbarkeit? Das sollte ja weniger abweichen. Ich selbst hatte auch an etwas zwischen sagen wir 55 - 65t gedacht. Wobei ich mir bei einem Gehlatssprung von knapp 30% doch etwas unsicher bin. Vielleicht hat hier ja jemand eine Tip, was die prozentuale Steigung angeht.

Andere Examenskandidaten zufragen ist leider schwierig, da alle mit denen ich in Kontakt stehe erst 1-2 Monate nach mir dran sind. Eventeull ergibt sich hier in den nächsten Wochen noch etwas im Rahmen von intensivkursen

Ne aber im Ernst fellow DHBW VSler hier, 50K + StB Förderung sind in Tuttlingen(Wehingen), Donaueschingen etc. bei vergleichbar großen Kanzleien ganz normal wenn sie keine Ausbeuter sind. Vorallem bei dem wert den man als DHBW Absolvent hat (das einzige Bachelorstudium dass im Bereich Steuern dem Dipl.FW überhaupt nahe kommt.) Also ich weiß nicht genau wo im Wald du wohnst aber das was du jetzt verdienst ist m.E. nach zu wenig.

PS mündliche schon überlebt?

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.01.2024:

Vielen dank für eure Antworten ! Das mein Gehalt nicht mit großen Kanzleien und Konzernen vergleichbar ist, ist mir auch durchaus bewusst. Ich hab emich auch bewusst dazu entschieden, nicht dort arbeiten zu wollen. Dies habe ich bereits während meines dualen Studiums. Des Weiteren bin ich örtlich gebunden (Partner, Mann mit Familienunternehmen) und es gibt in nächster nähe quasi nur eine größere Steuerkanzlei bei der ich mich 2020 nach dem Vorstellunsggespräch bewusst dagegen entscheiden habe.
Auf LFK hätte ich auch keine Lust ;)
Andere größere Kanzleien mit eventuell anderen Gehltsspannen wären mir persönlich eine Fahrtzeit von knapp 1 Stunde (einfach) nicht wert.

Vielleicht wäre eine eine typische Prozentuale Gehaltssteigerung nach dem Examen hier die bessere Vergleichbarkeit? Das sollte ja weniger abweichen. Ich selbst hatte auch an etwas zwischen sagen wir 55 - 65t gedacht. Wobei ich mir bei einem Gehlatssprung von knapp 30% doch etwas unsicher bin. Vielleicht hat hier ja jemand eine Tip, was die prozentuale Steigung angeht.

Andere Examenskandidaten zufragen ist leider schwierig, da alle mit denen ich in Kontakt stehe erst 1-2 Monate nach mir dran sind. Eventeull ergibt sich hier in den nächsten Wochen noch etwas im Rahmen von intensivkursen

Ne aber im Ernst fellow DHBW VSler hier, 50K + StB Förderung sind in Tuttlingen(Wehingen), Donaueschingen etc. bei vergleichbar großen Kanzleien ganz normal wenn sie keine Ausbeuter sind. Vorallem bei dem wert den man als DHBW Absolvent hat (das einzige Bachelorstudium dass im Bereich Steuern dem Dipl.FW überhaupt nahe kommt.) Also ich weiß nicht genau wo im Wald du wohnst aber das was du jetzt verdienst ist m.E. nach zu wenig.

PS mündliche schon überlebt?

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

Ich lese dieses Forum schon seit meinem Studium mal mehr mal weniger und habe mich immer gut über die zum Teil sehr unrealistischen Gehaltsangaben amüsiert.

Dieser Thread ist das krasse Gegenteil. Die TE verkauft sich - falls die Geschichte wirklich stimmen sollte - massiv unter Wert. Das Gehalt mit bestandenem Examen geht gar nicht und wäre wirklich eine Unverschämtheit. Offen gesagt finde ich auch die übrigen Gehaltsangaben viel zu gering.

Ich bin frischgebackener Steuerberater mit vergleichsweise wenig (ca. 1,5 Jahre) beratungsnaher Berufserfahrung davon sogar mehr WP... Übrige Zeit im Konzern verbracht. Bin zu einer 150 MA starken Kanzleigruppe gewechselt, keine Metropolregion, mir wurden runde 100kEUR fix plus Dienstwagen nach Probezeit geboten. Ich konnte dann noch eine Bonusvereinbarung über 20kEUR (realistisch erreichbar laut Partnern rund 15kEUR) raushandeln, die auch nach Ende Probezeit läuft.

Ich kann mir die Gehaltsangaben wirklich nur so erklären, dass man den Leuten hier nicht zutraut, ein Mandat zu führen und dass das Auftreten in Gehaltsgesprächen oder im Arbeitsalltag noch nicht berater-like/selbstbewusst genug ist. Ich verstehe allerdings, dass es schwierig ist als "echter Steuerberater" wahrgenommen zu werden, wenn man von klein auf in der selber Kanzlei war und dort ggf. sogar Azubi/dualer Student war.

Mir geht es wirklich nicht ums posen, ich möchte euch allen aber Mut machen, aus dem hart erarbeiteten Examen das Beste für euch rauszuholen. Ihr habt eine bombastische Qualifikation (zumindest in der Wahrnehmung nach Außen) und werdet mit sehr hohen Stundensätzen abgerechnet. Traut euch, ein angemessenes Gehalt zu fordern oder strebt vielleicht selbst eine Partnerschaft/Kanzleiübernahme an!

antworten
WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 10.01.2024:

Hallo zusammen,

seit 202 arbeite ich als Steuer-und Prüfungsassistent. Ich hab nun im Oktober das schriftliche Steuerberaterexamen (3,83) bestanden und direkt Anfang Februar die mündliche Prüfung.

Danach hat mein Chef bereits angekündigt wird es das Jahresgespräch sowie Gehaltsverhandlungen geben.

Was haltet ihr hier für ein Gehalt angemessen (bei bestehen und nicht bestehen)? Momentan habe ich all in knapp 43t. Die Kosten für das Examen habe ich komplett selbt getragen. Ich arbeite in einer kleine WP/StB Kanzlei im ländlichen BW mit viel Industrie mit knapp 20 MA an 3 Standorten.

Danke vorab!

Woher sollen wir das wissen? Wir wissen doch nicht, was du drauf hast. Ich würde jedenfalls jemand allein wegen der bestandenen Steuerberaterprüfung keinen Cent mehr zahlen, warum auch?

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 06.07.2024:

Ich lese dieses Forum schon seit meinem Studium mal mehr mal weniger und habe mich immer gut über die zum Teil sehr unrealistischen Gehaltsangaben amüsiert.

Dieser Thread ist das krasse Gegenteil. Die TE verkauft sich - falls die Geschichte wirklich stimmen sollte - massiv unter Wert. Das Gehalt mit bestandenem Examen geht gar nicht und wäre wirklich eine Unverschämtheit. Offen gesagt finde ich auch die übrigen Gehaltsangaben viel zu gering.

Ich bin frischgebackener Steuerberater mit vergleichsweise wenig (ca. 1,5 Jahre) beratungsnaher Berufserfahrung davon sogar mehr WP... Übrige Zeit im Konzern verbracht. Bin zu einer 150 MA starken Kanzleigruppe gewechselt, keine Metropolregion, mir wurden runde 100kEUR fix plus Dienstwagen nach Probezeit geboten. Ich konnte dann noch eine Bonusvereinbarung über 20kEUR (realistisch erreichbar laut Partnern rund 15kEUR) raushandeln, die auch nach Ende Probezeit läuft.

Ich kann mir die Gehaltsangaben wirklich nur so erklären, dass man den Leuten hier nicht zutraut, ein Mandat zu führen und dass das Auftreten in Gehaltsgesprächen oder im Arbeitsalltag noch nicht berater-like/selbstbewusst genug ist. Ich verstehe allerdings, dass es schwierig ist als "echter Steuerberater" wahrgenommen zu werden, wenn man von klein auf in der selber Kanzlei war und dort ggf. sogar Azubi/dualer Student war.

Mir geht es wirklich nicht ums posen, ich möchte euch allen aber Mut machen, aus dem hart erarbeiteten Examen das Beste für euch rauszuholen. Ihr habt eine bombastische Qualifikation (zumindest in der Wahrnehmung nach Außen) und werdet mit sehr hohen Stundensätzen abgerechnet. Traut euch, ein angemessenes Gehalt zu fordern oder strebt vielleicht selbst eine Partnerschaft/Kanzleiübernahme an!

Ich glaube dir kein Wort. Merkwürdig auch, wie du mit 1,5, Jahren Beratungsleistung überhaupt zur Prüfung zugelassen worden sein willst.

Als angemesseness Gehalt würde ich für dich kEUR 50 all in erachten, mehr nicht. Das Gehalt mit den Extras, das du nennst, würde ich mir zubilligen mit knapp 40 Jahren Berufserfahrungen und Topqualifikation und besonders anspruchsvollen Aufgaben in Metropolregion (habe allerdings deutlich weniger, weil ich kein Gehaltsoptimierer bin und mich nicht unter Druck setzen will).

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WiWi Gast

Gehalt als frischer Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 12.07.2024:

Ich glaube dir kein Wort. Merkwürdig auch, wie du mit 1,5, Jahren Beratungsleistung überhaupt zur Prüfung zugelassen worden sein willst.

Als angemesseness Gehalt würde ich für dich kEUR 50 all in erachten, mehr nicht. Das Gehalt mit den Extras, das du nennst, würde ich mir zubilligen mit knapp 40 Jahren Berufserfahrungen und Topqualifikation und besonders anspruchsvollen Aufgaben in Metropolregion (habe allerdings deutlich weniger, weil ich kein Gehaltsoptimierer bin und mich nicht unter Druck setzen will).

In deinem Text passen die Zahlen für mich wirklich vorne und hinten nicht zusammen. Während 115k all in mit Sicherheit alles andere als die Norm sind für einen "frischen" Arbeitnehmer in der Beratung, sind 50k all in mindestens ebenso unrealistisch. Ich bin Diplom-FW und vor drei Jahren in einer Kanzlei mit ca. 150 MA (ebenfalls keine Metropolregion) mit ca. 50k all in eingestiegen. Nach nur 1 1/2 Jahren wurde ich auf rund 63k angehoben und bin nun bei 68k. Nach dem Examen sind 82-85k angepeilt. Das sind ebenfalls die Gehälter, die ich von einigen ehemaligen Studienkollegen +- 5k rückgemeldet bekomme.

Wer im Übrigen in der Beratung nach 40 Jahren immer noch nicht bei mindestens 120k liegt, der lässt sich meines Erachtens massiv ausbeuten. Seit meinem Berufseinstieg habe ich ehrlicherweise nie verstanden, wieso so viele Steuerberater nicht in der Lage sind ihr Gehalt angemessen zu verhandeln. Tagtäglich setzt man sich mit seinen Mandanten über Rechnungen auseinander, rechtfertigt seine Arbeit und weiß exakt welchen Umsatz man der Kanzlei reinholt. Wenn es dann aber um das eigene Gehalt geht, drücken sich die meisten um das "unangenehme" Gehaltsgespräch, in dem sie einfach ihre Arbeit und ihren Umsatz als Argument für teils deutliche Gehaltssprünge heranziehen könnten. Wirklich absurd in meinen Augen.

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Regelmäßige Gehaltserhöhungen erwartet jeder. Doch bis wann können Arbeitnehmer mit Gehaltserhöhungen rechnen? Steigt das Gehalt immer weiter? Die Gehaltsbiografie 2017 der Karriereplattform Gehalt.de analysiert wichtige Parameter wie Geschlecht, Ausbildung, Firmengröße und Branche.

Gender Pay Gap: Frauen verdienen 21 Prozent pro Stunde weniger

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 2016 mit 16,26 Euro um 21 Prozent niedriger als der von Männern mit 20,71 Euro. Die wichtigsten Gründe für die Differenzen waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Urlaubsgeld: Meist 30 Tage Urlaub und bis zu 2.270 Euro für die Urlaubskasse

Ein länglicher Pool eines Hotels mit Liegen und Blick auf das Meer.

43 Prozent der Beschäftigten erhalten von ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld. Zwischen 155 und 2.270 Euro bekommen Beschäftigte dabei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung.

Gehaltsverhandlung: Mit krummen Summen mehr Gehalt

Ein Zahlencode auf einer kleinen, blauen Tafel.

Wer mit einer krummen Summe in die Gehaltsverhandlungen geht, kommt mit einem höheren Ergebnis wieder raus, berichtet die Zeitschrift »Wundertwelt Wissen« in ihrer Februar-Ausgabe.

Gehälter in Deutschland steigen 2015 um gut drei Prozent

Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,1 Prozent steigen. Das zeigt die Gehaltsentwicklungsprognose 2015 für 26 europäische Länder der Managementberatung Kienbaum.

Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben

Ein grünes Auge einer Frau schaut durch ein Loch in einem  gelben Ahornblatt.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009-2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day vorlegt.

Frauen sind selbstbewusst im Job und bei Gehaltsverhandlungen

Eine Hand mit grünen Fingernägeln stützt einen Frauenkopf.

Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Deutschland ihre Karriere voran. Knapp zwei Drittel der berufstätigen Frauen schätzen sich selbst als erfolgreich im Beruf ein und sehen auch für die Zukunft gute Karrierechancen. Das zeigt sich auch bei den Gehaltsverhandlungen. Eine große Mehrheit von 62 Prozent der Frauen hat bereits aktiv ein höheres Gehalt verlangt und nach einer Beförderung fragten immerhin 41 Prozent.

Inflations­rate steigt 2014 um 0,9 Prozent gegen­über dem Vor­jahr

Ein goldenes Sparschwein steht auf einem Fliesenboden.

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – beträgt im Jahresdurchschnitt 2014 gegenüber dem Vor­jahr 0,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig und betrug im Dezember 2014 lediglich 0,2 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober 2009 mit 0,0 Prozent gemessen.

Karriere-Sprung 2014: Tipps für die Beförderung

Die meisten Arbeitnehmer hielten Beförderungen in 2013 für unwahrscheinlich und nur 8 Prozent rechneten im neuen Jahr mit dem beruflichen Aufstieg, zeigt eine Umfrage von Monster. Das Karriereportal gibt Tipps, wie es mit der Beförderung in 2014 besser klappt.

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