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ImmobilienImmobilienfinanzierung

110% Finanzierung für 580.000€

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Kluswiwi

110% Finanzierung für 580.000€

Hallo Zusammen.

Meine Frau und ich sind 27.
Haben unbefristete Verträge und verdienen gesamt 4900€ Netto derzeit.
Nun wollen wir eine Immobilie kaufen für 494.000€ + Nebenkosten + Gebühren = ca. 580.000€
Trotz 35.000€ Eigenkapital, möchte ich bewusst 110% Finanzierung.
Sprich Kaufpreis + Gebühren.
Was haltet ihr davon?
Ist das sinnvoll.
Sollte ich bei Diskussion mit dem Finanzberater trotzdem mein Eigenkapital erwähnen? Oder wäre das taktisch unklug?
Ich stelle mir noch eine Frage: Was soll ich mich noch alles Fragen? In Bezug auf das Gespräch mit dem Finanzberater? Ich möchte hauptsächlich eine 110% Finanzierung; Sondertilgung zwischen 5-10%; Niedrige monatliche Rate mit circa 2% Tilgung p.a

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Gute Frage. Sieht so aus dass du mit quasi nichts in der Hand eine halbe Millionen stemmen willst. Erbt ihr noch?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Kluswiwi schrieb am 11.12.2019:

Hallo Zusammen.

Meine Frau und ich sind 27.
Haben unbefristete Verträge und verdienen gesamt 4900€ Netto derzeit.
Nun wollen wir eine Immobilie kaufen für 494.000€ + Nebenkosten + Gebühren = ca. 580.000€
Trotz 35.000€ Eigenkapital, möchte ich bewusst 110% Finanzierung.
Sprich Kaufpreis + Gebühren.
Was haltet ihr davon?
Ist das sinnvoll.
Sollte ich bei Diskussion mit dem Finanzberater trotzdem mein Eigenkapital erwähnen? Oder wäre das taktisch unklug?
Ich stelle mir noch eine Frage: Was soll ich mich noch alles Fragen? In Bezug auf das Gespräch mit dem Finanzberater? Ich möchte hauptsächlich eine 110% Finanzierung; Sondertilgung zwischen 5-10%; Niedrige monatliche Rate mit circa 2% Tilgung p.a

Zum Wohnen oder Vermieten?

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know-it-all

110% Finanzierung für 580.000€

Kluswiwi schrieb am 11.12.2019:

Hallo Zusammen.

Meine Frau und ich sind 27.
Haben unbefristete Verträge und verdienen gesamt 4900€ Netto derzeit.

Sind Kinder geplant? Falls ja, solltet ihr einplanen, dass euer Haushaltseinkommen zeitweilig niedriger liegen wird.

Nun wollen wir eine Immobilie kaufen für 494.000€ + Nebenkosten + Gebühren = ca. 580.000€

Ist die Immobilie ihren Preis wert? Gemessen an Lage, Alter, Größe usw. Handelt es sich um ein Haus oder eine Eigentumswohnung? Falls ETW, dann solltet ihr das Hausgeld unbedingt in der Machbarkeitskalkulation berücksichtigen.

Warum sind die Nebenkosten so hoch? Üblich sind, je nach Bundesland maximal 6,5% Grunderwerbssteuer, 1% Notar, 0,5% Grundbuch und typischerweise 3,57% Makler. Das macht in Summe knapp 12%. In deiner Kalkulation betragen die NK mehr als 17%.

Trotz 35.000€ Eigenkapital, möchte ich bewusst 110% Finanzierung.

Hier ist ja nicht von "Möchten" die Rede. Wenn man mit dem EK nichtmal die Gebühren zahlen kann, dann muss man logischerweise eine 100%+ Finanzierung machen.
Ansonsten die Frage: was ist deine Motivation dafür, dass du das "bewusst" möchtest?
Im Übrigen fehlen in deiner Kalkulation noch 1.600 EUR:
Bei 110% würdest du als Kredit 543.400 EUR bekommen. Dazu 35.000 EUR EK. Macht dann
578.400 EUR für ein Objekt welches rund 580.000 EUR kostet.
Selbstredend habt ihr dann hoffentlich genug Geld übrig, die man ggf. im Zusammenhang mit einem Umzug benötigt (Küche, Möbel, Umzugskosten) - da ist man schnell im 5stelligen Bereich.

Sprich Kaufpreis + Gebühren.
Was haltet ihr davon?

Dafür werden hier deutlich zu wenige Informationen geliefert. Grundsätzlich bekommt natürlich einen meist nochmal signifikant niedrigeren Zinssatz, wenn man 20%+ Eigenkapital einbringt. Die Frage ist also wieviel Zinsen musst du für den Kredit dann zahlen?

Ist das sinnvoll.

Persönlich würde ich es eher nicht machen. Aber wie gesagt - hier fehlen wesentliche Informationen.

Sollte ich bei Diskussion mit dem Finanzberater trotzdem mein Eigenkapital erwähnen? Oder wäre das taktisch unklug?

Ich verstehe die Frage nicht. Warum willst du das nicht erwähnen? Du musst doch irgendwie schlüssig erklären können, wie du die Immobilie letztendlich bezahlen möchtest. Wenn du 110% des Kaufpreises als Kredit haben möchtest, der ganze Spass aber mit Gebühren 117% des Kaufpreises kostet, dann musst du ja zwangsläufig dein EK mit erwähnen und einbringen.

Ich stelle mir noch eine Frage: Was soll ich mich noch alles Fragen?

Jetzt bin ich ganz verwirrst. Du fragst dich was du dich fragen sollst?

In Bezug auf das Gespräch mit dem Finanzberater? Ich möchte hauptsächlich eine 110% Finanzierung; Sondertilgung zwischen 5-10%; Niedrige monatliche Rate mit circa 2% Tilgung p.a

Im ersten Tilungsjahr werdet ihr bei einer 2% Tilgung und einem angenommenen Zinssatz von 1,5% (keine Ahnung ob das realistisch ist oder zu niedrig) mit folgenden Kosten konfrontiert:
8150 EUR Zinsen
10.868 EUR Tilgung
das macht etwa 19.400 EUR im Jahr oder 1.614 EUR im Monat.
1/3 des Nettohaushaltseinkommens ginge dann also etwa für die Tilgung drauf. Könnt ihr euch das leisten? Wie hoch sind eure sonstigen Ausgaben (Auto, Haushalt, Urlaub usw.). Ist da überhaupt noch Spielraum um nennenswert Geld für Sondertilungen anzusparen?

Entscheidend ist noch die Dauer der Zinsbindung. Ich habe so das Gefühl, dass die Finanzierung ziemlich knapp gerechnet ist. Wenn in 10 Jahren der Zinssatz plötzlich doppelt so hoch wäre. Könntet ihr euch das leisten? Denn in 10 Jahren ist gerade mal etwas mehr als 20% des Kredites abgezahlt, d.h. ihr habt dann immer noch Schulden von >400.000 EUR.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Netter Versuch.

Mit knapp 5k Netto kann man keine 580k ohne vernünftigen EK Anteil finanzieren. Selbst wenn es einen zwielichtigen Bankberater gibt, der so einen Kredit vergibt, gräbt man sich damit sein finanzielles Grab.

Selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase bei einer Planung über 30 Jahre sind das noch gut 2k im Monat an Zinsen+Tilgung (1,5% effektiver Zins).

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Nur für eine Partei ist es sinnvoll, für die Bank. Der Nettoverdienst ist nicht gerade hoch für zwei Personen, lass mal deine Frau schwanger werden oder einer von euch verliert den Job. Wovon willst du leben? Die Wohnung kannst du nicht aufessen. Bei so wenig Rücklagen und Nettoverdienst würde ich nicht im Traum von einer Immobilie träumen. Aber ich kennen Leute, die ne halbe Mille mit knapp 3k netto finanzieren. Der Mann muss am Wochenende noch auf 450euro Basis schuften, um Frau und Kind zu ernähren. Jedem das Seine.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Was bekommst Du für die halbe Million? Bei uns im Raum Weser-Ems ein Standard Einfamilienhaus mit 150 qm.... dafür würde ich es nicht machen (machen wir auch nicht, m33/w28, 6k/netto). Ist das Haus aber größer, ggf. mit richtig Land oder etwas anderem "geilem" was ihr euch wünscht, kann man darüber nachdenken. Orientier Dich hier nicht an den Highperformern die an Heiligabend noch im Gottesdienst Mails beantworten, weil in Vancouver im Big-&-Bigger-Business die Kaffeemaschine einer DAX-Tochter klemmt.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

mit der Finanzierung schaufelst du dir doch selber dein Grab. Das ist dir bewusst, oder?
Lass dich in der Krise deinen Job verlieren.... was ist dann? Wovon wollt ihr leben?
Zumal die Bank dann Sicherheiten erwartet, wenn der Hauspreis enorm sinkt (fast überall sind die Immopreise derzeit zu hoch). Und deine 35k EK reichen als Sicherheit dann nicht mehr.

Die Banken finanzieren dir aktuell fast alles (eigene Erfahrung). Mit Sinn und Verstand hat das aber nix mehr zu tun...

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Das ist zu teuer für euch. Außerdem seid ihr noch jung und die Familienfrage könnte im Raum stehen was euer Einkommen ändern kann.
Wir standen vor einer ähnlichen Frage nur mit mehr Kapital, dem gleichen Einkommen bei 40% Stelle meiner Frau und geringerem Kaufpreis (400-450). Haben uns dennoch dagegen entschieden.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Was erwartest Du denn an EK mit 27 vor diesem Hintergrund??

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?
Ja moin wer kennt es nicht. Lege auch jeden Monat als Student 1500 Euro zurück.

Das ist schon arg auf Kante genäht. Ich zweifle trotzdem nicht daran, dass Ihr eine Bank findet, die Euch das finanziert.

Ihr solltet auf jeden Fall eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren wählen und idealerweise eine Tilgung von 3% um irgendwann auch mal vom Schuldenberg runter zu kommen. Dann ist auf jeden Fall mit einer Rate von 2k im Monat zu rechnen. Dazu kommen - wie bei der Mietwohnung auch - Nebenkosten, gehen wir mal großzügig von 500 Euro aus.

Dann frisst das Haus also über 50% Eures Nettos. Das würde ich nur machen wenn:

  • Klar ist, dass Ihr niemals umziehen müsst
  • Jobs 100% sicher
  • Keine Kinder geplant wenn nicht zuvor das Gehalt ordentlich gesteigert wird

Sucht euch doch erstmal eine ETW für die Hälfte. Ihr seid doch noch jung..

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Wer eine halbe Million Euro stemmen möchte, hat selbstverständlich in jungen Jahren damit zu beginnen. Dass dies für einige völlig unnormal klingt, ist vielmehr der Indikator dafür, dass zwar alle Menschen von hohen Zielen fabulieren, die wenigsten diese aber erreichen werden.

Stellt euch die Frage, ob ihr es schaffen würdet, als Student 1.500,00 Euro pro Monat auf die Seite zu legen, wenn davon buchstäblich euer Leben abhängen würde.

Natürlich ist es möglich.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Auf welchem Planeten du lebst habe ich gefragt?

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Was erwartest Du denn an EK mit 27 vor diesem Hintergrund??

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

35k ist gar nicht so wenig mit 27. Angenommen man kommt aus dem Studium mit +-0, keine Schulden und kein Vermögen, dann ist 35k in den ersten 1-4 Berufsjahren aufzubauen eher ordentlich bei den ganzen Anschaffungen, die die ersten Jahre nach dem Studium meist mit sich bringen (Möbel, Umzug, Kleidung, ggf Auto..)

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Habe ein sehr ähnliches Problem. Wir wollen auch zu zweit ca. 450k aufnehmen, haben allerdings 100k Eigenkapital. Wir gehen es mit der Bank demnächst durch. Ich frage mich, ob die nächsten Jahre Immobilien ggf. wieder billiger werden.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Sollte die inflation nicht ansteigen sieht es im Moment eher nicht danach aus. Die Preise werden aber auch nciht weiter steigen weswegen ein Kauf kaum Sinn macht.
Kauft euch doch lieber eine kleine etw wenn es unbedingt Eigentum sein muss..

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wer eine halbe Million Euro stemmen möchte, hat selbstverständlich in jungen Jahren damit zu beginnen. Dass dies für einige völlig unnormal klingt, ist vielmehr der Indikator dafür, dass zwar alle Menschen von hohen Zielen fabulieren, die wenigsten diese aber erreichen werden.

Stellt euch die Frage, ob ihr es schaffen würdet, als Student 1.500,00 Euro pro Monat auf die Seite zu legen, wenn davon buchstäblich euer Leben abhängen würde.

Natürlich ist es möglich.

Wer bei der nächsten Lebenskrise auf der Straße landen will, kann das gerne so machen.

Besser man legt das Geld an und kauft später mit einem großen EK Anteil. Dann arbeitet das Geld nämlich für einen selber und nicht für die Bank.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wer eine halbe Million Euro stemmen möchte, hat selbstverständlich in jungen Jahren damit zu beginnen. Dass dies für einige völlig unnormal klingt, ist vielmehr der Indikator dafür, dass zwar alle Menschen von hohen Zielen fabulieren, die wenigsten diese aber erreichen werden.

Stellt euch die Frage, ob ihr es schaffen würdet, als Student 1.500,00 Euro pro Monat auf die Seite zu legen, wenn davon buchstäblich euer Leben abhängen würde.

Natürlich ist es möglich.

Wer bei der nächsten Lebenskrise auf der Straße landen will, kann das gerne so machen.

Besser man legt das Geld an und kauft später mit einem großen EK Anteil. Dann arbeitet das Geld nämlich für einen selber und nicht für die Bank.

Angenommen ich fange mit 25 das arbeiten an, dann Sparquote 1500EUR und zack, ich kann mir easy mit 30 ein Haus mit 100k EK finanzieren. Wozu muss man da im Studium anfangen?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Nicht jeder wohnt bis Mitte 20 bei Mama im Kinderzimmer und beschränkt seine Freizeitaktivitäten auf online-gaming und wiwi-treff. Manche haben durchaus laufende Ausgaben zu stemmen.

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know-it-all

110% Finanzierung für 580.000€

Es wäre ja schön, wenn der TE auch mal auf die zahlreichen Antworten eingeht. Denn immerhin haben sich hier viele Leute Zeit genommen um sich Gedanken zu machen und diese hier aufzuschreiben.
Ich hoffe er sitzt nicht schon beim Finanzberater zur Unterschrift...

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Besser man legt das Geld an und kauft später mit einem großen EK Anteil. Dann arbeitet das Geld nämlich für einen selber und nicht für die Bank.

Wenn man einen durchschnittlich bezahlten Beruf hat, kann das durchaus Sinn machen.

Beispielsweise hat sich der amerikanische Nasdaq - Index in den letzten 10 Jahren versiebenfacht, woran man mit ETF´s einfach und kostengünstig partizipieren konnte.

So erlöst man heute im günstigsten Fall aus einem niederen Anteil Eigenkapital vor 10 Jahren den kompletten Kaufpreis.

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Ein KPMGler

110% Finanzierung für 580.000€

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Das meinte ich mit meiner Frage. Davon abgesehen lässt sich darüber streiten, ob man mit 27 einen solchen Betrag auf sich nehmen sollte. Ich würde auch noch 3-5 Jahre warten, etwas mehr ansparen und dann starten.

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Was erwartest Du denn an EK mit 27 vor diesem Hintergrund??

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

35k ist gar nicht so wenig mit 27. Angenommen man kommt aus dem Studium mit +-0, keine Schulden und kein Vermögen, dann ist 35k in den ersten 1-4 Berufsjahren aufzubauen eher ordentlich bei den ganzen Anschaffungen, die die ersten Jahre nach dem Studium meist mit sich bringen (Möbel, Umzug, Kleidung, ggf Auto..)

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Immobilien sind momentan sehr teuer, demgegenüber halt niedrige Zinsen.

Ich würde es machen. Bei 5k netto geht das schon klar und ihr fangt ja früh an. Darüber hinaus steigt auch das Gehalt sicherlich noch etwas an und mit sondertilgung geht nochmal bisschen mehr runter.

Selbst mit Nachwuchs werdet ihr nicht verhungern. Wichtig ist nur, dass ihr das Ganze psychisch abkönnt. Über ne halbe mio bei der Bank ist schon eine Hausnummer. Aber ich denke mir immer, was soll passieren. Wenn ihr die ersten 10-12 Jahre dann mit Mitte 30 hinter euch habt, wird euch das nicht mehr den finanziellen Ruin treiben. Im Notfall wird verwertet.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Markler 7,14% das ist ja übel.

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know-it-all

110% Finanzierung für 580.000€

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

Wenn ich bei Dr. Klein eine 100%-Finanzierung für 500.000 EUR in den Rechner eintrage, spuckt der bei 15 Jahren Zinsbindung schon einen Zinssatz von 1,47% aus. Bei 20 Jahren sind es schon 1,75%. Bei einer 110%-Finanzierung werden die Zinsen logischerweise nochmal signifikant darüber liegen. Ich denke also die von dir angegebenen 1% sind relativ unrealistisch oder hast du einen Geheimtipp für günstige Immobilienfinanzierungen? ;-)

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

know-it-all schrieb am 12.12.2019:

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

Wenn ich bei Dr. Klein eine 100%-Finanzierung für 500.000 EUR in den Rechner eintrage, spuckt der bei 15 Jahren Zinsbindung schon einen Zinssatz von 1,47% aus. Bei 20 Jahren sind es schon 1,75%. Bei einer 110%-Finanzierung werden die Zinsen logischerweise nochmal signifikant darüber liegen. Ich denke also die von dir angegebenen 1% sind relativ unrealistisch oder hast du einen Geheimtipp für günstige Immobilienfinanzierungen? ;-)

Ich war vor kurzem bei Dr Klein und bei mir kam 0,8 für 10J Zinsbindung und 1,2 für 15J. raus. Kreditsumme 800k bei EK Einsatz von 120k. Bei rd 8k HH Netto..

Haben es aber trotzdem nicht gemacht da Immobilie stark Fluglärmbelasted war. Hätte auch noch locker mehr aufnehmen können, tlws auch mit Auslauf bis ich 70 bin.

Sind schon verrückte Zeiten, bin mal gespannt was passiert wenn der demographische Wandel gepaart mit 1-2 Wirtschaftskrisen eintritt.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

-1

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Was erwartest Du denn an EK mit 27 vor diesem Hintergrund??

Wie wurde das Geld denn in den letzten 10 Jahren derart verpulvert, dass mit 27 Jahren lediglich das Ersparte aus einem durchschnittlichen Jahr vorhanden ist?

35k ist gar nicht so wenig mit 27. Angenommen man kommt aus dem Studium mit +-0, keine Schulden und kein Vermögen, dann ist 35k in den ersten 1-4 Berufsjahren aufzubauen eher ordentlich bei den ganzen Anschaffungen, die die ersten Jahre nach dem Studium meist mit sich bringen (Möbel, Umzug, Kleidung, ggf Auto..)

Das ist wenig. Ich habe das mit 25 schon locker.

Der Punkt ist aber vielmehr der, dass hier mit keinem Kapital, fast 600.000€ Kredit aufgenommen werden möchte. Und man hat nichts in der Hand!!

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Wer eine halbe Million Euro stemmen möchte, hat selbstverständlich in jungen Jahren damit zu beginnen. Dass dies für einige völlig unnormal klingt, ist vielmehr der Indikator dafür, dass zwar alle Menschen von hohen Zielen fabulieren, die wenigsten diese aber erreichen werden.

Stellt euch die Frage, ob ihr es schaffen würdet, als Student 1.500,00 Euro pro Monat auf die Seite zu legen, wenn davon buchstäblich euer Leben abhängen würde.

Natürlich ist es möglich.

Wer bei der nächsten Lebenskrise auf der Straße landen will, kann das gerne so machen.

Besser man legt das Geld an und kauft später mit einem großen EK Anteil. Dann arbeitet das Geld nämlich für einen selber und nicht für die Bank.

Angenommen ich fange mit 25 das arbeiten an, dann Sparquote 1500EUR und zack, ich kann mir easy mit 30 ein Haus mit 100k EK finanzieren. Wozu muss man da im Studium anfangen?

Ohne Studium fängst du ersten mit 15 statt mit 25 an zu arbeiten (überspitzt gesagt) und zweiten bekommst du ohne Studium gerade mal 1500-2000€ netto. Wie willste da 1500€ sparen?

Merkste selbst? Du hast keine Ahnung, sorry.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

Ich gebe dir Recht, weil ich auch Bankerfahrung habe.

Aber es gibt bei keiner nennenswert erfolgreichen Bank in DE den Cut bei einer 100% Finanzierung.

Ich kenne viele Leute, die 120% oder noch mehr finanziert haben. Und das hat die Bank locker lässig gemacht.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

Nun, da ist Deine Bank wohl sehr korrekt. Es gibt aber auch ganz andere. Alle Banken sind heute froh wenn sie ihre Liquidität unter die Leute bringen und nicht für -0,5% zur EZB. Da gehen viele sehr großzügig mit den Ausschlusskriterien um und lassen die Wohnimmobilienkreditrichtlinie links liegen. Die nächste Bankenkrise wäre wohl vorprogrammiert wenn die Zinsen signifikant steigen würden und die Banken trotzdem die nächsten 20 Jahre nur 1,x Prozent Zinsen vom Häuslebauer bekommen. Oder sie machen es dann wie die Bausparkassen mit den Habenzinsen schon heute, aber das ist ein anderes Thema..

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Nicht der Ursprungsposter, aber: ING.

Eine stärkere Bank im Bereich Baufi hat man hier nicht wirklich, auch keine DSL etc.

Und die cutten komplett bei 100%.

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

Ich gebe dir Recht, weil ich auch Bankerfahrung habe.

Aber es gibt bei keiner nennenswert erfolgreichen Bank in DE den Cut bei einer 100% Finanzierung.

Ich kenne viele Leute, die 120% oder noch mehr finanziert haben. Und das hat die Bank locker lässig gemacht.

antworten
Ein KPMGler

110% Finanzierung für 580.000€

Ich werde hier missverstanden.
Ich habe nicht gesagt, dass man es anstreben sollte, einen LTV über 100 zu finanzieren, ich sagte nur dass es problemlos möglich ist und absoluter Marktstandard mit Ausnahme der Commerzbank - gerade aufgrund der rasant gestiegenen Marktpreise.

Und Wik-RL macht LTV größer 100 unmöglich? Dann wurde das vielleicht so bei euch implementiert, ist aber faktisch KEIN Bestandteil der Regularie an sich. Ich musste es selbst bei 2 Banken implementieren und das ist definitiv nicht enthalten.

Und 27 soll nach Wik-RL zu alt sein? Die haben 40 Erwerbsjahre vor sich. Keine Bank wird aufgrund dessen bei 2% Tilgung die Finanzierung ablehnen.

Anyway, die Diskussionen macht kein Sinn. Mein Punkt war: ich würde es nicht gerade empfehlen, mit LTV über 100 zu finanzieren, es ist aber problemlos am Markt möglich entsprechende (günstige) Finanzierungen zu bekommen (natürlich nicht Dr. Klein und andere NPL-Schmieden...) und mit 5000netto kann man problemlos 1800-2000 Finanzierung stemmen und das geben die Haushaltsrechnungen in quasi allen Banken die ich kenne her.

Aber jetzt... macht gerne weiter, ich halt mich hier raus

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Also 1. und 2. stimmen schon mal nicht, weiß nicht welche Bank 1. direkt ein Ausschlusskriterium draus macht, aber ich war selber bei der Immofinanz und das geht heutzutage schon dicke klar. Die Banken schießen weiterhin Geld in den Markt und viele haben nach wie vor in den Forecasts das Forderungswachstum (PK & FK) als KPI.

Zudem sind die Lhk bei jeder Bank fixe Beträge und steigen nicht mit dem Netto an, was bei einem 2 Personen Haushalt mit 5k netto daher ein geringer Posten in der HH Rechnung ist.

  1. 5k ohne EK sind schwierig, auf jeden Fall. Aber unmöglich ist es heutzutage nicht. Bei einer mischkalkulation mit 100k kfw Darlehen kannst du die Tilgung hochschrauben und trotzdem mit leistbarer Rate kalkulieren.

  2. Die Problematik mit den Renteneintritt stimmt, wobei man die Tilgung eventuell auch wie unter 3. beschrieben höher ansetzen könnte. 2,5-3% sind schon drin, dann sieht die Sache bis zum Renteneintritt wieder ganz anders aus.

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Wie kann man da denn +1 geben?

Habt ihr schon mal was von der Wohnimmobilienkreditrichtline gehört?
Meine Bank würde ihn so nicht finanzieren (ich arbeite in der Baufi). Und es ist keine Wald- und Wiesenbank, sondern in den top 3 in Deutschland.

  1. Über 100% sollen finanziert werden = hartes Ausschlusskriterium.
  2. Lebenshaltungskosten der Banken, welche rechnerisch einbezogen werden drücken die Haushaltsrechnung enorm.
  3. Dazu kommt, dass beide Einkommen zu gering für den Darlehenswunsch sind. Das mag für viele so nicht nachvollziehbar sein, ist aber gemäß interner Kriterien so.
  4. Und da kommt das Alter und die Gesamtlaufzeit der Finanzierung ins Spiel: das Darlehen muss trotz Abschlag vom Netto (für den späteren Renteneintritt) über den Renteneintritt hinaus finanzierbar sein. Wenn wir also als Annuität 1 oder 2 % Tilgung einkalkulieren und sich daraus eine Kreditlaufzeit ergibt, welche über das Rentenalter hinaus geht, rechnen die Systeme im Hintergrund mit einem geringeren Haushaltsnetto -> kann wieder zu einem Problem führen.

+1

Ein KPMGler schrieb am 12.12.2019:

Ich seh das alles gar nicht so kritisch wie ihr alle hier.
Ich habe vor genau einem Jahr ein Haus gekauft mit ca 90% Beleihungsauslauf.
Die Nebenkosten sind halt brutal, in Berlin 6%, Makler 7,14%, Notar 1%... zack, sind bei einem 800tEUR Haus schon fast 120tEUR für Nebenkosten weg.

Und bei starker monatlicher Liquidität (und das ist der TE mit 5000EUR netto) machen das Banken problemlos und ich seh da auch keine große Gefahr drin.
Zinsen werden um 1% liegen, insb. mit KfW-Anteil, 5% Sondertilgung... das funktioniert schon alles.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Wir haben uns vor knapp einem Jahr in einer ähnlchen Situation dagegen entschieden, zu bauen, und werden weiter mieten. Einziger Grund war für uns, dass wir an unserem jetzigen Wohnort nicht unbedingt sesshaft beiben wollen und die Perspektive eines Umzuges innerhalb der nächsten 10 Jahre in mehrfacher Hinsicht einfach nur Glücksspiel wäre aufgrund der Nebenkosten in diesen Größenordnungen, die auch bei steigenden Preisen erstmal wieder reikommen müssten, und natürlich aufgrund der insgesamt unsicheren Preisentwicklung.

Beides würde Euch prinzipiell ja auch treffen, allerdings wäre ich da wesentlich entspannter, wenn mein Horizont 20+ Jahre wäre.

Übrigens gibt es auch Modelle, in denen der Zinssatz für 35 Jahre festgeschrieben wird. Etwas teurer, klar, aber dadurch kannst Du Dich sehr genau absichern.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Es kommt drauf an, wo man arbeitet.
Ich arbeite im Automotive Bereich (DAX30) und jedes an der Automobilindustrie teilnehmende Unternehmen hat bereits einen riesigen Jobabbau angekündigt.
Mein Standort in Bayern wird geschlossen (nur Produktion).

Zum Glück bin ich nicht betroffen - STAND HEUTE.

Wer weiß, was noch passiert.
Es gibt einfach viele Unsicherheiten (sowohl politische als auch wirtschaftliche Unsicherheiten, die mich jederzeit erwischen könnten).

Daher meine Strategie: Ich lege mein Geld in Aktien an (bin schon seit 2015 dran) und versuche, mein Vermögen aufzubauen.

Mein EK ist stand heute ca. 106.000 EUR (schwankend mit Aktien) mit dem Alter von 32 trotz 4-jähriger BE.
Wenn die EK-Quote knapp meine FK-Quote übersteigen würde, dann würde ich über eine ETW nachdenken.
Ob ich mit Aktien Vermögen signfikant aufgebaut habe, ist eine andere Frage.

Momentan weiß ich auch nicht, wo ich mein Leben verbringen will. Deshalb kommt eine Lebensentscheidung noch dazu.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Ich verstehe die vielen mahnenden Stimmen hier.

Aber ergänzend:
In Deutschland ist Sicherheit viel wichtiger und im Mindset viel tiefer verankert als Unternehmertum und finanzieller Erfolg. Als Folge scheuen hier sehr viel das Risiko.
Wenn dann Tausende Chancen am Aktienmarkt vertan sind und das Geld für -0,2 Prozent "Rendite" auf dem Sparkonto liegt, wird eben mit der T-Aktie von vor 20 Jahren argumentiert.

Meine Immobilienverschuldung/-quote ist zum jeweiligen (Kauf-)Moment maximiert, das ist aber egal, da ich regelmäßig auch Gehaltserhöhungen erhalte und somit dennoch nach Monaten / Jahren des "Sparens" wieder flexibler werde.
Parallel investiere ich permanent "übriges" Geld sowie meine Boni.

Nach 10 Jahren im Beruf ist die Schere zu ehemaligen Studienkollegen beim selben Arbeitgeber weit auseinander gegangen: Ich habe nicht nur Immobilien- und Sachvermögen, sondern auch passive Einkommen (Immobilien und Dividenden). Die Kollegen habe in derselben Zeit einen Vermieter finanziert und nicht wirklich besser gelebt, haben aber permanent ein "ruhiges Gewissen".

Wenn du mit dem "Druck" des Kredits umgehen kannst und euch die Immobilie ohne Vorbehalte zusagt, realisiere den Kauf! Ihr werdet niemals wieder so wenig verdienen wie gerade und wenn ihr in 5 Jahren Nachwuchs erwartet, habt ihr mit Elterngeld auch nicht weniger Geld als heute und werdet den Kredit weiterhin bedienen können.
Wenn du aus Finanzsicht Sicherheit anstrebst, bleibe Mieter, verfolge keine Aktienmärkte und bleibe zufrieden.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:
(...)

Ihr werdet niemals wieder so wenig verdienen wie gerade und wenn ihr in 5 Jahren Nachwuchs erwartet, habt ihr mit Elterngeld auch nicht weniger Geld als heute und werdet den Kredit weiterhin bedienen können.

Steile These.
Da Du aber erst seit 10 Jahren im Arbeitsmarkt bist - und damit nichts anderes als den Aufschwung kennst - kann man Dir kaum einen Vorwurf machen. Typisches "Sommerkind"-Denkmuster.
Du hast die Zeit auch gut und sinnvoll genutzt und Dir offenbar ein weiches Polster aufgebaut, auf das Du fallen kannst.
Auf der Basis aber altklug zu orakeln, dass der TE und seine Frau nie wieder weniger verdienen werden, als in der Gegenwart (noch dazu, ohne auch nur die Branchen, geschweige denn die Funktion zu kennen, in der sie tätig sind) ist direkt naiv.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Da mich das Thema gerade ganz aktuell betroffen hat... Elterngeld ist gedeckelt... in meiner Elternzeit hat mein Elterngeld nicht mal 50% meines normalen Netto Einkommens gedeckt.... von daher yep steile These dass man mit Elterngeld nicht weniger hat...

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

(...)

Ihr werdet niemals wieder so wenig verdienen wie gerade und wenn ihr in 5 Jahren Nachwuchs erwartet, habt ihr mit Elterngeld auch nicht weniger Geld als heute und werdet den Kredit weiterhin bedienen können.

Steile These.
Da Du aber erst seit 10 Jahren im Arbeitsmarkt bist - und damit nichts anderes als den Aufschwung kennst - kann man Dir kaum einen Vorwurf machen. Typisches "Sommerkind"-Denkmuster.
Du hast die Zeit auch gut und sinnvoll genutzt und Dir offenbar ein weiches Polster aufgebaut, auf das Du fallen kannst.
Auf der Basis aber altklug zu orakeln, dass der TE und seine Frau nie wieder weniger verdienen werden, als in der Gegenwart (noch dazu, ohne auch nur die Branchen, geschweige denn die Funktion zu kennen, in der sie tätig sind) ist direkt naiv.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Ohne Studium fängst du ersten mit 15 statt mit 25 an zu arbeiten (überspitzt gesagt) und zweiten bekommst du ohne Studium gerade mal 1500-2000€ netto. Wie willste da 1500€ sparen?

Merkste selbst? Du hast keine Ahnung, sorry.

Das (zugegeben unsinnige) Thema war, ob man im Studium schon anfangen sollte, für sein Eigenkapital zu sparen. Nicht, ob man überhaupt studieren sollte (...- manche sollten das nicht tun).

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Da mich das Thema gerade ganz aktuell betroffen hat... Elterngeld ist gedeckelt... in meiner Elternzeit hat mein Elterngeld nicht mal 50% meines normalen Netto Einkommens gedeckt.... von daher yep steile These dass man mit Elterngeld nicht weniger hat...

(...)

Ihr werdet niemals wieder so wenig verdienen wie gerade und wenn ihr in 5 Jahren Nachwuchs erwartet, habt ihr mit Elterngeld auch nicht weniger Geld als heute und werdet den Kredit weiterhin bedienen können.

Steile These.
Da Du aber erst seit 10 Jahren im Arbeitsmarkt bist - und damit nichts anderes als den Aufschwung kennst - kann man Dir kaum einen Vorwurf machen. Typisches "Sommerkind"-Denkmuster.
Du hast die Zeit auch gut und sinnvoll genutzt und Dir offenbar ein weiches Polster aufgebaut, auf das Du fallen kannst.
Auf der Basis aber altklug zu orakeln, dass der TE und seine Frau nie wieder weniger verdienen werden, als in der Gegenwart (noch dazu, ohne auch nur die Branchen, geschweige denn die Funktion zu kennen, in der sie tätig sind) ist direkt naiv.

Ich glaube die Idee dahinter war, dass die Gehaltssteigerungen in den beispielhaften kommenden 5 Jahren so stark ausgefallen sein werden, dass sie die Reduzierung des Haushaltseinkommens durch den Bezug von Elterngeld eines der Partner wieder egalisieren, bezogen auf das heutige Einkommen.
Die These bleibt steil.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Da mich das Thema gerade ganz aktuell betroffen hat... Elterngeld ist gedeckelt... in meiner Elternzeit hat mein Elterngeld nicht mal 50% meines normalen Netto Einkommens gedeckt.... von daher yep steile These dass man mit Elterngeld nicht weniger hat...

Er schrieb ja in 5 Jahren. Die 1.800 € Elterngeld (ggf. mit 10% Geschwisterbonus) plus Kindergeld (gut 200 €) sind bei den geringeren Abgaben nicht ohne. Das eine Jahr läßt sich ein Immobilienkredit schon wuppen.

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know-it-all

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 13.12.2019:

Da mich das Thema gerade ganz aktuell betroffen hat... Elterngeld ist gedeckelt... in meiner Elternzeit hat mein Elterngeld nicht mal 50% meines normalen Netto Einkommens gedeckt.... von daher yep steile These dass man mit Elterngeld nicht weniger hat...

Zumindest kann man ganz gut vorab kalkulieren, wieviel man bekommt. Da sollte dann also niemand erst hinterher jammern, wie wenig das ist.
Wenn dein Elterngeld <50% deines Nettos beträgt, dann wohl auch deswegen, dass dein Netto nicht gerade niedrig war. Normalerweise ist es ja so um die 65% des letzten Nettos, jedoch, wie du richtig angemerkt hast, mit Deckelung bei 1.800 EUR.

Aber selbst bei früher Rückkehr der Ehefrau in den Job nach ca. einem Jahr und Ende des Elterngeldbezugs, sollte man sich darauf einstellen, dass das nicht sofort wieder in Vollzeit ist/geht, und deswegen in der Folge mit Einkommenseinbußen rechnen.
Außerdem kommen dann die Gebühren für Kita bzw. Kinderbetreuuung, die, sofern sie einkommensabhängig berechnet werden, hier auch nicht gerade niedrig sein werden.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

mir fehlen hier überhaupt noch einige Punkte:

  1. Job, Position, Bruttoeinkommen Mann/Frau (ohne Boni), Vollzeit/Teilzeit? Branche?
  2. potentielles Erbe in Sicht? Wann? Wie hoch?
  3. Hauskauf in welcher Region? Rahmenbedingungen vom Haus? Größe Grundstück, Wohnfläche, Altbau/Neubau? Wenn Altbau -> wann stehen Renovierungen an? Habt ihr vor, dort bis zur Rente oder darüber hinaus zu bleiben?
  4. Familienplanung? Wann? Wieviele Kinder?

Nur mit diesen Infos kann man halbwegs abschätzen, ob das machen/stemmen kann oder nicht. Alles andere ist unseriös.
Man muss doch erstmal schauen, ob die Rahmenbedingungen sich eher verbessern oder verschlechtern und ob das Haus nicht bereits völlig überbewertet ist.
Wenn das Haus an Wert verliert und die Einkommenssituation sich verschlechtert, dann gute Nacht... ich sehe es schon kommen... die Krise kommt und die Häuser sinken vom Wert und die Einkommensituation ebenfalls.... die Bank gewinnt immer!

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Immer gewinnt die Bank nun auch nicht, bei soviel Geld wie derzeit in den Markt gepumpt wird, irgendwer muss das alles auch zurückzahlen.

Bei vielen Leuten ist das einfach nicht dauerhaft gesichert. 30, 35 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, da kann viel passieren..

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 14.12.2019:

Immer gewinnt die Bank nun auch nicht, bei soviel Geld wie derzeit in den Markt gepumpt wird, irgendwer muss das alles auch zurückzahlen.

Bei vielen Leuten ist das einfach nicht dauerhaft gesichert. 30, 35 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, da kann viel passieren..

dass unsere deutschen und italienischen Banken notleidend sind, ist ja hinlänglich bekannt. Aber wenn diese Pleite gehen, dann hilft entweder a) der Steuerzahler aus oder b) das SAG (Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) in Form der Bankguthaben der Kunden zur Rettung schon aus.
Banken sind, im Vergleich zu 2008, von der Anzahl geschrumpft bzw. jede einzelne Bank größer geworden und erst Recht "too big to fail". D.h. irgendeine Lösung wird sich der Staat dann schon einfallen lassen. Notfalls werden die Banken dann halt verstaatlicht.
Dann werden zur Rettung der Wirtschaft eben Kredite ausgegeben wie nochmal was und dann wird das Kartenhaus zusammenfallen. Banken wird es aber immer geben, dann aber halt in anderer Form.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Es gibt ebay für Häuser. Auch bei Immoscout und Immonet kann man privat inserieren. Das Problem dabei ist, dass private Verkäufer ihre Immobilie immer weit über Marktwert verkaufen wollen. Die gesparten Maklergebühren können sich dann für den Käaufer ganz übel rächen! Der Makler versucht immer, den Verkäufer auf einen realistischen Preis runter zu holen. Wenn das nicht gelingt, wird der Makler die Vermarktung des Objekts i.d.R. ablehnen.

WiWi Gast schrieb am 12.12.2019:

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 14.12.2019:

Es gibt ebay für Häuser. Auch bei Immoscout und Immonet kann man privat inserieren. Das Problem dabei ist, dass private Verkäufer ihre Immobilie immer weit über Marktwert verkaufen wollen. Die gesparten Maklergebühren können sich dann für den Käaufer ganz übel rächen! Der Makler versucht immer, den Verkäufer auf einen realistischen Preis runter zu holen. Wenn das nicht gelingt, wird der Makler die Vermarktung des Objekts i.d.R. ablehnen.

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Vielmehr versuchen die Makler, da sie prozentual vom Verkaufspreis bezahlt werden, diesen möglichst hoch anzusetzen.

Zudem: Ein echtes Ebay für Häuser kann es nicht geben, da ein Verkauf nur über den Makler rechtlich bindend ist. Alles was vorher passiert ist halt nicht bindend.

antworten
Ein KPMGler

110% Finanzierung für 580.000€

Seltsame Frage... ich habe mir ja nicht als Käufer einen Makler geholt (geht natürlich auch, aber ist ja noch mehr Geld verbrennen), sondern der Verkäufer hat den Makler engagiert.
Und ja, glücklicherweise gibt es immer mehr Leute, die sich gegen die 7,14% (in Berlin) stemmen und das Haus lieber privat verkaufen. Dann kann auch der Preis noch mal um 3-7% erhöht werden um die Verhandlungsposition hinterher zu verbessern. Käufer sind interessanterweise sehr viel williger NICHT groß zu verhandeln, wenn kein Makler dazwischen ist.

Und es gibt natürlich auch extra Immobilienplatformen, die sich auf Vertrieb ohne Makler spezialisiert haben.

Mich haben diese 3 Kostenblöcke (Makler, Grundbuch + Grunderwerbsteuer und Notar) echt zum Kochen gebracht im Rahmen unseres Hauskaufs.
Mir kann einfach keiner glaubhaft erklären, warum die Kosten für diese 3 "Transaktionsteilnehmer" linear zum Kaufpreis steigen - ok, Grunderwerbsteuer ist etwas außen vor.
Macht der Notar mehr oder weniger wenn das Haus 800tEUR statt 300tEUR kostet? Der Makler? Nein, die machen alle immer den gleichen (tlw. beschissenen) Job.

Und die sollen ja auch gerne gut bezahlt werden, soll meinetwegen ein Makler eine flat-fee von 20tEUR und ein Notar 2-3tEUR erhalten, aber warum zum Teufel muss ich dem Makler 60tEUR und dem Notar 8tEUR überweisen nur weil mein Haus 800tEUR statt 350tEUR gekostet hat? Deswegen muss der Notar keine Seite Kaufvertrag mehr oder weniger vorlesen und der Makler kein Foto mehr oder weniger bei Immoscout einstellen

So sorry, hab mich wieder abgeregt.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Es gibt ebay für Häuser. Auch bei Immoscout und Immonet kann man privat inserieren. Das Problem dabei ist, dass private Verkäufer ihre Immobilie immer weit über Marktwert verkaufen wollen. Die gesparten Maklergebühren können sich dann für den Käaufer ganz übel rächen! Der Makler versucht immer, den Verkäufer auf einen realistischen Preis runter zu holen. Wenn das nicht gelingt, wird der Makler die Vermarktung des Objekts i.d.R. ablehnen.

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Vielmehr versuchen die Makler, da sie prozentual vom Verkaufspreis bezahlt werden, diesen möglichst hoch anzusetzen.

Zudem: Ein echtes Ebay für Häuser kann es nicht geben, da ein Verkauf nur über den Makler rechtlich bindend ist. Alles was vorher passiert ist halt nicht bindend.

Was? Nur ein Verkauf über den Makler ist rechtlich bindend? Das ist schlichtweg nicht wahr. Makler ist nichtmal eine geschützte Berufsbezeichnung. Makler sind Vermittler, ohne irgendeine besondere rechtliche Stellung.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Der Makler ist Vermittler. Ein Kauf wird beim Notar beurkundet, damit wird er rechtswirksam. Es bleibt aber dabei, mit Makler ist der Kauf insgesamt oft billiger als ohne Makler. Ein Immobilienbesitzer sieht sein Objekt emotional und bildet sich ein, dass es einen sehr hohen Wert haben müsste. Das wird dann zu teuer. Obwohl ich selbst Makler bin, habe ich meine eigenen Objekte deshalb auch über Makler gekauft und ganz brav die Provisionen bezahlt. Das war für mich die beste Lösung.

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Es gibt ebay für Häuser. Auch bei Immoscout und Immonet kann man privat inserieren. Das Problem dabei ist, dass private Verkäufer ihre Immobilie immer weit über Marktwert verkaufen wollen. Die gesparten Maklergebühren können sich dann für den Käaufer ganz übel rächen! Der Makler versucht immer, den Verkäufer auf einen realistischen Preis runter zu holen. Wenn das nicht gelingt, wird der Makler die Vermarktung des Objekts i.d.R. ablehnen.

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Vielmehr versuchen die Makler, da sie prozentual vom Verkaufspreis bezahlt werden, diesen möglichst hoch anzusetzen.

Zudem: Ein echtes Ebay für Häuser kann es nicht geben, da ein Verkauf nur über den Makler rechtlich bindend ist. Alles was vorher passiert ist halt nicht bindend.

Was? Nur ein Verkauf über den Makler ist rechtlich bindend? Das ist schlichtweg nicht wahr. Makler ist nichtmal eine geschützte Berufsbezeichnung. Makler sind Vermittler, ohne irgendeine besondere rechtliche Stellung.

antworten
know-it-all

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Zudem: Ein echtes Ebay für Häuser kann es nicht geben, da ein Verkauf nur über den Makler rechtlich bindend ist. Alles was vorher passiert ist halt nicht bindend.

Echt abenteuerlich was hier zuweilen wieder mal zu lesen ist...

Man darf annehmen, dass du Makler und Notar verwechselst hast? Die Einbeziehung eines Notars ist bei aktueller Rechtslage notwendige Voraussetzung für den Abschluss eines wirksamen Kaufvertrags für Haus und/oder Grundstück.
Das ist komplett davon unabhängig, wie sich Käufer und Verkäufer gefunden haben (ob per Makler, Immoscout oder zufällig).

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Amen

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Der Makler ist Vermittler. Ein Kauf wird beim Notar beurkundet, damit wird er rechtswirksam. Es bleibt aber dabei, mit Makler ist der Kauf insgesamt oft billiger als ohne Makler. Ein Immobilienbesitzer sieht sein Objekt emotional und bildet sich ein, dass es einen sehr hohen Wert haben müsste. Das wird dann zu teuer. Obwohl ich selbst Makler bin, habe ich meine eigenen Objekte deshalb auch über Makler gekauft und ganz brav die Provisionen bezahlt. Das war für mich die beste Lösung.

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Es gibt ebay für Häuser. Auch bei Immoscout und Immonet kann man privat inserieren. Das Problem dabei ist, dass private Verkäufer ihre Immobilie immer weit über Marktwert verkaufen wollen. Die gesparten Maklergebühren können sich dann für den Käaufer ganz übel rächen! Der Makler versucht immer, den Verkäufer auf einen realistischen Preis runter zu holen. Wenn das nicht gelingt, wird der Makler die Vermarktung des Objekts i.d.R. ablehnen.

Markler 7,14% das ist ja übel.

Wozu braucht man einen Makler der bei einem 500k Haus mal eben 36k mitnimmt?? Ist dieser dann Haushaltshilfe und persönlicher Assistent für ein ganzes Jahr?

Wie geht man vor wenn man auf einen Makler verzichten möchte? Wieso gibt es kein Ebay für Häuser?

Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Vielmehr versuchen die Makler, da sie prozentual vom Verkaufspreis bezahlt werden, diesen möglichst hoch anzusetzen.

Zudem: Ein echtes Ebay für Häuser kann es nicht geben, da ein Verkauf nur über den Makler rechtlich bindend ist. Alles was vorher passiert ist halt nicht bindend.

Was? Nur ein Verkauf über den Makler ist rechtlich bindend? Das ist schlichtweg nicht wahr. Makler ist nichtmal eine geschützte Berufsbezeichnung. Makler sind Vermittler, ohne irgendeine besondere rechtliche Stellung.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Ist doch offensichtlich, dass hier gemeint war, ohne "Notar" geht es nicht. Deshalb gibts keine wirksamen Online-Versteigerungen von Immobilien a la Ebay.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Er meinte wahrscheinlich Notar...

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Auf den Portalen werden Immobilien von Privat angeboten. Den Kaufvertrag kann man nur bei einem Notar machen. Genau so wie bei den Maklerangeboten. Bei Immobilien-Auktionen ist dann ein Notar mit dabei. Bei den Auktionen sind meistens Problemobjekte dabei. Seht Euch mal die Privatangebote an. Fast immer viel zu teuer.

WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

Ist doch offensichtlich, dass hier gemeint war, ohne "Notar" geht es nicht. Deshalb gibts keine wirksamen Online-Versteigerungen von Immobilien a la Ebay.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Was mich aufregt ist die neue Masch, dass überhaupt keine Kaufpreise mehr ausgewiesen werden sondern gesagt wird, man solle ein Gebot abgeben. Später dann die Information: Sie sind überboten worden, wollen Sie nachlegen?

Bei einem Bekannten war es ganz krass. Mit dem Verkäufer geeinigt, für Montag Notartermin angesetzt und am Freitag klingelt das Telefon: der Makler ist dran und sagt: Sie sind gerade um 50k überboten worden. Was wollen Sie machen?

Was waren das für Zeiten als ein Handschlag noch etwas galt..

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Was mich aufregt ist die neue Masch, dass überhaupt keine Kaufpreise mehr ausgewiesen werden sondern gesagt wird, man solle ein Gebot abgeben. Später dann die Information: Sie sind überboten worden, wollen Sie nachlegen?

Bei einem Bekannten war es ganz krass. Mit dem Verkäufer geeinigt, für Montag Notartermin angesetzt und am Freitag klingelt das Telefon: der Makler ist dran und sagt: Sie sind gerade um 50k überboten worden. Was wollen Sie machen?

Was waren das für Zeiten als ein Handschlag noch etwas galt..

Keine Sorge die Zeiten kommen bald wieder.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Und hier noch mein Input.

Wir haben Anfang des Jahres ein Haus gekauft. Großstadt, aber keine der Top-Städte. Preis war 415.000 EUR und wir haben 80k EK in die Finanzierung als EK gepackt und zusätzlich natürlich noch die Nebenkosten cash zahlen müssen - gottseidank war kein Makler beteiligt.

Ich machs mal als Auflistung... es sind so viele Themen...

  1. Ein Kauf / eine Finanzierung ist IMMER mit einem gewissen Risiko verbunden; hier muss man versuchen, rauszufinden, ob man die "wahrscheinlichsten möglichen" Risiken beherrschen kann; dazu gehört für mich zB, dass einer von beiden den Job verliert

  2. Vermeidet Gier frisst Hirn! Ich selbst verstehe den Wunsch nach was Eigenem sehr gut, aber bleibt alle vernünftig!

  3. Achtet bei der Finanzierung darauf, dass sie für EUCH selbst passt; die Zustimmung eines Finanzierungsberaters oder einer Bank ist nach meiner Erfahrung NICHTS wert; die Banken machen heutzutage fast jeden Mist mit

  4. Zinsbindung 20 Jahre oder länger; wer heutzutage was anderes macht, dem ist nicht mehr zu helfen

  5. Schielt nicht ausschließlich auf die monatliche Rate und ob ihr die stemmen könnt (damit fangen die Berater immer an, aber das ist nicht so sehr der Punkt!); mindestens genauso wichtig ist die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung; schaut mal, was passiert, wenn die Zinsen dann auf 5% steigen (und das wäre historisch gesehen nciht mal sehr hoch)

  6. Unterschätzt die unerwartete Kostenexplosion nicht; uns ist es genauso gegangen. Du besichtigst das Haus, planst ein paar Maßnahmen.... die Maßnamen werden natürlich nicht billiger als gedacht und vor allem werdet ihr noch viel mehr entdecken, was ihr plötzlich machen wollt. Und es ist unfassbar, wie schnell ihr da hohe Summen bekommt. So ging es uns:
    Nach Finanzierung / Vor dem Einzug:
    • Ach.. neue Fensterbänke... nun ja - jetzt oder nie
    • Elektrische Rollos: Jetzt oder nie, denn in 3 Wochen wird ja tapeziert
    • Mist: Wir können ja gar nicht einfach Rigipsplatten auf die hässliche alte Holzdecke setzen; hält nicht gut; Holzdecke muss ab und neue Untergrundkonstruktion gemacht werden; dann erst Ripigsplatten drauf
    • Kurz nochmal dann doch für den schöneren teureren Boden entschieden - jetzt oder nie!
      Nach dem Einzug:
    • Fuck - es zieht voll kalt aus dem Keller in den Flur hoch -> Einsatz Wand und Tür für 1.500 EUR
    • Boah, ich dachte, der Flur würde mich nicht stören... aber jetzt... -> Fliesen raus, neuer Boden (1.500 EUR)
    • Es riecht definitiv nach Schimmel im Abstellraum -> Fliesenraus, Putz neu, raum renovieren (600 EUR)
    • Der Waschkeller ist schon arg ungemütlich... hierauch nochmal 500 EUR investieren
    • Die 30 Jahre alten Türen störren jetzt irgendwie schon... lass uns die doch direkt jetzt machen lassen anstatt in 5 Jahren (4.000 EUR)
    • Bad... ich dachte, das geht noch. aber boah ist das mies, wenn man direkt hinguckt; wir sollten so schnell wie möglich das Bad machen lassen
    • Garten: Ja man der ist mega, aber ich sehe schon, wie wir hier unser Geld im Frühling loswerden
       
      Lange Rede kurzer Sinn: Wir hatten noch 40k Puffer auf dem Konto geplant bei der Finanzierung. Und wir sind froh, das wir davon (und von dem, was zum Glück monatlich übrig ist) nun Dinge machen können, da wir merken, dass dann doch noch einiges nötig ist, damit wir uns wohl fühlen.
       
  7. Auch wenn es toll ist, nun ein Haus zu besitzen. Es gab mehr als einmal die Situation, dass ich mich gefragt habe, ob es das wirklcih alles wert war/ist. Es nimmt schon echt viel Zeit in Anspruch - auch nach dem Umzug. Ich freu mich drüber und weiß, dass 2020 entwas entspannter wird. Aber es gibt noch so viele Baustellen... damit muss man umgehen können.

  8. Wir haben bereits ein 2 jährigse Kind gehabt, als wir das Haus gekauft haben. Unterschätzt die Mehrausgaben (bei gleichzeitigen Gehaltseinbußen) für ein Kind nicht - gerade in der Anfangsphase.

  9. Eigene Erfahrung: Das Thema ist wirklich eine Belastung für unsere Beziehung gewesen. Beide sind so sehr beschäftigt und gleichzeitig hat man so viele Puntke zu entscheiden, was auch zu Streit führen kann. Bei uns ist es nun wieder gut :) Aber auch das ist ein Punkt, den man rigendwie von vielen hört und wir mussten uns leider da einreihen.

  10. Viel Glück - egal ob zur Miete oder im Eigenheim!
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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Ein super Beitrag. Hier spiegelt sich echte Erfahrung wieder und nicht nur kaltes Kalkül irgendwelcher Studenten.

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Und hier noch mein Input.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Dieser Post ist ein echte Goldgrube für jeden Häuslebauer oder -käufer.

Noch eine Ergänzung zum Punkt 2 mit dem Thema Lebensglück.
Mir sagte mal ein Finanzberater, es gäbe laut Studien kaum etwas das einer Beziehung so sehr schade wie ein über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse geplantes Haus. Ich dachte mir damals klar, der will, dass eben viel für die Vorsorge bleibt. Ist auch sicherlich so gewesen.

Als ich das in meinem Freundes- und Bekanntenkreis dann über die vergangenen 2 Jahrzehnte beobachtet habe, hat sich allerdings gezeigt, dass da viel Wahres dran ist. Wenn täglich dieses sollen/können wir uns das leisten Thema über Entscheidungen schwebt, reibt das richtig auf.

Mit einer guten Beziehung, Rat und Trost bei Freunden und Eltern lässt sich vieles am Ende schaffen aber der Aspekt wird fast immer bei den Planungen unterschätzt.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

100% agree! Uns ging es fast genauso wie Euch! Hatten uns dann auch noch in eine Altbauvilla von 1910 verliebt. Alleine für die Kosten des neuen Dachs hätten wir 5 Jahre zur Miete leben können. Aber nun gut, ich sehe das eigene Haus nicht unbedingt als Finanzanlage sondern eher als Hobby.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Ein super Beitrag. Hier spiegelt sich echte Erfahrung wieder und nicht nur kaltes Kalkül irgendwelcher Studenten.

Absolute Zustimmung Lebenserfahrung pur!

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WiWi Gast

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Wer bauen will, muß zwei Pfennige für einen rechnen.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Was sind denn Pfennige?

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Was waren das für Zeiten als ein Handschlag noch etwas galt..
Keine Sorge die Zeiten kommen bald wieder.

Ich wünsche mir so sehr, dass du recht behältst, bin aber wesentlich pessimistischer: Die Egomanie nimmt meiner Meinung nach zu...

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Was sind denn Pfennige?

Welcher Jahrgang bist du? :-)

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Was sind denn Pfennige?

Heutzutage muß man für die 1 Mio. im Kostenvoranschlag noch eine zweite in der Hinterhand haben :-)

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WiWi Gast

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Die Bauherren sind, wie wir alle wissen, keine Herren.

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WiWi Gast

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Ein KPMGler schrieb am 16.12.2019:

Seltsame Frage... ich habe mir ja nicht als Käufer einen Makler geholt (geht natürlich auch, aber ist ja noch mehr Geld verbrennen), sondern der Verkäufer hat den Makler engagiert.
Und ja, glücklicherweise gibt es immer mehr Leute, die sich gegen die 7,14% (in Berlin) stemmen und das Haus lieber privat verkaufen. Dann kann auch der Preis noch mal um 3-7% erhöht werden um die Verhandlungsposition hinterher zu verbessern. Käufer sind interessanterweise sehr viel williger NICHT groß zu verhandeln, wenn kein Makler dazwischen ist.

Und es gibt natürlich auch extra Immobilienplatformen, die sich auf Vertrieb ohne Makler spezialisiert haben.

Mich haben diese 3 Kostenblöcke (Makler, Grundbuch + Grunderwerbsteuer und Notar) echt zum Kochen gebracht im Rahmen unseres Hauskaufs.
Mir kann einfach keiner glaubhaft erklären, warum die Kosten für diese 3 "Transaktionsteilnehmer" linear zum Kaufpreis steigen - ok, Grunderwerbsteuer ist etwas außen vor.
Macht der Notar mehr oder weniger wenn das Haus 800tEUR statt 300tEUR kostet? Der Makler? Nein, die machen alle immer den gleichen (tlw. beschissenen) Job.

Und die sollen ja auch gerne gut bezahlt werden, soll meinetwegen ein Makler eine flat-fee von 20tEUR und ein Notar 2-3tEUR erhalten, aber warum zum Teufel muss ich dem Makler 60tEUR und dem Notar 8tEUR überweisen nur weil mein Haus 800tEUR statt 350tEUR gekostet hat? Deswegen muss der Notar keine Seite Kaufvertrag mehr oder weniger vorlesen und der Makler kein Foto mehr oder weniger bei Immoscout einstellen

So sorry, hab mich wieder abgeregt.

+1

Ist mir völlig umbegreiflich warum das scheinbar nur so wenige Leute aufregt. Deutschland hat die niedrigste Eigenheimquote der OECD aber passiert hier irgendwas? Nein, wahrscheinlich würde sogar die Partei die das ändert noch abgewählt werden weil ja so ein paar wundervolle Makler und Notare ihre Jobs verlieren würden. Mit kaum einer Berufsgruppe habe ich weniger Mitleid.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

DIe Eigenheimquote ist aber eben auch deshalb so niedrig, weil wir zwei Weltkriege und das dazugehörige Land verloren haben. Außerdem ist Deutschland als Mitte Europas schon immer ein Platz zum Durchziehen gewesen. Die Leute hier erkennen halt auch, dass ein Haus ein Klotz am Bein ist, wenn man den Ort wechseln möchte. Zu guter Letzt gibt es bei uns eine staatliche Altersvorsorge, sodass es nicht unbedingt ein Haus braucht.

antworten
WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Zu guter Letzt gibt es bei uns eine staatliche Altersvorsorge, sodass es nicht unbedingt ein Haus braucht.

Dass alles gelogen ist erkennt man an diesem Satz, denn weshalb 'brauchen' dann immer mehr Werte unbedingt in immer weniger Hände zu gelangen?

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

DIe Eigenheimquote ist aber eben auch deshalb so niedrig, weil wir zwei Weltkriege und das dazugehörige Land verloren haben. Außerdem ist Deutschland als Mitte Europas schon immer ein Platz zum Durchziehen gewesen. Die Leute hier erkennen halt auch, dass ein Haus ein Klotz am Bein ist, wenn man den Ort wechseln möchte. Zu guter Letzt gibt es bei uns eine staatliche Altersvorsorge, sodass es nicht unbedingt ein Haus braucht.

Die deutsche Bevölkerung ist eine der ärmsten Europas und das, obwohl sie gemessen am Bruttoeinkommen, eine der reichsten ist.

Erkläre in diesem Wiwi-Forum bitte den logischen Zusammenhang meiner beiden vorangehenden Aussagen, dann diskutieren wir hier weiter mit dir.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Das mit der Eigenheimquote und den beiden Weltkriegen galt hierzulande so vielleicht bis in die 80er Jahre.

Wobei die Eigenheimquote in der Schweiz ähnlich niedrig ist ohne Kriege dort.

Zudem hatte jeder damals die Chance, Schrebergärten am Rande der großen, infolge der Vertriebenen und Ostflüchtlinge rasch wachsenden Städte preiswert zu erwerben, die ein bis zwei Dekaden später wertvolles Bauland wurden.

Lese dazu die im Internet zu findenden Spiegel - Artikel: "GESELLSCHAFT / GRUND UND BODEN: 26 781 Prozent" und "BODENSPEKULATION: So was tut weh".

Das Problem liegt m. E. eher in der finanziellen Lebensklugheit und dem Nutzen wirtschaftlicher Chancen an den Immobilien- und Kapitalmärkten jenseits der Verwertung der eigenen Arbeitskraft bzw. Expertenwissen gegen Entgelt.

Ansonsten kann sich jeder eine der vielen preiswerten Immobilien in Italien ab TEUR 10,0 leisten, siehe casa.it und von der EU - Freizügigkeit profitieren.

Oder hierzulande in den Kreisen Holzminden oder Görlitz.

Nur wollen das die wenigsten.

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

DIe Eigenheimquote ist aber eben auch deshalb so niedrig, weil wir zwei Weltkriege und das dazugehörige Land verloren haben. Außerdem ist Deutschland als Mitte Europas schon immer ein Platz zum Durchziehen gewesen. Die Leute hier erkennen halt auch, dass ein Haus ein Klotz am Bein ist, wenn man den Ort wechseln möchte. Zu guter Letzt gibt es bei uns eine staatliche Altersvorsorge, sodass es nicht unbedingt ein Haus braucht.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Ein KPMGler schrieb am 16.12.2019:

Seltsame Frage... ich habe mir ja nicht als Käufer einen Makler geholt (geht natürlich auch, aber ist ja noch mehr Geld verbrennen), sondern der Verkäufer hat den Makler engagiert.
Und ja, glücklicherweise gibt es immer mehr Leute, die sich gegen die 7,14% (in Berlin) stemmen und das Haus lieber privat verkaufen. Dann kann auch der Preis noch mal um 3-7% erhöht werden um die Verhandlungsposition hinterher zu verbessern. Käufer sind interessanterweise sehr viel williger NICHT groß zu verhandeln, wenn kein Makler dazwischen ist.

Und es gibt natürlich auch extra Immobilienplatformen, die sich auf Vertrieb ohne Makler spezialisiert haben.

Mich haben diese 3 Kostenblöcke (Makler, Grundbuch + Grunderwerbsteuer und Notar) echt zum Kochen gebracht im Rahmen unseres Hauskaufs.
Mir kann einfach keiner glaubhaft erklären, warum die Kosten für diese 3 "Transaktionsteilnehmer" linear zum Kaufpreis steigen - ok, Grunderwerbsteuer ist etwas außen vor.
Macht der Notar mehr oder weniger wenn das Haus 800tEUR statt 300tEUR kostet? Der Makler? Nein, die machen alle immer den gleichen (tlw. beschissenen) Job.

Und die sollen ja auch gerne gut bezahlt werden, soll meinetwegen ein Makler eine flat-fee von 20tEUR und ein Notar 2-3tEUR erhalten, aber warum zum Teufel muss ich dem Makler 60tEUR und dem Notar 8tEUR überweisen nur weil mein Haus 800tEUR statt 350tEUR gekostet hat? Deswegen muss der Notar keine Seite Kaufvertrag mehr oder weniger vorlesen und der Makler kein Foto mehr oder weniger bei Immoscout einstellen

So sorry, hab mich wieder abgeregt.

+1

Ist mir völlig umbegreiflich warum das scheinbar nur so wenige Leute aufregt. Deutschland hat die niedrigste Eigenheimquote der OECD aber passiert hier irgendwas? Nein, wahrscheinlich würde sogar die Partei die das ändert noch abgewählt werden weil ja so ein paar wundervolle Makler und Notare ihre Jobs verlieren würden. Mit kaum einer Berufsgruppe habe ich weniger Mitleid.

Mal kurz was zum rechtlichen Hintergrund dieser Regelungen. Der Gesetzgeber hat sich u.a. deshalb für eine (degressive) Abhängigkeit der Notargebühren vom Kaufpreis entschieden, da er damit die "ärmeren" Hauskäufer unterstützen wollte. So ist das eben eine Quersubventionierung derjenigen die ein teures Haus kaufen zugunsten derjenigen, die sich nur ein günstiges leisten können. Bei einer Flatfee würde der Käufer der günstigen Hauses proportional höher belastet, was in unserer sozialen Marktwirtschaft eben nicht gerne gesehen wäre.

Bei Maklern sehe ich es dagegen wie Ihr. Da gibt es keinen Grund, dass der Verkäufer einen Vertrag zu Lasten des Käufers mit dem Makler abschließt. Da sollte es so sein, dass der Verkäufer den Makler zahlt, dann würde der Markt schon für ein sinnvolles Preisgefüge sorgen..

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Interessant bgl. der Quersubventionierung - danke für die Info!

ABER: In Zeiten, wo die Hauspreise innerhab von wenigen Jahren so derbe steigen, sollten vermutlich insgesamt mehr "Notargebühren" im Topf sein. Mir ist klar, dass das auch von der Anzahl der Hausverkäufe zB p.a. abhängig ist (hat hier jemand eine Statistik parat, wo man sieht, wie diese sich über die letzten 10 Jahre entwickelt hat?).

Aber angenommen dieser Topf an Notargebühren (Anzahl Transaktionen x durchschnittlicher Hauspreis x Notargebührensatz) ist aufgrund der überall gestiegenen Hauspreise entsprechend deutlich größer geworden in den letzten 10 Jahren.... dann ist das Argument der Quersubventionierung einfach nicht mehr stimmig. Es bedarf keiner Quersubventionierung mehr, wenn derjenige, der ein heute günstiges Haus (300k) vor 10 Jahren für dieses Haus 200k gezahlt hätte... oder übersehe ich hier was?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Ein KPMGler schrieb am 16.12.2019:

Seltsame Frage... ich habe mir ja nicht als Käufer einen Makler geholt (geht natürlich auch, aber ist ja noch mehr Geld verbrennen), sondern der Verkäufer hat den Makler engagiert.
Und ja, glücklicherweise gibt es immer mehr Leute, die sich gegen die 7,14% (in Berlin) stemmen und das Haus lieber privat verkaufen. Dann kann auch der Preis noch mal um 3-7% erhöht werden um die Verhandlungsposition hinterher zu verbessern. Käufer sind interessanterweise sehr viel williger NICHT groß zu verhandeln, wenn kein Makler dazwischen ist.

Und es gibt natürlich auch extra Immobilienplatformen, die sich auf Vertrieb ohne Makler spezialisiert haben.

Mich haben diese 3 Kostenblöcke (Makler, Grundbuch + Grunderwerbsteuer und Notar) echt zum Kochen gebracht im Rahmen unseres Hauskaufs.
Mir kann einfach keiner glaubhaft erklären, warum die Kosten für diese 3 "Transaktionsteilnehmer" linear zum Kaufpreis steigen - ok, Grunderwerbsteuer ist etwas außen vor.
Macht der Notar mehr oder weniger wenn das Haus 800tEUR statt 300tEUR kostet? Der Makler? Nein, die machen alle immer den gleichen (tlw. beschissenen) Job.

Und die sollen ja auch gerne gut bezahlt werden, soll meinetwegen ein Makler eine flat-fee von 20tEUR und ein Notar 2-3tEUR erhalten, aber warum zum Teufel muss ich dem Makler 60tEUR und dem Notar 8tEUR überweisen nur weil mein Haus 800tEUR statt 350tEUR gekostet hat? Deswegen muss der Notar keine Seite Kaufvertrag mehr oder weniger vorlesen und der Makler kein Foto mehr oder weniger bei Immoscout einstellen

So sorry, hab mich wieder abgeregt.

+1

Ist mir völlig umbegreiflich warum das scheinbar nur so wenige Leute aufregt. Deutschland hat die niedrigste Eigenheimquote der OECD aber passiert hier irgendwas? Nein, wahrscheinlich würde sogar die Partei die das ändert noch abgewählt werden weil ja so ein paar wundervolle Makler und Notare ihre Jobs verlieren würden. Mit kaum einer Berufsgruppe habe ich weniger Mitleid.

Mal kurz was zum rechtlichen Hintergrund dieser Regelungen. Der Gesetzgeber hat sich u.a. deshalb für eine (degressive) Abhängigkeit der Notargebühren vom Kaufpreis entschieden, da er damit die "ärmeren" Hauskäufer unterstützen wollte. So ist das eben eine Quersubventionierung derjenigen die ein teures Haus kaufen zugunsten derjenigen, die sich nur ein günstiges leisten können. Bei einer Flatfee würde der Käufer der günstigen Hauses proportional höher belastet, was in unserer sozialen Marktwirtschaft eben nicht gerne gesehen wäre.

Bei Maklern sehe ich es dagegen wie Ihr. Da gibt es keinen Grund, dass der Verkäufer einen Vertrag zu Lasten des Käufers mit dem Makler abschließt. Da sollte es so sein, dass der Verkäufer den Makler zahlt, dann würde der Markt schon für ein sinnvolles Preisgefüge sorgen..

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 18.12.2019:

Interessant bgl. der Quersubventionierung - danke für die Info!

ABER: In Zeiten, wo die Hauspreise innerhab von wenigen Jahren so derbe steigen, sollten vermutlich insgesamt mehr "Notargebühren" im Topf sein. Mir ist klar, dass das auch von der Anzahl der Hausverkäufe zB p.a. abhängig ist (hat hier jemand eine Statistik parat, wo man sieht, wie diese sich über die letzten 10 Jahre entwickelt hat?).

Aber angenommen dieser Topf an Notargebühren (Anzahl Transaktionen x durchschnittlicher Hauspreis x Notargebührensatz) ist aufgrund der überall gestiegenen Hauspreise entsprechend deutlich größer geworden in den letzten 10 Jahren.... dann ist das Argument der Quersubventionierung einfach nicht mehr stimmig. Es bedarf keiner Quersubventionierung mehr, wenn derjenige, der ein heute günstiges Haus (300k) vor 10 Jahren für dieses Haus 200k gezahlt hätte... oder übersehe ich hier was?

Das ist grundsätzlich schon richtig. Wobei die Quersubventionierung ja nicht nur bei den Häuserkäufen stattfindet, sondern insgesamt bei allen Notargeschäften (also von der einfachen Unterschriftsbeglaubigung für 20 Euro über Testamente bis hin zum Multimillionen-Euro-Unternehmenskauf.

Natürlich findet auch immer mal wieder eine Überarbeitung der Gebührentabellen statt. Aber eine signifikante Senkung der Gebühren (weil der Gegenstandswert im Durchschnitt deutlich gestiegen ist) hat m.E. nicht stattgefunden. Ich bin aber auch kein Notar sondern nur einfacher Anwalt und lasse mich da gerne eines besseren belehren.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Aber genau das wäre ja notwendig um fair zu bleiben oder?!

Natürlich findet auch immer mal wieder eine Überarbeitung der Gebührentabellen statt. Aber eine signifikante Senkung der Gebühren (weil der Gegenstandswert im Durchschnitt deutlich gestiegen ist) hat m.E. nicht stattgefunden. Ich bin aber auch kein Notar sondern nur einfacher Anwalt und lasse mich da gerne eines besseren belehren.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Grundsätzlich ist die EK-Quote bzw. die FK-Quote nicht entscheidend, sondern die Tragfähigkeit eines Kreditnehmers.
Man mag mind. 10 Jahre lang trotz der 110% Finanzierung problemlos die monatliche Rate zahlen können, aber trotzdem wäre die Restschuld zu hoch am Ende.

Daher sollte man sich bei so einer hohen Finanzierung die Frage stellen, ob man nachher mit der verbliebenen Restschuld umgehen kann.

Man kann die Restschuld problemlos refinanzieren, aber dann wärst Du Dein ganzes Leben lang nur an diesem Objekt gebunden.
Außerdem weißt Du nie, ob Du Kinder bekommst.
Kinder kosten. Das darf man nicht unterschätzen.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Scheidung oder Krankheit sollte man auch nicht vergessen.
Das Gezanke um das Haus bei einer Scheidung ist der maximal Abturn und kann einen psychisch richtig fertig machen.

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Kluswiwi schrieb am 11.12.2019:

Hallo Zusammen.

Meine Frau und ich sind 27.
Haben unbefristete Verträge und verdienen gesamt 4900€ Netto derzeit.
Nun wollen wir eine Immobilie kaufen für 494.000€ + Nebenkosten + Gebühren = ca. 580.000€
Trotz 35.000€ Eigenkapital, möchte ich bewusst 110% Finanzierung.
Sprich Kaufpreis + Gebühren.
Was haltet ihr davon?
Ist das sinnvoll.
Sollte ich bei Diskussion mit dem Finanzberater trotzdem mein Eigenkapital erwähnen? Oder wäre das taktisch unklug?
Ich stelle mir noch eine Frage: Was soll ich mich noch alles Fragen? In Bezug auf das Gespräch mit dem Finanzberater? Ich möchte hauptsächlich eine 110% Finanzierung; Sondertilgung zwischen 5-10%; Niedrige monatliche Rate mit circa 2% Tilgung p.a

35k EK ist lächerlich und viel zu wenig. Bring 100k

antworten
WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 11.12.2019:

Netter Versuch.

Mit knapp 5k Netto kann man keine 580k ohne vernünftigen EK Anteil finanzieren. Selbst wenn es einen zwielichtigen Bankberater gibt, der so einen Kredit vergibt, gräbt man sich damit sein finanzielles Grab.

Selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase bei einer Planung über 30 Jahre sind das noch gut 2k im Monat an Zinsen+Tilgung (1,5% effektiver Zins).

Natürlich geht das. 5k netto sind doch nicht das Problem sondern vielmehr das quasi nicht vorhandene EK

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

Und hier noch mein Input.

Wir haben Anfang des Jahres ein Haus gekauft. Großstadt, aber keine der Top-Städte. Preis war 415.000 EUR und wir haben 80k EK in die Finanzierung als EK gepackt und zusätzlich natürlich noch die Nebenkosten cash zahlen müssen - gottseidank war kein Makler beteiligt.

Ich machs mal als Auflistung... es sind so viele Themen...

  1. Ein Kauf / eine Finanzierung ist IMMER mit einem gewissen Risiko verbunden; hier muss man versuchen, rauszufinden, ob man die "wahrscheinlichsten möglichen" Risiken beherrschen kann; dazu gehört für mich zB, dass einer von beiden den Job verliert

  2. Vermeidet Gier frisst Hirn! Ich selbst verstehe den Wunsch nach was Eigenem sehr gut, aber bleibt alle vernünftig!

  3. Achtet bei der Finanzierung darauf, dass sie für EUCH selbst passt; die Zustimmung eines Finanzierungsberaters oder einer Bank ist nach meiner Erfahrung NICHTS wert; die Banken machen heutzutage fast jeden Mist mit

  4. Zinsbindung 20 Jahre oder länger; wer heutzutage was anderes macht, dem ist nicht mehr zu helfen

  5. Schielt nicht ausschließlich auf die monatliche Rate und ob ihr die stemmen könnt (damit fangen die Berater immer an, aber das ist nicht so sehr der Punkt!); mindestens genauso wichtig ist die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung; schaut mal, was passiert, wenn die Zinsen dann auf 5% steigen (und das wäre historisch gesehen nciht mal sehr hoch)

  6. Unterschätzt die unerwartete Kostenexplosion nicht; uns ist es genauso gegangen. Du besichtigst das Haus, planst ein paar Maßnahmen.... die Maßnamen werden natürlich nicht billiger als gedacht und vor allem werdet ihr noch viel mehr entdecken, was ihr plötzlich machen wollt. Und es ist unfassbar, wie schnell ihr da hohe Summen bekommt. So ging es uns:
    Nach Finanzierung / Vor dem Einzug:
    • Ach.. neue Fensterbänke... nun ja - jetzt oder nie
    • Elektrische Rollos: Jetzt oder nie, denn in 3 Wochen wird ja tapeziert
    • Mist: Wir können ja gar nicht einfach Rigipsplatten auf die hässliche alte Holzdecke setzen; hält nicht gut; Holzdecke muss ab und neue Untergrundkonstruktion gemacht werden; dann erst Ripigsplatten drauf
    • Kurz nochmal dann doch für den schöneren teureren Boden entschieden - jetzt oder nie!
      Nach dem Einzug:
    • Fuck - es zieht voll kalt aus dem Keller in den Flur hoch -> Einsatz Wand und Tür für 1.500 EUR
    • Boah, ich dachte, der Flur würde mich nicht stören... aber jetzt... -> Fliesen raus, neuer Boden (1.500 EUR)
    • Es riecht definitiv nach Schimmel im Abstellraum -> Fliesenraus, Putz neu, raum renovieren (600 EUR)
    • Der Waschkeller ist schon arg ungemütlich... hierauch nochmal 500 EUR investieren
    • Die 30 Jahre alten Türen störren jetzt irgendwie schon... lass uns die doch direkt jetzt machen lassen anstatt in 5 Jahren (4.000 EUR)
    • Bad... ich dachte, das geht noch. aber boah ist das mies, wenn man direkt hinguckt; wir sollten so schnell wie möglich das Bad machen lassen
    • Garten: Ja man der ist mega, aber ich sehe schon, wie wir hier unser Geld im Frühling loswerden
       
      Lange Rede kurzer Sinn: Wir hatten noch 40k Puffer auf dem Konto geplant bei der Finanzierung. Und wir sind froh, das wir davon (und von dem, was zum Glück monatlich übrig ist) nun Dinge machen können, da wir merken, dass dann doch noch einiges nötig ist, damit wir uns wohl fühlen.
       
  7. Auch wenn es toll ist, nun ein Haus zu besitzen. Es gab mehr als einmal die Situation, dass ich mich gefragt habe, ob es das wirklcih alles wert war/ist. Es nimmt schon echt viel Zeit in Anspruch - auch nach dem Umzug. Ich freu mich drüber und weiß, dass 2020 entwas entspannter wird. Aber es gibt noch so viele Baustellen... damit muss man umgehen können.

  8. Wir haben bereits ein 2 jährigse Kind gehabt, als wir das Haus gekauft haben. Unterschätzt die Mehrausgaben (bei gleichzeitigen Gehaltseinbußen) für ein Kind nicht - gerade in der Anfangsphase.

  9. Eigene Erfahrung: Das Thema ist wirklich eine Belastung für unsere Beziehung gewesen. Beide sind so sehr beschäftigt und gleichzeitig hat man so viele Puntke zu entscheiden, was auch zu Streit führen kann. Bei uns ist es nun wieder gut :) Aber auch das ist ein Punkt, den man rigendwie von vielen hört und wir mussten uns leider da einreihen.

  10. Viel Glück - egal ob zur Miete oder im Eigenheim!

Zwar schon lange her, aber starker Beitrag!

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Hoffe beim Threadersteller ist alles OK und er hat von seinem Vorhaben Abstand genommen. Oder einen bomben- bzw. coronasicheren Job.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 17.12.2019:

100% agree! Uns ging es fast genauso wie Euch! Hatten uns dann auch noch in eine Altbauvilla von 1910 verliebt. Alleine für die Kosten des neuen Dachs hätten wir 5 Jahre zur Miete leben können. Aber nun gut, ich sehe das eigene Haus nicht unbedingt als Finanzanlage sondern eher als Hobby.

Der Beitrag ist lange her, aber kannst du von Erfahrungen mit diesem Gebäudetyp/alter berichten? Ich bin selbst auch unglaublicher Fan von Altbauten aus der Zeit vor dem 1.WK und der Zwischenkriegszeit.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Riskantes Unterfangen. Kein Wunder, dass wir eine krasse Blase am Immobilienmarkt sehen wenn heute jeder Hinz und Kunz kauft bzw. waghalsig finanziert. Drücke aber die Daumen!

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Der Einkäufer

110% Finanzierung für 580.000€

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Bevor ich ein blödes Reihenhaus für 700k kaufe, würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, in eine günstigere Region wechseln zu können.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Der Einkäufer schrieb am 29.03.2021:

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

Da muss man sagen, dann verdient ihr für den Stuttgarter Häusermarkt zu wenig. Ich würde vorschlagen, mich woanders umzusehen. Da du sagst, es wären kaum noch Gehaltssprünge drin. Da wäre die Frage, ob ihr woanders nicht vergleichbar verdienen könntet, aber weniger fürs Eigenheim bezahlt. Wobei man sagen muss, 650k Euro + Nebenkosten ist für ein neueres RMH in einer Stadt wie Stuttgart schon fast noch günstig. In FFM oder München würde das wohl noch mehr kosten.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Haben heute (HH-Einkommen 6200€, beide 26) den Kaufvertrag inkl. Finanzierung für 800k unterschrieben.
Laufzeit 33 Jahre, monatliche Rate 2500€.
Wir sehen in den nächsten Jahren definitiv noch Gehaltssprünge kommen und Kinder sind auch keine geplant.
Ja, uns ist klar, dass die Rate gerade am Anfang sehr hoch ist aber wir haben eine sehr solide Kalkulation aufgestellt, die auch noch Urlaube und Altersvorsorge ermöglicht.
Die Immobilie erfüllt allerdings alle unsere Träume, tolle Lage, super Ausstattung.
Wir sind sehr glücklich, das so gemacht zu haben.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Der Einkäufer schrieb am 29.03.2021:

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

Wir hatten etwas mehr Glück. DHH (157 qm + Balkon + Garten + Loggia + Garage) in einer Großstadt nahe Stuttgart (40 km). April 2020 für 400k 100% finanziert. Nebenkosten aus der eigenen Tasche. Renovierung Mix aus eigener Tasche und Finanzierungsbetrag. Und wir stehen prima da. Es ist möglich. Aber klar: wir hatten sehr viel Glück (und die Nächte vor dem Notartermin waren auch so lala). :D aber alles richtig gemacht am Ende. Einkommen liegt bei ca. 6 k netto.

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

Es gibt in Stuttgart so günstige Häuser zu erwerben?

Der Einkäufer schrieb am 29.03.2021:

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

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Der Einkäufer

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 29.03.2021:

Es gibt in Stuttgart so günstige Häuser zu erwerben?

Der Einkäufer schrieb am 29.03.2021:

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

157 grund, 1999 baujahr. 5241 euro/m2 für einfache Lage (Stuttgart Hausen) hätte ich vill ergänzen sollen
So nüchtern betrachtet habe ich da ein zimmer mehr und nen kleinen Garten dran (aktuell 1100 für 80m2 mietwohnung mit 16m2 terasse)
Dafür lohnt es sich nicht rational gesehen, auch wenn ich sehr sehr gerne ein haus hätte und ewig suche
Aber 650.000 darlehen, mit kleinem zins nach 30 jahren ne knappe mio. Für das geld gehe ich lieber 5 mal im jahr in Urlaub, fahre grosse Autos und gönn mir das was ich möchte + kids

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 29.03.2021:

Es gibt in Stuttgart so günstige Häuser zu erwerben?

Der Einkäufer schrieb am 29.03.2021:

War heute auch kurz davor nen reservierungsauftrag für ein rmh in stuttgart (stadtrand) zu unterschreiben
650.000 + nebenkosten bei 65.000 ek. War ein 'relativ' neues haus. Aber verdammt ich konnte die ganze nacht nicht schlafen. Was ist wenn usw? Nach dem kauf wäre ich absolut pleite bei 2.500 belastung inkl. Nebenkosten bei einem haushaltsek von 5.500 (übers jahr 6.500). Aber ich konnte einfach nicht zuschlagen, mein leben würde sich zu stark verändern und riesensprünge beim gehalt sehe ich nicht mehr (frau in tz, ca. 1000 euro)

Traurig aber wahr. Viel zu wenig ek, viel zu hohes darlehen. Ergo haus in stuttgart nicht machbar ohne bauchschmerzen

Ja, 650k für ein relativ neues RMH ist günstig in Stuttgart. Kleine Wohnfläche? In den billigeren, nördlichen Stadtgebieten?

Ich habe Anfang 2020 eine DHH in guter Lage (Vaihingen/Möhringen) mit 155 qm für 700k € verkauft. Aber: de facto kein Garten und Baujahr 1962 ohne auch nur irgendeine Form der Renovierung. Selbst die Küchen waren noch aus dem Baujahr. Trotzdem ärgere ich mich im Nachhinein, es zu billig verkauft zu haben...

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WiWi Gast

110% Finanzierung für 580.000€

WiWi Gast schrieb am 29.03.2021:

Wir hatten etwas mehr Glück. DHH (157 qm + Balkon + Garten + Loggia + Garage) in einer Großstadt nahe Stuttgart (40 km). April 2020 für 400k 100% finanziert. Nebenkosten aus der eigenen Tasche. Renovierung Mix aus eigener Tasche und Finanzierungsbetrag. Und wir stehen prima da. Es ist möglich. Aber klar: wir hatten sehr viel Glück (und die Nächte vor dem Notartermin waren auch so lala). :D aber alles richtig gemacht am Ende. Einkommen liegt bei ca. 6 k netto.

Reutlingen?

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