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Wiwis Deluxe: Welche Zusatzqualifikationen lohnen sich wirklich?

Der wirtschaftswissenschaftliche Zweig an den Universitäten wird immer beliebter. Im Vergleich zum letzten Jahr sind, laut der Bundesagentur für Arbeit, die Zahlen der Berufstätigen mit einem Studienabschluss in Wirtschaftswissenschaften um fast das Doppelte angestiegen.

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Mancher Student hat angesichts dieser Fakten das Gefühl, dass das Studium allein nicht mehr ausreicht, um sich gegen einen Vielzahl an Bewerbern durchzusetzen. Natürlich hilft es, sich schnell zu entscheiden, welcher Schwerpunkt im Studium gesetzt werden soll. Doch nicht jedem ist es vergönnt, sich so rasch orientieren und festlegen zu können. Aber Fakt ist: Zusatzqualifikationen können dabei helfen, sich von der Fülle von Absolventen abzuheben. Doch welche Zusatzqualifikationen lohnen sich in welchem Bereich wirklich? Und welche werden per se von den meisten Arbeitgebern mittlerweile vorausgesetzt?

Fachspezifisches Wissen: IT-Technologie und digitale Skills
Wer bei Unternehmen richtig punkten will und wer sich für digitale Prozesse und Informatik interessiert, sollte nicht lange zögern. Wirtschaftsinformatiker mit Kenntnisse in dem Bereich der Statistik oder Data Mining können für Unternehmen besonders gewinnbringend sein. Denn durch die Digitalisierung haben sich diverse Geschäfts- und Abwicklungsprozesse grundlegende geändert. Der komplette Vertriebsbereich, das Marketing sowie Tools und Prozesse zur Datenerhebung und Analyse tragen heute eine andere Handschrift.

Insbesondere der Online-Handel ist eine Branche, die in den letzten Jahren immer mehr zugelegt hat. Für Berufseinsteiger, die technisch oder kaufmännisch versiert sind, bietet dieser Bereich eine Fülle an Möglichkeiten. Da der e-commerce extrem schnelllebig ist, sollten bestimmte Soft Skills wie Flexibilität und Vielseitigkeit überdurchschnittlich ausgeprägt sein.

Die Modebranche als Paradies für Wiwis
Man muss nicht Modedesign studiert haben, um in diesem Bereich glänzen zu können. Als Produkt- oder Projektmanager sind Wiwis im Bereich Einkauf, Management, Marketing und sogar Umwelttechnik tätig. Selbstredend sollte jeder eine hohe Affinität für Mode, Design und Textilien mitbringen. Produktmanager übernehmen z.B. die Leitung von Kampagnen für neue Kollektionen und Produkte. Regelmäßige Jobangebote finden sich bei vielen Online-Shops, beispielsweise hier. Wer sich dazu entscheiden sollte, einen Beruf im Mode- und Textilbereich zu wählen, dem sind während des Studiums Praktika oder Studentenjobs in dieser Branche angeraten. Praktische Erfahrungen vor dem Berufseinstieg werden mittlerweile fast in jedem Berufszweig vorausgesetzt. Im Zweifelsfall sind es später in der Bewerbungsphase genau diese Zusatzqualifikationen, die den Ausschlag geben.

Sprachen und Auslandserfahrung
Das Beherrschen von unterschiedlichen Sprachen und ein damit zusammenhängender längerer Auslandsaufenthalt sind immer von Vorteil. Vor allem wenn der Auslandsaufenthalt im Zuge eines Praktikums oder im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis absolviert wurde, lassen sich einige Pluspunkte sammeln. Allerdings werden diese Qualifikationen immer mehr als selbstverständlich vorausgesetzt. In Stellenausschreibungen werden oftmals Englisch und eine weitere Fremdsprache explizit gefordert. Sprachkenntnisse sind also nicht mehr unbedingt als klassische Zusatzqualifikation zu sehen. Ähnlich wie der sichere Umgang mit Standardprogrammen wie Power Point, Excel oder Word ist das Beherrschen von Fremdsprachen ein branchenspezifisches Must-have.

Zusatzqualifikationen für Wirtschaftswissenschaftler

Kosten-Nutzen-Rechnung: Was lohnt sich für mich wirklich?
Sicherlich ist es nicht angeraten, kopflos jede Zusatzqualifikation anzustreben, die sich irgendwie bekommen lässt. Neben dem Studium und neben dem Beruf ist die Zeit immer knapp. Da lohnt es sich vorher abzuschätzen, ob sich diese Zusatzqualifikation wirklich auszahlen kann, ob sie Geld und Zeitaufwand wert ist.  Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Anerkennung von Zertifikaten oder Zeugnissen gelegt werden. Da in Deutschland ein Stück Papier stets viel Wert hat, sollten erworbene Abschlüsse immer in schriftlicher Form vorliegen. Eine umfangreiche Recherche im Netz nach der angestrebten Qualifikation und ihren jeweiligen Einsatzbereichen ist ebenfalls ratsam. So können der aktuelle Markt und die Nachfrage näher unter die Lupe genommen werden. Insbesondere wer schon im Berufsleben steht und eine Karriere im jeweiligen Unternehmen anstrebt, für den ist es zweckdienlich, sich folgende Fragen zu stellen:

Neben allen analytischen und nüchternen Faktoren kommt es natürlich auch darauf an, ob jemand generell an den Themen und Skills persönlich interessiert ist, ob das Lernen Freude macht und jemand für sich damit neue Perspektiven eröffnen möchte.

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