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Master vs. BerufseinstiegKarrierechancen

Großunternehmen bevorzugen Masterabsolventen - Master ist neues Diplom

57 Prozent schreiben freie Stellen, die früher an Diplomabsolventen gerichtet waren, jetzt für Masterabsolventen aus. Das ergab die Studie „Recruiting Trends 2012“ , die das Centre of Human Resources Information Systems der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main mit dem Online-Karriereportal Monster erstellt.

Studienabschluss, Studium-Abschluss,

Großunternehmen bevorzugen Masterabsolventen - Master ist neues Diplom
Eschborn,  20.02.2012 (mon) - Die Zahl der Studienanfänger wächst stetig – noch nie haben in Deutschland so viele Menschen ein neues Studium begonnen. Auch die Studentenzahlen im Fachbereich Informatik steigen laut Statistischem Bundesamt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im Bereich IT und Ingenieurswesen sind das gute Nachrichten. Nach der Bologna-Reform wurden im Prüfungsjahr 2010 erstmals mehr Bachelorabschlüsse als traditionelle universitäre Abschlüsse vergeben. Doch wie werden die neuen Abschlüsse in deutschen Unternehmen angenommen?

Nur jedes fünfte Unternehmen beurteilt die Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Masterstudiengänge generell als positiv. Die Gründe dafür variieren. Nur ein Viertel der befragten Großunternehmen ist beispielweise der Ansicht, dass Bachelorabsolventen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen, die in ihrem Unternehmen benötigt werden. Über die Hälfte der 1.000 größten Unternehmen in Deutschland sind der Meinung, dass der Master der reguläre Studienabschluss sein sollte. Entsprechend schreiben 57 Prozent freie Stellen, die früher an Diplomabsolventen gerichtet waren, jetzt für Masterabsolventen aus. Nur jede dritte Vakanz richtet sich an Kandidaten, die ein Bachelorstudium abgeschlossen haben. Das ergab die Studie „Recruiting Trends 2012“ , die das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Online-Karriereportal Monster seit zehn Jahren erstellt.

„Die Umstellung der Studienabschlüsse in Deutschland und 46 weiteren Staaten bringt an sich viele Vorteile. Die Absolventen sind jung, viele bringen Auslandserfahrung mit, sind mobil und bereit sich weiterzubilden“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster. „Gleichzeitig können Studenten in der verkürzten Studienzeit nicht das gleiche Fachwissen erwerben, wie es Diplomabsolventen mitbrachten. Das erfordert ein Umdenken auf Unternehmensseite, bietet aber auch die Chance, Fachkräfte früh für sich zu gewinnen, den eigenen Anforderungen entsprechend weiterzubilden und als Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden.“

Mittelständische Unternehmen in Deutschland stehen dem Bachelor weniger kritisch gegenüber. Laut Mittelstandsstudie von Monster und CHRIS sind immerhin 41 Prozent der Befragten der Meinung, dass Bachelorabsolventen über die notwendigen Kenntnisse für eine Stelle in ihrem Unternehmen verfügen. 37 Prozent der Stellen in mittelständischen Firmen, die sich früher an Diplomabsolventen richteten, sind nun an Bachelorabsolventen adressiert. Nur geringfügig mehr Stellen (39 Prozent) werden für Masterabsolventen ausgeschrieben.

„Unternehmen und Kandidaten lernen gerade, sich in der neuen Bachelor- und Masterwelt zurechtzufinden. Die Unternehmen müssen teils neue Unikooperations- und Praktikumskonzepte entwickeln, die zum Studienverlauf der Studenten passen, und die Studenten müssen die neuen Möglichkeiten, wie insbesondere noch leichter Auslandssemester machen zu können, auch wirklich nutzen“, sagt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. “Die Umstellung auf einen einheitlichen Europäischen Hochschulraum läuft nun seit 12 Jahren unter den Augen der Unternehmen und Universitäten, jetzt sollten wir die Chancen nutzen und das Beste daraus machen.“

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