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2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

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WiWi Gast

2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Hallo,

was haltet ihr von der Idee, zum Berufseinstieg für 2-3 Jahre in die Schweiz zu gehen, um sich ein solides Startkapital zu erarbeiten. Ich würde in dieser Zeit meinen Lebensstandard extrem einschränken (z.B. 1-Zimmer-Wohnung oder WG), um möglichst viel Geld zu sparen. Wohnort ist erstmal egal, kann mir vorstellen in der Schweiz zu wohnen, aber auch aus Deutschland zu pendeln.

Also, sind die Einkommen so viel besser, dass sich sowas lohnt, oder kann ich es sein lassen?

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Sollte sich lohnen, aber wer will das schon?

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Würde mich auch interessieren!

Hat jemand ggf. sogar Erfahrung wie es in Quatar (Doha) oder in Dubai aussieht?
An beiden Standorten gibt es Investment Banken, in denen auch wohl auch recht viele Ex LDN Banker schrubben und keine Steuern bezahlen... Kommt man da als Junior einfach rein?

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Wieso nicht gleich zelten? Waschen kannst du dich ja dann auf der Toilette des Unternehmens. In der Schweiz zahlst du schon um die 800 EUR für ein WG Zimmer.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,

was haltet ihr von der Idee, zum Berufseinstieg für 2-3 Jahre
in die Schweiz zu gehen, um sich ein solides Startkapital zu
erarbeiten. Ich würde in dieser Zeit meinen Lebensstandard
extrem einschränken (z.B. 1-Zimmer-Wohnung oder WG), um
möglichst viel Geld zu sparen. Wohnort ist erstmal egal, kann
mir vorstellen in der Schweiz zu wohnen, aber auch aus
Deutschland zu pendeln.

Also, sind die Einkommen so viel besser, dass sich sowas
lohnt, oder kann ich es sein lassen?

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Du kannst die Gehälter in der Schweiz als Spezialist ohne schlechtes Gewissen mal 2 nehmen und das bei rund 25% Steuern, zudem sind die Mieten außerhalb der Ballungszentren überschaubar. Als Deutscher ohne Berufserfahrung wirst Du dich aber unter Wert verkaufen müssen.

Zudem kannst du auch sehr viel Geld wieder ausgeben, allein um deinen Lebensstandard zu halten. Einmal mit den Kollegen das Mittagsmenue sind schnell 20 bis 30 CHF. Ist die Grenze weit geht einiges für Lebensmittel drauf...

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Habe 1 Jahr in Zürich gelebt. Wenn du ein Mensch bist, dem soziales Leben wichtig ist, gerne zentral lebst und vorallem sehr gerne äußwerts isst, dann wirst du gar nichts sparen.

Wenn du in der Schweiz arbeitest und existierst, dann kannst du reichlich sparen. Willst du leben, dann vergiss es.

antworten
WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Ich bin ja gerade bereit, auf ein soziales Leben komplett zu verzichten und mich maximal einzuschränken, auch was z.B. Essen angeht.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Dem kann ich zustimmen.

Zwei oder drei Jahre im besten Alter aufzugeben, um vielleicht 80-100k anzusparen - mir wäre es das persönlich nicht Wert. Man lässt Familie und Freunde auch zurück und nach der Rückkehr sind die Beziehungen nicht mehr so wie vorher, weil man nicht mehr in ihr tägliches Leben eingebunden ist.

Das werden viele Wiwis hier nicht gerne lesen wollen, aber: Geld ist nicht alles.

Lounge Gast schrieb:

Habe 1 Jahr in Zürich gelebt. Wenn du ein Mensch bist, dem
soziales Leben wichtig ist, gerne zentral lebst und vorallem
sehr gerne äußwerts isst, dann wirst du gar nichts sparen.

Wenn du in der Schweiz arbeitest und existierst, dann kannst
du reichlich sparen. Willst du leben, dann vergiss es.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

D-CH-F:

Wer es noch nicht weiss, einfach in Frankreich wohnen (günstige Steuern für Privatpersonen, günstige Wohnkosten), Schweiz arbeiten, Deutschland einkaufen! Zürich ist natürlich extrem teuer. Bei den Mieten, beim auswärts essen gehen usw.
Wenn man wirklich bereit ist, sehr günstig zu leben, könnte man in Zürich günstig über die Runden kommen, Studenten leben da ja auch. Besser ist es generell, als Erfahrener in die Schweiz zu gehen, weil man da dann mehr verdienen kann. Paar Jahre gut verdienen in Zürich und man kann sich in Deutschland oder Frankreich mit Bargeld eine Immobilie zu legen und hat die größte Investition im Leben schon getätigt. Ich selbst habe Bekannte, die haben 5 Jahre in Zürich im Banking gearbeitet und leben und arbeiten nun in Berlin. Dort haben sich sich eine Traumwohnung in guter Lage in Bar gekauft, daher bezahlen sie heute weder Miete noch Hypothek, was die niedrigen Gehälter in Berlin mehr als ausgleicht.

Aber man sollte niemals meinen, die Schweiz sei ja so ähnlich wie Deutschland oder sowas wie Bayern. Sehr viele Leute abseits der Grenzregion wissen ja nicht mal wie echtes Schweizerdeutsch klingt und meinen, wenn ein Schweizer Hochdeutsch spricht, sei das schon Schweizerdeutsch. Auch sollte man sich vorab gut mit den Gepflogenheiten in der Schweiz bekannt machen, sonst bleibt man da nicht lange. Mit der typisch deutschen direkten Art kommt man weder in der Schweiz noch in Frankreich besonders weit. Zu diesen Themen gibt es aber viele gute Bücher. Viel Erfolg.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

wenn du in Grenznähe (zB in Basel) lebst, nach Deutschland einkaufen gehst, kein Auto hast, ne günstige Wohnung bzw WG-Zimmer hast, und nicht allzu viel Geld für Restaurants/Weggehen ausgibst - kannst du REICHLICH sparen. Zahlt sich durchaus auch wenn man das mal ne Zeitlang macht um Kapital anzusparen.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Ich verstehe diesen Life Hack auch nicht. Sonst müssten ja alle in der Schweiz wahnsinnige Vermögen aufgebaut haben. Lebenshaltungskosten hat man doch überall.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

haben sie auch. natürlich nicht alle, aber sehr viele haben einen ordentlichen batzen geld auf der seite.

Lounge Gast schrieb:

Ich verstehe diesen Life Hack auch nicht. Sonst müssten ja
alle in der Schweiz wahnsinnige Vermögen aufgebaut haben.
Lebenshaltungskosten hat man doch überall.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Wenn man sonst nichts im Leben hat, ist deine Idee sicherlich ein Traum :'D Musst ein Fun dude zum abhängen sein.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Aber dann wohnst Du halt in Frankreich. Herzlichen Glückwunsch.

Lounge Gast schrieb:

D-CH-F:

Wer es noch nicht weiss, einfach in Frankreich wohnen
(günstige Steuern für Privatpersonen, günstige Wohnkosten),
Schweiz arbeiten, Deutschland einkaufen! Zürich ist natürlich
extrem teuer. Bei den Mieten, beim auswärts essen gehen usw.
Wenn man wirklich bereit ist, sehr günstig zu leben, könnte
man in Zürich günstig über die Runden kommen, Studenten leben
da ja auch. Besser ist es generell, als Erfahrener in die
Schweiz zu gehen, weil man da dann mehr verdienen kann. Paar
Jahre gut verdienen in Zürich und man kann sich in
Deutschland oder Frankreich mit Bargeld eine Immobilie zu
legen und hat die größte Investition im Leben schon getätigt.
Ich selbst habe Bekannte, die haben 5 Jahre in Zürich im
Banking gearbeitet und leben und arbeiten nun in Berlin. Dort
haben sich sich eine Traumwohnung in guter Lage in Bar
gekauft, daher bezahlen sie heute weder Miete noch Hypothek,
was die niedrigen Gehälter in Berlin mehr als ausgleicht.

Aber man sollte niemals meinen, die Schweiz sei ja so ähnlich
wie Deutschland oder sowas wie Bayern. Sehr viele Leute
abseits der Grenzregion wissen ja nicht mal wie echtes
Schweizerdeutsch klingt und meinen, wenn ein Schweizer
Hochdeutsch spricht, sei das schon Schweizerdeutsch. Auch
sollte man sich vorab gut mit den Gepflogenheiten in der
Schweiz bekannt machen, sonst bleibt man da nicht lange. Mit
der typisch deutschen direkten Art kommt man weder in der
Schweiz noch in Frankreich besonders weit. Zu diesen Themen
gibt es aber viele gute Bücher. Viel Erfolg.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Was ist bitte so schlimm daran, nochmal 2 Jahre auf Studentenniveau zu leben?
Man hatte doch trotz WG und günstigem Lifestyle Spaß! Wenn du das in der CH durchziehst, kannst du sehr sehr viel sparen!

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Die Schweiz hat durchaus seine Vorteile und man kann ordentlich was ansparen, wenn man es denn richtig angeht.

Viele machen den Fehler das sie bereits bei 100.000 Franken Schnappatmung kriegen und dabei vergessen, dass sie bereits in Deutschland bei einem Stellenwechsel mit Berufserfahrung 60/70.000? für einen normalen Konzernjob herausholen können.

Viele vergessen das die Freizeit dort unten ohne Freunde und Familie einen ganz anderen Nutzwert hat. Das Leben hat mehr Hotelcharakter als "Leben". Zudem hört das Lebens dort über den Winter außerhalb der Städte und Schiegebiete komplett auf. Schneeräumen am Wochenende?!?! 19 Uhr sind die Läden zu, etc.

Viele vergessen das sie Freitag und Sonntag 2/3/4 Stunden jeweils Pendeln und das Quasi als Arbeitszeit on Top rechnen müssen.

Viele vergessen das die Lebensunterhaltskosten dort doppelt so hoch (in vielen Bereichen 3 bis 4 mal) sind und wer seinen Lebensstandard beibehalten möchte, der muss sehr tief in die Tasche greifen.

Mir ging es leider so das bei Gehaltsverhandlungen (Geschäftsleitung) mit 2 Maß gemessen wurde. Der Deutsche hat deutlich weniger bekommen und er soll halt die Kröte schlucken. Für mich stand fest das ich entweder das Unternehmen wechseln muss oder wieder zurück gehe.

Ich habe das Spiel knapp 2 Jahre lang mitgemacht und in der Zeit meine 70.000? Netto angespart, habe in der Zeit aber auch wie ein Einsiedler gelebt, mit Pendeln eingerechnet 60h+ wöchentlich gearbeitet und mein Privatleben auf den Zeitraum von Samstag bis Sonntag Nachmittag verlagert. Hat für eine ordentliche Anzahlung gelangt aufs Haus gelangt.

Der Vorteil? Als "Schweizer" der wieder nach Deutschland zurück geht kann man ganz anders in die Gehaltsverhandlung gehen als ein hiesiger Bewerber.

Mein Tip/Erfahrung:

  1. Entweder als Absolvent rein gehen mit der Prio Erfahrung zu sammeln und mit der Bereitschaft Freizeit und Lebensqualität (vorausgesetzt man möchte sparen) zu opfern.

  2. Als Spezialist (5+ Jahre BE) und dann auch auf den Tisch hauen und fordern (150-200.000 CHF völlig normal für eine Stelle mit Verantwortung).

Alles dazwischen ist weder Fisch noch Fleisch.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

D-CH-F:

Ich kann mich bezüglich Leben in der Schweiz den Vorpostern anschließen. Man muss sich auch bewusst sein, dass die Mentalität sich doch sehr erheblich von Deutschland unterscheidet. Auch schauen viele Firmen seit dem Frankenschock schon darauf, dass sie gerade Ausländer zu einem guten Kurs einstellen können. 150-200k CHF für eine Stelle mit etwas Mitarbeiterverantwortung ist auch nicht so leicht zu kriegen und wenn dann eher in Zürich, wo das Leben extrem teuer ist. In Basel hört es normalerweise ohne Mitarbeiterverantwortung bei ca. 120k CHF auf, für eine Expertenstelle. Ggf. kommt noch Bonus oben drauf. Allerdings sollte man auch bedenken, dass das Rentensystem viel besser ist in der CH. Man zahlt nur 5% des Bruttos in die gesetzliche Rente und noch mal einen gewissen Betrag, je nach Arbeitgeber, in die 2. Säule. Das ist ein privater Pensionsfond. Häufig macht das gut und gerne 10k CHF pro Jahr aus. Das ist wirklich das eigene Geld und kein schwarzes Loch wie in DE. Man darf dieses Geld sogar vor der Rente beziehen, wenn man sich eine Immobilie zur Selbstnutzung kauft, einen Immobilienkredit zur Selbstnutzung abbzahlt (auch im Ausland, solang man selbst da drin wohnt) oder wenn man sich selbständig macht. Auch das sollte man beim Gehalt bedenken.

Wenn man in Frankreich wohnt, darf man dieses Geld sogar mit einer geringen Pauschalbesteuerung von 7,5% einmalig abheben um sein Haus abzubezahlen. Beispiel: nach 10 Jahren ca. 100k CHF auf dem Pensionsfond, macht netto 92,5k CHF die man als Sondertilgung für seine Immobilie nutzen kann. Im Ausland lebt es sich selbst mit der Schweizer Grundrente nämlich sehr gut und wenn man nur 10 Jahre Pensionsfond zur Sondertilgung nimmt, hat man immer noch genügend Zeit um diesen wieder aufzufüllen. Auch ist es interessant, wenn man sich Selbständig machen will. Von Deutschland aus pendeln lohnt sich für einen jungen Single ohne Kinder eigentlich nicht. Da zahlt man viel zu viele Lohnsteuern und das Wohnen ist in Grenznähe auf Deutscher Seite nicht mehr günstig, da Menschen aus ganz Deutschland da leben und in der CH arbeiten wollen. 100 Bewerber auf eine Wohnung sind da keine Seltenheit und Mieten wie in Frankfurt und München ebenfalls nicht.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Und das ganze passt doch sowieso nur für Basel. D/CH/F - Deine Story wird nicht allgemeingültiger, je öfter du sie erzählst.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Und er wohnt halt in Frankreich. Beglückwunschen kann man Ihn da :-))

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

D-CH-F:

Für Basel ist das halt ideal, klappt aber auch für andere Orte. Selbst von Zürich ist man in ca. 1 Stunde an der Grenze zu Basel. Jedenfalls mit einem Normalo-Einsteiger Job abseitgs von Investmentbanking wird es in Zürich schwer, großartig davon in 2-3 Jahren viel zu sparen. Selbst ein Leben auf Studentenniveau kostet dort gut mal 2500 CHF. Wenn man als Einsteiger 80k CHF verdient, bleibt da nicht so viel zum sparen über. Wobei es gibt viele Dinge in der Schweiz, die sind kaum teurer als in Deutschland. Obst und Gemüse, Elektronik, je nach dem manche Kleidung. Wer sich also gesund ernährt und für bestimmte Dinge mal in DE einen Großeinkauf macht, kann schon gut sparen.

80k CHF bedeuten in Zürich ca. 4500-4900 Euro netto. Wenn man nun sehr sparam bis geizig lebt, kommt man vielleicht mit ca. 2500 Euro im Monat aus. Den Rest könnte man sparen. Das würde aber wirklich ein Leben am Existenzminimum bedeuten. Die Frage ist, ob man das 2-3 Jahre durchhält. Man hätte nach 3 Jahren ca. 60-80k Euro + Pensionsfond auf der hohen Kante. Genauso könnte man das in DE auch machen. Einen guten Job zum Einstieg mit 50-60k und dann weiterhin auf Studentenniveau leben. So könnte man auch einiges sparen. Daher wäre sowas als Experte mit BE viel lukrativer. Da käme in 2-3 Jahren viel mehr bei rum.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Für das Model geht man doch nach Dubai/UAE

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Mein Chef kauft Hermes-Krawatten wenn er in ZH-Kloten ist, SFr 220,00. in D kosten sie EUR 165.

Was sagt der Big-Mac-Index?

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Sehr guter Beitrag, dem ich zustimme (aufbauend auf eigener Erfahrung).

Noch ein Tipp: Falls ihr umbedingt in die Schweiz wollt, wohnt nicht in Zürich (Stadt). Die Stadt ist zwar schön - Sie ist aber auch dafür bekannt, sehr gute Gehälter zu bieten. Und das wissen alle Anderen auch, vom Vermieter bis hin zu Supermärkten. Ich wage mal zu behaupten, dass 150k in Zürich genauso viel Wert sind wie 100k im Raum Basel - um mal eine Relation zu zeigen.

Nur: Warum soll man als "Schweizer" in Deutschland besser in Gehaltsverhandlungen gehen können? Könntest du den Punkt kurz kommentieren?

Lounge Gast schrieb:

Die Schweiz hat durchaus seine Vorteile und man kann
ordentlich was ansparen, wenn man es denn richtig angeht.

Viele machen den Fehler das sie bereits bei 100.000 Franken
Schnappatmung kriegen und dabei vergessen, dass sie bereits
in Deutschland bei einem Stellenwechsel mit Berufserfahrung
60/70.000? für einen normalen Konzernjob herausholen können.

Viele vergessen das die Freizeit dort unten ohne Freunde und
Familie einen ganz anderen Nutzwert hat. Das Leben hat mehr
Hotelcharakter als "Leben". Zudem hört das Lebens
dort über den Winter außerhalb der Städte und Schiegebiete
komplett auf. Schneeräumen am Wochenende?!?! 19 Uhr sind die
Läden zu, etc.

Viele vergessen das sie Freitag und Sonntag 2/3/4 Stunden
jeweils Pendeln und das Quasi als Arbeitszeit on Top rechnen
müssen.

Viele vergessen das die Lebensunterhaltskosten dort doppelt
so hoch (in vielen Bereichen 3 bis 4 mal) sind und wer seinen
Lebensstandard beibehalten möchte, der muss sehr tief in die
Tasche greifen.

Mir ging es leider so das bei Gehaltsverhandlungen
(Geschäftsleitung) mit 2 Maß gemessen wurde. Der Deutsche hat
deutlich weniger bekommen und er soll halt die Kröte
schlucken. Für mich stand fest das ich entweder das
Unternehmen wechseln muss oder wieder zurück gehe.

Ich habe das Spiel knapp 2 Jahre lang mitgemacht und in der
Zeit meine 70.000? Netto angespart, habe in der Zeit aber
auch wie ein Einsiedler gelebt, mit Pendeln eingerechnet 60h+
wöchentlich gearbeitet und mein Privatleben auf den Zeitraum
von Samstag bis Sonntag Nachmittag verlagert. Hat für eine
ordentliche Anzahlung gelangt aufs Haus gelangt.

Der Vorteil? Als "Schweizer" der wieder nach
Deutschland zurück geht kann man ganz anders in die
Gehaltsverhandlung gehen als ein hiesiger Bewerber.

Mein Tip/Erfahrung:

  1. Entweder als Absolvent rein gehen mit der Prio Erfahrung
    zu sammeln und mit der Bereitschaft Freizeit und
    Lebensqualität (vorausgesetzt man möchte sparen) zu opfern.

  2. Als Spezialist (5+ Jahre BE) und dann auch auf den Tisch
    hauen und fordern (150-200.000 CHF völlig normal für eine
    Stelle mit Verantwortung).

Alles dazwischen ist weder Fisch noch Fleisch.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Soviel wie man in der Schweiz in 2-3 Jahren ansparen kann, würde man in Deutschland niemals schaffen - trotz höherer Kosten.
Wenn du dort oft weggehst und dich nicht einschränkst bleibt wie hier gesagt wurde meist nicht extrem viel hängen. Aber wenn du auch in DE nicht andauernd essen gehst, Disko die hunderter so raus haust und nicht eine dicke Wohnung in der City möchtest, finde ich, bleibt schon weitaus mehr über als DE.
Mein Vergleich bezieht sich auf Zürich und München, weil das die Regionen sind in denen ich Erfahrungen sammeln konnte.
Manche schwören drauf, dass Basel noch besser wäre, aber da habe ich keine IDee ob es so ist.

Die Erfahrung, dass ma nals Schweizer hier besser in die Gehaltsverhandlungen einsteigen kann, kann ich nicht bestätigen. Oftmals hatte ich eher das Gefühl, dass die Firmen schon darauf gewartet haben, dass ich eine Summe nenne, die in DE einfach jenseits von Gut und Böse ist. Ich fand es auch echt schwer mich wieder an die geringeren Summen zu gewöhnen wohlwissend, dass alles günstiger ist.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Ich bin als Analyst in Zürich mit CHF 95k eingestiegen und wohne noch in einer WG für CHF 600. Aktuell bin ich bei 150k nach rund 3 Jahren.

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

95k zum Einstieg und nach 3 Jahren schon 150k ist natürlich topp, auch gerade in Zürich. Damit kann man gut leben und super sparen, dazu kommt noch die 2. Säule der kapitalgedeckten Altersvorsorge. Man muss aber sagen, dass das doch eher die Ausnahmejobs sind. Ein 150k CHF Job entspricht in etwa einem 100k Euro Job in Deutschland. Normalo Zürcher verdienen im Median etwa 60-80k CHF, 120k CHF ist der Median für Kader (Führungskraft). Außerdem wird im Banking in Zürich aktuell eher ab- als aufgebaut, was beim liberalen Arbeitsrecht in der Schweiz sehr einfach geht.

antworten
WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Er meinte wahrscheinlich seine Ersparnisse nach drei Jahren. 150k wird er höchstwahrscheinlich nocht nicht verdienen.

Lounge Gast schrieb:

95k zum Einstieg und nach 3 Jahren schon 150k ist natürlich
topp, auch gerade in Zürich. Damit kann man gut leben und
super sparen, dazu kommt noch die 2. Säule der
kapitalgedeckten Altersvorsorge. Man muss aber sagen, dass
das doch eher die Ausnahmejobs sind. Ein 150k CHF Job
entspricht in etwa einem 100k Euro Job in Deutschland.
Normalo Zürcher verdienen im Median etwa 60-80k CHF, 120k CHF
ist der Median für Kader (Führungskraft). Außerdem wird im
Banking in Zürich aktuell eher ab- als aufgebaut, was beim
liberalen Arbeitsrecht in der Schweiz sehr einfach geht.

antworten
WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Hier nochmal Mr. 150k: Ich bin aber auch der grösste Geier. Mein Zimmer vermiete ich in den Ferien und an Wochenende per Airbnb und das Mittagessen nehme ich mir aus dem Aldi mit wenn ich an den Wochenenden in Deutschland war diese 2 EUR Fertigessen Dinger. Ich kann mich mit dem Lebensstil gut anfreunden, einfach wie als Student auch weiter leben, Geld macht nicht glücklich auch wenn das Sammeln Spass macht hehe

antworten
WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

kann man machen. wär aber nix für mich, gerade in der schweiz ist doch fleisch und milchprodukte von viel besserer qualität.

Lounge Gast schrieb:

Hier nochmal Mr. 150k: Ich bin aber auch der grösste Geier.
Mein Zimmer vermiete ich in den Ferien und an Wochenende per
Airbnb und das Mittagessen nehme ich mir aus dem Aldi mit
wenn ich an den Wochenenden in Deutschland war diese 2 EUR
Fertigessen Dinger. Ich kann mich mit dem Lebensstil gut
anfreunden, einfach wie als Student auch weiter leben, Geld
macht nicht glücklich auch wenn das Sammeln Spass macht hehe

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WiWi Gast

Re: 2-3 Jahre Vermögen in der Schweiz aufbauen

Naja also es gibt auch hier keinen "Hack" sondern lauter tradeoffs.

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Artikel zu CH

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