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Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Ist es für einen Akademiker unprofessionel, sich den Job nach der morgendlichen Wecker-Zeit rauszusuchen? Ich bin eine absolute Eule und müsste meinem Biorhythmus nach eigentlich immer bis 9 Schlafen. Erträglich ist es, wenn ich zumindest bis halb 8 schlafen kann.

In meinem aktuellen Job muss ich um 7 raus, was mich auf die Dauer fertig macht. In der Mittagspasue lege ich mich schon im Dienstwagen aufs Ohr, da ich es sonst kaum aushalte.

Soll ich meinem Vorgesetzten reinen Wein einschenken und sagen, dass ich den Job nur langfristig machen kann, wenn ich später zur Arbeit erscheinen darf? Ich bin im Unternehmen an sich gerne gesehen und mache gute Arbeit, weiterhin gibt es, das weiß ich, kaum Bewerber mit meinen Qualifikationen, eine gute Verhandlungsposition habe ich also eigentlich schon.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Wieso gleich so erpresserisch vorgehen im Sinne von entweder oder, kommt mMn nicht gut an... Such doch einfach mal das Gespräch mit ihm und frag ihn deswegen nett an, es sei dir eben wichtig.

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MoralHazard

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Kommen deine Kollegen alle auch so früh zur Arbeit? Falls ja, könnte es schwieriger als einziger zu verlangen, später zu kommen. Man soll sich ja an die allgemeinen Bürozeiten halbwegs halten..

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Keine Gleitzeit?
Ist ja nicht so toll.

Ich kann zwischen 6:30 und ~10:00 kommen wann ich will.
Termine sind idR frühestens um 9:00.

Einfach mal frei von der Brust im netten Ton ansprechen.
Ist doch eigentlich egal wann die Arbeit gemacht wird.

Wann musst du denn anfangen, 8 Uhr? (30 Minuten aufstehen/essen/duschen/30 Minuten Wegezeit)?

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Du bist ne richtige Pflaume

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Die Arbeitswelt nimmt meist wenig Rücksicht auf individuelle Neigungen. Bis neun Uhr schlafen ist allerdings schon extrem. Sicher, dass das wirklich am Biorythmus und nicht doch eher an nächtlichem Fernsehkonsum liegt? Gibt es vielleicht sonst Möglichkeiten, länger zu schlafen, z.B. durch Einschränkung der Pendelei?

Habe übrigens das umgekehrte Problem. Bin richtiger Frühaufsteher und bin (ohne Wecker) meist schon um 5 Uhr wach. Bei mir in der Firma dominieren aber die Spätaufsteher (vor acht kommt keiner), sodass ich abends immer bis mindestens 19:30 Uhr Präsenz zeigen muss. Da ist der Tag natürlich voll im Eimer, da man - von den Sommermonaten einmal abgesehen - nach der Arbeit fast nichts mehr im Hellen machen kann.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

das ist alles reine Gewöhnungssache! Fang mal an allgemein bzw. morgens Sport zu machen und ernähr dich gesund. Wir sind alles Menschen und wir sind alle ähnlich wenn auch nicht gleich. Wenn manche bei der UB unter der Woche 4h täglich schlafen und das schaffen, wirste wohl um 7 losgehen können

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

"(vor acht kommt keiner), sodass ich abends immer bis mindestens 19:30 Uhr Präsenz"
Also täglich über 10h arbeiten, oder was?

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Bist du ne Pfeife. Ich muss täglich 90 Minuten nach Luxemburg rödeln. Ich stehe um 5:20 Uhr auf!

Bis 8 pennen. Ich glaubs ja...

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Bin auch erst um 9 im Büro und stehe meist nach 8 auf. Fällt mir so schon schwer genug. Kann es absolut nachvollziehen.

Du musst am besten wissen ob es vertretbar ist, dass du etwas später als andere kommst (Meetings, Termine usw.)
Wenn es für dich super wichtig ist und du keine ernsthaften Hindernisse siehst würde ich es ansprechen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Meine persönliche Wohlfühlankunftszeit liegt zwischen 9:00 und 9:30. Bin auch so eine Eule. Schlafen ist schon geil und sehr entspannend.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Ich bin eine Eule (Darum schreibe ich um 2 Uhr Nachts noch ;-) ) und ich habe das in VGs immer offen kommuniziert. Ich hatte mal einen Werkstudentenjob bei dem mein Chef ein absoluter Frühaufsteher war. Der fing meist vor 6 Uhr morgen schon zu arbeiten und hatte dazu noch einen langen Fahrtweg. Der erwartete um 8.30 Uhr von allen anderen schon Höchstleistungen, während Leute wie ich noch mental im Tiefschlaf waren.

Heute fange ich meist so zwischen 9 und 10 an und mein Chef ist damit einverstanden. Ich ernähre mich gesund und treibe viel Sport, meist auch vor der Arbeit. Dennoch bin ich einfach eine Eule. Wenn ich um 23 oder 24 Uhr einfach nicht einschlafen kann, weil ich mich zu fit fühle, bringt es auch nichts wenn ich mich ins Bett lege und nicht einschlafen kann.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Also wenn ich morgens um 06:30 aus dem haus gehe, dann ist die Straßenbahn schon voller Schulkinder und die sind sicherlich schon 20 min unterwegs gewesen....

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DAX Einkäufer

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Wie machst Du das bei Zeitumstellung? Wie machst Du das, wenn Du ins Ausland in eine andere Zeitzone reist?

Meiner Ansicht nach kann sich der Mensch an jede denkbare Uhrzeit gewöhnen. Man muss dann halt früher ins Bett gehen. Ob das den persönlichen Lebensumständen entspricht, ist natürlich eine andere Frage. Aber wenn die Müllabfuhr Dich um 7 Uhr weckt und Du dann noch zwei Stunden schlafen kannst, bist Du mir persönlich ein Rätsel.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Naja, in der freien Wirtschaft jetzt nicht so ungewöhnlich. Wird zumindest bei mir auch ansprechend vergütet. Trotzdem ist die Kombination aus spätem Arbeitsbeginn und langer Arbeitszeit natürlich bescheuert. Insbesondere für Leute, die nach der Arbeit gerne noch was unternehmen.

Lounge Gast schrieb:

"(vor acht kommt keiner), sodass ich abends immer bis
mindestens 19:30 Uhr Präsenz"
Also täglich über 10h arbeiten, oder was?

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

"Naja, in der freien Wirtschaft jetzt nicht so ungewöhnlich."

Was, dass man das Arbeitszeitgesetz täglich bricht?

Oder verdient ihr 120.000 aufwärts, dann würde ich auch mal drüber, ne lass mal.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Das erinnert mich an eine Bekannte von mir. Die hat einen normalen Arbeitstag auch nicht ausgehalten und auf 75% reduziert.

Aber schon nach einem Monat schimpfte sie, dass das alles so anstrengend ist und sie viel zu viel Zeit mit der Arbeit verbringen muss.

Sie ist dann auch 50% runtergegangen (hatte einen Chef, der das mitmacht).
Aber auch das ist ihr zu viel. Jetzt jammert sie dauernd, dass sie so wenig verdient. Eine Frechheit sei das!

BTW: Ihre Wohnung sieht aus... mei, manche Leute sind geboren um dauernd zu schlafen. Schade - aber sie können nicht raus aus ihrer Haut.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Aussagen wie "ist reine Gewöhnungssache" deuten auf Unwissenheit hin, was nicht so wild ist ... Aussagen wie "bist du ne Pfaume ... ich muss XYZ" auf Ignoranz kombiniert mit ausgeprägter Unzufriedenheit. Was der Threadersteller hier schildert ist eines der größten Probleme unserer heutigen Gesellschaft, zumindest was die Erwerbstätigkeit angeht. Heutige Personalverantwortliche und Unternehmensführer beschäftigen sich viel zu wenig mit der Chronobiologische Arbeitsgestaltung (!!!). Es gibt zahlreiche Faktoren die das Schlafverhalten und besonders die Anforderungen an den eigenen Schlaf bestimmen!

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Isso. Habe auch jahrelang gedacht: Ne, man kann sich nicht an Zeiten gewöhnen.

Dann kurz nach dem Berufsstart und nach dem Ende des Studi-Lebens hatte ich einen Tag in der Woche, an dem ich um 7:30 nen festen Termin hatte. d.h. spätestens 7:10 im Büro sein.

Am Anfang war das die Hölle. Mittlerweile (sechs Jahre später) bin ich quasi kaum noch nach acht im Büro. Und das aus freien Stücken.

DAX Einkäufer schrieb:

Wie machst Du das bei Zeitumstellung? Wie machst Du das, wenn
Du ins Ausland in eine andere Zeitzone reist?

Meiner Ansicht nach kann sich der Mensch an jede denkbare
Uhrzeit gewöhnen. Man muss dann halt früher ins Bett gehen.
Ob das den persönlichen Lebensumständen entspricht, ist
natürlich eine andere Frage. Aber wenn die Müllabfuhr Dich um
7 Uhr weckt und Du dann noch zwei Stunden schlafen kannst,
bist Du mir persönlich ein Rätsel.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Ich arbeite seit nunmehr 10 Jahren in einem Unternehmen mit Schichtbetrieb. Hier ist es nicht ungewöhnlich, dass viele kaufmännische Abteilungen (besonders jene mit internen Kommunikationswegen) ebenso zum Frühschichtbeginn um 6 Uhr starten. Wer hier erst um 8 Uhr oder später aufkreuzt wird schon mal mit "Mahlzeit!" begrüßt.

Auch ich bin von Natur aus eher eine Eule - das erkenne ich vor allem im Urlaub, wenn ich mir meine Schlafenszeiten selbst aussuchen kann. Für meinen Job wurde ich auf Lerche umgeschult. Wer morgens um 5.30 Uhr aufsteht (längerer Fahrtweg), fällt nach einiger Zeit schon automatisch abends um 22 Uhr ins Bett.

Ich denke, dass gerade wenn man im Job neu ist eine gewisse Anpassungsfähigkeit unabdinglich ist. Du hast schon einen extrem späten Tagesstart, was eher auf einen ungesunden Lebensstil zurückschließen lässt als auf das reine "Eule-sein". Das heißt, dass Dir Deine morgendlichen Anpassungsschwierigkeiten eher als Charakterschwäche ausgelegt werden können als dass Du beim Vorgesetzten Verständnis weckst. Anders wäre es, wenn Du wirklich einen Job hast, wo die Arbeit schon um 6-7 Uhr beginnt. Dann wäre dies vielleicht nicht der richtige Job für Dich.

Aber hey, auch ich konnte mich auf meine Arbeitszeiten einstellen. Das können andere auch. Mittlerweile bin ich sogar ganz froh darum, im Frühling oder Herbst nach Feierabend auch noch mal etwas vom Tageslicht zu haben. ;) Da habe ich als Berufsanfänger noch keinen so großen Wert drauf gelegt.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Lounge Gast schrieb:

Isso. Habe auch jahrelang gedacht: Ne, man kann sich nicht an
Zeiten gewöhnen.

Dann kurz nach dem Berufsstart und nach dem Ende des
Studi-Lebens hatte ich einen Tag in der Woche, an dem ich um
7:30 nen festen Termin hatte. d.h. spätestens 7:10 im Büro
sein.

Am Anfang war das die Hölle. Mittlerweile (sechs Jahre
später) bin ich quasi kaum noch nach acht im Büro. Und das
aus freien Stücken.

DAX Einkäufer schrieb:

Wie machst Du das bei Zeitumstellung? Wie machst Du das,
wenn
Du ins Ausland in eine andere Zeitzone reist?

Meiner Ansicht nach kann sich der Mensch an jede denkbare
Uhrzeit gewöhnen. Man muss dann halt früher ins Bett
gehen.
Ob das den persönlichen Lebensumständen entspricht, ist
natürlich eine andere Frage.

Bei mir war es genau umgekehrt. Bin jahrelang auch immer sehr früh aufgestanden und war (nach längerer Anfahrtszeit) immer um 7 Uhr (oder noch früher) im Büro.
War aber teilweise den ganzen Tag müde und hatte oft erst am späten Nachmittag meine Höchstleistungsfähigkeit.

Hab meine Arbeitszeit vor 2 Jahren geändert: Komme jetzt eher spät (9 Uhr), muss aber natürlich auch entsprechend länger bleiben. Ist für mich nun optimal.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Es ist ja auch hier in diesem Forum wieder mal typisch und symptomatisch für unsere Gesellschaft, dass jemanden der später mit der Arbeit anfängt, mal mehr oder weniger direkt mangelnde Leistungsfähigkeit unterstellt wird.
Ebenso typisch ist, dass man hier mal wieder lesen kann, dass man nur besonders charakterstark und diszipliniert sein müsse, dann könnte man ohne Problem zur "Lerche" umschulen. Ist natürlich völliger Blödsinn! Wissenschaftlich erwiesen.

Der chronobiologische Typus ist genetisch bedingt und angeboren. Natürlich kann man sich das auch mühsamst umgewöhnen (theoretisch kann man ja auch Linkshänder zu Rechtshändern machen), aber man kämpft damit natürlich gegen den eigenen Körper an, was gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Erwiesen ist ja auch, dass genetisch bedingt erheblich mehr Menschen "Eulen" sind, als "Lerchen". Gleichwohl herrscht ein Diktat der Frühaufsteher.

Hierzu ein recht informativer Artikel von Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bekenntnisse-eines-morgenmuffels-langschlaefer-aller-laender-erhebt-euch-a-795271.html

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DAX Einkäufer

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

"Aussagen wie "ist reine Gewöhnungssache" deuten auf Unwissenheit hin, was nicht so wild ist ..."

Inwiefern bin ich denn unwissend, wenn ich am eigenen Beispiel festgestellt habe, dass man sich jede Tageszeit als Arbeitsbeginn angewöhnen kann, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen (genügend Schlaf, keine Lärmquellen zur falschen Tageszeit, Freundeskreis mit ähnlicher Tagesgestaltung...)? Wie machen das Schichtarbeiter? Wie machen das Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer, Nachtwächter...?

Ich kann nur berichten, dass es geht. Und dass es nicht geht, wenn der Rest des Lebens nicht auch an diese Gewohnheit angepasst wird. Wer weiterhin bis 01.30 Uhr vor der Glotze hängt, der wird natürlich nicht dauerhaft um 05.30 Uhr aus den Federn finden.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Wer täglich 3 stunden >pendelt< ist extrem ineffektiv / ineffizient. Dass du nicht Umziehen kannst / willst ist dein Problem.

Ich fahre fast täglich 2x1,25h zur Arbeit und wieder zurück. Das mache aber nur weil ich

a) ein Semesterticket habe
b) es sich für die Zeit der Masterarbeit nicht lohnt da hinzuziehen
c) für ein WG-Zimmer das Geld nicht reicht.

Es gab bei der Wirtschaftswoche mal einen Artikel über die gesundheitlichen Folgen des dauerhaften pendelns. Kurzform: sehr schlecht.

Lounge Gast schrieb:

Bist du ne Pfeife. Ich muss täglich 90 Minuten nach Luxemburg
rödeln. Ich stehe um 5:20 Uhr auf!

Bis 8 pennen. Ich glaubs ja...

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Du schließt von dir ("ist reine Gewöhnungssache") auf alle. Ich selbst habe mit dem frühen Aufstehen kein Problem, selbst am Wochenende bin ich meist vor 8 Uhr aus dem Bett, da ich sonst das Gefühl habe den Tag zu verpassen.

DAX Einkäufer schrieb:

"Aussagen wie "ist reine Gewöhnungssache"
deuten auf Unwissenheit hin, was nicht so wild ist ..."

Inwiefern bin ich denn unwissend, wenn ich am eigenen
Beispiel festgestellt habe, dass man sich jede Tageszeit als
Arbeitsbeginn angewöhnen kann, wenn die Rahmenbedingungen es
zulassen (genügend Schlaf, keine Lärmquellen zur falschen
Tageszeit, Freundeskreis mit ähnlicher Tagesgestaltung...)?
Wie machen das Schichtarbeiter? Wie machen das Ärzte,
Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer, Nachtwächter...?

Ich kann nur berichten, dass es geht. Und dass es nicht geht,
wenn der Rest des Lebens nicht auch an diese Gewohnheit
angepasst wird. Wer weiterhin bis 01.30 Uhr vor der Glotze
hängt, der wird natürlich nicht dauerhaft um 05.30 Uhr aus
den Federn finden.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

"Wie machen das Schichtarbeiter? Wie machen das Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer, Nachtwächter...?"

Die Folgen sind untersucht und bekannt bei solchen Jobs: geringere Lebenserwartung, weil Nacht/Schichtarbeit ungesund ist.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

TV ist in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort. Ich muss auch um 5:30 Uhr aus und brauch einfach die 7,5 Stunden Schlaf. Ich programmiere was mich interessiert und schau mir dann statt Soaps beim Essen und Mails checken einen Film an. Werbung lässt sich überspringen, am Ende kommt nicht direkt das nächste das zum Weiterglotzen verleitet und ich mach den Fernseher spät. um 20 Uhr aus. Es bleibt Zeit für Sport, frische Luft, kurze Treffen, Telefonieren, Lesen was auch immer.

Am Wochenende muss ich allerdings auch 1x Ausschlafen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

DAX Einkäufer schrieb:

Wie machen das Schichtarbeiter? Wie machen das Ärzte,
Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer, Nachtwächter...?

Das sind Berufe, die nicht exakt für ein gesundes und sozial erfülltes Leben bekannt sind

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Ich möchte auf gar keinen Fall etwas verallgemeinern oder von mir auf fremde Personen schließen aber deine Aussage bestätigt genau meine Behauptung. Dein frühes Aufstehen begründest du durch Ängste Dinge zu verpassen. Bei dir kämpft Seele gegen Körper. Erkundige dich mal nach "FOMO" -> "Fear of missing out".

Du schließt von dir ("ist reine Gewöhnungssache") auf alle.
Ich selbst habe mit dem frühen Aufstehen kein Problem, selbst am Wochenende bin
ich meist vor 8 Uhr aus dem Bett, da ich sonst das Gefühl habe den Tag zu verpassen.

Du hast exakt die Berufsgruppen genannt die in sämtlichen aussagekräftigen Studien die Spitzenreiter bzgl. psychosomatischer Erkrankungen darstellen!

DAX Einkäufer schrieb:

"Aussagen wie "ist reine Gewöhnungssache"
deuten auf Unwissenheit hin, was nicht so wild ist ..."

Inwiefern bin ich denn unwissend, wenn ich am eigenen
Beispiel festgestellt habe, dass man sich jede Tageszeit als
Arbeitsbeginn angewöhnen kann, wenn die Rahmenbedingungen es
zulassen (genügend Schlaf, keine Lärmquellen zur falschen
Tageszeit, Freundeskreis mit ähnlicher Tagesgestaltung...)?
Wie machen das Schichtarbeiter? Wie machen das Ärzte,
Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer, Nachtwächter...?

Ich kann nur berichten, dass es geht. Und dass es nicht geht,
wenn der Rest des Lebens nicht auch an diese Gewohnheit
angepasst wird. Wer weiterhin bis 01.30 Uhr vor der Glotze
hängt, der wird natürlich nicht dauerhaft um 05.30 Uhr aus
den Federn finden.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Aus dem Beispiel "Schichtarbeit" lässt sich weder ableiten, dass man sich anpassen kann, noch dass der Schlaftyp "Eule" oder "Lerche" von vornherein alles festlegt. Der Schichtarbeit ändert nunmal ständig seine Arbeitszeit und kann sich daher auch nicht richtig anpassen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

"Bei dir kämpft Seele gegen Körper"

Und bei dir hat anscheinend die Esoterik den Kampf gegen die Wissenschaft gewonnen...

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Naja, mit der Wissenschaft ist das so eine Sache. Da kommen oft die Ergebnisse raus, die man gerne sehen möchte.

Ansonsten: In gewissen Grenzen ist man sicher auf einen Typ "Lerche" oder "Eule" fixiert. Ein extremer Spätaufsteher wird sicher nie zu einem ausgeprägten Frühaufsteher, auch wenn er stets zeitig ins Bett geht. Bis zu einem gewissen Punkt kann man das aber durchaus steuern. Zudem ist die Spätaufsteherei stark durch unsere "widernatürliche" Lebensweise geprägt. Wenn man Menschen in eher natürlicher Umgebung unterwegs sind, stehen auf einmal die meisten Leute früh auf. Kann man z.B. im Sommer auf den Berghütten der Alpen beobachten. Alle Stadtmenschen, die sonst nicht vor 1 Uhr im Bett liegen und morgens nicht aus den Federn kommen, marschieren da los, sobald die Sonne aufgegangen ist. Macht eigentlich auch Sinn, da der Mensch von seinen Sinnen nicht dafür geeignet ist, in der Nacht aktiv zu sein.

Die Diktatur der Frühaufsteher kann ich so auch nicht bestätigen. In bestimmten Branchen mag das so sein (insbesondere öffentlicher Dienst, Handwerk, produzierende Industrie). Dort werden Leute, die erst um 8 Uhr kommen schon mal gerne mit "Mahlzeit" begrüßt. In anderen Branchen ist es aber genau umgekehrt. Wer da von 7-17 Uhr arbeitet, kann sich von dem Heer der Spätaufsteher (10-20 Uhr) ebenso dumme Kommentare anhören ("Halber Tag Urlaub?"). In den eher karriereorientierten Berufen ist meines auch deutlich verbreiteter.

Lounge Gast schrieb:

Es ist ja auch hier in diesem Forum wieder mal typisch und
symptomatisch für unsere Gesellschaft, dass jemanden der
später mit der Arbeit anfängt, mal mehr oder weniger direkt
mangelnde Leistungsfähigkeit unterstellt wird.
Ebenso typisch ist, dass man hier mal wieder lesen kann, dass
man nur besonders charakterstark und diszipliniert sein
müsse, dann könnte man ohne Problem zur "Lerche"
umschulen. Ist natürlich völliger Blödsinn! Wissenschaftlich
erwiesen.

Der chronobiologische Typus ist genetisch bedingt und
angeboren. Natürlich kann man sich das auch mühsamst
umgewöhnen (theoretisch kann man ja auch Linkshänder zu
Rechtshändern machen), aber man kämpft damit natürlich gegen
den eigenen Körper an, was gesundheitliche Probleme nach sich
ziehen kann. Erwiesen ist ja auch, dass genetisch bedingt
erheblich mehr Menschen "Eulen" sind, als
"Lerchen". Gleichwohl herrscht ein Diktat der
Frühaufsteher.

Hierzu ein recht informativer Artikel von Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bekenntnisse-eines-morgenmuffels-langschlaefer-aller-laender-erhebt-euch-a-795271.html

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Unterm Strich können alle hier aufatmen:
Je älter man(n) wird, desto weniger Schlaf braucht man!

Also können wir alle getrost mit 50 um 1 schlafen gehen und um 6 aufstehen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

In Großkanzleien kommt jedenfalls niemand vor 9 Uhr. Allein schon wegen US Bezug ...

Ein Partner kommt immer um 11 Uhr. Und bleibt halt bis mindestens 23 Uhr.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Leute, hier wird mit Schichtarbeit argumentiert, warum es vernünftig sei, anstatt um 8 Uhr erst um 10 Uhr mit einem Job zu beginnen? Man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen.

ich schließe mich meinen Vorrednern diesbezüglich an, dass man -in einem gewissen Rahmen- seine Schlafgewohnheiten dauerhaft anpassen kann. Die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin obliegt im Laufe des Lebens ohnehin einem stetigen Wandel.

Auch ich habe meine Schlafgewohnheiten an meine Jobanforderungen angepasst. Die ersten paar Wochen waren hart, die verpassten Late-Night-Shows betrauert und mittlerweile lebe ich zufrieden als umgelernte Lerche. Daran ist auch nichts ungesund oder abnormal, sofern man sich bemüht, regelmäßig und lang genug zu schlafen (Schichtarbeit ist von daher ein komplett anderes Thema, da durch den ständigen Wechsel kein richtiger Rhythmus entstehen kann).

Insofern muss ich einem Vorredner recht geben - auch ich sehe da eher eine Schwäche des Charakters. Man kann sich auch zusammenreißen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

bei dem rumgeheule "früh aufstehen" wünsche ich mir die Wehrpflicht zurück...

antworten
WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Man sollte vielleicht einfach akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich sind. So Pauschalmeinungen "alles Disziplin / Gewöhnungssache" helfen nicht weiter.

Vielen ist auch beim 100sten Flug noch mulmig, viele sind auch bei der 50. Prüfung und 25. Vorstellungsgespräch noch aufgeregt und viele sind auch trotz gesundem Lebensstil keine Morgenmenschen.
Alles mit Routine / Gewöhnung zu argumentieren ist sehr einfach.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Die Arbeitszeiten kann ich bestätigen. Am US-Geschäft liegt das aber meist nicht. Zumindest bei uns hat nur ein kleiner Teil der Leute in nennenswertem Umfang transatlantisch zu tun. Meiner Einschätzung nach fangen die Leute in erster Linie spät an, weil es gut aussieht, wenn spät am Abend im Büro noch Licht brennt. Nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, man wär so ein Weichei mit Hang zum Privatleben... ;-)

Lounge Gast schrieb:

In Großkanzleien kommt jedenfalls niemand vor 9 Uhr. Allein
schon wegen US Bezug ...

Ein Partner kommt immer um 11 Uhr. Und bleibt halt bis
mindestens 23 Uhr.

antworten
WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Aus eigener Erfahrung: Während des Studiums kam ich vor 10 (!) kaum hoch, mittlerweile werde ich um 7 Uhr (normalerweise auch ohne wecker) wach.

Zudem schreibt der TE auch nichts vom Feierabend. Kann es sein, dass Du den Feierabend um 17.00 gerne in Anspruch nimmst, Dir dessen Konsequenzen (oder besser gesagt Voraussetzung), nämlich das frühe Aufstehen, nicht klarmachst?

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Ich bin genau so einer. In den Semesterferien werde ich meist zwischen 9 und 10 wach, schaue auf die Uhr, dreh mich dann noch mal zur Seite und schlafe problemlos für 1-1,5 Std. weiter.

Aber wenn die Müllabfuhr Dich um 7 Uhr weckt und Du dann noch zwei Stunden schlafen kannst, bist Du mir persönlich ein Rätsel.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Lounge Gast schrieb:

Insofern muss ich einem Vorredner recht geben - auch ich sehe
da eher eine Schwäche des Charakters. Man kann sich auch
zusammenreißen.

Wieso zum Geier wird hier jetzt zum wiederholten Mal später Aufstehen mit "Schwäche des Charakters" und frühes Aufstehen u.a. mit "gesundem Lebensstil" assoziiert? So was von (offensichtlich) absurd ...und auch ziemlich dumm!
Ich gehe erst recht spät zur Arbeit (möglich, da Gleitzeit), aber ich arbeite deswegen doch nicht weniger als die Kollegen. Ich muss halt länger bleiben und mache deutlich später Schluss (was aber kein Problem ist, da dies eben meinen Biorythmus eher entspricht und von mir ja bewusst so gemacht wird).

Bin ansonsten produktiv, gut in meinen Job und erbringe exzellente Leistungen (zumindest wird mir das so kommuniziert).
Natürlich könnte ich mich "zusammenreißen" und frühmorgens in der Arbeit sein, aber warum sollte ich? Zum Glück finden meine Kollegen und mein Chef, das es kein Wert an sich ist, ob man nun ganz früh oder noch ganz spät anwesend ist.

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2016:

Ist es für einen Akademiker unprofessionel, sich den Job nach der morgendlichen Wecker-Zeit rauszusuchen? Ich bin eine absolute Eule und müsste meinem Biorhythmus nach eigentlich immer bis 9 Schlafen. Erträglich ist es, wenn ich zumindest bis halb 8 schlafen kann.

In meinem aktuellen Job muss ich um 7 raus, was mich auf die Dauer fertig macht. In der Mittagspasue lege ich mich schon im Dienstwagen aufs Ohr, da ich es sonst kaum aushalte.

Soll ich meinem Vorgesetzten reinen Wein einschenken und sagen, dass ich den Job nur langfristig machen kann, wenn ich später zur Arbeit erscheinen darf? Ich bin im Unternehmen an sich gerne gesehen und mache gute Arbeit, weiterhin gibt es, das weiß ich, kaum Bewerber mit meinen Qualifikationen, eine gute Verhandlungsposition habe ich also eigentlich schon.

Naja es kommt drauf an. Wann kommen die anderen gibt es Gleitzeit? Wann fängt deine tatsächliche Arbeit denn an?

Wenn du um 7.30 uhr da sein musst aber deine wirkliche Arbeit erst um 8.30 uhr dann könntest du mit deinem Vorgesetzen besprechen um 8.00 uhr zu kommen.

Es ist nirgendwo belegt dass frühe aufstehen produktiver ist noch dass Eulen fauler sind.

Ich finde solange man nicht in der Produktion,Notdienst oder Logistik tätig ist. Sollten alle Unternehmen Gleitzeit einführen.

Wenn jemand halt dann um 9 uhr kommt bleibt er dann halt zeitlich gesehen länger. Wo ist das Problem?

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Bei uns sind Eulen und early birds willkommen. Das Ergebnis ist wichtig - Stechuhren sind so 60-ies.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Nachts einfach zwei Episoden weniger auf Netflix schauen und das Problem hat sich erledigt

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Wir haben Stechuhr und Gleitzeit. Bis auf eine relativ kurze Kernzeit kann jeder kommen und gehen wann er will, da jeder im wesentlichen selbst seine Termine planen kann.

WiWi Gast schrieb am 12.03.2019:

Bei uns sind Eulen und early birds willkommen. Das Ergebnis ist wichtig - Stechuhren sind so 60-ies.

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Hab ein ähnliches Problem wie du mit dem Schlafrythmus und bin deutlich produktiver, wenn ich später anfange. Zum Glück hab ich Gleitzeit und das ohne Kernarbeitszeit. Manchmal fange ich um 9:30 an, manchmal erst um 10:30. Normalerweise pendelt sich das aber in der Regel so gegen 10 Uhr ein. Ich hab dadurch weder Berufsverkehr, Stau und auch keine Morgenmüdigkeit. Alles an sich ist für mich optimal. Gemerkt hab ich auch, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr krank war, kann aber nicht sicher sagen, ob das damit zusammenhängt.

Such dir ein Unternehmen mit Gleitzeitregelung, wenn dein Chef nicht mitmacht.

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Wir haben Vertrauensarbeitszeit und Gleitzeit, ohne Stechuhr.
Die Kernzeit ist seit Jahren abgeschafft.
Es gibt Ärger, wenn die Ergebnisse nicht stimmen aber nicht wegen Kern-/Stempelzeiten.

WiWi Gast schrieb am 13.03.2019:

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Wir haben Stechuhr und Gleitzeit. Bis auf eine relativ kurze Kernzeit kann jeder kommen und gehen wann er will, da jeder im wesentlichen selbst seine Termine planen kann.

WiWi Gast schrieb am 12.03.2019:

Bei uns sind Eulen und early birds willkommen. Das Ergebnis ist wichtig - Stechuhren sind so 60-ies.

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

In meinem jetzigen Job kann ich kommen und gehen wann ich will und habe so den perfekten Rhythmus für mich gefunden.

Ich gehe gegen 2 schlafen und wache gegen 10 auf, zwischen 11 und 12 bin ich im Büro und zwischen 18:30 und 19:30 gehe ich dann meistens. Zuhause setze ich mich dann noch ein bisschen ran wenn etwas ansteht oder ich noch etwas erledigen will.

Manchmal stehe ich auch früher oder später auf, wie ich eben Bock habe.

In diesem Sinne - gute Nacht.

antworten
WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Vertrauensarbeitszeit würde für mich nicht mehr in Frage kommen. Mein letzter Arbeitgeber hat das genauso gehandhabt und ausgenutzt. Keiner ist mit seinen Aufgaben fertiggeworden und alle haben dadurch länger gemacht, ohne das Überstunden geltend gemacht werden konnten. Und das Mehr an Arbeit war für eben jene nicht gut genug bezahlt a la UB, als dass es einen Mehraufwand über die Grenze von 40+Std. gerechtfertigt hätte.

WiWi Gast schrieb am 14.03.2019:

Wir haben Vertrauensarbeitszeit und Gleitzeit, ohne Stechuhr.
Die Kernzeit ist seit Jahren abgeschafft.
Es gibt Ärger, wenn die Ergebnisse nicht stimmen aber nicht wegen Kern-/Stempelzeiten.

WiWi Gast schrieb am 13.03.2019:

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Wir haben Stechuhr und Gleitzeit. Bis auf eine relativ kurze Kernzeit kann jeder kommen und gehen wann er will, da jeder im wesentlichen selbst seine Termine planen kann.

WiWi Gast schrieb am 12.03.2019:

Bei uns sind Eulen und early birds willkommen. Das Ergebnis ist wichtig - Stechuhren sind so 60-ies.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

WiWi Gast schrieb am 15.03.2019:

Vertrauensarbeitszeit würde für mich nicht mehr in Frage kommen. Mein letzter Arbeitgeber hat das genauso gehandhabt und ausgenutzt. Keiner ist mit seinen Aufgaben fertiggeworden und alle haben dadurch länger gemacht, ohne das Überstunden geltend gemacht werden konnten. Und das Mehr an Arbeit war für eben jene nicht gut genug bezahlt a la UB, als dass es einen Mehraufwand über die Grenze von 40+Std. gerechtfertigt hätte.

Dann ist man halt nicht in der Arbeitszeit fertig geworden. Was ist schlimm daran? Heißt nur, dass die Planung mies ist.

Wir haben auch Vetrauensarbeitszeit und trotzdem überarbeitet sich niemand. Wenn der PM wieder etwas verspricht, dass Überstunden notwendig sind, muss er dafür dann halt auch die Kosten beim Chef rechtfertigen. Geld oder Ausgleich, sonst kann der PM es selber machen. Ich schlage auch auf alle angefallenen Überstunden pauschal 20% drauf, damit die Verantwortlichen es mal lernen.

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WiWi Gast

Re: Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2016:

das ist alles reine Gewöhnungssache! Fang mal an allgemein bzw. morgens Sport zu machen und ernähr dich gesund. Wir sind alles Menschen und wir sind alle ähnlich wenn auch nicht gleich. Wenn manche bei der UB unter der Woche 4h täglich schlafen und das schaffen, wirste wohl um 7 losgehen können

Nein ist es nicht und das ist wissenschaftlich ausreichend bewiesen. Menschen haben unterschiedliche Schlafbedürfnisse, sowohl was die den Rhytmus, als auch was die Länge angeht. Wer sich gegen seine innere Uhr stellt, leidet nicht nur, sondern ist auch nachweislich weniger leistungsfähig. Nur weil sehr intelligente Menschen in der UB auch mit Schlafmangel noch stupides Folienbasteln hinbekommen, macht es noch lange nicht für alle Sinn. Es sollte im Interesse jedes Arbeitgebers sein, dass seine Mitarbeiter zu der Zeit kommen, in der sie am produktivsten sind.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Das derzeitige System bei dem alle früh anfangen ist volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Nicht nur sind Straßen und öffentliche Verkehrsmittel zu gewissen Tageszeiten völlig verstopft und den Rest des Tages leer, auch geht soviel an Produktivität verloren, weil Eulen morgens unproduktiv im Büro und abends in der Hochleistungsphase auf der Couch hocken.

Noch dümmer sind nur die Schulzeiten, weil Minderjährige fast durchgehend Eulen sind. Trotzdem fing bei mir die Schule um 7:50 Uhr an. Wird Zeit den Mythos dass früh aufstehen "fleißig sein" bedeutet endlich zu beerdigen.

Genau umgekehrt btw in der UB/IB. Wann du morgens kommst checkt kaum jemand, aber wenn du abends am längsten bleibst bist du der Geilste. Gut für Eulen, aber unfair für Lerchen.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Vertrauensarbeitszeit bedeutet nicht, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
Die IST-Zeiten werden notiert und Überstunden können ausgeglitten werden.

Dass viele UB das ausnutzen, ist bekannt, dein Chef bekommt höhere Boni, wenn du deine Überstunden dem AG in Rechnung stellst und dann auch noch verfallen lässt. Da kann die Vertrauensarbeitszeit nichtes dafür.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Was stimmt mit euch nicht?
Dann geh eben um 22 Uhr schlafen, wie jeder normale Mensch auch, dann kannst du auch um 6 Uhr aufstehen und bist top fit.

Wenn der Kunde um 8 Uhr anruft kann die Sekretärin wohl kaum sagen: Ach der Herr XY schläft immer bis 10 Uhr und ist dann pünktlich zum Mittagessen im Büro und steht Ihnen ab 13 Uhr zur Verfügung.

Geiles Leben.

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WIWIJoe

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Also ich schreibe meine Überstunden nicht mal auf, nehme mir nach Gefühl immer mal wieder einen Freitag frei (mal verliert man dabei, mal gewinnt man). Ist mir lieber als aufschreiben (was ich mir ja auch eben aus dem Finger saugen könnte, falls verlangt).

WiWi Gast schrieb am 16.03.2019:

Vertrauensarbeitszeit bedeutet nicht, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
Die IST-Zeiten werden notiert und Überstunden können ausgeglitten werden.

Dass viele UB das ausnutzen, ist bekannt, dein Chef bekommt höhere Boni, wenn du deine Überstunden dem AG in Rechnung stellst und dann auch noch verfallen lässt. Da kann die Vertrauensarbeitszeit nichtes dafür.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Sei einfach dein eigener Chef, dann kannst du es mit dir selbst ausmachen ;)

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

Viele Beamte sind auch heute noch Punkt 7 Uhr am Schreibtisch.

WiWi Gast schrieb am 15.03.2019:

Das derzeitige System bei dem alle früh anfangen ist volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Nicht nur sind Straßen und öffentliche Verkehrsmittel zu gewissen Tageszeiten völlig verstopft und den Rest des Tages leer, auch geht soviel an Produktivität verloren, weil Eulen morgens unproduktiv im Büro und abends in der Hochleistungsphase auf der Couch hocken.

Noch dümmer sind nur die Schulzeiten, weil Minderjährige fast durchgehend Eulen sind. Trotzdem fing bei mir die Schule um 7:50 Uhr an. Wird Zeit den Mythos dass früh aufstehen "fleißig sein" bedeutet endlich zu beerdigen.

Genau umgekehrt btw in der UB/IB. Wann du morgens kommst checkt kaum jemand, aber wenn du abends am längsten bleibst bist du der Geilste. Gut für Eulen, aber unfair für Lerchen.

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WiWi Gast

Frühes Aufstehen nervt / bei Chef offen ansprechen?

WiWi Gast schrieb am 16.03.2019:

Vertrauensarbeitszeit bedeutet nicht, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
Die IST-Zeiten werden notiert und Überstunden können ausgeglitten werden.

Dass viele UB das ausnutzen, ist bekannt, dein Chef bekommt höhere Boni, wenn du deine Überstunden dem AG in Rechnung stellst und dann auch noch verfallen lässt. Da kann die Vertrauensarbeitszeit nichtes dafür.

Sowas funktioniert nicht so leicht, außer bei Einen frischling.

Jeder sollte sich merken, seine arbeitszeit aufzuschreiben und zu kontrollieren, das hilft vor betrug von Arbeitgebern.
Aber auch der arbeitgeber muss aufpassen wegen den überstunden und das nicht wegen den boni, meist eher wegen den arbeitsschutzgesetzt, wenn der AN mehr arbeitet als der darf und es aufschreibt und der chef das auch so absegnet, kanns sehr große probleme für den chef geben.
Weshalb viele chefs sowas nicht unterschreiben, meist wirds dann eben unterhand ausgeglichen.
Aber sowas lernt man erst in der praxis, das oft beschissen wird mit den stunden ob jetzt von AG oder AN.

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