DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
GehälterMindestlohn

Preis-Lohn-Spriale

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Bin AT beim IGM und bei mir hats die letzten Jahre so ausgeschaut:

2019: 0 Prozent
2020: 0 Prozent
2021: 0 Prozent

In der Zeit war die Immoinflation 20 Prozent bei uns.
Und die reguläre Inflation ca. 8 Prozent.

Denke dieses Jahr gibts 2 Prozent oder so....

Du siehst.... mein Euro ist sehr viel weniger wert als noch 2018.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Was ist das denn für eine Firma?

Bin auch Dax IGM und dort im AT Bereich. Gab jedes Jahr seit 2017 trotz Corona mindestens 3% Anpassung. Dies ohne neue Stelle oder sonstiges. Dazu sieht auch der IGM Tarif eigentlich einen Inflationsausgleich vor, was drei Jahre keine Anpassung beim Gehalt erfolgt.

Daher kann ich mir nur vorstellen, dass es deinem Arbeitgeber finanziell richtig schlecht gehen muss.

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Bin AT beim IGM und bei mir hats die letzten Jahre so ausgeschaut:

2019: 0 Prozent
2020: 0 Prozent
2021: 0 Prozent

In der Zeit war die Immoinflation 20 Prozent bei uns.
Und die reguläre Inflation ca. 8 Prozent.

Denke dieses Jahr gibts 2 Prozent oder so....

Du siehst.... mein Euro ist sehr viel weniger wert als noch 2018.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

So sieht es aus!
Wenn man dann noch täglich 150 km Autofahrt zum Arbeitgeber hat, dann sieht es noch extremer aus....

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Bin AT beim IGM und bei mir hats die letzten Jahre so ausgeschaut:

2019: 0 Prozent
2020: 0 Prozent
2021: 0 Prozent

In der Zeit war die Immoinflation 20 Prozent bei uns.
Und die reguläre Inflation ca. 8 Prozent.

Denke dieses Jahr gibts 2 Prozent oder so....

Du siehst.... mein Euro ist sehr viel weniger wert als noch 2018.

antworten
haramburga

Preis-Lohn-Spriale

Erst einmal heißt es Lohn-Preis-Spirale, die auch nicht eintritt, nur weil ein kleiner Teil eine Erhöhung des Mindestlohn erfährt, sondern hat eigentlich nichts hiermit zu tun. Der Effekt würde eher dann eintreten, wenn alle Personen der Meinung sind, dass sich die aktuelle Inflation über mehrere Jahre halten wird und dann in die Gehaltsverhandlung geht. Ob das der Fall ist, ist aber eine andere Frage und hat nichts mit dem Mindestlohn zu tun und wäre auch nichts, was sich innerhalb ein paar Monaten nachweisen lässt.

Die Erhöhung des Mindestlohns muss auch nicht zwangsweise an Kunden abgegeben werden und wenn, dann passiert das auch nur in kleinen Bereichen, aber nicht durch den gesamten Warenkorb. Also eine Lohnerhöhung oder sogar gleichewertige Lohnerhöhung aufgrund des Mindestlohnes zu fordern, ist wirklich lachhaft.

Dass europäische Länder mit deutlich geringerem Output höhere Mindestlöhne haben, ist absurd genug, aber in Deutschland hat die Top 1 % natürlich direkt Angst, dass man statt 2,99 € für 500g Hähnchen vielleicht 3,99 € zahlen muss, weil der Betrieb den osteuropäischen Gastarbeitern tatsächlich ein Gehalt zahlen muss, wovon man leben könnte.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

In meiner Firma (Online Handel) bekommen ca. 60% der Leute Mindestlohn. (Logistik und Kundenservice)
Ganz ehrlich, das sind ganz arme Schweine, mit Mindestlohn in teuren Städten klar zu kommen ist extrem schwierig. Die könnten echt bisschen mehr bekommen. Unsere Recruiterin hat mir erzählt, dass wenn sie hört, dass ein Bewerber Familie hat, dann wird er abgelehnt, weil sie weiß, dass wir nicht mehr zahlen können, aber dass dieses Gehalt für eine Familie einfach nicht reicht. Außerdem war mal eine Nachtschicht angedacht, aber im Lager kann sich fast niemand ein Auto leisten, deshalb ging das nicht, da die alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen und die nachts nicht fahren. Die Büroleute bekommen pro Jahr so ca. 1,5 -2 % mehr. besser als nichts.

Das größte Problem sehen viele aber gar nicht, denn das sind die Leute die heute genau 12 € pro Stunde verdienen. Früher war es ja so, man fängt mit Mindestlohn an und dann nach paar Jahren wenn man was geleistet hat und sich bewiesen hat, dann ist man vielleicht auf 12 € aufgestiegen und jetzt bekommt das jeder blutige Anfänger der noch nichts geleistet hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute die jetzt 12 € haben, dann plötzlich 14 bekommen. Es wird also sehr unfair werden.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Bin AT beim IGM und bei mir hats die letzten Jahre so ausgeschaut:

2019: 0 Prozent
2020: 0 Prozent
2021: 0 Prozent

In der Zeit war die Immoinflation 20 Prozent bei uns.
Und die reguläre Inflation ca. 8 Prozent.

Denke dieses Jahr gibts 2 Prozent oder so....

Du siehst.... mein Euro ist sehr viel weniger wert als noch 2018.

Die meisten Unternehmen erhöhen doch AT unabhängig von Tarif, zb bei Siemens gibt's einen erhohungswert, der war nur 2020 bei null, sonst eher 3%

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Vergleicht du grade dein 66k Gehalt mit Mindestlohn?

...

Kannste dir nicht ausdenken.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Bin AT beim IGM und bei mir hats die letzten Jahre so ausgeschaut:

2019: 0 Prozent
2020: 0 Prozent
2021: 0 Prozent

In der Zeit war die Immoinflation 20 Prozent bei uns.
Und die reguläre Inflation ca. 8 Prozent.

Denke dieses Jahr gibts 2 Prozent oder so....

Du siehst.... mein Euro ist sehr viel weniger wert als noch 2018.

Bei uns bekommen alle die Tariferhöhungen.... 0% über 3 Jahre tut weh

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

Warum sollte das nicht gehen? Schau Dir mal die betroffenen Branchen an. Gebäudereinigung, Friseure etc. Dann wird die Leistung halt entsprechend teurer.
Konkretes Beispiel: Mein Friseur braucht 30Min und Kostet zurzeit 40Euro. Nun steigen die Lohnkosten um 1,1 Euro pro Halbe Stunde. Der Haarschnitt kostet mich nun 41,50 Euro.
Who cares?

antworten
know-it-all

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Nur weil Leute, die weiter unterhalb deiner Gehaltsklasse durch die vorgesehene Anhebung des Mindestlohns einen - in Prozent ausgedrückt - größeren Sprung beim Bruttogehalt machen werden, begründet das für alle anderen erstmal genau gar keinen Anspruch auf irgendeine Erhöhung.

Warum ist das so? Weil du kein verbrieftes Anrecht darauf hast, irgendeinen Betrag X oder Prozentsatz mehr zu verdienen als jemand am untersten (!) Ende des möglichen Gehaltsspektrums.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

... ganz abgesehen davon sind deine Rechenbeispiele auch irgendwie nicht nachvollziehbar. So wie es lese möchtest du, weil ein vollzeitarbeitender Mindestlohn-Verdiener dann 2.460 EUR mehr netto im Jahr hat, möchtest du das auch? Bei einer Abgabenquote von ~55% in diesem Gehaltsbereich bräuchtest du dafür eine Bruttogehaltssteigerung von ~€ 5467 p.a.
Wo die € 7.386 aus deinem Beispiel herkommen - keine Ahnung.

Und weshalb möchtest du eigentlich den gleichen Mehrbetrag auf dein Gehalt? Bist du wirklich neidisch auf jemanden der statt € 1.180 jetzt € 1.385 p.M. verdient? Ich meine du bekommst ein Vielfaches davon. Gönnst du es den Leuten nicht?

Wo geht sowas bitte?

Sieh es mal so: Menschen mit solchen Gehältern haben vermutlich eine verschwindend geringe Sparquote. D.h. der größte Teil des Mehrgehaltes wird umgehend wieder konsumiert werden, was doch im Endeffekt gut für die Wirtschaft ist und über die Mehrwertsteuer landet ein Teil davon gleich wieder im Staatshaushalt.
Ich glaube die ganze Entrüstung über die Anhebung des Mindestlohnes ist nur ein Stum im Wasserglas, und im Endeffekt wird das kaum Auswirkungen in der Wirtschaft haben.
Okay - vielleicht musst du dann für den Essenslieferdienst dann einen halben € mehr pro Pizza bezahlen - es wird dir nicht wehtun.

PS: gängig unter Ökonomen ist der Begriff "Lohn-Preis-Spirale", nicht andersrum.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Das liegt an der "alternativlosen" Euro-Rettungspolitik die ja die Mehrheit der Leute genau so will.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Tja, nur ist 1100 oder auch 1300 Euro netto für einen Vollzeitjob eh ein Hungerlohn... bei 800-900 Euro warm für eine 2-Zimmerwohnung lebt man damit unter Hartz iv Niveau. Darauf muss man wirklich nicht neidisch sein.

Inflation ist halt eine Folge der unsäglichen EZB-Politik und die Inflationsrate von Geringverdienern (d.h. die Inflation bei den lebenswichtigen, von Geringverdienern also vor allem konsumierten Produkten wie Energie, Lebensmittel, Mieten) lag schon in den letzten Jahren deutlich über der offiziellen Inflationsrate.

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Tja, nur ist 1100 oder auch 1300 Euro netto für einen Vollzeitjob eh ein Hungerlohn... bei 800-900 Euro warm für eine 2-Zimmerwohnung lebt man damit unter Hartz iv Niveau. Darauf muss man wirklich nicht neidisch sein.

Inflation ist halt eine Folge der unsäglichen EZB-Politik und die Inflationsrate von Geringverdienern (d.h. die Inflation bei den lebenswichtigen, von Geringverdienern also vor allem konsumierten Produkten wie Energie, Lebensmittel, Mieten) lag schon in den letzten Jahren deutlich über der offiziellen Inflationsrate.

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

Die Mindestlohn Verdiener wohnen nicht in München
Mit 900 Euro kannst du mit etwas Glück ein Haus bei uns mieten- Nähe Ruhrgebiet in NRW aufm Dorf. Arbeiten kannst du mit pendeln trotzdem in Düsseldorf oder Dortmund

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Das liegt an der "alternativlosen" Euro-Rettungspolitik die ja die Mehrheit der Leute genau so will.

Den Zusammenhang hätte ich gerne mal näher erklärt...

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Aus der Anhebung des Mindestlohns erwachsen natürlich gar keine Verpflichtungen den anderen gegenüber. Die Frustration kann ich allerdings teilweise verstehen. Ich denke auch dass es ein gewisses Abstandsgebot geben sollte. Noch mehr kommt sie aber wohl daher, dass lange Zeit nicht wirklich Politik für die obere Mittelschicht gemacht wurde. Sondern eher gegen sie. Da werden Leute als vermeintliche Besserverdiener dargestellt, denen man auch ruhig noch tiefer in die Tasche greifen kann, die aber in ihrer eigenen Wahrnehmung alles andere als Besserverdiener sind. Spätestens wenn sie realisieren, dass sie sich trotz ihres vermeintlichen Besserverdienerdarseins höchstens ein Reihenhäuschen leisten können, was sie dann so gerade bis zur Rente abgezahlt bekommen.

Es ist halt irgendwie nicht mehr so, dass die vermeintlichen Besserverdiener dann auch ein so viel bessere/gehobeneres Leben führen. Vor allem weil die meisten, wie oben schon jemand meinte, mehr Geld zur Seite legen für ihre Rente. Das tut kaum ein Mindestlohnempfänger. Dadurch gleicht sich das aktuell verfügbare Einkommen nochmal mehr an.

Und es stimmt, wenn ich bspw. bei meiner Friseurin schaue die Mindestlohn bekommt (nicht in einer Großstadt), lebt die auf den ersten Blick nicht so viel schlechter als ich mit meinen 65 k brutto. Sie hat einen nicht zu alten Skoda, fliegt zwei Wochen im Jahr in Urlaub, hat ein iPhone, etc. Der größte Unterschied liegt in der Sparquote/Altersvorsorge, und den sieht man eben nicht so einfach.
Ich kann dann aber verstehen, dass man irgendwann frustriert ist, wenn für einen selber gar nichts getan wird, oder man sogar zig Gehaltsrunden leer ausgeht, und unten kräftig reingebuttert wird. Passiert im Tarif ja auch oft, dass die unteren Stufen überproportional steigen.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

Du hast das Prinzip des Mindestlohns nicht verstanden

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

Es liest sich so, als leitest Du aus der Anhebung des Mindestlohnes einen Anspruch auf ähnliche Lohnerhöhung über alle EK-Klassen ab.
Ist das Dein Ernst?

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Scheinbar ist es einfacher die Mindestlohnempfänger in Frage zu stellen, als die, die weiter oben in der Nahrungskette stehen und die Millionen scheffeln/erben.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Nein, leider arbeiten auch in München, Frankfurt & Co Menschen zum Mindestlohn. 20-30% der Arbeitnehmer hierzulande arbeiten im Niedriglohnsektor!
800-900€ warm zahlt man schon in kleineren Städten für die Miete, in München wäre es deutlich mehr.

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

Tja, nur ist 1100 oder auch 1300 Euro netto für einen Vollzeitjob eh ein Hungerlohn... bei 800-900 Euro warm für eine 2-Zimmerwohnung lebt man damit unter Hartz iv Niveau. Darauf muss man wirklich nicht neidisch sein.

Inflation ist halt eine Folge der unsäglichen EZB-Politik und die Inflationsrate von Geringverdienern (d.h. die Inflation bei den lebenswichtigen, von Geringverdienern also vor allem konsumierten Produkten wie Energie, Lebensmittel, Mieten) lag schon in den letzten Jahren deutlich über der offiziellen Inflationsrate.

Moinsen zusammen,

Nach dem neuen Koalitionsvertrag beträgt der Mindestlohn bald 12 Euro, was aktuell einer Steigerung von 22 % gleich kommt. Wenn ich das jetzt meinem Chef mitgeteile, dass ich das ich haben will gibt's eher die Kündigung.

22 % ist % der Hammer.
Absolut bei 9,82 Euro und lohnsteuerklasse 1 = 1.180 Euro. Bei 12 Euro = 1.385 Euro d. H. Ein Plus von 205 Euro p.a. 2460 Euro.

Wenn ich das mit 66000 Euro haben will müsste man 73.386,36 zahlen, was 11 % mehr bedeuten würde.

Wo geht sowas bitte?

Die Mindestlohn Verdiener wohnen nicht in München
Mit 900 Euro kannst du mit etwas Glück ein Haus bei uns mieten- Nähe Ruhrgebiet in NRW aufm Dorf. Arbeiten kannst du mit pendeln trotzdem in Düsseldorf oder Dortmund

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Nunja, den ersten Klagen von Beamten in den unteren A-Stufen wurden schon stattgegeben. Weil hier wohl ein Mindestabstand zum Mindestlohn vorhanden sein muss. Dadurch würden sich auch alle anderen A-Stufen bei Beamten erhöhen, da diese auf den unteren A-Stufen aufbauen. Offensichtlich sind Beamte wiedermal die besseren Menschen.

antworten
know-it-all

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 05.12.2021:

So sieht es aus!
Wenn man dann noch täglich 150 km Autofahrt zum Arbeitgeber hat, dann sieht es noch extremer aus....

Wenn man täglich 150 km Autofahrt zum Arbeitgeber absolvieren muss, dann wohnt man vielleicht am falschen Ort? Was hat dann der AG damit am Hut, dass das für dich teurer ist als vielleicht noch vor ein paar Jahren?

PS: Ich laufe zur Arbeit und die Kosten dafür sind seit Jahren unverändert.
(okay, die Kosten für's Wechseln der Schuhsohlen ist möglicherweise etwas teurer geworden) :-)

antworten
know-it-all

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Nunja, den ersten Klagen von Beamten in den unteren A-Stufen wurden schon stattgegeben. Weil hier wohl ein Mindestabstand zum Mindestlohn vorhanden sein muss. Dadurch würden sich auch alle anderen A-Stufen bei Beamten erhöhen, da diese auf den unteren A-Stufen aufbauen. Offensichtlich sind Beamte wiedermal die besseren Menschen.

Man sollte man die Kirche im Dorf lassen. Bisher steht der Mindestlohn von 12€ allein im Koalitionsvertrag der neuen Regierung und bis der Punkt umgesetzt wird, fließt möglicherweise noch viel Wasser den Rhein herunter. Kann man dazu überhaupt schon klagen, oder beziehen sich diese angeblichen Klagen auf frühere Anhebungen des Mindestlohns von ursprünglich 8 auf inzwischen 9,x %?

Ich finde diese ganze Diskussion auch allein deswegen müßig, weil "normale" Angestellte im Arbeitsvertrag einen Monatslohn stehen haben und _keinen_ Stundenlohn.
Man höre und staune - das führt doch dazu, dass man im Mai oder Dezember (=viele Feiertage!) oder im Februar oft einen höheren Stundenlohn hat, als in normalen Monaten mit 31 Tagen. Skandal !

Ich habe mir übrigens bisher noch nie die Mühe gemacht, meinen Stundenlohn überhaupt auszurechnen. Laut einer Überschlagskalkulation mit durchsschnittlich 22 Arbeitstagen im Monat und 7,5h Arbeitszeit pro Tage erhalte ich etwas mehr als das 4 fache vom zukünftigen Mindestlohn. Ich fühle mich also, trotz der vorgesehenen Anhebung, nicht in meinem Besitzstand beeinträchtigt :-)

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Ja der Mindestlohn wird vom 9,60 auf 12 Euro angehoben.

Das hat mit deinen 66000 Jahresgehalt nix zu tun.
Nur weil jemand anderes was bekommt, heisst das für dich nix. Wenn der Vorstand von SAP statt 10 jetzt 30 Millionen bekommt, wird dein Gehalt auch nicht verdreifacht.

Ich persönlich verdien 80k und bin froh, dass der Mindestlohn angehoben wird. Ich hab genug und finde dass kein Job es wert ist für unter 10 Euro zu arbeiten. Hab selber auch schon für 6,50 gejobbt und das sollte niemand dauerhaft machen müssen.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Ja der Mindestlohn wird vom 9,60 auf 12 Euro angehoben.

Das hat mit deinen 66000 Jahresgehalt nix zu tun.
Nur weil jemand anderes was bekommt, heisst das für dich nix. Wenn der Vorstand von SAP statt 10 jetzt 30 Millionen bekommt, wird dein Gehalt auch nicht verdreifacht.

Ich persönlich verdien 80k und bin froh, dass der Mindestlohn angehoben wird. Ich hab genug und finde dass kein Job es wert ist für unter 10 Euro zu arbeiten. Hab selber auch schon für 6,50 gejobbt und das sollte niemand dauerhaft machen müssen.

Dein vergleichen hinkt aber ein bisschen, denn wenn die Vorstandsbezüge überdurchschnittlich erhöht werden, kommt genau diese Frage des TE sehr häufig. Ganz unberechtigt finde ich sie deshalb auch in diesem Fall nicht, zumindest wenn man an einen marktwirtschaftlichen Einfluss bei der Gehaltsbildung glaubt.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Nunja, den ersten Klagen von Beamten in den unteren A-Stufen wurden schon stattgegeben. Weil hier wohl ein Mindestabstand zum Mindestlohn vorhanden sein muss. Dadurch würden sich auch alle anderen A-Stufen bei Beamten erhöhen, da diese auf den unteren A-Stufen aufbauen. Offensichtlich sind Beamte wiedermal die besseren Menschen.

Hoffe deren Privilegien werden endlich gestutzt

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Dein vergleichen hinkt aber ein bisschen, denn wenn die Vorstandsbezüge überdurchschnittlich erhöht werden, kommt genau diese Frage des TE sehr häufig. Ganz unberechtigt finde ich sie deshalb auch in diesem Fall nicht, zumindest wenn man an einen marktwirtschaftlichen Einfluss bei der Gehaltsbildung glaubt.

Aber so etwas wie IGM Gehälter unterliegen auch nicht unbedingt marktwirtschaftlichen Einfluss. Ansonsten gäbe es ja nicht die Themen mit ANÜ.

Und wenn sich hier Leute über drei Jahre Nullrunden bei IGM AT beschweren, wäre die marktwirtschaftliche Konsequenz, dass sie einfach zu einem AG mit Gehaltssteigerungen wechseln würden. Sie bleiben trotzdem, da sie auch mit mehreren Nullrunden für ihre Leistung weit mehr als die marktüblichen Gehälter bekommen.

Als AN in einem Konzern ist man gewiss nicht schutzlos den Kräften des freien Markts ausgesetzt. Da finde ich es dann schon ziemlich komisch, wenn man das für die Geringverdiener fordert.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Ihr vergesst eins, nach oben sind wir alle gedeckelt und nach unten immer weiter. Heute verdient ein 55k Sachbearbeiter bereits den spitzensteuersatz und damit ist ein Haus heute auch nicht mehr dein.

Steuerpflichtige, die das 1,4-fache des durchschnittlichen Bruttogehalts aller Arbeitnehmer in Deutschland erhalten, zahlen momentan schon den Spitzensteuersatz. Im Jahr 1965 lag dieser Wert noch beim 18-fachen. Auszug von der fdp.

Wir sollten uns langsam aber sicher mal Gedanken machen, warum das so ist… es liegt nicht an den faulen Arbeitslosen oder dem aufgeblähten Sozialstaat ein liegt einfach daran, dass wir am Ende eines Systems stehen, welches neu gedacht werden muss.

Warum muss jeder studieren um einen bullshit Job zu erlernen und warum verdient der Altenpfleger weniger als der Manager… weil wir Vergütung nach Anreizen legen die falsch sind.

Normal müsste ein Pfleger das 1,4 fache des Durchschnitts erhalten das körperlich kaum zu schaffen der Job.

Warum soll man für ein bisschen klicken 60k erhalten …

Leistung sollte sich wieder lohnen und die Unternehmen müssten dafür gerade stehen! Kurzarbeitergeld und Dividende… mein Humor

Es liegt an den Unternehmen und diese sind m. E. N. An 80 % unserer Probleme heute verantwortlich … würde man soziale und vergemeinschaftlichte kosten auf diese umlegen, sähen Gewinne anders aus!!!

Keine Zeitarbeit mehr, keine Scheinselbständigkeit oder sowas …. Einstellung oder hat nichts fertig

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

Dieser Mindestlohn wird nichts bringen.

Durch die Erhöhung des Mindestlohns werden:

  1. weniger Personalien eingestellt, da zu teuer.
  2. Preise angehoben werden.
antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Nunja, den ersten Klagen von Beamten in den unteren A-Stufen wurden schon stattgegeben. Weil hier wohl ein Mindestabstand zum Mindestlohn vorhanden sein muss. Dadurch würden sich auch alle anderen A-Stufen bei Beamten erhöhen, da diese auf den unteren A-Stufen aufbauen. Offensichtlich sind Beamte wiedermal die besseren Menschen.

Hoffe deren Privilegien werden endlich gestutzt

Was denn für Privilegien? Die die dafür sorgen dass alle Topabsolventen ins Beamtentum stürmen weil man da so viel mehr als Gesamtpaket holen kann als in der Wirtschaft?

antworten
haramburga

Preis-Lohn-Spriale

Quelle: Erstes Semester Volkswirtschaftslehre (Arbeitsangebot-Arbeitsnachfrage Diagramm)

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Dieser Mindestlohn wird nichts bringen.

Durch die Erhöhung des Mindestlohns werden:

  1. weniger Personalien eingestellt, da zu teuer.
  2. Preise angehoben werden.
antworten
know-it-all

Preis-Lohn-Spriale

haramburga schrieb am 07.12.2021:

Quelle: Erstes Semester Volkswirtschaftslehre (Arbeitsangebot-Arbeitsnachfrage Diagramm)

Dieser Mindestlohn wird nichts bringen.

Durch die Erhöhung des Mindestlohns werden:

  1. weniger Personalien eingestellt, da zu teuer.
  2. Preise angehoben werden.

Ich möchte ungern Deine Illusion zerstören, Aber denkst du wirklich, dass ein einfaches x-y-Diagramm mit 2 Kurven, mit dem man die Erstsemester "quält", hinreichend genau die ökonomische Wirklichkeit beschreibt? Meiner Meinung nach sind das zunächst mal nur ökonomische und volkswirtschaftliche Modellen (bspw. Wirtschaftskreislauf, Angebot-Nachfrage-Theorie usw.) und Theorie und Praxis können durchaus voneinander abweichen.

Und selbst wenn das Modell der Arbeitsangebotskurve hier zutrifft, wisst ihr wohl kaum wie elastisch die Arbeitsangebots-Kurve auf Änderungen beim Lohn (bspw. Durch Erhöhung des Mindestlohnes) reagiert. Es kann ja auch sein, dass sich das Arbeitsangebot in Folge der Erhöhung des Lohnes auf 12 EUR nur unwesentlich verringert.

antworten
WiWi Gast

Preis-Lohn-Spriale

haramburga schrieb am 07.12.2021:

Quelle: Erstes Semester Volkswirtschaftslehre (Arbeitsangebot-Arbeitsnachfrage Diagramm)

WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Dieser Mindestlohn wird nichts bringen.

Durch die Erhöhung des Mindestlohns werden:

  1. weniger Personalien eingestellt, da zu teuer.
  2. Preise angehoben werden.

Ach so ist das.
M.W.n. gibt es keine klare Studienlage zur Wirkung eines Mindestlohnes/Erhöhung eines Mindestlohnes in Deutschland.
Aber gut, das A-N Diagramm werden die Forscher dieser Welt übersehen haben.

antworten

Artikel zu Mindestlohn

Mindestlohn im Praktikum: Mehr Geld, weniger Angebote

Studie Stifterverband und IW Kölnm

Die Realität zeigt, dass Unternehmen in Hochschulen und Studierende mehr als drei Milliarden Euro jährlich investieren. Ihre Ausgaben für Praktikantenlöhne haben sich fast verdoppelt. Das hat allerdings Konsequenzen für die Anzahl an Praktikumsplätzen: Aufgrund des Mindestlohnes sind bis zu 53.000 Praktikumsplätzen weggefallen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Bildungsinvestitionen der deutschen Wirtschaft“ vom Stifterverband und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln).

Ausbeutung im Praktikum: Was hat der Mindestlohn geändert?

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Der Mindestlohn soll geringfügige Arbeitnehmer entlasten, aber auch Praktikanten finanziell stärken. Doch wie sieht es in der Realität tatsächlich aus? Eine Studies des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt, dass nach wie vor einige Praktikanten eine Praktikumsvergütung unter dem Mindestlohn erhalten. Manche Unternehmen werden sehr kreativ, um das Mindestlohngesetz umgehen zu können.

der-mindestlohn-kommt.de - BMAS-Portal zum Mindestlohn-Gesetz

Screenshot Homepage der-mindestlohn-wirkt.de

Mit dem Mindestlohn-Gesetz hat der Deutsche Bundestag den Weg für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn frei gemacht. Ab dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 Euro. Auf der Seite www.der-mindestlohn-kommt.de informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum Mindestlohn.

Freiwillige Praktika von Studierenden durch Mindestlohn gefährdet

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer

BDA, BDI und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fordern die Regierungskoalition auf, den Gesetzentwurf für ein Mindestlohngesetz mit Blick auf freiwillige Praktika von Studierenden zu ändern. Der Entwurf sieht vor, dass freiwillige Praktika von mehr als vier Wochen mit 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden müssen.

Wirtschaftsweiser Wiegard kritisiert Koalitionskompromiss zum Mindestlohn

Gutachten Sachverstaendigenrat

Wiegard: »Es ist Schlimmeres verhütet worden, aber gut ist es deshalb noch nicht.«

Kombilohn statt Mindestlohn

Schule Homeschooling ABI

In der Diskussion um einen Mindestlohn wird oft unterschlagen, dass hierzulande kein Mensch von 4 oder 6 Euro je Arbeitsstunde leben muss.

Mindestlohn nutzt Arbeitnehmern und Unternehmern

Mindestlohn Arbeitnehmern Unternehmern

Ein gesetzlicher Mindestlohn schützt nach Ansicht des Gelsenkirchener Instituts Arbeit unt Technik (IAT) nicht nur Arbeitnehmer vor Lohn- und Sozialdumping, sondern belohnt auch ehrliche Unternehmer.

Arbeitsmarktexperte empfiehlt Kombilohn statt Mindestlöhne

Drei Männer in Arbeitskleidung arbeitet an einem Flachdach mit einer Solaranlage im Hintergrund.

Als Alternative zur Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes empfiehlt der Nürnberger Arbeitsmarktexperte Prof. Dr. Hermann Scherl den Kombilohn nach Harz IV auszubauen.

Warum Mindestlöhne Deutschland schaden

Deutscher Ökonomieprofessor und ehemaliger Ifo-Chef Hans-Werner Sinn

Die Regierung will die deutschen Arbeitnehmer vor Lohndumping schützen, doch sie schadet damit dem Land und treibt es weiter auf dem Irrweg einer seit Jahrzehnten überzogenen Lohnpolitik voran.

Ökonomen uneins über Folgen eines Mindestlohns

Regenschirm, Schutzschirm, Schirm,

„Hohe Mindestlöhne würden die Arbeitslosigkeit noch weiter erhöhen“, erklärte Professor Wiegard, Chef des Sachverständigenrates, dem Tagesspiegel.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

Fachkräfte und Führungskräfte mit einem Studienabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik verdienen ausgezeichnet. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.231 Euro liegen die Wirtschaftsingenieur hinter Medizin und Jura auf Platz drei der zurzeit lukrativsten Studiengänge. Die Wirtschaftsinformatiker verdienen mit 69.482 Euro ähnlich gut und sind hinter den Ingenieuren auf Rang fünf im StepStone Gehaltsreport 2018. Mit einem Abschluss in BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften sind die Gehälter als Key Account Manager mit 75.730 Euro und als Consultant mit 67.592 Euro am höchsten.

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

TVÖD-Tarifeinigung: Beschäftigte können sich über mehr Geld freuen

TVöD: Ein weißes Schild weist den Weg zur  "Universität"

Die Tarifrunde 2018 mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern ist abgeschlossen. Die Entgelte werden in drei Schritten erhöht; betrieblichschulische Ausbildungsverhältnisse und duale Studiengänge werden tarifiert. Außerdem wird die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA an das Westniveau angeglichen.

Bachelorabsolventen verdienen langfristig viel weniger

 Wortspinnennetz - An Fäden hängen mehrere kleine Würfel mit Buchstaben, die Hochschulabschlüsse: PHD, BA, DR, MA und DIPL vor grauem Hintergrund zeigen.

Höhere Abschlüsse zahlen sich aus. Das Gehalt von Bachelorabsolventen ist im Alter von 25 Jahren bei 2.750 Euro mit dem bei beruflichen Fortbildungsabschlüsse vergleichbar. Masterabsolventen erzielen dann bereits ein Einkommen von rund 2.900 Euro im Monat. Dieser Einkommensunterschied wächst mit steigender Berufserfahrung, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt. 34-jährige Masterabsolventen verdienen im Durchschnitt etwa 4.380 Euro im Monat, Bachelorabsolventen 3.880 Euro.

Gehaltsanalyse 2017: Was Fach- und Führungskräfte nach Bundesländern verdienen

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Wer in Städten lebt und arbeitet, bekommt mehr Gehalt - das stimmt zumindest im Fall München. Fach- und Führungskräfte aus München verdienen durchschnittlich über 3.200 Euro mehr im Jahr als außerhalb der bayrischen Hauptstadt. Das gilt jedoch nicht für alle Bundesländer. Das Online-Portal Gehalt.de hat die Durchschnittsgehälter aller Bundesländer - ohne die Stadtstaaten - mit und ohne Hauptstadt analysiert.

Antworten auf Preis-Lohn-Spriale

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 33 Beiträge

Diskussionen zu Mindestlohn

Weitere Themen aus Gehälter