DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Karriere-TrendsArbeitsklima

Lieber nette Kollegen statt steile Karriere

Partnerschaft geht den meisten jungen Menschen vor Karriere. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die die Allianz mit der GfK Marktforschung durchgeführt hat. Befragt wurden 18- bis 29-jährige Bundesbürger, welche Aspekte des Lebens ihnen wichtig sind.

Eine Frau mit Sonnenbrille hält sich beide Hände an ihre Wangen und lacht.

Lieber nette Kollegen statt steile Karriere
München, 22.03.2011 (gfk) - Partnerschaft geht den meisten jungen Menschen vor Karriere. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die die Allianz mit der GfK Marktforschung durchgeführt hat. Befragt wurden 18- bis 29-jährige Bundesbürger, welche Aspekte des Lebens ihnen wichtig sind. So hat Partnerschaft für 40 Prozent der Befragten aktuell die wichtigste Bedeutung in ihrem Leben. An zweiter Stelle kommt erst die Karriere, die für 31 Prozent eine hohe bis sehr hohe Bedeutung hat. In Bezug auf Beziehung und Familie dominiert für Dreiviertel der Befragten klar die Vereinbarkeit von Beruf sowie Familie. Einen ähnlich hohen Stellenwert nimmt die finanzielle Sicherheit ein. Was den Beruf betrifft, sind mehr als der Hälfte eine sichere Anstellung und nette Kollegen (55 Prozent) wichtiger als Karriere und Aufstiegschancen (24 Prozent). Ins Ausland zu gehen, spielt mit drei Prozent fast keine Rolle.

"Die jungen Menschen in Deutschland haben offenbar ein großes Bedürfnis nach Sicherheit. Dieses Ergebnis verwundert nicht, wenn man bedenkt, wie sehr das heutige Leben gerade der jungen Menschen von Unsicherheit und Veränderungen geprägt ist", erläutert Bernd Heinemann, Vorstand Marktmanagement der Allianz Deutschland AG, die Studienergebnisse.

Fragt man die jungen Menschen danach, welche Bedeutung die verschiedenen Aspekte in ihrem Leben in fünf bis zehn Jahren haben werden, so ändert sich an der Tendenz wenig. Die Partnerschaft wird noch wichtiger, wohingegen sich der Stellenwert der Karriere kaum verändern wird. Die Absicherung im Alter hingegen gewinnt für sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren am meisten an Bedeutung.

Die Rollenbilder der Geschlechter scheinen nach wie vor festzustehen. Nur elf Prozent der verheirateten Männer beispielsweise wünschen sich laut Umfrage mehr Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit. Bei Frauen liegt dieser Anteil mit 34 Prozent fast drei Mal so hoch. Zudem sind Frauen eigene Kinder (15 Prozent) deutlich wichtiger als Männern (11 Prozent). Für diese hat das eigene Haus fast eine genauso hohe Bedeutung wie eigene Kinder.

Betrachtet man die Einstellungen zu Work-Life-Balance, so stellt man fest, dass die jungen Deutschen lieber fest angestellt (38 Prozent) als selbstständig (27 Prozent) sind. Eigenverantwortung ist in überschaubarem Maße gefragt: Selbst Personen mit einem höherem Abschluss bevorzugen deutlich eine leicht anspruchsvolle Tätigkeit mit mittlerer Eigenverantwortung (42 Prozent) gegenüber einer anspruchsvollen Beschäftigung mit hoher Eigenverantwortung (23 Prozent). Im Durchschnitt wird ein Nettolohn von knapp 2.400 Euro als angemessen empfunden. Die Gehaltsvorstellungen von jungen Frauen liegen im Durchschnitt etwa zehn Prozent unter den Erwartungen junger Männer. Hier scheint die Lücke kleiner zu werden, wenn man bedenkt, dass deutschlandweit laut Statistischem Bundesamt Männer im Schnitt 23 Prozent mehr als Frauen verdienen.

Die GfK-Marktforschung zu jungen Leuten hat im Auftrag der Allianz 2.007 Frauen und Männer in Deutschland zu Lebenszielen und –einstellungen, Work-Life-Balance und Versicherungen befragt. Die Online-Interviews erfolgten im Januar 2011. Die Befragten sind zwischen 18 und 29 Jahre alt.

Im Forum zu Arbeitsklima

10 Kommentare

Re: was machen gegen nervige lowperformer?

ano nymous

Muss hart sein so gedisst zu werden :D

9 Kommentare

Wenn Kollegen kündigen

WiWi Gast

Dann ist deine Position doch alles andere als gut? Wenn er schon Bewerber sucht, würde er im Zweifelsfall möglicherweise passenden Ersatz für dich finden, wenn er deine Forderung als unangemessen ans ...

11 Kommentare

Kollegen mit heftigem Mundgeruch

WiWi Gast

Wir haben damals seinen Teamleiter angesprochen. Der hat das dann übernommen. Der Vorgesetzte sollte ja im Umgang mit sowas geschult sein

7 Kommentare

Erfahrungen mit Kollegen hinsichtlich der Ausbildung?

WiWi Gast

Uni Mannheim wie oben angesprochen: spießig, z.T. sehr arrogant ("habe in Mannheim studiert"), wollen sich nur bedingt bzw. gar nicht "formen" lassen. Würden für die Karriere alles ...

9 Kommentare

Rentner Team - nervig

WiWi Gast

Hab auch nie gesagt, dass die Anderen schuld sind^^ hab halt wirklich ein begrenztes Horizont (der mir auch reicht). Ich weiß ich weiß, das Alter spricht eher FÜR die Abteilung und nicht dagegen! Kann ...

65 Kommentare

Übermotivierte nervige Kollegen

DAX Einkäufer

"Ich kann nur wieder von einem tarifgebundenen Großkonzern reden: Da wird die sogenannte Leitsungszulage nach einer mathematischen Formel ermittelt, bei er unter anderem der Durchschnitt der Abte ...

4 Kommentare

Negative Entwicklung der Abteilung + Wunsch nach Veränderung: Wie deutlich kommunizieren?

WiWi Gast

Mit einer Kündigung zu drohen, halte ich für den falschen Weg. Wenn du wirklich gut mit deinem Chef klar kommst, dann mach doch einen Termin aus in dem du genau die obigen Punkte so auflistest. Bring ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Arbeitsklima

Tabletten, ein Stetoskop und Aspirin liegen zusammen auf einem Tisch.

Fehlzeiten: Betriebsklima und Unternehmenskultur beeinflussen Gesundheit der Beschäftigten

Wer nicht auf ein gutes Betriebsklima und eine angenehme Unternehmenskultur achtet, muss mit längeren Fehlzeiten seiner Angestellten rechnen. Wie das Wissenschaftliche Insititut der AOK (WIdO) im aktuellen Fehlzeiten-Report 2016 herausgefunden hat, ist nur jeder Zehnte in seinem Unternehmen zufrieden. Mit dem Fehlzeiten-Report konnte der Einfluss von der Unternehmenskultur auf die Gesundheit der Beschäftigten bestätigt werden.

Weiteres zum Thema Karriere-Trends

Eine junge Frau hält lachend ein pinkes Plakat in die Höhe auf dem mit weißer Schrift steht: nice legs.

Job-Zufriedenheit: Emotionale Stabilität fördert Erfolg und Zufriedenheit

Neben Gehalt, Ausbildung und Tätigkeit ist ein relevanter Erfolgsfaktor auch die Persönlichkeit von Arbeitnehmern. Menschen, die emotional stabil und belastbar sind, sind zufriedener im Job. Unklar bleibt, ob der Job den Charakter beeinflusst oder manche Menschen wegen ihrem Charakter über eine höhere Zufriedenheit im Job berichten. Zu diesen Ergebnisse kommt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)

Student von hinten beim Lernen.

Karriere-Marathon: Millennials erwarten lebenslanges Lernen und Arbeiten

Mehr als ein Drittel der Berufstätigen werden im Jahr 2020 Millennials ausmachen. Weil 77 Prozent der Generation Y auch nach dem 65. Lebensjahr glauben noch berufstätig zu sein, erwarten sie von ihren zukünftigen Arbeitgebern mehr als ein attraktives Gehalt: Eine gute Arbeitsatmosphäre, sinnstiftende Arbeit und sicherer Arbeitsplatz sind wichtige Faktoren für Millennials bei der Arbeitgeberwahl. Weiterhin sollen Arbeitgeber Fort- und Weiterbildungen ermöglichen. Das zeigt eine neue Studie der Manpower Group.

Cartoon zeigt einen Personaler mit einer Bewerbungsmappe in der Hand auf dem Weg in sein Büro.

Berufliche Fortbildungen steigern Karriere- und Gehaltschancen

Wer Karriere machen will, muss nicht unbedingt studieren. Meister oder Techniker können genauso gut verdienen wie Akademiker. Wichtiger als der Abschluss sind Fachrichtung, Beruf und Branche. Bei kaufmännischen Fortbildungsabsolventen und wirtschaftswissenschaftlichen Akademikern sind die Gehaltsunterschiede beispielsweise gering. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Beliebtes zum Thema Karriere

Ein schwarzer Kompass mit einem weißen Zifferblatt und grünen Richtungsanzeigern.

Moderne Managementtechniken sichern Unternehmenserfolg

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Kundenmanagement, Outsourcing und Benchmarking die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue Werkzeuge wie Big-Data-Analyse oder die digitale Transformation werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Eine wachsende Komplexität, Cyber-Attacken und die abnehmende Kundenloyalität sind weltweit große Herausforderungen.

Frau, Boss, Chefin, Führungskraft, Managerinnen,

Führungskräfte-Monitor 2017: Mehr Managerinnen jedoch mit Gehaltsnachteil

Der Frauenanteil unter den Führungskräften ist in den Jahren von 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Aktuell nimmt der Frauenanteil bei den Führungskräften allerdings nur noch langsam zu. Der Gehaltsnachteil von Managerinnen beträgt durchschnittlich 23 Prozent, so der „Führungskräfte-Monitor 2017“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

New-York, Freiheitsstatur,

CEO Challenge 2017: Die Sorgen der Chefs

Die unsichere politische Lage rund um den Globus ist aus Sicht deutscher Unternehmen derzeit die größte Herausforderung. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von IW Consult und The Conference Board hervor. Sorgen vor einer globalen Rezession sind bei hiesigen Managern dagegen weniger verbreitet als in anderen Ländern.

Eltern mit zwei Kindern auf den Schultern am Strand. Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mehr Müttern und Vätern gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Voraussetzungen für erwerbstätige Mütter haben sich in Deutschland verbessert. Aus der OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf geht hervor: 70 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, davon arbeiteten mit 39 Prozent überdurchschnittlich viele Mütter in Deutschland in Teilzeit. Die hohe Teilzeitquote bei Müttern zeigt jedoch, dass eine wirklich ausgeglichene Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit innerhalb von Familien noch nicht die Regel ist.

Markus Thomas Münter

Professor des Jahres 2016: Volkswirt Markus Thomas Münter siegt in Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr. Markus Thomas Münter von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gewinnt im Rennen um den Titel "Professor des Jahres 2016" in den Wirtschaftswissenschaften. Auf den 2. Platz wurde Prof. Dr. Marcus Labbé von der Hochschule Augsburg gewählt. Platz drei belegt die Professorin für Allgemeine Betriebswirtschafslehre Michaela Hönig von der Hochschule Frankfurt.

Feedback +/-

Feedback