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Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ich bin mir sicher wenn einige dieser Neider ein ansehnliches Vermögen haben das sie ihren Kindern vererben wollen DANN denken sie ganz anders.
Da wird dann keiner viel mehr abgeben wollen, so ist es immer.
So wie letztens die Jugendumfrage in der WELT: Zuwanderung ja, aber bitte nicht in der Nachbarschaft! Zeigt den Horizont gerade der sehr jungen Generation.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wohnst du noch im Kinderzimmer und fährst Fahrrad?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin 26 mit ca 18k auf dem Konto und ich spare so ungefähr
15k p.a.
Arbeite seit Januar.
Also bis 32 kommt schon ein bisschen was zusammen. Als
Eigenkapital für eine Haus, sofern ich denn eins will, wird
es aber nicht reichen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Vor 10-20 Jahren gab es für 3500 auch noch mehr als Heute.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Mein Vater hat Anfang der 1980iger schon fast damals noch 5000 DM Netto in einer Kleinstadt in Bayern weiter Weg von München verdient. Das war damals üblich damit konnte man dann auch Haus, 2 Autos, Urlaube etc. bezahlen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Haha, hast wohl vergessen, dass das Bafög auch wieder zurückgezahlt werden muss (zumindest max 10k) ;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Die Story ist doch eh gelogen, weil er mit den Ersparnissen spät. ab dem dritten Jahr gar kein Anspruch mehr auf Bafög gehabt hätte.

Lounge Gast schrieb:

Haha, hast wohl vergessen, dass das Bafög auch wieder
zurückgezahlt werden muss (zumindest max 10k) ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ja und? Habe ich letztes jahr komplett getilgt. Waren 5900 EUR, 24,5% Nachlass wegen vorzeitiger Tilgung und 25% Teilerlass aufgrund guter Leistungen.

Insgesamt guter Deal, wenn man überlegt, dass ich insgesamt 15k Bafög bekommen habe und nur 39% davon zurückzahlen muss

Lounge Gast schrieb:

Haha, hast wohl vergessen, dass das Bafög auch wieder
zurückgezahlt werden muss (zumindest max 10k) ;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Nein ich hab n altes Auto und ne 1 Zimmerwohnung (immerhin ne große Küche... yay)
Bin aber in der Beratung und verbrauche vom Gehalt (ca 2,5k netto) eben nicht so viel da die Spesen alle Kosten für Lebensmittel auffangen.

Lounge Gast schrieb:

Wohnst du noch im Kinderzimmer und fährst Fahrrad?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin 26 mit ca 18k auf dem Konto und ich spare so
ungefähr
15k p.a.
Arbeite seit Januar.
Also bis 32 kommt schon ein bisschen was zusammen. Als
Eigenkapital für eine Haus, sofern ich denn eins will,
wird
es aber nicht reichen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ich korrigiere habe gerade nachgeschaut es waren sogar 21k Gesamt Bafög. also nur 28% mussten zurückgeszahlt werden, dank Teilerlass

Und zu dem über mir. Ich hatte schonmal darauf geantwortet ich habe insgesamt 1 Jahr kein Bafög bekommen, dass waren Urlaubssemster (Praktikum) + Diplomarbeit. Da habe ich entsprechend keinen Anspruch gehabt und voll gearbeitet. Ich konnte ein Projekt welches ich als Werkstudent bearbietet habe entsprechend als Praktikum anrechenen lassen, da es direkten Bezug zu Studium hatte. Wie gesagt waren ca. 1300 Euro p.m. + Kindergeld.

Ich habe also 4 von 5 jahren Bafög bekommen. Im 3. Jahr war ich ziemlich genau an der Grenze des vermögens was ich max. haben durfte ich durfte "glaube ich damals" 5200 haben. Da war ich eigentlich drüber war irgendwo bei 8000 EUR, habe aber vor Anstragstellung Urlaub gemacht und was für Wohnung gekauft (neue Küche für knappe 2,5k) damit lag ich dann drunter. Die Küche wurde übrigens von meinem Mitbewohner für 1,5k übernommen als ich ausgezogen bin ;), bisschen clever muss man sein (damit war es ein Haushaltgesgenstand und galt nicht als Vermögen), da sie mir gehöhrte gab es auch kein Schuldverhältnis.

Damit gab es ein volles weiteres Jahr Bafög, da nur der Zeitpunkt der Anstragstellung zählt. Jetzt simple Mathematik 1 Jahr mit Sparrate ca. 300 Euro p.m. ergibt im 4. Jahr gesamt ca. 9k (ab hier wurde von mir kein Bafög mehr beantragt), dann ein jahr voll arbeiten mit bisschen über 450 p.m. Sparrate und siehe da knappe 15k am Ende des Studiums. Dazu kam dann die Übernahme der Küche durch meinen Mitbewohner, macht 16,5k. Dazu kamen eben noch Geldgeschenke innerhalb der (2 Jahre) für den Abschluss, Weihnachten, etc. und da waren es am ende 18k Vermögen am Ende des Studiums.

Was hier jetzt nicht passen soll erschließt sich mir nicht...Alles sauber ohne irgendwelche Probleme mit dem Bafög.

Lounge Gast schrieb:

Ja und? Habe ich letztes jahr komplett getilgt. Waren 5900
EUR, 24,5% Nachlass wegen vorzeitiger Tilgung und 25%
Teilerlass aufgrund guter Leistungen.

Insgesamt guter Deal, wenn man überlegt, dass ich insgesamt
15k Bafög bekommen habe und nur 39% davon zurückzahlen muss

Lounge Gast schrieb:

Haha, hast wohl vergessen, dass das Bafög auch wieder
zurückgezahlt werden muss (zumindest max 10k) ;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Weil man das natürlich nicht einfach umgehen kann...

Lounge Gast schrieb:

Die Story ist doch eh gelogen, weil er mit den Ersparnissen
spät. ab dem dritten Jahr gar kein Anspruch mehr auf Bafög
gehabt hätte.

Lounge Gast schrieb:

Haha, hast wohl vergessen, dass das Bafög auch wieder
zurückgezahlt werden muss (zumindest max 10k) ;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Auch "Akademiker" sehen gerne RTL2. Ist so. Akademiker sind ganz normale Bevölkerung, nichts eltitäres mehr wie früher.

Lounge Gast schrieb:

Hier der thread ist schon geil. Liest sich vom Niveau
teilweise wie ein RTL 2 Nachmittagsprogramm nur eben mit
Akademikern.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Gegenfrage: Wo habt Ihr gelebt? In Ostfriesland oder in einer Kleinstadt in Bayern? Da geht das natürlich.

Lounge Gast schrieb:

Wo und wie lebt ihr denn alle? Manch einer wird wohl hier
ernsthaft der Meinung sein, dass es mit 5.500? netto eng wird.

Meine Eltern haben zusammen vielleicht 3.000-3.500? +
Kindergeld gehabt, haben ein Haus abgezahlt, 2
Mittelklassewagen gefahren und neben mir noch meinen Bruder
gehabt. Es hat uns an nichts gemangelt und nachdem ich mit
zunehmendem Alter auch Einsicht in die finanziellen
Verhältnisse erhalten habe, konnte ich auch sehen, dass meine
Eltern auch nebenbei fleißig gespart haben...

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Also tut mir leid wenn wir hier berechtigte Zweifel an deinen Aussagen haben. Aber wenn du letztes Jahr dein Bafög zurückgezahlt hast, dann konntest du keinen Teilerlass aufgrund guter Leistungen bekommen haben. Den gab es nur bis Studienabschluss bis 31.12.2012
...
§ 18b Abs. 2 bzw. 2a BAföG i.V.m. der BAföG-TeilerlassVO

;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Sorry aber Du disqualifizierst Dich gerade selbst hier mit reden zu können, Du hast echt sowas von keine Ahnung. Der Teilerlass aufgrund guter Leistungen kann beantragt werden, wenn das Studium vor dem 31.12.2012 abgeschlossen wurde!

Mein Abschluss war 2011. Der Bafög Feststellungsbescheid kommt i.d.R. 4-5 jahre nach Ende BWZ. Der Feststallungsbescheid kam bei mir entsprechend 2016...

Lounge Gast schrieb:

Also tut mir leid wenn wir hier berechtigte Zweifel an deinen
Aussagen haben. Aber wenn du letztes Jahr dein Bafög
zurückgezahlt hast, dann konntest du keinen Teilerlass
aufgrund guter Leistungen bekommen haben. Den gab es nur bis
Studienabschluss bis 31.12.2012
...
§ 18b Abs. 2 bzw. 2a BAföG i.V.m. der BAföG-TeilerlassVO

;)

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Kann ja keiner wissen, dass du auf Diplom studiert hast du qualifizierteste Person auf der Welt. Was liest/schreibst du dann überhaupt in einem "Berufseinsteiger"-Forum, du Held.

Du hast sowas von allem eine Ahnung, muss ich schon sagen ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Um auf das Thema zurückzukommen:

Wir als Familie kommen mit 5500 Netto am Tag ganz gut klar - manchmal brauchen wir aber auch mehr/weniger.

Aber wie hier manche meinen, dass sie mit 3000Netto am Tag auskämen, ist mir ein Rätsel. Allein das tägliche Essen in einem guten Restaurant kostet ja schon so 300Euro pro Person / 1200 Euro für die Familie.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Weil ich hier schon ewig im Forum bin und der Thread ziemlich genau nach dem Fragt was meine derzeitige Situation ist. 2 Kindern und 5,5k HH-Netto + Kindergeld. Damit kann ich dem TE ziemlich genau sagen, ob man davon gut leben kann oder nicht.

Ich habe nicht von allem eine Ahnung, aber von den Themen eben schon, also Teile ich meine Erfahrungen und versuche unqualifizierte Beiträge entsprechend zu widerlegen, damit die Leute die sich dafür interessieren solchen Unfug nicht glauben ;)

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Hat glaub ich damit gar nicht's zutun. Damals war das Geld schlicht und ergreifend einfach mehr wert. 7000 Mark Netto + Kindergeld - hier hatte man schon schwierigkeiten schlecht zu leben!

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Das Wort Diplom wird mit der Zeit aufgrund dieser einigen Wichtigtuer einen negativen Beigeschmack bekommen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wir leben im Rhein-Main Gebiet (ca. 15 km von FFM entfernt). Zahlen eine Doppelhaushälfte ab (2012 gekauft, 150qm). Haben 1 Kind (Kindergartenalter), 2 recht neue Autos (Opel und BMW) und fahren 2-3x pro Jahr in den Urlaub (innerhalb von Europa). Wir schränken uns gefühlt für nichts ein bzw. achten nicht wirklich auf jeden Euro, den wir ausgeben.

Unsere monatlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf ziemlich genau 5.500 Euro. Mit gewissen Einschränkungen würde das auch für 2 Kinder relativ problemlos reichen.
Ob das nun hilft, keine Ahnung, ist oben hochgradig individuell und alles eine Frage der Ansprüche.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Deswegen braucht man heutzutage viel mehr davon 5000dm netto die nich unüblich waren sind heute eher 15000? netto.

Lounge Gast schrieb:

Hat glaub ich damit gar nicht's zutun. Damals war das
Geld schlicht und ergreifend einfach mehr wert. 7000 Mark
Netto + Kindergeld - hier hatte man schon schwierigkeiten
schlecht zu leben!

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Eine vergleichbare DHH (neu unterstellt) wird heute ca. 50% mehr kosten als 2012. Plus zweites Kind, dann wird es eng!

Lounge Gast schrieb:

Wir leben im Rhein-Main Gebiet (ca. 15 km von FFM entfernt).
Zahlen eine Doppelhaushälfte ab (2012 gekauft, 150qm). Haben
1 Kind (Kindergartenalter), 2 recht neue Autos (Opel und BMW)
und fahren 2-3x pro Jahr in den Urlaub (innerhalb von
Europa). Wir schränken uns gefühlt für nichts ein bzw. achten
nicht wirklich auf jeden Euro, den wir ausgeben.

Unsere monatlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf ziemlich
genau 5.500 Euro. Mit gewissen Einschränkungen würde das auch
für 2 Kinder relativ problemlos reichen.
Ob das nun hilft, keine Ahnung, ist oben hochgradig
individuell und alles eine Frage der Ansprüche.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Es sind eher 30% mehr und der Zinssatz war Anfang 2012 deutlich höher. Dürfte keinen riesigen Unterschied machen. Und eng würde es auch nicht werden, da zwei Autos + 3x pro Jahr in den Urlaub absoluter Luxus sind und kein Standard. Also wer mit 5.500 Euro und zwei Kindern nicht zurecht kommt, hat in meinen Augen ganz andere Probleme.

Lounge Gast schrieb:

Eine vergleichbare DHH (neu unterstellt) wird heute ca. 50%
mehr kosten als 2012. Plus zweites Kind, dann wird es eng!

Lounge Gast schrieb:

Wir leben im Rhein-Main Gebiet (ca. 15 km von FFM
entfernt).
Zahlen eine Doppelhaushälfte ab (2012 gekauft, 150qm).
Haben
1 Kind (Kindergartenalter), 2 recht neue Autos (Opel und
BMW)
und fahren 2-3x pro Jahr in den Urlaub (innerhalb von
Europa). Wir schränken uns gefühlt für nichts ein bzw.
achten
nicht wirklich auf jeden Euro, den wir ausgeben.

Unsere monatlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf
ziemlich
genau 5.500 Euro. Mit gewissen Einschränkungen würde das
auch
für 2 Kinder relativ problemlos reichen.
Ob das nun hilft, keine Ahnung, ist oben hochgradig
individuell und alles eine Frage der Ansprüche.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Früher hat ein Alleinverdiener das meistern können mit dem Haus und Lifestyle. Und das war mitnichten dann eine Führungskraft, sondern eine Fachkraft. Es hat sich einfach fast alles geändert....nicht zum Besseren.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ich wohne hier im Rhein Main Gebiet. In meiner unmittelbaren Nähe wurden noch 2009 neue Reihenhäuschen verkauft für etwas über 300k. Wollte ich nicht haben, weil ich kein Haus-Fan bis, schon gar nicht Reihenhaus. Gebraucht laufen diese Häuschen jetzt für über 500k. Die Zinsen waren damals aber wirklich höher.

Lounge Gast schrieb:

Es sind eher 30% mehr und der Zinssatz war Anfang 2012
deutlich höher. Dürfte keinen riesigen Unterschied machen.
Und eng würde es auch nicht werden, da zwei Autos + 3x pro
Jahr in den Urlaub absoluter Luxus sind und kein Standard.
Also wer mit 5.500 Euro und zwei Kindern nicht zurecht kommt,
hat in meinen Augen ganz andere Probleme.

Lounge Gast schrieb:

Eine vergleichbare DHH (neu unterstellt) wird heute ca.
50%
mehr kosten als 2012. Plus zweites Kind, dann wird es eng!

Lounge Gast schrieb:

Wir leben im Rhein-Main Gebiet (ca. 15 km von FFM
entfernt).
Zahlen eine Doppelhaushälfte ab (2012 gekauft,
150qm).
Haben
1 Kind (Kindergartenalter), 2 recht neue Autos
(Opel und
BMW)
und fahren 2-3x pro Jahr in den Urlaub (innerhalb von
Europa). Wir schränken uns gefühlt für nichts ein
bzw.
achten
nicht wirklich auf jeden Euro, den wir ausgeben.

Unsere monatlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf
ziemlich
genau 5.500 Euro. Mit gewissen Einschränkungen
würde das
auch
für 2 Kinder relativ problemlos reichen.
Ob das nun hilft, keine Ahnung, ist oben hochgradig
individuell und alles eine Frage der Ansprüche.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt. Statista lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10 teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro. Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer waren. In 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier wieder München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe halte ich einfach mal fest, dass sich die Quadratmeterpreise nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die Höhe geschossen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Findest du deine Annahmen realistisch?
Die Tilgungsdauer ist zu kurz angesetzt, das wären 2010 eine Rate von etwa 2150,- und 2016 sogar von etwa 2600,-
In der Realität wird kaum jemand zu solchen Konditionen finanzieren.
Bei einer Rate von 1500,- brauchte man mit deinen Zahlen 2016 ca. 29 Jahre und 2010 ca. 27 Jahre, wobei man hier nach 10 Jahren kündigen könnte und dann mutmaßlich zu besseren Konditionen weiter finanzieren.

Auch die 50% Preissteigerung ist fraglich. Das gilt sicher nicht allgemein.

Zuletzt: 2010 lag der Durchschnittszins für eine Hypothek bei 6,4% und 2016 bei 1,7%.
Der Unterschied ist enorm; mit 1500,- Monatsrate brauchte man 2010 nicht mal an das 280000,- Haus zu denken. Die Tilgung im ersten Jahr würde bei unter 0,5% liegen.

Schau mal hier herein:
http://www.focus.de/immobilien/experten/immobilienkauf-berechnung-zeigt-selbst-ein-plus-von-50-prozent-ist-bei-immobilien-nicht-zuviel_id_6244151.html

Fazit: Die Veränderungen im Zinsniveau rechtfertigen rechnerisch von 2010 bis 2016 eine Preissteigerung von 76%, was aber nur in München erreicht wurde. Frankfurt lag z.B. bei 36%.

Natürlich hat es sich für einzelne Fälle sehr verschlechtert, aber der Durchschnitt kommt jetzt leichter an ein Haus.

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt. Statista
lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10
teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf,
Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro.
Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer
waren. In 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in
den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier wieder
München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das
Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe
halte ich einfach mal fest, dass sich die Quadratmeterpreise
nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer
heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien
aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die
Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die Höhe
geschossen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Erstmal Danke. Zahlen lügen nicht und ich finde deine Rechnung sehr hilfreich.

Wenn ich jetzt noch jährlich eine "normale" inflationsbedingte Preissteigerung von 2% p.a. auf deine Summe für 2010 ansetze, komme ich nach 6 Jahren auf 437 Tsd. EUR.
Der Unterschied im Barwert beträgt dann also tatsächlich "nur" ca. 30 Tsd. EUR.
Ich will nicht sagen, dass das wenig Geld ist - es ist aber tatsächlich im Gegensatz zu diesen gefühlt ausufernden Immobilienpreisen hier mal eine recht kleine Hausnummer finde ich.
Und bei einer wohl einmaligen Anschaffung fürs Leben ist fast das egal denk ich.

Problem aber: Wenn nun die Zinsen wieder steigen, werden wohl die Preise nicht so schnell zurückgehen (wenn überhaupt).
Und wenn du dann die Immobilie für 420.000 EUR für sagen wir 3% Zinssatz finanzieren musst, hat man echt versch***.

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt. Statista
lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10
teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf,
Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro.
Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer
waren. In 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in
den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier wieder
München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das
Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe
halte ich einfach mal fest, dass sich die Quadratmeterpreise
nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer
heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien
aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die
Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die Höhe
geschossen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Naja, nun spiel dich mal nicht so auf! Wie viele Familien schaffen es denn innerhalb von 15 Jahren ihre Immobilie abzubezahlen? Das würde bei deinem 2. Bespiel eine Monatsrate von über 2.600 Euro bedeuten.

Du bist doch ein Freund vom Durchschnitt und dieser lag 2015 bei 27 Jahren!

Wenn man das Darlehen auf 27 Jahre rechnet (mit nahezu identischer Monatsrate), beträgt der Unterschied bei den beiden Beispielen nur noch 24.000 Euro.

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Die wesentliche Unterscheidung ist, ob du bei einer ETW einen Neubau oder eine gebrauchte ETW voraussetzt. 3k pro Quadratmeter lässt auf Bestand schließen. Wo würdest Du in den gefragten Städten denn für so wenig einen Neubau finden wollen?

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt. Statista
lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10
teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf,
Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro.
Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer
waren. In 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in
den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier wieder
München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das
Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe
halte ich einfach mal fest, dass sich die Quadratmeterpreise
nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer
heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien
aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die
Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die Höhe
geschossen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Zahlen für das Jahr 2016: Neubauwohnungen mittlerer Kaufpreis:
Nürnberg: 3.600 Mainz: 4.405 Beide würde ich persönlich nicht als zu den Top 10 gehörig einschätzen.

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt. Statista
lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10
teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf,
Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro.
Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer
waren. In 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in
den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier wieder
München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das
Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe
halte ich einfach mal fest, dass sich die Quadratmeterpreise
nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer
heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien
aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die
Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die Höhe
geschossen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

470k statt 388k, 6 Jahre Zeitunterschied.. das sind exakt 3,5% p.a. und damit 2,0% Inflation und 1,5% reale Wertsteigerung. Das ist absolut üblich seit dem Ende des 2. Weltkriegs in Deutschland und absolt normal.

Wartet 6 weitere Jahre und und es geht Richtung 600k. Einfach nur Inflation und minimale Wertsteigerung, welche es immer schon gab.

Lounge Gast schrieb:

Die wesentliche Unterscheidung ist, ob du bei einer ETW einen
Neubau oder eine gebrauchte ETW voraussetzt. 3k pro
Quadratmeter lässt auf Bestand schließen. Wo würdest Du in
den gefragten Städten denn für so wenig einen Neubau finden
wollen?

Lounge Gast schrieb:

Bitte nicht wieder die Diskussion mit hohem Zins und
niedrigem Kaufpreis. Kalkuliert es doch einfach mal selbst
durch.

Ausgangsbasis:

Tilgung: 15 Jahre
Zinsbindung: 15 Jahre
Darlehenszinssatz 2010: ~4,6%
Darlehenszinssatz 2016: ~1,5%
Finanzierung: 100%
Quadratmeterpreise: abhängig von der Region aber lt.
Statista
lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den 10
teuersten Städten (dazu gehört auch Frankfurt, Düsseldorf,
Stuttgart, Hamburg, München) bei rund 2.800-3.000 Euro.
Ausnahmen waren Freiburg und München die deutlich teurer
waren. In 2016 lag der durchschnittliche
Quadratmeterpreis in
den selben Städten bei 4.200-4.600 Euro. Ausnahme hier
wieder
München mit über 7.000 Euro.
Annahme: Kauf einer 100 qm Wohnung.

Darlehenssumme 2010: 280.000 EUR
Darlehenssumme 2016: 420.000 EUR

Was zahlt man also bei 15 Jahren?

2010 nach 15 Jahren: 388.000 EUR
2016 nach 15 Jahren: 469.500 EUR

mit dem Differenzbetrag könnte man theoretisch das
Eigenkapital für eine zweite Wohnung aufbringen. In Summe
halte ich einfach mal fest, dass sich die
Quadratmeterpreise
nicht linear zum aktuell niedrigen Zinssatz verhalten. Wer
heute also denkt, die aktuellen Quadratmeterpreise seien
aufgrund der niedrigen Zinsen so hoch, der irrt. Die
Quadratmeterpreise sind warum auch immer deutlich in die
Höhe
geschossen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

"Die wesentliche Unterscheidung ist, ob du bei einer ETW einen Neubau oder eine gebrauchte ETW voraussetzt. 3k pro Quadratmeter lässt auf Bestand schließen. Wo würdest Du in den gefragten Städten denn für so wenig einen Neubau finden wollen?"
googel doch mal selbst nach den Durchschnittlichen Quadratmeterpreisen bei Immobilien. Außerdem habe ich die Städte klar eingegrenzt und rede nicht von Gesamtdeutschland. Innerhalb der Statistik die ich genommen habe, gab es keine Unterscheidung zwischen Bestandsimmobilie und Neubau. Der Quadratmeterpreis war hieraus eben der Durchschnitt. Persönlich kann ich nur sagen, dass bspw. in Köln Bestandsimmobilien nahezu identische Quadratmeterpreise haben wie Neubauwohnungen. Abgesehen von wahren Luxusimmobilien.

An die anderen, ihr könnt mich gerne wegen der 15 Jahre festnageln, aber das sollte als Veranschaulichung dienen. Ich kann nicht jede mögliche Finanzierungsoption hier durchspielen. Außerdem könntet ihr mich auch auf die 100% Finanzierung festnageln. Die einen zahlen mit 10%, die anderen mit 30%, dann gibt es welche die Tilgen gar nicht, sondern zahlen nur Zinsen und dann gibt es welche die tilgen in 10 Jahren. Mit 15 Jahren erschien mir ein gutes Mittelmaß.

@"Zuletzt: 2010 lag der Durchschnittszins für eine Hypothek bei 6,4% und 2016 bei 1,7%."

Woher hast du die Zahl von 6,4%. Jede Internetseite spuckt mir für das Jahr Zinsen in Höhe von 3,5 bis maximal 5% für das Jahr 2010 aus.

Zum Thema Inflation. In Deutschland gab es nicht durchgängig 2% Inflation, sondern die offizielle durchschnittliche Inflation war für die Jahre wie folgt:

2010: 1,10%
2011: 2,07%
2012: 2,01%
2013: 1,50%
2014: 0,91%
2015: 0,23%
2016: 0,48%

@"Wenn man das Darlehen auf 27 Jahre rechnet (mit nahezu identischer Monatsrate), beträgt der Unterschied bei den beiden Beispielen nur noch 24.000 Euro."

Ja, mir ist das auch bewusst gewesen, aber welche Bank gibt dir eine Zinsbindung von 27 Jahren? Bzw. 20 Jahre werden schon ungern vergeben. Was machst du dann nach 15 Jahren Zinsbindung, wenn der neue Zins nicht mehr bei 1,5%, sondern bei 4% liegen sollte? Du hast dann die Möglichkeit deine Tilgung anzupassen oder du beißt in den sauren Apfel und zahlst monatlich mehr.

@"Natürlich hat es sich für einzelne Fälle sehr verschlechtert, aber der Durchschnitt kommt jetzt leichter an ein Haus."

Die Frage die mir bei einer solchen Finanzierung stellt ist nicht, ob jemand leichter an ein Haus kommt, sondern ob er sich das Haus über den gesamten Darlehenszeitraum leisten kann. Du gehst nämlich von der Annahme aus, die auch in den USA zu der Immobilienkrise geführt hat. Jeder US-Bürger soll sich ein Haus leisten können. Egal ob der Kaufpreis zu teuer ist, die Zinsen erlauben es ja. Dazu hat dann der Staat den Banken die Möglichkeiten geschaffen, in denen riskante Darlehensnehmer trotzdem ein Darlehen bekommen haben. Das Resultat kennen wir ja. Ein Mix aus riskanten Darlehensnehmern und niedrigen Zinsen. Als dann die Zinsen stiegen, ist das ganze System zusammengebrochen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

An die anderen, ihr könnt mich gerne wegen der 15 Jahre
festnageln, aber das sollte als Veranschaulichung dienen. Ich
kann nicht jede mögliche Finanzierungsoption hier
durchspielen. Außerdem könntet ihr mich auch auf die 100%
Finanzierung festnageln. Die einen zahlen mit 10%, die
anderen mit 30%, dann gibt es welche die Tilgen gar nicht,
sondern zahlen nur Zinsen und dann gibt es welche die tilgen
in 10 Jahren. Mit 15 Jahren erschien mir ein gutes Mittelmaß.

Du hast kein Mittelmaß genommen sondern eine eher realitätsferne Zahl, um deine Position zu untermauern... So ehrlich solltest du schon sein.

@"Zuletzt: 2010 lag der Durchschnittszins für eine
Hypothek bei 6,4% und 2016 bei 1,7%."

Woher hast du die Zahl von 6,4%. Jede Internetseite spuckt
mir für das Jahr Zinsen in Höhe von 3,5 bis maximal 5% für
das Jahr 2010 aus.

Die Quelle ist verlinkt...
Wo hast du deine Zahl her?

Die Frage die mir bei einer solchen Finanzierung stellt ist
nicht, ob jemand leichter an ein Haus kommt, sondern ob er
sich das Haus über den gesamten Darlehenszeitraum leisten
kann.
Und das kann er heute tendenziell einfacher als vor 6 Jahren. Lies den verlinkten Artikel :)

Du gehst nämlich von der Annahme aus, die auch in den
USA zu der Immobilienkrise geführt hat. Jeder US-Bürger soll
sich ein Haus leisten können.

Nein, keineswegs. Aber ich nutze zu Untermauerung meiner Position auch nicht ein Beispiel, was auf 0,01% aller Fälle zu trifft. Sondern ein Beispiel was die Masse abdeckt.

Egal ob der Kaufpreis zu teuer
ist, die Zinsen erlauben es ja. Dazu hat dann der Staat den
Banken die Möglichkeiten geschaffen, in denen riskante
Darlehensnehmer trotzdem ein Darlehen bekommen haben. Das
Resultat kennen wir ja. Ein Mix aus riskanten
Darlehensnehmern und niedrigen Zinsen. Als dann die Zinsen
stiegen, ist das ganze System zusammengebrochen.

Dir fehlen ein paar Bruchstücke in deinem Wissen um die Hypothekenkrise.
Das amerikanische Kreditsystem hat(te) keine Zinsbindung von typischerweise 15 Jahren. Die Realität in den USA waren frei bewegliche Zinssätze auf extrem knapp gestrickte Budgets. Sogar arbeitslose Paare haben Hauskredite bekommen.

Die Anforderungen und Vorgaben in Deutschland sind ganz anders mit Bonitätsvorgaben, Sicherheiten und Zinsbindung. Nach 15 Jahren Zinsbindung, 420k Euro Kredit und 1500 Rate bleiben etwa 300k Restschuld. Steigt der Zinssatz, dann ist a) noch Luft bei dem Tilgungsanteil, b) ist nach 15 Jahren durch reinen Inflationsausgleich beim Gehalt auch eine höhere Rate möglich und c) die Immobilie
selbst in der Regel auch weiterhin genügend wert, um die Restschuld zu decken.

Die Rate von 1500 für eine 420000 Immobilie wäre eine knappe Kalkulation, ja richtig, aber 2010 bei der 280k Immobilie mit 6,4% Zinsen waren sie undenkbar.
Nehmen wir eine Rate von 2000 Euro als Basis hast du nach 15 Jahren eine Restschuld von ca. 132k (2016 Szenario) bzw. ca. 127k (2010 Szenario). Was für ein dramatischer Unterschied....

Du machst den Fehler der Mehrheit: du unterschätzt Zinseffekte.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

"470k statt 388k, 6 Jahre Zeitunterschied.. das sind exakt 3,5% p.a. und damit 2,0% Inflation und 1,5% reale Wertsteigerung. Das ist absolut üblich seit dem Ende des 2. Weltkriegs in Deutschland und absolt normal."

du hast bei deinem Vergleich die falschen Zahlen miteinander verglichen. Du hättest 420k und 280k miteinander vergleichen müssen. Der Zins ist ja nur eine Variable, die von Ökonomen als Treiber angesehen werden aber nicht zwangsweise etwas mit der Preisentwicklung zu tun haben müssen. Außerdem trifft diese allgemeine Aussage "2% Inflation" auf Deutschland in den letzten Jahren ja nun überhaupt nicht zu. Scheint also doch nicht so eine "normale" Entwicklung zu sein.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Also ich würde erst mal von den Grundstücksmarktberichten der Gutachterausschüsse ausgehen. Die weisen für Eigentumswohnungen meistens auch die Unterscheidung in Neubau und Bestand aus. Bei vergleichbarer Lage ist es klar, das für Neubau deutlich mehr bezahlt wird. Die Ausstattung ist hochwertiger, die Wärmedämmung viel teurer und Gewährleistung hat man auch noch. Ähnlich wie bei Neuwagen / Gebrauchtwagen.

Lounge Gast schrieb:

googel doch mal selbst nach den Durchschnittlichen
Quadratmeterpreisen bei Immobilien. Außerdem habe ich die
Städte klar eingegrenzt und rede nicht von Gesamtdeutschland.
Innerhalb der Statistik die ich genommen habe, gab es keine
Unterscheidung zwischen Bestandsimmobilie und Neubau. Der
Quadratmeterpreis war hieraus eben der Durchschnitt.
Persönlich kann ich nur sagen, dass bspw. in Köln
Bestandsimmobilien nahezu identische Quadratmeterpreise haben
wie Neubauwohnungen. Abgesehen von wahren Luxusimmobilien.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

So ein schöner Troll Thread war das bis er wieder von den paar Immobilen Kauf vs. Immobilen Miete Menschen hier im Keim erstickt wurde.

Bin traurig.

Lounge Gast schrieb:

Also ich würde erst mal von den Grundstücksmarktberichten der
Gutachterausschüsse ausgehen. Die weisen für
Eigentumswohnungen meistens auch die Unterscheidung in Neubau
und Bestand aus. Bei vergleichbarer Lage ist es klar, das für
Neubau deutlich mehr bezahlt wird. Die Ausstattung ist
hochwertiger, die Wärmedämmung viel teurer und Gewährleistung
hat man auch noch. Ähnlich wie bei Neuwagen / Gebrauchtwagen.

Lounge Gast schrieb:

googel doch mal selbst nach den Durchschnittlichen
Quadratmeterpreisen bei Immobilien. Außerdem habe ich die
Städte klar eingegrenzt und rede nicht von
Gesamtdeutschland.
Innerhalb der Statistik die ich genommen habe, gab es
keine
Unterscheidung zwischen Bestandsimmobilie und Neubau. Der
Quadratmeterpreis war hieraus eben der Durchschnitt.
Persönlich kann ich nur sagen, dass bspw. in Köln
Bestandsimmobilien nahezu identische Quadratmeterpreise
haben
wie Neubauwohnungen. Abgesehen von wahren Luxusimmobilien.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

"Du hast kein Mittelmaß genommen sondern eine eher realitätsferne Zahl, um deine Position zu untermauern... So ehrlich solltest du schon sein."

Ich habe einen Zeitraum genommen, der einer vernünftigen Zinsbindungszeit entspricht und diese durchgerechnet. Verschiedene Spielereien und Optionen zum Trotz. Außerdem hat es hier einer schon erwähnt. Zahlst du damals für die gleiche Bude 27 Jahre ab, sind es heute 29. Das kannst du mal mit vielen Immobilien die aktuell zum Verkauf stehen so durchrechnen und schauen, welche monatlichen Raten du dann plötzlich hast, wenn du wie viele unserer Eltern ihre Immobilie in 25 Jahren abbezahlt haben wollten. Klar. Was sind schon 4 Jahre und das Geld dafür gibt es ja gerade für lau.

Zudem ist mit diesem Mittelmaßbeispiel der Effekt deutlich rübergekommen. Bei einer Finanzierung von 25 Jahren oder 30 Jahren wäre bei der Zinsbindung von 25/30 Jahren (auch realitätsfern) wäre dieser deutlich niedriger. Gleichzeitig würde man aber ignorieren, sollte man bei einer 30 jährigen Tilgung bleiben wollen, man nach Abschluss der Zinsbindung in einen deutlich höheren Zins fallen würde. Die Restschuld nach 15 Jahren bei einem 420.000 EUR Darlehen bei 1,5% sind immer noch rund 246.000 EUR. Rein theoretisch sage ich mal, steigt der nominale Zins danach auf 3,0% würde sich die monatliche Rate (Tilgung+Zins) um 300 EUR netto erhöhen. Klingt jetzt natürlich nicht nach viel Geld, aber rate mal was für Leute sich diese Kredite aktuell nehmen? Sicherlich nicht durchgängig die 60k Bruttoverdiener. Bei denen sind dann 300 EUR netto viel. Von einer realen Gehaltsentwicklung in Deutschland will ich hier mal nicht sprechen und wenn ich mir die Vergangenheit so anschaue, glaube ich auch kaum, dass die meisten Gering- und Durchschnittsverdiener netto besser gestellt sein werden in 15 Jahren. Aber klar, man kann auch sagen: Was sind schon 300 EUR. Peanuts im Vergleich zum Eigenheim.

"Wo hast du deine Zahl her?"
Mal abgesehen davon, dass deine Quelle von einem Bankenverband spricht, in welchem nicht alle Banken enthalten sind und diese eigentlich Lobbyarbeit betreibt. Sprich, sie dafür arbeiten, dass mehr Menschen Immobilienkredite aufnehmen sollen, habe ich bei keiner anderen Quelle deine 6,4% gefunden. Alle sprechen von den selben Zinshöhen die von mir genannt sind:

http://www.finanztip.de/baufinanzierung/zinsprognose/ (hier auch bitte das letzte Diagramm anschauen)
http://www.interhyp.de/zins-charts/
http://www.zinsentwicklung.de/zinscharts.html
http://www.hypothekenzinsen.net/hypothekenzinsen-entwicklung.htm
http://www.bauzins.org/bauzinsen-chart/
http://www.wohnung.com/ratgeber/60/kreditzinsen-entwicklung-der-letzten-20-jahren

Hier ein PDF der deutschen Bank:
http://www.deutsche-bank.de/pfb/data/docs/120911_Infodienst_Q3-2012_RZ_p.pdf

Ich kann dir gerne noch weitere Quellen zukommen lassen. Jedoch gehe ich eher davon aus, dass du einer Quelle, und in dem Fall noch einer Lobby (die ihre Zahlen bewusst so genutzt hat, dass sich deren Rechnung gut anhört), mehr Vertrauen geschenkt hast, als dich noch weiter mit der Thematik auseinander zu setzen.

Zu dem Thema mit der Immoblase in den USA sage ich nichts, da du meiner Aussage im Grunde zugestimmt hast.

"Du machst den Fehler der Mehrheit: du unterschätzt Zinseffekte"

Das darfst du mir mal erklären. Wie unterschätze ich denn den Zinseffekt? Oder meinst du Zinseszins?

"a) noch Luft bei dem Tilgungsanteil, b) ist nach 15 Jahren durch reinen Inflationsausgleich beim Gehalt auch eine höhere Rate möglich und c) die Immobilie
selbst in der Regel auch weiterhin genügend wert"

zu a) Tilgungsanteil wird reduziert, Zins geht hoch, oder aber in den sauren Apfel beißen und deutlich höhere Monatsrate akzeptieren.
zu b) Reale Einkommensentwicklung in Deutschland. Ich schau mal in die Glaskugel... geht nicht. Ich kann da nur rückblickend schauen und die realität zeigt das Gegenteil von dem was du erwartest. Allen Politikerlügen zum Trotz bzw. geben es manche mittlerweile auch zu. Und wenn die Merkel'sche Politik bleibt, wird sich da in der Realität auch nicht sonderlich viel verändern.
zu c) Soso, die Immobilie hat ihren Wert. Ja kann sie haben. Aber was bringt dir ein Wert einer Immobilie, wenn du aus diesem Wert keine Liquidität ziehen kannst. Oder verlangst du etwas den Verkauf der Immobilie um die Restschuld zu bezahlen?

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Naja, ich hatte gestern die Diskussion mit 2 Angestellten aus dem Privatkunden/Immobilienfinanzierungsbereich einer örtlichen Sparkasse. Einer von ihnen macht gerade einen berufsbegleitenden Studienabschluss und hat untersucht, wie sich die Tilgungs/Zinsraten bzw. Volltilgungsdauern (inkl. Anschlussfinanzierung) entwickelt haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die durchschnittlichen Tilgungszeiträume für eine Immobilie um einige Jahre (ca. 3 Jahre) in den letzten Jahren gesunken sind. Dies bedeutet, dass die Menschen mehr/schneller tilgen. Dies spricht eindeutig gegen eine Blase. Die Gesamtrate aus Tilgung/Zins unterliegt lediglich der normalen Steigerung von 1-2% je nach Immobilienklasse. Dass sich nun Leute mit ihrer Finanzierung übernehmen lässt sich sich also nicht wirklich bestätigen. Des Weiteren sind die Anforderungen an eine Finanzierung deutlich gestiegen.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Lounge Gast schrieb:

"Du hast kein Mittelmaß genommen sondern eine eher
realitätsferne Zahl, um deine Position zu untermauern... So
ehrlich solltest du schon sein."

Ich habe einen Zeitraum genommen, der einer vernünftigen
Zinsbindungszeit entspricht und diese durchgerechnet.

Mit der völlig unrealistischen Annahme der Volltilgung in der Zinsbindungszeit.

Verschiedene Spielereien und Optionen zum Trotz. Außerdem hat
es hier einer schon erwähnt. Zahlst du damals für die gleiche
Bude 27 Jahre ab, sind es heute 29.

Bei gleichbleibender Rate. Da die verfügbaren Einkommen gestiegen sind, kannst du heute auch eine höhere Rate ansetzen.
Die verfügbaren Einkommen sind in der Zeit um 15% gestiegen, rechnet man das Szenario mit einer um 15% höheren Rate (1725) durch, kommt man auf eine Tilgungszeit von 25 Jahren. Also die Zeit, die du als Maßstab der Elterngeneration genommen hast.

Zudem ist mit diesem Mittelmaßbeispiel der Effekt deutlich
rübergekommen. Bei einer Finanzierung von 25 Jahren oder 30
Jahren wäre bei der Zinsbindung von 25/30 Jahren (auch
realitätsfern) wäre dieser deutlich niedriger.

Zinsbindung und Tilgungszeit haben nichts miteinander zu tun.

Gleichzeitig
würde man aber ignorieren, sollte man bei einer 30 jährigen
Tilgung bleiben wollen, man nach Abschluss der Zinsbindung in
einen deutlich höheren Zins fallen würde.

Komisch, wenn es um die Lohnentwicklung geht magst du nicht in die Glaskugel schauen. Jetzt schon?
Und wenn der Zins dann auf 1% gefallen ist?

Die Restschuld nach
15 Jahren bei einem 420.000 EUR Darlehen bei 1,5% sind immer
noch rund 246.000 EUR. Rein theoretisch sage ich mal, steigt
der nominale Zins danach auf 3,0% würde sich die monatliche
Rate (Tilgung+Zins) um 300 EUR netto erhöhen.

So wie sich auch das verfügbare Einkommen innerhalb von 15 Jahren im Durchschnitt erhöht...

Klingt jetzt
natürlich nicht nach viel Geld, aber rate mal was für Leute
sich diese Kredite aktuell nehmen? Sicherlich nicht
durchgängig die 60k Bruttoverdiener. Bei denen sind dann 300
EUR netto viel.

Du glaubst ein 40k Bruttoverdiener bekommt eine Vollfinanzierung für ein 420k Haus?
In welcher Traumwelt lebst du?

Von einer realen Gehaltsentwicklung in
Deutschland will ich hier mal nicht sprechen und wenn ich mir
die Vergangenheit so anschaue, glaube ich auch kaum, dass die
meisten Gering- und Durchschnittsverdiener netto besser
gestellt sein werden in 15 Jahren.

Es ist ja so einfach die Realität zu ignorieren. Die Reallöhne sind gestiegen.
in den letzten sieben Jahren deutlich. Aber hey, was nicht in meine Argumentation passt wird ignoriert. Großes Klasse :)

"Wo hast du deine Zahl her?"
Mal abgesehen davon, dass deine Quelle von einem
Bankenverband spricht, in welchem nicht alle Banken enthalten
sind und diese eigentlich Lobbyarbeit betreibt. Sprich, sie
dafür arbeiten, dass mehr Menschen Immobilienkredite
aufnehmen sollen, habe ich bei keiner anderen Quelle deine
6,4% gefunden. Alle sprechen von den selben Zinshöhen die von
mir genannt sind:

Bei Angebotspreisen auch kein Wunder. Ist dir schonmal aufgefallen, dass die Zinssätze aus der Werbung nicht der normale Zinssatz ist, der am Ende vergeben wird?
Davon abgesehen zeigen deine Quellen, dass selbst in den 7 Großstäden im Schnitt Immobilien nicht 50% teurer geworden sind. Wenn wir aber mal 40% Steigerung annehmen, landen wir bei 392k und die Rechnung verschiebt sich noch weiter in Richtung heute.

Ich kann dir gerne noch weitere Quellen zukommen lassen.
Jedoch gehe ich eher davon aus, dass du einer Quelle, und in
dem Fall noch einer Lobby (die ihre Zahlen bewusst so genutzt
hat, dass sich deren Rechnung gut anhört), mehr Vertrauen
geschenkt hast, als dich noch weiter mit der Thematik
auseinander zu setzen.

die Quelle gefällt mir nicht also zählt die nicht!

Zu dem Thema mit der Immoblase in den USA sage ich nichts, da
du meiner Aussage im Grunde zugestimmt hast.

Dann solltest du nochmal lesen üben... Meine Aussage war: Du hast keine Ahnung. Und die bleibt auch. Wenn du behauptest, dass man den aktuellen deutschen Immobilienmarkt mit dem amerikanischen (Vor)Krisenmarkt vergleichen kann, dann zeigt das, wie wenig Ahnung du von beiden hast...

"Du machst den Fehler der Mehrheit: du unterschätzt
Zinseffekte"

Das darfst du mir mal erklären. Wie unterschätze ich denn den
Zinseffekt? Oder meinst du Zinseszins?

Den Einfluß von Zinsen bei Darlehen über längere Zeiträume...

"a) noch Luft bei dem Tilgungsanteil, b) ist nach 15
Jahren durch reinen Inflationsausgleich beim Gehalt auch eine
höhere Rate möglich und c) die Immobilie
selbst in der Regel auch weiterhin genügend wert"

zu a) Tilgungsanteil wird reduziert, Zins geht hoch, oder
aber in den sauren Apfel beißen und deutlich höhere
Monatsrate akzeptieren.

Mein a) sagt schon, das man den Tilgungsanteil reduzieren kann...

zu b) Reale Einkommensentwicklung in Deutschland. Ich schau
mal in die Glaskugel... geht nicht. Ich kann da nur
rückblickend schauen und die realität zeigt das Gegenteil von
dem was du erwartest.

Bei dem Zins schaust du aber gerne in die Glaskugel!?
Und für dich zur Info, die Reallöhne sind gestiegen die letzten Jahre. Kräftig. Aber das passt nicht in dein Weltbild also wird es ignoriert...

zu c) Soso, die Immobilie hat ihren Wert. Ja kann sie haben.
Aber was bringt dir ein Wert einer Immobilie, wenn du aus
diesem Wert keine Liquidität ziehen kannst. Oder verlangst du
etwas den Verkauf der Immobilie um die Restschuld zu bezahlen?

Ein bisschen Textverständnis würde dir gut tun. Ja, die Immobilie könnte verkauft werden im Notfall. Was aber nur nötig wäre, wenn man sich völlig verhaut und dann würde man immer noch ohne Schulden rauskommen. Im Durchschnitt.

Wenn ich mal deine Annahmen anschaue:
Im Durchschnitt zahlt man eine Immobilie in 15 Jahren ab bei einer Vollfinanzierung, bekommt dafür Top-Zinssätze und das obwohl man die Hälfte seines Nettos (60k bei Stk.3 und ohne Kirchensteuer sind etwa 3,3k, aber in deiner Welt sind es ja vorwiegend Menschen die deutlich weniger als 60k verdienen die sich 420k Häuser kaufen) für die Tilgung zahlt.

Ja, du hast wirklich ein sehr realitätsnahes Beispiel genannt.

Wie wäre es mit noch einem Beispiel:
2010: 150.000 Euro Immobilie, 5% Zinsen, 700 Euro Annuität, abbezahlt in knapp 55J.
2016: 225.000 Euro Immobilie, 1,5% Zinsen, 700 Euro Annuität, abbezahlt in knapp 34J.

Ich sag dir was, das Beispiel ist deutlich näher an der Realität als deins...

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Dann mal anders: Das Haus, das ich gerne hätte, kostet 970k EUR. Kann ich mir das ohne großes Eigenkapital mit 7k netto (da kommen die 5.5k Netto Leute ja hoffentlich auch hin, wenn sie erwachsen geworden sind) leisten oder nicht?
Ich bitte um Modellrechnungen der anwesenden Experten.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Bei diesem Gehalt und mal angenommen Jobeinstieg mit 24 und damals natürlich deutlich niedrigerem Gehalt sollte man vielleicht 50k Eigenkapital mit 28 haben und vielleicht 150-200k Eigenkapital mit 32.

Dann 15 Jahre Zinsbindung, 1,8% Zins, 3,0% Tilgung (aktuelles Angebot CoBa). Monatsrate 3.000 EUR. Es verbleiben 4.000 EUR netto zum Verprassen.

Mit 47 hast du eine Restschuld von 370k und das Haus dürfte nach Inflation etwa 1,4 Mio. EUR Wert sein (jeweils Nominalwerte; Schulden sind ja Nominalwerte und daher müssen wir zur Vergleichbarkeit auch das Haus nominal einwerten). Also, erst mal bist du jetzt Millionär. Zweitens sollte dein Gehalt in 15 Jahren nominal deutlich höher als jetzt sein.

Mit 47 dann eine Restschuld von nominal 370k, also Realwert heute 275k EUR stemmen, sollte hoffentlich kein Problem sein.

Und nein, ohne EK ist Schwachsinn. Bitte immer ca. 20% EK mindestens einbringen. Mindestens!

Auch wichtig: Hast du einen Lebensmittelpunkt gefunden oder bist du Single ohne Freund und Verwandte in der Nähe und morgen bereit von München nach Hamburg oder von Berlin nach Düsseldorf zu ziehen? Haus kauft man sich natürlich erst dann, wenn man einen festen Lebensmittelpunkt hat, welchen man nicht einfach für einen anderen Arbeitgeber aufgeben würde. Da helfen dann Frau und Kinder auch ungemein, die wollen sicher nicht wegen paar 100 EUR mehr ihr komplettes soziales Umfeld aufgeben.

Lounge Gast schrieb:

Dann mal anders: Das Haus, das ich gerne hätte, kostet 970k
EUR. Kann ich mir das ohne großes Eigenkapital mit 7k netto
(da kommen die 5.5k Netto Leute ja hoffentlich auch hin, wenn
sie erwachsen geworden sind) leisten oder nicht?
Ich bitte um Modellrechnungen der anwesenden Experten.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wenn du beispielsweise in der Lage bist 5k im Monat für Zinsen und Tilgung zu zahlen, kannst du den Kredit in weniger als 20 Jahren zurückzahlen. Somit ist eine Finanzierung des gewünschten Hauses möglich. Es ist also eine Frage wieviel Kapital du von deinem nettogehalt für die Finanzierung des Hauses aufbringen kannst. Rechne doch mal deine monatlichen Kosten zusammen und sag uns welchen Betrag du maximal monatlich für das Haus ausgeben kannst. Dann können wir dir weiterhelfen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ich habe jetzt nicht den kompletten Thread gelesen. Gelten die 7k netto für einen Einzelverdiener oder einen DINK Haushalt?

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Mit der völlig unrealistischen Annahme der Volltilgung in der Zinsbindungszeit.

Nochmal, es ging um ein rein theoretisches Aufzeigen des Effekts. Bewusst überspitzt. Kannst jetzt damit leben oder nicht, oder dich auch daran aufgeilen. Werde diesen Punkt mit dir auch nicht weiter diskutieren.

Die verfügbaren Einkommen sind in der Zeit um 15% gestiegen, rechnet man das Szenario mit einer um 15% höheren Rate (1725) durch, kommt man auf eine Tilgungszeit von 25 Jahren. Also die Zeit, die du als Maßstab der Elterngeneration genommen hast.

Das glaub ich dir nicht. Die Reallohnentwicklung seit 1991 lag bei 3,1%. Ab 2010 - 2016 bei 10,3%. Wir stecken also quasi zyklisch in den "fetten" Jahren, dank realer Lohnentwicklung bei gleichzeitig niedriger Inflation. Wer aber von einer linearen Reallohnentwicklung ausgehen will kann das machen, jedoch aus empirischer Erfahrung nicht ansatzweise realistisch. Da du ja gerne realistische Beispiele durchgehen möchtest.

Zinsbindung und Tilgungszeit haben nichts miteinander zu tun.

Ach echt?! Wusste ich gar nicht. Argumentier doch nicht bewusst falsch oder stell etwas bewusst falsch dar und tu nicht so als ob du nicht wüsstest, wovon ich spreche.

Komisch, wenn es um die Lohnentwicklung geht magst du nicht in die Glaskugel schauen. Jetzt schon?
Und wenn der Zins dann auf 1% gefallen ist?

Ja, denn die Zinsentwicklung ist abhängig von der EZB. Und die hat einen klaren Auftrag. Bei 0,00% Leitzins will keiner bei der EZB bleiben. Und die Anhebung des Leitzinses wird definitiv in den nächsten 15 Jahren geschehen. Die Reallohnentwicklung hat viel zu viele Einflussfaktoren. Und spiel auch hier nicht wieder den Dummen.

Bei Angebotspreisen auch kein Wunder. Ist dir schonmal aufgefallen, dass die Zinssätze aus der Werbung nicht der normale Zinssatz ist, der am Ende vergeben wird?

Dr. Klein zeigt deren Vermittlungszinsen an. Zwischen Angebotszins und realem Zins liegen keine 2%. Wenn du weiterhin bei deinen 6,4% bleiben möchtest bitte. Aber dann liefer weitere Quellen.

Davon abgesehen zeigen deine Quellen, dass selbst in den 7 Großstäden im Schnitt Immobilien nicht 50% teurer geworden sind. Wenn wir aber mal 40% Steigerung annehmen, landen wir bei 392k und die Rechnung verschiebt sich noch weiter in Richtung heute.

Aus meiner Anfangsbetrachtung habe ich 10 Städte definiert und nicht sieben. Meine Quelle für die Anfangsbetrachtung war statista.

Den Einfluß von Zinsen bei Darlehen über längere Zeiträume...

Das ist keine Erklärung, sondern der gleiche Satz nur anders formuliert.

Mein a) sagt schon, das man den Tilgungsanteil reduzieren kann...

Und? Was ist das Resultat bei einer Reduzierung des Tilgungsanteils?

Ein bisschen Textverständnis würde dir gut tun. Ja, die Immobilie könnte verkauft werden im Notfall. Was aber nur nötig wäre, wenn man sich völlig verhaut und dann würde man immer noch ohne Schulden rauskommen. Im Durchschnitt.

Bleibt also dabei. Im schlimmsten Fall bei 0 rauskommen. Dann kann ich auch zur Miete leben und die ganze Diskussion bringt hier nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Hi,

das sind gute Antworten bislang (die letzten beiden). Hier mehr Details:

  • Alter stimmt sogar (Anfang 30). Wir sind zu zweit.
  • Eigenkapital ist i.H.v. 60k vorhanden (die Realitäten des Lebens: Ich habe in meinen Zwanzigern Geld in einen MBA investiert, und meine Frau ist keine Deutsche und hat keine Rücklagen in harter Währung mit nach Europa gebracht)
  • Wir sparen pro Jahr 35k EUR, dazu kämen die 1200k, die wir aktuell für Miete bezahlen (kalt). D.h. also prinzipiell 50k p.a. zur Verfügung für das Vorhaben, abziehen müsste man aber IMO die Nebenkosten und Bildung von Rücklagen für das Haus (160m²).

Preis der Immobilie: 960k incl. Grunderwerbssteuer/Notarkosten.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

"Hi,

das sind gute Antworten bislang (die letzten beiden). Hier mehr Details:

  • Alter stimmt sogar (Anfang 30). Wir sind zu zweit.
  • Eigenkapital ist i.H.v. 60k vorhanden (die Realitäten des Lebens: Ich habe in meinen Zwanzigern Geld in einen MBA investiert, und meine Frau ist keine Deutsche und hat keine Rücklagen in harter Währung mit nach Europa gebracht)
  • Wir sparen pro Jahr 35k EUR, dazu kämen die 1200k, die wir aktuell für Miete bezahlen (kalt). D.h. also prinzipiell 50k p.a. zur Verfügung für das Vorhaben, abziehen müsste man aber IMO die Nebenkosten und Bildung von Rücklagen für das Haus (160m²).

Preis der Immobilie: 960k incl. Grunderwerbssteuer/Notarkosten."

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber du kannst dir das genannte Haus ganz einfach nicht leisten.
Es ist auch nicht intelligent, den Großteil deines aktuellen und zukünftigen Einkommens in ein Haus zu stecken.

Eure Sparrate ist sehr ordentlich. Ihr solltet euer Geld daher in unterschiedliche Anlagen stecken. In Wertpapiere wie Aktien, in Immobilien (z. B. ein Haus für "nur" 400k EUR + eine kleine ETW zum Vermieten) und noch in klassische Sparprodukte wie Fest-/Tagesgeld.

So habt ihr in 20 oder 30 Jahren nicht nur ein abbezahltes Haus, sondern auch passives Einkommen aus Dividenden, Miete und Zinsen.

Nur als Tipp...

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Kritisch könnte es in den ersten Jahren werden, falls die Immobilien-Preise mal wieder fallen sollten. Weil dann die finanzierte Summe höher sein könnte als der aktuelle Wert der Immobilie.

Lounge Gast schrieb:

Hi,

das sind gute Antworten bislang (die letzten beiden). Hier
mehr Details:

  • Alter stimmt sogar (Anfang 30). Wir sind zu zweit.
  • Eigenkapital ist i.H.v. 60k vorhanden (die Realitäten des
    Lebens: Ich habe in meinen Zwanzigern Geld in einen MBA
    investiert, und meine Frau ist keine Deutsche und hat keine
    Rücklagen in harter Währung mit nach Europa gebracht)
  • Wir sparen pro Jahr 35k EUR, dazu kämen die 1200k, die wir
    aktuell für Miete bezahlen (kalt). D.h. also prinzipiell 50k
    p.a. zur Verfügung für das Vorhaben, abziehen müsste man aber
    IMO die Nebenkosten und Bildung von Rücklagen für das Haus
    (160m²).

Preis der Immobilie: 960k incl. Grunderwerbssteuer/Notarkosten.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Lounge Gast schrieb:

Mit der völlig unrealistischen Annahme der Volltilgung
in der Zinsbindungszeit.

Nochmal, es ging um ein rein theoretisches Aufzeigen des
Effekts. Bewusst überspitzt. Kannst jetzt damit leben oder
nicht, oder dich auch daran aufgeilen. Werde diesen Punkt mit
dir auch nicht weiter diskutieren.

Ohh, ich hab den Argumenten nichts mehr entgegen zu setzen, also will ich nicht mehr darüber reden. Mimimi...
Verstehst du wirklich nicht, dass die Relevanz der Zinssätze auf die Gesamtkosten höher ist, umso länger die Laufzeit ist? Der Punkt ist für dich wohl zu hoch.
Deswegen ist dein Beispiel für den Allerwertesten...
Und dein "theoretisches Aufzeigen" ist nichts weiter als ein künstliches kleinrechnen des Einflußes der Zinsen.

Das glaub ich dir nicht. Die Reallohnentwicklung seit 1991
lag bei 3,1%. Ab 2010 - 2016 bei 10,3%. Wir stecken also
quasi zyklisch in den "fetten" Jahren, dank realer
Lohnentwicklung bei gleichzeitig niedriger Inflation.

Lies die Quelle. Selbst bei 10 Prozent ist es 2016 billiger als 2017.

Wer
aber von einer linearen Reallohnentwicklung ausgehen will
kann das machen, jedoch aus empirischer Erfahrung nicht
ansatzweise realistisch. Da du ja gerne realistische
Beispiele durchgehen möchtest.

0% Reallohnentwicklung wie bei dir ist noch unrealistischer. Dazu: Wann gehe ich von einer linearen Lohnentwicklung aus? Nicht an einer Stelle. Ich habe die tatsächliche Reallohnentwicklung von 2010 bis 2016 aus der Quelle genommen, die du ignoriert hast.. nicht mehr und nicht weniger. Dazu habe ich das Potential einer weiteren Reallohnentwicklung in den nächsten 15 Jahren in den Raum gestellt, was durchaus realistisch ist.
Versuch nicht dein stümperhaft zusammenkonstruiertes Beispiel zu retten, indem du mir was in den Mund legst oder dir irgendwelchen Unsinn ausdenkst.

Zinsbindung und Tilgungszeit haben nichts miteinander zu
tun.

Ach echt?! Wusste ich gar nicht. Argumentier doch nicht
bewusst falsch oder stell etwas bewusst falsch dar und tu
nicht so als ob du nicht wüsstest, wovon ich spreche.

Darf ich nicht deine Strategie nutzen?
Davon abgesehen: Du argumentierst so, als ob die beiden in Zusammenhang stehen würde (von wegen 25 Jahre Zinsbindung unrealistisch, wenn man dich auf die durchschnittliche Tilgungszeit von 25+ Jahren anspricht). Wenn du nicht zu trivialen Punkten belehrt werden willst, dann diskutier auch entsprechend.
Du hast bei 25 Jahren Tilgungszeit plötzlich zusammenhangslos von 25 Jahren Zinsbindung gesprochen.

Komisch, wenn es um die Lohnentwicklung geht magst du
nicht in die Glaskugel schauen. Jetzt schon?
Und wenn der Zins dann auf 1% gefallen ist?

Ja, denn die Zinsentwicklung ist abhängig von der EZB. Und
die hat einen klaren Auftrag. Bei 0,00% Leitzins will keiner
bei der EZB bleiben. Und die Anhebung des Leitzinses wird
definitiv in den nächsten 15 Jahren geschehen.

Irrelevant. Vielleicht sind die Zinsen in 5 Jahren bei 5%, in 8 Jahren bei 7% und in 15 Jahren bei 1%.
Damit ist deine Prognose für den Allerwertesten...

Die Wahrscheinlichkeit das in 15 Jahren das Zinsniveau wieder höher sein wird ist groß, genauso wie die Wahrscheinlichkeit, dass in 15 Jahren das Reallohnniveau höher sein wird.

Dr. Klein zeigt deren Vermittlungszinsen an. Zwischen
Angebotszins und realem Zins liegen keine 2%. Wenn du
weiterhin bei deinen 6,4% bleiben möchtest bitte. Aber dann
liefer weitere Quellen.

Selbst bei nach unten korrigierten Zahlen passt der Effekt immernoch, sie mein letztes Beispiel.

Davon abgesehen zeigen deine Quellen, dass selbst in den
7 Großstäden im Schnitt Immobilien nicht 50% teurer geworden
sind. Wenn wir aber mal 40% Steigerung annehmen, landen wir
bei 392k und die Rechnung verschiebt sich noch weiter in
Richtung heute.

Aus meiner Anfangsbetrachtung habe ich 10 Städte definiert
und nicht sieben. Meine Quelle für die Anfangsbetrachtung war
statista.

Oh warte, deine Strategie ist also: Ich nehme immer die Zahlen die am meisten für mich sprechen und verkaufe sie dann als allgemeingültig. Die höchsten Preissteigerungen, die niedrigsten Zinssätze, die dann von Geringverdienern für den Kauf von teuren Immobilien zu 100% in 15 Jahren Tilgung genutzt werden.
Was für ein Unsinn...

Das manche Gegenden teurer als andere werden ist ein Effekt, der seit x Tausend Jahren vorhanden ist. Und natürlich lässt sich nicht jede Preissteigerung mit nur mit den Zinsen erklären, aber im allgemeinen eben schon. Und da ist Wohneigentum mindestens genauso erschwinglich wie vor 6 Jahren und im Durchschnitt sind die Gesamtkosten eher niedriger.

Den Einfluß von Zinsen bei Darlehen über längere
Zeiträume...

Das ist keine Erklärung, sondern der gleiche Satz nur anders
formuliert.

Nein, aber den Punkt verstehst du scheinbar einfach nicht. Ob mein Zinssatz 1% oder 10% pro Jahr ist, ist mir bei einem Darlehen über 10 Tage relativ schnuppe, bei einem Darlehen über 10 Jahre aber nicht mehr.

Mein a) sagt schon, das man den Tilgungsanteil
reduzieren kann...

Und? Was ist das Resultat bei einer Reduzierung des
Tilgungsanteils?

Lies dir nochmal den Verlauf durch. Ich schreibe dass man den Tilgungsanteil reduzieren kann, dann bringst du die Möglichkeit ins Spiel und ich mache dich darauf aufmerksam, dass ich das schon genau da erwähnt habe.... Möchtest du darauf nicht eingehen? Lieber von den eigenen Fehlern ablenken.

Natürlich das bei gleichbleibender Rate die Tilgungsdauer höher ist; aber es geht darum aufzuzeigen warum der Markt nicht wie in den USA ist und nach Ablauf der Zinsbindung alle pleite sind.
Das Risiko höherer Zinssätze gab es schon immer.

Bleibt also dabei. Im schlimmsten Fall bei 0 rauskommen. Dann
kann ich auch zur Miete leben und die ganze Diskussion bringt
hier nichts.

Das ist aber auch nicht neu, sondern seit Ewigkeiten so. Das konnte genauso vor 5, 10, 15 und 50 Jahren passieren...
Da sind wir eher bei der Grundsatzfrage Kaufen vs. Mieten und möglichen Risiken.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Entspannt euch doch mal. Ihr redet hier von Theorien und macht euch gegenseitig an, als ob ihr die Wahrheit gegessen hättet. Wenn alles so leicht wäre, wie ihr das hier schildert, bräuchte man bestimmte Berufszweige ja gar nicht. Jede Kaufentscheidung ist eine individuelle und solche Spielchen mit 3, 4 oder 6 Prozent Zinsen auf 10, 15, 30 Jahre bringen dem Einzelnen gar nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 18.09.2017:

Entspannt euch doch mal. Ihr redet hier von Theorien und macht euch gegenseitig an, als ob ihr die Wahrheit gegessen hättet. Wenn alles so leicht wäre, wie ihr das hier schildert, bräuchte man bestimmte Berufszweige ja gar nicht. Jede Kaufentscheidung ist eine individuelle und solche Spielchen mit 3, 4 oder 6 Prozent Zinsen auf 10, 15, 30 Jahre bringen dem Einzelnen gar nichts.

Um die individuelle Lage geht es ja auch niemanden. Genauso debattiert man über Politik, obwohl diese ja auch für jeden individuelle Folgen hat. Oder ob Stadt oder Dorf besser ist, welche Jobs am ehesten ein hohes Einkommen ermöglichen usw.

Deswegen finde ich es schon interessant zu lesen und zu diskutieren, wie es allgemein ist. Da sind, nach allem was ich weiß, die Gesamtkosten für Immobilien eher gefallen. Für mich individuell ist das irrelevant, weil ich 2010 gar nicht die Möglichkeit gehabt hätte (Eigenkapital und Verdienst) mit ein Haus zu kaufen. Und selbst wenn kann ich es heute eh nicht mehr ändern, also ist es für mich spannender herauszufinden: jetzt kaufen/bauen (innerhalb der nächsten 1-2 Jahre) oder warten (5 Jahre oder mehr).

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wir haben 1,6% Zinsen auf 15 Jahre fest und dann ist die Restschuld etwa 33% vom Wert des Hauses. Da habe ich keine Bauchschmerzen mit Anschlussfinanzierung, auch nicht bei 7% Zinsen. Noch dazu sparen wir ja nebenher in ETFs an und wenn notwendig, dann zahlen wir halt die Restschuld durch ETF-Verkäufe.

Wir hätten auch für ca. 2,2% auf 30 Jahre festschreiben können mit Volltilgung. Gibt verschiedene Optionen und die Volltilgung ist jetzt auch nicht unüblich.

Kreditrate ist bei uns wie auch im Fall Volltilgung niedriger als die vergleichbare Kaltmiete. So bleibt noch ordentlich Raum für ETF-Vermögensaufbau nebenher.

Das eigene Haus ist eine gute Option zur extrem risikoarmen Diversifikation des eigenen Portfolios. Dabei spielt der Wert des Hauses in Zukunft keinerlei Rolle. Die monatliche Rendite eines Hauses ist die eingesparte Kaltmiete, welche ich sonst vom Nettogehalt (!) zahlen müsste. Das wären bei uns etwa 1.800 EUR für ein vergleichbares Haus hier.

Im Gegensatz zur Vermietung spare ich mir diese 1.800 EUR jeden Monat. Monat für Monat. Sicher. Ich habe nicht die typischen Risiken eines Vermieters wie Mietnomaden, Leerstand oder Zerstörung durch den Mieter.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 18.09.2017:

Das eigene Haus ist eine gute Option zur extrem risikoarmen Diversifikation des eigenen Portfolios. Dabei spielt der Wert des Hauses in Zukunft keinerlei Rolle. Die monatliche Rendite eines Hauses ist die eingesparte Kaltmiete, welche ich sonst vom Nettogehalt (!) zahlen müsste. Das wären bei uns etwa 1.800 EUR für ein vergleichbares Haus hier.

Im Gegensatz zur Vermietung spare ich mir diese 1.800 EUR jeden Monat. Monat für Monat. Sicher. Ich habe nicht die typischen Risiken eines Vermieters wie Mietnomaden, Leerstand oder Zerstörung durch den Mieter.

Es wäre ja schön wenn die Rendite auch gleich der eingesparten Kaltmiete wäre. Es ist aber leider so, dass man zum einen die Zinsen für das Darlehen als Kosten rechnen muss (Kosten Fremdkapital), zum anderen die entgangenen Zinsen für das gebundene Eigenkapital dass mit der Tilgung immer höher wird (Opportunitätskosten: das dürfte im Vergleich wenn man es monatlich in ETFs steckt deutlich anders aussehen). Dazu Instandhaltung von ca. 1,5% im Jahr darf man auch nicht vergessen. Deine Tilgung bestreitest du nicht vom Nettogehalt ?!

Wenn man das alles eingerechnet hat ist man bei einem einigermaßen realistischen Wert.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

WiWi Gast schrieb am 18.09.2017:

Das eigene Haus ist eine gute Option zur extrem risikoarmen Diversifikation des eigenen Portfolios. Dabei spielt der Wert des Hauses in Zukunft keinerlei Rolle. Die monatliche Rendite eines Hauses ist die eingesparte Kaltmiete, welche ich sonst vom Nettogehalt (!) zahlen müsste. Das wären bei uns etwa 1.800 EUR für ein vergleichbares Haus hier.

Im Gegensatz zur Vermietung spare ich mir diese 1.800 EUR jeden Monat. Monat für Monat. Sicher. Ich habe nicht die typischen Risiken eines Vermieters wie Mietnomaden, Leerstand oder Zerstörung durch den Mieter.

Es wäre ja schön wenn die Rendite auch gleich der eingesparten Kaltmiete wäre. Es ist aber leider so, dass man zum einen die Zinsen für das Darlehen als Kosten rechnen muss (Kosten Fremdkapital), zum anderen die entgangenen Zinsen für das gebundene Eigenkapital dass mit der Tilgung immer höher wird (Opportunitätskosten: das dürfte im Vergleich wenn man es monatlich in ETFs steckt deutlich anders aussehen). Dazu Instandhaltung von ca. 1,5% im Jahr darf man auch nicht vergessen. Deine Tilgung bestreitest du nicht vom Nettogehalt ?!

Wenn man das alles eingerechnet hat ist man bei einem einigermaßen realistischen Wert.

1,5% Instandhaltung vom Nettowert. Der war gut. Meine Eltern sind jetzt 16 Jahre im Haus. Die kompletten Instandhaltungskosten bisher waren ca. 100 Euro. Also insgesamt über die 16 Jahre. Auch jetzt, nach 16 Jahren, gibt es noch keine Anzeichen für größere Reparaturen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

WiWi Gast schrieb am 18.09.2017:

Das eigene Haus ist eine gute Option zur extrem risikoarmen Diversifikation des eigenen Portfolios. Dabei spielt der Wert des Hauses in Zukunft keinerlei Rolle. Die monatliche Rendite eines Hauses ist die eingesparte Kaltmiete, welche ich sonst vom Nettogehalt (!) zahlen müsste. Das wären bei uns etwa 1.800 EUR für ein vergleichbares Haus hier.

Im Gegensatz zur Vermietung spare ich mir diese 1.800 EUR jeden Monat. Monat für Monat. Sicher. Ich habe nicht die typischen Risiken eines Vermieters wie Mietnomaden, Leerstand oder Zerstörung durch den Mieter.

Es wäre ja schön wenn die Rendite auch gleich der eingesparten Kaltmiete wäre. Es ist aber leider so, dass man zum einen die Zinsen für das Darlehen als Kosten rechnen muss (Kosten Fremdkapital), zum anderen die entgangenen Zinsen für das gebundene Eigenkapital dass mit der Tilgung immer höher wird (Opportunitätskosten: das dürfte im Vergleich wenn man es monatlich in ETFs steckt deutlich anders aussehen). Dazu Instandhaltung von ca. 1,5% im Jahr darf man auch nicht vergessen. Deine Tilgung bestreitest du nicht vom Nettogehalt ?!

Wenn man das alles eingerechnet hat ist man bei einem einigermaßen realistischen Wert.

1,5% Instandhaltung vom Nettowert. Der war gut. Meine Eltern sind jetzt 16 Jahre im Haus. Die kompletten Instandhaltungskosten bisher waren ca. 100 Euro. Also insgesamt über die 16 Jahre. Auch jetzt, nach 16 Jahren, gibt es noch keine Anzeichen für größere Reparaturen.

Jep, und in 3-5 Jahren könnte eine neue Heizung, neue Böden, ein neues Dach usw. kommen. Denk doch bitte einmal kurz einen Moment weiter. Dann wird Dir hoffentlich klar, dass in den ersten Jahren nach dem Neubau geringe Instandhaltungskosten anfallen, in den späteren Jahren umso mehr. Generell kann die Rendite von Investitionsobjekten erst ex post bestimmt werden, somit erübrigt sich die Diskussion.

Des Weiteren: Ein Hauskauf/-bau ist und bleibt eine Konsumentscheidung und keine Investitionsentscheidung. Google hilft: Kaufen vs. Bauen

Ihr werdet genügend Argumente für und gegen den Hausbau finden! Es ist alles Ansichtssache. Insofern würde ich mir wünschen, dass wir uns wieder dem wirklichen Thema widmen.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Jetzt mal wieder zurück zum eigentlichen Thread aber mit Bezug auf die aktuellen Immopreise.

Mich würde mal das "Reichen 5,5k netto aus" auf ein exemplarisches Beispiel ummünzen.

Gehalt: 5,5k netto (2 Kinder)
EK: 50k
monatlich mögliche Sparrate: 2,5k

Wunsch: Kauf eines Hauses im Speckgürtel von MUC. DHH mit etwas Garten -> 800k (ohne Nebenkosten).

Könnte mir mal jmd. mit den o.g. Angaben einen realistischen Finanzierungsplan aufzeigen?!

Danke an die Experten

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

Jep, und in 3-5 Jahren könnte eine neue Heizung, neue Böden, ein neues Dach usw. kommen. Denk doch bitte einmal kurz einen Moment weiter. Dann wird Dir hoffentlich klar, dass in den ersten Jahren nach dem Neubau geringe Instandhaltungskosten anfallen, in den späteren Jahren umso mehr. Generell kann die Rendite von Investitionsobjekten erst ex post bestimmt werden, somit erübrigt sich die Diskussion.

Des Weiteren: Ein Hauskauf/-bau ist und bleibt eine Konsumentscheidung und keine Investitionsentscheidung. Google hilft: Kaufen vs. Bauen

Ihr werdet genügend Argumente für und gegen den Hausbau finden! Es ist alles Ansichtssache. Insofern würde ich mir wünschen, dass wir uns wieder dem wirklichen Thema widmen.

Du schreibst aus deinem Theoriebuch ab, welches aus einem ganz bestimmten Grund so reißerisch und realitätsfremd geschrieben ist. Würde dort stehen, alles super wie bisher und weitermachen, würde es keiner kaufen.

Neue Heizung könnte irgendwann in den nächsten 10-15 Jahren mal passieren, aber das sind etwa 3.000 EUR für eine Gastherme. Böden sind eine Konsumentscheidung. Von der Qualität her sind die noch super, aber ich brauche die hier eh nicht aufführen. Ebenso wie Malerarbeiten. Das sind so oder so Sachen, welche der Bewohner wie auch der Mieter trägt. Das Dach kommt die nächsten 20 Jahren garantiert nicht. Da gibt es seit Ewigkeiten bei allen Markenprodukten mindestens 30 Jahren Garantie. Aber die echte Materialhaltbarkeit ist sowieso bei Beton wie auch Ton quasi ewig.

Das eigentliche Thema ist ja aber, meine Eltern könnten das Haus ja für ca. 600-700k verkaufen, bevor Gastherme oder irgendwas gemacht wurden. Und jede Investition jetzt, z.B. neues Dach, würde sich jetzt einfach 1-zu-1 im Hauswert wiederfinden.

Gerade, dass die ersten 15-20 Jahren fast keine und die nächsten 15-20 Jahre nur geringe Instandhaltungskosten anfallen ist das feine an einem Neubau. In der Zeit hat man alles locker abgezahlt, nebenbei mehrere 100k mindestens angespart und dann juckt einen die Reparatur auch nicht mehr oder man verkauft das Haus eh nach 30-40 Jahren vor den größeren Instandhaltungsmaßnahmen und baut einen barrierefreien Bungalow oder zieht in einem Wohnung.

Google ist mir da auch egal. Ich sehe es bei meinen Eltern, wo das Haus wirklich essentieller Bestandteil zum Erlangen eines gehobenen Lebensstandards war und welche jetzt ein Haus von 600-700k Wert abgezahlt haben, für welches sie nie mehr als die Kaltmiete von der deutlich kleineren Wohnung davor gezahlt haben. In quasi exakt gleicher Lage. Dadurch, dass sie bisher nie mehr als die Kaltmiete der Wohnung vorher gezahlt haben und weil sie es mittlerweile abgezahlt haben, ist es rechnerisch gar nicht möglich, dass sie ohne das Haus finanziell besser da stehen könnten. Ohne das Haus hätten Sie 600-700k weniger Nettovermögen. Und nicht zu vergessen, die Wohnung wäre ja auch noch gestiegen in der Miete.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 20.09.2017:

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

Jep, und in 3-5 Jahren könnte eine neue Heizung, neue Böden, ein neues Dach usw. kommen. Denk doch bitte einmal kurz einen Moment weiter. Dann wird Dir hoffentlich klar, dass in den ersten Jahren nach dem Neubau geringe Instandhaltungskosten anfallen, in den späteren Jahren umso mehr. Generell kann die Rendite von Investitionsobjekten erst ex post bestimmt werden, somit erübrigt sich die Diskussion.

Des Weiteren: Ein Hauskauf/-bau ist und bleibt eine Konsumentscheidung und keine Investitionsentscheidung. Google hilft: Kaufen vs. Bauen

Ihr werdet genügend Argumente für und gegen den Hausbau finden! Es ist alles Ansichtssache. Insofern würde ich mir wünschen, dass wir uns wieder dem wirklichen Thema widmen.

Du schreibst aus deinem Theoriebuch ab, welches aus einem ganz bestimmten Grund so reißerisch und realitätsfremd geschrieben ist. Würde dort stehen, alles super wie bisher und weitermachen, würde es keiner kaufen.

Neue Heizung könnte irgendwann in den nächsten 10-15 Jahren mal passieren, aber das sind etwa 3.000 EUR für eine Gastherme. Böden sind eine Konsumentscheidung. Von der Qualität her sind die noch super, aber ich brauche die hier eh nicht aufführen. Ebenso wie Malerarbeiten. Das sind so oder so Sachen, welche der Bewohner wie auch der Mieter trägt. Das Dach kommt die nächsten 20 Jahren garantiert nicht. Da gibt es seit Ewigkeiten bei allen Markenprodukten mindestens 30 Jahren Garantie. Aber die echte Materialhaltbarkeit ist sowieso bei Beton wie auch Ton quasi ewig.

Das eigentliche Thema ist ja aber, meine Eltern könnten das Haus ja für ca. 600-700k verkaufen, bevor Gastherme oder irgendwas gemacht wurden. Und jede Investition jetzt, z.B. neues Dach, würde sich jetzt einfach 1-zu-1 im Hauswert wiederfinden.

Gerade, dass die ersten 15-20 Jahren fast keine und die nächsten 15-20 Jahre nur geringe Instandhaltungskosten anfallen ist das feine an einem Neubau. In der Zeit hat man alles locker abgezahlt, nebenbei mehrere 100k mindestens angespart und dann juckt einen die Reparatur auch nicht mehr oder man verkauft das Haus eh nach 30-40 Jahren vor den größeren Instandhaltungsmaßnahmen und baut einen barrierefreien Bungalow oder zieht in einem Wohnung.

Google ist mir da auch egal. Ich sehe es bei meinen Eltern, wo das Haus wirklich essentieller Bestandteil zum Erlangen eines gehobenen Lebensstandards war und welche jetzt ein Haus von 600-700k Wert abgezahlt haben, für welches sie nie mehr als die Kaltmiete von der deutlich kleineren Wohnung davor gezahlt haben. In quasi exakt gleicher Lage. Dadurch, dass sie bisher nie mehr als die Kaltmiete der Wohnung vorher gezahlt haben und weil sie es mittlerweile abgezahlt haben, ist es rechnerisch gar nicht möglich, dass sie ohne das Haus finanziell besser da stehen könnten. Ohne das Haus hätten Sie 600-700k weniger Nettovermögen. Und nicht zu vergessen, die Wohnung wäre ja auch noch gestiegen in der Miete.

Deine Eltern sind toll. Wir haben es verstanden. Back to topic please!

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 19.09.2017:

Jetzt mal wieder zurück zum eigentlichen Thread aber mit Bezug auf die aktuellen Immopreise.

Mich würde mal das "Reichen 5,5k netto aus" auf ein exemplarisches Beispiel ummünzen.

Gehalt: 5,5k netto (2 Kinder)
EK: 50k
monatlich mögliche Sparrate: 2,5k

Wunsch: Kauf eines Hauses im Speckgürtel von MUC. DHH mit etwas Garten -> 800k (ohne Nebenkosten).

Könnte mir mal jmd. mit den o.g. Angaben einen realistischen Finanzierungsplan aufzeigen?!

Danke an die Experten

Wo sind jetzt die Experten, wenn man sie mal braucht?

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wir können gerne wieder zurück zum Thema. Es ist nur wichtig, dass man versteht, dass irgendwelche Prozentsätze Instandhaltung totaler Mist sind und gerade bei einem Neubau erst mal mindestens 10, aber eher 15 bis 20 Jahre gar nichts anfällt. Das ist etwas ganz anderes bei einem Altbau mit Holzfenstern, 100 Jahre altem Dach, 100 Jahre altem Außenputz, tlw. sogar 100 Jahre alter Elektrik. Ja wirklich, es gibt noch Häuser die in Teilen aus Vorkriegselektrik bestehen und damit ist gemeint: vor dem ersten Weltkrieg.

Bei einem Neubau-Haus sind alle wesentlichen Teile von Gründung/Bodenplatte, Wände, Decken, Dach, Elektrik, Fußbodenheizung im Estrich, Estrich selbst usw. bezüglich der Haltbarkeit auf die Lebensdauer des Hauses selbst eingerichtet. Bäder werden heute renoviert, weil sie nicht mehr gefallen und nicht, weil sie nicht mehr funktionstüchtig wären. Dachsteine aus Beton oder Ton halten quasi ewig. Die heutigen Dachkonstruktionen sind wegen Vorschriften und Wärmesparverordnungen extrem dick und gleichzeitig extrem haltbar.

Was natürlich getauscht werden muss sind technische Geräte wie Heizung oder Lüftung. Aber die Kosten sind hier überschaubar, da der Hauptteil der Kosten in den Rohrnetzen und vor allem auch in der Planung liegt. Das Gerät an sich tauschen sind 10-20% der Kosten des gesamten Gewerks und fällt im Schnitt alle 20 Jahre an.

Beim Putz muss man aufpassen, dass man eine langlebige Lösung wählt. So wie 100 Jahre alte Häuser heute mit dem ersten Putz stehen. Ebenso gibt es heute Bodenbeläge mit 25 oder 30 Jahren Garantie.

Am Ende, bis auf technische Geräte, macht man meinst nur das, was einem optisch z.B. nicht mehr gefällt. Bei einem 100 Jahre alten Altbau ist das natürlich komplett anders, vor allem weil früher bzw. auch noch vor 30 Jahren komplett andere Qualitäten verbaut wurden.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Wenn man eine Immobilie hat, sollte man versuchen, die auch in Schuss zu halten. Meine 2 Zimmer Wohnung ist jetzt 17 Jahre alt. Sie ist funktionsfähig, aber abgewohnt. Das Bad ist nicht mehr zeitgemäß. Ebenso die Küche. Die Bodenbeläge. Die Rolläden. Die Wohnungseingangstüre. Die Tapeten. Insgesamt wird das ca. 35k kosten. Das eigentliche Gemeinschaftseigentum wird durch die Verwaltung in Stand gehalten. Dafür waren in den letzten Jahren auch Sonderumlagen fällig. Wenn ich die 35k jetzt investiere, bin ich am Ende immer noch weit vom heutigen Neubaustandard entfernt!

WiWi Gast schrieb am 20.09.2017:

Wir können gerne wieder zurück zum Thema. Es ist nur wichtig, dass man versteht, dass irgendwelche Prozentsätze Instandhaltung totaler Mist sind und gerade bei einem Neubau erst mal mindestens 10, aber eher 15 bis 20 Jahre gar nichts anfällt. Das ist etwas ganz anderes bei einem Altbau mit Holzfenstern, 100 Jahre altem Dach, 100 Jahre altem Außenputz, tlw. sogar 100 Jahre alter Elektrik. Ja wirklich, es gibt noch Häuser die in Teilen aus Vorkriegselektrik bestehen und damit ist gemeint: vor dem ersten Weltkrieg.

Bei einem Neubau-Haus sind alle wesentlichen Teile von Gründung/Bodenplatte, Wände, Decken, Dach, Elektrik, Fußbodenheizung im Estrich, Estrich selbst usw. bezüglich der Haltbarkeit auf die Lebensdauer des Hauses selbst eingerichtet. Bäder werden heute renoviert, weil sie nicht mehr gefallen und nicht, weil sie nicht mehr funktionstüchtig wären. Dachsteine aus Beton oder Ton halten quasi ewig. Die heutigen Dachkonstruktionen sind wegen Vorschriften und Wärmesparverordnungen extrem dick und gleichzeitig extrem haltbar.

Was natürlich getauscht werden muss sind technische Geräte wie Heizung oder Lüftung. Aber die Kosten sind hier überschaubar, da der Hauptteil der Kosten in den Rohrnetzen und vor allem auch in der Planung liegt. Das Gerät an sich tauschen sind 10-20% der Kosten des gesamten Gewerks und fällt im Schnitt alle 20 Jahre an.

Beim Putz muss man aufpassen, dass man eine langlebige Lösung wählt. So wie 100 Jahre alte Häuser heute mit dem ersten Putz stehen. Ebenso gibt es heute Bodenbeläge mit 25 oder 30 Jahren Garantie.

Am Ende, bis auf technische Geräte, macht man meinst nur das, was einem optisch z.B. nicht mehr gefällt. Bei einem 100 Jahre alten Altbau ist das natürlich komplett anders, vor allem weil früher bzw. auch noch vor 30 Jahren komplett andere Qualitäten verbaut wurden.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Jetzt bitte keine Gegenargumente liefern. Deine Eltern sind toll, sie haben es geschafft ein Haus zu bauen, in welches nur max. 100€ in den letzten 20 Jahren investiert werden mussten. Andere Eltern sind nicht so toll, die müssen dann eben „etwas“ mehr investieren.

Aber: Bitte, bitte back to topic!

WiWi Gast schrieb am 21.09.2017:

Wenn man eine Immobilie hat, sollte man versuchen, die auch in Schuss zu halten. Meine 2 Zimmer Wohnung ist jetzt 17 Jahre alt. Sie ist funktionsfähig, aber abgewohnt. Das Bad ist nicht mehr zeitgemäß. Ebenso die Küche. Die Bodenbeläge. Die Rolläden. Die Wohnungseingangstüre. Die Tapeten. Insgesamt wird das ca. 35k kosten. Das eigentliche Gemeinschaftseigentum wird durch die Verwaltung in Stand gehalten. Dafür waren in den letzten Jahren auch Sonderumlagen fällig. Wenn ich die 35k jetzt investiere, bin ich am Ende immer noch weit vom heutigen Neubaustandard entfernt!

WiWi Gast schrieb am 20.09.2017:

Wir können gerne wieder zurück zum Thema. Es ist nur wichtig, dass man versteht, dass irgendwelche Prozentsätze Instandhaltung totaler Mist sind und gerade bei einem Neubau erst mal mindestens 10, aber eher 15 bis 20 Jahre gar nichts anfällt. Das ist etwas ganz anderes bei einem Altbau mit Holzfenstern, 100 Jahre altem Dach, 100 Jahre altem Außenputz, tlw. sogar 100 Jahre alter Elektrik. Ja wirklich, es gibt noch Häuser die in Teilen aus Vorkriegselektrik bestehen und damit ist gemeint: vor dem ersten Weltkrieg.

Bei einem Neubau-Haus sind alle wesentlichen Teile von Gründung/Bodenplatte, Wände, Decken, Dach, Elektrik, Fußbodenheizung im Estrich, Estrich selbst usw. bezüglich der Haltbarkeit auf die Lebensdauer des Hauses selbst eingerichtet. Bäder werden heute renoviert, weil sie nicht mehr gefallen und nicht, weil sie nicht mehr funktionstüchtig wären. Dachsteine aus Beton oder Ton halten quasi ewig. Die heutigen Dachkonstruktionen sind wegen Vorschriften und Wärmesparverordnungen extrem dick und gleichzeitig extrem haltbar.

Was natürlich getauscht werden muss sind technische Geräte wie Heizung oder Lüftung. Aber die Kosten sind hier überschaubar, da der Hauptteil der Kosten in den Rohrnetzen und vor allem auch in der Planung liegt. Das Gerät an sich tauschen sind 10-20% der Kosten des gesamten Gewerks und fällt im Schnitt alle 20 Jahre an.

Beim Putz muss man aufpassen, dass man eine langlebige Lösung wählt. So wie 100 Jahre alte Häuser heute mit dem ersten Putz stehen. Ebenso gibt es heute Bodenbeläge mit 25 oder 30 Jahren Garantie.

Am Ende, bis auf technische Geräte, macht man meinst nur das, was einem optisch z.B. nicht mehr gefällt. Bei einem 100 Jahre alten Altbau ist das natürlich komplett anders, vor allem weil früher bzw. auch noch vor 30 Jahren komplett andere Qualitäten verbaut wurden.

antworten
WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Ein nicht mehr zeitgemäßes Bad ist aber nicht abgewohnt sondern gefällt einfach nur nicht mehr. Das gleiche gilt für die Küche.
Küche, Bodenbeläge und Tapete wären zudem auch von einem Mieter selbst zu tragen.
Warum man 17 Jahre alte Rollläden austauschen muss erschließt sich mir auch nicht - meines Wissens nach wurde bei den Rollläden in dem von mir bewohnten Haus in den letzten 20 Jahren höchstens Einzelteile getauscht, weil durch Sturm oder unsachgemäße Behandlung etwas kaputt gegangen ist.

Ich will hier nicht dem Schreiber zustimmen, der meint, man müsse in den ersten 20 Jahren nichts investieren. Aber bei einer kleinen 2 Zimmer Wohnung jährlich mehr als 1000EUR für Instandhaltung zu veranschlagen erscheint mir ebenfalls unrealistisch.

zum Topic:
Wir haben zu zweit (keine Kinder, Haustiere oder sonst was) ein Haushaltsnetto von knapp 5000EUR, wohnen im "Speckgürtel" von Frankfurt. Uns geht es aktuell sehr gut. Jedes Jahr ist Urlaub drin und dank noch verträglicher Miete wird auch monatlich ordentlich was gespart. Trotz (günstigem) Auto. Wenn ich mir aber vorstelle, vom gleichen Gehalt auch noch zwei Kinder finanzieren zu müssen und gleichzeitig auch noch mehr Ausgaben für Miete / Eigentum zu haben, da es sonst räumlich eng wird..ja dann sieht es alles nicht mehr so toll aus.
Man kann dann sicher noch gut leben - aber dann vielleicht nicht mehr jedes Jahr in Urlaub fliegen und regelmäßig auswärts essen gehen. Was ich persönlich auch nicht schlimm finde. Mit Kindern ist ein Urlaub irgendwo in Deutschland oder Osteuropa ohnehin besser vorstellbar als eine Rucksackreise durch Südamerika. Und zu Hause kochen und Freunde einladen klingt besser als mit gelangweilten Kindern im Restaurant zu sitzen.

WiWi Gast schrieb am 21.09.2017:

Wenn man eine Immobilie hat, sollte man versuchen, die auch in Schuss zu halten. Meine 2 Zimmer Wohnung ist jetzt 17 Jahre alt. Sie ist funktionsfähig, aber abgewohnt. Das Bad ist nicht mehr zeitgemäß. Ebenso die Küche. Die Bodenbeläge. Die Rolläden. Die Wohnungseingangstüre. Die Tapeten. Insgesamt wird das ca. 35k kosten. Das eigentliche Gemeinschaftseigentum wird durch die Verwaltung in Stand gehalten. Dafür waren in den letzten Jahren auch Sonderumlagen fällig. Wenn ich die 35k jetzt investiere, bin ich am Ende immer noch weit vom heutigen Neubaustandard entfernt!

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Das Thema "Instandhaltung" ist definitiv nicht zu unterschätzen.
Bei einem Neubau ist es natürlich anfangs niedriger. Allerdings kommen nach 10-15 Jahren dann schonmal Putz- und Malerarbeiten daher. Und wenn es sich um die Außenfassade handelt, ist man da schonmal schnell bei 15k.
Und bzgl. Küche/Badrenovierung. Natürlich muss das nicht alles nach ein paar Jahren sein. Aber die Geschmäcker/Vorstellungen ändern sich eben in 10-15 Jahren.
Auch wenn das Objekt immer gut in Schuss gehalten wurde, ist es ziemlich wahrscheinlich, sofern man es im Alter doch irgendwann verkaufen möchte, nochmal ordentlich zu investieren.
Ich wohne in einem 70er Jahre REH, welches auch immer (vermeintlich) gut in Schuss gehalten wurde. Dennoch mussten wir nach 35 Jahren eine komplette Kernsanierung vornehmen (Böden, Küche, Bad, Grundrissänderung, Dachausbau). Da biste schnell im 6-stelligen Bereich.
Ein selbstgenutztes Haus/Whg ist imho kein Investment. Wer weiß schon, was in ca. 25-30 Jahren noch so alles passiert.

BTW mich würde auch mal die Frage vom Poster vom 19.09. bzgl. Finanzierung interessieren. Mir scheint, als würden hierfür die 5,5k recht eng werden.

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Küche und Bad sind abgewohnt! Fußbodenbeläge müsste ein Mieter nicht erneuern, es sei denn, er hätte sie mutwillig zerstört. Ansonsten gehören die zur Mietsache und wären vom Vermieter zu bezahlen. Die Rollläden sind aus Kunststoff. Das Material leidet teilweise auch durch die UV-Strahlung. Wird etwas brüchig. Der eigentliche Grund ist aber der Einbau von Walzenmotoren. Der Einbruchsschutz war vor 17 Jahren nicht so wichtig wie heute. Deshalb auch die neue Eingangstüre. u.s.w.

WiWi Gast schrieb am 21.09.2017:

Ein nicht mehr zeitgemäßes Bad ist aber nicht abgewohnt sondern gefällt einfach nur nicht mehr. Das gleiche gilt für die Küche.
Küche, Bodenbeläge und Tapete wären zudem auch von einem Mieter selbst zu tragen.
Warum man 17 Jahre alte Rollläden austauschen muss erschließt sich mir auch nicht - meines Wissens nach wurde bei den Rollläden in dem von mir bewohnten Haus in den letzten 20 Jahren höchstens Einzelteile getauscht, weil durch Sturm oder unsachgemäße Behandlung etwas kaputt gegangen ist.

Ich will hier nicht dem Schreiber zustimmen, der meint, man müsse in den ersten 20 Jahren nichts investieren. Aber bei einer kleinen 2 Zimmer Wohnung jährlich mehr als 1000EUR für Instandhaltung zu veranschlagen erscheint mir ebenfalls unrealistisch.

zum Topic:
Wir haben zu zweit (keine Kinder, Haustiere oder sonst was) ein Haushaltsnetto von knapp 5000EUR, wohnen im "Speckgürtel" von Frankfurt. Uns geht es aktuell sehr gut. Jedes Jahr ist Urlaub drin und dank noch verträglicher Miete wird auch monatlich ordentlich was gespart. Trotz (günstigem) Auto. Wenn ich mir aber vorstelle, vom gleichen Gehalt auch noch zwei Kinder finanzieren zu müssen und gleichzeitig auch noch mehr Ausgaben für Miete / Eigentum zu haben, da es sonst räumlich eng wird..ja dann sieht es alles nicht mehr so toll aus.
Man kann dann sicher noch gut leben - aber dann vielleicht nicht mehr jedes Jahr in Urlaub fliegen und regelmäßig auswärts essen gehen. Was ich persönlich auch nicht schlimm finde. Mit Kindern ist ein Urlaub irgendwo in Deutschland oder Osteuropa ohnehin besser vorstellbar als eine Rucksackreise durch Südamerika. Und zu Hause kochen und Freunde einladen klingt besser als mit gelangweilten Kindern im Restaurant zu sitzen.

WiWi Gast schrieb am 21.09.2017:

Wenn man eine Immobilie hat, sollte man versuchen, die auch in Schuss zu halten. Meine 2 Zimmer Wohnung ist jetzt 17 Jahre alt. Sie ist funktionsfähig, aber abgewohnt. Das Bad ist nicht mehr zeitgemäß. Ebenso die Küche. Die Bodenbeläge. Die Rolläden. Die Wohnungseingangstüre. Die Tapeten. Insgesamt wird das ca. 35k kosten. Das eigentliche Gemeinschaftseigentum wird durch die Verwaltung in Stand gehalten. Dafür waren in den letzten Jahren auch Sonderumlagen fällig. Wenn ich die 35k jetzt investiere, bin ich am Ende immer noch weit vom heutigen Neubaustandard entfernt!

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Putz musst du schon nach 10-15 Jahren erneuern, wenn du am Anfang Mist verbaut hast. Ordentlicher Putz (außen) und qualitativ hochwertige Farbe (außen und innen) halten locker 20-25 Jahre. Da ist aber schlicht eine ganz andere Qualität als in Wohnungen, wo alle 5-10 Jahre der Mieter wechselt und neu gestrichen wird, tlw. vom Mieter selbst mit Baumarktfarbe.

Rollläden gibt es in verschiedenen Qualitäten. Ich empfehle Aluminium.

Das Bad bei meinen Eltern ist auf jeden Fall noch top. Aber es wurde damals auch wertige Markenkeramik verbaut.

Die Küche ist auch noch top, würde mir jetzt z.B. aber gar nicht zusagen. Aber über Möbel müssen wir ja auch nicht reden, was haben die Möbel mit dem Haus an sich zu tun.

Wo wir gerade dabei sind, ich kenne es durchaus auch, dass der Mieter selbst den Bodenbelag einbringt. War bei Freunden von uns so. Die haben natürlich billiges Laminat genommen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man in guter Lage baut und in wertiger Qualität. Dazu kann sich ja jeder belesen. Es gibt Werte, die sind quasi unverwüstlich wie Grundstück, Erschließung, Rohbau (40% der Baukosten), Dach und bei allen anderen Sachen gibt es hochwertige und weniger hochwertige Alternativen. Es gibt Außenputze die locker 30 Jahre und mit Glück auch 100 Jahre halten und es gibt Fassaden, welche nach fünf Jahren grün sind. Es gibt Innenfarbe aus dem Baumarkt, welche auf fünf Jahre angelegt ist oder Profi-Farbe mit ganz anderen Bindemitteln, welche 25 Jahre überdauert und deutlich wohngesünder ist. Die Elektroinstallation lebt so lange, wie diese zeitgemäß ist. Aber nicht am Cent-Material sparen, sondern ordentlich dimensionieren. Heizkörper müssen getauscht werden, eine ordentlich gemachte Warmwasser-Fußbodenheizung nicht. Dieses Prinzip zieht sich durch alle Gewerke. Die hochwertigen Produkte sind meist nur 10-20% teurer, werden aber im Wohnungsbau eigentlich nie verbaut, sondern nur bei Bauherren, welche Ahnung haben. Im Wohnungsbau geht es ansonsten nur gnadenlos um den Preis und den Profit. Als privater Bauherr mit Ahnung kann man die deutlich wertigeren Produkte beauftragen und hat Ruhe. Muss nicht nach 17 Jahren spröde Kunststoffrollläden tauschen...

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

WiWi Gast schrieb am 23.09.2017:

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich erstaunlich

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/miete-freizeit-sparen-so-viel-muesst-ihr-verdienen-um-in-deutschlands-24-groessten-staedten-leben-zu-koennen_H332091611_477929/

Ich habe es nur kurz überflogen, aber steht dort, dass man mit 24k brutto in Leipzig z.B. einen ähnlichen Lebensstandard hat wie mit 54k in München? Und das bei einer eher kleinen Wohnungsgröße von 60 qm?

Mir ist ja klar, dass es Unterschiede gibt, aber so krass? Ich wusste schon, warum ich damals ein Jobangebot aus München ausgeschlagen habe (100 EUR brutto mehr im Monat gab es dort).

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

60 qm sind auch für einen Single nicht wirklich viel. Klar, ein Hartzer bekommt nur maximal 50 qm. Und dann noch kein Auto und nur eine Woche Urlaub im Jahr. Das ist ganz sicher ein Lebensstandard, den auch die meisten Handwerker für sich nicht akzeptieren würden!

WiWi Gast schrieb am 23.09.2017:

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich erstaunlich

finanzen100.de/finanznachrichten

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Dazu hier noch das aktuelle Städteranking bezüglich Zukunftsfähigkeit der 30 größten Städte:

http://m.focus.de/immobilien/mieten/staedte-ranking-in-diesen-staedten-lebt-deutschlands-zukunft_id_7595323.html

Wenn man jetzt noch den Quotient aus Zukunftsfähigkeit und Lebenshaltungskosten bildet...

WiWi Gast schrieb am 23.09.2017:

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich erstaunlich

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/miete-freizeit-sparen-so-viel-muesst-ihr-verdienen-um-in-deutschlands-24-groessten-staedten-leben-zu-koennen_H332091611_477929/

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Als H4ler kann man auch ein Auto haben.

WiWi Gast schrieb am 24.09.2017:

60 qm sind auch für einen Single nicht wirklich viel. Klar, ein Hartzer bekommt nur maximal 50 qm. Und dann noch kein Auto und nur eine Woche Urlaub im Jahr. Das ist ganz sicher ein Lebensstandard, den auch die meisten Handwerker für sich nicht akzeptieren würden!

WiWi Gast schrieb am 23.09.2017:

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich erstaunlich

finanzen100.de/finanznachrichten

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WiWi Gast

Re: Reichen 5.500? netto dauerhaft für Familie mit 2 Kindern

Nein, offiziell nicht. Auch Sozialhilfe-Empfänger durften früher schon kein Auto haben.

Natürlich haben manche H4er auch Autos, aber die gehören offiziell den Eltern oder guten Freunden :)

WiWi Gast schrieb am 24.09.2017:

Als H4ler kann man auch ein Auto haben.

WiWi Gast schrieb am 24.09.2017:

60 qm sind auch für einen Single nicht wirklich viel. Klar, ein Hartzer bekommt nur maximal 50 qm. Und dann noch kein Auto und nur eine Woche Urlaub im Jahr. Das ist ganz sicher ein Lebensstandard, den auch die meisten Handwerker für sich nicht akzeptieren würden!

WiWi Gast schrieb am 23.09.2017:

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich erstaunlich

finanzen100.de/finanznachrichten

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