DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
WLB: Gesundheit & GlückLebenszufriedenheit

Relativer sozialer Status beeinträchtigt Gesundheit und Lebenszufriedenheit

Menschen neigen dazu, sich mit ihrem sozialen Umfeld zu vergleichen. Gelingt es ihnen nicht, einen ähnlichen Lebensstandard wie ihre Nachbarn, Freunde oder Kollegen aufrecht zu erhalten, so führt dies zu deutlichen Einbußen im subjektiven Wohlbefinden. Den weltweiten Forschungsstand zu diesem Thema fasst IZA-Fellow Xi Chen von der Yale University in einem aktuellen Beitrag für IZA World of Labor zusammen.

Relativer sozialer Status beeinträchtigt Gesundheit und Lebenszufriedenheit
Bonn, 26.04.2015 (iza) - Menschen neigen dazu, sich mit ihrem sozialen Umfeld zu vergleichen. Gelingt es ihnen nicht, einen ähnlichen Lebensstandard wie ihre Nachbarn, Freunde oder Kollegen aufrecht zu erhalten, so führt dies zu deutlichen Einbußen im subjektiven Wohlbefinden. Den weltweiten Forschungsstand zu diesem Thema fasst IZA-Fellow Xi Chen von der Yale University in einem aktuellen Beitrag für IZA World of Labor zusammen.

Demnach ist der Vergleich mit dem sozialen Umfeld besonders ausgeprägt in Gesellschaften mit hoher sozialer und ökonomischer Ungleichheit und starren sozialen Hierarchien. So erklärt sich, warum sich die weltweiten Erfolge bei der Bekämpfung der absoluten Armut kaum auf das subjektive Wohlbefinden niedergeschlagen haben – und warum in einem objektiv reichen Land wie Deutschland breite Teile der Bevölkerung mit ihrem Lebensstandard unzufrieden sind.

Das Gefühl der relativen Benachteiligung wirkt sich dabei nicht nur auf das subjektive Wohlbefinden, sondern auch auf objektiv messbare Indikatoren wie Gesundheit, Ausbildung oder Haushaltseinkommen aus. Erschwerend kommt hinzu, so Chen, dass benachteiligte Haushalte dazu tendieren, ihr Geld in Statussymbole statt in eine gesunde Lebensweise oder die eigene Bildung und die ihrer Kinder zu investieren. Hier könne die Politik ansetzen, indem sie durch Luxussteuern und andere Anreizmechanismen auf Verhaltensänderungen hinwirke.

Eine gezielte Förderung sozial benachteiligter Gruppen, etwa durch finanzielle oder psychologische Unterstützung, birgt hingegen die Gefahr der Stigmatisierung, die den gefühlten Statusnachteil noch vergrößern kann.

Vor allem müsse sich die Politik mehr dem Abbau der Ungleichheit widmen, statt sich auf die Generierung von absolutem Wachstum zu konzentrieren, rät Chen. Als Ergänzung zur definierten Armutsgrenze schlägt er einen Indikator für relative Armut vor, der als Grundlage für ein rechtzeitiges Gegensteuern der Politik dienen könnte. Bei Umverteilungsmaßnahmen, die der sozialen Gerechtigkeit dienen sollen, müsse allerdings auf eine flächendeckende Umsetzung geachtet werden, um nicht zusätzlich „relative Deprivation“ auf regionaler Ebene zu schaffen.

Download [PDF, 10 Seiten - 975 KB]
Relative deprivation and individual well-being

 

Im Forum zu Lebenszufriedenheit

18 Kommentare

Abnehmender Grenznutzen ab einer bestimmten Höhe

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018: Das ist alles verarsche. Geld ist ALLES in unserem System. Jemand in meiner Familie ist superreich. Diesen Lifestyle können sich die meisten Menschen nicht vo ...

12 Kommentare

Karriere vs Social Life

WiWi Gast

Malediven? Total langweilig dort. Kleinstinseln wo du nur im Meer baden kannst. Bin gerade in Bangkok und genieße den Sonnenuntergang vom Rooftop Pool. 5 Sterne natürlich. WiWi Gast schrieb ...

51 Kommentare

Glücklich als Nicht-Millionär?

WiWi Gast

Nur dass der Bandarbeiter ne 35h Woche hat und der Controller manchmal nicht. Und der Controller bekommt die 80k brutto und muss voll versteuern. Das ach so hart arbeitende Bandklopper bekommt die 80k ...

20 Kommentare

Finde den Job, der dich glücklich macht

WiWi Gast

Restauranttester ;-)

11 Kommentare

Wer ist hier glücklich in seinem Beruf?

WiWi Gast

Klar kriegt man nicht immer, was man will, aber es soll ja trotzdem Leute geben, die glücklich sind mit dem was sie machen. By the way: man kann auch als Blumenverkäufer oder Kellner glücklich sein. D ...

49 Kommentare

Geringes Gehalt ist ein kleiner Preis für Glück?

WiWi Gast

@Dax: thumbs up!

38 Kommentare

Seid ihr Glücklich in eurem Job?

WiWi Gast

Aus welchen Jahrhundert kommst du denn? Nachsitzen zählt zu den Strafen und Strafen wurden in der Schule bereits vor Längerem abgeschafft. Heute gibt es eine 6 und notfalls nen Tadel, aber keiner würd ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Lebenszufriedenheit

Weiteres zum Thema WLB: Gesundheit & Glück

Telefon-Seelsorge Telefon-Beratung Chat-Mail-Beratung

Surf-Tipp: TelefonSeelsorge.de - Telefon-Beratung, Mail- und Chat-Beratung

Die TelefonSeelsorge ist ein kostenfreies Beratungsangebot und Seelsorgeangebot der Kirche. Über ihre Telefon-Hotline ist die TelefonSeelsorge rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 für ein anonymes und vertrauliches Gespräch erreichbar. Unter TelefonSeelsorge.de wird im Internet zudem eine Online-Beratung per Mail und per Chat-Beratung angeboten.

Beliebtes zum Thema Life

Gillette Uni-Liga Fußball 2018: Gruppenbild mit Thomas Müller.

Endlich wieder kicken: Die Gillette Uni-Liga beginnt

Das Sommersemester beginnt an vielen Unis. Das bedeutet für zahlreiche Studierende in Deutschland nicht nur, von Vorlesung zur Vorlesung zu eilen und sich auf Prüfungen vorzubereiten. Endlich beginnt auch wieder die Uni-Liga. An 22 Standorten in ganz Deutschland wird dieses Jahr wieder in der größten studentischen Fußballliga Deutschlands gekickt, was das Zeug hält.

Ein kleiner Junge rennt bei Sonnenuntergang mit seinem Vater am Strand endlang.

9 Urlaubs-Tipps für gestresste Manager

Der Sommerurlaub steht vor der Tür. Neben den Weihnachtstagen vielleicht die einzige Zeit im Jahr, in der Unternehmer, Manager und Selbständige wirklich einmal richtig ausspannen können. Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direktor der renommierten Max-Grundig Klinik, gibt Ratschläge, wie die freie Zeit am besten für die Gesundheit zu nutzen ist.

Eine Häuserreihe von mehrstöckigen Häusern mit renovierten Fronten und Balkonen.

Statistik: Studentenwohnpreisindex 2016 - Studenten-Wohnungen werden teurer

Studenten-Wohnungen werden für die rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland immer teurer. Vor allem in den Universitätsstädten sind die Mieten seit 2010 zum Teil um mehr als ein Drittel gestiegen. Hier konkurrieren die Studenten immer öfter mit jungen Berufstätigen und Rentnern um bezahlbaren Wohnraum. In München sind die Mieten für eine Studentenwohnung mit 615 Euro am höchsten, stärker gestiegen jedoch in Osnabrück. Das zeigt der neue IW-Studentenwohnpreisindex 2016.