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Gehaltserhöhung & KarriereGehaltserhöhung

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Hallo und schonmal voraab vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Ich habe die Woche mit meinem Chef ueber eine Gehaltserhoehung gesprochen. Im Moment verdiene ich 55k im Jahr. Ich hab ihm gesagt, dass ich anderes Angebot ueber 75k vorliegen habe(das Angebot ist noch nicht 100% fix - ich habe also etwas geblufft). Mein Chef hat aber sofort ja gesagt, als ich nach einer Erhoehung auf diese Summe gefragt habe und meinte ich haette es verdient - wir haben ein sehr gutes Verhaeltniss.

Ich habe jetzt aber Angst, dass die Personalabteilung bei 36% versucht das irgendwie zu druecken oder zu blockieren. Ich arbeite bei einer Tochterfirma von Daimler im Ausland und mein Chef ist E3 Manager(Expat), hat also schon was zu melden.

Wie sollte ich reagieren, wenn mein Chef kommt und z.B. sagt "Die Personalabteilung hat nur 25% erlaubt"?

Antworten wie 'sei froh mit 25%' helfen mir nicht weiter - ich haette schon gerne die volle Summe. Und 'erstmal abwarten' will ich auch nicht, da ich schon direkt richtig reagieren moechte, wenn es zu einer Diskussion kommt bei der ich Stellung beziehen muss.

Vielen Dank fuer Eure Hilfe.

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bwlnothx

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 08.09.2019:

Hallo und schonmal voraab vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Ich habe die Woche mit meinem Chef ueber eine Gehaltserhoehung gesprochen. Im Moment verdiene ich 55k im Jahr. Ich hab ihm gesagt, dass ich anderes Angebot ueber 75k vorliegen habe(das Angebot ist noch nicht 100% fix - ich habe also etwas geblufft). Mein Chef hat aber sofort ja gesagt, als ich nach einer Erhoehung auf diese Summe gefragt habe und meinte ich haette es verdient - wir haben ein sehr gutes Verhaeltniss.

Ich habe jetzt aber Angst, dass die Personalabteilung bei 36% versucht das irgendwie zu druecken oder zu blockieren. Ich arbeite bei einer Tochterfirma von Daimler im Ausland und mein Chef ist E3 Manager(Expat), hat also schon was zu melden.

Wie sollte ich reagieren, wenn mein Chef kommt und z.B. sagt "Die Personalabteilung hat nur 25% erlaubt"?

Antworten wie 'sei froh mit 25%' helfen mir nicht weiter - ich haette schon gerne die volle Summe. Und 'erstmal abwarten' will ich auch nicht, da ich schon direkt richtig reagieren moechte, wenn es zu einer Diskussion kommt bei der ich Stellung beziehen muss.

Vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Würde mich hier nicht auf das Wort deines Chefs verlassen. Ggf. weiß er sogar schon, dass die Forderung nicht umzusetzen sein wird und macht nur gute Miene zum bösen Spiel... Letztlich alles möglich.

Ich weiß aber auch nicht, was du hier hören möchtest. M.E. ist die Steigerung absolut unverhältnismäßig, aber vielleicht kann er das ja durchboxen. Und wenn es nicht klappt, wirst du einfach akzeptieren müssen, dass er nicht die Kompetenz dazu hat.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Solch eine Steigerung wird in jedem Konzern von den Systemen angefangen und Bedarf einer Genehmigung. Keine Ahnung ob dein Chef diese Rechte hat. Aber um auf deine Frage zurück zu kommen. Typischerweise gibt es Richtlinien, jede Abweichung dieser muss durch HR laufen.

Im übrigen bei einer solchen Gehaltssteigerung käme ich mir veralbert vor. Wie kommt es, dass deine Arbeitsleistung vorher nicht gewürdigt wurde?

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

bwlnothx schrieb am 08.09.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.09.2019:

Hallo und schonmal voraab vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Ich habe die Woche mit meinem Chef ueber eine Gehaltserhoehung gesprochen. Im Moment verdiene ich 55k im Jahr. Ich hab ihm gesagt, dass ich anderes Angebot ueber 75k vorliegen habe(das Angebot ist noch nicht 100% fix - ich habe also etwas geblufft). Mein Chef hat aber sofort ja gesagt, als ich nach einer Erhoehung auf diese Summe gefragt habe und meinte ich haette es verdient - wir haben ein sehr gutes Verhaeltniss.

Ich habe jetzt aber Angst, dass die Personalabteilung bei 36% versucht das irgendwie zu druecken oder zu blockieren. Ich arbeite bei einer Tochterfirma von Daimler im Ausland und mein Chef ist E3 Manager(Expat), hat also schon was zu melden.

Wie sollte ich reagieren, wenn mein Chef kommt und z.B. sagt "Die Personalabteilung hat nur 25% erlaubt"?

Antworten wie 'sei froh mit 25%' helfen mir nicht weiter - ich haette schon gerne die volle Summe. Und 'erstmal abwarten' will ich auch nicht, da ich schon direkt richtig reagieren moechte, wenn es zu einer Diskussion kommt bei der ich Stellung beziehen muss.

Vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Würde mich hier nicht auf das Wort deines Chefs verlassen. Ggf. weiß er sogar schon, dass die Forderung nicht umzusetzen sein wird und macht nur gute Miene zum bösen Spiel... Letztlich alles möglich.

Ich weiß aber auch nicht, was du hier hören möchtest. M.E. ist die Steigerung absolut unverhältnismäßig, aber vielleicht kann er das ja durchboxen. Und wenn es nicht klappt, wirst du einfach akzeptieren müssen, dass er nicht die Kompetenz dazu hat.

Sehr komische Ansicht um ehrlich zu sein. Ich muss eigentlich gar nichts einfach so akzeptieren, ich kann naemlich auch kuendigen oder mehr Druck machen. Und wie man ohne jeglichen Details etwas als gerechtfertigt oder ungerechtfertigt bewerten kann leuchtet mir auch nicht ein.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Wenn es angeblich nicht mehr Geld geben kann, sucht man andere Terms an denen geschraubt werden kann. Stunden, Urlaubstage, Altervorsorge, Beteiligungsprogramme, Entwicklungsmöglichkeiten, etc.
Wird man sich partout nicht einig, AG wechseln.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 08.09.2019:

Solch eine Steigerung wird in jedem Konzern von den Systemen angefangen und Bedarf einer Genehmigung. Keine Ahnung ob dein Chef diese Rechte hat. Aber um auf deine Frage zurück zu kommen. Typischerweise gibt es Richtlinien, jede Abweichung dieser muss durch HR laufen.

Im übrigen bei einer solchen Gehaltssteigerung käme ich mir veralbert vor. Wie kommt es, dass deine Arbeitsleistung vorher nicht gewürdigt wurde?

In erster Linie weil ich extrem schlecht verhandelt hab, als ich vor 10 Monaten angefangen habe. Zudem Zeitpunkt wollte ich unbedingt zu Daimler. In der Zwischenzeit hat sich aber auch sehr viel geaendert. Direkte Kollegen aus anderen Laendern haben gekuendigt und sind schwierig zu ersetzen. Ab Oktober uebernehme ich zusaetzlich zu meiner Vollzeit-Stelle die Schwangerschaftsvertretung von einer Kollegin in einem anderen Land. Das heisst, ich pendel jede Woche fuer 2 Tage zwischen 2 Laendern und hab die Aufgaben/Verantwortung aus 2 Vollzeitstellen. Dazu kommt, dass 75k fuer meine Stelle in meiner Region eher noch zur unteren Haelfte der Gehaltsspanne gehoert.

Es ist nicht das neue Gehalt, sondern eher mein Altes, dass mich gefühlt nach unten zieht. Der fuer mich zustaendige HR business partner ist im Urlaub und der Rest der HR Abteilung hat anscheinend laut meinem Manager nur gesagt, dass ich dafuer auf eine(oder zwei) neue Gehaltsstufe(n) befoerdert werden muss - was aber im Prinzip kein Problem ist.

Wenn der HR business partner sich quer stellt (obwohl ich mir ihm 'befreundet' bin), dann hab ich das Gefuehl, dass ich meine Verhandlungsposition irgendwie auch nutzen muss - nur in einem Rahmen, dass ich nicht als Erpresser dastehe oder mich wirklich unbeliebt mache.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Genau das ist die Gratwanderung, für die es kein Kochrezept gibt. Es kommt viel an die Situation und den Gegenüber zu lesen.

Ist noch Spielraum da? Bin ich so wichtig? Wie reagiert die Person auf aggressive Verhandlung? Manche mögen Selbstbewusstsein, manche nicht ...

Viel Erfolg. Und sieh es mal so: di bist bei dem AG wo du unbedingt hinwolltest und viele andere auch hinwollen.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Die Personalabteilung wird - gerade von Personalern - ziemlich überschätzt.
Sie ist nicht der entscheidende Faktor. Wenn dein Chef Budget hat und dich befördern will, dann kann er das erstmal auch. Die Personaler arbeiten nur zu.
Aber bei dem Sprung wird er ziemlich sicher (Daimler kenne ich ein wenig) noch Genehmigungen einholen müssen. Wenn er gut mit seinem Chef kann, ist schon der größte Teil geschafft.

Was jetzt nicht aus deiner Schilderung herauskommt: Hast du einen deutschen Vertrag und einen zuständigen Betriebsrat? Tatsächlich hat der Betriebsrat unter Umständen ein Mitbestimmungsrecht bei Beförderungen und kann diese Verweigern.
Fälle von Verzögerung (nicht Daimler-spezifisch) habe ich schon ein paar Mal gehört, weil der Betriebsrat vermutet hat, dass hier Vitamin B das einzige Kriterium war und andere besser geeignet gewesen wären und in einem Fall bei meinem alten AG hat der Betriebsrat pauschal jede Einstellung und Beförderung verweigert, weil er in Verhandlungen über einen Stellenabbau in einem Unternehmensteil Druck machen wollte - mit Erfolg.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Bei uns (Ami-Konzern mit deutscher Gesellschaft und Betriebsrat) muss der Betriebsrat jede Gehaltserhöhung absegnen, egal ob 3 oder 30%. Das OK von HR muss auch vorliegen, wobei hier tatsächlich eher das gesamte Personal-Budget des GM's ausschlaggebend ist und HR bei "normaler" Verteilung auf die Mitarbeiter auch nicht eingreift. Theoretisch kann er X EUR zusätzliche Mittel, die für Gehaltserhöhungen ausgeben. Praktisch geht das allerdings nicht, da dann HR und BR auf der Matte stehen.

Einen Rat für den TE habe ich allerdings nicht. Du hast ja recht deutlich geschrieben, dass Du die volle Summe erwartest und nicht weniger akzeptierst bzw. auch nicht abwarten willst. Daher gibt es ja nur alles oder nichts.

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Die Personalabteilung wird - gerade von Personalern - ziemlich überschätzt.
Sie ist nicht der entscheidende Faktor. Wenn dein Chef Budget hat und dich befördern will, dann kann er das erstmal auch. Die Personaler arbeiten nur zu.
Aber bei dem Sprung wird er ziemlich sicher (Daimler kenne ich ein wenig) noch Genehmigungen einholen müssen. Wenn er gut mit seinem Chef kann, ist schon der größte Teil geschafft.

Was jetzt nicht aus deiner Schilderung herauskommt: Hast du einen deutschen Vertrag und einen zuständigen Betriebsrat? Tatsächlich hat der Betriebsrat unter Umständen ein Mitbestimmungsrecht bei Beförderungen und kann diese Verweigern.
Fälle von Verzögerung (nicht Daimler-spezifisch) habe ich schon ein paar Mal gehört, weil der Betriebsrat vermutet hat, dass hier Vitamin B das einzige Kriterium war und andere besser geeignet gewesen wären und in einem Fall bei meinem alten AG hat der Betriebsrat pauschal jede Einstellung und Beförderung verweigert, weil er in Verhandlungen über einen Stellenabbau in einem Unternehmensteil Druck machen wollte - mit Erfolg.

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bwlnothx

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 08.09.2019:

bwlnothx schrieb am 08.09.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.09.2019:

Hallo und schonmal voraab vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Ich habe die Woche mit meinem Chef ueber eine Gehaltserhoehung gesprochen. Im Moment verdiene ich 55k im Jahr. Ich hab ihm gesagt, dass ich anderes Angebot ueber 75k vorliegen habe(das Angebot ist noch nicht 100% fix - ich habe also etwas geblufft). Mein Chef hat aber sofort ja gesagt, als ich nach einer Erhoehung auf diese Summe gefragt habe und meinte ich haette es verdient - wir haben ein sehr gutes Verhaeltniss.

Ich habe jetzt aber Angst, dass die Personalabteilung bei 36% versucht das irgendwie zu druecken oder zu blockieren. Ich arbeite bei einer Tochterfirma von Daimler im Ausland und mein Chef ist E3 Manager(Expat), hat also schon was zu melden.

Wie sollte ich reagieren, wenn mein Chef kommt und z.B. sagt "Die Personalabteilung hat nur 25% erlaubt"?

Antworten wie 'sei froh mit 25%' helfen mir nicht weiter - ich haette schon gerne die volle Summe. Und 'erstmal abwarten' will ich auch nicht, da ich schon direkt richtig reagieren moechte, wenn es zu einer Diskussion kommt bei der ich Stellung beziehen muss.

Vielen Dank fuer Eure Hilfe.

Würde mich hier nicht auf das Wort deines Chefs verlassen. Ggf. weiß er sogar schon, dass die Forderung nicht umzusetzen sein wird und macht nur gute Miene zum bösen Spiel... Letztlich alles möglich.

Ich weiß aber auch nicht, was du hier hören möchtest. M.E. ist die Steigerung absolut unverhältnismäßig, aber vielleicht kann er das ja durchboxen. Und wenn es nicht klappt, wirst du einfach akzeptieren müssen, dass er nicht die Kompetenz dazu hat.

Sehr komische Ansicht um ehrlich zu sein. Ich muss eigentlich gar nichts einfach so akzeptieren, ich kann naemlich auch kuendigen oder mehr Druck machen. Und wie man ohne jeglichen Details etwas als gerechtfertigt oder ungerechtfertigt bewerten kann leuchtet mir auch nicht ein.

Habe auch nicht geschrieben, dass ich die Forderung für nicht gerechtfertigt halte sondern für unverhältnismäßig. Und das liegt ganz einfach an deinem eigens verhandelten Gehalt, mit dem du dort eingestiegen bist. Du hast vor nicht einmal einem Jahr signalisiert, dass du bereit bist, zu dem Gehalt dort zu arbeiten und nun willst du aggressiv eine solche Erhöhung fordern? Das kann zu einem massiven Verlust deiner Glaubwürdigkeit führen.

Mein Tipp: Gib dem Unternehmen Zeit, das Gehalt nach oben anzupassen. Signalisiere, dass zukünftig Anpassungen kommen müssen, da sich dein Verantwortungsbereich vergrößert hat und das auch honoriert werden muss - insbesondere bei dem "niedrigen" Einstieg. Vielleicht kann man dir auch eine stufenweise Anhebung in den nächsten 2-3 Jahren in Aussicht stellen. Es wäre wirklich unklug, das Arbeitsverhältnis nach 10 Monaten wegen einer solchen Forderung scheitern zu lassen.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Ich bin jetzt seit 10 Jahren in zwei verschiedenen DAX-Konzernen unterwegs und habe noch nie erlebt, dass ein Mitarbeiter ohne Beförderung fast 40% mehr Gehalt bekommen hätte. Und das nach nur 10 Monaten. Ich halte das für eine übliche Räuberpistole.

In DAX-Konzerne sind Gehaltsgespräche zäh und zu 99% wird auf die tarifliche Steigerung verwiesen. Auch bezweifle ich, dass dein Chef eine derartig hohe Budgetverfügung hat, wie du sie hier behauptest. Kann er sich das Gehalt auch um 40% erhöhen?

Kein Chef, der nicht unbedingt im Vorstand sitzt und seinen Job gerne behalten möchte, würde so etwas anbieten. Da kommen dann ganz schnell alle anderen der Abteilung und wollen auch ein wenig mehr. Zudem hat der Chef des Chefs, der Betriebsrat und eventuell die Personalabteilung, wenn sie Budgethoheit hat, hier ein paar Worte mirzureden. E3 ist übrigens noch auf der Ebene "verzichtbar". Der Vorstand hockt normalerweise auf E0 und die dicken Fische, die die Bugets kontrollieren, auf E2.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Danke fuer die Antworten. Betriebsrat ist kein Problem da ich in den Benelux bin. Hier hat der Betriebsrat bei einzelnen Befoerderungen nichts zu sagen.

Mein Chef konnte mich zumindest praktisch alleine entfristen - der HR business partner musste zwar im System zustemmen, aber eher Formalitaet als wirkliches 4-Augen-Prinzip. Ich denke bei der Gehaltserhoehung wird es aehnlich sein. Ein Okay vom Chef meines Chefs sollte auch garkein Thema sein, obwohl ich nicht glaube dass das notwendig ist. Nur der geizige Personaler macht Aerger. Z.B. fuer meine geplante Pendelei hat er die Kosten fuers Hotel/Auto negativ kommentiert, obwohl die nicht mal aus dem Budget unserer Gesellschaft kommen sondern 'cross-charged' werden.

Naja FALLS es doch noch Aerger gibt, werde ich eine Pokermiene aufziehen muessen und mich nach eventuellen Kuendigungsfristen beim HR business partner informieren(mit Manager in CC) und fragen ob Sie bereit waeren mich frueher freizustellen. Das sollte sie zumindest an die Grenze ihres wirklichen Handelsspielraums bringen. Soweit werde ich gehen und wenn das nichts bringt, dann mach ich nen Rueckzieher. Ich bin mit meinem Job naemlich eigentlich 100% gluecklich... bis aufs jetzige Gehalt.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Dubios was du hier schreibst. Du bist bei einem Deutsche IGM Schwergewicht angestellt, hast aber vermutlich einen ausländischen Vertrag aber trotzdem eine Art Tarif mit mehreren Gehaltsgruppen und erwartest nun, dass dein AG dir mal eben non-chalant über 30% mehr zahlt? Kann mir darüber hinaus kaum vorstellen, dass du zu Beginn des Vertragsverhältnisses derart zu gering eingruppiert würdest, denn auch dort spricht HR mit um genau solch Situationen wie du sie hier beschreibst zu vermeiden.

Ferner möchte ich noch etwas aus Sicht eines Abteilungsleiters zu deiner Taktik sagen:

Sollte ein MA meiner Abteilung ein solches "Spielchen" mit Email zwecks Kündigungsfrist abziehen, wäre meine Loyalität diesem MA gegenüber verspielt und ich würde mir Gedanken machen, welche Mögliches gebe.

Einer meiner Leistungsträger kam vor einiger Zeit mit seinen Überlegungen zu mir, innerhalb des Konzerns den Standort aus Gründen der Nähe zum Wohnort zu wechseln. Da ich ihn allerdings unbedingt halten wollte, er mir offen und ehrlich sowohl seine Beweggründe wie auch seine Zweifel schilderte und darüber hinaus intern eh eine Personalveränderung anstatt, war er zwei Stunden später mein neuer Teamleiter.

Was ich damit sagen will, deine Taktik kann auch nach hinten los gehen.

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Danke fuer die Antworten. Betriebsrat ist kein Problem da ich in den Benelux bin. Hier hat der Betriebsrat bei einzelnen Befoerderungen nichts zu sagen.

Mein Chef konnte mich zumindest praktisch alleine entfristen - der HR business partner musste zwar im System zustemmen, aber eher Formalitaet als wirkliches 4-Augen-Prinzip. Ich denke bei der Gehaltserhoehung wird es aehnlich sein. Ein Okay vom Chef meines Chefs sollte auch garkein Thema sein, obwohl ich nicht glaube dass das notwendig ist. Nur der geizige Personaler macht Aerger. Z.B. fuer meine geplante Pendelei hat er die Kosten fuers Hotel/Auto negativ kommentiert, obwohl die nicht mal aus dem Budget unserer Gesellschaft kommen sondern 'cross-charged' werden.

Naja FALLS es doch noch Aerger gibt, werde ich eine Pokermiene aufziehen muessen und mich nach eventuellen Kuendigungsfristen beim HR business partner informieren(mit Manager in CC) und fragen ob Sie bereit waeren mich frueher freizustellen. Das sollte sie zumindest an die Grenze ihres wirklichen Handelsspielraums bringen. Soweit werde ich gehen und wenn das nichts bringt, dann mach ich nen Rueckzieher. Ich bin mit meinem Job naemlich eigentlich 100% gluecklich... bis aufs jetzige Gehalt.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Ich bin jetzt seit 10 Jahren in zwei verschiedenen DAX-Konzernen unterwegs und habe noch nie erlebt, dass ein Mitarbeiter ohne Beförderung fast 40% mehr Gehalt bekommen hätte. Und das nach nur 10 Monaten. Ich halte das für eine übliche Räuberpistole.

In DAX-Konzerne sind Gehaltsgespräche zäh und zu 99% wird auf die tarifliche Steigerung verwiesen. Auch bezweifle ich, dass dein Chef eine derartig hohe Budgetverfügung hat, wie du sie hier behauptest. Kann er sich das Gehalt auch um 40% erhöhen?

Kein Chef, der nicht unbedingt im Vorstand sitzt und seinen Job gerne behalten möchte, würde so etwas anbieten. Da kommen dann ganz schnell alle anderen der Abteilung und wollen auch ein wenig mehr. Zudem hat der Chef des Chefs, der Betriebsrat und eventuell die Personalabteilung, wenn sie Budgethoheit hat, hier ein paar Worte mirzureden. E3 ist übrigens noch auf der Ebene "verzichtbar". Der Vorstand hockt normalerweise auf E0 und die dicken Fische, die die Bugets kontrollieren, auf E2.

Mein Chef kam nach unserem Gesprach wieder und hat mir gesagt, dass er den HR business partner nicht sprechen konnte, aber ihm wer anders aus der Personalabteilung erzaehlt hat, dass ich fuer so eine Steigerung auf eine neue Gehaltsstufe 'befoerdert' werden muss und wir Gruende brauchen um das zu rechtfertigen, z.B. neue Aufgaben die ich uebernehme. Das ist ja auch alles kein Problem, da ich tatsaechlich sehr viel mehr Verantwortung bereits uebernommen habe.

Du hast schon recht mit dem was du sagst, aber die Relevanz fehlt. Die Ebenen und entsprechende Funktionen von denen du sprichst sind nicht auf Tochterfirmen so 1-1 uebertragbar. Und meine Gehaltserhoehung ist in Relation zu den Summen die wir in einem Mini-Team fuer Projekte ausgeben auch eher sehr wenig. Soweit ich weiss wurden extrem hohe Summen an externe bezahlt fuer die Dinge die ich jetzt mache, deswegen sitzt auch das Geld m.E. etwas lockerer, weil das Ganze sowieso ne Menge einspart im Vergleich zu der Zeit als die Stelle lange nicht besetzt war.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Danke fuer die Antworten. Betriebsrat ist kein Problem da ich in den Benelux bin. Hier hat der Betriebsrat bei einzelnen Befoerderungen nichts zu sagen.

Mein Chef konnte mich zumindest praktisch alleine entfristen - der HR business partner musste zwar im System zustemmen, aber eher Formalitaet als wirkliches 4-Augen-Prinzip. Ich denke bei der Gehaltserhoehung wird es aehnlich sein. Ein Okay vom Chef meines Chefs sollte auch garkein Thema sein, obwohl ich nicht glaube dass das notwendig ist. Nur der geizige Personaler macht Aerger. Z.B. fuer meine geplante Pendelei hat er die Kosten fuers Hotel/Auto negativ kommentiert, obwohl die nicht mal aus dem Budget unserer Gesellschaft kommen sondern 'cross-charged' werden.

Naja FALLS es doch noch Aerger gibt, werde ich eine Pokermiene aufziehen muessen und mich nach eventuellen Kuendigungsfristen beim HR business partner informieren(mit Manager in CC) und fragen ob Sie bereit waeren mich frueher freizustellen. Das sollte sie zumindest an die Grenze ihres wirklichen Handelsspielraums bringen. Soweit werde ich gehen und wenn das nichts bringt, dann mach ich nen Rueckzieher. Ich bin mit meinem Job naemlich eigentlich 100% gluecklich... bis aufs jetzige Gehalt.

Mein Tipp an dich. Zieh deinen Plan auf keinen Fall durch. Du verlierst deine Glaubwürdigkeit und dein Gesicht. Das nennt man Erpressung. Nur mal am Rande.... Wenn du den Job nicht machst, dann wird es ein anderer machen. Vielleicht würde der besser verhandeln, vielleicht auch nicht. Du kannst nach 10 Monaten noch nicht so unverzichtbar und "geil" sein wie du denkst. Glaub da einfach Leuten mit mehr Berufserfahrung

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Einer meiner Leistungsträger kam vor einiger Zeit mit seinen Überlegungen zu mir, innerhalb des Konzerns den Standort aus Gründen der Nähe zum Wohnort zu wechseln. Da ich ihn allerdings unbedingt halten wollte, er mir offen und ehrlich sowohl seine Beweggründe wie auch seine Zweifel schilderte und darüber hinaus intern eh eine Personalveränderung anstatt, war er zwei Stunden später mein neuer Teamleiter.

Was ich damit sagen will, deine Taktik kann auch nach hinten los gehen.

Super, jetzt ist er immer noch weit weg vom Wohnort und hat noch mehr Aufgaben als Führungskraft ;) Da hätte ich doch lieber einen Tag mobiles Arbeiten oder Ähnliches angeboten.

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BW-Berater

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Ich bin selbst Manager in einer Beratung, war aber vorher auch in zwei DAX30-Konzernen angestellt und bin in ein paar weiteren DAX30-Konzernen gut vernetzt - auch bei Daimler.

Nach 10 Monaten bist du sicher nicht so toll wie du dir jetzt vorkommst. Du schreibst, du füllst zwei Vollzeitstellen in zwei Ländern aus?
Das geht bei primitiven Tätigkeiten oder wenn du beide Stellen nur sehr schlecht ausfüllst. Vermutlich realisierst du noch nicht einmal, was alles zu den Stellen gehört. Wirklich dazugehört, denn das merkt man meist erst nach ein-zwei Jahren.

Ich weiß, dass es ein mieses Gefühl ist für Betrag X zu arbeiten, wenn man glaubt eigentlich Betrag X+Y wert zu sein und das woanders auch zu bekommen.
Aber zwei Punkte zum Bedenken:
Angebote können auch zu hoch sein und man hat dann Probleme die Anforderungen zu erfüllen. Die steigen tatsächlich mit dem Gehalt.
Geld alleine ist nicht alles, aber das weißt du sonst würdest du ohne zu zögern wechseln.

Daher mein Rat:
Warte das Angebot ab und selbst wenn deine Forderungen nicht komplett erfüllt werden behalte einen kühlen Kopf. Überleg dir, ob dir die Atmosphäre, Tätigkeiten, Verhältnis und Möglichkeiten nicht mehr wert sind und du das Angebot annimmst. Sprich ruhig auch die Entwicklung zu deinem Zielgehalt an.
Wenn du die harte Nummer fahren willst, dann bluffe nicht. Im Zweifel musst du deine Stelle aufgeben und kündigen.

Der zweite Punkt ist der Glaube, dass dein Gehalt irgendwie mit den Kosten für Externe zusammenhängen. Ich bin einer der Externen und meine Mitarbeiter auch. Sagen wir ein normaler Berater kostet Vollzeit 300t plus Reisekosten im Jahr. Jetzt könnte ein interner 150t verlangen und würde mit Lohnnebenkosten immer noch weit mehr als 100t einsparen.
Bei dem Versuch das zu verhandeln würde vermutlich auch eine Chef-Stelle frei, weil der sich vor lachen nicht mehr einkriegen kann...
Das Gehalt des Internen liegt irgendwo bei 70t.
Deine Denkweise ist da sehr naiv...

Was deinen Plan angeht: Der Beste und schnellste Weg seine Karriere im Unternehmen zu ruinieren.
Ich sage nicht, dass deine Forderung unverhältnismäßig ist. Vielleicht bist du es wert. Auch naive Mitarbeiter können sehr viel Potential haben und gute Arbeit leisten :)
Persönlich finde ich auch das Vorgehen mit Kündigung zu drohen (natürlich charmant und auf die richtige Art) völlig in Ordnung. Habe ich auch schon gemacht und mit den jeweiligen Chefs habe ich immer noch ein gutes Verhältnis (auch wenn es mittlerweile Ex-Chefs sind).
Aber wenn du damit drohst musst du es im Notfall durchziehen, sonst hast du keine Chance mehr im Unternehmen. Dein Verhältnis zu deinem Chef ist zerstört, weil niemand sich gerne erpressen lässt.
Ich kann damit leben wenn mein Mitarbeiter mir sagt, dass er ein super Angebot hat und wenn ich es nicht matchen kann, er für Karriere und Geld wechseln muss. That's Business. Aber mich einfach so zu erpressen? Ganz schlechter Stil.
Man wird dir auch nichts mehr glauben und dein Arbeitsergebnis deutlich kritischer bewerten.

Ist es dir das wirklich wert?

Vor allem wenn du sagst du drohst mit Kündigung und ziehst es zurück, wenn sie dir nicht die volle Forderung erfüllen zeigt doch, dass dir dein Job wichtiger ist als das Geld.
Wenn man dir jetzt zum Beispiel 25% mehr bietet anstatt deiner 36%, bist du dann wirklich bereit für das Gap dein Karrierechancen und dein gutes Verhältnis zum Chef zu riskieren? Wenn ja, warum dann nicht wechseln?

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Gibt es natürlich auch.

WiWi Gast schrieb am 10.09.2019:

Einer meiner Leistungsträger kam vor einiger Zeit mit seinen Überlegungen zu mir, innerhalb des Konzerns den Standort aus Gründen der Nähe zum Wohnort zu wechseln. Da ich ihn allerdings unbedingt halten wollte, er mir offen und ehrlich sowohl seine Beweggründe wie auch seine Zweifel schilderte und darüber hinaus intern eh eine Personalveränderung anstatt, war er zwei Stunden später mein neuer Teamleiter.

Was ich damit sagen will, deine Taktik kann auch nach hinten los gehen.

Super, jetzt ist er immer noch weit weg vom Wohnort und hat noch mehr Aufgaben als Führungskraft ;) Da hätte ich doch lieber einen Tag mobiles Arbeiten oder Ähnliches angeboten.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

BW-Berater schrieb am 11.09.2019:

Ich bin selbst Manager in einer Beratung, war aber vorher auch in zwei DAX30-Konzernen angestellt und bin in ein paar weiteren DAX30-Konzernen gut vernetzt - auch bei Daimler.

Nach 10 Monaten bist du sicher nicht so toll wie du dir jetzt vorkommst. Du schreibst, du füllst zwei Vollzeitstellen in zwei Ländern aus?
Das geht bei primitiven Tätigkeiten oder wenn du beide Stellen nur sehr schlecht ausfüllst. Vermutlich realisierst du noch nicht einmal, was alles zu den Stellen gehört. Wirklich dazugehört, denn das merkt man meist erst nach ein-zwei Jahren.

Ich weiß, dass es ein mieses Gefühl ist für Betrag X zu arbeiten, wenn man glaubt eigentlich Betrag X+Y wert zu sein und das woanders auch zu bekommen.
Aber zwei Punkte zum Bedenken:
Angebote können auch zu hoch sein und man hat dann Probleme die Anforderungen zu erfüllen. Die steigen tatsächlich mit dem Gehalt.
Geld alleine ist nicht alles, aber das weißt du sonst würdest du ohne zu zögern wechseln.

Daher mein Rat:
Warte das Angebot ab und selbst wenn deine Forderungen nicht komplett erfüllt werden behalte einen kühlen Kopf. Überleg dir, ob dir die Atmosphäre, Tätigkeiten, Verhältnis und Möglichkeiten nicht mehr wert sind und du das Angebot annimmst. Sprich ruhig auch die Entwicklung zu deinem Zielgehalt an.
Wenn du die harte Nummer fahren willst, dann bluffe nicht. Im Zweifel musst du deine Stelle aufgeben und kündigen.

Der zweite Punkt ist der Glaube, dass dein Gehalt irgendwie mit den Kosten für Externe zusammenhängen. Ich bin einer der Externen und meine Mitarbeiter auch. Sagen wir ein normaler Berater kostet Vollzeit 300t plus Reisekosten im Jahr. Jetzt könnte ein interner 150t verlangen und würde mit Lohnnebenkosten immer noch weit mehr als 100t einsparen.
Bei dem Versuch das zu verhandeln würde vermutlich auch eine Chef-Stelle frei, weil der sich vor lachen nicht mehr einkriegen kann...
Das Gehalt des Internen liegt irgendwo bei 70t.
Deine Denkweise ist da sehr naiv...

Was deinen Plan angeht: Der Beste und schnellste Weg seine Karriere im Unternehmen zu ruinieren.
Ich sage nicht, dass deine Forderung unverhältnismäßig ist. Vielleicht bist du es wert. Auch naive Mitarbeiter können sehr viel Potential haben und gute Arbeit leisten :)
Persönlich finde ich auch das Vorgehen mit Kündigung zu drohen (natürlich charmant und auf die richtige Art) völlig in Ordnung. Habe ich auch schon gemacht und mit den jeweiligen Chefs habe ich immer noch ein gutes Verhältnis (auch wenn es mittlerweile Ex-Chefs sind).
Aber wenn du damit drohst musst du es im Notfall durchziehen, sonst hast du keine Chance mehr im Unternehmen. Dein Verhältnis zu deinem Chef ist zerstört, weil niemand sich gerne erpressen lässt.
Ich kann damit leben wenn mein Mitarbeiter mir sagt, dass er ein super Angebot hat und wenn ich es nicht matchen kann, er für Karriere und Geld wechseln muss. That's Business. Aber mich einfach so zu erpressen? Ganz schlechter Stil.
Man wird dir auch nichts mehr glauben und dein Arbeitsergebnis deutlich kritischer bewerten.

Ist es dir das wirklich wert?

Vor allem wenn du sagst du drohst mit Kündigung und ziehst es zurück, wenn sie dir nicht die volle Forderung erfüllen zeigt doch, dass dir dein Job wichtiger ist als das Geld.
Wenn man dir jetzt zum Beispiel 25% mehr bietet anstatt deiner 36%, bist du dann wirklich bereit für das Gap dein Karrierechancen und dein gutes Verhältnis zum Chef zu riskieren? Wenn ja, warum dann nicht wechseln?

In welchen DAX-Konzernen warst du denn, in denen ein Berufsanfänger, der gerade einmal 10 Monaten im Unternehmen ist, rotzfreche Forderungen nach 40% stellt und auch noch genehmigt bekommt?

Ich war selbst in zwei DAX-Konzernen und nirgendwo war es so bürokratisch und schwer überhaupt etwas ohne Beförderung durchzusetzen.

Und dann die Methode? Nach 10 Monaten? In den DAX-Konzernen, in denen ich war, lief jeder Aufstieg konsequent über Nachwuchskreise mit Mentoren und genauer Beobachtung. Mit so einer Nummer, wäre jeder Chance beenden gewesen.

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BW-Berater

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 11.09.2019:

In welchen DAX-Konzernen warst du denn, in denen ein Berufsanfänger, der gerade einmal 10 Monaten im Unternehmen ist, rotzfreche Forderungen nach 40% stellt und auch noch genehmigt bekommt?

Habe ich doch auch nie behauptet.
Und wir wissen auch nicht sicher, ob der Threadersteller Berufsanfänger ist oder nicht, das hab ich zumindest nicht explizit gelesen.

Ich war selbst in zwei DAX-Konzernen und nirgendwo war es so bürokratisch und schwer überhaupt etwas ohne Beförderung durchzusetzen.

Die Aussage kenne ich. Aber sowohl bei SAP und der Telekom (meine alten Arbeitgeber), als auch bei Daimler, BMW, BASF und Bayer kenne ich Fälle die etwas anderes aussagen.

Bei der Telekom hieß es auch immer, dass ohne Beförderung nichts geht. Und außerdem gibt es feste Zeiten und Prozesse und und und.
Wir haben monatelang diskutiert, erst als ich akzeptiert habe das die Telekom so bürokratisch ist und bis zu einem Dienstag 15 Uhr (letzter Tag des Monats) um eine Aussage gebeten habe, ob was möglich ist oder nicht ging dann doch was.
Später habe ich mit anderen Managern abends ein Bier getrunken und die haben mir dann erklärt, dass es vor allem viel Arbeit ist und man in der Regel weder die Lust noch die Zeit hat.

Fälle von Steigerungen bis zu 25% auf einmal (auch wegen Fehleinstufung) kenne ich tatsächlich, aber sind sehr rar.

Und dann die Methode? Nach 10 Monaten? In den DAX-Konzernen, in denen ich war, lief jeder Aufstieg konsequent über Nachwuchskreise mit Mentoren und genauer Beobachtung. Mit so einer Nummer, wäre jeder Chance beenden gewesen.

In keinem der oben genannten Konzernen läuft der Aufstieg konsequent so wie du es beschreibst. Bei der Telekom war ich einem Teamleiter gleich gestellt und dazu noch einer der jüngsten auf der Stufe in dem Umfeld und ich hatte genau 0 Förderung, Beobachtung oder Mentoring.

Mit der Erpressung gebe ich dir ja recht, damit ist die Chance eher gelaufen. Aber offen zu sagen, dass man ein Angebot hat ist nicht verwerflich.
Aktuell bin ich für jeden Mitarbeiter dankbar, der bei einem super Angebot nochmal zu mir kommt und nicht direkt geht. Machbar ist nämlich oft noch was, solange es noch keine Kündigung gibt.

Persönlich finde ich die Forderung auch heftig und fast sicher ungerechtfertigt. Aber darum geht es ja nicht, den der Threadersteller hat nicht gefragt ob er es fordern kann sondern wie er mit seiner Forderung weiter verfährt. Und da ist meine Meinung immer noch: Wer mit Kündigung droht muss es auch durchziehen und sollte das subtil spielen. Alles andere ist Gift. Außerdem sollte man sich gut überlegen ob es das Geld wert ist und man nicht doch zu Kompromissen bereit ist.

Das ungefragte Verurteilen wollte ich vermeiden, auch wenn es mir leider nicht ganz gelungen ist.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

Kleines Update: Es kam wie erwartet eine Menge 'zurueckrudern' und relativieren der vorher gemachten Zusage. Und zusaetzlich kamen missglueckte Versuche aktiv mich anzugreifen, vermutlich nach dem Motte 'Angriff ist die beste Verteidigung' - man wollte mir meinen Jobtitel aberkennen, da ich angeblich noch gewisse Trainings nicht absolviert haette. Das ganze ist aber massiv nach hinten losgegangen, als ich auf meinen Arbeitsvertrag hingewiesen hab und man sich sonst massive Fehler eingestehen haette muessen. Offenbar war die Idee mein Selbstbewusstsein zu zerstoeren, damit ich mich dann mit einer kleinen Erhoehung zufrieden gebe. Ich war dann stattdessen einfach extrem frustriert und hab das auch gezeigt. Die ganze Nummer war aber auch extrem dreckig und haette ich auch nicht so erwartet, In der Laune hab ich dann auch gleichgueltig darauf hingewiesen, was ein marktuebliches Gehalt fuer die Position ist und, dass ich den schriftlichen Beweis eines Angebots bereits hab (Zweifel daran gabs auch nicht, weil mich parallel eine andere Abteilung auch abwerben wollte). Es gab aber auch NIE Zweifel/Argumente daran, dass ich dieses Gehalt verdient haette. Daraufhin kam die Aussage, dass man sich drumm kuemmert und ich keine voreilige Entscheidung treffen soll.

Ich denke dabei werd ichs belassen. Eigentlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Ohne Krach und drohende Konsequenzen tut sich bei uns naemlich in der Regel nicht viel. Jetzt warte ich ab. Wenn die jetzt wirklich mit nur 5-10% um die Ecke kommen, kann ich im Notfall immernoch easy den Job wechseln, fuer mehr Geld und ohne den Stress mit der 2. Stelle + Pendelei fuer 6 Monate.

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

:D Bei Daimler anfangen und nach 10 Monaten mit neuem Angebot kommen. Sowas wie dich braucht Daimler nicht, mach den Platz frei. Hast es dir sowieso jetzt schon verspielt :D

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WiWi Gast

Kann Personalabteilung bei Gehaltserhoehung mitentscheiden?

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

:D Bei Daimler anfangen und nach 10 Monaten mit neuem Angebot kommen. Sowas wie dich braucht Daimler nicht, mach den Platz frei. Hast es dir sowieso jetzt schon verspielt :D

'mach platz' ist da jemand frustriert, dass er gar nicht erst reinkommt? :D wird schon seine gruende haben

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