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KündigungAufhebungsvertrag

Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

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Beitrag
WiWi Gast

Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Hi, ich bin etwas baff. Gestern wurde mir ein Aufhebungsvertrag aufgrund angeblich schlechter Leistung vorgeschlagen. Das kam aus dem heiteren Himmel für mich. Da das Unternehmen kein Betriebsrat hat, bin ich mir nicht sicher, wie ich mich jetzt verhalten soll.

Habe einen unbefristeten Vertrag in einem gesunden Unternehmen mit reichlich Aufträgen.

Was soll ich tun (außer mit dem Anwalt zu reden)?
Wie soll ich mich verhalten?

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WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Erst mal mit dem Anwalt reden. Bis dahin nicht krankmachen oder Ähnliches und möglichst normal verhalten. Dann wenn du eine Rückmeldung vom Anwalt hast, kannst du erst die nächsten Schritte planen. Der Anwalt wird damit argumentieren müssen, dass du den Job gerne behalten möchtest und so und so gemäß arbeitsrechtlichen Regelungen verfahren werden kann. Probezeit ist zu Ende, also ist der AG selbst schuld wenn er dich immer noch hält. so einfach ist das normalerweise. Es ist aber wichtig, auch die alltägliche Verhaltensweise etc. mit dem Anwalt zu besprechen, nicht dass dir dann wegen irgendwelchen Lapalien/ ungeschickt durchgeführten Formalitäten ein Strick gedreht wird.

aber grundsätzlich erst mal möglichst entspannt angehen. Es kommt auf die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten an und vielleicht nicht zu letzt um eine angemessene Entschädigung. Wie gesagt, Probezeit ist durch...

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WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Auf keinen Fall unterschreiben! Wenn du nichts im Gegenzug bekommst, solltest du nie etwas einfach unterschreiben! Wenn du den Vertrag unterschreibst, bekommst du auch kein Arbeitslosen Geld. Frag was die als Gegenleistung anbieten für die Unterschrift. Mach schon mal deine bewerbungsunterlagen fertig und bewerb dich.

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WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Bei der Abfindung bedenken, dass die Sperre beim Arbeitsamt viele tausend Euro Geld kostet, da du drei Monate keine Leistungen erhälst und auch die Sozialversicherungen selbst zahlen musst. Da kommen schnell mal 7.000 Euro zusammen. Außerdem noch bedenken, dass die Abfindung versteuert werden muss, ca. 25 bis 30 Prozent. Ein Teil der Abfindung kann zudem der Sozialversicherung unterliegen (je nach Fall). Rechne also damit deutlich weniger ausbezahlt zu bekommen, als die Abfindung nominal wert ist.

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DAX Einkäufer

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Einen guten Arbeitsrechtler konsultieren und bis dahin nicht falsch machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Dich selbst hinterfragen, warum du als Minderleister angesehen wirst. Und dir nix vormachen: Man will dich raus haben, man wird dich rausbekommen. Auch wenn der Aufhebungsvertrag übel ist...eine konstruoerte Kündigung, Mobbing plus miesem Zeugnis ist's noch mehr..

antworten
Vertriebsmensch

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Wurde das denn vorher irgenwo mal angesprochen ?
Wenn nein, würde ich nochmal das Gespräch suchen, um zu klären, was genau man an Deiner leistung bemängelt und ob Du das ändern kannst.

Gleichzeitig Bewerbungen rausschicken.

Egal wie es ausgeht, einen Aufhebungsvertrag würde ich auf keinen Fall machen, lieber soll man Dir betriebsbedingt kündigen, dann bekommst Du keine Serre beim Arbeitsamt.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

1) Nichts unterschreiben.

2) Nichts falsch machen. Also nicht gegen irgendwelche Vorgaben verstoßen, also z.B. privat im Internet surfen etc. Man wird versuchen, irgendetwas zu finden, um dich loszuwerden. Von daher streng regelkonform verhalten.

3) Wenn du unter 2 Jahre beim Unternehmen bist, würde ich versuchen, die 2 Jahre vollzumachen und mich dann wegzubewerben. Wenn ich bereits 2 Jahre im Unternehmen bin, sofort bewerben und wenn ich eine neue Stelle habe, nicht kündigen, sondern einen Aufhebungsvertrag mit guten Konditionen aushandeln.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

das klingt für mich am vernünftigsten!

Lounge Gast schrieb:

1) Nichts unterschreiben.

2) Nichts falsch machen. Also nicht gegen irgendwelche
Vorgaben verstoßen, also z.B. privat im Internet surfen etc.
Man wird versuchen, irgendetwas zu finden, um dich
loszuwerden. Von daher streng regelkonform verhalten.

3) Wenn du unter 2 Jahre beim Unternehmen bist, würde ich
versuchen, die 2 Jahre vollzumachen und mich dann
wegzubewerben. Wenn ich bereits 2 Jahre im Unternehmen bin,
sofort bewerben und wenn ich eine neue Stelle habe, nicht
kündigen, sondern einen Aufhebungsvertrag mit guten
Konditionen aushandeln.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Mensch Mario,

wir haben dir doch gesagt, es reicht nicht. Du kannst dich jetzt bei der EM zeigen und dann ist auch gut. Such dir was neues haben wir dir gesagt.

Beste Grüße
KHR

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Der einzige gute Beitrag. Ganz toller Rat er, bloß keinen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben...wenn der TE schon Berufserfahrung hätte...so ein fataler Rat
weil das Unternehmen ihn halt so feuert und er vielleicht verbrannt ist

ZWUGNIS
ND SP..Lounge Gast schrieb:

Dich selbst hinterfragen, warum du als Minderleister
angesehen wirst. Und dir nix vormachen: Man will dich raus
haben, man wird dich rausbekommen. Auch wenn der
Aufhebungsvertrag übel ist...eine konstruoerte Kündigung,
Mobbing plus miesem Zeugnis ist's noch mehr..

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Es gibt in Deutschland auch so etwas wie ein Kündigungsschutzgesetz. Man kann nicht so einfach gefeuert werden. Es sei denn aus persönlichen oder betrieblichen Gründen. Unzufriedenheit mit der Arbeitsleistung reicht nicht aus. Wenn das Unternehmen wirtschaftlich gut darsteht, ist es schwer, betriebliche Gründe anzuführen. Wenn der TE sich nichts zu Schulden kommen lässt, also nicht privat im Internet surfen etc., liegen auch keine persönlichen Gründe vor.
Wenn man den Mitarbeiter so einfach kündigen könnte, warum sollte das Unternehmen überhaupt einen Aufhebungsvertrag vorschlagen?

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

scheint ja ein sehr sympathischer Laden zu sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Wie der DAXi schon schreibt einen guten Arbeitsrechtler aufsuchen.

Und weniger auf die Meinung hier im Forum hören.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Wofür 'nen Arbeitsrechlter?

Aufhebungsvertrag ausschlagen und sich auf die Suche nach neuem Begeben. Alles andere hat mittelfristig eh kein Sinn. Man kann auch stumpf Bleiben und eine Kündigung abwarten, um eine Abfindung zu ergatten, aber im Endeffekt muss "Auf Wiedereinstellung" geklagt werden und das ist nicht im Sinne des Arbeitnehmern bzw. wenn ewig auf eine Kündigung seitens des Unternehmens gewartet wird ist es wohl schwer eine passende neue Anstellung zu finden.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Hier der TE:

Danke für die Beiträge.

Also, mein Plan ist es, den Aufhebungsvertrag tatsächlich auszuschlagen und abzuwarten. Ich werde versuchen, mir keine Abmahnung bzw. fristlose Kündigung einzufangen und mir mittelfristig eine neue Stelle zu suchen (hoffe, dass es doch ziemlich schnell im Großraum Frankfurt klappt). Ich werde mich ganz auf deutsche Arbeitsschutzgesetze verlassen müssen.

Ich bin gespannt, wie es verlaufen wird und was für neue Überraschungen mir das Unternehmen bereit hält bzw. zu was die so fähig sind. Außerdem "freue" ich mich auf die Mimik, Gestik und Verhalten der Vorgesetzten mir gegenüber. Wird bestimmt eine lehrreiche Erfahrung, auf die ich jedoch gerne verzichtet hätte.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Mal so aus Interesse.
Du schreibst für dich kommt das überraschend.

War das gar nicht ab zu sehen für dich? Was wurde dir denn alles im Gespräch als Ursache genannt. Also nur Minderleistung ohne Beispiele kann ich kaum glauben. Hast du nicht genauer nachgefragt? Mich hätte das schon interessiert, aus welchen Gründen es überhaupt soweit kommt.
Wäre sicher auch hilfreich für dich zu wissen, damit es eben bei einem neuem Unternehmen nicht wieder dazu kommt.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Auch wenn du mittelfristig etwas neues suchst, würde ich kurzfristig versuchen konstruktiv zusammenzuarbeiten, auch wenn das sicher schwer wird.

D.h. frage, was genau bemängelt wird, wie man das verbessern kann, usw. Im Hintergrund kannst du ja trotzdem weitersuchen. Aber dadurch nimmst du etwas Druck aus der Sache.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

ich würde einfach krank machen für 6 Wochen

antworten
Bateman

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Auf den Kündigungsschutz sollte man nicht setzen. Im Endeffekt bekommt man damit auch nur eine Abfindung, und die ist nicht sonderlich hoch. Erfolgreiche Kündigungsschutzklagen enden oft mit einer Abfindung von 2-3 Monatsgehältern und einem Aufhebungsvertrag.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Lieber Fragesteller,

ich bin Personaler und halte Ihr Vorgehen für naiv. Wenn das Unternehmen Ihnen einen Aufhebungsvertrag unter die Nase hält, will es sie loswerden. Um jeden Preis.

Suchen Sie lieber eine einvernehmliche Lösung. Fordern Sie

  • mehrere Monate Gehalt
  • einen ausdrücklichen Vermerk, dass der Aufhebungsvertrag betriebsbedingt war, denn dann gibt es keine Sperre beim Arbeitsamt, wie es die Ahnungslosen hier behaupten
  • ein Top-Zeugnis

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

Hier der TE:

Danke für die Beiträge.

Also, mein Plan ist es, den Aufhebungsvertrag tatsächlich
auszuschlagen und abzuwarten. Ich werde versuchen, mir keine
Abmahnung bzw. fristlose Kündigung einzufangen und mir
mittelfristig eine neue Stelle zu suchen (hoffe, dass es doch
ziemlich schnell im Großraum Frankfurt klappt). Ich werde
mich ganz auf deutsche Arbeitsschutzgesetze verlassen müssen.

Ich bin gespannt, wie es verlaufen wird und was für neue
Überraschungen mir das Unternehmen bereit hält bzw. zu was
die so fähig sind. Außerdem "freue" ich mich auf
die Mimik, Gestik und Verhalten der Vorgesetzten mir
gegenüber. Wird bestimmt eine lehrreiche Erfahrung, auf die
ich jedoch gerne verzichtet hätte.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

"Ich bin gespannt, wie es verlaufen wird und was für neue Überraschungen mir das Unternehmen bereit hält bzw. zu was die so fähig sind. Außerdem "freue" ich mich auf die Mimik, Gestik und Verhalten der Vorgesetzten mir gegenüber. Wird bestimmt eine lehrreiche Erfahrung, auf die ich jedoch gerne verzichtet hätte."

Ich war mal in einer ähnlichen Situation und kenne 3 Leute, die in ebenfalls einer ähnlichen Situation waren. Das ist eine lehrreiche Zeit, auf die du aktuell gerne verzichten würdest, die dir aber später irgendwann nochmal nützlich sein wird.

Auf JEDEN Fall ab zu einem Fachanwalt. Nur der kann für dich das beste rausholen.

Alleine an den Formulierungen hier merkst du, dass die Beiträge nicht aus der Praxis erfolgen, sondern aus theoretischem Hintergrund.

Details aus meinem Fall bzw. dem Fall der drei mir Bekannten erspare ich mir, weil es individuelle Hintergründe gibt. Die gibt es auch bei dir, deshalb ab zum Anwalt und nicht besonders schlau (Vorlesung in Arbeitsrecht) bzw. geizig (Anwaltskosten sparen) sein wollen.

antworten
Oulala

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Also mal aus reine Neugier - einer dieser Beiträge hier lautet ja:

"Mensch Mario,

wir haben dir doch gesagt, es reicht nicht. Du kannst dich jetzt bei der EM zeigen und dann ist auch gut. Such dir was neues haben wir dir gesagt.

Beste Grüße
KHR"

Erdreistet sich da tatsächlich dein aktueller Arbeitgeber dich in einem Forum aufzusuchen um dich dann auch noch hier runterzuputzen??????? Ich wäre schockiert.... Kann es kaum glauben.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Hier wurde eine falsche Behauptung aufgestellt: Du bekommst zwar bei Unterschrift unter den Aufhebungsvertrag eine Sperre von drei Monaten bei der Arbeitsagentur im ALG 1, kannst aber in der Zeit ALG 2 beantragen und bekommst das auch. Du musst nicht die Sozialleistungen wie Krankenkasse etc. selbst bezahlen. Diese falsche Behauptung kursiert leider immer wieder in diversen Foren. Du musst grundsätzlich vom Staat abgesichert werden und das passiert auch bei Ablehnung von ALG 1 in Form von Ersatzleistungen durch das ALG 2. Habe ich selbst auch schon erlebt, als ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben habe.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Ist die u.g. Behauptung eines Personalers nicht das Wunschdenken von jedem Personaler?

Hat der Arbeitnehmer wohl kein Recht auf Wiedereinstellung, wenn die Kündigung rechtsunwirksam ist? Wenn das Gericht die Unwirksamkeiter einer Kündigung feststellt, dann ist doch das Einverständnis des AG gar nicht notwendig, damit der AN weiter beschäftigt werden kann?

Lounge Gast schrieb:

Lieber Fragesteller,

ich bin Personaler und halte Ihr Vorgehen für naiv. Wenn das
Unternehmen Ihnen einen Aufhebungsvertrag unter die Nase
hält, will es sie loswerden. Um jeden Preis.

Suchen Sie lieber eine einvernehmliche Lösung. Fordern Sie

  • mehrere Monate Gehalt
  • einen ausdrücklichen Vermerk, dass der Aufhebungsvertrag
    betriebsbedingt war, denn dann gibt es keine Sperre beim
    Arbeitsamt, wie es die Ahnungslosen hier behaupten
  • ein Top-Zeugnis

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

Hier der TE:

Danke für die Beiträge.

Also, mein Plan ist es, den Aufhebungsvertrag tatsächlich
auszuschlagen und abzuwarten. Ich werde versuchen, mir
keine
Abmahnung bzw. fristlose Kündigung einzufangen und mir
mittelfristig eine neue Stelle zu suchen (hoffe, dass es
doch
ziemlich schnell im Großraum Frankfurt klappt). Ich werde
mich ganz auf deutsche Arbeitsschutzgesetze verlassen
müssen.

Ich bin gespannt, wie es verlaufen wird und was für neue
Überraschungen mir das Unternehmen bereit hält bzw. zu was
die so fähig sind. Außerdem "freue" ich mich auf
die Mimik, Gestik und Verhalten der Vorgesetzten mir
gegenüber. Wird bestimmt eine lehrreiche Erfahrung, auf
die
ich jedoch gerne verzichtet hätte.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Dass mit der Sperre und Krankenkasse selbst bezahlen ist keine falsche Behauptung!

Ich will ja gar nicht abstreiten, dass man grundsätzlich ALG II in der Zeit der Sperre beantragen könnte. Aber ALG II ist an die Bedingung geknüpft, dass man kein oder nur ein sehr geringes eigenes Vermögen hat. Ich weiß nicht genau, wo die Grenze ist, aber ich schätze mal, wenn du mehr als 6.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto hast, sieht du von ALG II keinen müden Euro! Und die wollen sämtliche Konten und Nachweise sehen! Die wollen wisse, was dein Auto wert ist, ob du Immobilien hast etc. Du kannst jederzeit in irgendwelche Billig-Jobs vermittelt werden (theoretisch) und die Leistungen von ALG II sind deutlich minderwertiger als ALG I.

Was bekommst du denn schon groß als ALG II Empfänger? 350 Euro Unterhalt plus die Miete, wobei die bei einer normalen Stadtwohnung wahrscheinlich blöd rumtun werden, dass die viel zu teuer ist. Dann kürzen die dir den Mietzuschuss und du kannst den Rest alleine zahlen. Und das, was über ALG II in die Sozialversicherung gezahlt wird, ist deutlich weniger als was du über ALG I bekommen würdest. Da bekommst du deutlich weniger Rentenpunkte.

Grundsätzlich stimmt also die Aussage, dass dich so eine Sperre vom Arbeitsamt effektiv viele tausend Euro "kostet". Wenn man dann noch Steuer und Sozialversicherung einrechnet, musst du schon eine Abfindung von 150k aufwärts bekommen, dass man wirklich von einer ernsthaften Abfindung sprechen kann. Alles darunter ist Augenwischerei.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

alg2 ist nicht unbedingt wenig, 404? pro Monat (jedes Jahr nach oben angepasst), Miete und Heizkosten werden übernommen + Zuschüsse für alles mögliche. Das sind ca. 1000 Euro im Monat fürs nichtstun.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Lieber Personaler,

grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Das eine ist die Theorie (Arbeitsrecht) und Sie schreiben aus der Praxis (Durschsetzung des Rechts).

Ich merke jetzt schon, dass ich ausgegrenzt werde. Mein neuer Schreibtisch ist im Abstellraum und ich mache nur noch Ablage. Eigentlich eine Azubi Arbeit. Zudem ist es da sauwarm wegen der komischen Isolierung.

Inzwischen weiß ich von einem Kollegen, der mit mir auf dem Klo gesprochen hat, ohne mich anzusehen, dass man irgendetwas sucht, was man mir anhängen will. Angeblich wollen Sie die Ablage überprüfen und wie soll ich nachweisen, dass ich das nicht war, wenn jemand absichtlich was umhängt? Ich habe inzwischen echte Panik, wenn ich zur Arbeit muss. Alle drehen sich weg. Tuscheln. Ich werde wie ein Aussätziger behandelt. Einmal habe ich gehört, dass sie mich Abschuß-Stefanie nennen (ich heiße Stefan und bin ein Mann!).

Das ist kranker Psychoterror.

Ich denke, ich werde Ihrem Rat folgen und den Aufhebungsvertrag unterschrieben.

Könnten Sie mir erklären, welchen Wortlaut im Aufhebungsvertrag auftauchen muss, dass ich keine Sperre bekomme? Ich denke, das würde hier viele interessieren.

Lounge Gast schrieb:

Lieber Fragesteller,

ich bin Personaler und halte Ihr Vorgehen für naiv. Wenn das
Unternehmen Ihnen einen Aufhebungsvertrag unter die Nase
hält, will es sie loswerden. Um jeden Preis.

Suchen Sie lieber eine einvernehmliche Lösung. Fordern Sie

  • mehrere Monate Gehalt
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    betriebsbedingt war, denn dann gibt es keine Sperre beim
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Ihr Personaler

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WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Ganz einfache Faustregel. Schlag folgendes vor: # Jahre x Bruttojahreslohn/12 x 2

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Sonst noch Vorschläge zu dem Thema?

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

80 % aller Fälle vor dem Arbeitsgericht enden mit einem Vergleich. Warum wohl? Das Unternehmen will jemanden kündigen, der Betroffene wehrt sich und das Unternehmen merkt vor Gericht, dass es keine Chance hat. Also, legt es bei der Abfindung noch ne Schippe drauf und man einigt sich mit einem Vergleich.

Wenn man so einfach kündigen könnte, dann würde ein Unternehmen doch wohl keinen Aufhebungsvertag anbieten.

Du hast wohl nicht gedient, oder? Man darf nicht sofort einknicken. Klar ist das Psychoterror. Aber da muss man durch. Mach deine Arbeit so gut es geht und gut ist. Und Fehler sind kein Kündigungsgrund. Ich würde auf Zeit spielen und mir jetzt was neues suchen. Sobald ich was neues habe, einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Man muss den Unternehmen auch mal Contra geben. Die denken wohl, dass die sich alles erlauben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Lieber Beitragsschreiber,

ich bin Personaler und kann Ihre Sicht nicht teilen. Natürlich enden viele Streitigkeiten vor Gericht mit einem Vergleich. Unbestritten.

Aber, was will das Unternehmen? Ja, es will den Mitarbeiter loswerden. Hat das Unternehmen am Ende sein Ziel erreicht? Ja, hat es.

Wollte der Mitarbeiter gehen? Nein. Hat der Mitarbeiter sein Ziel erreicht? Nein!

Mehrkosten? Die kalkulieren Sie als Verantwortlicher für Personalfragen immer ein. Nach meiner Erfahrung klagen von 10 Leuten aber in der Regel bestenfalls 3. Daher ist der Faktor überschaubar.

Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den Job los. Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat Nerven verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt jede Partei selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es eine gibt, auf.

Selbst das Argument "Arbeitslosengeld" greift nicht. Ein Vergleich besteht zu 95% aus einem Aufhebungsvertrag zu Zeitpunkt x. Sie hätten den Aufhebungsvertrag aber schon vorher so gestalten können, dass keine Sperrzeit eintritt. Gewonnen ist gar nichts.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich genau überlegen, ob das Sinn macht. Auch, wenn Sie das hier nicht hören wollen: Am längeren Hebel sitzt immer das Unternehmen.

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

80 % aller Fälle vor dem Arbeitsgericht enden mit einem
Vergleich. Warum wohl? Das Unternehmen will jemanden
kündigen, der Betroffene wehrt sich und das Unternehmen merkt
vor Gericht, dass es keine Chance hat. Also, legt es bei der
Abfindung noch ne Schippe drauf und man einigt sich mit einem
Vergleich.

Wenn man so einfach kündigen könnte, dann würde ein
Unternehmen doch wohl keinen Aufhebungsvertag anbieten.

Du hast wohl nicht gedient, oder? Man darf nicht sofort
einknicken. Klar ist das Psychoterror. Aber da muss man
durch. Mach deine Arbeit so gut es geht und gut ist. Und
Fehler sind kein Kündigungsgrund. Ich würde auf Zeit spielen
und mir jetzt was neues suchen. Sobald ich was neues habe,
einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Man muss den Unternehmen
auch mal Contra geben. Die denken wohl, dass die sich alles
erlauben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

"Jeder Arbeitnehmer sollte sich genau überlegen, ob das Sinn macht. Auch, wenn Sie das hier nicht hören wollen: Am längeren Hebel sitzt immer das Unternehmen."

Klar dass Du (hier im Forum wird übrigens geduzt) als Personaler dazu raten musst...

Lounge Gast schrieb:

Lieber Beitragsschreiber,

ich bin Personaler und kann Ihre Sicht nicht teilen.
Natürlich enden viele Streitigkeiten vor Gericht mit einem
Vergleich. Unbestritten.

Aber, was will das Unternehmen? Ja, es will den Mitarbeiter
loswerden. Hat das Unternehmen am Ende sein Ziel erreicht?
Ja, hat es.

Wollte der Mitarbeiter gehen? Nein. Hat der Mitarbeiter sein
Ziel erreicht? Nein!

Mehrkosten? Die kalkulieren Sie als Verantwortlicher für
Personalfragen immer ein. Nach meiner Erfahrung klagen von 10
Leuten aber in der Regel bestenfalls 3. Daher ist der Faktor
überschaubar.

Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den Job los.
Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat Nerven
verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt jede Partei
selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es eine gibt,
auf.

Selbst das Argument "Arbeitslosengeld" greift
nicht. Ein Vergleich besteht zu 95% aus einem
Aufhebungsvertrag zu Zeitpunkt x. Sie hätten den
Aufhebungsvertrag aber schon vorher so gestalten können, dass
keine Sperrzeit eintritt. Gewonnen ist gar nichts.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich genau überlegen, ob das Sinn
macht. Auch, wenn Sie das hier nicht hören wollen: Am
längeren Hebel sitzt immer das Unternehmen.

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

80 % aller Fälle vor dem Arbeitsgericht enden mit einem
Vergleich. Warum wohl? Das Unternehmen will jemanden
kündigen, der Betroffene wehrt sich und das Unternehmen
merkt
vor Gericht, dass es keine Chance hat. Also, legt es bei
der
Abfindung noch ne Schippe drauf und man einigt sich mit
einem
Vergleich.

Wenn man so einfach kündigen könnte, dann würde ein
Unternehmen doch wohl keinen Aufhebungsvertag anbieten.

Du hast wohl nicht gedient, oder? Man darf nicht sofort
einknicken. Klar ist das Psychoterror. Aber da muss man
durch. Mach deine Arbeit so gut es geht und gut ist. Und
Fehler sind kein Kündigungsgrund. Ich würde auf Zeit
spielen
und mir jetzt was neues suchen. Sobald ich was neues habe,
einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Man muss den
Unternehmen
auch mal Contra geben. Die denken wohl, dass die sich
alles
erlauben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Naja, es stimmt schon was über Personaler und die Personalarbeit geschrieben wird. Im Endeffekt werden nur wenige Personaler benötigt, da 90% der Arbeit auch von Azubis (Bürokaufleute) erledigt werden kann. Dazu werden Personaler nicht ernst genommen, da sie vom operativen Geschäft, mit denen auch Ihr Gehalt finanziert wird, 0 Ahnung haben. Das sind sicherlich keine schönen Umstände, jedoch nachvollziehbar. Auch sind Personaler nicht im Entferntesten mit Arbeitsrechtlern zu vergleichen, da sie rechtliche Basics nicht ansatzweise drauf haben. Manchmal halten sich auch Gerüchte, sie könnten am allerbesten noch bösartig tratschen. M.E. eigentlich ziemlich unangebracht

Lounge Gast schrieb:

Lieber Beitragsschreiber,

ich bin Personaler und kann Ihre Sicht nicht teilen.
Natürlich enden viele Streitigkeiten vor Gericht mit einem
Vergleich. Unbestritten.

Aber, was will das Unternehmen? Ja, es will den Mitarbeiter
loswerden. Hat das Unternehmen am Ende sein Ziel erreicht?
Ja, hat es.

Wollte der Mitarbeiter gehen? Nein. Hat der Mitarbeiter sein
Ziel erreicht? Nein!

Mehrkosten? Die kalkulieren Sie als Verantwortlicher für
Personalfragen immer ein. Nach meiner Erfahrung klagen von 10
Leuten aber in der Regel bestenfalls 3. Daher ist der Faktor
überschaubar.

Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den Job los.
Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat Nerven
verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt jede Partei
selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es eine gibt,
auf.

Selbst das Argument "Arbeitslosengeld" greift
nicht. Ein Vergleich besteht zu 95% aus einem
Aufhebungsvertrag zu Zeitpunkt x. Sie hätten den
Aufhebungsvertrag aber schon vorher so gestalten können, dass
keine Sperrzeit eintritt. Gewonnen ist gar nichts.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich genau überlegen, ob das Sinn
macht. Auch, wenn Sie das hier nicht hören wollen: Am
längeren Hebel sitzt immer das Unternehmen.

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

80 % aller Fälle vor dem Arbeitsgericht enden mit einem
Vergleich. Warum wohl? Das Unternehmen will jemanden
kündigen, der Betroffene wehrt sich und das Unternehmen
merkt
vor Gericht, dass es keine Chance hat. Also, legt es bei
der
Abfindung noch ne Schippe drauf und man einigt sich mit
einem
Vergleich.

Wenn man so einfach kündigen könnte, dann würde ein
Unternehmen doch wohl keinen Aufhebungsvertag anbieten.

Du hast wohl nicht gedient, oder? Man darf nicht sofort
einknicken. Klar ist das Psychoterror. Aber da muss man
durch. Mach deine Arbeit so gut es geht und gut ist. Und
Fehler sind kein Kündigungsgrund. Ich würde auf Zeit
spielen
und mir jetzt was neues suchen. Sobald ich was neues habe,
einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Man muss den
Unternehmen
auch mal Contra geben. Die denken wohl, dass die sich
alles
erlauben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Gegenklage wegen Mobbing am Arbeitsplatz. Schieß mit den gleichen Waffen zurück. Drohe mit publik machen in sämtlichen Arbeitsgeber-Bewertungsportalen etc, öffentlichen Prozess vorm Arbeitsgericht...

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

"Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den Job los. Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat Nerven verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt jede Partei selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es eine gibt, auf."

Den Job wäre er sowieso los und ein gutes Zeugnis hätte er auch so bekommen (müssen).
"Nerven verloren" ist nur deine eigene Interpretation.

Was hat der Arbeitnehmer gewonnen?

In erster Linie einen Haufen Zeit. Während des Verfahrens ist er in der Regel freigestellt und kassiert trotzdem Kohle, notfalls rückwirkend über den Aufhebungsvertrag.

antworten
PFP

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Ab zum Awalt und beraten lassen. Ziel sollte es sein, einen guten Aufhebungsvertrag rauszuverhandeln und bis dahin unauffällig zu sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Typische Antwort eines Studenten ohne Praxiserfahrung. Wenn man die rechtliche Dimension seiner "Ratschläge" nicht erfassen kann, sollte man sie weglassen...

Lounge Gast schrieb:

Gegenklage wegen Mobbing am Arbeitsplatz. Schieß mit den
gleichen Waffen zurück. Drohe mit publik machen in sämtlichen
Arbeitsgeber-Bewertungsportalen etc, öffentlichen Prozess
vorm Arbeitsgericht...

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Lieber Beitragsschreiber,

ich bin Personaler. Wir reden von der Realität und nicht von der Theorie. In Ihrer Vorlesung Arbeitsrecht mag sich das alles ganz toll anhören.

In der Realität bekommt der Arbeitnehmer einfach ein schlechtes Zeugnis. Dann kann er klagen. Auf eigene Kosten, denn die werden bei einem derartigen Prozess geteilt. Beim ersten Prozess wird sich dann von Seiten des Unternehmens entschuldigt. Beim zweiten auch und beim dritten erst recht. Am Ende sind 1,5 Jahre vergangen, bis das Ganze entschieden wird. Solange hat er sein Zeugnis.

Und sicher, Sie bleiben bei so einer Situation unbelastet. 90% der Arbeitnehmer aber nicht. Meiner Erfahrung nach und laut Statistik würden bei einer Kündigung 60 - 70% nicht einmal klagen. Und Sie glauben dann, der Rest hält Monate oder Jahre lang durch?

Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv? Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung als wirksam.

Wussten Sie nicht? Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Liebe Grüße

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

"Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den
Job los. Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat
Nerven verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt jede
Partei selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es eine
gibt, auf."

Den Job wäre er sowieso los und ein gutes Zeugnis hätte er
auch so bekommen (müssen).
"Nerven verloren" ist nur deine eigene
Interpretation.

Was hat der Arbeitnehmer gewonnen?

In erster Linie einen Haufen Zeit. Während des Verfahrens ist
er in der Regel freigestellt und kassiert trotzdem Kohle,
notfalls rückwirkend über den Aufhebungsvertrag.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Uhuu der böse personaler, der keinen anteil am wertschöpfungsprozess hat und dann beleidigt ist und gegen alle schiesst. Verhältst dich genauso wie der poster oben, der gleich auf mobbing klagen will. Jetzt wieder alle runterkommen und realistisch bleiben. Wenn ein unternehmen einen raus haben will, packt es das. Ist ja auch richtig so. Genauso kann jeder AN kündigen wenn er es für richtig hält. Also Chancengleichheit.

Das wichtigste ist mMn die Sache, die sicherlich ärgerlich und unangenehm ist, sauber abzuschliessen. Evtl. mit Chef reden, woran es liegt. Wenn er darauf nicht eingeht, ist es vermutlich eh das Beste. Vielleicht lässt sich aber so auch zumindest etwas Zeit rausholen. Und das wichtigste: bewerben, bewerben, bewerben. Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und beleidigt sein ist in so einer Situation keine geholfen - am wenigsten dir als arbeitnehmer. Da ziehst du leider immer den kürzeren.

Lounge Gast schrieb:

Lieber Beitragsschreiber,

ich bin Personaler. Wir reden von der Realität und nicht von
der Theorie. In Ihrer Vorlesung Arbeitsrecht mag sich das
alles ganz toll anhören.

In der Realität bekommt der Arbeitnehmer einfach ein
schlechtes Zeugnis. Dann kann er klagen. Auf eigene Kosten,
denn die werden bei einem derartigen Prozess geteilt. Beim
ersten Prozess wird sich dann von Seiten des Unternehmens
entschuldigt. Beim zweiten auch und beim dritten erst recht.
Am Ende sind 1,5 Jahre vergangen, bis das Ganze entschieden
wird. Solange hat er sein Zeugnis.

Und sicher, Sie bleiben bei so einer Situation unbelastet.
90% der Arbeitnehmer aber nicht. Meiner Erfahrung nach und
laut Statistik würden bei einer Kündigung 60 - 70% nicht
einmal klagen. Und Sie glauben dann, der Rest hält Monate
oder Jahre lang durch?

Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird natürlich
gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv? Spätestens ab
Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis als zerrüttet
und die Kündigung als wirksam.

Wussten Sie nicht? Sehen Sie, das ist der Unterschied
zwischen Theorie und Praxis.

Liebe Grüße

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

"Was hat der Mitarbeiter am Ende erreicht? Er ist den
Job los. Er bekommt ein "gutes" Zeugnis. Er hat
Nerven verloren. Die Kosten des Arbeitsgerichtes trägt
jede
Partei selbst. Die fressen dem AN die Abfindung, wenn es
eine
gibt, auf."

Den Job wäre er sowieso los und ein gutes Zeugnis hätte er
auch so bekommen (müssen).
"Nerven verloren" ist nur deine eigene
Interpretation.

Was hat der Arbeitnehmer gewonnen?

In erster Linie einen Haufen Zeit. Während des
Verfahrens ist
er in der Regel freigestellt und kassiert trotzdem Kohle,
notfalls rückwirkend über den Aufhebungsvertrag.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Was ist das denn für eine verquere Logik?

"Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv? Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung als wirksam."

Wenn ich einen Arbeitnehmer los werden will, zahle ich im einfach kein Gehalt mehr. Wenn er dagegen klagt, gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich einen Mieter aus der Wohnung haben will, stelle ich ihm die Heizung ab. Wenn der dagegen klagt, gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich aus meinem Handyvertag will, zahle ich einfach meine Gebühren nicht. Wenn der Anbieter dagegen klagt, gilt das Verhälntis als zerrüttet und ich kann meinen Handyvertrag kündigen.

So ganz scheint das nicht zu stimmen.

Die Personaler sind mir auch ganz tolle Helden. Ich hatte mal ne Probezeitkündigung am letzten Tag mit der Post bekommen. Ich habe dann einfach gesagt, bei mir ist nie was eingegangen. Es kam dann zu einem Vergleich vor GEricht mit Abfindung. Von Beweislast hatten die Personale noch nie was geändert. Und ein Einschreiben mit Rückschein war denen wohl auch gänzlich unbekannt.

Wichtig ist, dass der TE jetzt anfängt sich zu bewerben. Wenn er jetzt ganz schnell nen neuen Job abfindet, erledigt sich das ja hier vielleicht von alleine.

Ansonsten kann ich nur den Rat geben, zum Anwalt zu gehen. ER wird ja wohl am besten einschätzen können, wie die Chancen eine Kündigung sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Lieber Beitragsschreiber,

vielleicht haben Sie den Punkt nicht verstanden, aber um zum Arbeitsgericht zu rennen, muss erst einmal etwas passiert sein.

Natürlich wird der Arbeitnehmer gekündigt und in der Praxis gab es bei uns und in meiner 25jährigen Erfahrung noch keinen Prozess, bei dem am Ende der Arbeitnehmer geblieben ist.

Ich nehme an, dass Ihre Beispiele nur widerborstig sein soll, denn ich gehe davon aus, dass Sie den Intellekt besitzen, um zu erkennen, dass es weder bei Ihrem Mieter, noch bei Ihrem Handy auf ein besonderes Vertrauensverhältnis ankommt. Bei einem Arbeitsverhältnis ist das aber das A und O und genau der Grund, warum auch Leute für den Diebstahl eines Wurtsbrötchens gehen müssen.

Mit der Klage ist das Vertrauensverhältnis zerüttet. Das werden auch von 100 Richtern 99 so sehen und dem 1 bin ich noch nicht begegnet.

Was Ihre Kündigung betrifft. In jeder Sparte gibt es unfähige Kollegen, aber das wissen Sie als Gekündigter sicher selbst am Besten.

Mir wäre das sicher nicht passiert, denn ich bringe Kündigungen persönlich vorbei und teile das dem Entlassenen natürlich auch persönlich mit. Natürlich mit einem Zeugen. Soviel Reife und Anstand muss schon sein.

Ihr Personaler

Lounge Gast schrieb:

Was ist das denn für eine verquere Logik?

"Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird
natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv?
Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis
als zerrüttet und die Kündigung als wirksam."

Wenn ich einen Arbeitnehmer los werden will, zahle ich im
einfach kein Gehalt mehr. Wenn er dagegen klagt, gilt das
Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich einen Mieter aus der Wohnung haben will, stelle ich
ihm die Heizung ab. Wenn der dagegen klagt, gilt das
Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich aus meinem Handyvertag will, zahle ich einfach meine
Gebühren nicht. Wenn der Anbieter dagegen klagt, gilt das
Verhälntis als zerrüttet und ich kann meinen Handyvertrag
kündigen.

So ganz scheint das nicht zu stimmen.

Die Personaler sind mir auch ganz tolle Helden. Ich hatte mal
ne Probezeitkündigung am letzten Tag mit der Post bekommen.
Ich habe dann einfach gesagt, bei mir ist nie was
eingegangen. Es kam dann zu einem Vergleich vor GEricht mit
Abfindung. Von Beweislast hatten die Personale noch nie was
geändert. Und ein Einschreiben mit Rückschein war denen wohl
auch gänzlich unbekannt.

Wichtig ist, dass der TE jetzt anfängt sich zu bewerben. Wenn
er jetzt ganz schnell nen neuen Job abfindet, erledigt sich
das ja hier vielleicht von alleine.

Ansonsten kann ich nur den Rat geben, zum Anwalt zu gehen. ER
wird ja wohl am besten einschätzen können, wie die Chancen
eine Kündigung sind.

antworten
PFP

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Gerade die Personaler, die keine Juristen für Arbeitsrecht sind, fliegen mit ihren Kündigungen oft auf die Schnautze, wenn der Arbeitnehmer konfliktbereit ist und einen guten Anwalt hat. Dass viele Arbeitnehmer aber sich direkt ergeben, stimmt sicher. Genau deswegen gibt es dann Verfahren - beide Seiten glauben, dass sich der Aufwand lohnt.

Kumpel hats durchgezogen, obwohl ihm Straftaten unterstellt wurden. In erster Instanz gewonnen, in zweiter einen Vergleich mit einem halben Jahresgehalt (nach Unkosten) geschlossen. Während des Verfahrens hatte er schon wieder Arbeit.

Wenn einem nichts angeboten wird, ist eine Klage fast immer sinnvoll. Auch dazu berät aber besser der Profi.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Der Personaler hier ist aalglatt und mit allen Wassern gewaschen. Ist doch logisch, worauf er spekuliert. Er kündigt einfach und setzt drauf, dass sich ein großer Teil nicht wehrt. Muss er dann für ein paar blechen, hat er immer noch gewonnen, weil er seinem Unternehmen Kosten spart. Clever

Da ich vermute, dass es sich um die gleiche Person handelt, die Zeugnisse bei der Hochschule überprüfen und jeden, der ein wenig seine Noten verbessert, gnadenlos verfolgen lässt, wundert mich seine Denke net wirklich. Chapeau, mein lieber Personaler, Sie sind sicher eine absolute Fachkraft und ich verstehe auch, warum man Ihnen Prokura gegeben hat, aber irgendwie wird es mir immer so kalt, wenn ich Ihre Beiträge lese.

PFP schrieb:

Gerade die Personaler, die keine Juristen für Arbeitsrecht
sind, fliegen mit ihren Kündigungen oft auf die Schnautze,
wenn der Arbeitnehmer konfliktbereit ist und einen guten
Anwalt hat. Dass viele Arbeitnehmer aber sich direkt ergeben,
stimmt sicher. Genau deswegen gibt es dann Verfahren - beide
Seiten glauben, dass sich der Aufwand lohnt.

Kumpel hats durchgezogen, obwohl ihm Straftaten unterstellt
wurden. In erster Instanz gewonnen, in zweiter einen
Vergleich mit einem halben Jahresgehalt (nach Unkosten)
geschlossen. Während des Verfahrens hatte er schon wieder
Arbeit.

Wenn einem nichts angeboten wird, ist eine Klage fast immer
sinnvoll. Auch dazu berät aber besser der Profi.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Wer klaut, begeht eine Straftat. Dieses zerrüttet das Vertrauensverhältnis. Dies könnte eine Kündigung begründen.

Aber doch nicht eine Klage. Wozu haben wir denn Kündigungsschutzgesetze? Dann hätte ich ja als Arbeitsrechtler gar nichts mehr zu tun.

Unternehmen kommt zu mir und will einen Arbeitnehmer kündigen. Ich so: "Kein Problem. Kündigen Sie im einfach. Wenn die Kündigung wirksam ist, kein Problem." Unternehmen: "Und was, wenn nicht?" Ich: "Auch kein Problem. Wenn er sich gegen die KÜndigung nicht wehrt und die Klagefrist abgelaufen ist, wird die KÜndigung wirksam. Wenn er sich wehrt, ist das Vertrauensverhältnis zerrüttet und die KÜndigung ist ebenfalls wirksam". Unternehmen "So einfach. Und dafür bezahl ich sie?".

Oder andersrum. AN: "Ich bin schwanger, schwerbehindert und Vorsitzende des Betriebsrat. Jetzt will man mir kündigen" Ich: "Tut mir leid. Der Arbeitgeber darf ihnen nicht kündigen. Wenn sie jedoch auf ihre Rechte beharren, ist das Vertrauensverhältnis zerrüttet und die Kündigung wirksam."

So was mag vielleicht im Kongo geschehen, aber nicht in einem Rechtsstaat.

Eine Klage wie aber auch eine Kündigung mag das Verhältnis belasten, aber gerade deswegen kommt es ja zu so vielen vergleichen. Der Richter sagt dann nämlich, dass die Kündigung unwirksam ist, aber die Fortführung des Arbeitsvertrages ist ja doch irgendwie belastet. Von daher schlägt er vor, sich irgendwie zu einigen. Der AG ist den AN los und der AN hat eine Abfindung erhalten.

Und ja, eine Klage kostet Geld und bei einem Vergleich werden die Kosten in der Regel geteilt. Die Kosten sind jedoch überschaubar und die Abfindung in der Regel höher als die Kosten. Von daher lohnt sich finanziell ein Vergleich immer.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Du hast ein komisches Verständnis. Wenn der Personaler Zeugnisfälschungen aufdeckt und verfolgen lässt, sollten ihm alle ehrlichen Absolventen dankbar sein, denn die Betrüger stehlen ihre Arbeitsplätze! Warum du dich vor Betrügern und Urkundenfälschern stellst, ist mir unerklärlich!

Beim Rest. Na ja, der Mann ist halt scheinbar ein echter Profi und holt für seni Unternehmen raus, was geht..so ist's halt in der Wirklichkeit...

Lounge Gast schrieb:

Der Personaler hier ist aalglatt und mit allen Wassern
gewaschen. Ist doch logisch, worauf er spekuliert. Er kündigt
einfach und setzt drauf, dass sich ein großer Teil nicht
wehrt. Muss er dann für ein paar blechen, hat er immer noch
gewonnen, weil er seinem Unternehmen Kosten spart. Clever

Da ich vermute, dass es sich um die gleiche Person handelt,
die Zeugnisse bei der Hochschule überprüfen und jeden, der
ein wenig seine Noten verbessert, gnadenlos verfolgen lässt,
wundert mich seine Denke net wirklich. Chapeau, mein lieber
Personaler, Sie sind sicher eine absolute Fachkraft und ich
verstehe auch, warum man Ihnen Prokura gegeben hat, aber
irgendwie wird es mir immer so kalt, wenn ich Ihre Beiträge
lese.

PFP schrieb:

Gerade die Personaler, die keine Juristen für Arbeitsrecht
sind, fliegen mit ihren Kündigungen oft auf die Schnautze,
wenn der Arbeitnehmer konfliktbereit ist und einen guten
Anwalt hat. Dass viele Arbeitnehmer aber sich direkt
ergeben,
stimmt sicher. Genau deswegen gibt es dann Verfahren -
beide
Seiten glauben, dass sich der Aufwand lohnt.

Kumpel hats durchgezogen, obwohl ihm Straftaten
unterstellt
wurden. In erster Instanz gewonnen, in zweiter einen
Vergleich mit einem halben Jahresgehalt (nach Unkosten)
geschlossen. Während des Verfahrens hatte er schon wieder
Arbeit.

Wenn einem nichts angeboten wird, ist eine Klage fast
immer
sinnvoll. Auch dazu berät aber besser der Profi.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Bei einigen Kommentaren des Personalers gruselt's mich echt. In einigen Unternehmen muss es ja eher wie Krieg statt wie Zusammenarbeit zugehen...

Zum Threadersteller: Bestimmte Maßnahmen muss man sich nicht gefallen lassen, zum Beispiel, dass man keine adäquate Arbeit erhält verglichen mit der Ausbildung und der vorherigen Tätigkeit. Ich rate dir dringend einen Anwalt aufzusuchen. Sicherlich ist es eine gute Idee das Unternehmen zu wechseln, aber der Anwalt stellt sicher, dass du bei den Verhandlungen von deinem Unternehmen nicht über den Tischen gezogen wirst. Und ausgehend von deinen Schilderungen kann man nicht davon ausgehen, dass das Unternehmen sich fair verhält.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

"Natürlich wird der Arbeitnehmer gekündigt und in der Praxis gab es bei uns und in meiner 25jährigen Erfahrung noch keinen Prozess, bei dem am Ende der Arbeitnehmer geblieben ist."

Das ist ja auch nur das vordergründige Ziel einer Kündigungsschutzklage. Und nicht das Hauptziel.

"In der Realität bekommt der Arbeitnehmer einfach ein schlechtes Zeugnis. Dann kann er klagen. Auf eigene Kosten, denn die werden bei einem derartigen Prozess geteilt. Beim ersten Prozess wird sich dann von Seiten des Unternehmens entschuldigt. Beim zweiten auch und beim dritten erst recht. Am Ende sind 1,5 Jahre vergangen, bis das Ganze entschieden wird. Solange hat er sein Zeugnis."

Und wen interessiert ein schlechtes Zeugnis? Wenn ich mich aus einer gesicherten Position heraus bewerbe, mache ich das ohne Zeugnis.

"Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv? Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung als wirksam."

Ach so, wenn man mir also einfach mal zu Unrecht unterstellt, ich hätte etwas gestohlen und man mir deshalb kündigt, ich mich erfolgreich dagegen wehre ist alleine durch meinen Versuch, mich zu wehren eine wirksame Kündigung zustande gekommen?
Das ist ziemlicher Quatsch.

Solange es keinen keinen Grund für eine Kündigung gibt und diese von einem Gericht bestätigt wird ist die Kündigung natürlich unwirksam. Auch nach 1,5 Jahren.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Verstehe nicht, warum du gegen den Personaler opponierst. Auch ich kenne keinen einzigen Fall, in dem ein Arbeitnehmer, der gegen eine Kündigung geklagt hat, wieder ins Unternehmen zurückgegangen ist. Deine Ausführungen haben mit der Realität nichts zu tun.

Lounge Gast schrieb:

"Natürlich wird der Arbeitnehmer gekündigt und in der
Praxis gab es bei uns und in meiner 25jährigen Erfahrung noch
keinen Prozess, bei dem am Ende der Arbeitnehmer geblieben
ist."

Das ist ja auch nur das vordergründige Ziel einer
Kündigungsschutzklage. Und nicht das Hauptziel.

"In der Realität bekommt der Arbeitnehmer einfach ein
schlechtes Zeugnis. Dann kann er klagen. Auf eigene Kosten,
denn die werden bei einem derartigen Prozess geteilt. Beim
ersten Prozess wird sich dann von Seiten des Unternehmens
entschuldigt. Beim zweiten auch und beim dritten erst recht.
Am Ende sind 1,5 Jahre vergangen, bis das Ganze entschieden
wird. Solange hat er sein Zeugnis."

Und wen interessiert ein schlechtes Zeugnis? Wenn ich mich
aus einer gesicherten Position heraus bewerbe, mache ich das
ohne Zeugnis.

"Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird
natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv?
Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis
als zerrüttet und die Kündigung als wirksam."

Ach so, wenn man mir also einfach mal zu Unrecht unterstellt,
ich hätte etwas gestohlen und man mir deshalb kündigt, ich
mich erfolgreich dagegen wehre ist alleine durch meinen
Versuch, mich zu wehren eine wirksame Kündigung zustande
gekommen?
Das ist ziemlicher Quatsch.

Solange es keinen keinen Grund für eine Kündigung gibt und
diese von einem Gericht bestätigt wird ist die Kündigung
natürlich unwirksam. Auch nach 1,5 Jahren.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Nicht vom Personaler einlullen lassen. So gut wie jedes Arbeitsgericht in Deutschland ist AN-freundlich. Und mit einem fähigen Arbeitsrechtler (ungleich Personaler!) werdem dem AG gnadenlos die Hosen runtergezogen.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Wie jemand schon schrieb ist der Verbleib nicht immer unbedingt das letzte Ziel, sondern vielmehr die Position im Handel um die Abfindung zu verbessern. Es gibt aber durchaus Leute, die danach nicht wechseln, entweder weil sir schon jahrelang dabei sind oder sonst vielleicht nur schwer was anderes finden würden. Ich sag nur Fall Emmely.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass der Personaler vom AG des TE ist und nun versucht, den TE dezent zum Auflösungsvertrag zu drängen.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Der Personaler hat grundsätzlich Recht. In 99% aller Fälle, wird man den Mitarbeiter los.

Den Fall Emmely heranzuziehen halte ich für fatal, denn die Medien haben in dem Fall extremen Druck ausgeübt und der Kündigungsgrund war schon immer umstritten. Spätestens nach dem die Sache beim Petitionsausschuss des Bundestages gelandet war, wurde es auch noch politisch. Das war überhaupt nicht mit dem normalen AN vergleichbar.

Mal aber kurz chronologisch: Die gute Frau hatte 2008 geklagt. Hat in zwei Instanzen verloren.
2011/12 wurde in letzter Instanz für sie entschieden. Dabei hat die Frage, wie sie sich im Prozess verhalten hat, das ist das was der Personaler als Zerrüttung beschrieben hat, ausführlich diskutiert. Da der Sachverhalt immer klar war, gab es da keine Beanstandungen. Das dürfte in 80% der Fälle nicht so sein.

Während des jahrelangen Prozesses hat die Frau alles verloren. Die Wohnung, die Altervorsorge, die Reserven, die Nerven. Bekommen hat sie nur eine Nachzahlung des Grundgehaltes.

Und ja, sie ist kurz an die Kasse zurückgekehrt. Sie hatte auch kurzen Ruhm. Anschließend verstarb sie an Herzversagen.

Was ich damit sagen will: Ich bezweifle stark, dass ein normaler Arbeitgeber in derartige politische, rechtliche und mediale Spähren eindringt, die so einen Druck auf den Arbeitgeber ausüben können.

Lounge Gast schrieb:

Wie jemand schon schrieb ist der Verbleib nicht immer
unbedingt das letzte Ziel, sondern vielmehr die Position im
Handel um die Abfindung zu verbessern. Es gibt aber durchaus
Leute, die danach nicht wechseln, entweder weil sir schon
jahrelang dabei sind oder sonst vielleicht nur schwer was
anderes finden würden. Ich sag nur Fall Emmely.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Den Arbeitgeber als Organisation wahrscheinlich nicht, aber das Unternehmen besteht schließlich aus handelnden Personen. Es gibt genügend Mittel und Wege, um auf diese Personen ausreichend Druck auszuüben.

Wenn also Chefs und HRler mit dreckigen Mitteln kämpfen, kann der Arbeitnehmer dies genauso tun. Ich würde behaupten, dass die allermeisten Personen keine Ahnung haben, wie Sie darauf reagieren sollen, wenn sich das Kriegsgebiet und die Regeln plötzlich ändern.

Lounge Gast schrieb:

Was ich damit sagen will: Ich bezweifle stark, dass ein
normaler Arbeitgeber in derartige politische, rechtliche und
mediale Spähren eindringt, die so einen Druck auf den
Arbeitgeber ausüben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Und genau da liegst du falsch. Wie der Personaler bereits ausgeführt hat, legen ungefähr 70% überhaupt keine Klage vor dem Arbeitsgericht ein und die Wenigsten haben die Nerven einen jahrelangen Prozess durchzustehen.

Außerdem ist das genau das Gegenteil davon, was "Emily" gemacht hat. Sie hat eben nicht nachgelegt und auch das Unternehmen nicht. Es ging immer nur um diese paar Cent. Die Frage der Zerrüttung nimmt im Urteil fast 10 Seiten ein. Und weil beide Seiten eben nur die Sachfrage im Mittelpunkt hatten, galt das Verhältnis als nicht zerrüttet. Das ist aber normalerweise die absolute Ausnahme.

Was du da beschreibst klingt total toll, aber in der Realität passiert das so gut wie nie. Nicht nur aus Unwissen oder Trägheit des Arbeitnehmers, sondern auch, weil es klar ist, dass ein Arbeitnehmer mit solchen Methoden nirgendwo mehr unterkommt.

Lounge Gast schrieb:

Den Arbeitgeber als Organisation wahrscheinlich nicht, aber
das Unternehmen besteht schließlich aus handelnden Personen.
Es gibt genügend Mittel und Wege, um auf diese Personen
ausreichend Druck auszuüben.

Wenn also Chefs und HRler mit dreckigen Mitteln kämpfen, kann
der Arbeitnehmer dies genauso tun. Ich würde behaupten, dass
die allermeisten Personen keine Ahnung haben, wie Sie darauf
reagieren sollen, wenn sich das Kriegsgebiet und die Regeln
plötzlich ändern.

Lounge Gast schrieb:

Was ich damit sagen will: Ich bezweifle stark, dass ein
normaler Arbeitgeber in derartige politische, rechtliche
und
mediale Spähren eindringt, die so einen Druck auf den
Arbeitgeber ausüben können.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Bei Mittel und Wege habe ich nicht unbedingt daran gedacht, dass man einen Krieg in der Öffentlichkeit führt. Andere Dinge sind viel wirksamer.

Ich würde behaupten, dass ich inzwischen über ein Arsenal von Mitteln verfüge, um das Leben von Menschen, die mir erheblichen Schaden zufügen, zur Hölle auf Erden zu machen.

Aber du hast Recht, viele Arbeitnehmer geben ohne Kampf auf.

Lounge Gast schrieb:

Was du da beschreibst klingt total toll, aber in der Realität
passiert das so gut wie nie. Nicht nur aus Unwissen oder
Trägheit des Arbeitnehmers, sondern auch, weil es klar ist,
dass ein Arbeitnehmer mit solchen Methoden nirgendwo mehr
unterkommt.

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

hi, hier der thread-starter.

so ist es im endeffekt verlaufen: krankmeldung 6 wochen; innerhalb der 6 wochen einen neuen job gesucht; aufhebungsvertrag mit guter Abfindung verhandelt und anderswo angefangen...

eigentlich ganz gut gelaufen...

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Gut gemacht.

Ich hätte in so einem Unternehmen auch nicht aushalten können!

antworten
WiWi Gast

Re: Hilfe! Unternehmen schlägt Aufhebungsvertrag vor. Wie soll ich mich verhalten?

Was Sie da eigenartiges Schreiben....
Mir ging es genauso wie dem Fragesteller und ich habe den Ex-Arbeitgeber verklagt.
Da wurde gelogen, dass sich die Balken biegen, da wurde probiert ohne Ende - ich bin hart geblieben und habe es eiskalt durchziehen wollen.

Dann .... urplötzlich .... außergerichtliche Einigung (6 Monatsgehälter nach 2.5 Jahren).
Passt - und ein "extrem gutes Zeugnis"

win/win

WiWi Gast schrieb am 27.06.2016:

Was ist das denn für eine verquere Logik?

"Und der Arbeitnehmer wird freigestellt? Er wird natürlich gekündigt. Glauben Sie Unternehmen sind naiv? Spätestens ab Zeitpunkt der Klageerhebung gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung als wirksam."

Wenn ich einen Arbeitnehmer los werden will, zahle ich im einfach kein Gehalt mehr. Wenn er dagegen klagt, gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich einen Mieter aus der Wohnung haben will, stelle ich ihm die Heizung ab. Wenn der dagegen klagt, gilt das Verhältnis als zerrüttet und die Kündigung ist wirksam.

Wenn ich aus meinem Handyvertag will, zahle ich einfach meine Gebühren nicht. Wenn der Anbieter dagegen klagt, gilt das Verhälntis als zerrüttet und ich kann meinen Handyvertrag kündigen.

So ganz scheint das nicht zu stimmen.

Die Personaler sind mir auch ganz tolle Helden. Ich hatte mal ne Probezeitkündigung am letzten Tag mit der Post bekommen. Ich habe dann einfach gesagt, bei mir ist nie was eingegangen. Es kam dann zu einem Vergleich vor GEricht mit Abfindung. Von Beweislast hatten die Personale noch nie was geändert. Und ein Einschreiben mit Rückschein war denen wohl auch gänzlich unbekannt.

Wichtig ist, dass der TE jetzt anfängt sich zu bewerben. Wenn er jetzt ganz schnell nen neuen Job abfindet, erledigt sich das ja hier vielleicht von alleine.

Ansonsten kann ich nur den Rat geben, zum Anwalt zu gehen. ER wird ja wohl am besten einschätzen können, wie die Chancen eine Kündigung sind.

antworten

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Der Schriftzug Recht zum Thema Muster-Aufhebungsvertrag.

Ein Aufhebungsvertrag löst einen Arbeitsvertrag auf und beendet das Arbeitsverhältnissen. Im Gegensatz zu einer Kündigung wird das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichzeitig beendet. Durch Aufhebungsverträge wird der Kündigungsschutz im Arbeitsrecht umgangen. Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main bietet als Microsoft Word Vorlage zum kostenlosen Download einen Muster-Aufhebungsvertrag an.

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Headhunter of the Year 2016 – Nominierte stehen fest

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Kommentare 59 Beiträge

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3 Kommentare

Kündigung?

WiWi Gast

Muss man halt immer abwägen was man vor allem später einmal machen will. In einer Firma zu arbeiten wo man eigentlich keinen richt ...

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