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Erben und Vererben

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know-it-all

Re: Erben und Vererben

Das Problem ist, dass diese Formalitäten in jedem Land anders sind. Für die Schweiz bekommst du immerhin deutschsprachige Formulare, was in Frankreich, Spanien und co. nicht so ist. Außerdem wartet man teilweise Monate, wenn nicht Jahre, auf Erstattungen. Italien ist, wie ich mal gelesen habe, besonders bürokratisch und langsam.
Ich habe es einmal mit Norwegen gemacht. Muss man erst zum hiesigen Finanzamt gehen, holt sich dort eine Bescheinigung ab, dass man hierzulande besteuert wird. Die schickt man mit einem Formular und einem Anschreiben nach Norwegen und ein halbes Jahr später bekommt man ein bisschen Geld erstattet. Für Großinvestoren ist das sicher kein Problem, aber für höchstens 10 bis 15 EUR zusätzliche Dividende ist es etwas müßig ;-)

Lounge Gast schrieb:

Nein überhaupt nicht kompliziert und kostenintensiv. Habe ich
für die Schweiz schon öfters gemacht. Man füllt ein Formular
aus, das man mitsamt der Dividendenbescheinigung ans
Wohnsitzfinanzamt schickt. Das kommt abgestempelt zurück und
man schickt es anschließend nach Bern (für die Erstattung
schweiz. Quellensteuer). Durch das Verfahren bekommst 20%
erstattet und und 15% lassen sich bei der ESt anrechnen.
Damit hast du am Ende effektiv deine 25% Abgeltungssteuer
gezahlt. Kein Problem.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Zu Opas Jugendzeiten kostete eine Rolex mehrere hundert Markt, heute ein paar tausend.

Wie hätte sich so ein Kauf auf sein heute "zweistelliges Millionenvermögen" negativ ausgewirkt?

Lounge Gast schrieb:

Opa hohe Position in einer Versicherung, Oma eigene
Schneiderei und nebenbei noch ein landwirtschaftlicher
Betrieb. Hätte man das Geld zum Fenster für Schwachsinn wie
Rolex oder andere Konsumgüter für Proleten rausgeworfen und
nicht immer wieder investiert, wäre es jedenfalls nicht
soviel. Opa fährt jedenfalls heute noch einen Kleinwagen.

Lounge Gast schrieb:

Durch eine "sparsame Lebensweise" haben sie es
wohl
kaum auf einen "zweistelligen Millionenbetrag"
gebracht...

Lounge Gast schrieb:

Zweistelliger Millionenbetrag... Kam irgendwie
abhanden.

Lounge Gast schrieb:

Mein Großvater und meine bereits verstorbene
Großmutter,
beides Kriegswaisen, haben es durch eine
sparsame
Lebensweise
auf einen zweistelligen Betrag exklusive zweier
Immobilien
gebracht, weil sie ihrer Tochter einmal ein
schönes
Leben
ermöglichen wollten.

Mit welchem Recht wollt ihr das Eltern
verwehren?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das ist sauinteressant, hat aber mit Erben/Vererben und dem TE erstmal nix zu tun.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

In der Tat. Die Diskussion schwappt leicht auf Nebenkriegsschauplätze, was vor allem der fehlenden Wahrnehmung der Diskussionsteilnehmer für das Große und Ganze zuzuschreiben ist.

Wir diskutieren hier Erbschaftssteuer und Gerechtigkeitsthemen, und dann kommen die Leute mit "Formular xyz bringt Dir 10 Euro Steuererstattung". Lächerlich.

Lounge Gast schrieb:

Das ist sauinteressant, hat aber mit Erben/Vererben und dem
TE erstmal nix zu tun.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Eine s klasse kostete damals auch nur 7.000 DM. Aber da hat auch niemand 2500 netto verdient... Außerdem geht es wohl eher zu zeigen, dass man massiv Vermögen aufbauen kann, wenn man nicht abhebt wie einige bereits im zweiten Semester.

Für die jüngeren, es gab zu den Zeiten Anleihen mit 30%. In den 50er haben es wirklich viele von unten nach oben geschafft

Lounge Gast schrieb:

Zu Opas Jugendzeiten kostete eine Rolex mehrere hundert
Markt, heute ein paar tausend.

Wie hätte sich so ein Kauf auf sein heute "zweistelliges
Millionenvermögen" negativ ausgewirkt?

Lounge Gast schrieb:

Opa hohe Position in einer Versicherung, Oma eigene
Schneiderei und nebenbei noch ein landwirtschaftlicher
Betrieb. Hätte man das Geld zum Fenster für Schwachsinn
wie
Rolex oder andere Konsumgüter für Proleten rausgeworfen
und
nicht immer wieder investiert, wäre es jedenfalls nicht
soviel. Opa fährt jedenfalls heute noch einen Kleinwagen.

Lounge Gast schrieb:

Durch eine "sparsame Lebensweise" haben
sie es
wohl
kaum auf einen "zweistelligen
Millionenbetrag"
gebracht...

Lounge Gast schrieb:

Zweistelliger Millionenbetrag... Kam irgendwie
abhanden.

Lounge Gast schrieb:

Mein Großvater und meine bereits
verstorbene
Großmutter,
beides Kriegswaisen, haben es durch eine
sparsame
Lebensweise
auf einen zweistelligen Betrag exklusive
zweier
Immobilien
gebracht, weil sie ihrer Tochter einmal ein
schönes
Leben
ermöglichen wollten.

Mit welchem Recht wollt ihr das Eltern
verwehren?

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Und die eigene Bank verlangt oft noch eine Gebühr bei mir etwa 20? je Position und Jahr.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das Gerede über die Vergangenheit ist auch nicht zielführend da die Lage heute eine andere ist!

Spekulieren wir lieber mal ein wenig über die Zukunft.

Wird Otto Normal Wiwi (aktuell zwischen 25-35) seinen Kindern mal groß was vererben können?
Oder wird alles für Rimowa Koffer und Business Taschen verblödelt?
Kann man überhaupt noch nennenswerte Beträge ansparen?

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Bei 3sat wurde eben gesagt dass die Bundesregierung "Reich" als Vermögen von 500k definiert. Egal ob es liquide ist oder in der eigenen Immobilie.
Also völliger Schwachsinn. Eine hohe Erbschaftssteuer würde wie immer den Mittelstand treffen.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

man kann ja reich sein, obwohl es reichere gibt

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Wo ist denn 500k Mittelstand? Das verdient man mit Netto Durchschnittseinkommen sein ganzes Leben lang nicht.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Wenn man heute von den Eltern 500k erbt, muss man nach den derzeitigen Regelungen ganze 11k Steuern darauf zahlen.
Und das auch nur, wenn davon nichts steuerfrei ist, beispielsweise das sog. Familienheim oder 85% (in manchen Fällen sogar 100%) des vererbten Betriebsvermögens.

Ich persönlich finde das ja verkraftbar...

Lounge Gast schrieb:

Bei 3sat wurde eben gesagt dass die Bundesregierung
"Reich" als Vermögen von 500k definiert. Egal ob es
liquide ist oder in der eigenen Immobilie.
Also völliger Schwachsinn. Eine hohe Erbschaftssteuer würde
wie immer den Mittelstand treffen.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Hast du nicht gelesen das auch eigene Immobilien dazuzählen?

Absolut jeder in einem Ballungsgebiet, der eine Immobilie mit Platz für eine Familie früher oder heute gekauft hat fällt darunter.
Für 500k kriegt man in MUC eine 80qm Wohnung! Durch die hohen Preise müssen sich also Familien derart verschulden und wenn die Wohnung dann mal Eigentum ist dann will man da nochmal richtig abkassieren?

Besser ist die Definition internationaler Organisationen die bei "1 Million Euro" an frei verfügbarem Vermögen von "Reich" sprechen.

Kein Wunder das Deutschland bei hochqualifizierten Einheimischen ein Auswanderungssaldo hat, die haben alle kein auf die zunehmend sozialistische Stimmung wie sogar hier im WiWi Forum, die alle "gleich" und zwar vor allem "gleich arm" machen will.

Bedenkt Winston Churchill: "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."

Eine hohe Erbschaftssteuer würde wie immer vor allem die Mittelschicht treffen da genau diese nicht die Mittel zur Steuervermeidung besitzt und DAS ist dann ungerecht.

Lounge Gast schrieb:

Wo ist denn 500k Mittelstand? Das verdient man mit Netto
Durchschnittseinkommen sein ganzes Leben lang nicht.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Hätte man im Studium performt, dann schon. Also nicht jammern.

Lounge Gast schrieb:

Wo ist denn 500k Mittelstand? Das verdient man mit Netto
Durchschnittseinkommen sein ganzes Leben lang nicht.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das Ziel des Staates ist es doch Leistung zu fördern. Jemand der erbt muss keine Leistung mehr bringen wenn er ausgesorgt hat. Gleichzeitig führt eine niedrigere Einkommensteuer dazu mehr zu leisten. Wieso also nicht die Erbschaftssteuer raufsetzen und dafür die Einkommensteuer senken?

Das Immobilien Argument ist auch totaler Schwachsinn. Was macht es für einen Unterschied ob ich Geld auf der Bank habe oder eine Immobilie. Ob ich mir das Geld auf der Bank mühsam erspart habe oder die Immobilie mühsam abgespart habe macht doch überhaupt keinen Unterschied. Ich verstehe auch nicht wo das Gefühl her kommt das jeder steuerfrei ein Haus vererben sollen dürfte.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ich habe im Studium performt und auch bereits im Arbeitsleben. Und genau das ist das Problem. Von dem Geld welches mein Arbeitgeber für mich ausgibt gehen fast 2/3 an den Staat oder an die Sozialversicherungen. Jemand der 500k erbt gibt fast nichts an den Staat und vielleicht 180EUR an die Krankenkasse. Ich kann mir kein moralisches Geflecht bauen in dem dies fair ist.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Hättest du performt, würdest du hier jetzt nicht jammern. Du durftest in Deutschland kostenlos studieren, während in anderen Ländern die Absolventen mit 100.000 Eur oder mehr Schulden starten. Ist das gerecht wird sich der Absolvent aus einem solchen Land fragen? Wären die Erbschaftssteuern höhere, hättest du immer noch ein mickriges Nettojahresgehalt.

Hätten deine Eltern oder Großeltern performt, wäre dein moralisches Empfinden zudem anders ausgerichtet.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe im Studium performt und auch bereits im
Arbeitsleben. Und genau das ist das Problem. Von dem Geld
welches mein Arbeitgeber für mich ausgibt gehen fast 2/3 an
den Staat oder an die Sozialversicherungen. Jemand der 500k
erbt gibt fast nichts an den Staat und vielleicht 180EUR an
die Krankenkasse. Ich kann mir kein moralisches Geflecht
bauen in dem dies fair ist.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Sehr schön. Nachdem ich in einer der ersten Antworten schon zu bedenken gab, dass sich das Bild etwas anders darstellt, sobald man selber arbeitet. Denn dann erst merkt man, wie langsam sich Vermögen aufbaut und wieviel man dafür opfert, wenn man abhängig angestellt ist.

Generell ist leistungsloses Einkommen stärker zu besteuern als Einkommen, welches durch Arbeit entsteht. Leider ist dies in unserer Gesellschaft noch nicht Realität...

Lounge Gast schrieb:

Ich habe im Studium performt und auch bereits im
Arbeitsleben. Und genau das ist das Problem. Von dem Geld
welches mein Arbeitgeber für mich ausgibt gehen fast 2/3 an
den Staat oder an die Sozialversicherungen. Jemand der 500k
erbt gibt fast nichts an den Staat und vielleicht 180EUR an
die Krankenkasse. Ich kann mir kein moralisches Geflecht
bauen in dem dies fair ist.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Da deine einzigen Argument sind zu relativieren und persönliche Unterstellungen zu machen, bestätigst du nur meine Argumentation.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ich relativiere gar nichts. Du bist im Grunde einfach nur von Neid zerfressen, dass andere Eltern für Ihre Kinder vorsorgen und deine eigenen es scheinbar nicht gemacht haben, weil sie vll nicht unbedingt low performer sind, aber ziemliche Egoisten, die ihr Geld für Kreuzfahrten verballern und dir nichts übrig lassen werden.

Lounge Gast schrieb:

Da deine einzigen Argument sind zu relativieren und
persönliche Unterstellungen zu machen, bestätigst du nur
meine Argumentation.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Eltern "gehen auf die 70 zu" sagt der TE. Wie alt sind sie denn wirklich? 66? Vielleicht kein Wunder, dass sie keine Notwendigkeit sehen, sich heute über die Verteilung ihres Vermögens nach dem BEIDE tot sind, Gedanken zu machen.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Die meisten die hier eine entsprechende Versteuerung von Erbschaften fordern sind meiner Meinung nach von Neid und Missgunst zerfressen. Ist ja nicht so, dass sie persönlich mehr hätten wenn jemand anderes mehr Erbschaftssteuer zahlen muss. Zugeben können Sie das dann natürlich nicht, deshalb wird mit sozialer Gerechtigkeit argumentiert. Warum es gerecht sein soll, jemandem was wegzunehmen, erschließt sich mir nicht. Als Nächstes kommt dann immer das Argument, dass die Erben ja nichts dafür getan haben. Nur weil jemand nichts für etwas getan hat, ist es also gerecht ihm was wegzunehmen? Wer ein gewisses Einkommen hat ist selber schuld, wenn er/sie es nicht schafft, sich was aufzubauen. Dazu muss man sich aber natürlich mit den Themen Geldanlage und Ausgabeverhalten beschäftigen - anstatt neidisch auf andere zu schielen. Ich werde vermutlich mal einiges erben (habe aber auch selbst schon einiges angespart). Ich bin ehrlich, so wenig wie die Gegenseite Argumente für das Besteuern hat, habe ich Argumente gegen das Besteuern. Ich bin einfach Egoist, ich möchte schlicht so viel wie möglich für mich haben. Beim Thema Erbschaftssteuern gibt es kein richtig oder falsch, es geht immer nur um Neid, Missgunst, Egoismus und persönliche Interessen.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Nach der Logik hier im im Thread müssten Lottogewinner ihren Gewinn ja eigentlich abgeben, denn sie haben ja nichts dafür getan - so wie die faulen Erben...

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das Problem, welches in den letzten Posts deutlich wird, ist dass Leute die voraussichtlich viel Erben werden logischerweise nichts von ihren Besitzansprüchen abgeben wollen. Daher auch das blöde Argument das niemand etwas davon hat, wenn man ihn sein Erbe wegnimmt. Das der Staat Ausgaben hat und diese durch Einnahmen decken muss und es verschiedene Möglichkeiten für Einnahmen gibt, wird einfach ausgeblendet.

Ich versuche es nochmal mit Argumenten. Wer andere Argumente als "Neid" hat, kann gerne darauf eingehen. Vielleicht hilft es, wenn ich schreibe das ich noch Großeltern habe die beide ihr lebenlang gearbeitet haben und immer noch in einer 450? Wohnung wohnen. Kreuzfahrten werden auch nicht gemacht. Es ist also noch mehr als genug Geld zum vererben da. Neid ist also nicht mein Problem.

  1. Vermögensverteilung
    Es ist erwiesen das eine zu starke Konzentration von Vermögen für eine Volkswirtschaft Nachteile hat. Genauso wie Geld investiert werden muss, muss es auch ausgegeben werden, damit eine Volkswirtschaft funktioniert.

  2. Leistungsgesellschaft
    In Deutschland leben wir in einer Leistungsgesellschaft. Wer viel leistet verdient auch viel, gibt aber auch mehr ab an Menschen die nicht soviel leisten können/wollen. Dieses Prinzip ist elementar für den Zusammenhalt in Deutschland. Wenn Menschen mit dem Prinzipien eines Staates nicht einverstanden sind, steigt die Steuervermeidung und die Abwanderung von Nettosteuerzahlern.
    Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden in eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon weitaus bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien. Außerdem müssen Sie von Ihrem Erbe nichts in die Sozialversicherungen einzahlen, können aber trotzdem die GKV in Anspruch nehmen. Und auch ein in Deutschland lebender Erbe profitiert von unserem Rechtsstaat und der Infrastruktur. Wieso sollte er dazu nichts beisteuern?

(Schein-)Gegenargumente

  1. Nicht machbar
    Eine faire Erbschaftssteuer zu gestalten ist sicher nicht einfach. Aber nur weil etwas nicht einfach ist, ist dies kein Grund es gleich ganz sein zu lassen. Eine Annäherung ans Optimum ist immer noch besser als der Ist-Zustand.
    Auch will keiner das die Ehefrau nach 40 Jahren Ehe das Vermögen Ihres Mannes abgeben muss (zumal es ihr ja auch zu 50% gehört). Dies ließe sich über Gesetze relativ leicht regeln.

  2. Es bringt den Nicht-Erben nichts
    Wie Eingangs schon geschrieben muss der Staat seine Ausgaben decken. Zur Zeit macht er dies größtenteils über die Einkommens- und Mehrwertsteuer. Diese könnten beide entlastet werden bei einer Anhebung der Erbschaftssteuer. Dies hätte den positiven Effekt das mehr Menschen über Leistung ein Vermögen fürs Alter ansparen können und sich Leistung wieder mehr lohnen würde.
antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ich weiß nicht ob das früher auch so war, aber ein großes Problem heutzutage ist, dass die Leute immer alles und sofort haben wollen ohne was dafür zu tun (jaja die Ironie wegen erben und so).

Es reicht nicht mehr, dass man als Sohn eines einfachen Angestellten die Chance bekam Akademiker zu werden und sich dadurch komplett neue Möglichkeiten eröffnen (nicht nur im Bereich Vermögensaufbau), nein man will sofort die Villa, 4 Autos, Luxusreisen und 15 Millionen Cash und wenn man das nicht bekommt, dann soll das gefälligst auch niemand anderes haben.
Und natürlich soll das wie immer der Staat regeln.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

In den USA liegt der Freibetrag bei 4.5 Mio USD und es gibt eine ähnliche Diskussion.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Noch vor 10 Jahren war die Erbschaftssteuer anders ausgestaltet. Von höheren Geldvermögen hatte der Staat da mehr bekommen. Dann wurden die Freibeträge so stark erweitert, dass fast keine Erbschaftssteuer mehr anfällt. Das ist die Situation heute.

Lounge Gast schrieb:

Das Problem, welches in den letzten Posts deutlich wird, ist
dass Leute die voraussichtlich viel Erben werden
logischerweise nichts von ihren Besitzansprüchen abgeben
wollen. Daher auch das blöde Argument das niemand etwas davon
hat, wenn man ihn sein Erbe wegnimmt. Das der Staat Ausgaben
hat und diese durch Einnahmen decken muss und es verschiedene
Möglichkeiten für Einnahmen gibt, wird einfach ausgeblendet.

Ich versuche es nochmal mit Argumenten. Wer andere Argumente
als "Neid" hat, kann gerne darauf eingehen.
Vielleicht hilft es, wenn ich schreibe das ich noch
Großeltern habe die beide ihr lebenlang gearbeitet haben und
immer noch in einer 450? Wohnung wohnen. Kreuzfahrten werden
auch nicht gemacht. Es ist also noch mehr als genug Geld zum
vererben da. Neid ist also nicht mein Problem.

  1. Vermögensverteilung
    Es ist erwiesen das eine zu starke Konzentration von Vermögen
    für eine Volkswirtschaft Nachteile hat. Genauso wie Geld
    investiert werden muss, muss es auch ausgegeben werden, damit
    eine Volkswirtschaft funktioniert.

  2. Leistungsgesellschaft
    In Deutschland leben wir in einer Leistungsgesellschaft. Wer
    viel leistet verdient auch viel, gibt aber auch mehr ab an
    Menschen die nicht soviel leisten können/wollen. Dieses
    Prinzip ist elementar für den Zusammenhalt in Deutschland.
    Wenn Menschen mit dem Prinzipien eines Staates nicht
    einverstanden sind, steigt die Steuervermeidung und die
    Abwanderung von Nettosteuerzahlern.
    Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden in
    eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon weitaus
    bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien.
    Außerdem müssen Sie von Ihrem Erbe nichts in die
    Sozialversicherungen einzahlen, können aber trotzdem die GKV
    in Anspruch nehmen. Und auch ein in Deutschland lebender Erbe
    profitiert von unserem Rechtsstaat und der Infrastruktur.
    Wieso sollte er dazu nichts beisteuern?

(Schein-)Gegenargumente

  1. Nicht machbar
    Eine faire Erbschaftssteuer zu gestalten ist sicher nicht
    einfach. Aber nur weil etwas nicht einfach ist, ist dies kein
    Grund es gleich ganz sein zu lassen. Eine Annäherung ans
    Optimum ist immer noch besser als der Ist-Zustand.
    Auch will keiner das die Ehefrau nach 40 Jahren Ehe das
    Vermögen Ihres Mannes abgeben muss (zumal es ihr ja auch zu
    50% gehört). Dies ließe sich über Gesetze relativ leicht
    regeln.

  2. Es bringt den Nicht-Erben nichts
    Wie Eingangs schon geschrieben muss der Staat seine Ausgaben
    decken. Zur Zeit macht er dies größtenteils über die
    Einkommens- und Mehrwertsteuer. Diese könnten beide entlastet
    werden bei einer Anhebung der Erbschaftssteuer. Dies hätte
    den positiven Effekt das mehr Menschen über Leistung ein
    Vermögen fürs Alter ansparen können und sich Leistung wieder
    mehr lohnen würde.
antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ganz genau, der "Nanny" Staat. Sieht man hier wieder sehr schön.
Wir haben Rekordeinnahmen, ballern 40 Mrd. EUR p.a. für unsere neuen Zuwanderer aus, aber brauchen DRINGEND neue Steuern. Alles klar.
Wo lebt ihr eigentlich?
Die Politkaste ist wohl die abgehobenste in ganz D, ich wette ihr kennt nicht einen persönlich. Ich schon und ich kann euch sagen: ich kenne keine unsympathischeren Menschen. Denen ist alles egal, hauptsache das Steuergeld wird von EUCH abgeliefert.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Zurecht! Weg mit Erbschaftssteuer!

Noch vor 10 Jahren war die Erbschaftssteuer anders
ausgestaltet. Von höheren Geldvermögen hatte der Staat da
mehr bekommen. Dann wurden die Freibeträge so stark
erweitert, dass fast keine Erbschaftssteuer mehr anfällt. Das
ist die Situation heute.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Verstehe nicht, wieso bereits versteuertes Vermögen noch einmal mit dieser Erbschaftssteuer gekürzt werden soll.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Lustig wie keiner auf den längeren Post vom Lounge Gast eingeht, stattdessen wieder die gleichen Argumente bringt die bereits entkräftet wurden.

Keiner will höhere Staatseinnahmen, sondern das die Einnahmen woanders herkommen.

Jedes Geld wurde schon mal versteuert. Wenn man sich bei Starbucks für 5 EUR einen Kaffee mit seinem versteuertem Geld kauft, dann kriegt der Mitarbeiter davon einen Teil ab und muss diesen versteuern. Davon kauft er sich dann in der Mensa ein Gericht auf welches wieder Steuern fällig werden, usw. .
Wenn man das Erben als Arbeit betrachtet, würde dies bedeuten dass man dafür bezahlt wird der/die Sohn/Tochter von jemanden zu sein. Darauf würde dann aber Einkommenssteuer fällig...

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Eure Eltern haben es versteuert. Ihr aber nicht. Ihr wollt keine Steuern auf etwas bezahlen, wofür IHR noch keinen Cent Steuern gezahlt habt. Also heult nicht rum ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Weil es an einen anderen übergeht.

Wenn du als Einzelhändler Gewinn machst, weil Leute ihr versteuertes Einkommen bei dir ausgeben, must du es auch versteuern.

Lounge Gast schrieb:

Verstehe nicht, wieso bereits versteuertes Vermögen noch
einmal mit dieser Erbschaftssteuer gekürzt werden soll.

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

Ganz genau, der "Nanny" Staat. Sieht man hier
wieder sehr schön.
Wir haben Rekordeinnahmen, ballern 40 Mrd. EUR p.a. für
unsere neuen Zuwanderer aus, aber brauchen DRINGEND neue
Steuern. Alles klar.
Wo lebt ihr eigentlich?

Du verdrehst ziemlich die Tatsachen. Es hat ja bisher niemand wirklich geschrieben oder behauptet, dass dieser Staat insgesamt mehr Steuereinnahmen benötigt. Wenn über eine höhere Besteuerung von Erbschaften diskutiert wird, dann wurde doch mehrfach erwähnt, dass an anderer Stelle die Steuerbelastung (Einkommen, MWSt) in gleichem Maße reduziert werden könnte/sollte. Das würde zumindest ein bisschen mehr zur Umverteilung beitragen. Ich kann natürlich auch die (wenigen) Leute verstehen, die sich lautstark beschweren, weil sie stärker als vorher belastet würden. Zumindest sollte man dann aber nicht solche Scheinargumente anführen.
Btw: die Erwähnung der Zuwanderer in deiner Argumentation, lässt wohl auch ein bisschen deine Gesinnung durchscheinen!?

Die Politkaste ist wohl die abgehobenste in ganz D, ich wette
ihr kennt nicht einen persönlich. Ich schon und ich kann euch
sagen: ich kenne keine unsympathischeren Menschen. Denen ist
alles egal, hauptsache das Steuergeld wird von EUCH
abgeliefert.

Es steht ja jedem frei, selbst Politiker zu werden. Sich nur plakativ und platt über andere zu beschweren, ist nicht wirklich konstruktiv.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Erbschaftssteuer ist und bleibt ein Schlagwort für den Wahlkampf. Wenn man sich mal die Zahlen ansieht weiß man auch warum:

Letztes Jahr wurden 109 Mrd. Euro vererbt oder verschenkt. Wird eine 50%ige Steuer fällig hat der Fiskus 54,5 Mrd. Euro eingenommen. Das sind Peanuts. Durch 80 Mio. Einwohner wären das pro Kopf 680 Euro. Man kann sicher sein, dass dieses Geld wahrscheinlich im EU-Topf landet als dass es im Inland investiert werden würde.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Also auf der Einnahmen Seite ist beim Staat alles im Lot... Die Ausgaben stimmen nur nicht.
Da muss man keine neuen Steuern erheben (bzw. bestehende Erhöhen) sondern die Ausgaben senken.

Wenn ich 30% vom Gehalt in die Sozialkassen stecken muss läuft was falsch...aber Wahlkampf läuft halt schlecht wenn man sagt man kürzt Leistungen.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Tja, es ist Fakt das die Zuwanderung die Sozialsysteme zerstören wird. Zwar nicht in ein zwei oder drei Jahren, aber in 10 bis 20 Jahren. Das ist simple Mathematik und da hilft dir auch keine Ideologie zusätzliche Mrd aus dem Hut zu zaubern.

Manche denken in größeren Zusammenhängen, andere sind hingegen dazu nicht in der Lage. Alles hängt zusammen.

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Ganz genau, der "Nanny" Staat. Sieht man hier
wieder sehr schön.
Wir haben Rekordeinnahmen, ballern 40 Mrd. EUR p.a. für
unsere neuen Zuwanderer aus, aber brauchen DRINGEND neue
Steuern. Alles klar.
Wo lebt ihr eigentlich?

Du verdrehst ziemlich die Tatsachen. Es hat ja bisher niemand
wirklich geschrieben oder behauptet, dass dieser Staat
insgesamt mehr Steuereinnahmen benötigt. Wenn über eine
höhere Besteuerung von Erbschaften diskutiert wird, dann
wurde doch mehrfach erwähnt, dass an anderer Stelle die
Steuerbelastung (Einkommen, MWSt) in gleichem Maße reduziert
werden könnte/sollte. Das würde zumindest ein bisschen mehr
zur Umverteilung beitragen. Ich kann natürlich auch die
(wenigen) Leute verstehen, die sich lautstark beschweren,
weil sie stärker als vorher belastet würden. Zumindest sollte
man dann aber nicht solche Scheinargumente anführen.
Btw: die Erwähnung der Zuwanderer in deiner Argumentation,
lässt wohl auch ein bisschen deine Gesinnung durchscheinen!?

Die Politkaste ist wohl die abgehobenste in ganz D, ich
wette
ihr kennt nicht einen persönlich. Ich schon und ich kann
euch
sagen: ich kenne keine unsympathischeren Menschen. Denen
ist
alles egal, hauptsache das Steuergeld wird von EUCH
abgeliefert.

Es steht ja jedem frei, selbst Politiker zu werden. Sich nur
plakativ und platt über andere zu beschweren, ist nicht
wirklich konstruktiv.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

OmG, da wird die Wertschöpfung besteuert und nicht das Geld!

Wenn jemand jetzt also nicht konsumiert sondern spart oder in Aktien investiert, fällt hierfür keine Steuer an. Gar keine Ahnung, wirklich gar keine Ahnung und dann große Töne spucken.

Erbschaftssteuer ist eher "du hast von deinem Nettojahresgehalt zuviel gespart und nicht konsumiert, weshalb davon jetzt 30% an das Finanzamt fließt".

Lounge Gast schrieb:

Lustig wie keiner auf den längeren Post vom Lounge Gast
eingeht, stattdessen wieder die gleichen Argumente bringt die
bereits entkräftet wurden.

Keiner will höhere Staatseinnahmen, sondern das die Einnahmen
woanders herkommen.

Jedes Geld wurde schon mal versteuert. Wenn man sich bei
Starbucks für 5 EUR einen Kaffee mit seinem versteuertem Geld
kauft, dann kriegt der Mitarbeiter davon einen Teil ab und
muss diesen versteuern. Davon kauft er sich dann in der Mensa
ein Gericht auf welches wieder Steuern fällig werden, usw. .
Wenn man das Erben als Arbeit betrachtet, würde dies bedeuten
dass man dafür bezahlt wird der/die Sohn/Tochter von jemanden
zu sein. Darauf würde dann aber Einkommenssteuer fällig...

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

Tja, es ist Fakt das die Zuwanderung die Sozialsysteme
zerstören wird. Zwar nicht in ein zwei oder drei Jahren, aber
in 10 bis 20 Jahren. Das ist simple Mathematik und da hilft

Ich mag Leute ganz besonders, die mit "es ist Fakt" argumentieren im Zusammenhang mit zukünftigen Ereignissen.

Bei Prognosen (!) für die zukünftige Entwicklung mit einem Zeithorizont von 10 oder 20 Jahren kann etwas jedoch kein Fakt sein, da es noch nicht eingetreten ist. Und Prognosen basieren _IMMER_ auf bestimmten Annahmen, deren Richtigkeit erst die Zukunft bestätigen kann (oder auch widerlegen wird).

Niemand kann heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen ob die Integration der Zuwanderer letztendlich erfolgreich sein wird. Ich sehe das jedoch als entscheidendes Kriterium bei der Frage ob die Zuwanderung zukünftig eher zu einer Belastung oder eher zu einer Stärkung der Sozialsysteme führen wird.

Dies hängt wohl widerum auch davon ab, mit welche Menge an Zuwanderern wir es zukünftig zu tun haben werden oder ob die Sicherheitslage in den Ursprungsländern die Rückkehr in diese zulässt. Auch das kann niemand mit Sicherheit voraussehen. Außer Du anscheinend...

dir auch keine Ideologie zusätzliche Mrd aus dem Hut zu
zaubern.

Und nochmal für Dich zum Verstehen: hier geht es _NICHT_ um die Frage, wie der Staat die Einnahmen insgesamt steigern kann, sondern nur wo die für ein gegebenes Spektrum an Ausgaben notwendigen Steuereinnahmen herkommen soll(t)en.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Also Fakt ist das schon einmal nicht. Eher genau das Gegenteil. Theoretisch und praktisch gesehen brauchen wir Zuwanderung. Sogar sehr viel. Blende mal Mutmaßungen wie erhöhte Kriminalität durch sozio-ökonomische Problemstellungen aus und denke an den Generationenvertrag.

Dein sehr plakativer Kommentar mit "simpler Mathematik" zeigt schlichtweg dein fehlendes Verständnis für das große Ganze. Durch u.a. den Pillenknick der 70er steht die Geburtenrate der Frau immer zwischen 1,4-1.7. Da die Bevölkerung immer älter wird (demografischer Wandel...), zahlen wenig Leute in die Rente ein und viele Leute beziehen Rente. So, du Crack mit simpler Mathematik. Was ist da die Schlussfolgerung?

Zuwanderung mag kurzfristig gesehen eine Belastung sein. Auf Längere Sicht gesehen ist dies jedoch in der Forschung eine der möglichen Lösungen für das Problem mit dem Generationenvertrag, da sich die Altersschichten ausgleichen. Und nein, das werden nicht alles zukünftige Diebe und Drogendealer. Also nochmal an in die Uni und die richtigen Fakten lernen. Wen du mit deinen "Fakten" wählst, wissen hier ja jetzt alle.

Lounge Gast schrieb:

Tja, es ist Fakt das die Zuwanderung die Sozialsysteme
zerstören wird. Zwar nicht in ein zwei oder drei Jahren, aber
in 10 bis 20 Jahren. Das ist simple Mathematik und da hilft
dir auch keine Ideologie zusätzliche Mrd aus dem Hut zu
zaubern.

Manche denken in größeren Zusammenhängen, andere sind
hingegen dazu nicht in der Lage. Alles hängt zusammen.

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Ganz genau, der "Nanny" Staat. Sieht man
hier
wieder sehr schön.
Wir haben Rekordeinnahmen, ballern 40 Mrd. EUR p.a.
für
unsere neuen Zuwanderer aus, aber brauchen DRINGEND
neue
Steuern. Alles klar.
Wo lebt ihr eigentlich?

Du verdrehst ziemlich die Tatsachen. Es hat ja bisher
niemand
wirklich geschrieben oder behauptet, dass dieser Staat
insgesamt mehr Steuereinnahmen benötigt. Wenn über eine
höhere Besteuerung von Erbschaften diskutiert wird, dann
wurde doch mehrfach erwähnt, dass an anderer Stelle die
Steuerbelastung (Einkommen, MWSt) in gleichem Maße
reduziert
werden könnte/sollte. Das würde zumindest ein bisschen
mehr
zur Umverteilung beitragen. Ich kann natürlich auch die
(wenigen) Leute verstehen, die sich lautstark beschweren,
weil sie stärker als vorher belastet würden. Zumindest
sollte
man dann aber nicht solche Scheinargumente anführen.
Btw: die Erwähnung der Zuwanderer in deiner Argumentation,
lässt wohl auch ein bisschen deine Gesinnung
durchscheinen!?

Die Politkaste ist wohl die abgehobenste in ganz D,
ich
wette
ihr kennt nicht einen persönlich. Ich schon und ich
kann
euch
sagen: ich kenne keine unsympathischeren Menschen.
Denen
ist
alles egal, hauptsache das Steuergeld wird von EUCH
abgeliefert.

Es steht ja jedem frei, selbst Politiker zu werden. Sich
nur
plakativ und platt über andere zu beschweren, ist nicht
wirklich konstruktiv.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Würde sich durch eine höhere Erbschaftssteuer wirklich viel Geld verdienen lassen?
Oder könnte man dadurch die Mwst nur um 0,1% senken?

Wenn das nur mit 0,1% ist dann hilft das niemandem in Deutschland sondern schadet nur Leuten.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Bitte...Jeder ernsthafte Ökonom weiß um die tiefrote Bilanz der Asylzuwanderung.
Das hier gleich jemand mit "Gesinnung" kommt zeigt mal wieder die Debattenkultur.

http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/daniel-stelter-oekonomischer-10-punkte-plan-zu-fluechtlingsstrom-a-1051166.html

Ansonsten ist es lächerlich zu glauben der Staat würde auf eine Steuer zugunsten einer anderen verzichten! Als würden die wirklich die Einkommenssteuer massiv senken im Gegenzug! Vllt paar Jahre und dann wird draufgesattelt ;)

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Auf SPON stand unlängst, wieviel im vergangenen Jahr vererbt worden ist.
Siehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erbschaften-und-schenkungen-erreichen-rekordwert-a-1164144.html

--> 108 Mrd EUR wurden von den Finanzämtern veranlagt. Darauf wurden (lediglich) ca. 7 Mrd EUR Steuern fällig.

Weiter im Artikel steht jedoch folgendes:
"Wie viel genau laufend vererbt oder verschenkt wird, ist nicht bekannt, da die Statistik nur die steuerlich veranlagten Fälle ausweist, während über das Gros der Erbfälle aufgrund hoher Freibeträge nichts bekannt ist. Schenkungen an gemeinnützige Organisationen, Kirchen oder Parteien sind von der Statistik nicht erfasst.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzt, dass pro Jahr rund 400 Milliarden Euro Vermögen übertragen werden."

Dem gegenüber stehen folgende Daten zur Einkommens- oder Lohnsteuer.

"Im Ergebnis stieg das Aufkommen der Lohnsteuer im Haushaltsjahr 2016 um + 3,3 % auf 184,8 Mrd. ?." (Quelle http://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2017/01/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-5-Steuereinnahmen-Bund-Laender-2016.html, Seite 2)

"Im Haushaltsjahr 2016 wiesen die Steuern vom Umsatz insgesamt einen Zuwachs von 3,4 % gegenüber dem Haushaltsjahr 2015 auf und lagen bei 217,1 Mrd. ?." (Quelle: gleiches Dokument, Seite 3)

Für eine MWSt-Senkung von 1 Prozent bräuchte man also (über den Daumen gepeilt) maximal etwa 30 Mrd EUR "andere" Steuereinnahmen. Sollten die o.g. 400 Mrd als Gesamterbmasse stimmen, müsste man also davon absolut (ohne Freibeträge) ca. ~8% Steuern einziehen. Leider steht dort nichts über eine Verteilung der Gesamterbmasse und somit kann man auch schwer einschätzen, wieviel durch die Einräumung von "angemessenen" Freibeträgen weiterhin steuerfrei vererbt werden würde.

Lounge Gast schrieb:

Würde sich durch eine höhere Erbschaftssteuer wirklich viel
Geld verdienen lassen?
Oder könnte man dadurch die Mwst nur um 0,1% senken?

Wenn das nur mit 0,1% ist dann hilft das niemandem in
Deutschland sondern schadet nur Leuten.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ich habe gerade selbst noch einmal Google ertüchtigt:
Das Handelsblatt sieht derzeit ein jährliches Erbe in Deutschland von 400 Milliarden.
Wenn ich hoch greife, würden etwa 80 Milliarden an Steuern fällig (was aber wegen der ganzen Freibeträge sicherlich nicht der Fall ist). Würde ich die Steuern verdoppeln und die Freibeträge verringern, kämen ggf. 80 Mrd. mehr rum.
Sprich: 1.000 Euro je Bundesbürger. Ziehe ich davon nur 4 Prozent für Verwaltung ab (ein lächerlich geringer Betrag), so wären das 80 Euro je Bundesbürger pro Monat... Das reicht richtig weit.

Zitat:
Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 noch links ist, hat kein Hirn.
Zitat Ende.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

In 2015 betrugen die Steuereinnahmen aufgrund der Erbschaftssteuer 6,3 Milliarden EUR. Geschätzt werden pro Jahr 200-300 Milliarden EUR pro Jahr vererbt/verschenkt. Wobei die Höhe sehr ungleich verteilt ist. Die Hälfte der Erbschaften liegt unter 50k EUR.

Das DIW hatte eine Berechnung erstellt. Hier das Fazit:

"Das DIW schlägt nun vor, alle Steuervergünstigungen bis auf einen einheitlichen Freibetrag von 400.000 Euro komplett zu streichen und einen einheitlichen Steuersatz von 10 Prozent auf alle Erbschaften zu erheben. Bei Unternehmensübertragungen könnten es auch 15 Prozent sein. Den Berechnungen zufolge könnte der Fiskus so jährlich fast sechs Milliarden Euro einnehmen. "

Also selbst mit einem Freibetrag von 400k EUR und einem Steuersatz von 10% hätten wir Mehreinnahmen von 6 Milliarden EUR. Selbst bei einer Erbschaftssteuer von lediglich 30% mit einem gleichen oder niedrigeren Freibetrag, dürfte man mit den Zusatzeinnahmen im mittleren zweistelligen Milliardenbereich liegen. Also eine Reduzierung der MwSt. von absolut 4%-6% bzw. einer Reduzierung der Einkommenssteuer von relativ ~20%.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Was jongliert ihr denn hier mit Zahlen rum?

Für 1% MwSt. Senkung kommen Mehrkosten von 11 Mrd EUR auf. Bei 30 Mrd. und 19% könnte der Staat ja seine kompletten Einnahmen decken.

Seit wann sind 80 Mrd. EUR Peanuts? In was für einer Welt lebt ihr eigentlich? Guckt euch mal an was für Bildung und Infrastruktur ausgegeben wird. Oder wie viel die "Steuerreformen" kosten sollen die nach der Wahl kommen (Antwort: 15 Mrd)

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

Bitte...Jeder ernsthafte Ökonom weiß um die tiefrote Bilanz
der Asylzuwanderung.
Das hier gleich jemand mit "Gesinnung" kommt zeigt
mal wieder die Debattenkultur.

http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/daniel-stelter-oekonomischer-10-punkte-plan-zu-fluechtlingsstrom-a-1051166.html

Wenn es alle ernsthaften Ökonomen so sehen, dann müsste es ja viele und v.a. aktuelle Quellen dazu geben. Dann müsste man nicht einen fast 2 Jahre alten Artikel aus dem Manager-Magazin hervorkramen nur weil eben genau der die eigene Meinung untermauert.

Die Frage der Gesinnung stellt sich leider zwangsläufig wenn jemand bei einer Diskussion zum Thema Erben und Erbschaftssteuer plötzlich das Flüchtlingsthema ins Spiel bringt, welches meiner Meinung nach gar nichts mit der Diskussion zu tun hat.

Ansonsten ist es lächerlich zu glauben der Staat würde auf
eine Steuer zugunsten einer anderen verzichten! Als würden
die wirklich die Einkommenssteuer massiv senken im Gegenzug!
Vllt paar Jahre und dann wird draufgesattelt ;)

Hier muss ich Dir nun leider recht geben. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen anhand zahlreicher Beispiele (Sektsteuer, Solizuschlag), dass "vorrübergehend" eingeführte Steuern oft zu Dauersteuern werden. Deswegen besteht tatsächlich die Gefahr, dass es bei der Verschärfung einer Erbschaftssteuer, nicht zu einer echten Entlastung an anderer Stelle kommt. Aber man wird ja mal träumen dürfen...

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Nunja, hier wird ja andauernd diskutiert, wieviel denn 100Mrd. Steuerentlastung pro Bundesbürger machen, und anhand der "kaum spürbaren" Entlastung wird gesagt, dass es nichts brächte, die Erbschaftssteuer zu erhöhen.

Da ist der Hinweis schon angebracht, dass es reichlich Aufgaben (u.a. die Flüchtlingskrise, die Infrastruktur, die Reform des EEG) gibt, die mit 100Mrd gelöst oder zumindest hinreichend gelindert werden können.

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:
...
Die Frage der Gesinnung stellt sich leider zwangsläufig wenn
jemand bei einer Diskussion zum Thema Erben und
Erbschaftssteuer plötzlich das Flüchtlingsthema ins Spiel
bringt, welches meiner Meinung nach gar nichts mit der
Diskussion zu tun hat.

Ansonsten ist es lächerlich zu glauben der Staat würde auf
eine Steuer zugunsten einer anderen verzichten! Als würden
die wirklich die Einkommenssteuer massiv senken im
Gegenzug!
Vllt paar Jahre und dann wird draufgesattelt ;)

Hier muss ich Dir nun leider recht geben. Die Erfahrungen der
Vergangenheit zeigen anhand zahlreicher Beispiele
(Sektsteuer, Solizuschlag), dass "vorrübergehend"
eingeführte Steuern oft zu Dauersteuern werden. Deswegen
besteht tatsächlich die Gefahr, dass es bei der Verschärfung
einer Erbschaftssteuer, nicht zu einer echten Entlastung an
anderer Stelle kommt. Aber man wird ja mal träumen dürfen...

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Da musste ich kurz kichern. In den letzten zwei Jahren wurde so massiv in den Zeitungen damit geworben, dass man sein Geld in ETFs anlegen soll und ich noch zu einem Freund meinte:"Das ist mir zu aggressiv. Irgendwas kommt da noch."

Lounge Gast schrieb:

Der nächste Schritt ist schon vorbereitet

... Auf-Deutschlands-Anleger-kommt-ein-Schock-zu.html

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Erkläre nochmal bitte, was die (abstrusen) Steuerpläne der SPD konkret mit ETFs zu tun haben!
Laut dem Artikel geht es der SPD ja um die Besteuerung sämtlicher Kapitaleinkünfte mit dem persönlichen Steuersatz.
D.h. lässt man sein Geld auf dem Tagesgeldkonto versauern, dann würde man auf die kümmerlichen Zinsen zukünftig auch noch mehr Steuern zahlen, nachdem der Freibetrag ausgereizt ist.

Abgesehen davon wird die SPD wohl hoffentlich höchstens als Juniorpartner einer CDU Regierungsverantwortung übertragen bekommen.
Solange hoffe und baue ich auf die CDU, dass diese Pläne nicht in dieser Form umgesetzt werden; jedenfalls nicht solange nicht gleichzeitig die Freibeträge signifikant angehoben werden.

Lounge Gast schrieb:

Da musste ich kurz kichern. In den letzten zwei Jahren wurde
so massiv in den Zeitungen damit geworben, dass man sein Geld
in ETFs anlegen soll und ich noch zu einem Freund
meinte:"Das ist mir zu aggressiv. Irgendwas kommt da
noch."

Lounge Gast schrieb:

Der nächste Schritt ist schon vorbereitet

... Auf-Deutschlands-Anleger-kommt-ein-Schock-zu.html

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

100% Zustimmung!

"Das Problem, welches in den letzten Posts deutlich wird, ist dass Leute die voraussichtlich viel Erben werden logischerweise nichts von ihren Besitzansprüchen abgeben wollen. Daher auch das blöde Argument das niemand etwas davon hat, wenn man ihn sein Erbe wegnimmt. Das der Staat Ausgaben hat und diese durch Einnahmen decken muss und es verschiedene Möglichkeiten für Einnahmen gibt, wird einfach ausgeblendet.

Ich versuche es nochmal mit Argumenten. Wer andere Argumente als "Neid" hat, kann gerne darauf eingehen. Vielleicht hilft es, wenn ich schreibe das ich noch Großeltern habe die beide ihr lebenlang gearbeitet haben und immer noch in einer 450? Wohnung wohnen. Kreuzfahrten werden auch nicht gemacht. Es ist also noch mehr als genug Geld zum vererben da. Neid ist also nicht mein Problem.

  1. Vermögensverteilung
    Es ist erwiesen das eine zu starke Konzentration von Vermögen für eine Volkswirtschaft Nachteile hat. Genauso wie Geld investiert werden muss, muss es auch ausgegeben werden, damit eine Volkswirtschaft funktioniert.

  2. Leistungsgesellschaft
    In Deutschland leben wir in einer Leistungsgesellschaft. Wer viel leistet verdient auch viel, gibt aber auch mehr ab an Menschen die nicht soviel leisten können/wollen. Dieses Prinzip ist elementar für den Zusammenhalt in Deutschland. Wenn Menschen mit dem Prinzipien eines Staates nicht einverstanden sind, steigt die Steuervermeidung und die Abwanderung von Nettosteuerzahlern.
    Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden in eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon weitaus bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien. Außerdem müssen Sie von Ihrem Erbe nichts in die Sozialversicherungen einzahlen, können aber trotzdem die GKV in Anspruch nehmen. Und auch ein in Deutschland lebender Erbe profitiert von unserem Rechtsstaat und der Infrastruktur. Wieso sollte er dazu nichts beisteuern?

(Schein-)Gegenargumente

  1. Nicht machbar
    Eine faire Erbschaftssteuer zu gestalten ist sicher nicht einfach. Aber nur weil etwas nicht einfach ist, ist dies kein Grund es gleich ganz sein zu lassen. Eine Annäherung ans Optimum ist immer noch besser als der Ist-Zustand.
    Auch will keiner das die Ehefrau nach 40 Jahren Ehe das Vermögen Ihres Mannes abgeben muss (zumal es ihr ja auch zu 50% gehört). Dies ließe sich über Gesetze relativ leicht regeln.

  2. Es bringt den Nicht-Erben nichts
    Wie Eingangs schon geschrieben muss der Staat seine Ausgaben decken. Zur Zeit macht er dies größtenteils über die Einkommens- und Mehrwertsteuer. Diese könnten beide entlastet werden bei einer Anhebung der Erbschaftssteuer. Dies hätte den positiven Effekt das mehr Menschen über Leistung ein Vermögen fürs Alter ansparen können und sich Leistung wieder mehr lohnen würde."
antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Aber es gibt doch bereits eine Erbschaftssteuer. "Erben steuern nichts bei" ist also ziemlich falsch formuliert aus meiner Sicht.

Und ja da sind wir uns doch alle einig, dass man Erbschaftssteuer erhöhen kann und Einkommenssteuer gleichzeitig runter. Aber mit diesen Lösungen kommt ja politisch keiner.

Ich erbe übrigens auch massiv (hoffentlich sehr spät). Gebe da dann gerne etwas mehr von ab wenn ich im Gegenzug dafür von meinem Gehalt einen relevanten Teil behalten darf. Bis man wirklich Geld hat muss man schon ein top 1% einkommen (120k+) haben. Und die Sau rauslassen kann man damit auch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb

Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden in
eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon weitaus
bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien.

Also, der Handwerkersohn erbt ein Einfamilienhaus in einer Kleinstadt. Leistungslos. Aber ist er daruch "in eine reiche Familie geboren"???

antworten
Winterbach

Re: Erben und Vererben

"Es ist erwiesen das eine zu starke Konzentration von Vermögen für eine Volkswirtschaft Nachteile hat. Genauso wie Geld investiert werden muss, muss es auch ausgegeben werden, damit eine Volkswirtschaft funktioniert."

Bisschen platt, oder?
Sonst kann ich sagen: Ebenso erwiesen ist, das planwirtschaftliche Zwangsmaßnahmen negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaft haben.
Dazu: Es ist nicht einmal vorrangig Aufgabe des Staates, das BIP zu maximieren, sondern den in ihm lebenden Bürgern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.
Sonst müssten ab sofort z.B.:

  • Tabakwaren, Alkohol und Motorräder verboten werden
  • Die Mehrwertsteuer und die gesetzliche Krankenversicherung abgeschafft werden, Zwangsarbeit für Arbeitslose angeschafft werden
    Willst du bestimmt, oder?

"Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden in eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon weitaus bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien. Außerdem müssen Sie von Ihrem Erbe nichts in die Sozialversicherungen einzahlen, können aber trotzdem die GKV in Anspruch nehmen. Und auch ein in Deutschland lebender Erbe profitiert von unserem Rechtsstaat und der Infrastruktur. Wieso sollte er dazu nichts beisteuern?"

Vielleicht noch ein bisschen weltfremder?
Auch hier wieder: Es ist nicht die Aufgabe des Staats, sicherzustellen, dass am Schluss jeder genau das hat, was er laut...ja laut was eigentlich? Formaler Qualifikation?...besitzen "dürfte".

  • Wie viele Millionenerben, meinst du, versichern sich in der GKV, um mal schön den Sozialstaat auszunehmen?
  • Wie viele Millionenerben, meinst du, heben ihr ganzes Geld in Bar ab und essen dann den ganzen Tag Schwarzbrot, damit niemand anderes davon etwas hat?
    Reiche Menschen haben zwei Möglichkeiten, ihr Geld zu handhaben: 1. Ausgeben, 2. Anlegen
    1. Leute, die viel Geld haben, geben tendenziell auch viel Geld aus - UHNWIs in Europa im Schnitt z.B. 1 Mio. EUR pro Jahr (http://www.luxurydaily.com/wp-content/uploads/2015/04/08.WealthX.Lynn-Raynault.pdf). Damit zahlt ein enorm reicher Erbe schon in einem Jahr mehr Mehrwertsteuer als viele hier die nächsten 20 Jahre.
    2. Über die Kapitalertragssteuer werden mit ihrem Geld erwirtschaftete Gewinne zumeist sogar höher besteuert als Erwerbsarbeit (25% + 2x% -> an die 50%)

"Eine faire Erbschaftssteuer zu gestalten ist sicher nicht einfach. Aber nur weil etwas nicht einfach ist, ist dies kein Grund es gleich ganz sein zu lassen. Eine Annäherung ans Optimum ist immer noch besser als der Ist-Zustand.
Auch will keiner das die Ehefrau nach 40 Jahren Ehe das Vermögen Ihres Mannes abgeben muss (zumal es ihr ja auch zu 50% gehört). Dies ließe sich über Gesetze relativ leicht regeln."

Je komplizierter man es macht, desto höher wird aber der Aufwand, die Steuer auch sachgerecht einzutreiben. Weiter oben schrieb jemand, dass letztes Jahr 100 Mrd. EUR vererbt wurden, und davon 7 Mrd. EUR Steuern gezahlt wurden. Wer zahlt denn diese Steuern? Die Schwarzbrot essenden Superreichen? Sicherlich nicht, die haben bereits zuvor dafür gesorgt, dass das Vermögen anderweitig übertragen wird. Es trifft hier nur die Leute, die nicht vernünftig vorsorgen, und das wird bei jeder Ausgestaltung auch so bleiben. An die Leute, die du erreichen willst, kommst du mit einer Erbschaftssteuer nicht ran, und am Ende zahlen die Kinder von Angestellten mit 3 Wohnungen in Stadtlage.

Wenn man es aber über Gesetze "relativ leicht regeln" kann, fordere ich dich hiermit auf: Schreib doch bitte einen kurzen Beitrag, in dem du diese leichte, faire Regelung beschreibst. Ich bin gespannt!

"Wie Eingangs schon geschrieben muss der Staat seine Ausgaben decken. Zur Zeit macht er dies größtenteils über die Einkommens- und Mehrwertsteuer. Diese könnten beide entlastet werden bei einer Anhebung der Erbschaftssteuer. Dies hätte den positiven Effekt das mehr Menschen über Leistung ein Vermögen fürs Alter ansparen können und sich Leistung wieder mehr lohnen würde."

Dir sind hier die Dimensionen nicht bewusst: Alleine Einkommensteuereinnahmen betrugen im letzten Jahr >100 Mrd. EUR. und damit mehr, als überhaupt vererbt wurde (btw: Wer hat die bezahlt? Die top 10%, die mit größerer Wahrscheinlichkeit auch erben).
Selbst bei einer Verdopplung des Erbschaftssteueraufkommens hättest du nicht mal den halben Soli-Beitrag kompensiert. http://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/OeffentlicheFinanzenSteuern/Steuern/Steuerhaushalt/Tabellen/KassenmaessigeSteuereinnahmenNachSteuerverteilung.html;jsessionid=FB51CCAE02B36AD67EE6115BC35AB3D0.cae2

Weitere Probleme:
Du unterstellst, dass eine Anhebung der Erbschaftssteuersätze gleichzeitig ein steigendes Steueraufkommen zur Folge hätte - Was zunehmen würde, wäre stattdessen Steuervermeidung.
Senkung der Mehrwertsteuer hätte womöglich eher den gegenteiligen Effekt, und der Superreiche zahlt weniger.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das Kapital ordentlich besteuert wird ist wichtig. Eine Vermischung mit der Einkommenssteuer könnte auch eventuell Sinn machen, zumindest wenn man den Gewinn erst bei der Realisierung versteuern muss (also während der Rente, wenn man keine weitere Einkommen hat).
So wie das System jetzt ist, ist es eine Farce das man ab 800 EUR 25% Kapitalertragssteuer zahlen soll. Das sind Summen die man als Normalverdiener für die Rente sparen muss. Gleichzeitig muss ich irgendwelche komischen Bankprodukte nicht versteuern, obwohl diese den exakt gleichen Zweck dienen. Hier muss aufgehört werden der Versicherungsbranche Steuergeschenke zu machen oder den Kapitalanlegern das gleiche Recht eingeräumt werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Dass man hier noch so viel Vertrauen in die Politik hat verwundert mich jedes Mal.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Der Handwerkersohn würde bei den jetzigen Regelungen keinen Cent Steuern zahlen und mir ist auch nicht bekannt, dass die böse SPD signifikant etwas an den Freibeträgen drehen möchte.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb

Erben leisten für den geerbten Betrag nichts. Sie wurden
in
eine reiche Familie geboren und haben dadurch schon
weitaus
bessere Karrierechancen als Kinder aus ärmeren Familien.

Also, der Handwerkersohn erbt ein Einfamilienhaus in einer
Kleinstadt. Leistungslos. Aber ist er daruch "in eine
reiche Familie geboren"???

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

@schaturas: Benutze doch bitte die Zahlen die zuvor gepostet und verlinkt wurden. Es wird mit 300-400 Mrd EUR an Erbschaften/Schenkungen gerechnet. Es wurde bereits vorgerechnet das bei einer Erbschaftssteuer von 30% mit einem mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Mehreinnahmen gerechnet werden kann.

Deine restlichen Argumente verfallen alle wieder in Relativierung. Bsp.:

  1. Die Aufgabe des Staates ist es nicht seinen Bürgern zu ermöglichen eine größtmögliche Freiheit zu erreichen. Ansonsten würde wir gar keine Steuern zahlen.

  2. Der Staat ist nicht dazu da das jemand nach seiner Qualifikation bezahlt wird. Zumindest in einem Sozialstatt (wie Deutschland) ist der Staat aber dafür zuständig das die starken Schultern mehr tragen als die schwachen Schultern. Und jemand der viel erbt hat auch starke Schultern.

  3. Jemand der 3 Wohnungen in Stadtlage hat, sollte definitiv Erbschaftssteuer zahlen.
antworten
Winterbach

Re: Erben und Vererben

"@schaturas: Benutze doch bitte die Zahlen die zuvor gepostet und verlinkt wurden. Es wird mit 300-400 Mrd EUR an Erbschaften/Schenkungen gerechnet. Es wurde bereits vorgerechnet das bei einer Erbschaftssteuer von 30% mit einem mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Mehreinnahmen gerechnet werden kann."

Entschuldigung, ich beziehe mich auf Zahlen, die gepostet und verlinkt sind - Siehe Beitrag Know-it-all vom 28.08. Das ist die einzige Zahl, die nach meiner Betrachtung hier ordentlich verlinkt ist. Bitte Beiträge lesen, bevor du unwahre Behauptungen aufstellst.

Zum Inhalt: Nein, das wurde eben nicht oder nur fehlerhaft vorgerechnet.
Denn ein 30%-Satz auf Erbschaften bedeutet eben nicht, dass der Staat einen "mittleren zweistelligen Milliardenbetrag" einnimmt.
Dazu müssten alle Freibeträge und Ausnahmen (z.B. Betriebsvermögen) gestrichen werden.
Schauen wir uns doch mal die Verteilung der Erbschaften an - In dieser Studie wird übrigens auch von einem Wert ausgegangen, der etwas über 100 Mrd. EUR ist:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.524690.de/16-3-1.pdf

Wir können feststellen:

  1. Mehr als 90% der Erbschaften (Fälle) belaufen sich auf unter 500.000 EUR
  2. Knapp 70% der Erbschaften (Volumen) belaufen sich auf unter 500.000 EUR
    --> Möchte man den genannten Betrag einnehmen, muss sich die Besteuerung auf Erbschaften über 500.000 EUR bei nahe 100% bewegen, oder man geht wirklich dem Handwerkersohn an den Kragen.

"1. Die Aufgabe des Staates ist es nicht seinen Bürgern zu ermöglichen eine größtmögliche Freiheit zu erreichen. Ansonsten würde wir gar keine Steuern zahlen."

Was ist denn deiner Meinung nach die Aufgabe des Staates?

  1. Ich habe nicht von größtmöglicher Freiheit geschrieben, sondern von einem "Leben in Freiheit". Das lässt sich aus GG Art. 2 Abs. 1 problemlos ableiten.
    http://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01/245122
  2. Wenn niemand Steuern zahlen würde, gäbe es keinen Staat, es sähe hier aus wie in der Ukraine, und individuelle Freiheit wäre mit Sicherheit nicht gewährleistet.

"2. Der Staat ist nicht dazu da das jemand nach seiner Qualifikation bezahlt wird. Zumindest in einem Sozialstatt (wie Deutschland) ist der Staat aber dafür zuständig das die starken Schultern mehr tragen als die schwachen Schultern. Und jemand der viel erbt hat auch starke Schultern."

Es geht hier ja nicht darum, dass schwache Schultern momentan mehr tragen müssten als starke Schultern. Sondern darum, dass man den starken Schultern, die ohnehin schon fast alles tragen, noch ein bisschen mehr draufpacken möchte.
Und eben darum, wie man starke Schultern definiert: Nämlich viel zu weit nach unten, siehe Einkommensteuer.

"3. Jemand der 3 Wohnungen in Stadtlage hat, sollte definitiv Erbschaftssteuer zahlen."

Weshalb?
Auch, wenn er in Gera wohnt?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Die "starken Schultern", in Deutschland so ca mit 60k p.a. , tragen aber alles...

Der Maurer der vom Vater 600k Erbt ist auf einmal auch richtig stark?
Weil er 1,4k netto hat und genug Geld um sich ein Haus + bisschen Kleinkram zu leisten?

Lounge Gast schrieb:

@schaturas: Benutze doch bitte die Zahlen die zuvor gepostet
und verlinkt wurden. Es wird mit 300-400 Mrd EUR an
Erbschaften/Schenkungen gerechnet. Es wurde bereits
vorgerechnet das bei einer Erbschaftssteuer von 30% mit einem
mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Mehreinnahmen
gerechnet werden kann.

Deine restlichen Argumente verfallen alle wieder in
Relativierung. Bsp.:

  1. Die Aufgabe des Staates ist es nicht seinen Bürgern zu
    ermöglichen eine größtmögliche Freiheit zu erreichen.
    Ansonsten würde wir gar keine Steuern zahlen.

  2. Der Staat ist nicht dazu da das jemand nach seiner
    Qualifikation bezahlt wird. Zumindest in einem Sozialstatt
    (wie Deutschland) ist der Staat aber dafür zuständig das die
    starken Schultern mehr tragen als die schwachen Schultern.
    Und jemand der viel erbt hat auch starke Schultern.

  3. Jemand der 3 Wohnungen in Stadtlage hat, sollte definitiv
    Erbschaftssteuer zahlen.
antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Jemand der 3 Wohnungen in Stadtlage hat, wird auch Erbschaftssteuer zahlen. Wo ist das Problem?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Kommt drauf an wie man es anstellt.

Variante 1: Man überträgt alle 10 Jahre etwas aufs Kind und sichert sich über Nießbrauch etc. ab

Variante 2: Man gründet eine Gesellschaft und überträgt die Immobilien in die Gesellschaft und veräußert diese an das Kind (so arbeiten übrigens alle großen Immobilien Firmen wenn untereinander verkauft wird um die Grunderwerbssteuer zu sparen eine Tochter wird gegründet die bekommt die Immobilie und die Tochter wird an die andere Firma verkauft und diese belässt die Immobilie in der Tochter)

Lounge Gast schrieb:

Jemand der 3 Wohnungen in Stadtlage hat, wird auch
Erbschaftssteuer zahlen. Wo ist das Problem?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Und das ist jetzt weniger platt als das was du vorher kritisierst?

"Weitere Probleme:
Du unterstellst, dass eine Anhebung der Erbschaftssteuersätze gleichzeitig ein steigendes Steueraufkommen zur Folge hätte - Was zunehmen würde, wäre stattdessen Steuervermeidung.
Senkung der Mehrwertsteuer hätte womöglich eher den gegenteiligen Effekt, und der Superreiche zahlt weniger. "

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Meine Mutter hat mir zum Berufseinstieg ein Haus in bester Lage mit großem Garten gebaut und alles auf mich eingetragen. Was wollt ihr jetzt dagegen tun? :D

Ich finde das hier einfach wunderbar, wie die Neidhammel hier diskutieren. Im Endeffekt vererbt man legal mehrere Millionen an die nächste Generation und zudem gibt es genug Möglichkeiten, dies definitiv ohne Kenntnis des Finanzamts anzustellen. Erhöht die Steuern ruhig, treffen wird es nur die mit geringem Eigentum. Je mehr Geld, desto leichter umgeht man die Steuer.
Ist eine Lebensversicherung eigentlich auch böses Vermögen ohne Leistung? Wodurch unterscheiden sich Lebensversicherung oder eine quasi angesparte Lebensversicherung?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Wirklich lächerlich wie hier einige dem Staat alles zugestehen und denken sie würden davon profitieren :D
Der Staat würde euch dann sicherlich bei der Einkommenssteuer entlasten haha...selten so gelacht.
Das Problem ist nichtmal die EK-Steuer sondern die Sozialabgaben.
Zudem finanziert IHR Millionen von Beamten die fette Pension.
Regt euch lieber mal darüber auf!

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ja, 60k EUR p.a. sind in Deutschland zur Zeit starke Schultern. Und damit das nicht so bleibt, sollte ein Handwerkssohn von seinem 600k EUR Erbe etwas an den Staat abgeben, damit der 60k EUR pa Bürger nicht Leute finanzieren muss, die mehr Geld haben als er in 20 Jahren verdient.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

D-CH-F

In Frankreich ist die Erbschaftsteuer deutlich höher als in Deutschland. Aber dafür bezahlt man weniger Einkommensteuer. Das Vermögen was man durch das Glück der wohlhabenden Vorfahren bekommen hat, wird höher besteuert, das was man selbst erarbeitet weniger.

antworten
Winterbach

Re: Erben und Vererben

"D-CH-F

In Frankreich ist die Erbschaftsteuer deutlich höher als in Deutschland. Aber dafür bezahlt man weniger Einkommensteuer. Das Vermögen was man durch das Glück der wohlhabenden Vorfahren bekommen hat, wird höher besteuert, das was man selbst erarbeitet weniger."

Zur Wahrheit gehört hier aber auch, dass in Frankreich vor allem die Freibeträge deutlich niedriger sind (100 TEUR für Kinder,

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Habe mir die ganze Diskussion durchgelesen und bin erstaunt, welches Grundvertrauen manche n die Politik haben.

  • Bereits seit Ende der 90er wird über die kalte Progression geredet. In 20 Jahren mit Koalitionen fast jeglicher Farbe ist genau null passiert, obwohl doch jede Partei dies schon lange angehen will.
  • Laut Ministerien haben von den Einwanderern der letzten 2 Jahre ganze 13% einen Job, folglich haben 87% keinen. Trotz Rekordbeschäftigung steigen die Ausgaben für Arbeit und Soziales immer weiter. Warum wohl.
  • Somit betrachte ich die ganze Debatte um Erbschaftssteuern als moralisch angehauchte Möglichkeit, Staatseinnahmen zu generieren. Wer dabei auf Entlastung der normal arbeitenden Bevölkerung hofft, wird lange warten können.
antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

D-CH-F

Richtig, in Frankreich sind die Freibeträge niedriger, nämlich 100k pro Kind bzw. Enkelkind. Wenn man nicht verwandt ist mit dem Erblasser ist der Betrag noch niedriger und die Sätze noch mal deutlilch höher. Das ist was ich sagte. Im Schnitt bezahlt man in Frankreich mehr Erbschaftsteuer, aber dafür durchschnittlich deutlich weniger Einkommensteuer als in Deutschland.

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

  • Laut Ministerien haben von den Einwanderern der letzten 2
    Jahre ganze 13% einen Job, folglich haben 87% keinen. Trotz
    Rekordbeschäftigung steigen die Ausgaben für Arbeit und
    Soziales immer weiter. Warum wohl.

Ähm, ich nenne mal ein paar wichtige Gründe, die alle _NICHTS_ mit Einwandern zu tun haben:

  • Die gute Lohnentwicklung führt zu steigenden Einnahmen in der Rentenversicherung. Da die RV sofort ausschüttet, was zuvor eingenommen worden ist, hat sich Deutschland im letzten Jahr eine üppige Rentensteigerung geleistet und dieses Jahr auch eine überdurchschnittliche (kleiner Tipp - die Rentenversicherung ist der mit Abstand größte Posten innerhalb "Arbeit und Soziales")
  • Zudem steigt die Zahl der Renter aufgrund der Altersstruktur in der Bevölkerung -> höhere Ausgaben der RV
  • Steigende Kosten im Gesundheitswesen - überwiegend bedingt durch den medizinischen Fortschritt. Diesen Trend gibt es seit vielen Jahren und nicht erst seit 2015.

Nur mal so als Denkanstoß. Vielleicht gelingt Dir ja damit der Blick über den Tellerrand...

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Wenn man sich das französische Erbschaftssteuerrecht bei Wikipedia angeguckt klingen die Rahmenbedingungen sehr vernünftig. Inwiefern gibt es in diesem System den Schlupflöcher und wie wird es von der Bevölkerung angesehen? Ich schätze die Ausnahme für Firmenerben führt teilweise auch zu komischen Anreizen und in DE würde das Bundesverfassungsgericht diese Regelung eventuell auch kippen.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Jedes System hat eine Kapazitätsgrenze. Hier schönreden zu wollen ist einfach dabeben und treibt die Leute in die Hände der Rattenfänger.

Man muss deutlich sagen, was Sache ist, und da brauchst Du nicht mit irgendwelchen "Wischi-Waschi-Argumenten" gegenhalten. Natürlich ist die Rente der größte Posten - weil 38 Mio. Erwerbstätige einzahlen!

Der Hinweis, dass hier ein massives Problem entsteht durch unqualifizierte und ungelernte Leute, ist angebracht.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

"Nur mal so als Denkanstoß. Vielleicht gelingt Dir ja damit der Blick über den Tellerrand..."
Ändert das etwas daran, dass nur 13 Prozent einen Job haben und 87 Prozent nicht? Es wurde ja gerne behauptet, dass man Arbeitskräfte dringend benötige, Fachkräftemangel etc. 87 Prozent wandern direkt in die Sozialsysteme. Das ist schlichtweg ein Fakt.
Die Grundthese, dass man dem politischen Betrieb nicht vertrauen kann hat mit deiner Tellerrandtheorie nichts zu tun.
Spätestens bei der nächsten Krise und steigender Arbeitslosigkeit wird eine Art Erbschaftssteuer kommen, um Einnahmen zu generieren.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

D-CH-F:

Mir sind keine Schlupflöcher bekannt. Man muss bedenken, dass diese Steuer auch bei Schenkungen greift, daher kann man das Vermögen nicht vorher verschenken, damit später die Erbschaftsteuer umgangen wird. Generell wird es von der Bevölkerung eher positiv wahrgenommen. Dinge wie soziale Gerechtigkeit werden von den Franzosen ziemlich ernst genommen. In F wird ein Erbe als das angesehen was es ist, nämlich ein Einkommen, sogar ein komplett leistungsloses. Für die besondere Beziehung zwischen Eltern/Kind, Großeltern/Kind/Enkel wird ein gewisser Freibetrag eingeräumt. Der Rest wird anschliessend versteuert.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Solang es sich aber nicht um Immobilien oder Wertpapiere im Depot handelt wird aber in der Regel einfach in Natura übergeben. Niemandem fällt auf wenn das Kind alle paar Monate x Tausend Euro einsteckt.

Lounge Gast schrieb:

D-CH-F:

Mir sind keine Schlupflöcher bekannt. Man muss bedenken, dass
diese Steuer auch bei Schenkungen greift, daher kann man das
Vermögen nicht vorher verschenken, damit später die
Erbschaftsteuer umgangen wird. Generell wird es von der
Bevölkerung eher positiv wahrgenommen. Dinge wie soziale
Gerechtigkeit werden von den Franzosen ziemlich ernst
genommen. In F wird ein Erbe als das angesehen was es ist,
nämlich ein Einkommen, sogar ein komplett leistungsloses. Für
die besondere Beziehung zwischen Eltern/Kind,
Großeltern/Kind/Enkel wird ein gewisser Freibetrag
eingeräumt. Der Rest wird anschliessend versteuert.

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Ist es gerecht, wenn einer viel erbt?
Ist es gerecht, wenn einer die Lebensversicherung seiner Eltern oder seiners Partners kassiert?

Wo ist der Unterschied?

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Übriges ist das Wachstum der Sozialausgaben seit Jahren stärker als das Wirtschaftswachstum, besonders seit 2015.
Normalerweise sollten die Sozialausgaben im Boom sinken!
Jeder kann sich ausmalen was bei einer Rezession passiert, das wird richtig bitter.
Da wird sich dann zeigen wie "reich" Deutschland ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Das wurde oben bereits ja angesprochen, ebenso wie andere kluge Einwände. Jedoch geht man dann natürlich nicht darauf ein und schwingt stattdessen scheinheilige moralische Reden im Namen der "sozialen Gerechtigkeit".

Klar, durch eine Vermögenssteuer oder Erbschaftssteuer, durch die das Vermögen der leistungsstarken Familien reduziert wird, senkt man natürlich auch bspw die Quote der Armen, die relativ ermittelt wird und kann dann behaupten, die Armut reduziert zu haben. Die Armen haben dann natürlich nicht nominal mehr, sondern nur in Relation. So ist es in Frankreich nach den drastischen Erhöhungen der Steuer passiert durch die Flucht Vermögender.
Mir braucht hier niemand erzählen, der Staat bräuchte mehr Gelder. Vor 2015 war kein Geld da, dann sind 40 Mrd jährlich mit steigender Tendenz für Wirtschaftsflüchtlinge plötzlich da, gleichzeitig werden Bäder etc aber geschlossen. In 20 Jahren ist dieses Sozialsystem am Ende. Aber 45 in Berlin glaubten einige ja auch noch die Märchen vom Endsieg, weil es in den Nachrichten so verkündet wurde. Manche wussten es aber bereits schon nach Stalingrad.

Lounge Gast schrieb:

Ist es gerecht, wenn einer viel erbt?
Ist es gerecht, wenn einer die Lebensversicherung seiner
Eltern oder seiners Partners kassiert?

Wo ist der Unterschied?

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

Mir braucht hier niemand erzählen, der Staat bräuchte mehr
Gelder. Vor 2015 war kein Geld da, dann sind 40 Mrd jährlich
mit steigender Tendenz für Wirtschaftsflüchtlinge plötzlich
da, gleichzeitig werden Bäder etc aber geschlossen. In 20

Wäre schön, wenn du für deine Behauptungen und pseudo-Fakten zumindest immer eine seriöse Quellenangabe lieferst.

in den Nachrichten so verkündet wurde. Manche wussten es aber
bereits schon nach Stalingrad.

Achja - wieder die bösen Fakenews der Medien.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Grundlage jeder Vorlesung zum technischen Steuersystem: Arbeitseinkommen muss höher besteuert werden als Kapitaleinkommen, da ansonsten das Kapitel, die Arbeitskraft allerdings nicht so einfach zu verlagern ist. Leute, die das Gegenteil einfordern, offenbaren nur ihren Mangel an Kenntniss und Weitsichtigkeit.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Wenn man mit Scheuklappen durch das Leben läuft, bekommt man vieles natürlich nicht mit. Du redest hier übrigens gegen verschiedene Leute an, denn dies war mein erster Beitrag seit langem...

Die Kosten für "Flüchtlinge" haben laut Angabe der Regierung für den Bund weit über 20 Mrd betragen. Dabei ist aber zu beachten, dass die Kosten zwischen Bund, Ländern und Kommunen gesplittet werden und man deshalb insgesamt somit auch weit über 40 Mrd kommt. Letzteres würde ebenso von der Regierung bestätigt.

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Mir braucht hier niemand erzählen, der Staat bräuchte mehr
Gelder. Vor 2015 war kein Geld da, dann sind 40 Mrd
jährlich
mit steigender Tendenz für Wirtschaftsflüchtlinge
plötzlich
da, gleichzeitig werden Bäder etc aber geschlossen. In 20

Wäre schön, wenn du für deine Behauptungen und pseudo-Fakten
zumindest immer eine seriöse Quellenangabe lieferst.

in den Nachrichten so verkündet wurde. Manche wussten es
aber
bereits schon nach Stalingrad.

Achja - wieder die bösen Fakenews der Medien.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Zudem haben wir bei Dividenden bereits eine sehr hohe Steuerbelastung.
Wenn Kursgewinne mit dem persönlichen Steuersatz belastet werden sollen, dann sollten Kursverluste genauso steuerlich geltend gemacht werden können.
Warum sollte ich nur von Gewinnen was abgeben? Es ist mein Risiko als Investor und deshalb wäre es dann gerecht Verluste genauso steuermindernd geltend machen zu können.

antworten
WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Rechne doch mal einfach selbst nach:
1 Million mal 10.000? p.a. ergibt bereits 10 Milliarden Euro.

Ansonsten:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-wie-experten-die-kosten-berechnen-a-1079811.html

http://www.morgenpost.de/politik/article207803205/Was-kostet-ein-Fluechtling.html

In den Niederlanden veranschlagen sie circa 30.000 EUR Kosten pro Kopf p.a., was realistischer ist als die 12.000 im Spon Artikel. Immerhin muss man neben den Leistungen noch alle indirekten Kosten mitberechnen, wie Infrastruktur, Unterbringung und Betreuung. Nachdem man anerkannt ist bekommt man Hartz4 und damit den vollen Zugang zum deutschen Gesundheitssystem!

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WiWi Gast

Re: Erben und Vererben

Gibt es in diesem Thread eigentlich noch irgendeinen Bezug zur ursprünglichen Frage oder ergehen sich hier alle wieder nur in sinnlosen Grundsatzdiskussionen?

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Lounge Gast schrieb:

Zudem haben wir bei Dividenden bereits eine sehr hohe
Steuerbelastung.

Das mag sein. Hängt aber auch davon ab, von wo die Dividenden fließen. Man kann ja weltweit investieren und es gibt durchaus Länder mit geringen Körperschaftssteuern.

Wenn Kursgewinne mit dem persönlichen Steuersatz belastet
werden sollen, dann sollten Kursverluste genauso steuerlich
geltend gemacht werden können.

Und wo steht, dass es nicht so ist? Kursverluste aus Aktienfonds sind als allgemeine Verluste mit allerlei anderen Kapitaleinkünften (Dividenden, Zinsen, realisierte Kursgewinne bei Fonds) verrechenbar und reduzieren die Steuerbelastung dieser Einkünfte.
Verluste aus Aktienverkäufen sind hingegen nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechenbar, nicht mit anderen Kapitaleinkünften. Der Verrechnungstopf für Aktienverluste verfällt aber auch nicht am Jahresende, so dass man nicht verrechenbare Verluste in Folgejahre vorträgt.

Warum sollte ich nur von Gewinnen was abgeben? Es ist mein
Risiko als Investor und deshalb wäre es dann gerecht Verluste
genauso steuermindernd geltend machen zu können.

Siehe oben.

antworten
know-it-all

Re: Erben und Vererben

Man kann selbst mit Scheuklappen durch die Gegend laufen und erkennt die Gesinnung trotzden recht schnell. Typische Anzeichen:
"Flüchtlinge" (Verwendung von Anführungsstrichen)
Wirtschaftsflüchtlinge
Verweis auf angebliche Fehlinformationen der Nachrichten.

alles deutliche Anzeichen von Populismus

Vielleicht solltest du dich auch mal mit einem "echten" Benutzer hier anmelden, damit deine Beiträge auch erkennbar sind.

Lounge Gast schrieb:

Wenn man mit Scheuklappen durch das Leben läuft, bekommt man
vieles natürlich nicht mit. Du redest hier übrigens gegen
verschiedene Leute an, denn dies war mein erster Beitrag seit
langem...

Die Kosten für "Flüchtlinge" haben laut Angabe der
Regierung für den Bund weit über 20 Mrd betragen. Dabei ist
aber zu beachten, dass die Kosten zwischen Bund, Ländern und
Kommunen gesplittet werden und man deshalb insgesamt somit
auch weit über 40 Mrd kommt. Letzteres würde ebenso von der
Regierung bestätigt.

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